Das wurde aber Zeit: neuer Artikel über Verstärker

Seit knapp über drei Jahren wurde der Portfolio-Eintrag über die vom FLSV angebotenen Verstärker nicht mehr editiert. Schande über mein Haupt! Denn in dieser Zeit hat sich so viel getan. Was denn, ein Verstärker soll doch nur verstärken, oder? Ja, eigentlich schon. Aber auch: Nö, denn er kann viel mehr! Und so habe ich eine Total-Revision aufgelegt.

Der Artikel fängt so an:

Der Verstärker

Prinzipiell fungiert der (Voll-) Verstärker in einer Audio-Anlage zum einen als Schaltzentrale, denn hier laufen in der Regel alle Drähte zusammen. Und zum anderen erzeugt der Verstärker die Kraft, die benötigt wird, um passive Lautsprecher anzutreiben. So weit, so einfach.

Was soll man zu diesem Baustein einer Hifi-Anlage noch erzählen? Ist hier nicht schon alles gesagt worden, außer dass es sie in allen Preisklassen gibt?

Mitnichten! Denn es gibt eine Vielfalt wie nie zuvor. Aufzuzählen sind also

  • Transistor-Verstärker, Röhren-Verstärker und Hybrid-Verstärker, bei denen der Vorverstärker mit Röhren bestückt ist, die Endstufe aber mit Transistoren arbeitet
  • Vollverstärker oder getrennte Vorverstärker und Endverstärker
  • Vollverstärker mit gleich vier Endstufen für Bi-Amping
  • innerhalb der Transistor-Fraktion unterschiedliche Schaltungskonzepte wie Class A-Verstärker, Class A/B-Verstärker, Class B-Verstärker, Class D-Verstärker und auch echte Digital-Verstärker, Class G-Verstärker…
  • inzwischen auch bezahlbare Röhrenverstärker, die zwar nostalgisch wirken, aber dennoch die Seele der Musik transportieren
  • dank stets höher werdendem Wirkungsgrad immer kleinere Verstärker, die entsprechend keine oder nur noch sehr kleine Kühlkörper benötigen
  • Verstärker mit integriertem Phono-Vorverstärker, mit integriertem Streaming Client, mit integriertem Server und Streaming Client, mit integriertem Ripper, Server und Streamer oder
  • modular zu bestückende Verstärker für optional zu nutzende Funktionen wie Phono, Streaming oder Nutzung von Video-Inhalten mit einem HDMI-Board
  • ständig Weiterentwicklungen und Integration bestehender Konzepte und somit Kombinationen mit anderen Funktionen, die früher jeweils eine eigene Einheit erforderten, inklusive der Verkabelung und unterschiedlicher Bedienkonzepte. Hier sei als Stichwort für zukünftige Entwicklungen die Begriffe Multiroom und Vernetzung genannt
  • AV-Verstärker, meist AV-Receiver fürs Heimkino sowie
  • besondere Spezialverstärker wie separate Phono-Vorverstärker und Kopfhörerverstärker et cetera, die aber an anderer Stelle beschrieben werden
  • es gibt…

Bei Ihrem Local Hifi-Dealer FLSV in Bamberg werden Hifi- und High End-Verstärker folgender Hersteller angeboten:

Yamaha, Arcam, NAD, Vincent, Audiolab, Exposure, Pro-Ject Box Design, Cayin, CocktailAudio und als Abrundung nach oben Audio Analogue. Dass alle diese Hersteller auch andere Geräte als Ergänzung ihrer Verstärker anbieten, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Eine Auflistung der vorführbereiten Geräte erspare ich mir an dieser Stelle, aber es sind deutlich mehr als die abgebildeten Modelle in der ständigen Vorführung.

Ich werde nachfolgend die oben genannten Konzepte nicht ausführlich abhandeln, sondern nur ein paar Besonderheiten aus meinem in der Regel auch vorführbereiten Programm darstellen.

Den wie immer mit netten Bildchen versehenen vollständigen Beitrag kann man [hier] in epischer Breite und Länge lesen.

Ein Cocktail schon am Morgen

Nun sind alle vollformatigen Audio-Geräte von CocktailAudio vollständig erneuert worden. Begonnen hat es mit dem großen CocktailAudio X50 als Ripper, Server und Streaming Client, aber ohne Digital-Analog-Wandler (DAC), aber dafür mit 2 Festplatten. Darauf folgte der X35 als Komplettlösung, also mit DAC und sogar einem inzwischen sehr kräftigen Vollverstärker.

Als Nachzügler kam jetzt auch der X45 ins Portfolio des FLSV, der als normales Line-Gerät wie jedes andere CD-Player in eine bestehende Hifi- oder auch High-End-Anlage zu integrieren ist. Der X45 kann aber zusätzlich auch als Vorverstärker zum Beispiel mit einer Endstufe oder mit Aktivboxen als zentraler Hifi-Baustein fungieren. Daraus resultiert eine sehr reduzierte Anzahl von benötigten und unterzubringenden Geräten im Hifi-Rack. Ob das bei jedem Hifi-Fan aber so gewünscht ist?

Allen drei Geräten gemein ist die deutlich schnellere Umsetzung aller Eingaben sowie die Anbindung an die bekannte Datenbank Gracenote, die das Tagging, also das Erstellen von Meta-Daten gewohnt souverän übernimmt.

Und in aller Bälde ist auch der Nachfolger meiner „Eier-legenden-Wollmilchsau“, nämlich der Nesthaken CocktailAudio X14, beim Hifi-Fachgeschäft in der Bamberger Innenstadt* wieder in der ständigen Vorführung zu sehen und zu hören.

Wie immer gilt auch bei diesen Geräten: Probieren Sie es einfach aus, wenn Sie einen Server oder/und Streamer suchen, der auch Ihren Bestand an angesammelten CDs rippen kann. Denn das unterscheidet die Geräte von CocktailAudio angenehm von sonst preisähnlichen Angeboten am Markt, die diese Funktion in aller Regel ausklammern beziehungsweise delegieren.

*Naja wohl eher am Rande der City, aber dafür mit einem Parkhaus direkt vor der Nase

Neue Lautsprecher braucht das Land! Oder doch etwa nicht? Aber ja: Quadral!

Bis jetzt als recht breit aufgestellter Anbieter bekannt, der auch die Großfläche, fälschlicherweise auch als Markt auf der grünen Wiese bekannt, bedient, hat sich Quadral nun zu seinen Wurzeln bekannt und bietet seine zwei Top-Modellbaureihen nur noch ausschließlich dem Fachhandel an. Da ist zum einen die große Aurum, die inzwischen in der 9. (!) Generation angeboten wird und die besonders für die legendären Modelle Titan und Vulkan seit Anfang der 1980er Jahre bekannt ist. Zum Glück hat der FLSV leider nicht den Platz hat, um sie adäquat vorzuführen. Aber es gibt zum anderen die neue Baureihe namens Platinum+,

die einige Ingredienzien der großen Schwester abbekommen hat, aber beim Preisschild den FLSV-typischen Standard, möglichst viel Hifi und High End für bezahlbares Geld anzubieten, mehr als einhält.

Wir haben alle relevanten Modelle vorführbereit, als da wären: Platinum+ Two und

Platinum+ Five sowie Platinum+ Seven,

die bis auf den Durchmesser der beiden Tieftöner identisch mit der Platinum+ Nine, aber ganze 1000.- € günstiger ist.

Alle Lautsprecher lassen sich dezent im Hochton-Bereich feinjustieren. Und außerdem lobenswert sind, wie Sie unschwer sehen können, die nicht vorhandenen Bi-Wiring-Terminals!

Sie fragen sich, warum der FLSV, der ja eh schon eines, wenn nicht sogar das größte Angebot an high-fidelen bis sogar echt high-endigen Lautsprechern für die Musikwiedergabe in den eigenen vier Wänden in ganz Franken tatsächlich vorführbereit hat, noch einen Hersteller ins Portfolio aufgenommen hat? Tatsächlich überlasse ich auch nach weit über 30 Jahren immer noch ganz konsequent meinen Kunden die Arbeit, sich ihren Favoriten für die nächsten 20 bis 30 Jahren, so lange hält eine Liaison in der Regel, die der FLSV mit seinen Offerten anbahnt, auszusuchen. Und wenn jemand einen Lautsprecher sucht, der auch leise, das ist das Gegenteil von laut, aber dennoch der statistische Normalfall, das ganze Spektrum der musikalischen Darbietung exemplarisch darbietet, dann ist er bei Quadral Platinum+ genau richtig! Zumindest war das für mich der entscheidende Punkt pro Quadral, ohne dass ich damit etwas über die tonale Ausrichtung, geschweige denn über deren Qualitäten etwas ausgesagt hätte. Den Hör-Genuss müssen Sie sich schon selbst erarbeiten!

Jedenfalls gibt es nicht nur deswegen neue Preislisten für alle Lautsprecher, die der FLSV als spezialisierter Fachhändler in seinem realen und somit handfesten Shop, auch Fachgeschäft genannt, in Bamberg anbietet. Das wie schon immer ohne Web-Shop, der zwar virtuelle Lust machen könnte, diese aber nicht bis gar nicht und erst recht nicht zwingend, erlebbar machen wird. Konsequenz eines Dinosauriers*:  MM und Fach-Shop: Aber immer! MM und Fachberatung vor Ort? Na klar! Aber MM und ein Web-Shop? Undenkbar!

Für eine vereinfachte Suche entsprechend aufbereitet wurden diese wie gewohnt weiterführend in passive Kompaktboxen und Standlautsprecher unterteilt. Und weil der angeblich freie Mittwoch einer der effizientesten war, habe ich auch noch die Preisliste für das Kopfhörer-Angebot aktualisiert. Das war sogar mehr Arbeit, als die drei für die Lautsprecher-Kategorien zusammen!

*Dieser Begriff ist bewusst gewählt, auch wenn ich oder gerade weil ich weiß, dass diese Gattung ausgestorben ist beziehungsweise, auf das Hifi- und High-Gewerke übertragen, aussterben wird.

Der FLSV kann auch digital #3: Der Musik-Computer

In den News vom 13. April 2018 wurde das Thema bereits aus aktuellem Anlass angeschnitten. Und seitdem hat es mir keine Ruhe gelassen, diesen umfassenden Themenkomplex, der wohl im Tagesgeschäft omnipräsent ist, aber auf meiner eigenen Webseite noch keinen adäquaten Raum bekam, doch ein wenig umfassender darzustellen. Denn in der Zwischenzeit wurde nicht nur ein privat genutzter Musik Server eingerichtet, sondern nahezu parallel auch drei weitere im Großen Vorführ-Studio. Es hat viel Zeit und Aufwand bedurft, bis ich soweit war zu behaupten, diese Server sind mit die aufgeräumtesten, die mir in den letzten Jahren begegnet sind. Ich weiß, Eigenlob stinkt, aber guter Käse manchmal auch. Aber diese Arbeit habe ich ja nicht nur für mich allein erledigt, sondern die daraus erwachsenen Erkenntnisse sollten ja auch in der Folge allen interessierten Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Den folgenden Artikel können Sie [hier] auch als PDF herunterladen und übersichtlich und mit reichlich Bildchen versehen in Ruhe lesen. So, genug der Vorrede:

 

Computer-Hifi richtig gemacht, eine kleine Serie in dieser wenig losen Folge:

# 1: Der Musik-Server

# 2: Das Zusatz-Netzteil

# 3: Der Re-Driver, Re-Clocker, Re-Generator

# 4: Die Verkabelung

# 5: Der Digital-/Analog-Wandler

# 6: Die Bedienoberfläche

 

# 1: Der Musik-Server

Vorabbemerkung: Wenn hier der Begriff Computer verwendet wird, sind gleichbedeutend die der drei gängigen Betriebssysteme und deren Hardware gemeint. Auf den Streit unter den jeweiligen Hardcore-Verfechtern, welcher Typ besser oder zumindest besser für unseren Zweck geeignet sei, lasse ich mich nicht nur an dieser Stelle nicht ein, auch wenn ich aus langer Nutzung und somit aus Gewohnheit einen Favoriten habe.

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Als analoger Mensch* nehme ich den Computer als solchen und vor allem als Musikmaschine in Schutz! Nur richtig muss man es machen, um den gängigen Vorurteilen erst gar keinen Spielraum zu geben. Warum dieses Engagement? Man muss sich ganz einfach klarmachen, dass seit etwa 40 Jahren jedwede Musik fast ausschließlich digital aufgezeichnet und auch digital weiterverarbeitet wird. Somit stehen auch alle Schallplatten eigentlich nur reanalogisiert zur Verfügung. Also warum nicht gleich digital bleiben?!

Anfangen kann man schon mit einem normalen Arbeits-Computer, um zu üben sozusagen. CDs Rippen, Downloads erledigen, die Daten speichern, taggen, also die Meta-Daten der Musikstücke ändern, verwalten und auch von dort abspielen, all das kann man auch mit einem normalen Rechner erledigen. Man wird aber schnell merken, dass das nicht die finale Lösung sein kann, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viel andere Arbeitsprozesse der Computer währenddessen im Hintergrund abarbeitet. Das kann einer puren Nutzung als Musikmaschine nicht zuträglich sein, wenn ständig andere Programme im Hintergrund und Aktualisierungen aller Art den Prozessor belasten. Es gibt zwar Programme wie JPlay, die derartige, im Moment nicht benötigte Arbeitsschritte ausblenden, aber arbeiten wird man dann mit diesem Rechner dann nicht mehr richtig flüssig.

So kommt man unweigerlich auf spezialisierte Klein-Computer, die dann aber klanglich Großes leisten können, weil sie sich eben um nichts anderes als die Musikwiedergabe kümmern müssen. Diese entlasten den Hauptrechner nicht nur von der Speicherarbeit inklusive einer größeren Sicherheit für die Daten selbst, sondern sie verbrauchen auch deutlich weniger Strom! So seien an dieser Stelle ein paar der renommiertesten Vertreter dieser Gattung genannt: Roon Nucleus, JRiver ID, Euphony Audio, Auralic Aries Mini und Soul M. Einigen dieser Angebote ist gemein, dass sie mit einem mächtigen Player, also der Bedienoberfläche, die auch von einem Tablet oder einem iPad zu nutzen ist, ausgestattet sind. Das macht auf alle Fälle den besonderen Reiz der jeweiligen Software in der alltäglichen, praktischen Nutzung aus. Aber darauf wird wohl in einem eigenen Kapitel (# 6) noch zu sprechen sein.

Allen derartigen Geräten ist gemein, dass sie somit im heimischen Netzwerkallen anderen Nutzern, also den so genannten Streaming Clients, ihren Inhalt zur Verfügung stellen. Sie sind somit die Zentrale schlechthin.

Wenn Sie prinzipiell Interesse an einer solchen Lösung, aber noch Fragen oder Berührungsängste diesbezüglich haben, dann kommen Sie einfach beim FLSV in Bamberg vorbei. Wir erklären Ihnen anschaulich und auch für Laien verständlich, wie einfach und schnell ein solcher Musikserver in Betrieb zu nehmen ist und welchen Komfortgewinn die Nutzung des jeweiligen Players bringt.

Sie können sich ja schon mal hier ein wenig einlesen, wenn Sie derartige Musik-Computer wie der Soul M interessieren. Nicht ganz zufällig wird in diesem ausführlichen Testbericht auch gleich ein besonderes Tuning für den Soul M mitgetestet, wie ich es nicht nur im Großen Vorführstudio installiert habe, sondern es so auch privat nutze. Aber dazu mehr in # 2: Das Zusatz-Netzteil.

*Immerhin ist der FLSV Verunstalter der seit Jahren stattfindenden Bamberger Analog-Tage!

# 2. Das Zusatz-Netzteil

Klar, funktionieren tun die kleinen Computer auch mit dem beiliegenden Standard-Netzteil. Und somit lässt sich ein Tuning durch ein hochspezialisiertes Zusatz-Netzteil wie dem Keces DC-116 auch auf später verschieben, wenn alles andere eingerichtet wurde und der Betrieb reibungslos funktioniert. Aber von der Logik des Anschlusses und der Signalfolge her wird es jetzt schon besprochen.

Ein solches Riesen-Netzteil hat nicht nur deutlich mehr Power als das Beipack-Netzteil. So kann das Keces DC-116 gleich zwei Aggregate mit sogar verschiedenen Spannungen mit bis zu 6 Ampere versorgen. Was aber mindestens genauso wichtig ist, ist neben dem deutlich größeren Potenzial die schnelle Regelung bei sich verändernder Belastung. So kann der kleine Computer deutlich ruhiger seine Arbeit verrichten und wird auch thermisch dadurch entlastet. Und was ist die – eigentlich logische – Folge daraus? Ganz klar: besserer Klang!

Früher oder später ist ein solches Zusatz-Netzteil, das sich auch noch formschön in jedes Audio-Rack integrieren lässt, Pflicht in einer solchen Konstellation. Es hat durch den zweiten Abgriff noch einen weiteren Vorteil: Das Netzteil des in # 3: Der Re-Driver, Re-Clocker, Re-Generator beschriebenen Wundergerätchens fällt ebenfalls weg. Konsequenz: ein unförmiges Stecker-Netzteil in der Steckerleiste und ein lästiges Kabel weniger hinter dem Möbel.

Der  FSLV stellt Ihnen beim DC-116 die benötigten Spannungen ohne Aufpreis höchstpräzise ein.

# 3: Der Re-Driver, Re-Clocker, Re-Generator

Auch das ist wieder eine Tuning-Maßnahme, die man später durchführen kann (siehe # 2).

Das äußerlich unscheinbare Kästchen aus Griechenland (!) ist klanglich der Hammer. Schließlich erledigt der 3R Renaissance von Ideon Audio gleich drei wichtige Aufgaben, die die Musikwiedergabe via Computer ansonsten empfindlich beeinträchtigen können. Wie in der Kapitelüberschrift schon zu übersetzen war, sind es die Probleme, die zu Fehlern und Verlusten in der Datenübertragung führen. Diese werden zum Beispiel durch zu schwache Netzteile und zu lange USB-Kabel, aber vor allem durch zu hohen Jitter erzeugt. Jitter nennt man den ungleichen und auch schwankenden Takt bei der Übertragung von Digitalsignalen. Hier setzt der 3R Renaissance an und erzeugt einen neuen Master-Takt durch eine hochpräzise Femto-Clock.

Ich vermute mal, dass die genannten Funktionen auch in vielen High End-Geräten dieser Kategorie verbaut sind, dort aber dazu beitragen, dass man richtig stolze Summen als Aufpreis dafür bezahlen muss. Denn nur mit einem zeitrichtigen Verhalten mit so wenig Jitter wie möglich wird man ein high-endiges Klangergebnis erzielen können. Mit dem 3R Renaissance bekommt man diesen Benefit für relativ kleines Geld.

Nur kurz erwähnt sei an dieser Stelle, dass der 3R Renaissance zwischen Computer und Digital-/Analog-Wandler eingebunden wird. Somit wird ein zweites USB-Kabel (USB-A auf USB-B) benötigt. Und es darf ruhig ein hochwertiges Kabel sein, wie es in # 4: Das USB-Kabel beschrieben sein wird.

Auch hier sei nachdrücklich der Test zuhause in der eigenen Audio-Kette empfohlen. Leichter kann man keinen Rückschluss über das hier Geschriebene ziehen.

# 4: Die Verkabelung

Wie immer und überall braucht man Kabel auch in der auf einem Computer basierenden Audio-Anlage. Bereits angesprochen wurde die USB-Verbindung zwischen dem Computer selbst und dem Digital-/Analog-Wandler (DAC), gerne auch unterbrochen von # 3: Der Re-Driver, Re-Clocker, Re-Generator. Nach dem DAC gelten die bekannten Regeln für die Anbindung eines normalen Hochpegel-Gerätes, wie es ein CD-Player, ein Tuner und andere darstellen. Insofern wird darauf an dieser Stelle nicht gesondert eingegangen.

Auch wenn es viele dieser kleinen Computer anbieten, dass man sie per WLAN ins heimische Netzwerk einbindet und es ohne Netzwerk-Kabel auch praktischer erscheinen mag: besser und vor allem stabiler wird es per hochwertigem Netzwerk-Kabel und einem passenden Netzwerk-Switch. Letzterer arbeitet in der Regel sauberer, als der entsprechende Switch im Router und wird dort per hochwertigem Netzwerk-Kabel am Port 1 angeschlossen.

Für beide Kabel-Varianten haben wir je eine bezahlbare High End-Lösung von Supra Cables aus Schweden griffbereit. Wie auch bei den anderen Kabelserien wird bei den Supra USB-Kabeln als auch bei den Netzwerkkabeln  kein Voodoo betrieben, sondern solide Ingenieursarbeit geleistet. Dass das gut funktionieren sollte, sieht man unter anderem auch bei den angebotenen großen Längen.

# 5: Der Digital-/Analog-Wandler

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, außer alles immer wieder neu und von vorne. Der Digital-/Analog-Wandler (DAC) ist nämlich die Geräte-Kategorie, in der die größten technischen Fortschritte der letzten Jahre erzielt worden sind. Inzwischen können diese DACs aberwitzige Datenformate, für die es zwar bisher kaum Musikmaterial gibt, in analoge Signale wandeln. Hier eine auch nur ansatzweise gültige Übersicht zu liefern, würde den Rahmen des Artikels sprengen. Vor Ort kann ich Ihnen aber sehr wohl die Auswahl des FLSV an Produkten dieser Kategorie erläutern. Bei aller Technik-Begeisterung gilt aber: Bitte, liebe Datenraten-Vergleicher und Bit-Fanatiker, vergesst bei der Diskussion nicht, dass auch der allerbeste und hypermodernste DAC eine Ausgangsstufe zur Anbindung an den nun folgenden Verstärker benötigt und dass diese entsprechend zum betriebenen Aufwand genauso bis mindestens sogar eher wesentlich mehr zum klanglichen Ergebnis beiträgt.

Grundsätzlich sollte der DAC eine so genannte externe Soundkarte, also einen spezifischen Eingang für die Verbindung vom USB-Ausgang des Computers bereithalten. Dieser ist meistens als USB-B ausgeführt. Sollten Sie einen älteren, aber immer noch gut klingenden DAC weiterhin nutzen wollen, können Sie sich mit einem digitalen Interface helfen, das die USB-Daten in ein digitales Format übersetzt, das Ihr DAC wiederum versteht. Als Beispiel seien hier zwei Modelle von Matrix genannt. Zum einen und absolut ausreichend für 90 % aller Anwendungen der X-SPDIF oder für extreme High End-Anwendung dessen großer Bruder, der X-SPDIF 2, der immerhin schon bis 32 Bit Wortbreite und mit 768kHz Samplingfrequenz arbeitet und zudem DSD512-Files versteht!

# 6: Die Bedienoberfläche

Wir stellen uns jetzt einfach mal vor, die digitalen Daten sind bereits auf der Festplatte des Computers hinterlegt. Wie sie unter anderem dahin kommen könnten, habe ich bereits an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Weiterhin gehen wir davon aus, alle oben genannten Gerätschaften sind aufgebaut und miteinander verbunden, alle eventuell benötigten Treiber sind installiert, alle Einheiten sind im heimischen Netzwerk angemeldet und auch die dazu gehörige App ist auf dem Tablet oder iPad vorhanden. Theoretisch könnte es jetzt also mit der Musik-Wiedergabe praktisch losgehen.

Die praktischen Schoß-Monitore, die per WLAN auf den Computer zugreifen (dürfen), sind hier nur die noble Fernbedienung und kein eigenes Quälgerät, äh Quellgerät. Und das können sie so gut, wie es die jeweilige App zulässt. Ich vermute sogar, dass der Erfolg eines Produktes aus diesem Segment auch eher von der einfachen und flotten Bedienbarkeit abhängt, als von den reinen technischen Möglichkeiten.

Bei den Herstellern Auralic (Lightning DS), bei NAD und Bluesound (BluOS) und beim Nucleus (Roon; der derzeit wohl mächtigste Player am Markt, der aber auch zusätzliche 500.- € für die lebenslange Nutzung einfordert) ermöglichen hauseigene Apps eine recht leichte Handhabung des gesamten Musikmaterials.

Allerdings ermöglichen auch Firmen-übergreifende Programme Zugriff auf alle im Netzwerk zur Verfügung stehenden Musikdateien. Hier werden in der Regel zunächst alle zur Verfügung stehenden Musik-Server im Netzwerk gesucht und aufgelistet. Nach der Wahl des gewünschten Servers wird dessen Inhalt nach diversen, nicht immer Sinn stiftenden Kategorisierungen (Artist, Artist/Album, Title, Genre et cetera und – für mich besonders wichtig – nach Folder) aufgeführt. Wenn man sich dann zum Beispiel ein Album ausgesucht hat und durch Antippen zum Abspielen bringt, muss man nun noch das Gerät auswählen, auf dem dieser Inhalt wiedergegeben werden soll. Anders als bei den oben genannten Geräten, die ja Server und Renderer in einer Funktion sind und somit an dieser Stelle identisch sind, sind es aber bei weiteren, im Hause genutzten Streaming Clients jeweils zwei unabhängige Einheiten, die entsprechende Zuordnungen erfordern. Als Beispiele für gute, weil halbwegs übersichtliche und informative Player seien stellvertretend für viel zu viele am Markt befindliche genannt: MConnectHD, Creation 5, Lumin, Linn Kazoo oder auch MPDluxe.

Sie erkennen, dass doch so manche Hürde zu nehmen ist, bis ein System stabil läuft. Wenn es dann aber läuft, dann bietet es einen Komfort, den Sie nie mehr missen möchten. Und wenn Sie sich Nerv-tötende Umwege ersparen möchten, die Ihnen womöglich die Lust am Musikhören per Computer verderben, dann wenden Sie sich am besten gleich an Ihren Local Hifi-Dealer, dem FLSV in Bamberg.

Und sollten Sie immer noch wissensdurstig sein, was man noch so alles mit seinen digitalen Schätzen anstellen kann, um den Genuss in allen Facetten so langsam an die Wiedergabe einer guten Schallplatte heran zu bringen, dann fragen Sie mich doch einfach. Denn noch immer gilt:

„Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!“

Nachlese zur High End 2018: Jubiläen ohne Ende

Wie immer in den letzten Jahren war ich am Samstag nicht im eigenen Ladengeschäft anzutreffen, sondern auf der High End und da gleich hinter dem Eingang zu Halle 3 auf der Standfläche von Audio Trade ATR.

Die Ruhe vor dem Sturm: Der Stand von Audio Trade ATR vor Messebeginn

Der Schwerpunkt bei den Plattenspielern von Pro-Ject lag diesmal eher auf denen mit einem besonderen Motiv. Gezeigt wurden auch zwei mögliche Neuheiten, über die aber noch spekuliert wird, ob sie denn genau in dieser Form aufgelegt werden:

Der kleine Bruder vom 175 Years Vienna Philharmonic mit Ortofon Concorde Century.

Sollte hier eventuell ein Modell britischer Provenienz Pate gestanden haben?

Aber ein besonderer Schwerpunkt bei der Hardware lag auf einem neuen Vertriebsprodukt. Es handelt sich um die Music Server Nucleus und Nucleus +, die vom Software-Entwickler Roon ab sofort auch in Deutschland angeboten werden. Und Pro-Ject wird sogar einen Streamer in der S2-Klasse anbieten!

Der Überflieger Pre Box S2 Digital (links) wird gefüttert von der Stream Box S2 Ultra.

Die Neuheiten sind zwar nicht ganz verblasst, aber doch in allererster Linie waren es die drei Jubiläen, die gebührend gefeiert wurden: Audio Trade ATR selbst, nebenbei bemerkt Gründungsmitglied der High End Society, feiert 40 Jahre Vertriebstätigkeiten, STAX, der japanische Pionier elektrostatischer Kopfhörer wurde doppelt so alt, während der dänische Tonabnehmerhersteller Ortofon sogar sein 100. Geburtstag gefeiert hat.

Für den Samstagabend wurde entsprechend zu einem gastronomischen Großereignis eingeladen, bei dem es nicht nur lecker Essen und Trinken gab, sondern auch die Hauptsache unserer aller Anstrengungen, nämlich Musik. Und die auch noch LIVE!

 

Schon wieder die Dänen: Dynaudio Music neu beim FLSV

Nun gibt es sie endlich, denn es hat eine Weile dauern müssen, bis die Neuen aus Dynaudios neuer Wireless Serie Music mit den Modellen Music 1, Music 3, Music 5 und Music 7 das Licht des Marktes erblicken durften. Schuld an, sprich Verursacher dieser Verzögerung war wohl ausgerechnet der Branchen-Primus bei den Streaming Diensten, der seine Protokolle kurz vor Auslieferung derart geändert hatte, dass Dynaudio Hardware-seitig einiges und das schlagartig hätte ändern müssen. Das ging aber nicht mehr.

Schwamm drüber, es geht auch ohne Spotify*. Denn Dynaudio spendiert seinen Kunden eine immerhin neunmonatige Gratisnutzung des Premium-Anbieters Tidal, die immerhin in CD-Qualität strömen.

Technologisch bieten die vier Neuen einiges, was an dieser Stelle auszuführen zu weit führen würde. Stichwort-artig seien genannt: RoomAdapt und NoiseAdapt, Music Now und die klassischen Anschlussmöglichkeiten. Der Music 7 kann sogar HDMI-Signale verarbeiten! Und die beiden kleineren Modelle können sogar, zumindest eine ganze Weile, echt kabellos, sprich: sie haben einen Akkumulator eingebaut.

Optisch überaus auffällig sind sie geraten und somit jederzeit wiedererkennbar. Aber klanglich sind sie sich sehr wohl treu geblieben. Typisch dänisch halt.

*Indirekt kann man den eigenen Streaming Account, egal von welchem Anbieter, stets über Bluetooth zu den Musics schicken. Praktischer wäre es aber (lamentier…).

Neu und von DALI und endlich beim FLSV vorführbereit: Callisto 2 C und 6 C

Auch wenn es eine Weile oder zwei zwischen Ankündigung und Auslieferung gedauert hat, nun ist die neue Wireless-Baureihe des dänischen Lautsprecheranbieters DALI endlich nicht nur, aber bevorzugt beim FLSV in Bamberg vorführbereit. Eigentlich wollten wir bereits zu den berühmt-berüchtigten Bamberger Analog-Tagen 2017 diesen Technologieträger wenigstens im Beta-Stadium präsentieren, was leider zum Glück nicht geklappt hat. Denn mir ist es lieber, ein funktionsfähiges System bereit zu halten, als mit den Untiefen der Netzwerktechnik kämpfen zu müssen und zwangsläufig zu verlieren.

Nun sind also die Callisto 2 C und die Callisto 6 C

ständig beim FLSV in Bamberg vorführbereit. Allerdings funktionieren diese Lautsprecher nur mit einem Vorverstärker, der sich Sound Hub nennt und diverse digitale, aber auch immer noch zwei analoge Eingänge bereit hält. Außerdem sind auf der Rückseite zwei Slots zur Erweiterung vorgesehen. Wir verwenden einen davon für den Einsatz eines BluOS-Moduls zur Anbindung an das hauseigene Netzwerk. Auch wenn diese App ihren eigenen Stil pflegt, was die Einrichtung betrifft: Wenn es dann so weit ist, lässt sie sich dann intuitiv bedienen. Das gilt aber genauso für alle BluOS-Module in den brandaktuellen Vollverstärkern von NAD, wie auch beim Streaming Client Bluesound Node 2. Zum Glück muss die Bibliothek nur einmal indiziert werden, bis sie für alle drei Nutzer in diesem Standard zur Verfügung stehen. Das geht an anderer Stelle deutlich zügiger, auch wenn das im Regelfall nur einmal durchzuführen ist.

Zu den technischen Merkmalen ist nur so viel zu berichten, dass wohl die Chassis der Opticon Serie noch mal verfeinert wurden. Außerdem handelt sich um eine passive Aktivbox beziehungsweise um eine aktive Passivbox, denn es ist lediglich ein kräftiger Verstärker pro Lautsprecher eingebaut; die Trennung zwischen den einzelnen Frequnzbereichen erfolgt auf klassisch passivem Weg.

Ansonsten das gewohnte Bild, was die klangliche Ausrichtung anbetrifft, nämlich typisch DALI: offen, klar und deutlich, alles garniert mit einem satten, aber niemals übertriebenen Bassbereich.

Wer also eine weitere Alternative sucht, die sich bei der Hardware absolut reduziert darstellt, aber dennoch locker den selbstgestellten high-endigen Anspruch eines der führenden Anbieter des derzeitigen Marktangebots erfült, der möge sich auf den Weg zum FLSV in Bamberg begeben. Wir zeigen Ihnen gerne, wie die Zukunft der High Fidelity aussieht, aber auch wie man sie schon heute bedient und wie sie klingt.

Toll, auch diese Dänen!

P.S: Wer sich noch etwas ausführlicher, aber auch etwas englischer informieren möchte, der lese bitte das so genannte White Paper, also das umgedrehte Bier-Filzla als Notizzettel für alle Ideen, die in einem Projekt realisiert werden sollen. Muss das groß gewesen sein! Und bestimmt war es nicht eines von Faxe Fad Øl.

Kleinigkeiten machen auch Sinn #2

Es gibt solche und sone, sagt der Volksmund. Aber wenn sie denselben Zweck verfolgen, sind es die kleinen Unterschiede, die zu einer Entscheidung führen. So auch in diesem Fall von Konnektivität oder eben nicht. Den überragenden Miniklinkenstecker für 3.5mm-Stereoverbindungen haben wir ja schon an anderer Stelle vorgestellt. Und da, wo es keine Platzprobleme gibt, ist er nach wie vor erste Wahl.

Aber es gibt inzwischen viele Anwendungen, zum Beispiel bei mobilen Geräten, neudeutsch Mobile Devices genannt, die diesen Platz aus verständlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen (können). Da hilft nur Abhilfe in Form der neuen Verbinder des schwedischen Spezialisten Supra, der eine ganze Serie absoltut bezahlbarer Adapterkabel aufgelegt hat, bei denen auch der Stecker aus eigener Fertigung so dezent ist, dass er auch bei smarten Phones durch die Schutzhülle passt. Es gibt diese Kabel in verschiedenen Längen jeweils mit demselben Klinkenstecker oder mit einem Paar hochwertiger und stramm sitzender Cinchstecker auf der anderen Seite. Muss ich anmerken, dass sich diese Adapterkabel klanglich himmelweit von den Standardstrippen, die diesen Handspielern beigelegt sind, überlegen sind? Ich glaube nicht.

Gut so!

Kleinigkeiten machen auch Sinn #1

Gerade heute am so genannten freien Mittwoch habe ich sie wieder schätzen gelernt, die Füße bei Dynaudios neuen XEOs*. Da ich in allen drei Vorführstudios einen kurzflorigen Teppich nutzen darf, denke ich oft nicht daran, wie es bei meinen Kunden diesbezüglich aussieht. Aber moderner und somit deutlich weiter verbreitet sind deswegen heute eher Parkett- und Laminatböden, dicht gefolgt von Stein- und Fliesenböden. Deswegen habe ich mir angewöhnt, stets mindestens einen Satz Boden-schonender Unterleger im Auto mitzuführen. Aber es passiert, dass ich nach Gebrauch derselben nicht an den Nachschub denke.

Und so war ich froh, mich heute nicht ganz so arg zu blamieren, da die sich die Spikes in den vier Gussfüßen entweder verdeckt oder unversteckt nutzen lassen. Und der passende Inbusschlüssel liegt auch anbei. Ich musste also deswegen nicht zum weltweit führenden Möbelhaus schwedischer Herkunft fahren. Gut so!

*Das gilt selbstredend auch für die ranghöhere Baureihe Focus XD.

Nachlese der 3. Veranstaltung der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur: Kultobjekt Schallplatte

Damit haben wir, die Initiative für Radio- und Hifi-Kultur, nicht gerechnet, dass sich am gestrigen Sonntag, für den ja richtig gutes Wetter angekündigt war, dermaßen viele Besucher auf den Weg nach Fürth gemacht haben. Wir, das ist eine kleine Gruppe fränkischer Überzeugungstäter* aus dem Facheinzelhandel und das Rundfunkmuseum der Stadt Fürth, das uns wieder einmal seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Die Besonderheit dieser Veranstaltungsreihe, und hier wiederhole ich mich gerne, ist die, dass sie keinerlei kommerziellen Charakter aufweist. Im Gegenteil, schließlich ist hier doch einiges an Aufwand aller Art zu stemmen.

Tatsächlich war der Veranstaltungsraum bereits pünktlich zur Eröffnung durch Museumsleiterin Jana Stadlbauer und unserer treibenden Kraft Heinz-Peter Völkel so rappelvoll,

dass viele Besucher den ersten Vortrag, gehalten von MM vom FLSV aus BA, über die technologischen Unterschiede zwischen den drei Antriebsarten bei Plattenspielern, stehend verfolgten. Auch die Pause zwischen diesem und dem nächsten Vortrag wurde durch viele Fragen unserer Besucher so verkürzt, dass diese gefühlt nahtlos in einander übergingen. Außerdem konnte man sich in einer Führung durch die außergewöhnlich gut bestückten

und liebevoll hergerichteten Ausstellungsräume          begeistern lassen.

Lauschgoldengel Mathias Thurau erläuterte dann gewohnt souverän die verschiedenen Grundarten der Tonarme und der Tonabnehmer als auch deren gegenseitige Abhängigkeiten, um eine perfekte Zusammenstellung zu erreichen.

Nach einer längeren Pause, die aber durch unsere Gastmusiker verkürzt wurde und zudem die Möglichkeit bot, sich in der Cafeteria zu stärken oder bei den Schallplatten im Untergeschoss zu stöbern, kam dann Martin Kühne über sein weiter verfeinertes Projekt der zweigeteilten Phono-Entzerrung zu Wort und Bild und Ton.

Den wie immer krönenden Abschluss eines mehr als gelungenen Veranstaltungstages bildete das Konzert der von uns eingeladenen Musiker. An der Blues Harp und an der akustischen Gitarre spielte wieder Gift Musarurwa, der diesmal von Thomas Marek an der elektrischen Guitar begleitet wurde. Schön war’s!

Nur einer der beiden Musiker ist Made in Franken. Welcher?

Und es gibt schon einen Termin für die nächste Veranstaltung am 14. Oktober 2018, bei der sich alles um den nächsten Boom drehen wird, nämlich um das Tonbandgerät. Und hier haben wir mit Andreas Sandreuther einen der Fachleute schlechthin involviert, der zudem dieses Konzert mitgeschnitten hat, selbstredend mit dieser analogen Bandmaschine.

*Passend zum Tatort an diesem Sonntagabend im Ersten, bei dem es bestimmt auch einen Täter gab, oder doch etwa nicht?

Der FLSV kann auch digital #2: Moderne Juke Boxen

So sah das früher, wenn man ganz modern sein wollte: ein 200fach-CD-Wechsler von Sony zum Beispiel. In Gaststätten waren diese Ungetümer angesagt, denn die CDs waren gut verstaut und flogen nicht mehr wild durch die Gegend und wurden auch nicht mehr verkratzt.

Heutzutage packt man das Zigfache an Inhalt in ein kleines, schwarzes Kästchen, wie es auf dem CD-Wechsler hochkant steht. Und bedient diesen High End-Server, es handelt sich wieder mal um die hauseigene Referenz Soul M, bequem per iPad beziehungsweise per Tablet mit kompletter Übersicht und mit allen Covern.

Das nenne ich einen echten Fortschritt. Und klanglich ist da auch ein gewisser Unterschied.

Fortsetzung folgt am 15. April im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth

Die inzwischen dritte Auflage einer Veranstaltungsreihe, die von einer kleinen Händlerschar namens Initiative für Radio- und Hifi-Kultur aus dem Größtraum Nürnberg, der ja bekanntlich als Metropolregion nicht nur bis Bamberg, sondern sogar bis nach Bayreuth reicht, organisiert wird, findet am nächsten Sonntag wie immer im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth statt.

Geboten wird wieder keine Verkaufsveranstaltung, sondern eine Reihe von informativen Vorträgen samt Führungen durchs Haus sowie musikalischer Untermalung der Sonderklasse.

Und hier handeln wir gegen das erste der zehn Gebote, indem wir nicht nur den Kollegen Heinz-Peter Völkel vom AudioVideum und seine Initiative für dieses Projekt besonders hervorheben. Er hat es sogar geschafft, das Bayerische Fernsehen in seine Verkaufsräume mit einem interessanten Thema zum Thema zu locken. Hier können sie ab etwa Minute 16 den Beitrag sehen und hören, der so auch Bestandteil unserer Veranstaltung sein wird. Sven Berkner wird nämlich ebenfalls anwesend sein. Und was hat das mit den 10 Geboten auf sich? Naja, wir favorisieren hier beim FLSV in Bamberg seit Jahr und Tag den Vinyl Cleaner von Audiodesksysteme Gläss und bleiben auch dabei, sehr wohl anerkennend, dass die Maschine von Herrn Berkner ebenfalls ein hervorragendes Waschergebnis erzielt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie dieser Einladung Folge leisten würden.

Furman Testpaket ab sofort erhältlich

Das war und ist und bleibt so: Den Anfang einer wohlklingenden Hifi- oder High End-Anlage bildet die saubere Spannungsversorgung. Und weil der FSLV weiß, wie wichtig sie ist und das an anderer Stelle auch schon ausführlich dokumentiert hat, gibt es ab sofort ein umfassendes Testpaket für einen Test zuhause, wie es der FLSV schon viele, viele Male so verkauft hat.

Dieses Paket* beinhaltet den Furman AC-210 A E, eine 4-fach-Netzsteckerleiste von Pro-Ject Audio sowie drei hochwertige LoRad Netzkabel von Supra. Zwei davon sind mit dementsprechenden Kaltgerätesteckern für die beiden Ausgänge des Furman ausgestattet, während eines als Verbindung zur Wandsteckdose fungiert.

Das komplette Paket bietet sauberen Strom inklusive Überspannungsschutz für immerhin fünf Geräte und kostet gerade mal 650.- €! Für denn Geld** kaufen andere Menschen vielleicht drei Schuko-Stecker und freuen sich über eine hübsche Carbon-Hülse, die mit Sicherheit Einfluss auf die energetische Ausrichtung der fließenden Musik nimmt. Oder doch nicht?

Probieren Sie es einfach aus, ob dieses Starterpaket auf Ihre Geräte und in der Folge auch bei Ihnen einen beruhigenden Einfluss ausübt. Wir prophezeien: Ja! Aber sagen Sie ab sofort nicht mehr, Sie hätten von nichts gewusst.

*Gerne ändern wir die Zusammenstellung entsprechend Ihres Bedarfs: längere Kabel, mehr Steckplätze oder…

** = fränkisch, auf deutsch: für diesen eher bescheidenen Geldbetrag

Der FLSV kann auch digital #1: Angebot einer Dienstleistung

Wenn Sie aus aktuellem Anlass in Erwägung ziehen, Ihre über viele Jahre gesammelten digitalen Schätzchen in eine neue Darreichungsform, nämlich als Dateien auf eine Festplatte eines Music Servers, zum Beispiel auf eine Network Attached Storage (NAS), zu transferieren, um diese ab sofort besser und komfortabler  – Stichworte sind hier Streaming und Multiroom – nutzen zu können, gibt es beim FLSV zwei besondere Angebote.

Das erste Angebot bezieht sich auf die Leihstellung eines auf diesen einen Zweck spezialisierten Rippers. Hier kommt nur das Original, die RipNAS von HFX in Frage. Hiermit lässt sich digitale Musik schon sehr gut verwalten und umgehend genießen, weil die RipNAS viele der möglichen und meist auch sinnvollen Handgriffe und Einstellungen bereits für Sie vorgenommen hat. Sie entscheiden nur noch, in welches Format Sie Ihre Daten konvertieren möchten. Die klare Empfehlung heißen hier ALAC (Apple Lossless Audio Codec) für die Fans des angebissenen Apfels und FLAC (Free Lossless Audio Codec) für den Rest der Welt.

Das Gerät wird dann so vorinstalliert und ohne Altlasten ausgeliefert. Nachdem Sie die RipNAS per Ethernet-Kabel in Ihr heimisches Netzwerk integriert haben, müssen Sie nur noch eine CD nach der anderen einlegen und am Schluss Ihre Dateien Ihre Daten auf Ihre eigene Festplatte, am besten wieder auf eine NAS, per Drag & Drop übertragen. Fertig! Sie haben dann an Ihrem Rechner immer noch die Gelegenheit, die so genannten Meta-Daten (Tags) entsprechend Ihrer Anforderungen zu ändern. Der FLSV zeigt Ihnen, wie man das am besten macht, um Chaos und Anarchie auf Ihrem Music Server zu vermeiden.

Wenn Sie diese Vorgänge aber lieber delegieren möchten, weil Sie vielleicht diesen immensen Zeitaufwand als relativ Ungeübter nicht aufbringen möchten, bieten wir Ihnen aber auch einen deutlich darüber hinaus gehenden Service als Dienstleistung in Perfektion an. Folgende Schritte werden dann nach einander abgearbeitet:

  1. Grundreinigung jeder CD sowie
  2. Entmagnetisierung der CDs vor dem Einlesevorgang
  3. Rippen der CD in höchstwertiger Qualität (dBpoweramp inklusive Asset)
  4. Editieren der Dateinamen inklusive des Erscheinungsjahres (Künstler – Jahr – Album) inklusive der führenden Null für eine alphabetische und chronologische Sortierung
  5. Editieren der elementaren Tags inklusive der korrekten Angabe des Aufnahme- beziehungsweise des Erscheinungsjahres
  6. Eliminierung aller Druckfehler; hier sind das Original-Booklet der CD bzw. bei Namen die Schreibweise des Heimatlandes des Künstlers maßgeblich
  7. Fortlaufende Nummerierung bei Doppel- und Mehrfach-CDs als ein Album im Dateinamen und in den Tags
  8. Option: Einheitliche Schreibweise in Großbuchstaben
  9. Option für Alben-Hörer: Verkürzung der Dateinamen für eine deutlich erhöhte Übersichtlichkeit
  10. Einbinden des Original-Covers als eigenständige Datei sowie deren
  11. Einheitliche Benennung des Covers als „Folder“
  12. Speicherung auf sicherer Leih-Festplatte
  13. Rückgabe aller CDs in Original- oder in geordneter Reihenfolge

Als Aufpreis-pflichtige Optionen können Sie zusätzlich wählen:

  1. Vollständiges Versehen mit allen, derzeit aktuell verfügbaren Tags
  2. Bei Klassik-Alben mit mehreren Werken in einem Datenträger: Mehrfach-Rippen und Taggen als jeweils eigenständige Werke
  3. Umwandeln (Recoding) in ein anderes, beliebiges Datenformat zum Beispiel für einen MP3-Player im sportiven Einsatz

Sie erkennen, ganz ohne Aufwand geht es doch nicht, wenn man ab sofort die eigene Musik im heimischen Netzwerk nutzen möchte. Das gilt zumindest dann, wenn man eine gewisse Ordnung in einer ansonsten gepflegten CD-Sammlung zu schätzen weiß. Ich gebe an dieser Stelle ein Beispiel: Sie sind Fans der Fab Four und sie haben alle regulären Alben der Beatles. Nach gängigem Ripping würde das vorletzte der offiziellen Alben, nämlich Abbey Road, alphabetisch sortiert ganz am Anfang und eben nicht kurz vor Schluss der glanzvollen Schaffenszeit dieser Band stehen. Die führende Null ist genauso wichtig, da sonst nach Titel 1 nicht Titel 2 käme, sondern Titel 11, dann Titel 12 und so weiter. Oder stellen Sie sich vor, alle Bands, die mit „The“ ihrem eigentlichen Bandnamen voransetzen, so auch „The Beatles“, stehen unter dem Buchstaben „T“. Und so geht es munter weiter. Schnell haben Sie ein wildes Durcheinander von verschiedenen Schreibweisen in Ihrem „Music“-Ordner, das zu Verdruss führen wird. Das Problem ist für denjenigen, der aktuell mit dem Rippen einer stattlichen Sammlung beginnt, diese Übersicht, die am Schluss dieses Prozesses stehen sollte, zu gewinnen. Das kostet extrem viel Zeit und noch mehr Nerven, das kann ich Ihnen aus ureigenster Erfahrung sagen! Und wenn einem dadurch die Lust aufs Streaming verdorben würde, das wäre wirklich schade, oder?

An dieser Stelle kann ich nach inzwischen reichlicher Begutachtung diverser vollgepackter Music Server auch namhafter Peronen aus unserem Business mit Fug und Recht behaupten, dass der hauseigene SoulM eine der bestgepflegten Musiksammlungen digitaler Art überhaupt zum Hören mit vollem Genuss anbietet. So weit, so unbescheiden. Aber ich weiß ja auch, wie viel Arbeit in diesem Opus magnum steckt, denn diese trockene Fleißarbeit wurde definitiv nicht während der Ladenöffnungszeiten geleistet.

Und so sieht es nun unter der Treppe im kleinen Vorführstudio aus, da ich mich weigere, meine original Datenspender-CDs herzugeben:

Und wissen Sie was? Ich kann irgendwie (immer noch) nicht verstehen, dass der absolut selbe Inhalt an Daten dieser abertausender CDs, die sich in den knapp 30 Jahren angesammelt und mit denen wir doch halbwegs zufrieden Musik gehört haben, auf eine so mini-kleine Festplatte draufpasst. Sie wohl schon, oder doch wohl auch nicht so ganz? Muss einem da für die Zukunft in Anbetracht der insgesamt zu speichernden Daten allgemein nicht doch ein wenig angst und bange werden?

Endlich: Bedienhilfen für Grobmotoriker

Als weltweit erster Anbieter hat Yamaha ein Herz für Grobmotoriker gezeigt. Der japanische Großmeister, der ja selbst schon weit über 100 Jahre alt ist, hat eine Bedienhilfe für seine klassische Baureihe wie immer mit größtmöglichem ingeniösen Aufwand ausentwickelt und aufgelegt, die eine einfache Bedienung der wichtigsten Grundfunktionen mit nur minimalem Kraftaufwand ermöglicht. Diese wird einfach über die zu nutzenden Regler gesteckt und durch Friktion gehalten. Eine Markierung ist hier wegen der weithin sichtbaren Stellung der „Regler“ nicht vonnöten. Toll!

Als logisch nächsten Schritt wird es eine Fernbedienung ähnlich einer Form eines dünnen Teppichrollenkerns geben, mit dem man dann auch die Lautstärke bequem vom Sessel regeln können wird. Standardmäßig wird es diese je nach tatsächlichem Hörabstand in den üblichen Längen von 3 und 4 Metern geben, die man dann leicht mit einem scharfen Messer auf die benötigte Länge kürzen kann.

Ich freue mich schon auf weitere Ideen für die Klangregelung, die ja mit den klassischen Knebeln eine besondere Herausforderung darstellen.

Wir vom FLSV begrüßen jedenfalls diese Hilfestellungen und danken Herrn Horst M. aus Haßfurt an dieser Stelle ausdrücklich für dessen Anregungen und praktische Ideen, die diese Bedienhilfen nicht nur für Grobmotoriker erst in Gang gebracht haben.

Aus aktuellem Anlass: Dynaudio XEO 20 und XEO 30 neu nicht nur beim FLSV, aber da besonders

Als Wegbereiter der high-fidelen Zukunft, und nichts anderes stellt die XEO-Baureihe von Dynaudio für mich dar, legt der dänisch-deutsch-chinesische Hersteller nun schon die dritte Generation drahtlos anzusteuernder Lautsprecher auf Kiel. Die Kompaktbox nennt sich ab sofort XEO 20 und die zierliche Standbox XEO 30.

Vielleicht nicht mehr ganz so praktisch in der Bedienung direkt am Lautsprecher wie noch die Vorgänger XEO 4 und XEO 6, aber dafür vielleicht ein wenig formvollendeter, was die grafische Gestaltung betrifft. Was aber unstrittig zugelegt hat, ist nicht nur die – neudeutsch (oder war es neolateinisch?) so schön genannte – direkte Konnektivität, wie sie vom kleinen Modell XEO 2 bereits bekannt ist. Das ist für diejenigen interessant, die nicht zwingend auf eine kabellose Verbindung, zum Beispiel bei Unterbringung der Zuspieler in einem Regal, angewiesen sind. Außerdem spart man sich bei dieser Variante auch den Kauf des Dynaudio Connect, der immerhin 350.- € kostet.

Aber in den meisten Anwendungen wird der Connect Anwendung finden, löst er doch nicht nur viele Probleme, auch ästhetische (zum Beispiel Salatkabel), sondern ist, zumindest bei digitaler Kost, auch jeder analogen Kabelverbindung haushoch überlegen, egal wie gut und dann auch teuer die Kabel sein mögen. Denn analog zum Beispiel mit der Schallplattenwiedergabe, die ja bis zum Lautsprecher hin ebenfalls das Signal nicht wandelt, gilt das hier ebenfalls: Das Signal bleibt nativ digital bis zur Schwingspule der jeweiligen Lautsprecherchassis.

Was aber immer wieder verwunderlich ist, auch wenn es in Zukunft dann als völlig normal und erwartbar bezeichnet werden wird, ist die phänomenale Klangfülle dieser Lautsprechergattung. Bei einer tonalen Ausgewogenheit, wie man es seit 40 Jahren von Dynaudio nicht anders gewohnt ist, zaubern diese eher kleinen und zierlichen Boxen ein erwachsenes Klangbild, wie es ein passiver Lautsprecher dieser Größe niemals hinbekommen wird. Hier spielen so genannte FIR-Filter eine, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle.

Vorfolger XEO 6 in mattschwarz und Nachfolger XEO 30 in mattweiß

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dennoch, denn der Anschluss für das Stromkabel ist nun verdeckt verbaut, sodass das Spielkind im Manne nicht mehr die dicken Stecker, zum Beispiel die von Furutech, verwenden kann.

Aber ansonsten herrscht nicht nur im Moment eitel Sonnenschein, denn ich bin mir sicher, dass in 10 Jahren nahezu alle Lautsprecher ähnlich konzipiert sein werden, wie die neue XEO-Baureihe von Dynaudio.

Wir vergeben sechs von fünf möglichen Punkten, oder so ähnlich.

Zeitschriften kritisch lesen – eine kleine Anleitung mit Beispiel

Lesen Sie noch Hifi-Zeitschriften oder hören Sie schon Musik? Ich schon. Also beides. Aber ich will an dieser Stelle nicht die üblichen Vorwürfe gegen die Fachpresse wiederkäuen, sondern zu einer bewussten Rezeption des Geschriebenen aufrufen. Glauben Sie den Testberichten ruhig, aber erst dann, wenn Sie die Objekte in Ihrem eigenen Umfeld testen konnten. Lesen Sie zwischen den Zeilen, was der Autor damit sagen will. Vergessen Sie die meist kaum korrekt zu interpretierenden technischen Daten, sofern sie keine klangliche Relevanz haben. Bedenken Sie, dass jede Ausgabe, egal welcher Gazette, immer nur einen minikleinen Ausschnitt des Gesamtangebotes des Marktes abbildet. Und noch wichtiger, weil eventuell und vermeintlich entscheidungsfördernd: Schenken Sie keinem frisch gekürten Testsieger Glauben, solange Sie ihn nicht selbst getestet haben. Derartige Urteile, und das gilt auch für die Unmenge an Beiträgen in den einschlägigen Blogs und Foren, sind nur für eine einzige Wohn- und Hörsituation gültig und sind nicht mal ansatzweise 1 : 1 übertragbar! Insofern nichts wie hin zum Fachhändler Ihres Vertrauens. Apropos: Just in diesem März gibt es den FLSV in Bamberg 33 Jahre. Ich gratuliere!

Jetzt wird es konkreter. Haben Sie noch die Jubiläums-Ausgabe der AUDIO zum 40. Geburtstag, wir gratulieren posthum, im Kopf, bei der es in einem großen Abriss um in sich besonders stimmige Hifi- und High End-Ketten ging? Die reduzierteste und weit in die Zukunft blickende Anlage bestand aus einem Paar stattlicher und vor allem drahtlos anzusteuernder Aktivlautsprechern und einem oder zwei kleinen unscheinbaren Kästchen. Letztere kann man getrost irgendwo unsichtbar verstecken, denn bedient wird die Anlage über ein Tablett oder/und eine Fernbedienung.

Ja, es handelte sich um die Dynaudio Focus 60 XD, unserem Spitzenmodell in dieser Gattung. Und wenn Sie sich den Test ganz genau auch bei den Abbildungen anschauen, werden Sie merken: Hoppla, das ist ja ganz genau das getestete Paar Focus 60 XD, das beim FLSV in Bamberg in der Vorführung steht. Zufall? Was die Boxen im Einzelnen technologisch auszeichnet und wie sich das klanglich auswirkt, können Sie gerne vor Ort erfahren.

Bitte schauen Sie sich nicht unbedingt den Artikel vor diesem Test an. Vielleicht nur dann, wenn Sie das überragende Preis-/Leistungsverhältnis der Dynaudio-/Bluesound-Kombination erkennen wollen. Denn ein Paar Lautsprecher zu erwerben, wo alle Endstufen, immerhin acht an der Zahl, und keine verlustbehafteten Passiv-Frequenzweichen verbaut sind und keine sündhaft teuren, weil dann angemessenen Lautsprecherkabel benötigt und somit einzusparen sind, wo der Vorverstärker und auch der Streaming Client nicht durch aufwändige und somit kostspielige Gehäuse aufgehübscht werden, bei dem mitnichten Abstriche bei der Verarbeitung gemacht werden und wo alles nur dem optimalen Klang untergeordnet wird und das, und jetzt kommt der Hammer: eine höhere Punktzahl erzielt und, jetzt kommt der Oberhammer: um viele, viele Tausender günstiger zu erwerben ist!

Wenn man aber beide Test jeweils einzeln liest, bekommt man bestimmt Appetit auf beide Anlagen gleichermaßen. Aber so kommt die Überlegenheit in der Preis-/Gegenwerts-Relation vielleicht nicht so deutlich heraus, es sei denn, man hat noch die Überschrift des Artikels genau im Kopf. Denn der lautete relativ absolut:

MEHR MUSIK WAR NIE

Schon gewusst? Dynaudio bietet bis zum 31.07.2018 beim Kauf eines Paares Focus 20 XD, Focus 30 XD und Focus 60 XD den Bluesound Node 2 ohne Aufpreis als Set an!

Das wurde aber mal wieder Zeit: Neue Kopfhörer-Preisliste

Tatsächlich habe ich diese Preisliste eine ganze Weile nicht überarbeitet, so dass sich in der Zwischenzeit nicht nur der eine, sondern auch der andere Fehler eingeschlichen hat. Nicht mehr gültige Preise in beiden Richtungen, sondern auch nicht mehr linkende Hyperlinks, die ja eigentlich ganz einfach auf die Hersteller-Webseite führen sollten, wurden in der sonst gewohnten Akribie entsorgt beziehungsweise korrigiert.
Aber jetzt ist auch diese Preisliste wieder auf dem aktuellen Stand. Für Schnäppchenjäger gibt es darin einige vergünstigte Modelle zu finden, die aus zu nennenden Gründen keinen Platz mehr im High End-Heimkino des FLSV in Bamberg beanspruchen sollen. Bei Interesse hierzu bitte ich den Text am Ende der Preisliste zu lesen. Zu verstehen gibt es da aber nicht viel, was nicht schon klar wäre.
Und außerdem: So hört MM im Urlaub Musik: mit einem Portable von Astell & Kern, dem AK70 und einem Kopfhörer aus deutschen Landen, sogar aus dem Ländle, von beyerdynamic der T5p. Ich glaube, sehr viel besser auf kleinstem Raum geht es kaum.

Ebenfalls neu im Programm des FLSV: TAGA Azure B-40 v.2

Auch das noch! Ein polnischer Lautsprecher! Ja, aber was für einer. Einer, der berücksichtigt, dass nicht jeder Nutzer viel Platz hinter der Box zur Verfügung stellen kann. Somit sind die Azure B-40 v.2 ein echter Problemlöser, nachdem sich KEF in der Q-Serie als Letzter in der Kompaktklasse bis 800.- € fürs Paar auch davon verabschiedet hat, obwohl genug Platz auf der Front für einen Bassreflex-Kanal gewesen wäre. Ich weiß zwar um die prinzipiellen Vor- und Nachteile der Platzierung des Rohres vorne oder hinten oder noch besser auf der Seite, aber manchmal muss es eben auch praktisch sein.

Ob der Azure B-40 v.2 Erweiterungen der Modellpalette ins Portfolio des FLSV nach sich zieht, ist eher ungewiss. Aber gut klingen tut die nicht ganz so zierliche Kompaktbox schon!

Somit wurden auch die drei wichtigen Preislisten überarbeitet, nämlich die für alle Lautsprecher, für die Kompaktboxen genauso wie die für die Standboxen.

 

 

 

 

Welcome back im Portfolio des FLSV: PMC

Den britischen Hersteller The Professional Monitor Company Limited, kurz PMC hatte der FLSV bereits im Programm. Aber durch einen Vertriebswechsel in Deutschland mit zwischenzeitlicher Nichtbetreuung gab es hier in Bamberg eine temporär begrenzte Lücke, was die Vorführbarkeit der wichtigsten Modelle des renommierten und auch britischen Studio-Ausstatters von Weltruhm betraf. Jetzt betreut Klaus Herrmann vom Audioconcept diese außergewöhnlichen Lautsprecher mit Hingabe.

Diese Lücke hat nun ein Ende, denn der FLSV hält nun wieder gleich fünf Modelle aus den beiden Serien Twenty und Twenty5 dauerhaft in seinem Großen Vorführstudio präsent. Es handelt sich um die britisch korrekt von rechts nach links aufgezählten Modelle: Twenty.23, Twenty5.23, Twenty5.21, Twenty.22 und Twenty.21.

Mal schauen, ob die größeren Modelle mit den für PMC charakteristischen Mitteltonkalotten auch noch Einzug in den eh schon (recht und viel zu) üppigen Vorführbestand finden. Ich glaube schon.

Und wissen Sie wirklich, für was das Kürzel FLSV ab sofort auch steht? Ganz klar, denn das ist eine der Stärken der Lautsprecher von PMC. FLSV steht von nun an auch für Fränkischer Leisesprecher-Vertrieb. Überlegen Sie mal selbst, wie oft Sie eher leise als laut Musik hören (müssen)?! Es ist nämlich und eigentlich keine große Kunst, wenn alle Lautsprecher-Chassis bei gehobener Lautstärke gleich laut trällern. Aber bei niedrigen Pegeln müssen sie das auch können. Können sie aber in der Regel nicht. Alle Modelle von PMC arbeiten mit einer ATL genannten Transmission Line, die den Frequenzgang bei moderater Gehäusegröße deutlich nach unten ausdehnt und somit für eine niedrigere Verständnisschwelle in der akustischen Wahrnehmung sorgt. Früher hat man hierfür die Loudness-Taste am Verstärker betätigt, die aber heutzutage nicht mehr an jedem Verstärker mit Ausnahme der von Yamaha zu finden ist. Das braucht es heute nicht mehr. Heute reicht dazu ein zierlicher und formschöner Lautsprecher von PMC.