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Quod erat demonstrandum: Quad kann auch Kopfhörer!

Wenn einer eine, wenn nicht sogar die Expertise von planaren Schallwandlern hat, dann das britische Hifi-Urgestein Quad! Ich zähle jetzt nicht schon wieder die elektrostatischen Klassiker ESL-57 und ESL-63 aus Quads Ahnengalerie auf. Aber erwähnt werden muss, dass der FLSV deren Nachfolger auch schon in seinem Portfolio geführt hat.

Gute Verarbeitung, schöne Verpackung und wirklich sinnvolles Zubehör

Wir sprechen heute von einem sehr schicken Kopfhörer nach dem magnetostatischen Prinzip, der offen gebaut ist. Der Quad ERA-1 ist mit nur 20 Ohm recht niederohmig und kann somit auch sogenannte Mobile Devices, also alles, was unterwegs als Musikwiedergabe-Anlage verwendet wird, gut, weil effizient bespielen. Hier kommt auch das eher geringe Gesamtgewicht von 420 Gramm zum Tragen.

Das hochwertige Anschlusskabel mit abnehmbaren Steckern und schraubbarem Adapter von 3.5mm auf 1/4″-Klinke

Die Ohr-umfassende Form sollte kaum für physiologische Ungemach sorgen, zumal dem Quad ERA-1 eine weitere, aber unterschiedliche Ohrpolstergarnitur beiliegt. So kann jeder für sich das passende Ohrpolster erhören und ertragen.

Vorbildlich: Zwei unterschiedliche Ohrpolster befinden sich ebenfalls im Lieferumfang des Quad ERA-1

Wie der Quad ERA-1 klingt? Hier bekommt der geneigte Leser und potenzielle Kunde stets dieselbe Antwort: Das müssen Sie sich schon selbst erarbeiten! Und dafür ist der Kopfhörer ab sofort Dauergast im tatsächlich vorführbereiten Programm des FLSV, das im High End-Heimkino seinen angestammten Platz hat.

Von allen Seiten sehr ansehnlich anzusehen: der Quad ERA-1

Und der Lateiner weiß sogar, was die Überschrift auf Deutsch bedeutet, nämlich: Was zu beweisen war, dass Quad sehr wohl auch Kopfhörer bauen kann.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Dan Clark Audio ÆON 2 Open Back versus Closed Back

Früher musste man sich entscheiden, welchen Typ Kopfhörer man in Zukunft tragen möchte. Da gab es nicht nur die Entscheidung zwischen In Ear, On Ear und Over Ear zu fällen, sondern fast noch entscheidender, zwischen offenen beziehungsweise halboffenen und geschlossenen Kopfhörern. Hier entschied oft die räumliche Umgebung, welcher Versuchung man zu erliegen hatte. Im Studio, bei passionierten Lauthörern oder zu Hause mit einer anderen Person im selben Raum war das schnell entschieden, aber sonst? Zu unterschiedlich waren die verschiedenen Modelle selbst in derselben Preisklasse.

Die Kartons unteschieden sich nur durch den Aufkleber

Mr Speakers alias Dan Clark Audio bietet zwei Kopfhörer an, bei denen man sich endlich gleichberechtigt entscheiden kann, was man vorzieht, die offene oder doch die geschlossene Ausführung. Denn beide Konstruktionen ähneln sich nicht nur optisch wie die berühmten Eier derselben Henne an einem Sonntag, sondern auch vom Antrieb. Beide, also ÆON 2 Open Back als auch der ÆON 2 Closed Back sind sogenannte planarmagnetische Kopfhörer, besser bekannt als magnetostatische Kopfhörer.

Nicht nur formschön, sondern auch optisch ansprechend.

Der  ÆON 2 ist einer der leichtesten, wenn nicht sogar der leichteste Magnetostat auf dem Markt. Eine besondere Form des Bügels ermöglicht zudem das extrem kompakte Zusammenlegen der Kopfhörer, so dass einer Mitnahme egal wohin eigentlich nichts mehr im Wege steht.

Zusammengefaltet wirklich sehr kompakt

Noch eine Besonderheit sind die Stecker der prinzipiell symmetrisch geführten Kabel zu den Hörern, die kein Gefummel erfordert, sondern nur einfach mit einem satten Klack einzustecken sind. Außerdem gibt es bei Bedarf ein noch hochwertigeres Kabel namens Vivo im Programm, das insgesamt fünf Steckervarianten von 2,5mm 4-Pin bis XLR 4-Pin bietet.

Beide Dan Clark Audio ÆON 2 werden in einem schicken Case ausgeliefert.

Überzeugen Sie sich selbst von der überragenden Klangqualität in der mit jeweils 1000.- € doch schon gehobenen Preisklasse, die sich aber vor den Marktbegleitern überhaupt nicht verstecken muss, am besten vor Ort beim FLSV in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

Was haben Sie am 7. April 2019 verpasst?

Herrlichstes Frühlingswetter draußen, gute Stimmung im Haus, so könnte man den gestrigen Tag kurz beschreiben. Denn wie bei den vergangenen Veranstaltungen der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur in den Räumen des Rundfunkmuseums der Stadt Fürth gab es eine schöne Mischung aus informativen Vorträgen,

Heinz-Peter Völkel und Michael Rissling bei ihrem Vortrag über die Historie des Lautsprechers

Führungen durch die Museumsräume und als Krönung wieder einen Live Act.

Um die Informationen über die Geschichte des Lautsprechers und der vielen technischen Hürden, die zu überwinden waren, auch anschaulich zu machen, haben wir eine angeblich völlig veraltete Anlage aufgebaut:

Quelle: Tonbandgerät, Verstärker: Röhre mit 2x 2Watt, Lautsprecher: Backloaded Horn, aber ungefaltet!, zuschaltbarer Superhochtöner: Corona Ionenhochtöner
Detailaufnahme unserer Vorführ-Anlage inklusive Masterband-Kopie des letzten Konzerts auf der ReVox A77

Nach dem ersten Vortrag und vor der Musik konnte man wie gewohnt an einer Führung durchs Haus teilnehmen, die heute ebenfalls das Thema Lautsprecher in den Fokus stellte.

Historische Lautsprecher im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth

Kurz nach 15.00 Uhr kam dann MM mit seinem hoffentlich allgemeinverständlichen Vortrag dran. Immerhin in sieben Abschnitten wurde der Lautsprecher als solcher beleuchtet. Dazu wurde auch reichlich Anschauungsmaterial durch die Reihen der Zuhörer gereicht. Vielleicht nur eine Randnotiz der Geschichte war der stets in dieser Veranstaltungsreihe fehlende Hinweis auf den kommerziellen Hintergrund des FLSV als Hifi- und besonders Lautsprecherhändler in Bamberg seit 1985.

Tiefmitteltöner in Einzelteilen, Breitbänder, Hoch- und Mitteltonkalotten, Hochton-Horn, Magnetostaten, Coax-Speaker, Kickbass-Woofer mit Flachmembran, 24-Zoll Subwoofer, klassische 2-Wege-Kombi mit passiver Frequenzweiche und Manger Biegewellenwandler: Alles da, was wichtig ist.

Kurz nach 17.00 Uhr ging es dann endlich mit dem Konzert von Acoustic Pearl los. Schon nach den ersten Takten sprang die Freude der Musiker auf das Publikum über. Fußwippen, Finger-Schnippen und Mitsingen, unsere Gäste waren voll dabei. Zum Glück war keiner der Hifi-Nerds anwesend, um für sich festzustellen: „Das ist fast so gut wie (die immer gleiche Vorführ-)Musik über eine Hifi-Anlage zu hören.“ Denn der hätte was ganz Elementares nicht verstanden, nämlich, dass die Technik nur Mittel zum Zweck ist!

Schöne, weil markante Stimme und echte Bassgitarre, von rechts nach links

Wir danken wieder mal und wieder gerne dem Rundfunkmuseum der Stadt Fürth für die gewährte Gastfreundschaft und unseren Gästen, die uns durch ihren Besuch bei dieser Non Profit-Veranstaltung unterstützen! Im Herbst kommt dann der 2. Teil zum Thema Lautsprecher mit weniger Theorie, dafür aber mit umso mehr praktischen Beispielen.

Neu und vorführbereit beim FLSV #4: Ultra Slim Line Speaker von Exelway

Ein neues, aber technologisch ganz anders geartetes Mitglied im großen Lautsprecher-Portfolio des FLSV bilden die extrem schmalen Lautsprecher von Exelway. Diese mit mehreren Patenten versehenen Lautsprecher sind gerademal 37 Millimetern breit und auch nicht besonders tief. Sie arbeiten nach einem besonders aufwändigen Prinzip, nämlich nach dem magnetostatischen. Hierbei wird eine extrem leichte Aluminium-Folie, die sich einem Permanentmagnetfeld befindet, von elektrischem Strom durchflossen. Man darf also eine besonders luftige und datailreiche Wiedergabe erwarten. Je nach Bedarf an Lautstärke wird bei den größeren Modellen mehrere kleinere Segmente kaskadiert. Die Zahl im Namen gibt etwa die Gesamtlänge des jeweiligen Modells in Millimetern wieder. Sie sind in weiß, silber und schwarz erhältlich.

Wenn man also kaum sichtbare Lautsprecher installieren will, dann sind diese Exelways eine Hörprobe wert. Allerdings wird auch hier die Physik nur in beschränktem Maße ausgetrickst, denn einen breitbandigen Subwoofer braucht man für ein vollständiges Musikerlebnis schon dazu.

Vorführbereit beim FLSV: HiFiMAN HE-400i

Wie beim HiFiMAN HE-500 gibt es auch hier den Nachfolger des HE-400 zu verkünden, nämlich den HiFiMAN HE-400i. Er ist deutlich empfindlicher geworden, was die Nutzungsbandbreite deutlich erweitert und auch den Betrieb an portablen Geräten erlaubt. Auch ist er deutlich leichter ausgefallen und trägt sich damit angenehmer.

Der HiFiMAN HE-400i schließt zudem die deutlich gewordene Lücke im Angebot des FLSV zwischen 499.- € und 501.- €. Er tummelt sich also mit den beiden beyerdynamic T90 und T70p im selben Segment.