Lange verheimlicht, endlich verführbereit: KEF LS Luxe
Es gab im Vorfeld viele geheimnisvolle Andeutungen, dass von KEF aus dem UK ein neuer Smart Speaker im Sommer 2026 in den Markt eingeführt werden sollte, der im gehobenen Preissegment angesiedelt sein würde. Für diese Zeit davor galt auch ein sogenanntes Embargo, was meint, dass keinerlei Informationen über diesen neuen Lautsprecher an die Öffentlichkeit gelangen durften. Nun ist es aber soweit, die neuen KEF LS Luxe spielen sich gerade beim FLSV in Bamberg ein.

Im Konzept ist die KEF LS Luxe eine aufgebohrte LS50 Wireless II*, sprich: sie hat einen mit 6.5 Zoll** im Durchmesser deutlich größeren Uni Q-Treiber verbaut. Dabei wirkt sie aber kaum größer, was durch die eher rundende und fließende Form bedingt sein dürfte.

Etwa die eineinhalbfache Fläche bringt der neue Uni-Q mit 6.5″“ Durchmesser gegenüber der KEF LS50 Wireless II.
Diese bringt zudem auch noch akustische Vorteile. Hier lauten die Stichworte: Verringerung von Kantenreflektionen und Vermeidung von stehenden Wellen durch nicht-parallele Gehäusewände.
Ganz klar ist inzwischen, und das kann ich sehr beruhigt mitteilen, dass die KEF LS Luxe in Wirklichkeit, also nicht nur im Schummerlicht des High End-Heimkinos des FLSV in Bamberg richtig gut aussehen. Herr Ross Lovegrove*** hat einen guten Job gemacht!
Dass alles, was die Ausstattung betrifft, technisch auf dem neuesten Stand ist, erwähne ich hier nur am Rande, zumal das bei einem Produkt in dieser Kategorie einfach mal vorausgesetzt werden darf. Auch Qobuz Connect funktioniert wie von anderen Anbietern inzwischen gewohnt.**** Aber auch Roon Ready wird unterstützt. Was es aber mit VECO Dynamikkorrektur und mit Music Integrity Engine auf sich hat, mag das auf der Webseite nachlesen oder sich bei mir einfach anhören.

Wenn Sie aber ein Augenmensch sind und einen neuen Eye’n’Ear-Catcher entdecken möchten, dann gilt diese Einladung gleichermaßen.
Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!
* Die KEF LS Luxe ersetzt auf gar keinen Fall die LS50 Wireless II.
** Wir rechnen mal schnell im Kopf: 6.5 mal 2,54 cm = etwa 16.5o Zentimeter. Daraus resultiert eine Membranfläche von knapp 215 cm², während es beim 5.25″ großen Treiber der KEF LS50 Wireless II nicht ganz 13,35 cm und eine Fläche von 140 cm² sind. Das hat ja, wie wir wissen, nicht nur Einfluss auf die Tiefbass-Fähigkeiten, sondern resultiert auch in einem deutlich erhöhten möglichen Schalldruck, der etwa 1.5 Mal so hoch sein wird.
*** Herr Lovegrove zeichnet (!) ja auch für die Skulptur KEF Muon verantwortlich. Aber auch der KEF Muo geht auf seine Kappe.
**** An dieser Stelle lobe ich KEF ausdrücklich, dass sie es geschafft haben, auch bei den anderen Smart Speakern dieses essentielle Feature über die Firmware nachzurüsten.





