Die neue Mittelklasse #1: Wharfedale EVO4

Es tut sich was in der eigentlich totgesagten Mittelklasse bei Lautsprechern. Und zwar mächtig! Im ersten Teil geht es um die inzwischen 4. Generation* der EVO-Baureihe des traditionsreichen Herstellers Wharfedale. Dieser hat ja erst vor Kurzem gleich zweimal richtig auf die Pauke gehauen, und zwar mit dem Jubiläumsmodell Linton 85 und auch mit einer neuen Spitzenserie namens Elysian. Deren Vorgänger Jade sieht man immer noch auf dem Aufmacherfoto für die vom FLSV angebotenen Heimkino-Lautsprecher. Allerdings ist mir diese Baureihe, die ja nur aus zwei Modellen besteht, tatsächlich rein physikalisch zu mächtig, nimmt die Elysian 4 doch glatt Platz für zwei andere Lautsprecher in Anspruch.

Großkampftag beim FLSV: Zum Glück kamen an diesem Tag nur zwei Paletten mit Ware

Diesen Platz gönne ich doch viel lieber gleich allen vier Modellen aus der seit Jahrzehnten an zweiter Stelle in Deutschland angebotenen Hierarchie aller Wharfedale Lautsprecher, eben der EVO4. Auch für den normalen Kunden, der nicht über ein riesiges Wohnzimmer verfügt, ist das die vernünftigere Wahl, denn auch die größte Box, die EVO4.4 ist eher schmal und auch unkritisch, was die Aufstellung in Wandnähe betrifft.

Es sind zwei Kompaktboxen, die irgendwie normale EVO4.1 und die gerade noch kompakt zu nennende EVO4.2 sowie zwei Standlautsprecher, die sehr zierliche EVO4.3 und die schon nicht ganz unstattlich zu nennende EVO4.4 bei Ihrem Fachhändler für Wharfedale-Fragen in der ständigen Vorführung zu hören. Abgerundet wird diese Baureihe durch gleich zwei Center Speaker für die Ergänzung in einem Heimkino-System.

Und gleich noch ein Hammer-Argument für die EVO4 Baureihe: Alle Modelle sind Echtholz-furniert. Es gibt jeweils drei Ausführungen: Esche weiß und Esche schwarz sowie ein schönes, eher helleres Nussbaum. Und das in dieser Preisklasse!

Brauchen Sie immer noch ein Argument zur Vernünftigkeit?** Dann schauen Sie mal aufs (beim FLSV im Großen Vorführstudio nicht vorhandene) Preisschild***! Ja richtig: Für ein Paar Elysian 4 bekommen Sie gleich 5 (in Worten: FÜNF) Paare EVO4!****

In dieser Preisklasse nicht ganz selbstverständlich: Echtholzfurnier in drei Ausführungen

Den drei großen Modellen gemein ist die Verwendung einer klassischen Mittelton-Kalotte. Der prinzipielle Vorteil dieser Bauart ist, dass sie den für uns Menschen empfindlichsten Frequenzbereich nahezu allein überträgt. Der ebenfalls prinzipielle Nachteil sei aber auch genannt: Hier muss die Frequenzweiche, dem Teil einer Lautsprecherbox, das eigentlich entscheidend für die finale Klangabstimmung ist, entsprechend doppelt so aufwändig sein, wird doch dieses Mittelton-Chassis jeweils nach unten und auch nach oben abgetrennt.

Aber was in dieser Klasse bestimmt nicht so oft bis gar nicht vorkommt, ist die Verwendung eines waschechten AMTs. AMT ist die Abkürzung für Air Motion Transformer, bei dem, kurz gesagt, eine Folie ähnlich eines Bändchens quer und in Form einer Ziehharmonika eingespannt ist. Das ermöglicht eine etwa viermal so große Beschleunigung und entsprechend leichtfüßigere Wiedergabe des Hochton-Bereichs. Auch hier wieder zum Mitschreiben: Der Hochtöner ist nicht nur für die Wiedergabe der hohen und höchsten Frequenzen zuständig, sondern auch für die Erzeugung der Illusion einer räumlichen Abbildung in unserem Gehirn.

Mittelton-Kalotte und Air Motion Transformer der neuen Wharfedale EVO4 Baureihe

Wenn Sie also mal wieder so richtig vernünftig im Luxus schwelgen wollen, dann schauen und hören Sie sich diese neue Baureihe von Wharfedale einmal und zweimal***** an, selbstredend beim Fachhändler vor Ort, dem FLSV in Bamberg.

Und weil Fachhändler vom Fach sind, spielen sie die Lautsprecher sehr effizient ein, indem sie alle vier Modelle durch eine geschickte Reihenschaltung an einem stabilen Verstärker betreiben.

Die Reihenschaltung als solche; immer wieder gerne genutzt, um mehrere Lautsprecher gleichzeitig in Form zu bringen.

*Man könnte auch ganz korrekt sagen, es handele sich um die 3. Evolution der EVO-Baureihe.

**Vernunft ist, glaube ich, noch mal was ganz anderes.

***Dafür gibt es ja die bestens gepflegten Preislisten, die sogar sortiert nach Kompaktboxen und Standlautsprechern.

****Sie haben doch bestimmt eine geräumige 5-Zimmer-Wohnung, um alle Lautsprecher aufstellen zu können, oder doch nicht?

*****Wie immer beim FLSV gilt: Erst Anhören im Laden und dann bei prinzipiellem Gefallen auch unbedingt zuhause in den eigenen (in der Regel) vier Wänden.

Das neue Rechenrätsel: 01.07. – 31.12. = X : 1.19 x 1.16

Wie wir alle wissen, gilt ab dem 1. April, nein ab dem 01. Juli 2020 ein anderer, nämlich der alte Mehrwertsteuersatz in Höhe von 16 %. Dieser aus heutiger Sicht verminderte Steuersatz galt nämlich auch bis Ende 2006. Ja, so lange ist das schon wieder her. Aber dass Sie sich nicht zu früh freuen: Dieser ist doch beschränkt, nämlich zeitlich, und zwar wieder bis Ende des Jahres, diesmal dem von 2020.

Wer aber denkt, ich mache mir mal schnell die Arbeit und korrigiere alle meine auf dieser Webseite hinterlegten Preislisten, der hat sich sowas von geirrt! Das ist nämlich richtig viel Arbeit, die ich mir dank der mathematischen Intellenz meiner Kunden* gar nicht machen muss. Diese elitäre Gruppe nimmt nämlich einfach einen halbwegs tauglichen Taschenrechner in die Hand und gibt folgende Formel ein:

1 : (geteilt durch) 1.19 x (mal) 1.16 = (ist gleich) 0.9748; dann wird die x-Taste – ganz wichtig! – zweimal gedrückt** und schon hat man die Konstante, die sich dann wie eine Konstante durch alle meine Preislisten ziehen wird, wenn man nun den jeweils in meinen Preislisten hinterlegten Betrag eingibt. Diese Funktion bleibt bestehen, wenn Sie stets nur den nächsten Betrag und dann = (ist gleich) drücken oder bis Sie sie ändern. Also wird zum Beispiel aus 1280.- € nun 1247,74 €. Aber glauben Sie bitte nicht, dass ich ab sofort kleines Münzgeld in großen Mengen bereithalte…

Ich glaube ein einziges Mal in dieser Diskussion einen Beitrag vernommen zu haben, dass mit dieser Maßnahme auch der Einzelhandel gestützt werden sollte, indem dieser den leicht erhöhten Deckungsbeitrag als Kompensation für die Wochen und Monate ausgebliebenen Umsätze einbehalten sollte. Was für ein blauäugiger Unrealist war das denn? Kennt der denn nicht den Kunden als solchen?

Ich wünsche dennoch gutes Gelingen und den Mitarbeitern in den Finanzämtern viel Spaß bei dieser temporären Irronie!***

*Bitte fallen Sie nicht auf derzeit verbreitete und ach so verlockende Angebote der CIA herein. Das ist nicht die Customer Intelligance Agency!

**Meist erscheint im Display dann ein markiertes X oder ein K

***Denn sie gilt auch nur bis zum bitteren Ende des Jahres 2020 und dann wird wieder um-, weil wieder zurückgestellt. Wer bezahlt denn eigentlich diesen immensen verwaltungstechnischen Aufwand in den Unternehmen? Der Kunde? Der Staat? Und außerdem: Warum mussten es 19 Prozent sein und nicht gleich 20 davon? Zumindest leichter zu rechnen wäre das!

Neuzugang beim FLSV: Harbeth, einer davon sogar mit eingebautem Teufelchen

Wer aufmerksam die vorletzten Neuigkeiten hier auf diesem Portal gelesen hat, wird sie schon entdeckt haben, die kleine Harbeth P3ESR. Und genau dieser Zwerg von einem Lautsprecher gab den Ausschlag, diese altehrwürdige Marke von der Insel, der abtrünnigen, also von der Insel der Abtrünnigen zusätzlich zum eh schon prallvollen Portfolio des FLSV in Bamberg hinzuzugesellen. Wir führen drei von zum Glück nur fünf Modellen, die Harbeth für den Hifi- und High End-Bereich anbietet*. Außer der kleinsten Box mit dem größten Charme kann man bei uns noch den Monitor 30.1 sowie den hausinternen Bestseller Super HL5 Plus hören.

Harbeth Lautsprecher zeichnen sich durch viele Besonderheiten aus. Vieles davon ist bestimmt auch Ihnen bekannt, wie zum Beispiel die Wurzeln und die besondere Historie. Harbeth besteht nun schon seit über 40 Jahren und ist einer der wenigen, noch heute existierenden echten Epigonen, die seinerzeit für die Entwicklung und Herstellung berühmter BBC-Monitore wie dem berühmten LS3/5 Monitor federführend zuständig waren! Als Anbieter von Monitoren aller Art (siehe unten) müssen diese einen natürlichen, unverfärbten Klang samt hohem Auflösungsvermögen darstellen, aber auch geeignet sein, Musik lange und ermüdungsfrei abhören zu können. Aber wussten Sie, dass diese Lautsprecher so abgestimmt sind, dass der Bespannrahmen stets aufgesetzt bleibt. Ohne spezielles Werkzeug bekommt man ihn auch gar nicht herunter!

Eine weitere Besonderheit ist die, dass man keine Schrauben sieht und davon ganz viele. Denn die Chassis selbst werden von hinten auf der Schallwand fixiert, während diese selbst ins Gehäuse geschraubt wird. Durch diese anderen Schrauben werden allerdings die Geometrien intern so verändert, sprich verkleinert, dass Resonanzen sich zum einen vermindern und sich zum anderen auf verschiedene Frequenzbereiche verteilen.

Klassischer Monitor mit der Chassisbefestigung von der Innenseite der Schallwand

Außerdem haben wir mit Bernd Hömke von input audio, einem der umtriebigsten Vertriebler in unserer Szene, einen mehr als angenehmen Ansprechpartner. Bestimmt werden Sie ihn mal vor Ort, also hier, kennenlernen.

Bei unserer Veranstaltungsreihe wird die Harbeth P3ESR, mit der der Teufel persönlich seinen 40. Geburtstag feiert, den Höhepunkt markieren!

Ja, wo steckt denn das Teufelchen?

*Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Harbeth seiner Tradition gemäß auch Lautsprecher anbietet, die für die tägliche Arbeit in Studios aller Art, also vom normalen Tonstudio bis hin zum British Library’s National Sound Archive konzipiert wurden. Bemerkenswert ist hier, dass dennoch alle Profi-Modelle passiv arbeiten.

Wellness am Schreibtisch

MM hat 3 Schreibtische, an denen er arbeitet. Nein, nicht gleichzeitig, aber doch selbst und ständig. Und an jedem dieser Arbeitsplätzchen kann er mehr als nur ordentlich Musik hören.

Der Tisch, an dem zum Beispiel diese Zeilen und auch der Rest der Webseite des FLSV entstehen, ist der üppigst bestückte, tummeln sich hier doch nicht nur eine Menge Elektronik*, sondern auch gleich drei Lautsprecher. Einer davon ist der wohl kompakteste Subwoofer aus dem High End-Segment, nämlich der Sunfire Atmos und ein Paar DALI Menuet. Aber die weißen Boxen haben nun ausgedient und werden ersetzt. Ach, Sie sind entsetzt? Gemach, gemach, das wäre tatsächlich eine Schmach! Denn sie werden lediglich durch die brandneue Special Edition der Menuet getauscht. Nachdem die bisherige Ausführung in neutralem Weiß daherkam, ist die Menuet SE in ihrem Hochglanz-lackiertem und poliertem Walnussgehäuse ein echter Hingucker. Auch wenn die Special Edition 300.- € mehr als die Standardausführung kostet, ist sie dennoch geradezu billig, erspart sie dadurch doch glatt den Kauf eines Rolls-Royce oder ähnlicher fahrender Trutzburgen mit ähnlicher Optik.

Auch ein schöner Rücken…, naja, Sie wissen schon

Apropos „Rücken“ Hier sieht man schon von außen, dass sich auch konstruktiv etwas getan hat, sind doch die Anschlussklemmen gegenüber dem Serienmodell deutlich üppiger ausgefallen. Sie stammen – ganz simpel – aus DALIs immer noch ranghöchsten Baureihe Epicon. Was man allerdings nicht sehen kann, sind die deutlich höherwertigen Bauteile der Frequenzweiche. Diese stammen aus dem Hause Mundorf, aus dem ich auch nahezu ausschließlich meine Spulen, Kondesatoren und Widerstände beziehe. Kann also nicht so schlecht sein, sich genau dort zu bedienen!

Und wenn Sie wissen wollen, wie man so viel Technik in einem kleinen Gehäuse unterbringt und damit trotzdem so einen großen Klang erzeugen kann, dann schauen Sie sich einfach das Böxchen durch die Röntgen-Brille an:

Ich denke, Sie können jetzt meine Begeisterung für eben dieses Modell ein wenig nachvollziehen oder sogar teilen. Jedenfalls ist die Menuet SE auch deswegen ab sofort beim FLSV vorführbereit! Und sie wird tragender Bestandteil der Veranstaltungsreihe des FLSV zum Thema Bonsai-Hifi sein (siehe News).

Nachbemerkung: Die Bilder habe ich absichtlich in der Originalauflösung belassen, um zum einen das einzigartig schöne, aber dennoch paargleiche Furnier besser zur Geltung kommen zu lassen, aber auch um den konstruktiven Aufwand gut erkennbar zu machen, der hinter einem solchen Produkt steckt. Dadurch wirkt die DALI Menuet SE größer, als sie in Wirklichkeit ist!

*Dass meine Begeisterung für die Pro-Ject Pre Box S2 Digital an anderer Stelle kein hohler Spruch ist, zeigt sich daran, dass sie gleich auf zwei meiner Arbeitstische steht, so auch hier. Ergänzt wird sie zum einen durch die Amp Box S2, die wiederum durch die Power Box S2 ergänzt wird. Und auch die Spannungsversorgung der Anlage (mit Furman, Keces, Furutech und Supra die üblichen Verdächtigen) kostet ein kleines Vermögen, trägt aber maßgeblich zum Wohlbefinden des Nutzers bei!

Alles neu macht der Mai

Alles neu macht der Mai. Und das hat er sogar am 1. Mai gemacht:

  1. gibt es diese Ansammlung von Neuigkeiten zum Thema Bonsai-Hifi
  2. gibt es einen neuen Grundsatzartikel über klanglich großes, aber physikalisch kleines Hifi
  3. gibt es die Ankündigung einer flankierenden Veranstaltungsreihe zum Thema

News zum Thema Bonsai-Hifi

Auf der Webseite des FLSV gibt es ja seit Anfang an die Rubrik Bonsai-Hifi. Der Blick bis Ende April 2020 darauf zeigt zum einen, dass MM kleine Hifi-Komponenten schon immer als (nahezu) vollwertige Geräte akzeptiert hat, wenn sie entsprechend konzipiert wurden. Beim genaueren Hinsehen erkennt man aber zum anderen auch, dass hier der technologischen Entwicklung der letzten 2 Jahre nur einseitig, also nicht ganz adäquat Folge geleistet wurde.

Denn obwohl in diesem Artikel alles immer noch richtig dargestellt ist, beschränkten sich die dort beschriebenen Objekte auf die klassischen Komponenten, wir sie seit Langem kennen, nur eben in kompakt und auch integriert.

Aus diesem Grund wird dieses Kapitel ein wenig weiter gefasst werden müssen.

Die erste Produktgruppe, die bereits [hier] schon mal beschrieben wurde, aber nun dem oben genannten Artikel hinzuzufügen ist, ist die der V(ollv)erstärker mit eingebautem Streamer. Das Erstaunliche dabei ist, dass diese preislich bereits bei 400.- € beginnen und schon sehr wohl highfidele Ansprüche erfüllen. Ganz neu ins Portfolio aufgenommen wurde ein ganz besonderer Verstärker, der sich schlicht und kryptisch Waversa Wslim LITE nennt, sich wahrscheinlich nicht ganz uneindeutig am Design eines amiganischen* Computerherstellers, der sich partout nicht aus dem Fenster stürzen will, orientiert. Wir befürchten, dass dieser kleine Verstärker zumindest klanglich ganz viele der renommierten Hersteller in Bedrängnis bringen wird!

Waversa Wslim Lite von der Rückseite her gesehen

Eine ganz besondere Produktgruppe sei an dieser Stelle trotz der vollformatigen Breite vorgestellt. Aber der Soul und der Soul E passen in kein bestehendes Schema und sind dabei dennoch extrem platzsparend. Der Soul E ist zwar „nur“ eine Endstufe, selbstredend auch optisch zum Soul E passend, aber zur Not auch einzeln erhältlich. Dass sie auch klanglich mit den Besten ihres Fachs mithalten kann, unterstellen wir an dieser Stelle einfach mal. Aber ganz klar das Sahnebonbonhäubchen ist der Soul, der mit einer Vielzahl von Ausstattungsmerkmalen aufwartet, die man in dieser Qualität nicht in einem Gehäuse mit nur einem sichtbaren Drehregler erwartet: Vorverstärker (gähn!) mit analogem Eingang (echt?), Digital-Eingang (tatsächlich?), einer davon sogar mit I²S-Port (ach ja?) zum Beispiel zum Anschluss höchstwertiger CD-Laufwerke wie der Pro-Ject CD Box RS2, damit zwangsläufig mit einem Digital-Analog-Wandler (DAC) (naja!) und mit einem Streaming Client (gibt es doch oft!, oder doch etwa nicht?) und mit hauseigenem Music Server (naja, doch nicht so oft!), der bei Bedarf auch noch Ihre CDs rippen kann (jetzt wird es doch interessant!) und selbstgeschriebenem Player, also der Bedienoberfläche, die Sie auf dem Tablet oder iPad sehen und bedienen (hört, hört!, Mut hat er ja, der Entwickler!), die auch noch richtig gut funktioniert (toll, denn das gibt es nicht immer und erst recht nicht überall!), mit eigenem WLAN Access Point ohne Abhängigkeit vom bestimmt stets überlasteten Router (das soll doch viel besser klingen, wird erzählt!), direkter Online Support per Team Viewer durch eben diesen Entwickler, wenn es Schwierigkeiten geben sollte (mustergültig, denn das gibt es definitiv nur bei einer Handvoll Firmen!), mit bestimmt noch ein paar Besonderheiten, die mir noch nicht bewusst sind, weil sie als Update für die Zukunft erst entwickelt werden (prima, dann bin ich ja rüstig!) und irgendwie schlussendlich unsymmetrische Ausgänge per RCA Cinch und symmetrische Ausgänge per XLR zum Beispiel zur Ansteuerung von vorhandenen Aktiv-Lautsprechern. Wenn Sie jetzt ein wenig skeptisch geworden sind, dann zerstreuen Sie Ihre Zweifel [hier].

Soul – ein moderner Alleskönner

Und deswegen werden wir im Veranstaltungsteil genau diese Kombination nutzen, um unsere nach wie vor geliebten Passiv-Lautsprecher zu befeuern. Der Schwerpunkt (!) liegt auf den kleinsten und damit leichtesten Boxen im doch sehr umfangreichen Lautsprecher-Sortiment des FLSV. Was früher höchstens als Satellitenböxchen und das immer nur im Verbund mit einem ebenfalls passiven Subwoofer, durchgegangen ist, sind heute nahezu vollständige Lösungen, gerade und erst recht, wenn die Platzverhältnisse keine üppigeren Varianten zulassen oder sich akustisch sogar negativ darstellen.

Damit dem geneigten Hörer in aufrechter Haltung schon mal das Wasser auf der Zunge zergeht, lassen wir uns folgende Namen und Erscheinungen im Geiste schon mal an uns vorbei defilieren, Appearance in alphabetical order:

ATC SCM 7, DALI Menuet SE, Dynaudio Evoke 10, Harbeth P3ESR in der 40th Anniversary Version, PMC DB1 Gold, Triangle Titus EZ

Kleines Rätsel: Ordnen Sie das Alphabet den richtigen Sehr-Kompaktboxen zu!

Die Daten der Veranstaltungen werden rechtzeitig hier bei den News bekannt gegeben. Sie werden aber nicht die Bamberger Analog-Tage ersetzen!

Und so wird der Grundsatzartikel über Bonsai-Hifi für die demnächstige Zukunft gegliedert sein:

  1. Im besten Sinn konventionelles Hifi, nur in kompakt
  2. Streaming-Verstärker
  3. PC/Mac als Musikserver

*Jeder, der im Bamberg der US-amerikanischen Besatzung und sogenannten Beschützung  aufgewachsen ist, kennt diesen lautmalerischen Ausdruck. Es gibt ihn auch als schwarz-weißes Feingebäck.

Uneingeschränkte Öffnungszeiten beim FLSV

Ab Montag, dem 27. April 2020, gilt auch in Bayern und damit auch in Franken: Ladengeschäfte, die nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche* aufweisen, dürfen wieder öffnen! Und auch die Verkaufsräume des FLSV werden geöffnet! Ab 14.00 Uhr geht dann alles zu den bisher normalen Öffnungszeiten wieder seinen geregelten Gang. Sprich: umfassende und verständliche Beratung samt Vorführung im Laden sowie die unbezahlbare Testmöglichkeit zuhause.

Es gelten die inzwischen hoffentlich bei jedem eingesickerten Sicherheits- und Hygienestandards. Ich bitte also von Liebesbekundungen aller Art nicht abzusehen, sondern diese in verbaler Form zu überbringen. Sie als Kunden sind mir nämlich auch mit Abstand am liebsten!

Und wer wissen möchte, von wem die schöne Glasskulptur stammt, der möge hier schauen, was Susan Liebold mit diesem besonderen Werkstoff noch so alles zaubert! Übrigens: Die Form entstand bereits deutlich vor Ausbruch des Virus‘, und schön anzusehen ist das doofe Ding ja trotzdem, oder nicht?

*Nein, wir stellen uns jetzt nicht vor, wie viele Lautsprecher der FLSV tatsächlich und zusätzlich in seiner Vorführung hätte, würden dort tatsächlich 799 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Der FLSV hat ja jetzt schon eine der ganz größeren Auswahlen an vorführbereiten Lautsprechern in ganz Bayern!

Eingeschränkte Öffnungszeiten beim FLSV

Bevor Sie den Weg zum FLSV in Bamberg antreten, lesen Sie bitte diesen bitteren, aber dennoch nötigen Hinweis in eigener Sache:

Das Ladengeschäft bleibt für mindestens 2 Wochen, aber eventuell auch darüber hinaus für unbestimmte Zeit geschlossen! (Stand 21. März 2020)

Sie haben allerdings die Möglichkeit, mich zu den bisher normalen Öffnungszeiten sehr wohl am Telefon zu erreichen (+49-951-21199), um eine der bekannt ausführlichen Beratungen zu erhalten. Das Gleiche gilt für den Mailverkehr unter munk@flsv.de. Auch hier erhalten Sie zeitnah eine ausführliche Antwort von mir. Und es spricht bis dato nichts dagegen, einen Vorführtermin bei Ihnen zuhause zu vereinbaren! Hierzu ermuntere ich Sie ja bereits seit dreieinhalb Jahrzehnten ausdrücklich!

Bitte schauen Sie aktuell unter www.flsv.de ganz, ganz oben oder dort bei den Öffnungszeiten, ob es für den heutigen Tag irgendwelche Einschränkungen dieses Service gibt.

*Rezept-frei und ohne andere pauschale Kosten. Hier sind Ärzte und (noch besser) Rechtsanwälte viel effizienter, zumindest was die Kosten-/Nutzen-Rechnung angeht!

Was macht MM an seinem Sonntag?

Am Sonntag, dem 8. März, gab es die inzwischen 7. Veranstaltung der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur wie immer im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth. Diesmal ging es den ganzen Tag nur ums Radio in all seinen Facetten.

Wir danken Herrn Rosenbauer für seine sehr ausführlichen Beiträge!

Unser Dozent, Herr Rosenbauer, hatte sichtlich auch seine Freude.

Besonders interessant für uns Heutigen waren die Aussichten, wie sich Radio heute darstellt und wie es sich für morgen aufstellen muss, um die avisierten Zielgruppen in Zukunft adäquat bedienen zu können. Leute, hört Radio!

MM vom FLSV als Mitbegründer dieser Initiative hatte diesmal nicht viel zu tun, außer dem Schleppen von Kisten. Wozu die gut waren?

Hinweis der NPO (Non Profit Organisation) an unsere Gäste

Und wie bisher jedes Mal gab es im Anschluss ein tolles Konzert. Unsere Gäste waren Lari und die Pausenmusik aus Berlin. Und wie inzwischen bei uns üblich wurde das Konzert auf Tonband aufgenommen, LIVE II TAPE eben!

Achtung: Aufnahme!
Lari bei einer seiner süffisanten Ankündigungen

Lari gibt alles!
Teds gibt auch alles!

Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung im Herbst!

Die kleine Schwester Cabasse The Pearl Akoya steht auf eigenen Beinen

Kam die große Schwester Cabasse The Pearl noch wie das Abbild der wahrscheinlich bekanntesten französischen Electronic Music Group daher, ist die nagelneue Cabasse The Pearl Akoya geradezu schnuckelig zu nennen. Nur unwesentlich in ihrer klanglichen Darbietung eingeschränkt, zumindest im Vergleich zu ihrer großen Schwester, bietet Sie denselben Ausstattungsaufwand in einem deutlich handzahmeren Format. Auf die vielen technischen Besonderheiten brauche ich an dieser Stelle nicht mehr eingehen, weil dies bereits [hier] dargelegt wurde.

Das bekannte Koaxial-Chassis der Cabasse The Pearl Akoya

Für die Akoya werden gleich zum Start passende Standfüße und auch Wandhalter angeboten, falls man sie doch nicht auf irgendein Möbel stellen mag oder kann. Hier kann das beiliegende hochwertige Stromkabel (und auch ein Netzwerkkabel und/oder ein optisches Digitalkabel) hindurchgeführt werden. Und bald wird so auch verständlich, warum die Akoya meines Wissens das einzige Hifi-Gerät ist, in dessen Lieferumfang eine Pinzette enthalten ist! Aber so bleibt der Anblick des „Echt Wireless“-Speakers wenigstens so halbwegs tatsächlich wireless. Gut gemacht!

Auf der Rückseite der Akoya ist nicht nur der Subwoofer, sondern sind auch alle Anschlüsse untergebracht.

Aber auch dieser neue Lausprecher von Cabasse assoziiert bei mir sofort einen alten Bekannten. Bei Ihnen auch? Als Pionier der Heimkino-Technik habe ich zig-mal einen der besten Animationsfilme aller Zeiten, nämlich die Monster AG, zur Vorführung genutzt. Die Helden des Films sind „James P. „Sulley“ Sullivan, ein haariger, blauer Hüne, und sein bester Freund Michael „Mike“ Glotzkovski, ein giftgrüner Augapfel auf zwei Beinen,“ und sie „sind Monster. Sie arbeiten zusammen in der Monster AG, einem Energielieferanten in Monstropolis.“ (Zitat nach Wikipedia)

O-Beine können so schön sein…

Dass die Akoya auch noch in der hübschesten Verpackung, die mir in den letzten Jahren untergekommen ist, ausgeliefert wird, sei nur am Rande, aber nicht am Abgrund, erwähnt.

Fast zu schade für den Keller: die Verpackung der Cabasse The Pearl Akoya (links im Bild zu sehen)

Und weil meine Kunden wissen, dass Sie eher Ihren eigenen Ohren trauen sollten, als den Tests in all den hübschen Gazetten, die sich mit Hifi und High End befassen, ist der Hinweis auf einen großen Vergleichstest von Streaming Lautsprechern in der eher untechnischen FAZ ausnahmsweise mal gestattet.

Auch das kann der FLSV: Spezialkabel #59

Sollten Sie mal ein Kabel benötigen, das es so nicht von der berühmten Stange, die ja heute Blisterhaken heißt, geben sollte, dann sprechen Sie uns bitte einfach an. Ja, was gibt es denn für Kabel, die es so nicht gibt? Viele, zumindest wenn man Adaptionen und damit Übergangsverluste en masse vermeiden möchte.

Nehmen Sie, nein, Sie haben schon einen Vollverstärker, der per Entfernung einer einfachen Drahtbrücke in einen Vorverstärker und in eine Endstufe auftrennbar ist. Sie wollen nun an diesen einen Subwoofer oder eine zweite Endstufe für Bi-Amping anschließen. Oder Sie wollen den Analogausgang Ihres CD-Players nicht nur zu Ihrem Verstärker, sondern zusätzlich zu einem Kopfhörer-Verstärker führen, weil der (Röhren-) Verstärker keinen Tape-Ausgang hat. Normalerweise werden Ihnen hier ein Paar Y-Adapter und zwei einzelne Cinch-Kabel angedient. Funktioniert ja auch, irgendwie. Aber eine audiophile Lösung ist das definitiv nicht!

Jetzt kommt der spezialisierte Fachhandel, wie es der FLSV seit bald 35 Jahren ist, ins Spiel. Dieser bietet Ihnen nämlich maßgefertigte Lösungen an, indem er für Ihren Bedarf die passende Lösung einfach anfertigt. Stecker, Kupplungen und diverse Spezialkabel hält der Facheinzelhandel stets für solche Zwecke bereit.

Das kann beim Y-Adapterkabel für den Subwoofer-Einsatz eines sein, dessen Längen unterschiedlich sein dürfen. Schließlich muss die eine Strippe ja nur jeweils das eine Buchsenpaar verbinden, in dem vorher die Blechbrücke steckte, während das zweite Kabel bis zum Stellplatz des Subwoofers reichen muss. Bei einer Auftrennung für die Bi-Amping-Variante müssen die Kabel aber streng gleich lang sein.

Und besonders teuer ist diese Sonderanfertigung auch nicht, denn hier werden ja deutlich weniger Stecker und Kupplungen benötigt, als bei der ‚klassischen‘ Ausführung. Dass es so deutlich aufgeräumter hinter dem Gerät zugeht ist nur ein Vorteil. Dass es damit auch noch besser klingt, ist doch unser eigentliches Ziel, oder?

Als Beispiel, wie man es nicht macht, sei hier ein Beispiel vom letzten Wochenende gezeigt:

Als Adapterkabel eine harte Nuss, aber mit Supra MP-8 knackbar: Mini-Klinke stereo auf zweimal Cinch

Und das wird eine echte Herausforderung, wenn man zwei erwachsene Cinchkabel in einen Mini-Klinkenstecker unterbringen möchte beziehungsweise wird. Da hilft nur der große Stecker von Supra!

Nachlese der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019

So viel Vorbereitungszeit wie in diesem Jahr wurde vorher noch nie investiert (Rekord #1).

Diesmal war für eine adäquate Präsentation der Pretiosen der Umbau des halben Ladens notwendig.
So aufgeräumt sah es der unbedarfte Besucher, nämlich adrett dekoriert, ohne den FLSV-Style zu ignorieren.

Das wurde aber auch durch die Anzahl der Besucher belohnt (Rekord #2). Schon am Freitagvormittag waren alle drei Vorführräume gut bis sehr gut besucht (Rekord #3), was angesichts der Erfahrung der letzten Jahre, als auch des Bamberger Schmuddelwetters (eher Regen als Schnee) nicht zu erwarten war. Lag das wohl daran, dass wir wieder gleich zwei Sensatiönchen in Form von Weltneuheiten präsentiert haben (Einstellung von Rekord #0)? Jedenfalls gab es auch diverse Problemchen, die nicht ganz ohne waren und dennoch souverän schnell bis souverän aufwändig gemeistert wurden (Rekord #4). Und zum Glück standen ausreichend, zumindest für alle Gäste, nämlich gleich 4 Sorten Bier zur Auswahl (Rekord #5).

Was ist leichter zu leeren? Vier Kisten Ware oder vier Kisten…

So, Schluss mit den Subberlativen. Jetzt wird von der Veranstaltung selbst berichtet. Und da gibt es nicht viel zu erzählen, zumindest was eventuelle Abweichungen vom angekündigten Programm betreffen, denn wir haben uns streng, aber nicht sklavisch daran gehalten. Insofern darf ich an dieser Stelle einfach die Links zu den jeweiligen, bereits ausformulierten Beiträgen nennen und meine Eindrücke dafür mit umso mehr Bildern garnieren:

Im Kleinen Vorführstudio spielte die analog-digitale-vollaktive-Raumakustik-korrigierte Anlage. Diese wurde erweitert durch die Möglichkeit, das Tonabnehmersystem durch die insgesamt vier möglichen hochwertigen Nadeleinschübe, die Ortofon in dieser Baureihe anbietet, zu bestücken. Zur Erinnerung: Diese unterscheiden sich nicht durch den Generator, sondern nur durch die Fassung des Abtastdiamanten, aber vor allem durch den Nadelschliff! Somit ist ein schneller, nachträglicher Austausch mit einem Handgriff möglich; lediglich die Auflagekraft muss je nach Modell gegebenenfalls neu justiert werden.

Nadeleinschübe wie auf der Perlenschnur aufgereiht, v.l.n.r.: Ortofon Stylus OM 10, OM 20, OM 30 und OM40

Hier sollte sofort ein hörbarer Unterschied zu erkennen sein, schließlich sind wir ganz, ganz vorne in der ganzen Hifi-Kette. Und er war!

Ebenfalls im Kleinen Vorführstudio waren die neuen Modelle von Pro-Ject Audio ausgestellt. Zum Einsatz kamen sie aber nicht, genauso wenig wie drei besondere Gäste, die mir Audio Trade ATR zur Verfügung gestellt hat. Hier handelt es sich um neue, eher am oberen Rand des eigenen analogen Portfolios angesiedelte Produktreihen. Ausgestellt wurden, von links nach rechts, der aus Kanada stammende Hingucker Zavfino Copperhead-X,

recht massive Erscheinung, der Zavfino Copperhead-X

aus Taiwan kommt der ultrakompakte, aber mit verstecktem High Tech vollgepackte Tien TT-3 mit dem hauseigenen Tonarm Viroa und

Der wohlkürzeste Name für eine veritable High Tech-Maschine: Tien TT-3

rechts reiht sich noch der Zavfino ZV8X samt Tonarm Aeshna hinzu.

nicht ganz so unbillig, wie er aussieht, der Zavfino ZV8X

Allein deren Optik macht doch Lust auf Vinyl, oder? Man muss ja noch nicht einmal eine Schallplatte drauflegen, so ansprechend sind die drei Modelle gezeichnet.

Im Großen Vorführstudio standen ganz klar die beiden Weltneuheiten von Ars Machinae im Blickpunkt.

Gut geführt: das Hana ML im Ars Machinae Lignum R

Gut bestückt, bestens verkabelt

Symmetrische Verkabelung OHNE Masseableitung ist Pflicht bei den Phono-Vorverstärkern von Blue Amp.

und genauso gut vorverstärkt

Blue Amp zurzur MK III vor prächtiger Kulisse

wurde am Freitag die vietnamesische Kombination aus Thivan 211 Single-ended Anniversary und GrandHorn vorgeführt,

Die Freitags-Lautsprecher: Thivan GrandHorn

während am Samstag die chinesisch-italienische Verbindung der größten Verstärker von Cayin mit der ebenfalls größten Zingali zum Zuge kam.

Die Samstags-Lautsprecher: Zingali Twenty Evo 1.2

Wir schweifen nur kurz ab und zwar nach links, denn hier ist die komplette Röhren-Elektronik untergebracht.

Röhren-Elektronik vom Allerfeinsten und von Cayin und von Thivan

Haben Sie das Kabelwirrwarr unter dem Granit-Altar gesehen? Aber dort laufen die Lebensadern dieser Komponenten zusammen. Das gehört auch dazu, zumal man sie in der Regel gut verstecken kann.

Ein Blick unter die Kulissen: Furman Netzfilter und Supra LoRad Netzkabel

Ralf Wölfel (Entwicklung) und Alexandra Krug (Design) von Ars Machinae hatten jedenfalls kaum eine Pause, so ein Andrang war dort zu verzeichnen.

Im ruhigeren High End-Heimkino gab es an der angekündigten Kette zusätzlich den reellen, weil direkten Vergleich zweier Tonabnehmer-Systeme, wobei hier System tatsächlich ursächlich zu verstehen ist. Hier war Frank Schick in seinem Element, die jeweiligen Besonderheiten zu erläutern, zumal die ATC SCM 40 als Abkömmlinge eine ansonsten Studio-Monitore bauender Spezialisten wirklich gut geeignet sind, auch feinere bis feinste Unterschiede darzustellen. Und wie immer, zumindest auf diesem Niveau, gingen die Meinungen der Zuhörer auseinander, welchem System der Vorzug zu geben sei.

Das High End-Heimkino mit der wohl preiswertesten Anlage der Bamberger Analog-Tage 2019

Dass es auch lukullisch zum Besten stand, habe ich Achim, Stefan und Alexandra zu verdanken. Achim brachte die weltbesten Weißwürste samt Zubehör mit und bereitete sie auch noch zutzelgerecht zu,

Weiße Würste und braune Brezen; im Magen kommt eh alles zusammen.

während Bräu Stefan Z. aus M., das liegt hinter Burgebrach im Steigerwald direkt an der B22, mit seinem Weißbier für die flüssige Begleitung eben dieser Weißwürste sorgte. Alexandra hat dann am Freitagabend mit leckerem Weißkäse, Schmalz- und Butterbroten für einen angemessenen Abschluss gesorgt.

Gute Fee Alexandra bei der Zubereitung und auch guter Feeerich Frank bei der Vorverkostung des Buffets

Habt für diese Unterstützung, die ja auch als Entlastung zu verstehen ist, besonders herzlichen Dank.

Ein weiteres Danke-Schön gilt dem anderen Achim, der mir ein besonders schönes Mitbringsel übereignet hat.

Das mit Abstand schönste Mitbringsel für Micha von Achim

Es gab übrigens noch nebenher, als kleine Entsprechung der großen BR-Aktion, an diesen Tagen auch beim FLSV eine Spendenaktion zu Gunsten von Kindern in Not. Hier ist der FLSV ja seit Jahren sehr eingleisig, aber erfolgreich für den Bamberger Kinderschutzbund aktiver Spendensammler.

Richtig viel Aufwand für reichlich Lesestoff in der Tüten des Wunders

Diesmal wurde eine alte Idee aufgegriffen, bei der eine Wundertüte im Wert von etwa 100.- € in Form von hochwertigen Hifi- und Musik-Zeitschriften samt kultiger Stofftragetasche gegen einen Zehner in Euro getauscht wurde. So sind immerhin 140.- Euronen für einen guten Zweck zusammengekommen!

Fertig gepackt, die Wundertüte nebst Werbung. Dank an Andreas R. von der Firma Y. aus R. für den Stoff.

Übrigens gab es auch wieder die üblichen Devotionalien als Weggeber, neudeutsch für Give-away.

Alterslos und immer wieder gerne genommen: die hochwertigen Kulischreiber und Schlüsselbänder

Aber dass wir eigens für diese Veranstaltung eine Schallplatte haben pressen lassen, entspringt doch einer dieser modernen Verschwörungstheorien! Oder ewa nicht?

Ein netter, weil auch zeitnaher Zufall: die Schallplatte der B.amberger A.nalog-T.age 2019

Aber es gab diesmal noch andere, schier unverkaufbare Schallplatten zu kaufen. Im Bild zu sehen sind wohl die teuersten LPs, die mein Laden je von innen gesehen haben. Für die anderen kann ich zum Glück nicht mitreden, denn ein Sammler exotischster Sonderauflagen war ich noch nie.

Wenn Sie das Bild vielfach vergrößern, erkennen Sie den astronomisch hohen, aber angemessenen Preis.

Das war, wie immer, eine tolle Veranstaltung! Vielen Dank deswegen auch an meine, unsere zahlreichen Gäste, denn ohne euren Besuch würde sich der immense Aufwand zum einen ja gar nicht lohnen. Und zum anderen setzt man sich als Fachhändler vor Ort mit solchen Aktionen auch von den Versendern und den anderen Kistenschiebern ganz deutlich ab. Eine Win-Win-Situation, wie wir meinen.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

Zuckerl als Zusatz-Bonbon

Dieses Angebot lasse ich mir nicht entgehen, das mir Frank Schick vom High Fidelity-Studio in Augsburg unterbreitet hat, nämlich ein zweites MoFi UltraDeck mitzubringen, um unseren Gästen einen besonderen Vergleich während der Bamberger Analog-Tage 2019 oben im High End-Heimkino zu ermöglichen. Auf diesem Dreher wird dann ein besonderer Tonabnehmer montiert sein, nämlich der DS E1 als kleinster photooptischer Abtaster von DS Audio, die ja ebenfalls vom High Fidelity-Studio vertrieben werden.

Der kleinste der Photo-optischen Tonabnehmer von DS Audio, der DS E1

Sie mögen an dieser Stelle einwenden, dass der Vergleich doch hinke, denn der DS E1 kostet ja 2750.- €, während für den MasterTracker lediglich 800.- €* zu bezahlen seien. Das stimmt dann, wenn man nicht – wie wir mit dem Copland CTA 408 – einen Verstärker sein Eigen nennt, der über einen exzellenten eingebauten Phono-Vorverstärker verfügt, einen solchen also in adäquater Qualität hinzukaufen müsste. Denn das ist ja eine weitere der vielen Besonderheiten der photooptischen Tonabnehmer von DS Audio, dass sie nicht mit der Entzerrungskurve nach RIAA arbeiten. Desweiteren ist die externe Einheit des photooptischen Tonabnehmers nicht nur ein Phonovorverstärker, sondern gleichzeitig der wichtige Spannungslieferant, um Lichtquelle und Photozellen des Abtasters betrieben zu können. Die faszinierenden DS Audio Tonabnehmer erfordern somit aus mehreren Gründen immer einen angepassten Phono-Entzerrer, sodass man je nach Betrachtungsweise entweder gleich mehr Geld ausgeben wird oder aber zu seinem Glück gezwungen wird. Jedenfalls relativiert sich so der Paketpreis von immerhin 2750.- € aus diesem Blickwinkel doch erheblich, kosten doch gute und erst recht sehr gute Phono-Vorverstärker richtig Geld, wie man die Treppe runter im Große Vorführstudio leibhaftig erfahren kann.

Zwei mal klein, aber doch richtig hochwertig: Der kleine AMG Giro führt den kleinen DS Audio DS E1 souverän.

Wir sind jedenfalls gespannt, wie Sie, liebe Gäste, die klanglichen Eigenheiten der ansonsten absolut identischen Laufwerke samt Tonarm diskriminieren und (hoffentlich erst anschließend) qualifizieren, auf Un-Latein und sogar auf Deutsch: unterscheiden und bewerten.

So kann man schließlich an dieser Stelle rechnerisch folgerichtig schließend zum Schluss kommen, dass Frank Schick zu immerhin 60 Prozent aller vom High Fidelity-Studio angebotenen Tonabnehmer-Marken Praxis-bezogen Auskunft zum spielenden Objekt geben wird.

*Im Set als UltraDeck +M sogar nur 350.- € Aufpreis zum nackerten Laufwerk, um noch einmal das besondere Preis-/Leistungsverhältnis des EISA-Gewinners des Jahres 2019/2020 zu unterstreicheln.

EISA-Gewinner 2019/2020: MoFi UltraDeck +M

Kommen wir nun zum großen Besteck: Die Referenz-Anlage bei den Bamberger Analog-Tagen 2019

Im Großen Vorführstudio stehen während der Bamberger Analog-Tage 2019 ganz klar die beiden Weltneuheiten im Fokus, auch wenn sie ganz profan auf dem bereits von der letztjährigen Veranstaltung mit recht ähnlichem Namen bekannten UMAI des Coburger Hersteller Ars Machinae Platz nehmen werden. Über diese beiden Komponenten, also dem Laufwerk M1 und dem dazugehörigen Tonarm Lignum R, wurde ja schon an anderer Stelle ein wenig der Schleier gelüftet.*

Unsere Stars der Bamberger Analog-Tage 2019: Edel-Laufwerk M1 und Tonarm Lignum R von Ars Machinae

Nun stellen wir also den großen Rest der Installation ins Rampenlicht. Wir haben uns bei der Auswahl des Tonabnehmers ganz bewusst gegen ein relativ sündhaft teures System wie dem bereits uns eingesetzten DS Audio DS-002 entschieden. Wir verwenden vielmehr das HANA ML.

Gerade noch vernünftig zu nennen: HANA ML

Das hat wahrlich nicht Grund, ein wenig auf die Kosten zu schielen, denn den vermeintlich vernünftigen Rahmen haben wir mit dieser Laufwerk-/Tonarm-Kombination längst hinter uns gelassen. Sondern das hatte zum einen den Grund, dass wir die Aufmerksamkeit der Besucher eben durch dessen Erleuchtung** nicht ablenken (lassen) wollten. Und zum anderen wollten wir auch hoch- und höchstwertige Phono-Vorverstärker präsentieren, die ja bei allen DS Audios quasi integraler Bestandteil und somit nur in dieser Kombination nutzbar sind. Und genau solche gibt es gleich mehrfach zu bestaunen und zu bewundern. Ein Beispiel: Nachdem letztes Jahr der kleine Blue Amp blue MK III im zentralen Mittelfeld gespielt hat, kommt heuer der größere, aber doch mittlere Bruder surzur MK III samt Zusatznetzteil model ps 500 zum Einsatz.****

Der Blue Amp zurzur MK III bearbeitet die kleinsten Signale in der Audiokette

Bei den Verstärkern gibt es beim FLSV ja inzwischen recht viel Auswahl an hoch- und noch höherpreisigen Gerätschaften. Aber auch in unserer aufwändigsten Anlage für diesen Anlass muss es doch wieder eine Röhre sein. Anders als in der ‚roten Anlage‘, in der ja eine 211 pro Seite für die Kraft und die Herrlichkeit sorgen, werden hier je eine 845er eingesetzt. Ja, es handelt sich um die bereits vorgestellte Vorverstärker-/Mono-Endstufen-Kombination CS-6LA und CS-845 M von Cayin. Zur Erinnerung: In den beiden CS-845 M kommt je eine 300B-Röhre (lediglich) als Treiberröhre zum Einsatz!

Kommen wir zum finalen Wandler, dem Lautsprecher, denn letzten Endes müssen es doch und wieder die Lautsprecher darstellen, was an Qualität und Finesse bis hierher herausgearbeitet wurde. Da kommt sie wieder auf, die Linn’sche Theorie, die mit Sicherheit was für sich hat, aber eben nicht alles erklären kann. Halten wir uns also an unser Mittelmaß. Mittelmaß ist hier nicht als mittelmäßig gemeint, sondern als gleichmäßig verteiltes Niveau auf allen Niveaus!*** Hier werden zwei ähnliche Konzepte ganz unterschiedlicher Bauart im Wechsel vorgestellt. Zum einen handelt es sich um die bereits vorgestellte und etablierte Zingali Evo 1.2.

Diese erscheint in ihrem weißen Gewand geradezu unschuldig, zumindest bevor man den anderen Kandidaten in nächster Nähe in Augenschein nimmt. Denn wir bieten alternativ zur nicht ganz undezenten Italienerin noch einen großgewachsenen Vietnamesen, der, zumindest in Süddeutschland, das in diesem Fall bis kurz hinter die nördlichsten Mittelgebirge reicht, erstmalig seinen Charme auf die ZuhörerInnen loslässt. Audio und Hifi und High End aus Vietnam? Das kann nur Thivan Labs bedeuten. Genau, wir führen das Grandhorn in der europäischen Ausführung vor!

Thivan GrandHorn ohne Lautsprecherabdeckung für den mächtigen Tieftöner, aber dafür in voller Pracht.

Zu guter Allerletzt sei wieder und immer wieder auf die saubere Spannungsversorgung durch die verwendeten Furman Netzfilter hingewiesen. Und auch schon oft, aber immer wieder gerne sei erwähnt, dass alle eingesetzten Nf- und Lautsprecher-Kabel eher vernünftig als esoterisch zu nennen sind. Nicht ganz zufällig stammen alle Leiter entweder von Supra Cables oder/und von Goldkabel. Und muss ich wirklich noch erwähnen, dass alle von uns eingesetzten Schallplatten***** vorher mit dem von uns nach wie vor als weltbester Plattenwaschmaschine apostrophierten Vinyl Cleaner Pro vorbehandelt werden.

Ja, das war tatsächlich nicht in der frühen Gesamtplanung vorgesehen, dass diesmal so ein hochkarätiges, ja geradezu high-endiges Aufgebot dargeboten werden wird, das hat sich irgendwie einfach so ergeben. Trotzdem sind wir überzeugt******, dass alle beteiligten Komponenten ein außergewöhnlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis aufweisen. Mehr Show und Pling-Pling für noch mehr Geld geht immer, aber klingt es deswegen wirklich besser?

Es bleibt also spannend, zumindest beim FLSV!

*Darf ich dieses Bildnis in der hitzigen Diskussion heutzutage noch verwenden, ohne jemandem auf den Schleier, äh Schlips zu treten? Ja, ich darf!

**Oder heißt es besser Beleuchtung?

***Richtig muss es heißen: Niveauen. Nur was hat die Crème aus der blauen Dose damit zu tun?

****Schließlich gibt es noch die ganz große Schwester, sie ist model 42 MK III

*****Ja, es geht hier immer noch in allererster Linie um Musik! Und nicht um technisches Gerät. Auch wenn das Musikwiedergabegerät als solches das Vehikel für die emotionale Ansprache ist, zeigt es doch nur, wie gut die Musiker und auch die Tontechniker ihre Arbeit geleistet haben, mehr nicht!

******Kennt jemand das Gegenteil von diesem Begriff? ‚Unterzeugt‘ heißt es jedenfalls nicht.

Muss auch mal sein: antianaloge Medien beim FLSV

Heute kann man es sich als Hifi-Nerd gar nicht mehr vorstellen, dass man Musik nicht nur per Streaming oder per Zugriff aufs heimische Netzwerk hören kann. CD, das ist doch von vorgestern! Und wenn die Wunschmusik hoch- oder gar höchstauflösend sein soll, dann geht das – angeblich – gar nicht anders. Aber was ist, wenn man sich mit Netzwerk, Servern und Streamern nicht (mehr) anfreunden und trotzdem die höchste Auflösung hören mag, wie sie digitale Medien sonst nur per Download auf PC/Mac oder über Qobuz, das Streamingportal unserer Wahl, ermöglichen?

Ganz einfach: Man verwendet Pure Audio Blu-rays! Und was ist denn das Besondere an der Pure Audio Blu-ray? Hier zitiere ich der Einfachheit halber aus einem Interview mit Stefan Bock*, einem der Mitentwickler und dem Geschäftsführer der msm-Studios in München:

„Die Pure Audio Blu-ray ist im Prinzip eine ganz normale Blu-ray, sie lässt sich auf jedem Blu-ray-Player abspielen. Die von den msm-studios und 2L entwickelte Disc enthält allerdings keinen Videoinhalt. Die hohe Speicherkapazität wird für hoch auflösendes Audio (Stereo und Surround, bis 24bit/192kHz) genutzt. Die Bedienung erfolgt entweder ohne Bildschirm wie bei einer herkömmlichen CD oder über das On-Screen-Menü wie bei einer normalen Blu-ray.“

Alles Wichtige auf einen Blick, jetzt muss man nur noch hören.

Und es gibt ja auch immer noch zwei für mich sehr griffige Argumente, dass man zum einen mit dem Kauf eines echten Datenträgers auch die Rechte an der privaten Nutzung desselben erwirbt und somit dessen Eigentümer ist. Das gilt ja für keinen der reinen Streaming Dienste, hier zahlt man ja nur ein Nutzungsentgelt! Und dass zum anderen die wenigsten Künstler von der Ausschüttung der Tantiemen ihren Lebensunterhalt finanzieren können, ist die extrem dunkle Schattenseite des Modells Streaming! Neue Musik durch neue Künstler wird hiermit kaum ermöglicht. So wird nur der Status Quo, also der Abruf der absoluten Headliner, in der Musik-Szene zementiert. Durch den Kauf einer CD oder Blu-ray Disc kann man sich jedoch ein wenig besser fühlen, den Künstler oder die Künstlerin oder das Künstler oder sogar die Künstler unterstützt zu haben. Ein gutes Gefühl!

Eine nicht allzu kleine, aber immer noch sehr feine Auswahl an Pure Audio Blu-rays

Beim FLSV gibt es nun eine feste Installation, um diesem besonderen Medium einen angemessenen Platz unter den Hirschen zu verschaffen. Vorführbereit sind viele dieser physikalischen Datenträger ab sofort in unserem High End-Heimkino, wo die akustischen Verhältnisse ja bekanntlich superb sind und somit alle Feinheiten der Pure Audio Blu-rays zum Vorschein kommen. Außerdem können hier auch die Scheiben korrekt, sprich vollständig wiedergegeben werden, die über Informationen für die Höhenkanäle (Dolby Atmos et cetera) verfügen!

Und wer schon mal ein wenig stöbern mag, was es so alles an Musik auf diesem faszinierenden Medium gibt, der schaue bitte bei Pure Audio Recordings nach.

*Zitiert nach JPC

Programm der Bamberger Analog-Tage 2019, 3. Teil

Vorbemerkung: Wie immer kann man den nachfolgenden Text auch schön bebildert [hier] lesen.

Kennen Sie den vielzitierten Aphorismus von Friedrich Nietzsche? Er lautet ungefähr so: „Ohne Irrtümer wäre das Leben ohne Musik!“ Und um diese Sentenz mit Leben zu füllen, werden im Kleinen Vorführstudio während der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019 zwei Welten zusammengeführt, die beweisen, dass sich anatal und digilog nicht ausschließen. Oft gibt es ja Grabenkrämpfe zwischen beiden Lagern, und beide haben ja je auf ihre Art auch recht. Aber was ist, wenn man doch beides genießen möchte, eine Schallplatte mit all ihren klanglichen und haptischen Meriten, aber auch ein digitales Medium, egal ob CD, SACD oder nur ein paar High Res-Files, die auf einem High End-Server hinterlegt sind, wegen seiner unbestreitbaren Klang- und Komfortmerkmale? Genau: siehe oben. Und siehe unten.

Und das machen wir dann auch so was von konsequent, dass sich nachher niemand mehr ernsthaft Gedanken machen muss, ob er noch auf dem richtigen Weg ist oder schon auf dem richtigen Pfad. Ähnlich einem Experiment, das wir unseres bescheidenen Wissens nach als Erste gleich bei den allerersten Bamberger Analog-Tagen gemacht haben, und das ist tatsächlich schon eine ganze Weile her, bei dem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt an den Dynaudio Hub und somit drahtlos an die Dynaudio XEOs der ersten Generation verbunden haben. Diesmal wird es zwar nicht ganz wireless*, dafür aber auf höchstem Niveau unwireless.

Wir kombinieren nämlich hierzu einen sehr hochwertigen Plattenspieler mit einem diesmal separaten Phono-Entzerrer und verbinden diesen wiederum mit einem Paar Aktiv-Lautsprecher. Direkt! Ohne weiteren Vorverstärker dazwischen!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Aber es kommt noch besser, viel besser. Denn die einzusetzende Box ist nicht nur vollaktiv, hat also für jedes eingebaute Chassis einen eigenen und vor allem angepassten Verstärkerzug samt elektronischer Frequenzweiche, sondern bietet auch weitere Anschluss-Optionen in Form von analogen als auch digitalen Eingängen. Man kann sogar direkt von einem USB-Stick Musik abspielen. Viel komfortabler ist es aber der Zugriff aufs heimische Netzwerk. Die Probandin hat nämlich auch, wie man an der Netzwerkbuchse als auch am Antennenstummel oben erkennen kann, einen vollständigen Streaming Client verbaut. Somit ist der Zugriff auf dessen drei Grundfunktionen – Aufruf von Streaming-Diensten (hier Tidal), Internetradio als auch Nutzung von auf einem heimischen Server hinterlegter Daten – möglich. Tipp an dieser Stelle: Die Kabel-gebundene Anschlussvariante hat nicht nur hier in Sachen Stabilität immer noch eindeutig die Nase vorn. Und bedient wird die Show ganz einfach mit einem Tablet oder einem iPad.

Sie sind immer noch vielleicht ein wenig untermotiviert, sprich gelangweilt? Na, dann helfen wir nochmals nach! Denn unsere Lautsprecher haben eine Besonderheit eingebaut, die es so bisher nicht gab, beziehungsweise die man separat erstehen musste. Das bedeutete zwar mehr Handlungsspielraum bei der Auswahl der Lautsprecherboxen, erforderte aber doch auch ein sichtliches Maß an Mehraufwand, was zum Beispiel die Verkabelung betraf. Unsere Modelle haben das bewährte DIRAC Live in der 2. Generation implementiert, das mit überschaubarem Aufwand den Lautsprecher mit all seinen Fehlern, die er selbst in dieser doch schon gehobenen Preisklasse macht, machen muss, entscheidend korrigiert. Denn DIRAC Live misst den Lautsprecher an Ort und Stelle, also nicht im Schall-armen Raum des Entwicklers, sondern in Ihrem Hörraum zuhause, und korrigiert anschließend all diese Nichtlinearitäten weitestgehend.

Ja, um welche Lautsprecher handelt es sich denn nun? Ich hatte sie ja bereits schon an anderer Stelle in einem allgemeineren Kontext erwähnt. Aber so selbstverständlich ist ein solch vollständiger Funktionsumfang noch lange, lange nicht, und deswegen bekommt er hier eine Sonder-Besprechung.

Ja, Sie haben richtig rückgeschlossen, es ist die Quadral Aurum Gamma!

Stattliche Erscheinung: Quadral Aurum Aktiv Gamma

Und dass Quadral Lautsprecher bauen kann und am Markt erfolgreich ist, beweist (nicht nur) diese Aurum Baureihe bereits in der 9. Generation! Deswegen lassen wir uns an dieser Stelle nicht weiter über die typischen Merkmale der Box als solcher aus. Wer sich aber in die vielen Topics der Vorgaben für die Entwicklung und damit in die Details dieses Ausnahme-Lautsprechers einlesen möchte, dem sei diese Lektüre empfohlen.

Weiter geht’s rückwärts im Sauseschritt, denn wir benötigen ja auch einen Phono-Vorverstärker, denn den hat diese erste Generation Quadral Aurum Aktiv (noch) nicht eingebaut. Hier verwenden wir einen bekannten Alten, nämlich den analogis Résumé.  

Der ist gut, der ist hübsch und der ist klein. Nein, der ist richtig gut, der ist sogar richtig ansehnlich und verstecken kann man ihn trotzdem auch.

Unser Dauer-Liebling für MM-Tonabnehmer: analogis Résumé

Fehlt nur noch das so genannte Front End. Auch hier greifen wir in die Kiste der einjährigen Motte. Bei den letzten Bamberger Analog-Tagen musste der Mag¯Lev ML1 nur schön sein. Diesmal wird der Plattenspieler mit dem magisch** magnetisch entkoppelten Lager aber tatsächlich eingesetzt. Aber der FLSV wäre nicht der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb, wenn nicht auch hier wieder an mindestens einer Stellschraube gedreht und gestellt wurde. Wir werden nämlich nicht das ebenfalls angebotene höherwertige Ortofon 2M Blue verwenden, sondern den Standard-Tonabnehmer Ortofon OM10, bei diesem aber lediglich den Generator nutzen. Dafür haben wir aber den rang-höchsten Nadeleinschub eingeschubst, den der dänische Tonabnehmer-Spezialist für diese Modellreihe anbietet. Es ist der OM40 mit Fritz Gyger 70-Nadelschliff!

Übrigens: Nach dieser Veranstaltung kann man dieses (eine) Kunstwerk in seiner Gesamtheit, also das Gesamtkunstwerk Dreher inklusive Tonabnehmer inklusive Nadeleinschub-Upgrade inklusive Phono-Pre inklusive Zuleitungskabel zum Verstärker für gerademal 3000.- € komplett, das aber nur vor Ort***, erwerben! Dass das nicht ganz ungünstig ist, ersehen Sie hier, denn der dort genannte Betrag bezieht sich nur auf den Mag­­¯Lev ML1 ohne die oben genannten Zusatzoptionen, die nicht nur klanglich total super gut passen, sondern somit auch einen immensen geldwerten Vorteil bieten.

Ich freue mich auch hier ganz besonders auf Ihre Reaktionen, weil diese Konstellation doch etwas Außergewöhnliches durch die Vermischung zweier ansonsten scheinbar unverträglicher Technologie-Ausrichtungen darstellt. Ich denke, diese Anlage kann die ansonsten eher kompromisslosen Lager nicht nur magnetisch miteinander versöhnen. Apropos: Kennen Sie die beim FLSV mehrfach  aufgestellten beziehungsweise rotierenden drei Acrylstands mit der markigen Aussage: „Analog“, „Digital“ und als Konklusion „Sch… egal“? Das sagt doch zumindest über die Grundeinstellung des Herrn M. aus B. schon einiges aus, oder?

Es bleibt spannend, zumindest bei Ihrem Local Hifi-Dealer FLSV in Bamberg!

*Zwischen den beiden Lautsprechern wird keine Kabelverbindung benötigt!

**Kennen Sie den Unterschied zwischen Maggi und Magie? Ich hoffe es.

***Hier gibt es definitiv keine Versand-Option! Schließlich sind wir zwar der Ohriginal-MM, betreiben aber aus Überzeugung keinen Web-Shop!

Noch ein kurzer Vorgeschmack auf die Bamberger Analog-Tage 2019

„Neues aus dem Roten Salon“, so könnte hier die Überschrift genauso lauten. Aber wir möchten an dieser Stelle nicht auf historische Räumlichkeiten verweisen, sondern auf die ganz in rotem Ton gehaltenen Komponenten, die (nicht nur) während der Bamberger Analog-Tage 2019, zur Erinnerung: am 13. und 14. Dezember 2019, auf der langen Seite des Großen Vorführstudios des FLSV in Bamberg aufspielen wird.

Analoge Signalquelle wird eines der letzten SuperPacks der Modellreihe Xperience von Pro-Ject sein, das beim FLSV in Bamberg in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Modellen bei Komplett-Plattenspielern überhaupt zu zählen ist. Das liegt daran, dass genau dieses Modell ein besonders überragendes Preis-/Leistungsverhältnis aufweist, hat es doch schon viele Features der größeren Modelle samt einem überragenden MM-Tonabnehmersystem verbaut. Wir trauern ein wenig!

Einer unserer liebsten Plattenspieler: Pro-Ject Xperience SB SuperPack

Als Zentrale fungiert ein besonderes Verstärker-Gespann. Es handelt sich um eine Vorverstärker-/Endverstärker-Kombination 211 Anniversary des vietnamesischen Herstellers Thivanlabs. Besonderheit ist hier die Verwendung einer der klanglich sicher renommiertesten Röhren überhaupt, nämlich einer 211 pro Kanal. Auch der Vorverstärker arbeitet mit Röhrentechnik, auch wenn man sie von außen nicht sieht. Verbunden werden beide Einheiten mit einem Spezialkabel, das keinerlei Verwechslungsgefahr aufkommen lässt.

Quasi-Vollverstärker Thivan 211 Anniversary

Kennen wir Thivan nicht schon irgendwo her? Genau, wegen ihres tollen Lausprechers Eros 9. Diesen hatten wir ja bereits schon mal vorgestellt. Unbändige Spielfreude ohne zu quäken, kleine Last für den Verstärker, knochentrockene Bässe und zudem unkritisch in der Aufstellung: Live-Musik liebendes High Ender-Herz, was willst Du mehr?

Immer noch eine Wucht, der Männer-Lautsprecher nicht nur für Männer Eros 9 von Thivan

Wenn Sie also zufälligerweise einen üppig großen Raum, der nicht ganz zufällig mit Kolonialmöbeln ausstaffiert ist, für einen gerade noch nicht fünf-stelligen Euro-Betrag mit einer überragend lebendig klingenden High End-Anlage garnieren möchten, dann wäre das soeben Gezeigte nicht ganz unzufällig auch meine Wahl.

Ein kurzer Vorgeschmack auf die Bamberger Analog-Tage 2019

Ein erstes kleines Geheimnis sei bereits jetzt schon geliftet, denn was im High End-Heimkino am Freitag, dem 13. (huch, das fällt mir ja jetzt erst auf!) Dezember 2019 und am hoffentlich darauffolgenden Samstag installiert sein wird, nimmt ab heute sehr konkret Kontur an. Denn bereits heute sind das eine Gerät und auch das andere beim FLSV nahezu zeitgleich eingetroffen. Also beschreiben wir mal ein wenig, was uns nur dort oben an musikalischem Hochgenuss mit der wahrscheinlich längsten Nachwirkung erwarten wird:

Im High End-Heimkino wird an den Bamberger Analog-Tagen 2019 eine rein analoge Anlage aufspielen, die klanglich ganz oben mitspielen kann. Das ist, wie so oft beim FLSV, daraufhin abzielend, dass sie, obwohl sie doch etwa 15000.- € kostet, dennoch ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis aufweist. Und einen weiteren, ganz praktischen Vorteil verbucht diese Konstellation, da die Lautsprecher relativ einfach, weil wandnah aufzustellen sind. Das ist ja nicht immer in diesem Segment der Fall. Und auch deswegen scheitert ja oft die Entscheidung für eine derart hochwertige Musikwiedergabeanlage an einem nicht ganz ungerechtfertigten und vornehmlich weiblichen Veto.

Die Quelle ist ein Plattenspieler, wie er unscheinbarer kaum sein könnte, nämlich das MoFi UltraDeck mit seinem für diese Klasse untypischen Arm mit 10“ = 25,4cm Länge. Dieser Plattenspieler spielt ja in der normalen Ausführung schon eine Weile beim FLSV. Aber nun hat das UltraDeck+M eine, nein die Auszeichnung schlechthin als bester Plattenspieler 2019/2020 erhalten. Gemeint ist der EISA Award, den eine inzwischen nicht mehr nur europäische, sondern sogar internationale Jury ermittelt. Das bedeutet dann im Gegensatz zu den monatlich gekürten Testsiegern schon was. Und das wird gefeiert!

Der Unterschied zur normalen Ausführung ist hier der MasterTracker genannte Tonabnehmer, der als Moving Magnet-System wohl zu den besten seiner Art zu zählen ist. Er kostet einzeln gekauft immerhin 800.- €. Im Paket als UltraDeck+M für 2450.- € ist er allerdings deutlich günstiger.

Die Zentrale unserer Anlage ist mit 26 Kilogramm ein echtes Schwergewicht. Es könnte sich dabei um einen Röhrenvollverstärker handeln. „Könnte“ deshalb, denn von außen betrachtet erkennt die Röhren erst mal nicht. Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Röhrenverstärker sind die Glühkolben erst dann sichtbar, wenn man von oben in das Gerät hineinschaut.

Der neueste Entwurf von Ole Møller hört auf den Namen Copland CTA 408 und ist designmäßig zwar auch so ein Hingucker, aber eher einer, der auf Understatement als auf traditionelle Technik-Show setzt. Das Gerät verwendet die relativ neue und damit auch in 20 Jahren noch lieferbare Röhrensorte KT150, bietet zusätzlich zu den Hochpegel-Eingängen und dem Phono-Vorverstärker eine echte, inzwischen sehr selten gewordene Tape Monitor-Schleife. Und wenn die erzielbaren 2x 75 Watt nicht jeden aktuell verfügbaren Lautsprecher in die sprichwörtliche Zange nehmen, dann hat der Lautsprecherentwickler seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Der aufgerufene Preis von 6250.- € ist zwar kein Pappenstil, aber relativiert sich ganz schnell zunächst über seine überragende Klangqualität, wie leicht zu beweisen sein wird. Aber auch dadurch, dass der CTA408 eine richtig leckere, sprich vollwertige Phono-Vorstufe für MM und MC sowie einen separat in Class A aufgebauten Kopfhörer-Verstärker eingebaut hat, erspart sich der geneigte Hörer gleich zwei separate Kisten samt Kabel samt Netzteilen. Das nennt man dann „Geld-werten Vorteil“.

Vielleicht sei noch der Hinweis erlaubt, dass in der Ausgabe 10/2019 der Zeitschrift AUDIO ein ganz besonderer Test dieses Ausnahmeverstärkers zu lesen ist. Und haben Sie Mitleid mit dem direkt dahinter getesteten Transistor-Verstärker amerikanischer Provenienz! Oder lesen Sie diesen hier…

Als Spielpartner am hinteren Ende der analogen Kette spielt, auch als Beweis der Leistungsfähigkeit des Copland CTA408, ein geschlossener Lautsprecher, wie er auch immer seltener anzutreffen ist. Hier gilt markttypisch das Gesetz der Effizienz, und ein geschlossener Lautsprecher verbrät nun mal die ins Gehäuseinnere abgestrahlte Energie. Dass eine sealed box aber in der Lage ist, tiefere Töne als sein bauähnlicher Bassreflex-Kollege wiederzugeben und dass sie, wie die von uns verwendete ATC SCM40 in der Regel auch konturierter im Bass-Bereich aufspielen, beweisen wir gerne im High End-Heimkino. Die SCM40 ist die erste Box im Portfolio von ATC, die die große Mittelton-Kalotte, die man auch zärtelnd Bärennase nennen darf, verbaut hat. Uns ist wichtiger, dass eine solch große Kalotte den für uns Menschen („Sind Sie kein Roboter?“) wichtigsten Frequenzbereich ohne Unterbrechungen durch eine Frequenzweiche und unterschiedliche Treiber überträgt.

Dass wie immer und überall bei uns der Strom gesäubert ankommt und dass alle Verbindungskabel von erlesener, aber bezahlbarer Qualität sind, muss ja eigentlich kaum noch erwähnt werden, oder? Und dass unser High End-Heimkino beste akustische Voraussetzungen bietet, wurde auch schon oft kolportiert, stimmt aber immer noch. Mal schauen und mal hören, ob sich das ganz große Besteck im Großen Vorführstudio, über das noch zu berichten sein wird, klanglich wirklich absetzen kann?

Ich wünsche uns viel Vergnügen!

Kein Widerspruch: Die Zukunft des Lautsprechers ist aktiv!

Auch wenn es wie ein Widerspruch erscheint, am selben Tag die Bamberger Analog-Tage 2019 anzukündigen und abends an derselben Stelle einen Grundsatzartikel über die 100% digital-ausgerichtete und somit aktive Zukunft im Lautsprecherbau zu veröffentlichen, es ist keiner! Beide Konzeptionen werden friedlich nebeneinander existieren. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass man, ohne damit Stilbruch zu erleiden, beide miteinander verquicken kann. Schließlich ist ja heute auch Tag der deutschen Vereinheitlichung!

Vorbemerkung: Den nun folgenden Artikel kann man [hier] auch mit bunten Bildern garniert lesen.

Bis jetzt bestand eine Hifi-Stereo-Anlage aus verschiedenen Komponenten und den Lautsprechern. Unter Komponenten waren alle Quellgeräte wie CD-Player, Tuner et cetera zu verstehen und dem (Voll-) Verstärker als Zentrale. Die Lautsprecher waren – und sind in der überwiegenden Mehrzahl immer noch – so genannte passive Lautsprecher, die per Kabel anzuschließen sind. Passiv heißen diese Lautsprecher, weil sie eben keinen (aktiven) Verstärker eingebaut haben und die Frequenzweiche aus stets verlustbehafteten Bauteilen wie Spulen, Kondensatoren und Widerständen besteht.

Auch schon früher gab es einige Aktivboxen, die sich aber im Gegensatz zum Studio-Bereich nicht so recht durchsetzen konnten, zumal sie in der Regel anfälliger und nicht nur teurer als ihre passiven Pendants waren, sondern weil ein passender Vorverstärker auch nicht unbedingt preiswerter als ein Vollverstärker aus der Großserie war.

Das hat sich insofern geändert, da Verstärker heutzutage viel effizienter arbeiten, entsprechend kleinere Netzteile und auch weniger teure Kühlkörper benötigen. Stichworte sind hier unter anderen Class D-Verstärkermodule und Schaltnetzteile. Außerdem ist die Technologie bei den Digitalen Soundprozessoren (DSP) dramatisch vorangeschritten, so dass der Entwickler fast schon zaubern kann, was Frequenzgang und Ausgleich spezifischer Fehler, die man früher Eigenheiten oder gar Handschrift nannte, um sie als solche positiv zu markieren, betrifft.

Der nächste Schritt kam mit der drahtlosen Ansteuerung, die unseres Wissens Dynaudio als Erste marktreif präsentierte. Die XEO Baureihe gibt es bereits in der dritten Generation und sie wird immer besser.

 Für die Ansteuerung bedarf es einen Hub, der heute Connect heißt. Dieser ist quasi der Vorverstärker, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Der Connect bietet immerhin 5 Quellen, ein Eingang ist immerhin für den Anschluss eines PCs/Macs vorbereitet, Anschluss und ist zudem zusätzlich drahtlos per Bluetooth anzusteuern.        

Eben Gesagtes gilt auch für deren große Schwestern aus der Focus XD Baureihe.

Aber sie kann immer noch nicht das, was ihre Epigonen bereits beherrschen, nämlich den direkten Zugriff aufs heimische Netzwerk. Hier ist immer eine Streaming Bridge oder ein Streaming Client mit Digitalausgang nötig. Für die Anbindung ans heimische Netzwerk wird also eine weitere Kiste benötigt. Hier empfehlen sich die ab Mai 2019 nicht mehr von Dynaudio vertriebenen Bluesound Node als Streaming Client oder Vault zusätzlich als Ripper und Music Server.

Ein ähnliches Konzept fährt der ähnliche Däne auf. DALI kam mit Callisto spät, aber dafür funktioniert alles schon zu Beginn wie am Schnürchen. Es gibt mit den Modellen Callisto 2 C als Kompaktbox und Callisto 6 C als Standbox zwei Modelle, die prinzipiell erst mal auch nur als Aktiv-Lautsprecher arbeiten, wenn man den Line-Eingang auf der Rückseite nutzt.

Vollständig und auch technisch korrekter wird dieses Konzept aber erst, wenn man den dazugehörigen Vorverstärker Sound Hub erwirbt. Dieser bietet vielfältige analoge und digitale Anschlussmöglichkeiten sowie das heute obligatorische Bluetooth. Durch den Sound Hub entfallen auch die lästigen Strippen zum Lautsprecher. Weitere Besonderheiten wie die Lautstärkeregelung auf der Gehäuseoberseite zeigen wir gerne mal vor Ort. Der Sound Hub hat auf der Rückseite gleich zwei Erweiterungsschächte. Einen davon nutzen wir mit dem Bluesound Streaming-Modul, eine weiteres wird wohl bald HDMI-Quellgeräten Zugang verschaffen. Wir wünschen uns für die Zukunft die Möglichkeit, hier einen Music Server einzustecken, wie es der kleine Auralic Aries Mini schon vor langem beispielhaft vorgemacht hat.

Das alles zusammen konnte, ich denke wiederum als Erste am Markt, die NX-N500 von Yamaha. Diese bieten für gerademal 800.- €, ja fürs Paar!, alles oben Genannte, auch inklusive externer Soundkarte, aber dafür sogar mit Multiroom-Fähigkeit, die bei Yamaha MusicCast heißt.

Bald darauf folgte die Inkarnation der auch beim FLSV besonders erfolgreichen KEF LS50, die ja inzwischen LS58 heißen müsste, wurde KEF doch bereits 1961 gegründet, mit all der Ausstattung der Yamaha NX-N500 (mit Ausnahme der Produkt-übergreifenden Multiroom-Fähigkeit), dafür für uns Hifi-Jünger so wichtigen Anpassungsmöglichkeit an die jeweilige Aufstellung im Raum. Der Kenner nennt das Ortsfilter, Sie also ab jetzt auch. Das ist ein wichtiger Schritt nach vorne, was die klangliche Performance betrifft. Und hier distanziert die LS50 Wireless die passive Version um Längen, zumal sie auch richtig kräftige Verstärker mit immerhin 200 Watt im Bass-Bereich verbaut hat.

Ich wünschte, ich hätte noch einen weiteren Schreibtisch, den ich mit high-endigem Material bestücken müsste, die LS 50 Wireless wären meine Wahl. Denn sie bietet einen zusätzlichen Vorteil, den keine der hier genannten Boxen für sich in Anspruch nehmen kann: Man die Dinger dank der koaxialen Bauweise der Treiber auch legen, zum Beispiel dann, wenn die zur Verfügung stehende Höhe für die aufrechte Haltung nicht ausreichen würde. Bei den anderen Boxen kippt das Klangbild nämlich in der Regel gleich mit und wird diffus.

Nun gibt es aber noch eine deutliche Steigerung in Form der neuen Cabasse THE PEARL. Auf diese Neuheit wurde bereits hier an anderer Stelle hingewiesen, da sie bei den Bamberger Analog-Tagen 2018 prominent vorgestellt wurde, obwohl sie auf den ersten Blick nicht allzu viel Analoges zu bieten scheint. Insofern sei der neben allen Differenzen im Klang der Hauptunterschied zur Yamaha NX-N500 und zur KEF LS50 Wireless nochmals kurz erwähnt, denn THE PEARL kann nach Anschluss einer Festplatte auch als Music Server arbeiten.

Und nun gibt es noch eine weitere und deutlichere Steigerung. Was, schon wieder? Ja, denn es kommt nur auf die Perspektive an. Denn all das, was zuvor an Ausstattung beschrieben wurde, hat die neue Quadral Aurum Aktiv Gamma, das passive Pendant in der 9. Generation der berühmt-berüchtigten Quadral Vulkan, auch verbaut. Abgesehen davon, dass es sich hier um einen echt großen Lautsprecher handelt, bietet er darüber hinaus auch mit der bekannten Raumakustik-Korrektur Dirac Live 2 noch die Möglichkeit, Fehler, die sich im Zusammenspiel von Lautsprecher und Raum ergeben, recht wirkungsvoll zu korrigieren. Das ist meinem bescheidenen Wissen nach wiederum erstmalig in einem High End-Schallwandler umgesetzt worden.

Wie Sie sehen, bleibt es spannend. Vor allem beim FLSV!

Erstankündigung der Bamberger Analog-Tage 2019

Am 13. Und 14. Dezember 2019, wie immer am Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr, ist es mal wieder so weit: Der FLSV veranstaltet in seinen Räumlichkeiten in der Inneren Löwenstraße die inzwischen fest etablierten und heiß erwarteten Bamberger Analog-Tage.

Auch diesmal ist das Programm mit vielen interessanten Themen und Neuheiten gespickt. Und wieder gibt es, als wäre das schon geradezu selbstverständlich, eine veritable Weltneuheit zu bestaunen. Als Ergänzung zu den beiden letztjährig vorgestellten Preziosen von Ars Machinae gibt es nun das ultraaufwändige Laufwerk mit dem prosaischen Namen M1

Technisch ganz vorne dran, aber dazu noch einer schönsten Schallplattenspieler: der Ars Machinae M1

und den dazu passenden Tonarm Lignum R zu bestaunen. Beide werden Bestandteil einer veritablen High End-Konstellation sein (siehe unten). Und beide Entwickler werden an beiden Tagen anwesend sein und zu beiden wichtigen Aspekten solch ambitionierter Technik, nämlich zu Funktion und Design, bereitwillig Auskunft geben.

Neukonstruktion eines High End-Tonarms: der Ars Machinae Lignum R

Nachdem letztes Jahr die Artist Line im dekorativen Mittelpunkt stand, ist heuer Pro-Ject wieder bei den anderen Neuheiten ganz vorne dran. Schließlich wurden doch gleich zwei wichtige Baureihen komplett ausgetauscht. Wir zeigen etliche Varianten aus der neuen T Line für Einsteiger und Gelegenheitshörer

Sehr vernünftig, weil sehr preiswert und in vielen Ausführungen erhältlich: der Pro-Ject T1

und aus der X Line, die bereits gehobene Ansprüche erfüllt.

Gehobene Mittelklasse, nicht nur bei Pro-Ject Audio: der X1

Zwei ganz besondere Anlagen werden zeigen, was der FLSV als Statement in Sachen Preis-/Leistung im gehobenen als auch im abgehobenen Segment zu bieten hat. Gerade erstere Anlage wird dramatisch zeigen, dass man für relativ vernünftiges Geld auch richtig viel Gegenwert erhält. Wir sind sogar der Meinung, dass es schwer sein dürfte, diese Installation klanglich überhaupt zu toppen, ohne ein Vielfaches an Geld zunächst in die Hand zu nehmen, um es dann in die Hand des Händlers (des Vertrauens?) geben zu müssen! Das große Besteck um den Ars Machinae M1 mit dem Lignum R herum wird bestimmt noch souveräner aufspielen, aber es kostet dafür auch eine Ecke mehr.

Außerdem wird wie jedes Jahr eine Unmenge ausgesuchter Platten aus dem Pop/Rock-Bereich aus dem 2nd Hand-Fundus zur Auswahl stehen. Aber an diesen Tagen wird es zusätzlich ein riesiges Angebot an audiophilem Vinyl aus dem riesigen Katalog von Sieveking Audio geben.

Abgerundet werden die Bamberger Analog-Tage 2019 vom Vor-Ort-Service des Lauschgoldengels Mathias Thurau, der viele bis alle der kleinen Wehwehchen Ihres Plattenspielers umgehend vor Ort beheben wird. Sollten sich ernsthaftere Schäden zeigen, dann wird er den Dreher in seine professionelle Werkstatt mitnehmen.

Einzelheiten und weitere Genauigkeiten erfahren Sie in Bälde auf dieser Webseite, wenn es wieder heißt: Fortsetzung folgt!

Kurzrapport der Herbstveranstaltung der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur

Am gestrigen Sonntag wurde das Wetter doch noch richtig gut. Und auch die Michaelis-Kerwa hat bestimmt dazu beigetragen, dass die Zuschauer diesmal nicht ganz so zahlreich wie sonst ins Rundfunkmuseum der Stadt Fürth geströmt sind.

Das war aber dem Elan der Macher nicht abträglich. Wie immer wurden engagiert Vorworte, wie stets von Frau Jana Stadlbauer und Heinz-Peter Völkel, gesprochen und anschließend Fachvorträge gehalten,

konkret über passive Lautsprecher und die dazugehörigen Frequenzweichen samt deren Zukunftsaussichten von Lauschgoldengel Mathias Thurau sowie

von Michael Rissling aus Windsbach über deren aktive Äquivalente und hier besonders über die schon derzeit bestehenden Möglichkeiten, viele der auftretenden Fehler schon im Vorhinein zu vermeiden.

Es wurden kistenweise Schallplatten

und MINT-Zeitschriften gewuchtet

und entsprechendes Vorführ-Equipment bereitgestellt, aber

Der EISA-Gewinner MoFi UltraDeck mit Triangle Elara LN01A, passiven Aktivlautsprechern mit Phonoeingang

auch und vor allem vorzüglich musiziert. Diesmal kamen gleich fünf MusikInnen zu Wort und Ton, nämlich The Lasts aus Herzogenaurach. Nachfolgend ein paar Impressionen vom tollen Konzert:

Marlene Ringel an der Stimme und Desirée Blaicher am akustischen Bass
Christian Harig linke Gitarre und Vocals sowie am Schlagwerk Charlie Johnson
Tracy Goodsmith an der rechten Gitarre und mit Vocals and Consonants

Zwei echte Besonderheiten dieses Tages müssen aber noch hervorgehoben werden. Da war zum einen die Anwesenheit eines Teams vom Bayerischen Rundfunk, das uns die ganze Veranstaltung über mit der Kamera begleitet hat.

Das Fernseh-Team des Bayerischen Rundfunks während des Aufbaus und des Soundchecks,
links Tape-Mastermind Andreas Sandreuther, ebenfalls beim BR

Leider kann der Termin, an dem der daraus resultierende Bericht ausgestrahlt wird, derzeit noch nicht genannt werden, was ich aber umgehend nach Bekanntwerden an dieser Stelle verlautbaren werde.

Und zum anderen wurde eben dieses Konzert mitgeschnitten. Aber eben nicht wie nahezu alle anderen aktuellen Live-Mitschnitte auf ein digitales Medium, sondern Live to Tape!

Andreas Sandreuther erklärt den Interessierten seine Apparaturen und seine Vorgehensweise

Andreas Sandreuther, ein versierter Tontechniker beim Bayerischen Rundfunk, hat das nun dritte Konzert in diesem Monat in dieser Form verewigt. Bald stehen Kopien des Masterbandes auch anderen Musikbegeisterten zur Verfügung!

Andreas Sandreuther in Aktion

Unser Dank gilt wie immer auch dem Rundfunkmuseum der Stadt Fürth und seiner Leiterin Frau Stadlbauer für die wieder gewährte Gastfreundschaft.

Frau Stadlbauer geht ein Licht auf.