Neue CD-Player braucht das Land der Franken: NAD C 589
Vielleicht hat ja diese Veranstaltung mit dazu beigetragen, dass NAD als einer der dienstälteren Anbieter von Hifi- und High End-Geräten nach langer Pause wieder einen Compact Disc-Player, und zwar einen recht hochwertigen, anbietet. Der NAD C 589 ist ein reiner CD-Player, also kein CD-Laufwerk ohne eingebauten Digital-/Analog-Wandler (DAC) und auch keine Digitalzentrale, bei der ein CD-Transport und ein auch für andere Zuspieler nutzbarer DAC eingebaut ist. Er ist einfach nur ein CD-Player wie du und ich.

Das Gerät verfügt über wenig Ausstattung, dafür umso mehr über besondere technologische Highlights. Diese nennen sich zum Beispiel DDH-Technologie und QRONO d2a. Was es hiermit auf sich hat, erlese man bitte auf der genannten Webseite. Wichtiger für uns ist, dass das Laufwerk mechanisch stabil und leise arbeitet und erst recht, dass diese technischen Kniffe auch wirklich dem guten Klang zuträglich sind.

Wie gut der im NAD C 589 eingebaute DAC klingt, kann man ab sofort im direkten Vergleich zum im passenden Vorverstärker NAD C 658 verbauten Wandler Probe-hören, denn der CD-Player verfügt neben den Line-Ausgängen (siehe unten) über gleich drei digitale Ausgänge, also neben den üblichen coaxialen und optischen SPDIF-Schnittstellen auch über den noch hochwertigeren, weil professionellen AES/EBU-Ausgang mit 110 Ohm Abschluss.
Der NAD C 589 ist zudem in der Signalführung vollsymmetrisch ausgelegt, was außer etwas für mehr Pegel auch und – viel wichtiger – für ein deutlich höheres Maß an Störfreiheit sorgt.*




Somit gesellt sich mit diesem Trio ein weiterer Kandidat in die beim FLSV in Bamberg eh schon üppig besetzte Kategorie der Fast-vollständig-Formate**, nur dass es eben zusätzlich auf einen Milliarden-schweren Fundus von Netz-unabhängigen Medien, sprich auf die nahezu unendlich vielen und immer noch bestehenden CDs zugreifen kann. Diese kann man nun mit dem NAD C 589 neu entdecken.
Wie man mal wieder sieht, hört man viel vom einzigen innerstädtischen Fachgeschäft für High Fidelity und High End in Oberfranken. Und wenn Sie lesen möchten, ob das stimmt, was hier geschrieben steht, dann kaufen Sie sich doch die nächste, also die September-Ausgabe der STEREO, denn dort wird der NAD C 589 auf Hertz und Nieren getestet.

* Leider verfügt der NAD C 658 als passender Vorverstärker nicht über symmetrische Eingänge, was für diesen Klang-Vergleich noch aussagekräftiger wäre. Dafür bietet er als einzige der unten genannten Schaltzentralen die Raumakustik-Korrektur Dirac Live, was akustisch viel mehr ausmacht.
** Die Kategorie ist preislich schon recht gehoben. Aber wenn man von hier aus eine echte klangliche Steigerung erzielen möchte, trifft es das digitale Portemonnaie dann aber richtig heftig. Zur Erinnerung: Es handelt sich hierbei um folgende stets vorführbare Produkte:
- Hegel H400, die vielleicht bis bestimmt stilistisch schlichteste Variante, erweiterbar mit dem Hegel Viking
- Mytek Brooklyn Bridge II mit Brooklyn Amp+; dies ist die einzige Kombi mit einem Roon Core!
- NAD M33v2 aus demselben Haus, aber in einem Gehäuse
- Eversolo DMP-A10 mit AMP-F10 als Fullsize-Komponenten klassischen Zuschnitts mit und großem Display
- Quad Platina Stream mit Platina Integrated; zu ergänzen mit dem CD-Transport Platina CDT


