Kleinigkeiten machen auch Sinn #2

Es gibt solche und sone, sagt der Volksmund. Aber wenn sie denselben Zweck verfolgen, sind es die kleinen Unterschiede, die zu einer Entscheidung führen. So auch in diesem Fall von Konnektivität oder eben nicht. Den überragenden Miniklinkenstecker für 3.5mm-Stereoverbindungen haben wir ja schon an anderer Stelle vorgestellt. Und da, wo es keine Platzprobleme gibt, ist er nach wie vor erste Wahl.

Aber es gibt inzwischen viele Anwendungen, zum Beispiel bei mobilen Geräten, neudeutsch Mobile Devices genannt, die diesen Platz aus verständlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen (können). Da hilft nur Abhilfe in Form der neuen Verbinder des schwedischen Spezialisten Supra, der eine ganze Serie absoltut bezahlbarer Adapterkabel aufgelegt hat, bei denen auch der Stecker aus eigener Fertigung so dezent ist, dass er auch bei smarten Phones durch die Schutzhülle passt. Es gibt diese Kabel in verschiedenen Längen jeweils mit demselben Klinkenstecker oder mit einem Paar hochwertiger und stramm sitzender Cinchstecker auf der anderen Seite. Muss ich anmerken, dass sich diese Adapterkabel klanglich himmelweit von den Standardstrippen, die diesen Handspielern beigelegt sind, überlegen sind? Ich glaube nicht.

Gut so!

Kleinigkeiten machen auch Sinn #1

Gerade heute am so genannten freien Mittwoch habe ich sie wieder schätzen gelernt, die Füße bei Dynaudios neuen XEOs*. Da ich in allen drei Vorführstudios einen kurzflorigen Teppich nutzen darf, denke ich oft nicht daran, wie es bei meinen Kunden diesbezüglich aussieht. Aber moderner und somit deutlich weiter verbreitet sind deswegen heute eher Parkett- und Laminatböden, dicht gefolgt von Stein- und Fliesenböden. Deswegen habe ich mir angewöhnt, stets mindestens einen Satz Boden-schonender Unterleger im Auto mitzuführen. Aber es passiert, dass ich nach Gebrauch derselben nicht an den Nachschub denke.

Und so war ich froh, mich heute nicht ganz so arg zu blamieren, da die sich die Spikes in den vier Gussfüßen entweder verdeckt oder unversteckt nutzen lassen. Und der passende Inbusschlüssel liegt auch anbei. Ich musste also deswegen nicht zum weltweit führenden Möbelhaus schwedischer Herkunft fahren. Gut so!

*Das gilt selbstredend auch für die ranghöhere Baureihe Focus XD.

Nachlese der 3. Veranstaltung der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur: Kultobjekt Schallplatte

Damit haben wir, die Initiative für Radio- und Hifi-Kultur, nicht gerechnet, dass sich am gestrigen Sonntag, für den ja richtig gutes Wetter angekündigt war, dermaßen viele Besucher auf den Weg nach Fürth gemacht haben. Wir, das ist eine kleine Gruppe fränkischer Überzeugungstäter* aus dem Facheinzelhandel und das Rundfunkmuseum der Stadt Fürth, das uns wieder einmal seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Die Besonderheit dieser Veranstaltungsreihe, und hier wiederhole ich mich gerne, ist die, dass sie keinerlei kommerziellen Charakter aufweist. Im Gegenteil, schließlich ist hier doch einiges an Aufwand aller Art zu stemmen.

Tatsächlich war der Veranstaltungsraum bereits pünktlich zur Eröffnung durch Museumsleiterin Jana Stadlbauer und unserer treibenden Kraft Heinz-Peter Völkel so rappelvoll,

dass viele Besucher den ersten Vortrag, gehalten von MM vom FLSV aus BA, über die technologischen Unterschiede zwischen den drei Antriebsarten bei Plattenspielern, stehend verfolgten. Auch die Pause zwischen diesem und dem nächsten Vortrag wurde durch viele Fragen unserer Besucher so verkürzt, dass diese gefühlt nahtlos in einander übergingen. Außerdem konnte man sich in einer Führung durch die außergewöhnlich gut bestückten

und liebevoll hergerichteten Ausstellungsräume          begeistern lassen.

Lauschgoldengel Mathias Thurau erläuterte dann gewohnt souverän die verschiedenen Grundarten der Tonarme und der Tonabnehmer als auch deren gegenseitige Abhängigkeiten, um eine perfekte Zusammenstellung zu erreichen.

Nach einer längeren Pause, die aber durch unsere Gastmusiker verkürzt wurde und zudem die Möglichkeit bot, sich in der Cafeteria zu stärken oder bei den Schallplatten im Untergeschoss zu stöbern, kam dann Martin Kühne über sein weiter verfeinertes Projekt der zweigeteilten Phono-Entzerrung zu Wort und Bild und Ton.

Den wie immer krönenden Abschluss eines mehr als gelungenen Veranstaltungstages bildete das Konzert der von uns eingeladenen Musiker. An der Blues Harp und an der akustischen Gitarre spielte wieder Gift Musarurwa, der diesmal von Thomas Marek an der elektrischen Guitar begleitet wurde. Schön war’s!

Nur einer der beiden Musiker ist Made in Franken. Welcher?

Und es gibt schon einen Termin für die nächste Veranstaltung am 14. Oktober 2018, bei der sich alles um den nächsten Boom drehen wird, nämlich um das Tonbandgerät. Und hier haben wir mit Andreas Sandreuther einen der Fachleute schlechthin involviert, der zudem dieses Konzert mitgeschnitten hat, selbstredend mit dieser analogen Bandmaschine.

*Passend zum Tatort an diesem Sonntagabend im Ersten, bei dem es bestimmt auch einen Täter gab, oder doch etwa nicht?

Der FLSV kann auch digital #2: Moderne Juke Boxen

So sah das früher, wenn man ganz modern sein wollte: ein 200fach-CD-Wechsler von Sony zum Beispiel. In Gaststätten waren diese Ungetümer angesagt, denn die CDs waren gut verstaut und flogen nicht mehr wild durch die Gegend und wurden auch nicht mehr verkratzt.

Heutzutage packt man das Zigfache an Inhalt in ein kleines, schwarzes Kästchen, wie es auf dem CD-Wechsler hochkant steht. Und bedient diesen High End-Server, es handelt sich wieder mal um die hauseigene Referenz Soul M, bequem per iPad beziehungsweise per Tablet mit kompletter Übersicht und mit allen Covern.

Das nenne ich einen echten Fortschritt. Und klanglich ist da auch ein gewisser Unterschied.

Fortsetzung folgt am 15. April im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth

Die inzwischen dritte Auflage einer Veranstaltungsreihe, die von einer kleinen Händlerschar namens Initiative für Radio- und Hifi-Kultur aus dem Größtraum Nürnberg, der ja bekanntlich als Metropolregion nicht nur bis Bamberg, sondern sogar bis nach Bayreuth reicht, organisiert wird, findet am nächsten Sonntag wie immer im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth statt.

Geboten wird wieder keine Verkaufsveranstaltung, sondern eine Reihe von informativen Vorträgen samt Führungen durchs Haus sowie musikalischer Untermalung der Sonderklasse.

Und hier handeln wir gegen das erste der zehn Gebote, indem wir nicht nur den Kollegen Heinz-Peter Völkel vom AudioVideum und seine Initiative für dieses Projekt besonders hervorheben. Er hat es sogar geschafft, das Bayerische Fernsehen in seine Verkaufsräume mit einem interessanten Thema zum Thema zu locken. Hier können sie ab etwa Minute 16 den Beitrag sehen und hören, der so auch Bestandteil unserer Veranstaltung sein wird. Sven Berkner wird nämlich ebenfalls anwesend sein. Und was hat das mit den 10 Geboten auf sich? Naja, wir favorisieren hier beim FLSV in Bamberg seit Jahr und Tag den Vinyl Cleaner von Audiodesksysteme Gläss und bleiben auch dabei, sehr wohl anerkennend, dass die Maschine von Herrn Berkner ebenfalls ein hervorragendes Waschergebnis erzielt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie dieser Einladung Folge leisten würden.

Furman Testpaket ab sofort erhältlich

Das war und ist und bleibt so: Den Anfang einer wohlklingenden Hifi- oder High End-Anlage bildet die saubere Spannungsversorgung. Und weil der FSLV weiß, wie wichtig sie ist und das an anderer Stelle auch schon ausführlich dokumentiert hat, gibt es ab sofort ein umfassendes Testpaket für einen Test zuhause, wie es der FLSV schon viele, viele Male so verkauft hat.

Dieses Paket* beinhaltet den Furman AC-210 A E, eine 4-fach-Netzsteckerleiste von Pro-Ject Audio sowie drei hochwertige LoRad Netzkabel von Supra. Zwei davon sind mit dementsprechenden Kaltgerätesteckern für die beiden Ausgänge des Furman ausgestattet, während eines als Verbindung zur Wandsteckdose fungiert.

Das komplette Paket bietet sauberen Strom inklusive Überspannungsschutz für immerhin fünf Geräte und kostet gerade mal 650.- €! Für denn Geld** kaufen andere Menschen vielleicht drei Schuko-Stecker und freuen sich über eine hübsche Carbon-Hülse, die mit Sicherheit Einfluss auf die energetische Ausrichtung der fließenden Musik nimmt. Oder doch nicht?

Probieren Sie es einfach aus, ob dieses Starterpaket auf Ihre Geräte und in der Folge auch bei Ihnen einen beruhigenden Einfluss ausübt. Wir prophezeien: Ja! Aber sagen Sie ab sofort nicht mehr, Sie hätten von nichts gewusst.

*Gerne ändern wir die Zusammenstellung entsprechend Ihres Bedarfs: längere Kabel, mehr Steckplätze oder…

** = fränkisch, auf deutsch: für diesen eher bescheidenen Geldbetrag

Der FLSV kann auch digital #1: Angebot einer Dienstleistung

Wenn Sie aus aktuellem Anlass in Erwägung ziehen, Ihre über viele Jahre gesammelten digitalen Schätzchen in eine neue Darreichungsform, nämlich als Dateien auf eine Festplatte eines Music Servers, zum Beispiel auf eine Network Attached Storage (NAS), zu transferieren, um diese ab sofort besser und komfortabler  – Stichworte sind hier Streaming und Multiroom – nutzen zu können, gibt es beim FLSV zwei besondere Angebote.

Das erste Angebot bezieht sich auf die Leihstellung eines auf diesen einen Zweck spezialisierten Rippers. Hier kommt nur das Original, die RipNAS von HFX in Frage. Hiermit lässt sich digitale Musik schon sehr gut verwalten und umgehend genießen, weil die RipNAS viele der möglichen und meist auch sinnvollen Handgriffe und Einstellungen bereits für Sie vorgenommen hat. Sie entscheiden nur noch, in welches Format Sie Ihre Daten konvertieren möchten. Die klare Empfehlung heißen hier ALAC (Apple Lossless Audio Codec) für die Fans des angebissenen Apfels und FLAC (Free Lossless Audio Codec) für den Rest der Welt.

Das Gerät wird dann so vorinstalliert und ohne Altlasten ausgeliefert. Nachdem Sie die RipNAS per Ethernet-Kabel in Ihr heimisches Netzwerk integriert haben, müssen Sie nur noch eine CD nach der anderen einlegen und am Schluss Ihre Dateien Ihre Daten auf Ihre eigene Festplatte, am besten wieder auf eine NAS, per Drag & Drop übertragen. Fertig! Sie haben dann an Ihrem Rechner immer noch die Gelegenheit, die so genannten Meta-Daten (Tags) entsprechend Ihrer Anforderungen zu ändern. Der FLSV zeigt Ihnen, wie man das am besten macht, um Chaos und Anarchie auf Ihrem Music Server zu vermeiden.

Wenn Sie diese Vorgänge aber lieber delegieren möchten, weil Sie vielleicht diesen immensen Zeitaufwand als relativ Ungeübter nicht aufbringen möchten, bieten wir Ihnen aber auch einen deutlich darüber hinaus gehenden Service als Dienstleistung in Perfektion an. Folgende Schritte werden dann nach einander abgearbeitet:

  1. Grundreinigung jeder CD sowie
  2. Entmagnetisierung der CDs vor dem Einlesevorgang
  3. Rippen der CD in höchstwertiger Qualität (dBpoweramp inklusive Asset)
  4. Editieren der Dateinamen inklusive des Erscheinungsjahres (Künstler – Jahr – Album) inklusive der führenden Null für eine alphabetische und chronologische Sortierung
  5. Editieren der elementaren Tags inklusive der korrekten Angabe des Aufnahme- beziehungsweise des Erscheinungsjahres
  6. Eliminierung aller Druckfehler; hier sind das Original-Booklet der CD bzw. bei Namen die Schreibweise des Heimatlandes des Künstlers maßgeblich
  7. Fortlaufende Nummerierung bei Doppel- und Mehrfach-CDs als ein Album im Dateinamen und in den Tags
  8. Option: Einheitliche Schreibweise in Großbuchstaben
  9. Option für Alben-Hörer: Verkürzung der Dateinamen für eine deutlich erhöhte Übersichtlichkeit
  10. Einbinden des Original-Covers als eigenständige Datei sowie deren
  11. Einheitliche Benennung des Covers als „Folder“
  12. Speicherung auf sicherer Leih-Festplatte
  13. Rückgabe aller CDs in Original- oder in geordneter Reihenfolge

Als Aufpreis-pflichtige Optionen können Sie zusätzlich wählen:

  1. Vollständiges Versehen mit allen, derzeit aktuell verfügbaren Tags
  2. Bei Klassik-Alben mit mehreren Werken in einem Datenträger: Mehrfach-Rippen und Taggen als jeweils eigenständige Werke
  3. Umwandeln (Recoding) in ein anderes, beliebiges Datenformat zum Beispiel für einen MP3-Player im sportiven Einsatz

Sie erkennen, ganz ohne Aufwand geht es doch nicht, wenn man ab sofort die eigene Musik im heimischen Netzwerk nutzen möchte. Das gilt zumindest dann, wenn man eine gewisse Ordnung in einer ansonsten gepflegten CD-Sammlung zu schätzen weiß. Ich gebe an dieser Stelle ein Beispiel: Sie sind Fans der Fab Four und sie haben alle regulären Alben der Beatles. Nach gängigem Ripping würde das vorletzte der offiziellen Alben, nämlich Abbey Road, alphabetisch sortiert ganz am Anfang und eben nicht kurz vor Schluss der glanzvollen Schaffenszeit dieser Band stehen. Die führende Null ist genauso wichtig, da sonst nach Titel 1 nicht Titel 2 käme, sondern Titel 11, dann Titel 12 und so weiter. Oder stellen Sie sich vor, alle Bands, die mit „The“ ihrem eigentlichen Bandnamen voransetzen, so auch „The Beatles“, stehen unter dem Buchstaben „T“. Und so geht es munter weiter. Schnell haben Sie ein wildes Durcheinander von verschiedenen Schreibweisen in Ihrem „Music“-Ordner, das zu Verdruss führen wird. Das Problem ist für denjenigen, der aktuell mit dem Rippen einer stattlichen Sammlung beginnt, diese Übersicht, die am Schluss dieses Prozesses stehen sollte, zu gewinnen. Das kostet extrem viel Zeit und noch mehr Nerven, das kann ich Ihnen aus ureigenster Erfahrung sagen! Und wenn einem dadurch die Lust aufs Streaming verdorben würde, das wäre wirklich schade, oder?

An dieser Stelle kann ich nach inzwischen reichlicher Begutachtung diverser vollgepackter Music Server auch namhafter Peronen aus unserem Business mit Fug und Recht behaupten, dass der hauseigene SoulM eine der bestgepflegten Musiksammlungen digitaler Art überhaupt zum Hören mit vollem Genuss anbietet. So weit, so unbescheiden. Aber ich weiß ja auch, wie viel Arbeit in diesem Opus magnum steckt, denn diese trockene Fleißarbeit wurde definitiv nicht während der Ladenöffnungszeiten geleistet.

Und so sieht es nun unter der Treppe im kleinen Vorführstudio aus, da ich mich weigere, meine original Datenspender-CDs herzugeben:

Und wissen Sie was? Ich kann irgendwie (immer noch) nicht verstehen, dass der absolut selbe Inhalt an Daten dieser abertausender CDs, die sich in den knapp 30 Jahren angesammelt und mit denen wir doch halbwegs zufrieden Musik gehört haben, auf eine so mini-kleine Festplatte draufpasst. Sie wohl schon, oder doch wohl auch nicht so ganz? Muss einem da für die Zukunft in Anbetracht der insgesamt zu speichernden Daten allgemein nicht doch ein wenig angst und bange werden?

Endlich: Bedienhilfen für Grobmotoriker

Als weltweit erster Anbieter hat Yamaha ein Herz für Grobmotoriker gezeigt. Der japanische Großmeister, der ja selbst schon weit über 100 Jahre alt ist, hat eine Bedienhilfe für seine klassische Baureihe wie immer mit größtmöglichem ingeniösen Aufwand ausentwickelt und aufgelegt, die eine einfache Bedienung der wichtigsten Grundfunktionen mit nur minimalem Kraftaufwand ermöglicht. Diese wird einfach über die zu nutzenden Regler gesteckt und durch Friktion gehalten. Eine Markierung ist hier wegen der weithin sichtbaren Stellung der „Regler“ nicht vonnöten. Toll!

Als logisch nächsten Schritt wird es eine Fernbedienung ähnlich einer Form eines dünnen Teppichrollenkerns geben, mit dem man dann auch die Lautstärke bequem vom Sessel regeln können wird. Standardmäßig wird es diese je nach tatsächlichem Hörabstand in den üblichen Längen von 3 und 4 Metern geben, die man dann leicht mit einem scharfen Messer auf die benötigte Länge kürzen kann.

Ich freue mich schon auf weitere Ideen für die Klangregelung, die ja mit den klassischen Knebeln eine besondere Herausforderung darstellen.

Wir vom FLSV begrüßen jedenfalls diese Hilfestellungen und danken Herrn Horst M. aus Haßfurt an dieser Stelle ausdrücklich für dessen Anregungen und praktische Ideen, die diese Bedienhilfen nicht nur für Grobmotoriker erst in Gang gebracht haben.

Aus aktuellem Anlass: Dynaudio XEO 20 und XEO 30 neu nicht nur beim FLSV, aber da besonders

Als Wegbereiter der high-fidelen Zukunft, und nichts anderes stellt die XEO-Baureihe von Dynaudio für mich dar, legt der dänisch-deutsch-chinesische Hersteller nun schon die dritte Generation drahtlos anzusteuernder Lautsprecher auf Kiel. Die Kompaktbox nennt sich ab sofort XEO 20 und die zierliche Standbox XEO 30.

Vielleicht nicht mehr ganz so praktisch in der Bedienung direkt am Lautsprecher wie noch die Vorgänger XEO 4 und XEO 6, aber dafür vielleicht ein wenig formvollendeter, was die grafische Gestaltung betrifft. Was aber unstrittig zugelegt hat, ist nicht nur die – neudeutsch (oder war es neolateinisch?) so schön genannte – direkte Konnektivität, wie sie vom kleinen Modell XEO 2 bereits bekannt ist. Das ist für diejenigen interessant, die nicht zwingend auf eine kabellose Verbindung, zum Beispiel bei Unterbringung der Zuspieler in einem Regal, angewiesen sind. Außerdem spart man sich bei dieser Variante auch den Kauf des Dynaudio Connect, der immerhin 350.- € kostet.

Aber in den meisten Anwendungen wird der Connect Anwendung finden, löst er doch nicht nur viele Probleme, auch ästhetische (zum Beispiel Salatkabel), sondern ist, zumindest bei digitaler Kost, auch jeder analogen Kabelverbindung haushoch überlegen, egal wie gut und dann auch teuer die Kabel sein mögen. Denn analog zum Beispiel mit der Schallplattenwiedergabe, die ja bis zum Lautsprecher hin ebenfalls das Signal nicht wandelt, gilt das hier ebenfalls: Das Signal bleibt nativ digital bis zur Schwingspule der jeweiligen Lautsprecherchassis.

Was aber immer wieder verwunderlich ist, auch wenn es in Zukunft dann als völlig normal und erwartbar bezeichnet werden wird, ist die phänomenale Klangfülle dieser Lautsprechergattung. Bei einer tonalen Ausgewogenheit, wie man es seit 40 Jahren von Dynaudio nicht anders gewohnt ist, zaubern diese eher kleinen und zierlichen Boxen ein erwachsenes Klangbild, wie es ein passiver Lautsprecher dieser Größe niemals hinbekommen wird. Hier spielen so genannte FIR-Filter eine, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle.

Vorfolger XEO 6 in mattschwarz und Nachfolger XEO 30 in mattweiß

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dennoch, denn der Anschluss für das Stromkabel ist nun verdeckt verbaut, sodass das Spielkind im Manne nicht mehr die dicken Stecker, zum Beispiel die von Furutech, verwenden kann.

Aber ansonsten herrscht nicht nur im Moment eitel Sonnenschein, denn ich bin mir sicher, dass in 10 Jahren nahezu alle Lautsprecher ähnlich konzipiert sein werden, wie die neue XEO-Baureihe von Dynaudio.

Wir vergeben sechs von fünf möglichen Punkten, oder so ähnlich.

Zeitschriften kritisch lesen – eine kleine Anleitung mit Beispiel

Lesen Sie noch Hifi-Zeitschriften oder hören Sie schon Musik? Ich schon. Also beides. Aber ich will an dieser Stelle nicht die üblichen Vorwürfe gegen die Fachpresse wiederkäuen, sondern zu einer bewussten Rezeption des Geschriebenen aufrufen. Glauben Sie den Testberichten ruhig, aber erst dann, wenn Sie die Objekte in Ihrem eigenen Umfeld testen konnten. Lesen Sie zwischen den Zeilen, was der Autor damit sagen will. Vergessen Sie die meist kaum korrekt zu interpretierenden technischen Daten, sofern sie keine klangliche Relevanz haben. Bedenken Sie, dass jede Ausgabe, egal welcher Gazette, immer nur einen minikleinen Ausschnitt des Gesamtangebotes des Marktes abbildet. Und noch wichtiger, weil eventuell und vermeintlich entscheidungsfördernd: Schenken Sie keinem frisch gekürten Testsieger Glauben, solange Sie ihn nicht selbst getestet haben. Derartige Urteile, und das gilt auch für die Unmenge an Beiträgen in den einschlägigen Blogs und Foren, sind nur für eine einzige Wohn- und Hörsituation gültig und sind nicht mal ansatzweise 1 : 1 übertragbar! Insofern nichts wie hin zum Fachhändler Ihres Vertrauens. Apropos: Just in diesem März gibt es den FLSV in Bamberg 33 Jahre. Ich gratuliere!

Jetzt wird es konkreter. Haben Sie noch die Jubiläums-Ausgabe der AUDIO zum 40. Geburtstag, wir gratulieren posthum, im Kopf, bei der es in einem großen Abriss um in sich besonders stimmige Hifi- und High End-Ketten ging? Die reduzierteste und weit in die Zukunft blickende Anlage bestand aus einem Paar stattlicher und vor allem drahtlos anzusteuernder Aktivlautsprechern und einem oder zwei kleinen unscheinbaren Kästchen. Letztere kann man getrost irgendwo unsichtbar verstecken, denn bedient wird die Anlage über ein Tablett oder/und eine Fernbedienung.

Ja, es handelte sich um die Dynaudio Focus 60 XD, unserem Spitzenmodell in dieser Gattung. Und wenn Sie sich den Test ganz genau auch bei den Abbildungen anschauen, werden Sie merken: Hoppla, das ist ja ganz genau das getestete Paar Focus 60 XD, das beim FLSV in Bamberg in der Vorführung steht. Zufall? Was die Boxen im Einzelnen technologisch auszeichnet und wie sich das klanglich auswirkt, können Sie gerne vor Ort erfahren.

Bitte schauen Sie sich nicht unbedingt den Artikel vor diesem Test an. Vielleicht nur dann, wenn Sie das überragende Preis-/Leistungsverhältnis der Dynaudio-/Bluesound-Kombination erkennen wollen. Denn ein Paar Lautsprecher zu erwerben, wo alle Endstufen, immerhin acht an der Zahl, und keine verlustbehafteten Passiv-Frequenzweichen verbaut sind und keine sündhaft teuren, weil dann angemessenen Lautsprecherkabel benötigt und somit einzusparen sind, wo der Vorverstärker und auch der Streaming Client nicht durch aufwändige und somit kostspielige Gehäuse aufgehübscht werden, bei dem mitnichten Abstriche bei der Verarbeitung gemacht werden und wo alles nur dem optimalen Klang untergeordnet wird und das, und jetzt kommt der Hammer: eine höhere Punktzahl erzielt und, jetzt kommt der Oberhammer: um viele, viele Tausender günstiger zu erwerben ist!

Wenn man aber beide Test jeweils einzeln liest, bekommt man bestimmt Appetit auf beide Anlagen gleichermaßen. Aber so kommt die Überlegenheit in der Preis-/Gegenwerts-Relation vielleicht nicht so deutlich heraus, es sei denn, man hat noch die Überschrift des Artikels genau im Kopf. Denn der lautete relativ absolut:

MEHR MUSIK WAR NIE

Schon gewusst? Dynaudio bietet bis zum 31.07.2018 beim Kauf eines Paares Focus 20 XD, Focus 30 XD und Focus 60 XD den Bluesound Node 2 ohne Aufpreis als Set an!

Das wurde aber mal wieder Zeit: Neue Kopfhörer-Preisliste

Tatsächlich habe ich diese Preisliste eine ganze Weile nicht überarbeitet, so dass sich in der Zwischenzeit nicht nur der eine, sondern auch der andere Fehler eingeschlichen hat. Nicht mehr gültige Preise in beiden Richtungen, sondern auch nicht mehr linkende Hyperlinks, die ja eigentlich ganz einfach auf die Hersteller-Webseite führen sollten, wurden in der sonst gewohnten Akribie entsorgt beziehungsweise korrigiert.
Aber jetzt ist auch diese Preisliste wieder auf dem aktuellen Stand. Für Schnäppchenjäger gibt es darin einige vergünstigte Modelle zu finden, die aus zu nennenden Gründen keinen Platz mehr im High End-Heimkino des FLSV in Bamberg beanspruchen sollen. Bei Interesse hierzu bitte ich den Text am Ende der Preisliste zu lesen. Zu verstehen gibt es da aber nicht viel, was nicht schon klar wäre.
Und außerdem: So hört MM im Urlaub Musik: mit einem Portable von Astell & Kern, dem AK70 und einem Kopfhörer aus deutschen Landen, sogar aus dem Ländle, von beyerdynamic der T5p. Ich glaube, sehr viel besser auf kleinstem Raum geht es kaum.

Ebenfalls neu im Programm des FLSV: TAGA Azure B-40 v.2

Auch das noch! Ein polnischer Lautsprecher! Ja, aber was für einer. Einer, der berücksichtigt, dass nicht jeder Nutzer viel Platz hinter der Box zur Verfügung stellen kann. Somit sind die Azure B-40 v.2 ein echter Problemlöser, nachdem sich KEF in der Q-Serie als Letzter in der Kompaktklasse bis 800.- € fürs Paar auch davon verabschiedet hat, obwohl genug Platz auf der Front für einen Bassreflex-Kanal gewesen wäre. Ich weiß zwar um die prinzipiellen Vor- und Nachteile der Platzierung des Rohres vorne oder hinten oder noch besser auf der Seite, aber manchmal muss es eben auch praktisch sein.

Ob der Azure B-40 v.2 Erweiterungen der Modellpalette ins Portfolio des FLSV nach sich zieht, ist eher ungewiss. Aber gut klingen tut die nicht ganz so zierliche Kompaktbox schon!

Somit wurden auch die drei wichtigen Preislisten überarbeitet, nämlich die für alle Lautsprecher, für die Kompaktboxen genauso wie die für die Standboxen.

 

 

 

 

Welcome back im Portfolio des FLSV: PMC

Den britischen Hersteller The Professional Monitor Company Limited, kurz PMC hatte der FLSV bereits im Programm. Aber durch einen Vertriebswechsel in Deutschland mit zwischenzeitlicher Nichtbetreuung gab es hier in Bamberg eine temporär begrenzte Lücke, was die Vorführbarkeit der wichtigsten Modelle des renommierten und auch britischen Studio-Ausstatters von Weltruhm betraf. Jetzt betreut Klaus Herrmann vom Audioconcept diese außergewöhnlichen Lautsprecher mit Hingabe.

Diese Lücke hat nun ein Ende, denn der FLSV hält nun wieder gleich fünf Modelle aus den beiden Serien Twenty und Twenty5 dauerhaft in seinem Großen Vorführstudio präsent. Es handelt sich um die britisch korrekt von rechts nach links aufgezählten Modelle: Twenty.23, Twenty5.23, Twenty5.21, Twenty.22 und Twenty.21.

Mal schauen, ob die größeren Modelle mit den für PMC charakteristischen Mitteltonkalotten auch noch Einzug in den eh schon (recht und viel zu) üppigen Vorführbestand finden. Ich glaube schon.

Und wissen Sie wirklich, für was das Kürzel FLSV ab sofort auch steht? Ganz klar, denn das ist eine der Stärken der Lautsprecher von PMC. FLSV steht von nun an auch für Fränkischer Leisesprecher-Vertrieb. Überlegen Sie mal selbst, wie oft Sie eher leise als laut Musik hören (müssen)?! Es ist nämlich und eigentlich keine große Kunst, wenn alle Lautsprecher-Chassis bei gehobener Lautstärke gleich laut trällern. Aber bei niedrigen Pegeln müssen sie das auch können. Können sie aber in der Regel nicht. Alle Modelle von PMC arbeiten mit einer ATL genannten Transmission Line, die den Frequenzgang bei moderater Gehäusegröße deutlich nach unten ausdehnt und somit für eine niedrigere Verständnisschwelle in der akustischen Wahrnehmung sorgt. Früher hat man hierfür die Loudness-Taste am Verstärker betätigt, die aber heutzutage nicht mehr an jedem Verstärker mit Ausnahme der von Yamaha zu finden ist. Das braucht es heute nicht mehr. Heute reicht dazu ein zierlicher und formschöner Lautsprecher von PMC.

Willkommen im (aber nicht beim) Club: Thivan Eros-9

Der FLSV hat nach der Yamaha NS-5000 einen weiteren echten Männerlautsprecher, der selbstredend bevorzugt allen Hifi- und High End-begeisterten Damen bevorzugt angeboten wird, im vorführbereiten Verführprogramm, nämlich das Modell Eros-9 des aus Vietnam stammenden Hersteller Thivan. Vertrieben wird die hierzulande neue Marke von TCG aus Nordhorn im Norden, zumindest von Bamberg aus betrachtet.

Zunächst steht ’nur‘ das kleine Modell Eros-9 im Großen Vorführstudio des FLSV in Bamberg. Es ist ein klassischer Zwei-Wege-Lautsprecher mit einem 15er und einem Hochtöner. Ja, was soll das denn jetzt? Hat der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb nicht schon mindestens ungefähr 30 andere Kompaktboxen mit einer ähnlichen Bestückung im tatsächlichen Vorführbestand, also nicht nur in irgendeinem pseudo-anti-virtuellen Online-Shop ankreuzbar?

Ja, doch, schon. Aber was mich sofort von diesem Lautsprecher eingenommen hat, ist die relativ selbstverständliche Art der Musikwiedergabe ohne die sonst von derartigen Kombinationen* bekannten, gerade im Mitteltonbereich anstrengende Notation. Das können die anderen Lautsprecher im Portfolio des FLSV zwar alle auch, aber diese haben vielleicht 15 Zentimeter, aber nicht 15 Zoll, sprich 38 Zentimeter im Durchmesser. Was der 2,54-fache Durchmesser für die Tieftonausbeute und die Souveränität und die Dynamik der Wiedergabe zur Folge hat, das hören Sie sich am besten live und authentisch beim FLSV selbst an.

P.S. Ich hoffe, es ist Ihnen lieber, die Links in Englisch zu lesen, denn zumindest mein Vietnamesisch ist seit Mitte der 1970er ein wenig eingerostet.

*Wussten Sie schon, dass auch die Fahrer klassischer schwedischer Automobile einer Kombi-Nation angehören?

Es gibt Neuzugang im Portfolio des FLSV: Thivan und PMC

Nachdem es relativ lange beim FLSV in Bamberg ruhig war, was die wohlsortierte Erweiterung des eh schon üppigen Angebots an high-endigen Lautsprechern in allen Preisklassen betrifft, gibt es nun gleich zwei besondere Hämmer zu vermelden.

Zum einen gibt es einen echten Neuzugang, der die Kategorien ‚Groß‘, ‚Zwei-Wege‘ und ‚Wirkungsgrad-stark‘ aufs Beste vereint. Das Modell Eros-9 von Thivan hat zwar einen, gerade in der aktuellen Me-too-Debatte geradezu bescheuert klingenden Namen, der sich mir zumindest auch nicht unmittelbar erschließt, dafür klingen die Boxen aber umso besser. Für die Details verweise ich auf die nächste unter den News!

Zum anderen gibt es einen Wiederzugang zu vermelden, der vordergründig ähnliche Attribute wie der Eros-9 aufruft, nämlich ‚Zwei-Wege‘, diese aber ganz anders interpretiert. Es handelt sich hier um den aus dem Studio-Bereich bestens beleumundeten Hersteller PMC von der Insel, der britischen.

Ja, wo hat denn der Herr Wanders das Design für die ‚Nocturne‘ geklaut?

Wir geben proudly bekannt, dass wir einen der derzeit famosesten, weil vollständigsten Lautsprecher auch in der limitierten Sonderversion Nocturne in der Verführung haben. Leider ist es zu den normalen Öffnungszeiten stets zu hell, um dem faszinierenden Lichtspiel der Fluoreszenz zu erliegen, das geht zu Hause besser! Hier ein kleiner Eindruck, wie eindrucksvoll das aussieht:

Aber was hat das mit der dämlichen Überschrift zu tun? Ganz einfach, denn ich weiß seit letztem Wochenende, was Herrn Marcel Wanders genau zu diesem Design inspiriert hat. Wollen Sie es auch wissen? Dann schauen Sie sich bitte einfach den Boden unserer Grünkohltopfes mal an:

 

Der Sieger des großen Vergleichstest bei den BAT 2017: DUAL 300

Wer bei seinem Besuch der Bamberger Analogtage 2017 am 08. und 09. Dezember 2017 genau aufgepasst hat, dem wird der DUAL 300 nicht aufgefallen sein. Denn das Gerät hat nicht mal außer Konkurrenz zu den vier Modellen im großen Vergleichstest bei den Bamberger Analog-Tagen 2017 teilgenommen.

Aber gleich mehrere Auszeichnungen wären diesem Plattenspieler aus der Frühzeit der Gebrüder Steidinger aus Sankt Georgen im Schwarzwald, wir reden hier von der Zeit Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre!, sicher, nämlich unter anderem der Design-Preis, erste Plätzchen für die gewagteste Farbgebung sowie für den größten Materialeinsatz recyclbarer Materialien.

Und aus diesem Anlass verschenken wir insgesamt 5 Exemplare der Ausgabe meines Lieblings-Magazins MINT, worin der schwärzesten aller Wälder hifi-technisch besonders beleuchtet wird.

Seien Sie spontan! Gratis-Eintrittskarten für heute Abend abzugeben!

Seit Jahr und Tag unterstütze ich die Jungs (und Mädels?) vom Live Club für deren CrossRoads-Veranstaltung, die stets am 2.Weihnachtsfeiertag oder eben am 27. Dezember stattfindet. Ein besonderes Konzert mit einer ganz besonderen Darbietung und erst recht für die Fans der guten, alten Elektro-Gitarre. Außergewöhnlich sind auch stets die Anmoderationen. Es lohnt sich also eigentlich immer, dorthin zu gehen.
Nur am heutigen Mittwoch bin ich leider verhindert, so dass ich meine beiden Eintrittskarten an einen Schnellentschlossenen oder an eine Schnellstentscheidende abgeben werde.

Also los, denn wer zuerst mahlt, der kommt zuerst zu mir und dann in den abends in den Live Club in der Sandstraße zu Bamberg.

Nachlese des besonderen GenussHören-Abends vom 16. Dezember 2017

Es ist Vorweihnachtszeit. Und wir GenussHörer haben uns für unser letztes Treffen in diesem Jahr eine dem Advent angemessene Lokalität ausgesucht, nämlich den Großen Saal des Aufseßhöfleins, der im oberen Geschoss eines liebevoll restaurierten kleinen Schlosses in der Bamberger Nordflur liegt. Die Gärtner unter uns, wissen wo das liegt.

Die Musikwiedergabe-Anlage für unserern gemeinsamen GenussHörabend war mit Ausnahme des Verstärkers dieselbe, wie sie auch bei den Bamberger Analog-Tagen 2017 verwendet wurde. Denn nach der Erstbesichtigung im Aufseßhöflein war klar, dass ein Musikabend nach Hifi- oder gar High End-Maßstäben hier nicht würde stattfinden können. Insofern habe ich zur Allzweckwaffe Arcam SR250 mit eingebauter DIRAC Raumakustikkorrektur gegriffen. Und siehe da, besser: und höre da, klangen die Yamaha NS-5000 zumindest bei kleineren Besetzungen und bei nicht allzu hoher Lautstärke gewohnt klar und in sich homogen.

Von links nach rechts: Yamaha CD-S2100, Arcam SR250, Pro-Ject RPM 10 Carbon mit DS Audio DS-002

Ach ja, der Besuch war üppig, alle Stühle waren belegt. Und im ersten Teil des Abends hörten alle gespannt zu, was uns Norbert Sch. aus E. an beispielhafter Musik jeweils auf Schallplatte und CD mitgebracht und entsprechend erläutert hat. Im zweiten Teil ging es dann eher bluesiger und jazziger zu, jetzt durften alle Gäste ihre eigene Musik einmal in diesem besonders schönen Ambiente und auf dieser High End-Anlage hören.

Mein besonderer Dank gilt diesmal Familie Fiedler als besonders nette Gastgeber sowie Sabine P. aus M., die für das Büfett gesorgt hat, das zwar keinen fetten Büffel darbot, dafür aber umso leckerer war.

Sabine P. aus M. als Caterina

So bleibt hoffentlich bis bestimmt allen unserer Gästen und auch uns Organisatoren ein schöner und harmonischer Abend in schöner Umgebung in Erinnerung.

 

 

 

Die berühmt-berüchtigte Nachlese der Bamberger Analog-Tage, diesmal die von 2017

Mit der Yamaha NS-5000 hatte ich eigentlich vor wenigen Wochen noch nicht gerechnet. Aber diese nicht in eine derartige Veranstaltung einzubinden, wäre die Dummheit² gewesen. So gerieten die Vorbereitungen  zur high-endigsten Veranstaltung in Sachen Vinyl-Wiedergabe in ganz Oberfranken besonders aufwändig. Schließlich will man sich als eher kleiner und bodenständiger Hifi- und High End-Händler dann erst recht keine Blöße geben, wenn man als Erster eine solche Pretiose in ganz Süddeutschland vorführen kann.

Aber das war ja nicht die einzige, wenigstens hierzulande, kleine Sensation, die für diese Veranstaltung im Verborgenen vorbereitet wurde, ohne es vorher an die ganz große Werbe-Glocke zu hängen. Ganz bewusst nicht das ranghöchste Schallplatten-Laufwerk, das der FLSV anbietet, sondern der jetzt endlich lieferbare Pro-Ject RPM 10 Carbon wurde auserkoren, das brandneue photooptische Tonabnehmersystem DS Audio DS-002 zu führen.

 

Der Verbund aus Tonabnehmer

und Phono-Entzerrer

kostet mit 5200.- € immerhin nunmehr nur noch etwa die Hälfte des nächstgrößeren Modells, profitiert aber eher vom mehr als vierfach so teuren Spitzenmodell. Dass es für ein paar Tausender mehr noch besser geht, kann man sich zwar gar nicht vorstellen. Aber das ist schon so, aber auch keine echte Kunst. Vielmehr wollten wir zeigen, dass eine vernünftige Basis, wie sie der RPM 10 Carbon darstellt, auch schon richtig viel Musik macht, wenn man den Rest entsprechend sorgfältig aussucht und anrichtet. Zunächst am Yamaha A-S2100, später am Exposure 3010S2D durften die Yamaha NS-5000 beweisen, warum sie zu Recht Hecht in diesem Karpfenteich sein werden. Das gilt zumindest für diejenigen Musikliebhaber, die absolute Neutralität in der Musikwiedergabe für die erste Bürgerpflicht halten und die sich dafür an der Sorgfalt bestens produzierter Tonträger erfreuen können, wie wenige sonst.

Und so ging es auch Punkt 10.00 Uhr am Freitag sofort richtig los. Gleich zu Beginn wurde Frank Schick vom High Fidelity-Studio, dem deutschen Vertrieb des Ausnahme-Tonabnehmersystems, gebeten, immer noch eine der von Kundenseite her mitgebrachten Schallplatten zu spielen. Es hat, wie man am allseitigen Fußwippen erkennen konnte, allen, also auch den Vorführern, sichtlich Spaß gemacht. Auch wurde die eine offensichtliche beziehungsweise eher offenhörbare Eigenschaft der auch optisch markanten Lautsprecher mit den 12-Zöllern besonders gerne ausgeschöpft, da die Wiedergabe an keiner Stelle nervig wurde. Beide Kollegen vom Außendienst haben sogar geäußert, dass sie selbst mit einer derartigen Anlage leben könnten, was für mich ein besonderes Lob darstellt.

Aber es gab auch die kleinen und mittleren Hochlichter. Besonders viel Spaß hat es mir persönlich gemacht zu zeigen, was man klanglich alles aus einem extrem preiswerten Komplettspieler, hier der Pro-Ject RPM 1.3 Genie in der Grundausstattung

für gerademal 300.- € (!), holen kann, wenn man diesen Stück für Stück hochrüstet. Im Programm der Bamberger Analog-Tage 2017 wurden hierzu 4einhalb Modifikationen angekündigt. Aber es waren dann doch 5einhalb, die man bei Bedarf anwenden kann. An dieser Stelle möchte ich diese als Anregung nennen:

  1. Pro-Ject Speed Box S für eine präzisere Geschwindigkeitseinhaltung und einfachere Geschwindigkeitsumschaltung zwischen 100 Drittel und 45 RPM; – € 135.- €
  2. Unterstellbasis Pro-Ject Ground it E zur besseren Entkopplung des Plattenspielers zur Abstellfläche; 130.- €
  3. Plattenklemme Pro-Ject Clamp it zur Nivellierung verwellter Schallplatten und einem weiter verbesserten Kontakt der Schallplatte zum Plattenteller. Dies führt auch zu einer deutlich beruhigten Abtastung durch den Tonabnehmer; 80.- €
  4. Der Austausch des Nadeleinschubs durch einen mit höherwertigem Schliff des Abtastdiamanten. Wir haben nicht nur aus optischen Gründen den Nadeleinschub des Ortofon 2M Black Für uns ist es schlicht eines der besten MM-Systeme am Markt. Diese Maßnahme kann man zum Beispiel bei einem regulären Austausch vornehmen; 450.- €
  5. plus 5.5: Dereneville Magic Mat für einen besseren Kontakt zwischen LP und Plattenteller sowie zur bündigeren Verbindung zwischen Tonabnehmersystem und Headshell die Dereneville Headshell Mat; 130.- € und 40.- €

Wie schon an anderer Stelle geschrieben, kann man hier Schritt für Schritt vorgehen, in dem man sich zum Beispiel zum Geburtstag, zum Hochzeitstag, zum Namenstag und – gerade jetzt rechtzeitig – zu Weihnachten in diesem Sinne beschenken lässt.

Der Rest der Anlage ist schnell erzählt: Pro-Ject Phono Box DS2 USB für identische Phono-Vorverstärkungs-Verhältnisse (siehe unten, hier nur für den Test aufgebaut), Pro-Ject MaiA (der ja einen Phono-Zweig aufweist) sowie ein besonderes Kleinod der vielen Kompaktlautsprecher im Angebot des FLSV, nämlich die Q Acoustics Concept 20. So kann man sich eine kleine, aber extrem preiswerte High End-Anlage aufbauen, die einem sehr viel Spaß mit dem reichhaltig zur Verfügung stehenden Vinyl bereiten wird. Versprochen!

Ein deutlich größerer Aufwand wurde (neben der absoluten High End-Anlage) im Großen Vorführstudio betrieben, um in einer ebenfalls noch bezahlbaren Preisklasse einen echten Vergleich, der auch wissenschaftlichen Standards standhalten würde, durchzuführen. Gleich vier Modelle, drei davon vom Platzhirschen Pro-Ject, einer vom relativen Newcomer MoFi (Mobile Fidelity, einem der Spezialisten für Remastering von legendären Alben der Musikgeschichte), konnten im direktesten aller Vergleiche getestet und gehört werden. Um unnötige und auch klangverschlechternde Verluste durch den Wechsel der Schallplatte von einem zum nächsten Modell zu vermeiden, wurden kurzerhand vier identische Schallplatten von Bill Withers – Live at Carnegie Hall besorgt und aufgelegt. Danke für diesen Tipp, Frau Ganzenberg von Sieveking-Audio! Auch die Phono-Entzerrung durch die Phono Box DS2 USB, die ja zwei identische Phono-Züge aufweist, war für alle Testteilnehmer identisch. Das gilt ebenso für die Verstärkung durch meinen Verstärker-Favoriten des Jahres 2017, des Arcam SR250. Dieser ist auch gut genug, um eine weitere und relativ neue Perle im gehobenen Segment der Standboxen adäquat anzutreiben. Die Rede ist von der Q Acoustics Concept 500, die kurz vor dem Beginn der Bamberger Analog-Tage 2017 vom Online-Magazin Lowbeats.de (Ja, die schon wieder!) als beste Box bis 5000.- € fürs Paar bezeichnet wurde. Und Sie wissen ja, welche nicht britischen Mitbewerber sich ganz aktuell und ganz allgemein in dieser Preisklasse nicht nur, aber auch beim FLSV tummeln. Jedenfalls hat die Concept 500 die Unterschiede der verschiedenen Plattenspieler-Konzepte für alle Anwesenden im besten Sinne neutral dargestellt.

Im High End-Heimkino ging es, wie von den vorherigen Veranstaltungen gewohnt, eher dezent, aber nicht immer nur leise zu. Hier galt es, dem Geburtstaggeschenk Special Forty meines dienstältesten Lautsprecheranbieters Dynaudio an seine Kunden einen angemessenen Rahmen zu verschaffen, um deren exzellente akustische Qualitäten auszuloten. Hier handelt sich in bester Dynaudio-Tradition um einen kompakten Zwei-Wege-Lautsprecher, wie wir ihn seit der Crafft, der Special One, der Contour 1 und der Contour 1.3 und vielen anderen Modellen des dänischen Herstellers auch tatsächlich persönlich kennenlernen konnten. Und hier ist der akustisch bestens präparierte Raum des FLSV hinten links oben der richtige Spielplatz. Am bekannten „kleinen“ AMG Giro und in der Folge an der großen Kombi SA-T7 und SP-T700 von Vincent durfte sich die Annie 40, wie wir sie intern liebevoll nennen, mal so richtig austoben. Und wer es nicht selbst gehört hat, glaubt nicht nur nicht oder nur bedingt, wie high-endig eine derartige Kette in einem akustisch nahezu perfekten Raum klingt. Was mich persönlich aber vom Hocker gehauen beziehungsweise eher in die Couch gepresst hat, war die mögliche unverzerrte Lautstärke bei völlig unkomprimierter Dynamik, die dieser Zwerg völlig unbeeindruckt in den Raum abgegeben hat!

      

Wenn es nicht eine schier unlösbare Aufgabe im Tagesgeschäft wäre, müsste ich eigentlich alle Lautsprecher dort oben vorführen. Aber ich könnte hier im High End-Heimkino beweisen, dass es nicht immer nötig ist, zur Steigerung des klanglich verwertbaren Ergebnisses immer noch eine und noch eine Preisklasse nach oben gezogen zu werden. Aber das habe ich ja schon sehr häufig an dieser Stelle geschrieben.

Und für diejenigen, denen das besonders wichtig ist, hier der Vermerk, dass alle Kabel in allen Musikwiedergabe-Anlagen von Supra Cable bis hin zum Sword und von Goldkabel in besonders üppiger Bandbreite genauso verwendet wurden, wie der Strom wie immer von den Furmännern gesäubert wurde. Bestimmt hat es auch deswegen an beiden Tagen in allen vier Ketten so schön geträllert.

Ach ja, Schallplatten gab es auch in Hülle und Fülle zu erwerben. Dieses Angebot wurde von vielen Kunden auch umfassend genutzt, um deren eigenen LP-Bestand wieder ein wenig aufzuforsten. Die übrig gebliebenen Schallplatten werden auch noch bis nach Weihnachten im Kleinen Vorführraum zu Ihrer Verfügung stehen. Wer wissen möchte, um welche Schallplatten es sich hier handelt, schreibe mir bitte eine Email an munk@flsv.de. Ich sende dann umgehend die entsprechenden Listen als Dateien zurück.

Mein ganz besonderer Dank geht nicht nur an die beiden Herren von ATR Audio Trade und vom High Fidelity-Studio, die mich an diesen beiden Tagen massiv unterstützt und somit entlastet haben.

Ganz ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle Frau Ronja Kapke vom Auerbach-Verlag erwähnen und mich bei ihr besonders herzlich bedanken. Sie hat es nämlich möglich gemacht, dass ihr aktuelles Magazin Audiotest 11.2017 mit dem fulminanten Test der Dynaudio Anniversary 40, das eigentlich ausverkauft ist, nicht nur rechtzeitig, sondern auch noch in ausreichender Menge in Bamberg ankam. Schließlich sollte jeder Interessent dieser Ausnahmebox ein solches Exemplar mit auf den Weg nach Hause bekommen, um es sich dort unters Kopfkissen legen zu können.

  

Ebenso einen Sonderpreis für schnellen und vor allem unbürokratischen Service erhalten Herr Gläss und seine Mannen von der Firma Audiodesksysteme, deren von mir seit vielen Jahren höchstgeschätzter Vinyl Cleaner Pro und für mich eindeutig die beste Plattenwaschmaschine am Markt ebenfalls rechtzeitig am Freitag hier ankam. Die von mir quasi seit Erscheinen dieser Maschine angebotene Dienstleistung der perfekten Schallplattenwäsche gehört zu den Bamberger Analog-Tagen dazu, wie der Kloß zum Sauerbraten.

Schlussendlich bedanke ich mich bei meinen Kunden ganz herzlich für den regen Besuch. Denn für Sie lohnt sich dieser immense Aufwand schließlich!

    

Und merken Sie sich schon mal bitte den Juli 2018 vor. Da gibt es die nächsten Bamberger Analog-Tage zum runden Geburtstag, auch wenn ich mir im Moment vorstellen kann, wie ich die 2017er Veranstaltung toppen soll. Aber wahrscheinlich klappt das auch irgendwie wieder. Für mich ist es doch eine angenehme Verpflichtung, den Hifi- und High End-Interessierten in der Region etwas Handfestes und Erkenntnisreiches sowie ein schönes Erlebnis zu bieten, was kein Flachmarkt und erst recht kein Versender bieten kann. Was können die denn überhaupt bieten?

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!