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Die Weihnachtsdekoration des FLSV ist diesmal besonders üppig leuchtend!

Erst auf den letzten Metern wurde MM gewahr, dass der 26. November 2022 bereits der erste Adventssamstag des Jahres 2022 sein sollte. Und er wurde! Neben den vielfältigen Vorbereitungen für die BAT 2022 (Bamberger Analog-Tage 2022 bereits am nächsten Freitag und Samstag) und den wie immer ausführlichen Kundenberatungen an diesem Samstag gab es doch noch Zeit, wenigstens und ausschließlich das Kleine Vorführstudio art- und standesgemäß mit den alljährlich selben Utansilien so auszustatten, dass es nicht aufdringlich wirkt, aber dennoch Akzente setzt.

Upcycling-Frösche und Weihnachtsbaum aus Plastik passen gut zusammen!

Lassen Sie sich einfach von den nachfolgenden Impressionen beeindrucken. Sie werden dann bestimmt konstatieren, dass der FLSV auch im Jahre 2022 immer noch das Fachgeschäft in der Bamberger Innenstadt ist, das auch in dieser bedeutungsvollen Zeit am wenigsten aufdringlich bedeutungsschwanger sein möchte und sein wird.

Nennen Sie mir bitte eine Künstlernatur von Weltrang, die kein Weihnachtsalbum herausgebracht hat!
Bitte lesen Sie auch das Kleingedruckte. Also auch das, was links vom Schild links im Schaufenster steht!

Und wie immer beschließt ein Satz, in dem folgende Begrifflichkeiten nicht nur erwähnt werden, sondern sogar stimmen, weil sie arbeitstäglich auch gelebt werden, diesen Blog-Beitrag: Es bleibt spannend. Und es wird immer spannender! Erst recht beim FLSV!

Nicht ganz unpassend, dieser digitale Neuzugang: Streaming-Vollverstärker Rose RS520

Inmitten der Vorbereitungen zu den Bamberger Analog-Tagen 2022, die zudem durch einen Totalausfall der hauseigenen Webseite extrem stark beeinträchtigt wurden, kam noch dieser wunderschöne Neuzugang in Sachen Verstärker der Zukunft ins Hifi- und High End-Haus in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg geflattert. Der Rose RS520 ist zudem in silber als auch in schwarz erhältlich.

Viele der nicht genutzten Funktionen lassen sich in den Einstellungen deaktivieren.

Da wir inzwischen beim Rose RS150B und auch beim Rose RS250 gelernt haben, mit der Vielfalt der Geräte von Rose nicht nur umzugehen, sondern wie wir diese sogar gekonnt reduzieren können, war der Anschluss in wenigen Augenblicken erledigt.

Wie immer volles Programm bei den Anschlüssen. So auch beim neuen Rose RS520.

Was bei jedem Gerät dieser koreanischen Firma schon beim ersten Anblick becirct, ist das große und auch sehr gut ablesbare Display.

Ganz klar der Hingucker schlechthin, das große Display.

Hier stehen neben den üblichen Modi für das gerade abzuspielende Musikstück auch diverse selbstredend animierte Display-Darstellungen zur Verfügung. Wir haben uns, wie im Titelbild zu sehen, für das Motiv Harley-Davidson entschieden. Aber auch den großen Verstärker-Bruder, also den Rose RA180, kann der Rose RS520 simulieren.

Verblüffend echt, aber doch nur simuliert: das Counterfeit des Rose RS180 als Display-Variante..

Und wir wiederholen uns gerne: So sieht eine der high-fidelen Zukünfte aus, nämlich mit einem zentralen Gerät und einem Paar Lautsprecher. Nein, es braucht wirklich nur zwei, nicht mehr. Wer mehr hören möchte, sollte ins Konzert gehen!

Auch wenn die Setups immer reduzierter ausfallen können und auch dürfen, spannend bleibt es bei unserem Lieblingsthema dennoch. Genau wie beim FLSV in Bamberg, der die Show ja immer tagesaktuell begleitet!

Support your local Live Act #25: Café del Mundo am 12. November im Hubertussaal zu Nürnberg

Letzte Woche Europa, jetzt die ganze Welt! Naja, zumindest den Welt-Kaffee oder gar das Café von Welt. Denn über zwei, drei kleinere Klimmzüge* durften wir am Samstag, dem 12. November 2022, als Gäste beim Konzert von Café del Mundo im nahezu vollständig besetzten Hubertussaal** in Nürnberg dabei sein.

So sah die plakative Einladung aus, nämlich klar und deutlich.
So sieht die dazugehörige Compact Disc (CD) aus; Vinyl wird es leider von diesem Album nicht geben.

Das Programm des Abends stand unter dem Motto Winterhauch, das aber gleich mehrere Bedeutungen aufweist. Zum Beispiel ist hier die Stille des (hoffentlich bald) nahenden Winters gemeint, aber auch eine Hochebene im östlichen Odenwald, die stets ein wenig kälter als die nähere Umgebung sein soll. Und die kannte ich als Ourrewäller Bubb noch nicht einmal!

Der Hubertussaal nach dem Einlass. Man sieht, dass es geordnet rappelvoll war.
Langsam wurde es ruhig im Saal und die Spannung stieg ins Unermessliche.

Gar nicht ganz unähnlich zu Radio Europa, nur in einfacher Doppelbesetzung mit Flamenco-Gitarren, war das Programm der beiden Ausnahmegitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian aufgebaut. Viele Stücke, die erst durch Reisen durch die Welt, die sogar hinter Andalusien, der Heimatregion des Flamenco, noch weitergeht, inspiriert wurden, haben die beiden gesammelt und für zwei Gitarren arrangiert und eben live dargeboten. Aber auch Gassenhauer wie Coldplays Viva la Vida wurden vom Publikum frenetisch beklatscht, zumal ja seit vorgestern 11.11 Uhr Schunkel-Time ist. Ob aber die meisten im Publikum die Adaption von U2s With or without You als solche erkannt haben, erkannte ich als solches nicht.

Gleich im Opener wurde die Flamenco-Gitarre sogar gestrichen gespielt.

Angenehm waren auch die Moderationen von Jan Pascal zur Entstehung der Lieder, der sofort eine Replik von Alexander Kilian folgte, die Ersteren auf den Arm nehmen sollte. Aber das funktionierte auch andersherum!

Auch nachdem das offizielle Programm beendet war, waren die beiden noch fleißig. Immerhin gab es insgesamt drei Zugaben.*** Geboten wurden unter anderem auch die bekannten High Speed-Stücke von Al di Meola**** und Paco de Lucia. Die dritte Zugabe bestand aus immerhin 12 Songs (sofort einsetzender und stürmischer Beifall des Auditoriums!), die dann als Medley dargeboten wurden. Mir hat aber dabei am besten das zuvor gespielte Lied gefallen, als beide Musiker sich auf die Bühnenkante gesetzt haben und ohne Verstärkung gespielt haben.

So war es nicht verwunderlich, dass das Publikum sofort bereit war, mit Standing Ovations den beiden***** Herren zu danken.

Schön war’s, spannend sowieso, wie so vieles aus dem Kulturleben, das sogar in der direkten oder näheren Umgebung angeboten wird. Augen auf! Denn: Die Ohren kann man ja nicht verschließen.

Und weil es genau so war, also spannend und gut, wird auf den Bamberger Analog-Tagen 2022 auch einiges von Café del Mundo auf Vinyl zum Einsatz kommen!

P.S.: Wie beim letzten Bericht schon erwähnt: Auch hier bitte ich die suboptimale Bildqualität zu entschuldigen. Aber wenn Sie Café del Mundo mal gestochen scharf sehen möchten, dann besuchen Sie doch einfach das nächste Konzert in Ihrer Region!

* Klimmzüge, die eine eigene spannende Story sind und deren Fäden mal an anderer Stelle in diesem Blog, so sie denn weiter zu spinnen sein werden, was ich sehr hoffe und den anderen Involvierten sehr wünsche, näher ausgeschlachtet werden. Garantiert!

** Der Hubertussaal ist eine von drei Spielstätten des Gostner Hoftheaters in Nürnberg.

*** Hier können sich die Großen der Branche mal eine Scheibe abschneiden, deren Konzerte ein Vielfaches für den Eintritt abfordern und bei denen die Zuhörer oft mit weniger als 90 Minuten Konzertprogramm abgespeist werden!

**** Nicht zu verwechseln mit Lidl Meola!

***** Nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls gerade aktuellen Joe Biden! Aber der ist auch eher nur Einer.

Support your local Live Act #24: Studiokonzert von Radio Europa am 02. November 2022 im Tonstudio Katzer in Nürnberg

Diesmal stimmt die Überschrift nicht ganz, denn es waren ausschließlich geladene Gäste zu diesem Konzert der schon mal in diesem Blog vorgestellten Band Radio Europa geladen. Das hatte den einfachen Grund, dass nicht beliebig viele Besucher in das gastgebende Tonstudio Katzer im Nürnberger Gostenhof gepasst hätten.

Jetzt freundlich schauen und Klappe halten! Danach aber wie wild applaudieren!

An diesem Abend ging es auch nicht um die Ton-Aufnahmen für die im Frühjahr 2023 erscheinende neue Compact Disc (CD), sondern um Video-Aufnahmen für Promotionszwecke. Insofern durfte man sich nicht von den omnipräsenten Kameras abschrecken lassen. Vielmehr musste man sogar eine Erklärung unterzeichnen, dass einen genau das nicht in seiner Privatsphäre stört, wenn man dann auf einem Clip für die Band-eigene Webseite oder für DuRöhre und ähnlicher Portale zu sehen sein wird.

Tatsächlich war das der vollständigere Blick auf die Bühne, weil das Publikum seitlich zu den Musikern saß.

Aber es wurde das neue Album selbstredend in voller Länge gespielt!

Die Moderation hat wieder Roland Duckarm übernommen. In seiner gewohnt angenehmen Art hat er nicht nur den Zweck dieses Abends erläutert, sondern in der Folge auch die Genese aller Musikstücke.

Nicht nur hinterm Schlagzeug souverän: Roland Duckarm bei der Moderation

Lassen Sie sich einfach von den nun folgenden spannungsgeladenen Bildern einnehmen und auch inspirieren, möglichst bald wieder in die regionale Kunst- und vor allem in die Musikszene einzutauchen. Es gibt so viel zu entdecken!

Welches Instrument spielt Jörg Widmoser hier? Falsch, es ist kein Kontrabass, sondern nur ein Cello!

Andreas Wiersich an der Gitarre brillierte gleichermaßen in den Soli wie in der Rhythmus-Begleitung.

Alex Bayer wie gewohnt souverän am Kontrabass.
Wolfgang Lell hier am Akkordeon und Roland Duckarm an der Batterie (französisch für ?)
Gleich zwei Blasinstrumente kamen bei diesem rasanten Älpler zum Einsatz.
Für dieses Konzert im kleinen Kreis gab es dennoch großen Applaus!
Und direkt nach dem Konzert konnte man dessen Rohfassung über amtliche Lautsprecher anhören.
Sogar der nicht-namensgebenden Katze Mioy hat es sichtlich gefallen.

Uns und mir übrigens auch! Denn was ist spannender als Musik in live und in echt? Da fällt mir gerade nicht viel ein…

P.S.: Ich bitte die nich so dolle Bildqualität zu entschuldigen. Hier wurde aus der Hand und selbstredend ohne Blitz gearbeitet.

Die Planung der BAT 2022 im Einzelnen: das Kleine Vorführstudio

So langsam nehmen die Bamberger Analog-Tage 2022, die ja bekanntlich am Freitag, dem 2. und am Samstag, dem 3. Dezember 2022 in den Räumlichkeiten des FLSV in Bamberg stattfinden werden, Gestalt an. Fangen wir also mit dem Programm für das Kleine Vorführstudio an, das sich keinesfalls hinter dem der beiden anderen Räumlichkeiten verstecken muss!

Kleines Vorführstudio – kleine Geräte und kleine Lautsprecher. Aber das heißt ja nicht: Kleiner Sound! Und im Umkehrschluss bedeutet das sogar: Wenn es der Raum nicht zulässt, dann sind kleinere Lautsprecher immer die bessere Wahl.* Aber so klein ist dieses Studio gar nicht, aber wenig Platz hat es dafür umso mehr. Deswegen werden wir hier die beiden Vergleichtests abgehalten.

Der erste Vergleich zeigt die manchmal sehr heilsame Wirkung der Pro-Ject NRS Box S3, gerade wenn die Schallplatten schon die eine und die andere Party mitgemacht und so den einen und den anderen hörbaren Kratzer abbekommen haben. Kritische Ohren dürfen auch beurteilen, ob die ausgeschaltete Box, da sie ja im Signalweg liegt, einen negativen Einfluss auf das klangliche Gesamtergebnis ausübt oder doch eher nicht.

Die Kette: Pro-Ject Debut EVO –> Pro-Ject Phono Box S2 Ultra –> Pro-Ject Vinyl NRS Box S3 –> Cayin MT-12 N –>1. Blumenhofer Mini oder 2. Blumenhofer AK17

Immer noch unser Favorit in der Porto-Klasse: Pro-Ject Phono Box S2 Ultra
So soll es sein: Einmal hinein und einmal heraus: die neue Pro-Ject Vinyl NRS Box S3
Auch einer unserer All Time Favorites und idealer Röhrenverstärker für Einsteiger: Cayin MT-12 N
Sie ist nicht klein, sie ist mini, die Blumenhofer Mini!
Die AK17 bietet alle Kern-Kompetenzen für kleines Geld, die die Lautsprecher von Blumenhofer Acoustics auszeichnen.

Der zweite Vergleich widmet sich dem Sinn von Updates auch bei einem vermeintlichen Mittelklasse-Plattenspieler. Gemeint ist der gar nicht so mittelmäßige, sondern als Torwächter in die höheren Weihen der High Fidelity dienende Pro-Ject Debut PRO. Dieser kostet ja immerhin schon 800.- €, gilt nach diversesten Testermeinungen dennoch als extrem Preis-wert. Und schick sieht das Sahneteil auch noch aus, stimmt’s? Also, welche Maßnahmen werden denn im Einzelnen dem Debut PRO angetan?

Unser Model(l) für den Vergleich, einmal von der Stange und einmal Luxus pur

Als Erstes bekommt er den Plattenpuck PRO, mit dem er stets abgebildet wird, aber der nicht im Lieferumfang enthalten ist. Aufpreis 50.- €. Wer es noch eine Spur besser haben möchte, gönnt sich die Pro-Ject Clamp it, da man hier die Kraft noch feinfühliger einsetzen kann, die die Klemme auf die Schallplatte ausübt. Und leichter ist sie auch noch! Aufpreis 100.- €.

In Originalgröße: der Plattenpuck PRO

Für einen ähnlichen und auch diesen Effekt noch steigernd lässt man sich bei nächster Gelegenheit die High End-Plattentellermatte Magic-Mat von Dereneville schenken. Diese hauchdünne Matte ersetzt die originale Filzmatte und erfordert keine Korrektur bei der Höhe des Tonarms. Hierbei wird die Schallplatte über die ganze Fläche quasi an den Plattenteller angesaugt, was auch die Gleichlaufschwankungen deutlich minimiert. Sofort wird das Fundament im Bassbereich zu einem Pfundament! Aufpreis hier: 130.- €.

Eines unserer meistverkauften Zubehörartikel fürs Analoge: Dereneville Magic-Mat

In einem Aufwasch kann man eigentlich gleich das neue Netzteil Pro-Ject High Power it einsetzen, zumal es mit 35.- € monetär wirklich nicht arg aufträgt, aber klanglich sehr viel ausmacht. Hier haben wir den Jungens von Pro-Ject Audio schon empfohlen, dieses deutlich stabilere Netzteil gleich in die Erstausrüstung aller drei Pro-Ject Debuts einzupacken. Denn: Verrechnet man das andere Netzteil mit dem besseren, dann ist die Differenz gar nicht so mehr groß, der Klanggewinn dafür aber immens.

Und wenn wir schon beim Anschluss des Drehers sind: Gönnen Sie sich das nächstbessere Kabel vom Plattenspieler zum Phono-Vorverstärker respektive zum Vor- oder Vollverstärker. Es muss ja nicht gleich die Silbervariante sein, uns genügt für diesen Vergleich das klassische Connect it Phono RCA-CC, wie es auch die großen Modelle von Pro-Ject beigelegt bekommen. Und der Händler Ihres Vertrauens verrechnet Ihnen bestimmt das beiliegende Connect it Phono RCA-E. Aufpreis dann hier: 40.- €. Und hier lautet gleich noch ein Tipp, zumindest, wenn Sie einen separaten Phono-Vorverstärker nutzen: Denselben Typ Kabel, dann aber ohne das Erdungskabel, bis zum Vor- oder Vollverstärker verwenden!

Bestehen Sie auf den vier Streifen, denn das ist kein Sportartikel, sondern ein angehendes High End-Kabel.

Vielleicht ist das Möbel, auf dem der Pro-Ject Debut PRO zu stehen kommt, zwar besonders hübsch anzusehen, aber nicht hundertprozentig eben und auch nicht superstabil? Dann kann man eine Basis darunter stellen, deren Füße nicht nur schwingungsgedämpft, sondern auch höhenverstellbar sind. Sie nennt sich Pro-Ject Ground it E. Und schick sieht sie in ihrem Hochglanzlack auch noch aus. Aufpreis hier: 160.- €.

Wetten, dass der Pro-Ject Debut PRO auf der Ground it E eine noch viel bessere Figur abgibt?

Als Nächstes kann man sich den Innenteller aus Aluminium gönnen, wie er im Pro-Ject Debut PRO S bereits verbaut ist. Durch die deutlich präzisere Bauform werden nicht nur unerwünschte Resonanzen weiter unterdrückt, sondern es wird auch eine höhere Genauigkeit (absolut) und Stabilität (relativ) der Drehzahl erreicht. Aufpreis hierfür: 150.- €.

Zu schön, um sichtbar zu bleiben. der massive Innenteller aus Aluminium für den Pro-Ject Debut PRO

Bisher waren alle genannten Maßnahmen ja eher kleine Belastungen fürs Budget. Aber jetzt kommt endlich der Schritt, der so richtig ins Kontor haut. Irgendwie muss man ja die magische Grenze von deutlich über 2200.- € erreichen, die in der Ankündigung der BAT 2022 genannt wurden. Und eigentlich sind es deren gleich zwei, zumindest wenn man sich die Arbeit nicht zweimal machen möchte, das Tonabnehmersystem erneut zu montieren und zu justieren. Genau, denn jetzt kommt das für uns ultimative MM-System ans Headshell: das Ortofon 2M Black LvB 250, das immerhin 1000.- € Einsatz erfordert. Naja, nicht ganz, denn der FLSV ist so fair und verrechnet das zuvor montierte Pick it PRO in voller Höhe, also minus 120.- €. Aber da fehlt doch noch was?! Genau, die Headshell-Mat ebenfalls von Dereneville, die eben zwischen das Headshell des Carbon-Tonarms und den Systemkörper des Ortofon 2M Black LvB 250 gelegt wird, bevor die Justage in Höchstpräzision erfolgt. So werden die letzten Mikroresonanzen auch noch vernichtet, was vor allem der Abtastung von Feinstinformationen der Plattenrille zugutekommt.

Der Meister aller Klassen, nicht nur in der Symphonischen Musik: Ludwig van Beethoven!

Hat jemand mitgerechnet? Okay, man kann den Preis in immer noch höhere Sphären treiben, wenn man das möchte. Mir fallen hier spezialisierte Netzteile ein, für die andernorts allein und locker vierstellige Beträge aufgerufen werden und die auch tatsächlich die damit betriebenen Pretiosen auf ein höheres Niveau heben. Wir lassen mal die Kirche im Dorf und kommen insgesamt auf

800.- + 50.- + 35.- + 40.- + 1000.- – 120.- + 40.- + 130.- + 150.- + 160.- = 2285.- €, wenn man nicht doch die Clamp it oder eine der größeren Basen…

Was wir an den BAT 2022 nicht leisten können, ist Ihnen den Klanggewinn eines jeden einzelnen dieser Tuning-Schritte zu demonstrieren, aber eines können wir Ihnen dennoch versprechen: Das Gesamtergebnis wird Sie verblüffen! Und beruhigend ist es auch zu wissen, dass die genannten Schritte auch für die allermeisten Qualitäts-Plattenspieler sinnvoll und deswegen auch sinnvoll machbar sind.

Die Kette: Wie oben, aber mit folgender Änderung: Wir verwenden für die Phono-Entzerrung die Pro-Ject Tube Box DS2. Das aber nicht nur, weil das Teil auch mit Röhren arbeitet, sondern weil es über zwei identische Eingänge verfügt, sodass für einen fairen und auch schnellen Vergleich ein umständliches Umstecken entfällt.

Arbeitsgerät der Reaktion: Pro-Ject Tube Box DS 2 mit zwei identischen Phono-Eingängen.

Jetzt ist es raus: Die Bamberger Analog-Tage 2022 finden diesmal am 02. und 03. Dezember 2022 statt!

Dieses Mal wird es wieder eine ganz besondere Veranstaltung! Wie kann man das denn jetzt schon wissen? Auch wenn es sich bei den Bamberger Analog-Tagen 2021 nach Einschätzung aller seinerzeit Teilnehmenden um die bisher gelungenste Veranstaltung dieser traditionellen Reihe gehandelt hat, setzt der FLSV diesmal noch einen drauf! Weil es nämlich bei den kommenden BAT erstmals gleich zwei Themenschwerpunkte gibt, einen analogen und einen noch analogeren.

Wir schauen wie in den letzten Jahren, was es an interessanten Neuheiten in Sachen Plattenspieler und den angrenzenden Sachgebieten zu präsentieren gibt. Zum Beispiel werden drei der vier verfügbaren Modelle von Perpetuum Ebner zur Höchstform auflaufen.

Das spitze Modell von Perpetuum Mobile, der PE 7070

Daneben wird das aktuell eingeführte True Balanced-Konzept von Pro-Ject anhand mehrerer Modell-Kombinationen präsentiert. Auch wird ein Vergleich mit einem angehenden High End-Plattenspieler, dem Pro-Ject Debut PRO, der der Serie (= 800.- €) entspricht, und einem vom FLSV getunten Modell gleicher Basis (≙ 2150.- €)* angestellt. Beim Zubehör wird das Präzisionswerkzeug ES-001 von DS Audio im Scheinwerferlicht stehen. In den Sternen steht jedoch noch, ob die Deutschland-Premieren der beiden dann serienreifen MoFi-Pretiosen MasterDeck und MoFi MasterPhono klappen werden.

Aber auch das neue Analog-Werkzeug, die Pro-Ject NRS Box S3, wird in seiner besonderen Wirkung die Schallplatten des geneigten Zuhörers wieder geraderichten.

Für was steht denn die Abkürzung NRS? Wir vermuten: Noise Reduction System.

Aber, und das wird der andere Fokus sein, alle Anlagenkonzepte werden diesmal von Kennschalldruck-starken Lautsprechern dargestellt! Das bedeutet auch fast schon im Umkehrschluss, dass mit einer Ausnahme vornehmlich Röhrenverstärker eingesetzt werden. Hier ist die Spanne der Möglichkeiten genauso breit wie bei den Drehern: Von 2x 8 Watt aus einer 300B in Single-Ended bis hin zum derzeit wohl leistungsstärksten High End-Vollverstärker, der im Verbund mit unseren größten Lautsprechern Live-Lautstärken nicht nur verspricht, sondern diese auch beweisen wird! Hierfür dürfen sich die Besucher ein Musikstück aussuchen, das sie wahrscheinlich so noch nicht gehört haben! Marken-Schwerpunkte sind die Verstärker von Cayin und Thivan, während bei den Lautsprechern vornehmlich die von Blumenhofer Acoustics brillieren werden.

Angedacht ist, dass etwa fünf Preisklassen besetzt sein werden, also in etwa von gerade noch unbezahlbar bis Portokassen-schonend. Die einzelnen Anlagen-Konstellationen kann man sehr bald und dann recht ausführlich, aber dennoch nach und nach, schließlich soll es ja spannend beim FLSV bleiben, in den NEWS des FLSV nachlesen.

Als genauso besonders analoges Highlight wird von den Denkern und Machern aus der Nürnberger Südstadt deren weiterentwickelte Tonbandmaschine MA-1 in einer angemessenen Audio-Kette mit Master-Bändern vorgeführt.

Die Tonbandmaschine MA-1 in ihrer aktuellen Inkarnation wird präsentiert von Heinz-Peter Völkel

Wie immer werden Vertreter der Hersteller und Vertriebe vor Ort sein, die alle Fragen freundlich und kompetent beantworten werden. Und weil wir schon bei den Superlativen sind: Am Samstag werden die imho** weltbesten Weißwürste samt weltguter Brezen und kleineweltbestem Hefeweißbier kredenzt!

Auf Ihr Kommen am Freitag, dem 2. Dezember von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Samstag, dem 3. Dezember 2022 von 10.00 bis 16.00 Uhr wie immer in den Räumlichkeiten in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg bei der wohl bundesweit letzten Händlerveranstaltung des Jahres 2022 freut sich das Team um Michael Munk vom FLSV in Bamberg!

*Das Gute an der ganzen Maßnahmenkette ist ja, dass man diese Schritt für Schritt abarbeiten kann. Wozu gibt es denn Geburtstage, Weihnachten oder gar Namenstage, für die man sich derlei Zubehör von seinen Lieben wünschen kann?!

** Ich musste auch nachschauen, was diese vermeintlich kryptische Abkürzung bedeuten mag. Ganz einfach und nun sogar auf Deutsch: „Meiner bescheidenen Meinung nach!“ Bescheiden deshalb, weil ich jeden Tag eine andere Metzgerei (im Westen) und jede Fleischerei (im Osten) anfahre, um entsprechende Äquivalente einzukaufen, um hier nicht so ganz ohne Erfahrung dazustehen. Aber ich bleibe bei meinem schneidenen Urteil: Die weißen Wörscht von Jens bleiben die besten, biss mir einer das Gegenteil beweisswurstet!

Support your local Live Act #23: „Highlights für Saxophon und Klavier“ am 23. Oktober 2022 in St. Gangolf zu Hollfeld

Sagen Ihnen diese Komponisten gleich etwas, also ohne Zuhilfenahme vom gockelnden Gugelhupf auf Ihrem Taschencomputer mit integriertem Fernsprecher: Alexander Tcherepnine, Sigfrid Karg-Elert, Erwin Schulhoff oder Paul Ben-Haim?

Ich gebe zu: Mir die allermeisten auch nicht. Aber Sie vermuten zu Unrecht, dass Musikstücke von derlei vermeintlichen Nischenbesetzern eine intellektuelle Spielwiese für Profi-Lierungs-süchtige Musikstudenten im allerallerletzten Semester in Gesamtgroß-Berlin oder Ähnliches sind. Nein, es sind mit großem Bedacht ausgesuchte Musikstücke eben dieser Komponisten zu einem eng gefassten Thema und aus einer klar umrissenen Zeitspanne, hier die 1930er Jahre, die von einem Kenner der Materie, hier Johannes Neuner, wohlfeil ausgesucht und arrangiert wurden.

Am Flügel Marina Palmer und Johannes Neuner, Tenor- und Sopransaxophon, auf der schlichten Bühne des Kunst- und Kulturzentrum St. Gangolf.
Das Programm des heutigen Nachmittags

So wurde die heutige Abfolge nicht ganz unselbstbewusst „Highlights für Saxophon und Klavier“ betitelt.

Die Erläuterungen zum heutigen Programm
In Aktion: Johannes Neuner in wunderschöner Kulisse

Als Partnerin am Flügel saß ihm Marina Palmer zur linken Seite, zumindest vom Publikum aus betrachtet.

Voll konzentriert und dennoch hoch musikalisch am Flügel: Marina Palmer

Außerdem muss erwähnt werden, dass auch das Drumherum bestens organisiert war. Nicht nur gab es helle Löschzwerge aus Breitenlesau und auch gleich drei Sorten Sekt mit der roten als auch märchenhaften Kopfbedeckung, sondern auch das Programm* als auch die korrespondierenden Erläuterungen** in gedruckter Form für alle Interessiert*****innen. Und das waren wohl alle Anwesenden.

Trotzdem gab Johannes Neuner zu jedem dieser Stücke noch vorab weit darüber hinausgehende Informationen über die Vitae der nicht nur mir unbekannten Komponisten preis, bevor es dann musikalisch wie gewohnt souverän spannend wurde.

Hier noch nicht ausführend, sondern nur als Conférencier: Johannes Neuner

Hatte ich schon erwähnt, dass das schöne Konzert nicht in Nürnberg oder in gar in Würzburg*** stattfand, sondern in einem der vielen Herzen der Fränkischen Schweiz, nämlich in Hollfeld? Im auch akustisch besonders energischen Kunst- und Kulturzentrum St. Gangolf? Außen ist diese Propstei als Wahrzeichen hoch oben über der Stadt Hollfeld aus allen Richtungen schon von Weitem sichtbar. Und hatte ich schon kund getan, dass der Eintritt noch nicht einmal den einer schlechten Pizza am Schnellfress betrug?

Eines der schönsten Motive in der Fränkischen Schweiz: Der Turm von Sankt Gangolf.

Auch wenn die ganz jungen Menschen als Zuhörer fehlten, gab es zumindest nach ganz oben kaum Beschränkungen.

Bitte beachten Sie nicht das Pflaster am Hinterkopf des linken Mannes, es hat nichts mit dem Konzert zu tun!

Kurz vor Schluss, also vor der Zugabe, gab es noch herzliche Grußworte von der Vorstehenden des Freundeskreises in Hollfeld, der dieses Konzert erst möglich gemacht hat.

Raten Sie mal, wer die Blümchen bekommen hat!?!

Und irgendwie merkt man immer wieder in solchen Situationen, dass die persönliche Nähe der teilnehmenden Akteure wie hier in einer regional begrenzten Umgebung stets keine professionelle, sondern eine wohltuende ist.

Und weil das Konzert so besonders war, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es eine Fortsetzung am Sonntag, dem 13. November 2022 in der Evangelischen Matthäus Kirche zu Uttenreuth bei Erlangen geben wird. [Hier] und [hier] kann man ungefähr das als Ankündigung lesen, was heute in Hollfeld bereits stattfand.

Und um Ihnen einen Vorgeschmack auf den abwechslungsreichen Abend zu ermöglichen, verlost der FLSV in Bamberg fünf Compact Discs (CD) mit einem ähnlich strukturierten Programm. Und wie immer gilt: Wer zuerst eine Mühle malt, die mahlt, gewinnt!****

Der FSLV verlost fünf dieser anspruchsvollen Compact Discs. Sie müssen noch nicht einmal die Lösung wissen!

Und wann besuchen Sie wieder mal eins dieser schönen Konzerte gleich hier um die Ecke, die von den Leuten organisiert werden, die Sie über maximal nur zwei weitere Ecken kennen?

Diesmal also die Spannung delegierend wünscht Ihnen MM vom FLSV in Bamberg eine angenehme Woche!

* [Hier] kann man das Programm samt Biografien in besser, weil viel deutlicher lesen.

** Und [hier] die schriftlichen Erläuterungen.

*** Beide Städte bieten jeweils eine sehr renommierte Hochschule für Musik!

**** Zum Glück ist diesmal auf dieser CD mal kein Mahler drauf!

***** Dschendern kann das eine und das andere Mal ganz schön anstrengend in die Irre führen.

Das gibt es auch nicht alle Tage, nicht mal beim FLSV #2: Zwei CD-Player für zusammen knapp 35000.- €!

Zwei Geräte für so viel Geld? Und ausgerechnet auch noch für CD-Player?! Sie wissen als Luftschlange oder als Wimpel* schon noch, was ein CD-Player ist, oder? Diese Gerätegattung wird ja gerade totgesagt, bald vielleicht sogar totgeschwiegen.

Aber es gibt sie noch! Zum einen die Geräte und zum anderen die Leute, die dieses Medium namens Compact Disc, das ja, nur nebenbei bemerkt, gerade genau vierzig Jahre auf ihrem platten Buckel hat, als ihre Hauptmusikquelle favorisieren. Warum das denn? Vielleicht einfach deswegen, weil hier bei der Auswahl der Musikalben der eigene Musikgeschmack, entwickelt und verfestigt über Jahrzehnte, den Ton angibt und weil man sich nicht von zig Millionen Titeln und den dazugehörigen Algorithmussen, die einem suggerieren, das und dies würde einem ganz bestimmt auch noch gefallen, ins Belanglose verführen lassen möchte. Bestimmt!

Und was auch noch für einen CD-Player ganz allgemein spricht: Einschalten, Eject-Taste drücken beziehungsweise bei Topladern wie dem hier noch zu nennenden High End-Gerät den Deckel zu lüften, CD einlegen, Play-Taste drücken und schon kommt nach wenigen Zehntelsekunden die gewünschte Musik aus den Lautsprechern!** Und das immer wieder. Wenn es auch nur eine Person in dieser Leserschaft gibt, die das Gleiche von ihrem Netzwerk behauptet, die lügt und wird enthauptet!***

Und warum diese lange Einleitung? Darum! Denn schließlich handelt es sich hier um zwei der allerallerallerbesten Geräte dieser Gattung überhaupt! Schon der „normale“ Ayon Audio CD-35 II ist jede Sünde wert!

Lediglich die halbe Wahrheit: der Ayon Audio CD-35 ohne das quasi verpflichtende Upsampling

Aber hier handelt es sich zum Ersten um die sogenannte Signature-Version****, deren Mehrwert vor allem darin besteht, alle eingehenden Signale, also die der CD als auch alle über den DAC, in ein Signal zu wandeln, das 32 Bit/768 kHz beziehungsweise DSD 256 beträgt. Und das hört man. Sofort. Und das ist auch noch per Knopfdruck auf der Fernbedienung möglich.

Das audiophile Geheimnis des Ayon Audio CD-35 Signature: das Upsampling auf DSD 256

„Ja, und wie soll man das zum Zweiten noch toppen?“, werden Sie sich fragen. Ich mich zunächst auch. Aber tatsächlich gibt es selbst bei einem solchen High End-Projekt stets ein paar Stellschrauben, an denen sich drehen lässt. Äußerlich wirkt der Ayon Audio CD-35 HF der normalen Ausführung wie aus dem Gesicht geschnitten. Lediglich die sehr speziellen Füße sind auffällig.

Der Ayon Audio CD-35 HF ist außer an den auffälligen Füßen kaum vom CD-35 Signature zu unterscheiden.

Aber wenn es Sie tatsächlich interessiert, was hinter den Kulissen so alles modifiziert wurde, dann lesen Sie doch bitte einfach die deutsche Übersetzung des originalen Artikels über den Ayon Audio CD-35 HF.

Der Ayon Audio in seinem natürlichen Habitat, standesgemäß flankiert von der formidablen Yamaha NS-5000

Um die aufgerufenen Preise wenigstens ein wenig zu relativieren, sei angemerkt, dass es sich bei beiden Ausführungen nicht nur um einen puristischen CD-Player handelt. Vielmehr halten der bereits erwähnte integrierte formidable DAC (= Digital-Analog-Converter = Digital-Analog-Wandler) als auch der klanglich superbe Vorverstärker dieses Niveau entsprechend hoch und ermöglichen so eine recht Geräte-technisch reduzierte High End-Anlage, zum Beispiel mit entsprechend hochwertigen Aktiv-Lautsprechern.

Man kann sich bestimmt vorstellen, dass derlei Pretiosen, mal abgesehen vom nicht ganz unerheblichen Preis, nicht beliebig zu vervielfachen sind. Tatsächlich wird es vom Ayon Audio CD-35 HF lediglich 35 Stück geben, Warum wohl gerade diese ungerade Anzahl?

Der FLSV beendet die erste Hälfte aller verfügbaren Modelle des Ayon CD-35 HF mit der Ausführung 17 von 35.

Egal, ob AC oder DC, es bleibt besonders spannend, wenigstens beim FLSV in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg!

*Dies sind nur zwei der vielen Übersetzungsmöglichkeiten für Streamer!

**Dasselbe gilt selbstredend für die analoge Wiedergabe einer Schallplatte und sogar für das Streaming von UKW = Ultra-Kurzwelle = Radio!

***Aber so doof wird wohl keiner sein, dass er/sie/es sich dieser mehr als gerechten Strafe freiwillig unterwirft. Ich als Streamingnichtganzunaffiner habe schon mehrere Jahre meines mindestens zweihundertjährigen Lebens damit verplempert, auch bereits bestehende und zuvor stabil laufende Installationen bei größtmöglicher Unterdrückung jeglicher Tobsuchtanfälle wieder zum Laufen zu bringen.

****Diese fand in dieser Stätte der high-fidelen Erbauung bereits schon zweimal Erwähnung. Einmal hier und einmal indirekt dort.

Das gibt es auch nicht alle Tage, nicht mal beim FLSV #1: Große Sammlung von MFSL-CDs!

Sollte sich jemand nicht mehr mit Streaming oder anderen drahtlosen Medien aus bestimmt nachvollziehbaren Gründen befassen wollen, dann sollte er/sie/es jetzt ganz besonders aufmerken, denn im Angebot des FLSV in Bamberg steht derzeit eine riesige LP- und CD-Sammlung aus einem Legat zum Verkauf.

Während die Schallplatten sich derzeit noch in der Bewertungsphase befinden, kann ich aber jetzt schon einen ganz besonderen Leckerbissen andienen, wie man ihn selbst als altgedienter Hase* nicht alle Tage zu Gesicht bekommt.

Diese Kiste sah zunächst von außen betrachtet auf den ersten Blick erst einmal recht unscheinbar aus. Naja, Janet Jackson sieht niemals wirklich unscheinbar aus und auch Chuck Berry war ja auch eher laut als vornehm. Aber wenn man diese Deckschicht entfernt, ist es sofort Liebe auf den zweiten Blick! CDs des Vorzeige-Labels MFSL, manch einem/einer/eines auch als Mobile Fidelity Sound Lab bekannt, in Hülle und Fülle, mit allen wichtigen Alben der letzten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhundert des verblichenen Jahrtausends.

Diese umfangreiche Sammlung wird ausschließlich komplett angeboten, zumindest vorerst, denn eine Zergliederung wäre doch wirklich zu schade, oder? Gerne können Sie eine Liste per Mail anfordern, hier gilt wie immer: munk@flsv.de. Darin wird auch eine konkrete und sogar realistische Preisvorstellung genannt. Und klar: Die geforderte Gesamtsumme wird deutlich kleiner ausfallen als die Summe der Einzel-CDs!

Insgesamt handelt es sich bei diesem Konvolut um 65 Alben, alle CDs befinden sich im Bestzustand**. Allerdings gehören Janet und Chuck und Paul (links oben im Auf- und Anmacherfoto) nicht dazu.

Was die CDs*** von MFSL neben der überragenden Klangqualität und auch der aus der Goldbeschichtung resultierenden Langlebigkeit zusätzlich ganz besonders macht, ist der verwendete Klappmechanismus, der das Innenloch der CD schont. Hier schwebt die CD auf dem Tray und wird eben nicht brutal eingeklemmt.

Schade ist nur, dass ich die meisten der hier angebotenen Tonträger schon in meinem Besitz habe. Denn sonst… Und nur nebenbei erwähnt: Alle Alben sind ausverkauft, man kann sie also ausschließlich auf dem Second Hand-Markt erstehen, das aber wahrscheinlich nur selten in dieser Menge am Stück und in diesem Erhaltungszustand. Einige der Compact Discs sind sogar noch sealed, also verschweißt. Und bedenken Sie dabei auch noch Folgendes: Sollten Sie vorhaben, viele einzelne Alben zu erwerben, dann summieren sich auch entsprechend die Verpackungs- und Frachtkosten. Insofern…

Und Sie wissen ja, was es mit der Spannung auf sich hat, die es in Bamberg hauptsächlich bis wahrscheinlich nur im Inhaber-geführten als auch wohlsortierten Facheinzelhandel für Hifi- und High End-Produkte der Unterhaltungselektronik gibt. Genau!

*Das bedeutet ja nicht zwingend Alter Hase!

**Alles bis auf die von Anfang an labberigen Papierschuber der Doppel-CDs.
***Bestimmt ist Ihnen bereits aufgefallen, dass hier niemalsnicht CD’s geschrieben steht. Denn das ist falsch, richtig falsch und nochmals so was von falsch! Schämt euch, ihr Plural-Apostrophisten!

Der FLSV bietet exklusiv einen besonderen Restposten an: die super-schicke Pro-Ject Speaker Box 10

Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen, dass eine kleine Menge der überaus schicken und zudem wohlklingenden Pro-Ject Speaker Box 10 im riesigen Lager von Audio Trade ATR in Mülheim an der Ruhr aufgetaucht sei, die es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte.

Aber es gibt sie noch! Zumindest beim FLSV in Bamberg! Verfügbar in den beiden unbunten Standardfarben Hochglänzend weiß und Hochglänzend schwarz bildet die Pro-Ject Speaker Box 10 nun wieder preislich die Einsteigerbox bei den Standlautsprechern im Portfolio des FLSV.

Äußert wertige Verarbeitung, wohin man auch schaut

Diese Box sieht aber nicht nur lecker aus, immerhin ist sie aufwändig lackiert, was in dieser Preisklasse schon alleine eine veritable Ausnahme darstellt, sondern ist durch ihren massiven Glassockel auch noch richtig standsicher. Außerdem halten die Bespannrahmen auch noch elegant per Magnet, so dass man sie bei Bedarf auch schnell und schützend vor denen verbergen kann, die vor allem mit den Fingern schauen.*

Auch ein schöner Rücken kann entrücken: Bassreflexrohr, Glasfuß, und Terminal**, ist doch nicht nur für diese Preisklasse alles recht edel gemacht!

Im Bassbereich wird sie trotz doppelter Bestückung sicher keine Mammutbäume ausreißen, aber mit Unterstützung eines aber bitte schön audiophil klingenden Subwoofers und/oder in kleinen Räumen wird die Speaker Box 10 zeigen können, dass sie sehr wohl schon sehr musikalisch aufspielen kann. Hinzu kommt ihr für die Chassis-Größe recht hoher Kennschalldruck, so dass auch eine Kombination mit einem der vielen Röhrenverstärker im Sortiment des FLSV eine sehr wohl gangbare Alternative darstellt.

So sollte man sie nur sehen, wenn kleine Terroristen in der Nähe sind.

Aber ob Ihnen die Speaker Box 10 genauso wie mir gefällt, müssen Sie sich schon selbst erarbeiten. Am besten zuhause, wo es drauf ankommt!
Und jetzt muss ich mich leider schon wieder selbst zitieren, aber es stimmt nun mal, dass es spannend bleibt, zumindest beim FLSV in Bamberg!

*Mein Wunsch an alle Lautsprecher-Hersteller lautet: Bitte bringt auch auf der Rückseite der Boxen derartige Magnete an, damit man den Bespannrahmen während der Zeit, in der er nicht gebraucht wird, bequem parken kann. Gab’s noch nicht? Doch! Meines Wissens haben es seinerzeit erst Primare und später auch Dynaudio, beide aus Dänemark, realisiert und dann wieder verworfen. Schade!

**Noch ein Tipp beziehungsweise eine Bitte an die Industrie: Da Lautsprecherkabel zu 100 Prozent, zumindest beim FLSV in Bamberg, mit Laborhohlsteckern verlötet oder mit Bananas aus Reinkupfer vercrimpt werden, ist es sinnvoll, das Anschlussterminal mit den Buchsenöffnungen nach unten auszurichten. Sie können deswegen bedenkenlos zum Schraubendreher greifen, die vier Schrauben lösen, das Terminal um 180 Grad drehen und dann wieder einsetzen. So vermeiden Sie abgebrochene Stecker durch die ständige Belastung, der die dünnwandigen Stecker durch Zug und Schwerkraft ausgesetzt werden.

Jetzt geht es weiter Schlag auf Schlag, unser Hit #4: KEF The Reference 1 Meta

Dieses Jahr ist das Jahr von KEF. Erst kam direkt von der High End in München das erste in Deutschland vorführbeite Paar KEF Blade Two Meta nach Bamberg zum FLSV. Und nach der grandiosen KEF LSX II und der noch formidableren LS60 Wireless gibt es beim FLSV in Bamberg eine weitere Neuheit von KEF zu bestaunen und zu behören, nämlich die KEF The Reference 1 Meta. Diese ist der ranghöchste passive Vertreter in der Kategorie Gerade-noch-so-Kompaktlautsprecher des Herstellers aus dem UK*, also das, was man landestypisch Bookshelf oder hierzulande Regallautsprecher nennt.

Äußerlich hat sich zur Vorgängerversion so gut wie nichts getan, was ja auch nicht so schlecht sein muss. Denn die klare Formensprache wird auch morgen noch so modern sein, wie sie es heute immer noch ist. Man findet also oben den berühmten Uni-Q, also den für KEF Marken-typischen Koaxialtreiber für den Mittelhochtonbereich, der anders als zum Beispiel in der KEF LS50 Meta aber nur den Frequenzbereich ab 450 Hertz aufwärts bearbeiten muss. Somit ergibt sich für den reinen Tieftöner darunter eine relativ einfache Aufgabe, er muss nämlich nur den Tiefbass bearbeiten und eben nicht den Mittelton-Bereich mit.

Das Erscheinungsbild ist wie gewohnt, also sachlich und modern und ohne sichtbare Schrauben

Aber was man schon beim allerersten Hinhören out of the box, meint: frisch aus dem Karton und somit aus dem absolut uneingespielten Lautsprecher, an Feindefinition wahrnehmen kann, ist, dass die Neue ihrem Nachnamen alle Ehre macht. Das Meta-Material macht’s! Aus! Denn Verluste, die es bei jedem bisher bekannten Lautsprecher geben muss, zu minimieren, ist hier ganz klar die Devise.

Superstabile Flügelschrauben und die optionale Verwendung von Laborhohlsteckern

Auch das Anschlussfeld ist wie bisher souverän ausgeführt. Man kann sich immer noch für Bi-Amping oder gegen Bi-Wiring entscheiden. Neu hingegen ist das plakative Hinweisschild auf die eigene Historie.

Was man sonst von vorne nicht sehen kann, aber als Besitzer einer The Reference wissen sollte, ist auf dem oberen Bild unter den vier schwarzen Gummikappen versteckt. Hier sind jeweils die Schrauben versteckt, die die Schallwand mit der Rückwand unverrückbar verbinden und so eine ultrastabile Arbeitsgrundlage für die beiden Chassis bilden. Diese Schrauben sollte man alle zwei Jahre mal nachziehen.

Und wie man nun weiß auf grau lesen kann, sind alle The Reference Meta-Modelle komplett im UK entstanden.

Die beiden KEF The Reference 1 Meta spielen sich jetzt 10 Tage am Stück ein, sodass es ziemlich wahrscheinlich ist, dass Sie nach meinem Kurzurlaub, also gegen Ende dieses Septembers, diesen tollen Lautsprecher in voller Blüte erleben können.

Natürlich beim FLSV in Bamberg und dann aber standesgemäß im Großen Vorführstudio, wo denn sonst?! Oder kennen Sie noch ein Inhaber-geführtes Hifi-Fachgeschäft in Oberfranken, in dem es dermaßen spannend zugeht?

*Das UQ, also das United Queendom ist ja seit ganz Kurzem leider Geschichte, wie auch man diesem Artikel entnehmen konnte.

Zu Besuch bei: Audio Trade ATR in Eltville

Audio Trade ATR ist seit gefühlten Jahrhunderten einer meiner nahestehendsten Vertrieb von Hifi- und High End-Artikeln überhaupt. Daran haben nicht nur deren Produkte ihren Anteil, sondern es sind vor allem die gewachsenen und somit auch freundschaftlichen Beziehungen zu allen relevanten Mitarbeitern, die hier zählen und die die Wege in nahezu allen Belangen kurz machen. Diese Verbundenheit hat auch eine Entsprechung in entgegengesetzter Richtung, wenn ein gewisser MM aus BA auf der Leitmesse High End in München über viele Jahre hinweg dafür zuständig war, den Endkunden als solchen, mag er Hifi-begast (m), Musik-afin (w) oder gar beides in Personalunion (d) gewesen sein, doppelthalbwegs kompetent zu beraten und das Thema Hochwertige Musikwiedergabe für jeden Geldbeutel schmackhaft zu machen.

Und seit knapp drei Jahren gibt es diesen Showroom in Eltville am Rhein, das ja somit eher ein Showhouse ist. Hier wurde ein ehemaliges Schulhaus liebevoll restauriert. Einziges Handicap war halt in den beiden letzten Jahren, dass allen Beteiligten als auch uns Gästen durch das Hohe C ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde. Aber jetzt! Nachdem zunächst einige Hifi-Redaktionen eingeladen wurden, kam jetzt die erste Händler-Runde dran, die neuen Räumlichkeiten samt üppigstem Rahmenprogramm zu goutieren.* Durch Günter Antoniazzi, also Mister Audio Trade Süd, wurden meine Begleitung auf dieser Fahrt, nämlich Lauschgoldengel Mathias Thurau und ich exklusiv durch alle Räume geführt. Mal abgesehen von der Produktvielfalt, die jeweils thematisch dargeboten wird, waren es die vielen liebevollen Details, die dieses Gebäude wohl in unserer kleinen Hifi- und High End-Welt einzigartig machen. Die Pretiosen zur Musikwiedergabe selbst, das sonstige Mobiliar, die Dekoration als auch die vielen Kunstgegenstände fügen sich so zu einer angenehmen als auch repräsentativen Einheit zusammen. Hier kann man sich wohlfühlen!

Und ich zähle jetzt nicht all die Fachhandelsmarken auf, die bei den Mülheimern im Portfolio waren und immer noch sind. Das sehen Sie schon noch und gleich auf den vielen kleinen Bildern, die mir Mathias Thurau zu diesem Event der Sonderklasse in Eltville am Rhein zur Verfügung gestellt hat.

Lautsprecher von Stenheim mit analogem Front End von Perpetuum Ebner (PE) und BLUE AMP
Stehen momentan nur zur Zierde im Gang: Stenheim Alumine Two
Eleganter Raumteiler und gleichzeitig gelber Präsentierteller in einem
Ich gebe mir die Kugel ist hier, aber bitte im Plural, wörtlich zu nehmen: Cabasse iO³, Riga 2 und Baltic 5.
Für mich an diesem Tag die beste Vorführung im Haus: Cabasse Pelegrina mit Deutschlands Mastermind in Sachen Cabasse: Stefan Harms (links im Bild).
Von ATC das ganz große Besteck, aber an diesem Tag mehr Zierde als mächtiges High End-Werkzeug: ATC EL150A.
Perspektivisch wird diese aktive ATC oder eine der kleineren Schwestern auch im Portfolio des FLSV landen.
Plattenspieler in Hülle und Fülle von Pro-Ject Audio und von Perpetuum Ebner

Gedacht ist diese Villa in Eltville auch dazu, dass man hier zum Beispiel auch Produkt-bezogene Schulungen durchführen kann. Genauso steht sie ATR-Händlern in dem Fall zur Verfügung, wenn diese einen Kunden haben für ein Produkt, das sie selbst nicht in ihrem Portfolio führen. Das impliziert auch eine Übernachtungsmöglichkeit vor Ort!

An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals herzlich für die Einladung nach Eltville und allen, die an der reibungslosen Organisation der Veranstaltung mitgewirkt haben.

Sie sehen mal wieder, dass es auch in nächster Zukunft spannend bleiben wird, zumindest beim ATR Premium Partner FLSV in Bamberg!

*Nein, es gab keine Rahmschnitzel, sondern ganz besondere Leckereien zu essen. Außerdem gab es mehrfach Live-Musik zu hören. Und wie immer ist es live noch besser als in Hifi! Merken Sie sich das! Also ab in jedes Konzert mit der Musik, die Sie gerne hören.

Ein harter Schlag fürs United Kingdom: In Memoriam Queen Elisabeth II

Wahrscheinlich wurde in den letzten Stunden schon eigentlich alles über Queen Elisabeth und ihren Tod berichtet und erzählt. Aber dennoch ist das eine Zäsur für uns Ältere, deren Leben die Queen auf mannigfaltige Weise begleitet hat. Irgendwie war sie halt schon immer da.

Die Queen war auch die Königin von New Zealand und auch Australien.

Und weil der FLSV in Bamberg so viele britische Produkte führt, fühlen wir ein wenig mit unseren Lieferanten (in alphabetical order):

ATC, Arcam, Audiolab, Exposure, Harbeth, KEF, PMC, Q Acoustics, Wharfedale und bestimmt noch ein paar mehr.

Jedenfalls ist nun ein kleiner, sich drehender Schrein im zentralen Schaufenster des FLSV in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg errichtet worden, der der Queen ein würdiges Andenken bewahrt. Aber das ging nicht ohne Hilfe.

Und jedenfalls hatten UK (sic!) und MM beim Drapieren des Schaufensters richtig Spaß, denn einen sich drehenden Plattenspieler von hinten durch Berge von Verstärkern zu bestücken, konnte nicht beim ersten Mal gelingen. So kam es sogar zu einem Wechsel der Perspektive, fielen doch die Devotionalien mehrfach dank Zentrifui auf den Boden und erst recht hinter die Heizung. Jedenfalls weiß MM jetzt, wie sein Laden von unten aussieht.

Die Vitrine mit den Luxus-Zubehörartikeln einmal von unten gesehen.

Und wie wir finden, strahlt die neue Dekoration auch eine gewisse Dynamik aus:

Unser kleines Gedenkfeld für Queen Elisabeth, die Zweite, von der Straße aus gesehen.

So bleibt es wieder mal spannend, auch wenn wir in diesem Fall nicht nachgeholfen haben. Aber wenigstens haben wir entsprechend schnell reagiert. Und nochmals Danke UK!

Jetzt geht es weiter Schlag auf Schlag, unser Hit #3: KEF LS60 Wireless

Und einer hat dann doch die Wette gewonnen! Nämlich die, ob es die KEF LS60 Wireless in diesem Jahr schaffen sollte, den begehrten EISA Award in der Kategorie Kabelloser Standlautsprecher 2022 – 2023 zu ergattern. Das einzige Gegenargument hätte sein können, dass bereits im letzten Jahr die KEF LS50 Wireless II diese begehrte Trophäe gewonnen hatte und dass die Jury auch mal eine andere Firma hätte gewinnen lassen wollen. Hierüber wurde an dieser Stelle ebenfalls berichtet.

Die KEF LS60 Wireless ist die Blade für aktive Menschen.

Aber die KEF LS60 Wireless vereint so viele der für KEF Marken-typischen Merkmale in einem einzigen Modell, dass es schon mit dem Beelzebub* hätte zugehen müssen, wenn sie die internationalen Tester nicht damit becirct hätte. Ich zähle sie mal im Stenogramm auf: das Uni-Q-Chassis der zwölften Generation, die Verwendung von Metamaterial zur Absorption von unerwünschten Reflexionen auf der Rückseite der Membran, die Uni-Core-Tieftönertechnologie des KEF Subwoofers KC 62 sowie das Single-Apparent-Source-Design der großen KEF Blade, die das akustische Ideal einer Punktschallquelle eindrucksvoll demonstriert. Von der KEF LS50 Wireless II übernommen wurde auch die Bedienoberfläche KEF Connect, die ständig weiter verbessert und auch verfeinert wird.**

Anschlussfeld des Masters, einmal mit allem. Aber: siehe unten!

Während eine Dynaudio Focus 30 halt aussieht wie eine Dynaudio schon immer in diesem Format aussah und wohl auch in Zukunft aussehen wird***, setzt die KEF LS60 Wireless mit ihrer extrem schlanken Silhouette und einer sichtbaren Breite von lediglich 13 Zentimetern ganz klare Akzente im großen Haifischbecken der Lautsprecheranbieter. Dass die KEF LS60 Wireless aber deswegen auch so schlank klingt, das entkräftet sie schon beim ersten Ton aufs Entschiedendste. Ansonsten klingt sie wie eine erwachsene KEF halt so klingt, nämlich…

Somit hat der FLSV in Bamberg nun gleich zwei tolle Alternativen in diesem noch sehr speziellen Marktsegment anzubieten, die man ab sofort vor Ort und erst recht zuhause testen kann.

Und jetzt kommt der unvermeidbare Spruch mit der Spannung, wenn auch in Variation: Wenn Sie mit zwei mal 230 Volt für Ihre minimalistische High End-Stereoanlage auskommen wollen, denn mehr an Kabeln benötigen Sie tatsächlich vorerst nicht, sind Sie beim FLSV in Bamberg jetzt noch goldrichtiger. Aber noch spannender ist doch die Antwort auf die Frage, wer denn nun die eingangs erwähnte Wette gewonnen hat. Schauen Sie doch mal ins Händlerportrait der letzten Ausgabe der Audiotest!

Rückseite des Slaves, auch wenn die Sklaverei eigentlich abgeschafft wurde, oder?

*Wahlweise für Andersgläubige: böser Geist, Leibhaftiger, Satan, Luzifer, Diabolus oder ganz schlicht Deibel.

**Dass das keinerlei Wertung beinhaltet, muss doch hoffentlich nicht extra betont werden, oder? In viele Wohnumgebungen passt auch eine KEF LS60 Wireless nicht zwingend harmonisch hinein. Und ein langjähriger Dynaudio-Hörer wird sich sofort wieder in eine moderne Dynaudio verhören!

***Hier danke ich nicht nur meinen Kunden wie Werner Sp. aus N., die stets konstruktive Kritik äußern und sich mit Frank Eschholz, seines Zeichens Produkt-Manager bei KEF Deutschland und somit Mittler zum Hersteller, kurzschließen, damit die dann später einfließenden Änderungen bei der Firmware das Produkt als solches in Zukunft noch geschmeidiger nutzbar machen.

Jetzt geht es weiter Schlag auf Schlag, unser Hit #2: KEF LSX II

Nein, das Modell heißt nicht KEF LS10 II, wie es der gelernte Lateiner aus der bekannten, weil aktuellen KEF-Modellpalette ableiten könnte, es heißt KEF LSX II, wie schon sein äußerst erfolgreicher Vorgänger, nur eben ohne den Appendix „II“. Die KEF LSX II ist ein weiterer Baustein der Modelloffensive des urbritischen Herstellers aus Kent. Denn erst vor Kurzem wurden die beiden Modellreihen Blade Meta sowie The Reference Meta vorgestellt. Und auch einer meiner zukünftigen Lieblingslautsprecher steht beim FLSV in Bamberg schon in den Startlöchern, nämlich die KEF LS60 Wireless.

Zurück zur kleinsten KEF Box überhaupt, der LSX II. Deren Zusatzbezeichnung mit der römischen Zwei hintendran hat es nämlich in sich, was die Verbesserungen als auch die neuartigen Ausstattungsmerkmale gegenüber dem Vorgängermodell betrifft.

Dass man bei KEF gerade in dieser Größe des Uni-Q genannten koaxial aufgebauten Chassis mit gerademal 115 Millimetern noch kleinere Verbesserungen vorgenommen hat, daran hat man sich ja fast schon gewöhnt. Und wie komplex der Aufbau des Uni-Q Chassis ist, können Sie ja gerne nochmals hier nachschauen.

Das Uni-Q Chassis von KEF in seiner niedlichsten Gestalt. Nur unterschätzen sollte man dieses Teil auf keinen Fall!

Aber der große und vor allem praktische Fortschritt ist diesmal ganz klar bei der Konnektivität zu finden. Denn es gibt bei der KEF LSX II neben den verdächtigen Bekannten (analoge und optisch-digitale Eingänge) unter anderem auch einen HDMI-Eingang mit ARC*. Dieser kann also die in der Regel mehr als krückenhaften Lautsprecher des flachen TV-Bildschirms ersetzen. Auch die bisher so beliebten Soundbars werden ab jetzt arbeitslos, zumindest wenn man 1. die KEF LSX II auch symmetrisch zum Fernsehgerät platziert und sich 2. auch die nun deutlich räumlicher und detaillierte Wiedergabe jeglichen Fernsehtons gewöhnen kann, auch wenn Sie sich dann möglicherweise ärgern werden, dass Sie so viele Jahre den bisherigen akustischen Müll ertragen haben.

Gibt es derzeit in diesem Segment eine vollständiger ausgestattete Box?

Eine andere oder gar zusätzliche Anwendung ergibt sich durch den USB-C-Anschluss. Nun kann man die Lautsprecher auch als sehr noble Desktop-Audiolösung für den Computer oder im Wohnzimmer für die Soundkulisse beim Daddeln (Bläh Station und wie sie alle heißen mögen) verwenden. Speichermedien wie Festplatten werden allerdings hier nicht erkannt, was den Aufwand in der Elektronik wohl auch gesprengt hätte.

Das Design wurde zum Glück nahezu unverändert gelassen. Immer noch ist von vorne keine Schraube zu sehen. Allerdings gibt es neue Oberflächen, die wie schon zuvor mit der Farbe des Uni-Q-Chassis korrespondieren. Sie nennen sich vollmundig: Mineral White, die seidenmatt lackiert ist, Lava Red (hochglänzend lackiert), Carbon Black sowie Cobalt Blue (beide mit einem Textil-Korpus) sowie die Soundwave by Terence Conran Edition. Letztere ist sogar mit einem speziell entworfenen Stoff des dänischen Textildesigners Kvadrat bezogen.

Stabile Verpackung, die keinen Intelligenzquotienten von 130 voraussetzt.

Auch die Verpackung ist neu gestaltet. So lassen sich die Lautsprecher samt Zubehör mit nur wenigen Handgriffen entnehmen und aufstellen. Auch das Wiederverpacken, das ja eher mich als meine Kunden betrifft, ist ein Kinderspiel. Das gilt zum Beispiel für die Bereitstellung und den Transport für eine Teststellung zuhause, die immer noch zu den obersten Grundsätzen beim FLSV in Bamberg zählt, ist sie doch die einzige Gewähr, dass man und frau und es die richtige Entscheidung für viele Jahre fällen kann.

Die Verpackung besteht hauptsächlich aus Recycling-Material

Eingerichtet ins heimische Netzwerk ist die KEF LSX II in wenigen Minuten und steht dann sofort für umfassenden Musikgenuss zur Verfügung. Das hat schon die große Schwester, die KEF LS50 Wireless, als Vorbild richtig gut hinbekommen. Nur wie das kleine Energiebündel klingt, das werden Sie auch diesmal nicht von mir lesen können, schließlich haben Sie ja Ihre eigenen Ohren!

Auch aus diesem Blickwinkel ist die wertvolle Ausmachung der Variante Carbon Black sofort spürbar.

Genauso aufregend unaufregend wie die Frage, wo es in Franken hifi-mäßig am spannendsten ist, die ja als fast schon beantwortet gilt, ist diese: Hat KEF mit der LSX II die kleinste vollständige High End-Konzeption am Start?

Mein Dank gebührt Peter Clinton, der für das schöne Titelbild und die zwei verwandten Motive verantwortlich zeichnet. So schön kann ich das nicht!

*= Audio Return Channel; das ist der einzige Port des Fernsehgeräts, dem es erlaubt ist, höchstauflösende digitale Signale per HDMI an ein Peripheriegerät auszugeben.

Der freie Montag oder: Ganz viele Hifi-Zeitschriften abzugeben!

Was macht man, also MM, an seinem freien Montag? Pelzen, flanieren oder sogar strawanzen? Nein, er verzieht sich in den kühlen Keller und sortiert alte Hifi-Gazetten, die ihm sein werter Wegbegleiter KK geschenkt hat. Auch dieser ein Hifi-Narr, aber mit noch weniger Platz gesegnet als MM. Aber der FLSV hat ja bereits eine große Bibliothek von nahezu allen Hifi- und High End-Schmonzetten etabliert, die ihm und anderen Interessierten, also auch Ihnen, die Sie gerade diesen Artikel lesen, jederzeit zu Lektüre und für Recherche zur Verfügung steht.

In Reih‘ und Glied: Fünf frühe Jahrgänge der stereoplay

Der Zweck dieser Aktion war hier also nicht, einfach zum Recyclinghof zu fahren, sondern fehlende Ausgaben zu ergänzen und schadhafte zu ersetzen. Durch einen Wasserrohrbruch eine Etage höher vor einigen Jahren sind viele der frühen Ausgaben, die eben oben im Regal stehen, aufgequollen und nicht mehr zu gebrauchen gewesen. So kam diese Sammlung besonders der älteren Jahrgänge gerade recht. Zunächst wurden alle Ausgaben nach ihrem Titel und dann nach Jahrgängen sortiert, damit der Abgleich mit den bereits bestehenden Ausgaben flux vonstattenging.

Vorsortiert, bald fein sortiert und dananch final eingeräumt: Audio, stereoplay, STEREO und Hifi Vision

Dabei kamen auch einige Schätzchen zu Tage, von denen ich Ihnen wenigstens eines bildlich darstellen möchte aus der Zeit, als Testberichte noch richtig über Wohl und Wehe eines Produktes entschieden haben. Dass es sich hier um einen der ersten Fälle von echter Bestechung gehandelt haben soll, sei mit Süffisanz wenigstens am Rande erzählt.

Seinerzeit ein wahres Politikum: der Test der angeblich so tollen Pappbox

Trotzdem ist natürlich der größte Teil der Sammlung nun mehrfach vorhanden. Und diese Doubletten gebe ich nun gerne ich andere Hände. Hier stelle ich nur folgende Bedingungen: 1. Selbstabholung! Versand ist hier ob der schieren Menge nicht sinnvoll möglich! 2. Keine Abgabe von Einzelausgaben! Die Zeitschriften sind alle sortiert nach Magazin und auch innerhalb der Jahrgänge. Aber die derart beschrifteten Kartons werden verschlossen bleiben. Hier lautet das Motto: Überraschung, wenn auch ohne Huhnprodukt!

Täuschen Sie sich nicht über die Kartons, da passen ziemlich viele Ausgaben hinein!

3. Ich verlange mit Ausnahme der nahezu vollständigen Sammlung der hifi & records auf dem nächsten Bild kein Geld für die vielen Zeitschriften. Aber über eine großzügige Spende für den Bamberger Kinderschutzbund freue ich mich stellvertretend doch!

Für die hifi & records-Ausgaben, wie bereits geschrieben sind diese mit 24 Jahrgängen (!!!) nahezu vollständig erhalten und auch so im Bestzustand, werden 150.- € aufgerufen. Auch dieser Betrag geht zu 150 Prozent an den Bamberger Kinderschutzbund! NACHBEMERKUNG: Diese Sammlung ist bereits vergeben!

Zwei große Kartons mit hifi & records im Bestzustand bis zur letzten Ausgabe

Ach, Sie glauben gar nicht so zwingend, dass sich jemand die Mühe macht, derart alten Kram aufzuheben und auch noch zu kultivieren, wo doch heute alles online verfügt ist? Oder wenigstens verfügbar sein sollte? Oder vielleicht doch nicht mal im weltweiten Web erwähnt? So, dann zeigen Sie mir doch bitte mal die Kopie von der Ausgabe 5 von Das Ohr, der Urmutter, des Urahns und des Ur-Elixiers aller High End-Magazine?!

Rechts am Rande des Bildes geht das Archiv noch zwei Meter weiter!

Und auch wenn es diesmal eher ein Blick in die Vergangenheit war, kann man in der Retrospektive sehr wohl anmerken, dass es auch damals schon spannend war und auch weiterhin spannend bleiben wird, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Schon vollständig in Bamberg vorführbereit: Die neue Focus Baureihe von Dynaudio

Erst vor ganz Kurzem auf dieser Seite angekündigt, nun schon in den Vorführstudios des FLSV in Bamberg: die neue vollaktive und auch sonst ausstattungsmäßig vollständige Baureihe namens Focus von Dynaudio.

Es hatte eine Weile gedauert, bis diese Linie, die die bekannte Focus XD* ablöst, auf den Markt kam. Aber die Gründe hierfür sollen hier nicht zum Thema gemacht werden, sondern die Freude, dass es nun doch so schnell nach der High End 2022, der Leitmesse unserer Branche in München, mit der Auslieferung geklappt hat. Es werden ab sofort alle drei Modelle, die einfach nur noch Focus 10, Focus 30 und Focus 50 heißen, beim FLSV in Bamberg zu sehen und erst recht zu hören sein.

Nun stehen sie also nach dem Auspacken vorerst im Kleinen Vorführstudio des Fränkischen Lautsprecher-Vertriebes in Bamberg. Und dass es optisch und haptisch Dynaudios sind, wie man sie seit viereinhalb Jahrzehnten kennt, beruhigt in diesen wilden Zeiten zumindest ein wenig.

Vorläufige Aufstellung im Kleinen Vorführstudio des FLSV in Bamberg. Gelb leuchtet der Transportschutz für den magnetisch haltenden Hochtöner-Schutz.

Gemeint sind hier große Textilkalotten und die Membranen aus Magnesium-Silikat-Polymer, kurz MSP.

Klassisch schön anzusehen: Gewebekalotte mit 28 mm Durchmesser und Membranen aus MSP.

Aber hinter den Kulissen, sprich auf der Boxenrückseite, hat sich viel getan. War Dynaudio seinerzeit der Pionier bei den Vollaktiv-Lautsprechern, die drahtlos anzusteuern sind***, ist ab sofort alles in eine der beiden Boxen integriert, was man heutzutage benötigt und entsprechend als smart betrachtet: Ortsfilter für eine Vorabkorrektur der akustischen Besonderheiten in der tatsächlich genutzten Aufstellungsvariante (Wand-nah, freistehend et cetera), Eingänge wie folgt: Wi-Fi****, Ethernet****, Bluetooth, analoge und digitale Eingänge (Coax, Optisch); dass die Elektronik sogar bemerkt, ob die Bespannrahmen aufgesetzt sind oder nicht und entsprechend die Klangeinstellungen ändert, sei der Vollständigkeit halber genauso noch erwähnt, wie dass alle drei Modelle Roon-zertifiziert sind.

Ziemlich alles an Bord, was man heute als Smart Guy (d/w/m) so benötigt. Aber tatsächlich noch einen Subwoofer?

Sollten Sie Musik in noch höherer Auflösung als 24 Bit /96 kHz in Ihrem Bestand haben beziehungsweise über den Streaming-Dienst Ihres Vertrauens hören wollen, dann erfordert das eine digital-koaxiale Verbindung zwischen beiden Lautsprechern, die aber sehr dezent ausfallen kann.*****

Neu aber in dieser Serie ist, dass alle drei Modelle geschlossen aufgebaut sind. Das hat gleich zwei immense Vorteile: Erstens wird der Lautsprecher im Bassbereich deutlich besser kontrollierbar. Die Einschränkung durch zu kleine Verstärker besteht dank der verbauten Pascal-Module mit jeweils 280 Watt pro Basslautsprecher nicht (mehr). So kann der Digitale Sound Prozessor (DSP) zur Erweiterung und Begradigung des Frequenzbereichs optimal arbeiten, ohne gegen mögliches Aufschwingen des Systems kämpfen zu müssen. Das aber spielt sich eher im Verborgenen ab. Viel wichtiger für den Nutzer, die Nutzende und das Nutzum ist aber der Fakt, dass sich die Aufstellung und somit die Integration der Boxen im Wohnraum sehr viel einfacher gestalten lässt.******

Alle drei Modelle sind in diesen Ausführungen erhältlich: Black High Gloss, White High Gloss, Blonde Wood, Walnut Wood. Drei davon sehen Sie im Aufmacherfoto in voller Pracht.

Dass es mal wieder und diesmal bei neuen Lautsprechern gleich mit 230 Volt spannungsgeladen und somit spannend bleibt, ist wohl mal wieder einer dieser Vorteile des ortsansässigen und Inhaber-geführten Fachgeschäfts, heute des FLSV in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg!

*Interessenten an einer Dynaudio Focus 20 XD in Nussbaum können sich gerne bei mir melden. Dieses letzte Paar aus meiner Vorführung kann man dann zu einem besonders attraktiven Preis erwerben.

**Und das in einer Reihenfolge, wie sie sehr oft auf Abbildungen aus anderen Hifi-Studios zu sehen ist, nämlich falsch, weil symmetrisch. Oder ist das etwa die Absicht, die kleinen Lautsprecher klein und eng klingen zu lassen und die Großen groß und weiträumig? Honi soit qui mal y pense!

***Wer erinnert sich nicht gerne an die Modelle XEO 3 und XEO 5 vor etwas über zehn Jahren? Dieses Konzept in Verbindung mit dem Dynaudio Connect wäre auch heutzutage noch sinnvoll, wenn dieser über die aktuell benötigte Ausstattung und Konnektivität verfügen würde. Denn so hätte man eine Art Vorverstärker an einem zentralen Ort, was die benötigten Kabelverbindungen noch kürzer gestalten würde.

****Zur Erinnerung: Unter den Begriffen Wi-Fi und Ethernet subsumieren sich ja gleich drei Funktionen: Internetradio, Streaming-Dienste und auch der Zugriff auf Daten, die im heimischen Netzwerk, zum Beispiel auf einem Datenspeicher (NAS) hinterlegt sind.

*****Auch hier bietet der FLSV optisch dezente Lösungen nach Maß an, die sehr wohl high-endige Ansprüche erfüllen.

******Daran denken viele High End-Konstrukteure mit Ausnahme der Französischen nicht, dass Lautsprecher auch in Wohnräume unterzubringen sind, die möglicherweise nicht nur von Hifi-Affinen (nein, das ist nicht die weibliche Form des dem Menschen am nächsten stehenden Tieres) bewohnt und genutzt werden.

Endlich lieferbar: Der Plattenpuck PRO für den Pro-Ject Debut PRO

Lange hat es gedauert, bis auch das optionale Plattentellergewicht für den Pro-Ject Debut PRO zur Auslieferung kam. Das hatte aber noch einen weiteren kleinen Nachteil, denn in den allermeisten Abbildungen des tollen Plattenspielers war es stets im Verbund zu sehen. So haben viele Interessenten* vermutet, dieses Zubehör gehöre zum Lieferumfang. Das hatte wortreiche Entgegnungen meinerseits zur Folge.

Aber jetzt! Denn jetzt kann man für kleines Geld diesen aus dem vollen Aluminium gefrästen Plattenpuck PRO gleich beim Kauf oder als Nachrüst-Option auch für (fast) alle anderen Modelle nicht nur dieses Herstellers erwerben. Dieser Puck ist entsprechend leicht und belastet das Plattentellerlager nur im erlaubten Rahmen.** Denn es beruhigt die Schallplatte aus Vinyl bei der Abtastung im µm-Bereich deutlich. Und zum Schutz des Labels ist die Unterseite mit einem Filz beklebt.

Auch wenn sich in diesem Fall die Spannung durch die Auslieferung des Plattenpucks PRO gelöst hat, bleibt es spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

*und somit auch Käufer. Gibt es denn in dieser Preisklasse einen besseren und hübscheren Kandidaten? Aber ab sofort gilt: Jetzt noch hübscher!

**Hier gilt Viel hilft viel! eben nicht, denn zum Beispiel mit dem Pro-Ject Plattenpuck, der bei den großen Modellen aus der Xtension Baureihe von Pro-Ject zum Lieferumfang gehört, würden man laute Mahlgeräusche des Plattentellerlagers provozieren und auf Dauer auch verursachen. Die einzige Alternative ist hier die Plattenklemme Pro-Ject Clamp it, die ebenfalls sehr leicht, aber zusätzlich im Anzugsmoment variabel ist. Aber welche der beiden Lösungen sieht schicker aus?

Nachbetrachtungen zur High End 2022 in München

Nach zweieinhalb Ausfällen in den letzten beiden Jahren war es mal wieder so weit, dass sich alle Hifi- und High End-Affinen im M.O.C. zu unserer Nabelschau treffen konnten. Ich selbst war dieses Mal auf der anderen Seite zu Gange, also nicht bei Audio Trade ATR und hier speziell für die Endkunden-Akquise zuständig, sondern einfach nur Gast der High End Society und somit interessierter Gucker und Hörer.

Sonst stand hier immer so was wie „Mitarbeiter“ und „Audio Trade ATR“, diesmal nur „Besucher“

Mein erster Besuch galt meinem dienstältesten Lieferanten, nämlich Dynaudio. Diese Marke feiert derzeit immerhin ihr 45-jähriges Bestehen. Und der FLSV hat wohl eine der niedrigsten Kundennummern in deren Bestand.

Hier sind einige Meilensteine aus dem Portfolio von Dynaudio als Reminiszenz zu sehen. Rechts steht der „Arbiter“.

Und es wurde gleich eine neue Lautsprecher-Serie namens Focus präsentiert, auf die ich mich schon richtig freue, denn sie ist so richtig vollständig: aktiv, Streaming-fähig inklusive Roon, Bluetooth, digitale und analoge Eingänge sogar mit Phono (!) sowie DIRAC Live, alles ist an Bord.

Die drei Modelle der neuen Focus-Baureihe, schlicht Focus 10, Focus 30 und Focus 50 genannt.

Was neben den stets wiederkehrenden Dynaudio-Merkmalen diesmal anders ist, ist die durchgehend geschlossene Bauweise aller drei Modelle. Somit werden sie auch deutlich aufstellungsunkritischer sein. Dynaudio nennt die drei Modelle ganz unbescheiden „das intelligenteste kabellose Musiksystem der Welt.“ Sie können das sehr bald nachprüfen, denn alle drei Modelle werden demnächst in diesem Theater zu hören sein!

Und wie schon am Titelbild zu sehen ist, wird es Verstärkung im Analog-Sektor geben. Diesmal kommt ein Traditionshersteller aus dem Schwarzwald zum eh schon üppigen Plattenspieler-Angebot hinzu: Perpetuum Ebner, kurz PE. Muss ich an dieser Stelle über das Know-How und die handwerkliche Fertigung noch viele Worte verlieren?

Perpetuum Ebner PE 2525 MK II, aber nicht in der für PE typischen und von mir so georderten Bi-Color-Ausführung.

Zwei Aussteller, die ich mit besonderer Neugier besucht habe, waren DALI und Yamaha. Und beide Vorführungen waren in höchstem Maße unspektakulär! Und das ist das höchste Lob, das man aussprechen kann, solange man es nicht mit langweilig verwechselt.

Fangen wir mit DALI an, weil auf deren Stand an Neuem nur das Absolute, also das neue Flaggschiff Kore erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Man kann davon ausgehen, dass dieses Prachtstück nur wenige Händler in Deutschland vorführen werden, kostet ein Paar davon doch immerhin 160 große Scheine, also 80 Mille. Aber mal schauen, ob der FLSV bis zur Auslieferung den nötigen Platz und vor allem das benötigte Kleingeld auftreiben kann.

Sven Pieper von DALI erläutert mit bekannt lockerem Stil die Besonderheiten der DALI Kore.

Es ist wohl davon auszugehen, dass auch die kommenden Serien von deren technologischen Besonderheiten profitieren, wie das so üblich ist.

Technologie-Träger für die nächsten Jahre: DALI Kore
Vermeintlich alles wie gewohnt, aber hinter den Kulissen alles neu: DALI Kore

Anzumerken ist hier, dass auch die Anlage, die zur Vorführung der DALI Kore verwendet wurde, bodenständig blieb. Aber was mich noch mehr verblüfft hatte, war die Tatsache, dass ganz normale Tracks in CD-Auflösung, also mit 16 Bit und 44.1 kHz, und kein High Res-Material verwendet wurde und es trotzdem überragend klang. Also unspektakulär! Denn es war alles da, nur viel mehr Details als selbst bei einer DALI Epicon 8, ohne dabei aber die Musik dabei zu sezieren. Nur der Raum, indem die DALI Kore zu stehen kommen, sollte ausreichend groß sein!

Genauso überrascht hat mich zum einen, dass Yamaha auf der High End vertreten war und dass diese Traditionsfirma mir in Person von Andreas Rieckhoff zum anderen auch noch veritable Neuheiten vorstellen konnte. Denn der Yamaha RN-2000A

Beim silbernen Modell ist unten die Leiste fürs Display für bessere Ablesbarkeit (auch) in Bi-Color ausgeführt.

als auch die NS-2000A sind ebenfalls die ranghöchsten Vorboten verschiedener Modelle, die bezahlbares High End bieten werden. Alle Modelle dieser beiden Baureihen werden vollständig beim FLSV vorführbereit sein, so sehr hat mich deren Vorstellung überzeugt.

Was die vielen Besonderheiten dieser neuen Elektronik- und auch Lautsprecher-Linie ausmachen, kann man dann gerne vor Ort, also beim FLSV in Bamberg, erfragen und dort auch nachvollziehen. Was ziemlich offensichtlich erscheint, ist, dass diese 2000er Komponenten viel von ihren Geschwistern aus der Referenz-Baureihe 5000 übernommen haben. Und wenn man bedenkt, dass man hier für eine komplette und wahrlich high-endig klingende Anlage gerade so viel bezahlen wird, was woanders für ein einziges Netzkabel verlangt wird, dann darf man sich schon mal nach dem Sinn fragen.

Stimmig nicht nur in der Optik, sondern auch tonal abgestimmt in einer im besten Sinne unaufdringlichen Art.

Aber vielleicht muss ich mich doch noch selbst an die Nase fassen, gab es doch gleich zwei tolle, aber doch recht hochpreisige Neuheiten bei MoFi und eine von DS Audio, deren Vertrieb ja bekanntlichermaßen in Deutschland vom High Fidelity-Studio in Augsburg organisiert wird. Und zwar gab es von MoFi den ganz großen Plattenspieler namens MasterDeck

samt des dazu passenden MasterPhono, einem Phono-Vorverstärker der Luxus-Klasse, zu sehen und zu bestaunen und zu hören.

Alle Baugruppen sind streng voneinander getrennt. Zu beachten sind die beiden VU-Meter zum Kanalabgleich.

Preislich in ähnlicher Region ist aber das ultimative Zubehör für den absoluten Analog-Fan angesiedelt, ohne das man eigentlich nicht mehr Schallplatten hören möchte, wenn man es sich denn leisten mag und kann. Und das Teil ist klein und rund und hat es auch noch faustdick hinter den Ohren! Es nennt sich ganz profan DS Audio ES-001

und macht aus jedem Plattenspieler den Urahn dieser besonderen Technik. Denn der Nakamichi TX-1000 hat schon in den frühen 1980er Jahren der Exzentrik den Kampf angesagt, indem man seinerzeit den Plattenteller in Echtzeit so blitzschnell verdrehte, dass die Rille tatsächlich stets rund, sprich im rechten Winkel und eben nicht exzentrisch zum Abtastdiamanten verlief. Genau das im Ergebnis macht der DS Audio ES-001 nun auch, aber auf jedem beliebigen Plattenspieler. Es erfordert ein paar schnell gelernte Handgriffe, bis die Schallplatte exakt mittig abspielbereit ist. So werden Gleichlaufschwankungen*, die von der Schallplatte herrühren, wirkungsvoll unterdrückt.

Vielleicht bis bestimmt einer der Stars der noch stattfindenden Bamberger Analog-Tage 2022: DS Audio ES-001.

Es gab bestimmt noch viele andere tolle Angebote auf dieser High End zu entdecken. Aber zum Glück hat der FLSV leider keinen Platz mehr, um diese interessanten Neuigkeiten auch adäquat darzustellen. Und auch so war der kurze Messe-Sonntag offiziell schnell vorbei, wenn es zum Schluss nicht noch mal spannend geworden wäre. Aber das wissen Sie ja bereits aus dieser Erzählung.

Und spannend bleibt es ja dennoch, wie es ja beim FLSV in Bamberg inzwischen zum guten Ton gehört.

*Gemeint sind hier vor allem die unregelmäßigen Schwankungen, die ja durchs Laufwerk selbst als auch durch die Schallplatte erzeugt werden. Wenn der Plattenteller zu langsam oder zu schnell läuft, dann ist das nicht so gravierend, außer für Menschen mit dem absoluten Gehör.

Sensatiönchen: Die KEF Blade 2 Meta ist beim FLSV als erstem Händler Deutschlands tatsächlich vorführbereit!!!

Tja, was soll ich dazu sagen?! Sensation? Das vielleicht nicht gerade. Aber das war und ist ein Coup! Denn direkt vom Messestand der soeben wieder in die Geschichte eingegangenen High End 2022 in München, wo sie den brandneuen Vorverstärker P30 und die Endstufe H30 von Hegel als akustische Referenz begleitet haben, wurden exakt die im Titelbild abgebildeten Modelle direkt in das Transportvehikel meiner Wahl eingeladen. Und von dort kamen die beiden KEF Blade 2 Meta in Charcoal Grey ins Große Vorführstudio des FLSV in Bamberg und sind dort nun tatsächlich vorführbereit!

Aber, werden Sie womöglich einwenden, KEF hatte doch gar keinen Messestand auf dieser High End. Stimmt, aber dafür Hegel! Und diese norwegische Verstärker-Spezialisten sind ja vertriebstechnisch auf Engste mit KEF verbandelt. So durften meine KEF Blade 2 Meta einem bestimmt interessierten und wohl auch sachkundigen Publikum auf dieser Messe ohrenscheinlich beweisen, was die eigenen neuen Top-Verstärker so drauf haben. Denn das muss man diesen Lautsprechern (und auch schon in der Vorgänger-Version) lassen, dass diese sehr zum einen diskriminieren können als auch zum anderen qualifizieren lassen. Gemeint ist hier ganz einfach: Unterschiede aufzeigen, um so in der Lage zu sein, diese dann auch bewerten zu können.* Bitte sehen Sie mir nach, dass ich (wie die meisten Kollegen) an dieser Stelle nicht die Pressetexte nachbete und von Single Apparent Source-Technologie und der 12. Generation Uni-Q® mit Metamaterial-Absorptionstechnologie (MAT™) schwadroniere.** Die technischen Besonderheiten, die genau diese Lautsprecher*** ausmachen, können Sie ja gerne auf der Webseite des Herstellers nachlesen. Wichtiger erscheint mir, was „am Ende des Tages“ (Zitat Walter Gr.) klanglich herauskommt. Und das ist ziemlich viel. Auch wenn Sie wiederum keine Klangbeschreibung dieser Ausnahme-Lautsprecher von mir zu hören bekommen, kann man relativ unsubjektiv behaupten, dass es wenige Lautsprecher am Markt geben dürfte, mit denen man so lange und gerne Musik hören mag. Lange und längste Opern wie der „Sonntag aus Licht“ oder auch der „Ring der Nubelingen“ sind da keine echte Hürde, so unanstrengend spielen die KEF Blade 2 Meta auf.

Und in einer ähnlichen Konstellation wie auf der High End spielen sich die KEF Blade 2 Meta standesgemäß am ganz großen Vollverstärker Hegel H590 nun warm. An anderer Stelle hatte ich ja auch schon mal darauf hingewiesen, dass es der Hegel H590 war, der es als einziger Vollverstärker in meinem Portfolio geschafft hat, die KEF Blade 2 adäquat anzusteuern. Hier ging und geht anderen Verstärkern im meinem Programm tatsächlich die Puste aus.

Und nun können Interessierte ab sofort nach Bamberg kommen, um diese Ausnahme-Lautsprecher hören. Denn andere Händler, die dieses Modell auch geordert haben, müssen wohl noch einige Wochen bis zur Auslieferung warten. Auch finde ich es lustig bis abartig, wenn diese Online-Händler zum einen darauf hinweisen, dass dieser Artikel nicht online zu bestellen ist, diese Bestellungen aber zum anderen bereits angenommen werden. Aber mal ernst gefragt: Würden Sie selbst solche mit inzwischen mehreren euphorischen Tests bestens beleumundeten Lautsprecher einfach so bestellen, ohne sie je in der eigenen akustischen Umgebung getestet zu haben? Ich nicht! Und erst recht nicht, ohne diese zuhause gehört zu haben. Denn das ist ja das ganz große Plus des FLSV, dass man das darf, und das egal in welcher Preisklasse. So sind Fehlkäufe ganz klar zu vermeiden.

Und dann merken Sie auch, dass es in keinem Web-Shop auch nur annähernd so spannend sein kann wie beim FLSV in Bamberg!

Nachfolgend noch ein paar Eindrücke von der Spannung, die selbst mich halbwegs Abgebrühtem beim Auspacken, neo-umgangssprachlich Unboxing genannt, gepackt hat. Denn begonnen hat ja die Abholaktion je ebenfalls mit einer Sensation, denn KEFs Global Brand Ambassador oder weniger unprofan Markenbotschafter Herr Johan Coorg himself hat meine KEF Blade 2 Meta verpackt und mir übergeben. Nochmals vielen Dank dafür!

Johan Coorg, das internationale Gesicht auf allen Messen von KEF und am Mittwoch schon in Australien.

Genauso bedanke ich mich nochmals herzlich bei Anders und Christian von Hegel, die die formale und logistische Arbeit so unaufgeregt wie effizient erledigt haben, was ja nach vier Tagen Messebetrieb nicht zwingend so sein muss. Mein besonderer Dank geht auch an den bereits oben zitierten Walter Gr. für die Vermittlung dieser Occassion!****

Eben noch mit Johan Coorg dazwischen, nun im Großen Vorführstudio des FLSV im fränkischen Bamberg.
Dank neuer Kartonage ist die KEF Blade 2 Meta in Windeseile ausgepackt.
Meine neue Lichtgestalt: KEF Blade 2 Meta in Position.

*Meist wird der Begriff diskriminieren umgangssprachlich in der Kombination mit qualifizieren benutzt, also sich selbst von jemand anderem unterscheiden und diese Unterschiede meist zum eigenen Besseren zu bewerten. Das ist aber nicht der eigentliche Wortsinn beider Begrifflichkeiten.

**Dass ich das auch beherrsche, also das ausführliche Beschreiben technischer Sachverhalte, und das – jetzt kommt’s – auch für Laien verständlich, das können Sie ja gerne bei einem persönlichen Besuch in Bamberg nachprüfen.

***Ist Ihnen aufgefallen, dass in diesem Artikel nicht einmal das Wort Lautsprecherbox vorkommt? Denn das wäre eine veritable Beleidung der optischen Erscheinung der Blade. Die eher als Skulptur zu bezeichnende äußere Form ist aber nicht nur schön, sondern folgt ganz klaren technischen und somit akustischen Vorgaben.

**** Auch wenn diese bei Walter eher Mokkassion heißen müsste…