Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Beitrag #1: Die Strecke vom Sicherungskasten bis zur Wandsteckdose

Da wir kaum bis keinen Einfluss auf die Elektro-Installation von der Verteilung auf der Straße bis ins Haus nehmen können, hätte noch vor einem Jahr dieser Artikel mit der Nennung des Klangmoduls 4 von audiophile hifi-produkte (AHP) begonnen. Aber seit 2020 gibt es doch noch einen Schritt nach vorne, und zwar einen im Sicherungskasten selbst. Schließlich ist der Fehlerstromschutzschalter (FI) der Wächter übers gesamte Hausnetz und somit an zentraler Position. Sollte also ein Fehlerfall auftreten, schützt der FI zuverlässig vor gefährlichen Fehlerströmen. Nun hat die ostfriesische Spezialfirma Doepke aus Ostfriesland gleich drei Modelle marktreif entwickelt, die im besten Sinne die Tugenden von High End in diesem bisher nicht besetzten Audio-Segment der Spannungsversorgung umsetzt. Die DFS 2 Audio und DFS 4 Audio kurzgenannten Typen bieten Panta rhei vom Feinsten, sprich bestmöglichen Stromfluss durch extrem niedrige Widerstände innerhalb des FI. Dieser niederimpedante Aufbau wird durch massive versilberte Anschlussklemmen und vergoldete Anschlussschrauben sowie durch massive, versilberte interne Stromleiter aus hochreinem und sauerstoffarmem Kupfer erzielt. Außerdem verhindert die spezielle Konstruktion des Summenstromwandlers unerwünschte induktive Anteile. Nur so gibt es einen Fehlerstromschutz ohne Klangverluste!

Meist ausreichend. Doepke DFS 2

ACHTUNG: DEN AUSTAUSCH DES FI DARF NUR EINE MEISTERWERKSTATT FÜR ELEKTRO-INSTALLATIONEN AUSFÜHREN! Bitte fragen Sie uns, sollten Sie hierbei Unterstützung benötigen.

Danke an Herrn Grünebast von der Firma Doepke und auch an Achim H. aus N. für die Vermittlung dieses Kontakts, dass ich einer der ersten Hifi-Händler sein durfte, der dieses innovative Produkt testen und sofort installieren konnte!

Gleich um die Ecke geht es weiter, und zwar mit der Sicherung des Stromkreises, der für das Zimmer vorbereitet ist, in dem die HMWA steht. Dieser Sicherungshalter mit eingesetzter Sicherung von audiophile hifi-produkte ist nicht wie sonst üblich als Automat ausgelegt, sondern aus einer zylindrischen Sicherung, in dem ein hochwertiger Schmelzleiter aus Reinkupfer seinen hoffentlich reibungslosen Dienst versieht.

Sicherungsunautomat samt Sicherung von AHP

Im prosaisch Klangmodul 4 genannten Sicherungshalter befinden sich großflächige und vergoldete Kontakt-Federn, die eine zeitstabile und verlustfreie Stromversorgung gewährleisten. Wie auch schon oben beim FI werden hier geringste Übergangswiderstände und Korrosionsbeständigkeit durch die Verwendung von hochwertigem Kupfer erzielt. Hierfür sind vergoldete Sicherungen von 12 – 30 A mit Kupfer-Innenleiter erhältlich. Durch standardisierte Abmessungen sind Klangmodul 4 und Klangmodul 4 i im normalen Sicherungskasten auf jeder Hutschiene montierbar.

ACHTUNG: AUCH HIER EMPFEHLEN WIR, DIESE ARBEIT DURCH QUALIFIZIERTES FACHPERSONAL DURCHFÜHREN ZU LASSEN! Bitte fragen Sie uns auch hier, sollten Sie hierbei Unterstützung benötigen.

Klangmodul von audiophile hifi-produkte, kurz AHP mit extrahierter Sicherung

Wir gehen mal davon aus, dass Sie im folgenden Stromlauf die hauseigenen Kabel verwenden. Diese müssen aus starren Leitern (Solid Core) bestehen, wenn sie unterputz verlegt sind. Aber ich habe auch schon eigens verlegte Stromkabel renommierter Hifi-Anbieter gesehen, die vom Sicherungskasten direkt und eben nicht in der Wand ins Abhörzimmer geführt wurden. Es gibt ja inzwischen schicke Kabelkanäle. Vielleicht wichtiger als die Art der Kabel ist der Vorteil, dass man ein Kabel ohne weitere Verteilknotenpunkte nur für die heimische Musik-Wiedergabe-Anlage zur Verfügung stellt.

Diesen Schritt habe ich für mein Vorhaben ausgelassen, weil er viel zu aufwändig wäre, um nachträglich um die vielen Ecken und Kanten samt Leinwand ins akustisch bestens präparierten High End-Heimkino zu gelangen. Also geht unsere Geschichte weiter mit der im vorderen Teil des Raumes installierten Wandsteckdose. Diese ist zweifach ausgelegt, wie sie zum Beispiel von HMS und Furutech angeboten werden. Auch hier geht es wieder um beste Kontakte und somit niedrigstmögliche Übergangswiderstände.

Bietet beste Kontakte: Wandsteckdose von HMS
Furutech Wandsteckdose von hinten

Jeder kleine Schritt zählt! Denn wer im Physik-Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass eine Erhöhung des Widerstandes stets eine Verminderung der Spannung oder eine Erhöhung des benötigten Stroms bedingt. Insofern kann an dieser Stelle nur nochmals betont werden: Bei dieser Show geht es um die Minimierung von Verlusten! Und ich glaube, wir sind gut dabei.

Es bleibt im wahrsten Sinne des Wortes spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Einleitung #0

Sie müssen nicht weiterlesen, wenn Sie bereits einen PS Audio Power Plant oder ähnliche Netzaufbereiter Ihr Eigen nennen. Aber wenn Sie sich für eine nahezu optimale Spannungsversorgung für Ihre heimische Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) interessieren, die aus zwei Gründen bezahlbar ist, dann ist diese Artikelserie vielleicht bis sehr bestimmt interessant für Sie. Denn zum einen sind alle hier formulierten Vorschläge auch zusammen bezahlbar, aber erst recht, wenn Sie diese Konzeption Stück für Stück realisieren. Manche der Positionen sind so günstig, dass man sich diese auch zu Weihnachten schenken lassen kann, ohne rot zu werden.*

Dass die Spannungsversorgung im heimischen Heim durch viele Störenfriede belastet wird, ist inzwischen keine Weisheit der Binse mehr. Diese zähle ich auch jetzt nicht noch einmal auf. Aber dass diese Verunreinigungen die Netzteile der Geräte ziemlich belasten und diese somit in ihrer Performance drastisch einbremsen, kann man leicht nachvollziehen.

Und ich gehe mal davon aus, dass Sie inzwischen auch nicht mehr die Frage stellen, ob es denn überhaupt sinnvoll sei, aufwändige Stromkabel und bessere Stecker zu verwenden, wenn doch der Strom, vom Stromkraftwerk aus betrachtet, durch viel zu dünne Kabel bis ins Wohnzimmer muss. Ich unterstelle Ihnen mal ganz einfach die richtige Sichtweise, dass das angeschlossene Gerät die hier im Folgenden beschriebenen Maßnahmen als erstes „sieht“ und somit ganz bestimmt darauf reagiert beziehungsweise sogar darauf reagieren muss. Aber wenn Sie sich auch noch ein eigenes Kraftwerk leisten mögen…

Wir sind ja so was von radikal**, denn wir fangen ganz vorne an. Im Beitrag #1 dieser Artikelreihe wird die Strecke vom Sicherungskasten bis zur Wandsteckdose unter die Lupe genommen. Weiter geht es in Teil #2 noch vor der Verteilung zu den verwendeten Geräten mit der Unterdrückung von Gleichspannung (DC), die sich immer häufiger im Stromnetz ausbreitet. Von hier aus wird in Part #3 der Strom symmetriert und auch noch gegen Überspannung geschützt, damit die Geräte nochmals in ihrer Arbeitet entlastet werden. In Folge #4 geht es da weiter, wo die meisten Hifi-Apologeten erst beginnen, nämlich mit den Steckerleisten und den Netzkabeln. Als Schlusspunkt #5 kommen noch die oft unterschätzten Gerätefeinsicherungen dran.

Diese vier Einzelmaßnahmen werden dann recht ausführlich und reich bebildert in den nächsten Tagen und Wochen hier im NEWS-Blog dargestellt. Der Anlass hierzu war übrigens meine Entscheidung, dass Wirrwarr an Kabeln oben im High End-Heimkino nicht nur zu entflechten, sondern auch in epischer Länge*** gleichartig zu gestalten. Denn das scheint schon eines der Geheimnisse von gutem Klang zu sein, dass nämlich alle Netz- und auch Kleinsignalkabel möglichst identisch sein sollten. Und weil das da oben nicht nur eine Anlage ist, die neu zu verkabeln ist, hat das einiges an Überlegung erfordert, wie das zu bewerkstelligen sein wird. Und so kam ich vom Hölzchen aufs Stöckchen, vom Hundertsten ins Tausendste, aber ohne dabei den Faden zu verlieren (sic!), weil ich hierfür einen akribischen Plan erstellt habe. Und dabei sollte eine der stabilsten und dem high-endigen Anspruch der verwendeten Geräte angemessene Spannungsversorgung herauskommen, ohne dabei — siehe oben — die Kosten aus den Augen zu verlieren.

Ich hoffe, Sie finden die eine und die andere Anregung zum Selbermachen. Zur Not können Sie die beschriebenen Artikel auch hier vor Ort kaufen oder per Mail bestellen. Vor Ort heißt wie immer, MM hat zwar keinen Web-Shop, kann aber die gewünschten Artikel mit der Paketpost liefern lassen, wenn Sie es nicht schaffen sollten, persönlich in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg vorbeizukommen.

*Stellen Sie doch bitte mal das Gesicht Ihres weniger Hifi-affinen Gegenübers vor, wenn Sie ihm/ihr/es offenbaren, sie wünschten sich sehnlichst einen DC-Blocker!

**Die Lateiner unter uns wissen, dass sich das Wort von radix ableitet, und das heißt nichts anderes als „von der Wurzel her“. Schon wieder was gelernt.

***Oder heißt das doch in epischer Breite, weil die meisten Kabel parallel verlaufen?

Biologische Sensation: MM wird auch nicht jünger! Oder auch: Der Klimawandel macht’s möglich: Bayerischer Sommer jetzt ganzjährig!

Nach wie immer reichlich reiflicher Überlegung ist die Entscheidung gefallen, dass der FLSV in Bamberg ab Januar 2021 am Mittwoch nicht nur von April bis Ende September, sondern ganzjährig das Ladenlokal geschlossen haben wird. Und das hat weniger mit Unterlastung als mit deutlich gestiegenem Aufwand in den letzten Monaten zu tun. Durch das Jahrzehnte bewährte Konzept der individuellen Beratung vor Ort und der besonders großgeschriebenen Option, alle in Frage kommenden Komponenten und Lautsprecher auch zu Hause als Teil der heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA)  testen zu dürfen, ist der logistische Aufwand in die Höhe geschnellt. Das korrespondiert kaum mit explodierenden Umsätzen, als mit dem Umstand, dass nicht so viele Kunden zu mir wie sonst üblich kommen konnten, wie in Vor-Corona-Zeiten. So ergaben sich eben viele Hausbesuche woanders vor Ort.* Diese Fahrten habe ich im vergangenen Bayerischen Sommer bevorzugt auf die dann doch nicht ganz so Freien Mittwoche gelegt, um mir dadurch die frühen Morgen und — viel häufiger — die Zeiten abends nach Ladenschluss frei zu halten.

Wenn MM seinen Kunden eine solche Arbeitszeitpauschale plus derartige Anfahrtskosten berechnen würde, dann wäre er mehrfacher Millionär. Aber lieber ist es mir so, wie es ist.

Schließlich muss MM ja, wie die meisten kleinen Selbständigen auch, neben den regulären Öffnungszeiten von immerhin 36 Stunden beziehungsweise sommers 29 Stunden je Woche, auch noch viele kleine und große Nebentätigkeiten abarbeiten. Hier eine nicht mehr ganz so kleine Auswahl:

  1. Türklinken putzen** und alle anderen Reinigungsarbeiten, nicht nur im Frühjahr
  2. Die komplette Buchhaltung bis hin zum kleinsten Eintrag ins Kassenbuch plus Gänge zum Bankinstitut
  3. Begutachtungen aller Art wie zum Beispiel für Versicherungen bei Beschädigung von Hifi-Geräten aller Art
  4. Projektplanungen vor Ort zum Beispiel für die Beschallung von Gasträumen und privaten Kinos oder ähnlichem
  5. Aufwändige Messungen von Schallemissionen in der Industrie samt Gefährdungsgutachten
  6. Messungen zur Korrektur der heimischen Raumakustik (Trinnov, DIRAC Live) und anderes mehr
  7. Lektüre der vielen Fachgazetten, egal ob papierne oder elektronische. Ja, bei der Menge alleine, in der ich Werbung schalte, artet das aus. Schließlich möchte ich nicht, dass meine Kunden mehr oder noch schlimmer, eher das wissen, was in unserer kleine Welt des Hifi und des High End passiert.
  8. Ach ja, die Pakete zu diversesten aller Service-Zwecke packen sich auch nicht von allein. Und ein Begleitschreiben muss auch noch dazu verfasst werden. Und zur Post müssen die schweren Pakete auch noch gebracht werden.
  9. Auch die Pflege der Webseite ist sehr zeitintensiv. Schließlich ist sie die Visitenkarte des FLSV in Bamberg, die man überall auf dieser Welt sofort überreicht bekommt. Hier sind die größeren Revirements, wie gerade geschehen, nicht so häufig, während die Pflege der Preislisten gerade bei Lautsprechern sowie der News-Blog doch recht viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber MM will ja nicht irgendwelche Pressemitteilungen oder Datenblätter mehr oder weniger ungekürzt übernehmen, sondern kurzweilig über unser dennoch liebstes Thema be(r)ichten.
  10. Dazu kommen noch die bereits erwähnten Auslieferungen, die ja in der Regel auch Abholungen beinhalten, von zum Teil recht schweren und eher unhandlichen Gegenständen bei meinen Kunden hinzu, die den größten Anteil der Zeit in Anspruch nehmen, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu erledigen sind.
  11. Und weil MM, das ist wieder diesmal der ohne Web-Shop, aber auch und erst recht der mit Hifi und inzwischen ganz zuerst in Bamberg*, sonst nichts zu tun hat, organisiert er mit anderen Mitstreitern kleine bis mittelgrößere Veranstaltungen, die sich formvollendet GenussHören, Initiative für Radio- und Hifi-Kultur“ sowie, inzwischen so gut wie legendär, die Bamberger Analog-Tage nennen. Auch wenn sie 2020 aus bekannten Gründen ausgefallen sind, setzen diese vornehmlich an Wochenenden, also deutlich außerhalb der regulativen Öffnungszeiten stattfindenden Events, eine immens aufwändige Vorbereitung nicht nur im theoretischen Sinne voraus.

All das kann nicht oder nur im höchstem Maße ineffizient geleistet werden, wenn dauernd das Telefon klingelt oder die Ladentür aufgeht oder sich eintreffende Mails akustisch in den Aufmerksamkeitsmittelpunkt drängen. Dennoch müssen all die genannten Arbeit abgearbeitet werden, und sei es vor 10.00 Uhr morgens und/oder nach (dem so genannten) Feierabend oder gar am Wochenende oder manchmal sogar im Urlaub! Ja, angestellt Arbeitende haben es vielleicht doch auch nicht so schlecht und mehr Urlaub dazu. Aber ich habe mir das ja genauso ausgesucht. Deswegen wird auch nur ein wenig gejammert. Aber auch Konsequenzen gezogen:

Und wegen der oben genannten biologischen Sensation habe ich nun entschieden, dass der Klimawandel nun für immerwährende Sommer sorgt. Sprich: Ab 2021 wird das Ladenlokal ganzjährig am Mittwoch geschlossen bleiben! Der erste Mittwoch dieser Art wird also der 13. Januar 2021 sein.

Inzwischen historisch wertvoll: Das Türschild für die Sommermonate

*Im II. und im III. Quartal 2020 waren meine Benzinkosten etwa doppelt so hoch wie sonst üblich.

**Kennt noch jemand diese Umschreibung für Vertreterbesuche? Hier ist aber das derzeit gebotene Hygiene-Konzept gemeint, das man als erstes begreifen wird.

***Wussten Sie schon, dass der andere MM in Bamberg, Ortsteil Hallstadt und somit auf der ehemals grünen Wiese, genau, der mit dem Riesen-Shop, seine Hifi-Abteilung, wie ich sie mal früher definiert habe, eher mehr als weniger abgewickelt hat? Jedenfalls hat der vermeintlich kleine MM vom FLSV alle seinerzeit relevanten Artikel, die nach Hifi oder gar nach High End aussahen, vom ehemals großen MM übernommen. „Hat sich das auch erledigt!“ ist was anderes, als „Den (großer MM) hat er (MM, original) nun auch erledigt.“

Bamberger Analog-Tage 2020

Nach reichlich reiflicher Überlegung habe ich entschieden, der High End, unserer Leitmesse in München, und vieler anderer regionaler Hifi- und High End-Messen, nachzufolgen. Das bedeutet im Klartext: Bamberger Analog-Tage 2020!*

Auch wenn es wahrscheinlich die letzte der großen Hifi-Veranstaltungen in diesem Jahr gewesen ist, die abgesagt wird, kann man nur konstatieren, dass es so besser ist. Die Corona-Fallzahlen steigen momentan wieder stark, auch wenn Bamberg noch nicht so betroffen ist, wie zum Beispiel Schweinfurt. Aber man kennt ja die Räumlichkeiten des FLSV. Hier ist ein Mindestabstand zwar möglich, aber nur, wenn nur wenige bis ganz wenige Gäste kommen. Das wäre aber nicht im Sinne der Gäste und erst recht nicht im Sinne des Gastgebers MM, sich hier zu beschränken. Die offizielle Anmeldung dieser Veranstaltung samt klarer Konzeption eines Hygiene-Konzeptes sind nicht nur weitere Hürden, sondern ziehen massive Einschränkungen nach sich. Ich jammere jetzt nicht, wenn ich konstatiere, dass so eine Veranstaltung einer immensen Vorbereitungsarbeit bedarf und zudem ein kleines Vermögen kostet. Das wäre dann doch eher unverhältnismäßig, wenn nur „a paar Hanserln“ kämen beziehungsweise hinein kommen dürften. Hifi und High End lebt ja auch besonders durch den Austausch der Interessierten.

Und nein, ich habe die obligatorische Maske nicht falsch auf, wenn ich behaupte, ich höre damit schlechter. Ständig hört man sein eigenes Geschnaufe, das von der Maske nicht ins Freie gelassen wird. Das gilt wahrscheinlich für alle geübten Hörer, oder? Aber um das Gute Hören geht es uns High Endern aber doch genau, stimmt’s?

Was verpassen wir denn? Es wären die farbenprächtigsten Bamberger Analog-Tage aller Zeiten geworden. Es werden die farbenprächtigsten Bamberger Analog-Tage aller Zeiten werden!

Es wären die am wenigsten Plattenspieler-affinen Bamberger Analog-Tage aller Zeiten geworden. Es werden die am wenigsten Plattenspieler-affinen Bamberger Analog-Tage aller Zeiten werden.

Es wären die Kennschalldruck-stärksten…

Was schließen Sie aus den letzten Zeilen? Genau, das Programm stand bereits recht gut ausformuliert. Aber lassen Sie sich überraschen. Vielleicht klappt es ja im nächsten Frühjahr mit den dann nachzuholenden Bamberger Analog-Tagen 2020, auch wenn es dann schon das Jahr 2021 sein wird.

Gleiches wie für die Bamberger Analog-Tage 2020 gilt übrigens auch für die Veranstaltungsreihe der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur wie immer im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth und genauso für die Bamberger Hobbyisten-Gruppe Genusshören.

Was die Neuigkeiten und die Neuheiten aus unserem analogen Interessensbereich angeht, werden Sie selbstverständlich an genau dieser Stelle auch weiterhin aktuell informiert.

*Aber wissen Sie, was noch schlimmer als der Ausfall beziehungsweise die Verschiebung dieser Veranstaltung ist? Beethoven ist 2020 auch nahezu vollständig ausgefallen. Schon allein deswegen müssen wir dieses Virus ausmerzen, um einen der größten Komponisten aller Zeiten nachträglich vollumfänglich zu ehren.

Nachschub bei den noblen Einsteiger-Kompaktboxen: Q Acoustics 3030i

Im wahrsten Sinne des Wortes wurde die Q Acoustics 3030i nachgeschoben, ist also ein Nachzügler der vorzüglich eingeführten 30x0i Serie von Q Acoustics. Das ist insofern eine Bemerkung wert, als dass es in dieser Baureihe bereits zwei Kompaktlautsprecher gibt, nämlich die 3010i und die 3020i.

Und wie so oft profitieren die Nachzügler von Erkenntnissen, die entweder erst später gewonnen wurden oder gar aus den ranghöheren Serien des Herstellers stammen.

schwimmend aufgehängter Hochtöner der 3030i

So auch hier. Man hört sofort, dass die Concept 20 Pate stand, die ja schon ein paar Jahre eine feste Größe in der 500.- €-Klasse ist. Ein Paar der Q Acoustics 3030i kostet aber nur 400.- €, ist dafür in der Oberfläche etwas einfacher gestaltet, sprich: sie ist foliert und nicht lackiert. Dafür gibt es aber gleich vier farblich dezente Ausführungen. Nichtstrotzdem ist diese Box klanglich der Hammer! Das wurde auch schon in mehreren von mir unabhängigen Tests bestätigt: Test 1, Test 2, Test 3. Aber wie immer ist es eindeutig besser, wenn Sie sich Ihr eigenes Urteil bilden. Und zwar hier vor Ort und dann anschließend bei Ihnen zuhause. Das ist das eherne FLSV-Gesetz!

Auch ein schöner Rücken kann… ein gutes Terminal aufnehmen

Die FLSV-hausinternen Kombattanten der Q Acoustics 3030i können Sie halbwegs aktuell [hier] einsehen. Im unteren Teil der Preisliste sind ja alle Lautsprecher der Preislage nach sortiert.

Da fällt mir doch glatt was Perverses ein: Wie klingt denn eine 10000.- €-Anlage mit diesen Lautsprechern? Vielleicht sogar besser als eine Anlage, bei der alle Komponenten in etwa gleich teuer sind? Vielleicht wird das mal ein Thema für einen Würgshop in meinem Laden sein! Aber erst dann wieder, wenn es wieder ohne Gefahr und auch erlaubt sein wird. Schade, ich hätte so etwas umgehend organisiert…

So was von vernünftig: Arcam SA30 und CDS50

Auch Standard muss nicht von der Stange sein. Und außerdem: „Den Standard setzen“ bedeutet ja auch stets, dass man Vorreiter war und möglichst auch bleiben möchte. Und Arcam hatte seinerzeit mit einem meiner All Time Favourites, dem Arcam SR250, einen komplett ausgestatteten AV-Receiver nur für Stereo sowie dem Raumakustik-Korrektur-Programm DIRAC Live eine echte Duftmarke gesetzt.

Und diese wiederholt der Arcam SA30 als Quasi-Nachfolger in gekonnt gekonnter Manier. Wir haben es hier in erster Linie mit einem voll ausgestatteten, aber dennoch klar designten Vollverstärker zu tun: mehrere Hochpegel-Eingänge und Digital-Eingänge sowie den von uns Analogen stets benötigten Phono-Eingang. Letzterer gewährt sogar Moving Coil-Tonabnehmern Anschluss! Außerdem hat der Arcam SA30 einen vollwertigen Streamer mit den drei Grundfunktionen Internetradio, Streaming Dienste und Zugriff auf den heimischen Music Server verbaut. Diese weiteren digitalen Stichworte sind auch noch zu nennen: GoogleCast, AirPlay 2, UPnP Streamer, Roon Endpoint, MQA supported. Dass er auch zur Haussteuerung mit RS-232 geeignet ist, sei hier nur am Rande erwähnt.

Und auch wenn er keine Video-Verarbeitung mehr bietet, kann er doch sehr wohl das Audio-Signal des Fernsehgerätes per HDMI/ARC (= Audio Return Channel) veredeln. Dass auch der direkte UKW-/DAB+-Empfang dem Rotstift geopfert wurde, ist für die allermeisten Radio-Hörer zu verschmerzen, da eigentlich alle sonst zu empfangenden Sender auch über das Internetradio-Portal zu empfangen sind.

Muss ich an dieser Stelle extra erwähnen, dass auch der Arcam SA30 die hausintern ranghöchsten Class G-Endstufen mit richtig stramm Leistung verbaut hat, wie es sich für einen Spitzenmodell nun mal gehört. Nö, ich glaube nicht!

Aber was unterscheidet den Arcam SA30 vom kleineren Arcam SA20, natürlich ohne die geringere Ausstattung und die etwas niedrigere nominelle Leistung damit zu meinen? Na klar, das Raumakustik-Korrektur-Programm DIRAC Live in seiner jüngsten Inkarnation. Diese Software hat an vielen kleinen Stellschrauben gedreht, vor allem ist sie aber viel bedienungsfreundlicher geworden. All das führt in Summe zu einem überragenden klanglichen Ergebnis, gerade wenn man seine Lautsprecher nicht optimal stellen kann, will oder darf. Aber auch ansonsten richtig positionierte Boxen gewinnen deutlich, wenn DIRAC Live nicht nur den Frequenzgang gerade biegt, sondern besonders das Phasenverhalten korrigiert. Lassen Sie sich diesen Vorteil einfach mal beim FLSV in Bamberg vorführen. Sie wollen kaum noch anders Musik hören!*

Kritische Nachbemerkung: Was ich aber ein wenig merkwürdig bis nicht ganz nachvollziehbar finde ist, dass alle Geräte**, die mit DIRAC Live 2 ausgestattet sind, lediglich dessen „Light Version“ implantiert haben. Diese erlaubt Messungen bis lediglich 500 Hertz. Wenn man also den gesamten Frequenzbereich messen, mit einer Zielkurve versehen und auch korrigiert bekommen möchte, muss man nochmal knapp 100.- Euro investieren. Das finde ich schon a wengala schoofelig und erinnert mich an die Tintenstrahldrucker, die nach Neuerwerb gerademal ein paar Blätter gedruckt haben und man so ziemlich bald gezwungen wurde, hierfür neue und diesmal richtig vollgefüllte Kartuschen zu kaufen. Schade! Weil unnötig. Denn wer bereit ist, immerhin 2400.- € für den Arcam SA30 zu bezahlen, der gibt auch gleich 2500.- € dafür aus, zumal er sich viel Aufwand (Bestellung, Bezahlung und Download, Implantieren und neue Messung et cetera) hinterher ersparen wird.

Kennen Sie das Sprichwort: „Der hat es faustdick hinter den Ohren.“? Der Arcam CDS50

Beim Arcam CDS50 haben wir es auf den ersten Blick mit einem normalen CD-Player zu tun. Stimmt auch! Ist aber die nur halbe Miete, denn der Arcam CDS50 kann auch SACDs auslesen, was in dieser Preisklasse noch nicht zum guten Ton gehört. Außerdem lässt sich sein Digital-/Analog-Wandler (DAC) auch für andere Quellen nutzen. Das gilt besonders für die Möglichkeit, USB-Medien anzuschließen.*** Und er bietet ebenfalls wie der SA30 einen Netzwerk-Zugang. Wenn man die beiden Geräte im Verbund erwirbt, ist das ein wenig doppelt-gehoppelt oder erweitert wenigstens die Anschlussmöglichkeiten. Aber der Arcam CDS50 ist für seinen absolut fairen monetären Gegenwert auch jede Ergänzung mit einem anderen heimischen Musik-Wiedergabe-System (HMWS) wert! Nochmals zum Mitzählen: CD-Player, SACD-Player, DAC, Netzwerk-Spieler und Server, symmetrische und unsymmetrische Ausgänge, RS-232 Haussteuerung. Und das für gerademal 800.- €! Und das von Arcam!

Ziemlich vollständig ausgestattet: Arcam CDS50

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg. Und auch das ist inzwischen Standard!

*Ansonsten ist es ja nicht nötig, ganz wichtig einen Hörtermin beim FLSV in Bamberg zu vereinbaren. Hier reicht es normalerweise aus, wenn Sie ein wenig Zeit und Geduld mitbringen. Aber da die Einmess-Prozedur für DIRAC Live doch eines gewissen Aufwands bedarf und sinnvollerweise auch mit den Wunsch-Lautsprechern des Kunden eingerichtet werden muss, ist hier eine Voranmeldung nötig und wird somit erbeten.

**Das gilt mit Ausnahme der Masters Serie genauso für die aktuellen Geräte von NAD und wahrscheinlich auch für die meisten anderen Anbieter, die DIRAC Live implementiert haben.

***Hierüber wird demnächst in einem separaten Artikel berichtet. Denn diese interessante Option bieten inzwischen einige DACs, auch wenn dafür oft die Schnittstelle für USB-B (externe Soundkarte) zum Anschluss eines spezialisierten Music Servers gestrichen wird.

Endlich vollständig: ATR Celebration 40 SuperPack 3

Schauen Sie sich bitte das nun folgende Bild von der Webseite des deutschen Vertriebs ATR Audio Trade genau an

und spielen Sie in Gedanken den Anschluss des ATR Celebration 40 SuperPack 2 an die häusliche Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) durch. Na? Und? Genau! Da fehlt doch etwas, nämlich das Anschlusskabel des vorzüglichen Übertragers ST7 von Ortofon an Ihren V(orv)erstärker. Diese Lücke schließt man aber nicht mit irgendeinem Kabel, sondern am besten mit dem selben Typ Kabel, wie es das grandiose Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/5P darstellt. Und da kann es nur eines geben, nämlich das auf den Plattenteller drapierte Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/RCA.

Die ideale Ergänzung zum original Tonarmkabel: Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/RCA

Dadurch wird das SuperPack 2, über das schon an anderer Stelle berichtet wurde, zum FLSV-intern genannten SuperPack 3 und kostet entsprechend 3200.- €, nicht mehr, sondern komplett!

Weil’s gar so schön ausschaugt: Das ATR Celebration 40 Superpack 3 in der Ansicht von oben

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Eine dieser ultimativen Komponenten: Matrix Audio Element X

Es gibt ja Leute, die unbedingt ein fünfstelliges Preisschild erwarten oder gar voraussetzen, wenn es um High End und um ultimative Performance geht. Ich hoffe, sie werden wenigstens nicht enttäuscht, wenn sie schon so viel Geld ausgeben. Dass das aber nicht zwingend nötig ist, beweist der FLSV in Bamberg seit Jahr und Tag.

Nachdem wir erst vor kurzem an dieser Stelle das kleine Knabenwunder Matrix X-SPDIF 2 präsentiert haben, stellen wir heute eine Komponente für die heimische Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) vor, die zwar nur 34 Zentimeter in der Breite misst, aber gleich fünf Funktionen bereit hält und somit vier weitere Komponenten obsolet werden lässt. Das Gerät nennt sich Matrix Audio Element X und ist das Oberhaupt einer kleinen, aus insgesamt vier Modellen bestehenden Familie innerhalb des großen Programms von Matrix Audio. Dass es, wie bei Matrix Audio üblich, mechanisch besonders solide aufgebaut ist und dabei auch optisch richtig schick daherkommt, unterstreicht den High End-Anspruch aufs Feinste.

Als Erstes ist der Digital-/Analog-Wandler (DAC) zu nennen. Dieser kann, um es kurz zu machen, so ziemlich alle heutigen Formate inklusive MQA dekodieren, also über USB auch PCM bis zu 768kHz und DSD nativ bis 22.4MHz! Das dürfte mit Sicherheit noch für ein oder zwei weitere Generationen an so verfügbarer Software reichen. Verantwortlich dafür ist unter anderem einer der renommiertesten DAC Chips, die derzeit für Geld und warme Worte zu haben ist, nämlich der ESS Sabre 9038 Pro.*

Der Element X kann auch dank zweier USB A-Ports und eines Slots für MicroSD Cards als Server dienen. Direkter geht es wohl nicht, wenn man noch auf den eigenen Datenbestand zugreifen möchte.

Eigentlich bisher unvorstellbar: Über 2000 CDs passen auf diese Speicherkarte, die gerademal 11 x 15mm misst.

Aber wer macht sich heute noch die Mühe, die eigenen CDs (siehe unten) zu rippen, zu taggen und entsprechend zu speichern, wenn man heutzutage alle Musik auch per Streaming Dienst aufrufen kann? Ich zum Beispiel. Aber ich will hier nicht audiophilosophisch werden, warum ich das tue.

Das führt also ziemlich direkt zum eingebauten Streaming Client und somit zu den bekannten Nutzungsformen: Streaming Dienste: Hier werden Qobuz und Tidal unterstützt.

Zugriff aufs heimische Netzwerk per DLNA und per Airplay. Während Letzteres für Apple Nutzer praktisch ist, kann der Rest der Welt die hauseigene App dafür verwenden, aber auch die liebgewonnenen Player wie JRiver, Audirvana, MConnect HD et cetera, die man in- und auswendig kennt. Außerdem ist der Element X Roon Ready, das wohl die derzeit umfassendste Bedienoberfläche darstellt.

Der Kopfhörer-Verstärker ist eines der stärksten Argumente für den Element X, denn ich kenne keinen anderen Kopfhörer-Verstärker in dieser Güteklasse mit eingebautem Streamer. Und weil das Gerät sowieso komplett symmetrisch aufgebaut ist, bietet es auch symmetrische Ausgänge für die Kopfhörer gleich in zwei Ausführungen.***

Als letzte Funktion kann man den Element X nicht nur als Line Gerät wie zum Beispiel einen CD-Player**, sondern auch als Vorverstärker nutzen. Sollte man ausschließlich digital unterwegs sein, also zuhause nur binär Musik hören, dann benötigt man nur noch eine entsprechend hochwertige Endstufe samt passiver Lautsprecherboxen. Das wird wohl noch der häufigere Fall sein, will man nicht gleich die ganze Anlage erneuern und vor allem reduzieren. Das kann man vor allem mit der Wahl von Aktiv-Lautsprechern vollziehen. Es stehen beide Arten von Ausgängen zur Verfügung, also RCA über Cinch als auch die klanglich überlegene Variante via XLR. So hat man auf ein Mal ein aufgeräumtes Wohn- oder Musikzimmer mit nur noch einem Mindestmaß an Kabeln. Ganz ohne geht es leider zum Glück immer noch nicht.

Die Zentrale, hier laufen alle Fäden zusammen; es gibt sogar einen I²S-Anschluss zum Beispiel für die CD Box RS2 T von Pro-Ject

Um auch einen kleinen, wenn auch aus High Enders Sicht verschmerzbaren Nachteil zu nennen: Der Element X hat zwar Airplay eingebaut, aber es fehlt das eher standardgemäße Bluetooth in seiner Inkarnation aptX HD. Mein favorisiertes Beispiel zur Erläuterung dieser Notwendigkeit ist hier nicht die klanglich möglichst gute Übertragung vom smarten Phone zur HMWA, sondern ein ganz praktischer Nutzen. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie schauen zum Beispiel als Musikschüler auf Ihrem androiden Tablet auf YouTube**** einen Musik-Clip oder ein Musik-Tutorial an. Wäre es nicht viel besser, diese über die heimische HMWA anstatt über den im Tablet eingebauten Mini-Lautsprecher auf deren Rückseite zu hören? Sehen Sie?! Oder besser: Hören Sie?!

Der Matrix Audio Element X wird beim FLSV in multiplen Anwendungen zu hören sein. Aber die meiste Zeit wird er wohl oben im High End-Heimkino die Geräte bedienen, die nicht über einen eingebauten DAC verfügen. Das sind derzeit der Copland CTA 408 (unsymmetrisch) und (symmetrisch per XLR) auch der Audio Analogue Maestro Anniversary.

Und wer sich schon mal vorab mit den feinen Innereien und den technischen Daten, garniert mit Beschreibungen einiger Hörbeispiele, befassen möchte, bevor er/sie/es zum FLSV in die Innere Löwenstraße zu Bamberg kommt, um sich selbst einen zweiten Eindruck zu verschaffen, der lese diese und diese englischen Reviews.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

*Ich möchte hier aber auf keinen Fall eine Diskussion über den verwendeten Chip von der Latte brechen, denn ich weiß sehr wohl, dass es auf die Peripherie und vor allem auf die nachfolgende Ausgangsstufe ankommt, ob das Ding klingt oder klingelt. Aber mit dem ESS hat man für Ersteres schon mal eine gute Grundlage geschaffen. Das gilt selbstredend gleichermaßen für die AKMs, Burr Browns, Crystals und Texas Instruments und wie sie alle heißen.

** Kennt noch jemand diese altmodischen Wiedergabegeräte für die komischen Silberscheiben? Wenigstens haben die nahezu immer funktioniert, was man für Musik übers Netzwerk nicht zwingend behaupten kann. Sage ich hiermit ein Revival der Compact Disc (CD und CD-Player, genau, so hießen die Dinger) voraus?

*** Hier äußere ich einen Wunsch für die nächste Generation: Bitte, liebe Matrixer, verbaut eine 3.5mm-Buchse für den Anschluss eines Kopfhörers ein. Denn so gut wie alle neuen Modelle des Weltmarktes haben als allererstes einen 3.5mm-Stecker. Und so vermeidet man wieder einen unnötigen Übergang samt der damit verbundenen Verluste, wenn man auf den kleinen Stecker ein Adapter auf 1/4″ vulgo 6.3mm stecken muss. Aber ganz klar: Wer höchstwertig mit dem Matrix Audio Element X hören will, der hat ein symmetrisches Anschlusskabel an seinem High End-Kopfhörer. Und da wäre ich gleich beim nächsten Wunsch: Es gibt bei hochwertigen Taschenspielern (Portables) auch symmetrisch belegte Buchsen mit 2.5mm und nach Pentaconn mit 4.4mm Durchmesser. Wären diese Buchsen ebenfalls vorhanden, würde man sich das lästige Umstecken der Kabel am Kopfhörer selbst ersparen. Übrigens: Der FLSV bietet hier eine Vielfalt an „Ersatz-Kabeln“ in nahezu allen erdenklichen Stecker-Varianten an.

**** Englisch für: DuRöhre; was aber nichts mit den uns lieben Glimm- und Glühkolben zu tun hat!

Nachschub bei den nobelsten Kompaktboxen: Yamaha NS-3000

Das ging ja schnell! Auch wenn der FLSV in Bamberg seit Jahrzehnten Yamaha Premium Partner ist und somit auch eher als andere Händler mit der exklusiven Ware des wohl dienstältesten japanischen Herstellers bedient wird, war die Anlieferung der neuen NS-3000 Ende dieser Woche doch eine freudige Überraschung. Vor dem Auspacken durften sich die beiden erst mal von der langen Reise erholen.

Schon von außen ist erkennbar, dass es sich um zwei unterschiedliche Boxen handelt

Und nein: Es folgt nun kein Unboxing Video.

Liebe zum kleinsten Detail: Die Aus-und Umwurfanleitung der NS-3000

Aber vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die beiden Kartons auch von außen erkennbar unterschiedliche Lautsprecher beinhalten, sondern je einen für links und einen für das andere links. Diese Nomenklatur gibt es auch bei anderen Herstellern, aber da sind meist technisch identische Lautsprecher drin, die aber sehr wohl paarweise aufgebaut und so selektiert wurden.

Wie schon bei der großen Schwester NS-5000 sind die Chassis, die für den sensiblen Mittelhochtonbereich zuständig sind, asymmetrisch auf der Schallwand ausgerichtet. Aber zueinander bilden der linke und der rechte Lautsprecher selbstredend wieder eine perfekte Symmetrieachse. Ich frage mich dabei immer, warum das die meisten Hersteller nicht genauso handhaben, wo es doch ganz eindeutige Vorteile bietet, wenn die Abstände zu den Seitenkanten des Gehäuses eben nicht gleichartig sind.*

Und ich wiederhole mich gerne: Am auffälligsten bei der großen Baureihe von Yamaha ist die Verwendung eines einzigen Materials zur Herstellung aller Membranen. Das nennt sich ZYLON™ und ist als zugfeste Faser in quasi allen Stärken zu legen, eben vom leichten Hochtöner

Egal, ob leichte Hochton-Kalotte oder relativ schwerer Tiefmittelton-Konus: ZYLON™ ist das Material der Wahl!

bis zum ultrastabilen Tiefton-Konus mit hinterbelüfteter Schwingspule.

Auffällig ist das identische Membranmaterial bei beiden Chassis sowie der strömungsgünstige Gusskorb

Und wie schon bei der NS-5000 wurde bei der Entwicklung der NS-3000 wieder größter Wert auf Verwindungssteifheit des Gehäuses gelegt. Hier kamen FEM-Analysen und Lasermessungen zum Zuge. Ebenfalls große Beachtung bei der Entwicklung fand die rückwärtige Bedämpfung des Hochtöners, die im Verhältnis zum technischen Aufwand eher schlicht RS-Kammer genannt wird.

Der Hochtöner musste nicht verändert werden, er stammt aus der NS-5000. Hier gut sichtbar: Die RS-Kammer

Aber auch im Volumen für den Tiefmitteltöner gibt es derlei Arbeit zu verrichten, aber so, ohne dabei zu viel Energie von der Musik selbst zu absorbieren. Dieses neuentwickelte Bauteil nennt sich (wiederum schlicht und selbsterklärend) Acoustic Absorber.

Ebenfalls selbstverständlich ist die Verwendung von richtig hochwertigen Bauteilen der Kölner Firma Mundorf für die passive Frequenzweiche. Nicht mehr ganz so selbstverständlich ist die Anfertigung einer stabilen Unterlage für verwendeten Bauteile, unter anderem einer richtig schweren Trafokernspule. Hier werden die Komponenten direkt miteinander, also ohne eine Platine mit zig unnötigen und auch unreinen** Übergängen, verbunden.

Danke an Produktmanager Andreas Rieckhoff für die Innenansicht, hier der Trägerplatte für die Frequenzweichenbauteile der NS-3000

Kurz erwähnt sei auch noch, dass es für die NS-3000 ein Paar maßgeschneiderte Stands gibt. Aber wer weiß, wie viel Platz der FLSV in seinen Vorführräumen hat, kann nachvollziehen, dass hier eine relativ mobile Kompaktbox eher in Frage kommt, als eine Quasi-Standbox. Und auch, dass wieder zweiteilige Schaumstoffpropfen der Sendung beiliegen, um eine Überhöhung im Bassbereich bei zu wandnaher Aufstellung korrigieren zu können.

So viel technologischer Aufwand, aber wie klingt das Ding denn? Irgendwie spektakulär, nämlich spektakulär unspektakulär! Und das gleich aus dem Karton heraus und einfach angesteckt. Und damit das obligatorische Einspielen schneller geht, läuft in Endlosschleife das neue Album von St. Helena, der Heiligen der Fischerszunft. Da würde ich mich auch beeilen!

Und wie jeder weiß, der bei mir schon mal im Laden war, sage ich zur tonalen Ausrichtung der von mir angebotenen Lautsprecherboxen nix, niggs und nochmals nichts! Aber wenn Sie aber dennoch unbedingt einen ersten und auch einen zweiten Vorgeschmack bekommen wollen, dann lesen Sie bitte den sehr anschaulich geschriebenen Artikel von Holger Biermann auf Low Beats und kaufen Sie die aktuelle Ausgabe der stereoplay, also die Ausgabe 10.2020, in der Jürgen Schröder auf seine bekannt blumige Art den neuen Lautsprecher beschreibt. Ich denke, mehr fundiertes Lob kann es für einen Lautsprecher kaum geben. So relativiert sich auch der zugegeben recht hohe Anschaffungspreis der Yamaha NS-3000. Es liegt also an Ihnen, nachzuprüfen, ob Sie genauso freudig erregt reagieren, wie ich. Denn auch ich glaube dem, was mir die Herren Entwickler gleich nach Öffnen des Kartons versprechen:

Emotionsversprechen, aber erst nach Kauf der Lautsprecher!

Somit haben wir den neben den üblichen Verdächtigen noch einen mehr als interessanten Neuzugang zu vermelden. Und noch was, frei nach dem Motto: „Wer’s glaubt, wird selig, wer es selbst sieht, fliegt in den siebten Himmel“: Die Yamaha NS-3000 sind exakt das 50. Paar tatsächlich vorführbereiter Kompaktlautsprecher beim FLSV! Aber Sie können ja gerne mal beim nächsten Besuch nachzählen, ob das stimmt.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

*Wir machen es uns aber nicht ganz so einfach und zitieren den bekannten Ausspruch eines unbekannten Künstlers: „Symmetrie ist die Ästhetik der Dummen.“

**Unrein meint hier, dass das Tonsignal von einem Metall in ein anderes Metall und dieses wiederum mit einem besonders unguten Metall verbunden, nämlich dem Lötzinn, geschickt wird. Es werden also folgende Kontakte und Übergänge vermieden: Draht am Frequenzweichen-Bauteil → Lötauge inklusive Lötzinn auf der Platine → dünnste (in der Regel 35µm „starke“) Kupferauflage auf der Platine → bis zum nächsten Lötauge inklusive Lötzinn auf der Platine → Draht am damit zu kontaktierenden Frequenzweichen-Bauteil. Und das viele, viele Male!

Nachschub bei den noblen Kompaktboxen: Dynaudio Contour 20i

Als hätte der FLSV in Bamberg nicht schon genügend Lautsprecher im immer beliebten Kompaktformat, gibt es nun auch noch die gerade neu aufgelegte Serie Contour i von Dynaudio. Diese ist immerhin die dienstälteste Baureihe des dänischen Herstellers mit chinesischen Chefs.

Klassische Bestückung: 18er mit Gewebekalotte

Auch wenn es zur gerade abgelösten Contour ohne i nur wie eine MOPF* aussieht, so ähnlich sehen sich die jeweiligen Geschwister, so hat sich hinter der Fassade richtig viel getan. Denn nun ist auch diese Baureihe im Jupiter genannten Messraum von Dynaudio entstanden. Und das hört man sofort! Es gibt wie zuvor 3 weitere Modelle, nämlich auch die beiden Standlautsprecher Contour 30i und Contour 60i sowie den Center Speaker für Heimkino-Anwendungen Contour C25i.

Die Verarbeitung als auch die Terminals sind wie immer seit 1986 vom Allerfeinsten. Und denen steht der Klang in nichts nach. Man erkennt sofort die Jahrzehnte-alte klangliche Signatur, nur dass noch mehr Details fließen. Dabei wird die Musik nie seziert, sondern stets im Gesamten belassen. Sie hat eben eine klare Kontur!

Richtig wertige Anschlüsse

Und wie es der Zufall will, habe ich hier gerade eine komplett renovierte Contour 1.8 als Reminiszenz an die Ursprünge dieser schon immer noblen Baureihe stehen! Aber die neue Contour 20i scheint sogar schwerer zu sein, als die alte, große Schwester!

Klassische Contour 1.8 mit Passivmembran und aktuelle Contour 20i
Oiginalplakette auf der Contour 1.8

Und wenn jemand in der Branche einen Zweiwege-Lautsprecher in kompakt mit den klassischen Zutaten kochen oder, wie wir Franken lieber hören möchten, brauen kann, dann ist es eben Dynaudio! Erinnert sei an dieser Stelle an die vielen Vorläufer dieser Contour 20i mit den vielleicht bekanntesten Vertretern Contour 1.3 (MK II).

*MOPF wird wohl hauptsächlich in der Automobil-Branche verwendet und bedeutet Modellpflege.

Tolles Zubehör für Digitalos: Matrix X-SPDIF 2

Was tun, wenn Sie sich für einen meiner beiden tollen Music Server, also den Soul M oder den Roon Nucleus interessieren würden, die ihrerseits aber lediglich über die USB-Ports Daten annehmen und ausgeben, Sie aber nur einen hochwertigen Digital-Analog-Wandler (DAC) mit den klassischen 3 Digitaleingängen (Coaxial, TOSLink und AES/EBU) hätten,

der also nicht über eine sogenannte Externe Soundkarte verfügt? Denn so könnten Sie diese entweder nicht direkt, sondern nur übers heimische Netzwerk nutzen. Und das wäre schade, verschenkt diese indirekte Verbindung doch einiges an Klangqualität und reagiert auch deutlich langsamer zum Beispiel nach einer Befehlseingabe.

Aber es gibt wie immer Abhilfe beim FLSV in Bamberg. Wir verwenden seit Jahr und Tag hierfür die USB-Bridge von Matrix Audio, aktuell in der Version X-SPDIF 2, die wie viele andere tolle Produkte hierzulande von Robert Ross vertrieben werden. Neben der Grundfunktion, die Daten der Festplatte von USB nach Coaxial mit 75 Ohm, Digital optisch, AES/EBU mit 110 Ohm und auch der aktuellen Variante von I²S per HDMI-Kabel zu transferieren, ist es neben dem prinzipiell tollen Klang auch die Möglichkeit, alle klangmindernden „Funktionen“ von Microsoft Windows zu umgehen. Außerdem wird ein sogenanntes Reclocking vorgenommen, wobei der Matrix X-SPDIF 2 sozusagen den Takt vorgibt, dem die nachfolgenden Geräte folgen müssen.

Der Matrix X-SPDIF 2 verarbeitet PCM-Signale bis 32 Bit und 768 Kilohertz und einen DSD-Datenstrom mit bis 11,6 Megahertz an der I2S-Schnittstelle! Somit können alle nur erdenklichen Digitalformate nicht nur auf dem PC/Mac/Linux-Rechenknecht gelagert, sondern auch weitergegeben werden.

Dass der X-SPDIF 2 noch weitere Einstellmöglichkeiten bietet, wie zum Beispiel die Belegung der Kontakte der HDMI- Schnittstelle für die I2S-Signale zu verändern und die DSD-Ausgabe nativ oder per DSD over PCM (DoP) zu wählen, sei hier nur am Rande genannt. Wichtiger ist, dass man entweder das beigelegte Netzteil oder besser gleich das deutlich stabilere Zusatznetzteil Keces P3 (Vertrieb wiederum Robert Ross, siehe oben) verwendet, um die Spannungsversorgung des Matrix nicht auch noch dem sendenden Geräts aufzubürden.

Noch besser und schneller wird es, wenn der Music Server über einen eigenen WLAN Access Point verfügt, wie es der Soul M anbietet. Hier kann man sogar den Router umrouten und so die ganze Strecke „Music Server – Router – Streaming Bridge oder Streaming Client – DAC“ auf ein Minimum, also auf „Music Server – DAC“ reduzieren. Sie glauben ja gar nicht, wie viel das klanglich ausmacht! Aber der nominelle Nachteil hiervon sei auch genannt: Wenn Sie so Musik hören, können Sie in dieser Zeit nicht parallel im WWW surfen, ohne stets zwischen den beiden WLANs umzuschalten. Also dann doch lieber nur Musik Hören!

Wer es noch eine Spur nobler und somit auch klanglich besser, aber auch eine Ecke teurer haben will, der greift zur Hydra Z von Audiobyte.

Hegel: Teilzeit-Bamberger oder doch Norweger?

Ja, wir gebildeten Bamberger und die, die wenigstens das von sich glauben, sind stolz auf die gerademal 2 Jahre, die der große Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel in unserer schönen Stadt vor über 210 Jahren verbracht hat. Aber der FLSV ist genauso stolz auf die Produkte der norwegischen Firma Hegel, die seit 2 Jahren eine Lücke im Portfolio schließen, die sich dank der neuen Streaming Technologien erst so ergeben hat.

Denn was die Vollverstärker dieser skandinavischen Firma besonders auszeichnet, sind zum einen die nahezu perfekt eingebundenen Qualitäten beim eben genannten Streaming sowie die „SoundEngine Technology“ genannte Schaltung, die zu einem besonders hohen Dämpfungsfaktor führt. Der Lautsprecher als massebehaftete und somit träge Größe wird hier an besonders straffen Zügeln geführt. Und da ausgerechnet der größte Vollverstärker Hegel H590 der erste Verstärker in meinem Programm war, der die KEF Blade 2 wirklich zu Höchstleistungen antreiben konnte, habe ich mich entschieden, diesen Verstärkern einen ihnen gebührenden Platz einzuräumen.

Aber auch die kleineren Modelle haben normale Lautsprecher mit eher schwachem Kennschalldruck gut im Griff. Selbst der kleine Hegel H90 zum Beispiel an der Bonsai-Blade KEF LS50 spielt souverän.

Das meistverkaufte Modell ist aber sofort nach seinem Erscheinen der Hegel H120 geworden, der viel von den großen Modellen profitiert, aber nur 2600.- € kostet (und nicht 10000.- € wie der Hegel H590!)

Was alle Verstärker von Hegel zusätzlich auszeichnet, ist die Bereitstellung eines USB-B-Anschlusses trotz der Netzwerk-Fähigkeit. Das ist für mich, der gerne auf einen High End-Musik Server wie den Soul M und/oder den Roon Nucleus zugreift, elementar wichtig. Diese sogenannte „externe Sound-Karte“ wird bei vielen Herstellern neuerdings schon wieder eingespart, man hat ja schließlich Netzwerk-Zugriff. Aber dass eine direkte Verbindung immer die bessere sein muss, wird hier wohl geflissentlich übersehen.

Probieren Sie es einfach mal aus, ob das nicht eine Alternative sein könnte. Ein paar Kabel bleiben gegenüber der bisherigen Verstärker-Variante zwar übrig, aber das lässt sich doch leicht verschmerzen, oder?

Und so trifft das auch für die Norweger zu, zumindest bezogen auf die Zielrichtung bei der Entwicklung von High End-Geräten, was Wikipedia über unseren Hegel schreibt:

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart; † 14. November 1831 in Berlin) war ein deutscher Philosoph, der als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus gilt.“

Neues Zubehör für Digitalos: Silent Angel Bonn N8

Man kann sich ja darüber streiten, ob ein Netzwerk-Switch überhaupt Einfluss auf die klangliche Darbietung einer vornehmlich digitalen Audio-Kette mit mehreren streamenden Geräten nehmen kann, in der ein Router die Verteilaufgaben im heimischen Netzwerk übernimmt. Wir wollen das mal vorsichtig mit „Ja, aber sicher!“ beantworten.

Konkret geht es um den Silent Angel Bonn N8 der Firma Thunder-Data, der immerhin 400,- € kostet! Und was bekommt man für sein Geld von diesem genauso unscheinbaren Kästchen, wie es die bisherigen von Lancomm, die für mich besten unter den normal erhältlichen Netzwerk-Switchen, auch sind?

Sieben zusätzliche Netzwerk-Ports durch den Silent Angel Bonn N8

Da ist der verbaute Oszillator mit Temperatur-Korrektur zu nennen, der um ein Vielfaches präziser als die üblichen Verdächtigen arbeitet, sodass das deutlich genauer getaktete Netzwerksignal weniger Jitter produziert. Neben einem Netzteil aus der Medizintechnik werden zudem besondere Schaltungen zur Rauschunterdrückung verwendet sowie eine spezifische Dämpfung des Gehäuses gegen elektromagnetische Störstrahlungen eingesetzt.

Zwei klangliche Meriten sind schnell herausgehört: Die Auflösung ganz allgemein wird deutlich verbessert und als Konsequenz hieraus wird die räumliche Abbildung ebenfalls deutlich gesteigert. Wenn das mal nichts ist!

Wir kennen zwar noch eine besser klingende Variante, die aber ganz ohne Netzwerk-Switch auskommt. Darüber aber mehr, wenn es wieder heißt: Der FLSV kann auch digital, Folge 385!

Wunderspeicher oder Speicherwunder?

Diesen echt digitalen Massenspeicher habe ich vor wenigen Tagen beim Ausmisten gefunden. Das Format einer SD-Card ist sofort wiedererkennbar. Aber die Kapazität ist schier unendlich. Unendlich klein! Auf diese SD Card würde gerademal ein einziger Titel eines normalen Pop-Albums im FLAC Format draufpassen. Wir können uns demnach glücklich schätzen, dass der technologische Fortschritt auch wirklich einen klanglichen Zugewinn nicht nur verspricht, sondern auch einhält.

Von der 3. Dimension zur Scheibe: Schallplattenbügler ORB DF-1i A

Nein, der FLSV verkauft nicht seit Kurzem auch noch Haushaltsgeräte und erst recht keine Bügelmaschinen. Aber ausgerechnet eine der wertvollsten Schallplatten im nicht ganz so kleinen Second Hand-Sortiment des FLSV hatte durch große Hitzeeinwirkung einen durchgehenden waagrechten Knick abbekommen, und zwar vom Kistenrand, in denen die LPs aufbewahrt werden. Diese deutlich höhere Hürde, als sie normale Verwellungen bei Schallplatten darstellen, war die Messlatte für den Kauf einer solchen Maschine.

Sie wissen ja, dass verwellte Schallplatten nicht nur den Klang verschlechtern, wenn sie überhaupt vom vorhandenen Tonarm samt montiertem Tonabnehmer abgetastet werden. Auch der Verschleiß ist deutlich höher. Was sich aber am deutlichsten negativ bemerkbar macht, sind die drastisch erhöhten Gleichlaufschwankungen! So ist dann zum Beispiel Klaviermusik eher ein Gejaule als ein echter Genuss.

Plattenplattmacher ORB DF-01i A

Und weil die oben erwähnte Schallplatte durch die ORB DF-01i A wieder absolut plan wurde, haben sich Lauschgoldengel Mathias Thurau und MM, also der echte MM vom FLSV, zusammengetan und sich diesen Disc Flattener, wie die Amiganer so schön sagen, angeschafft.

äußerlich eher unscheinbar, aber mit einem warmen Herzen

Die Funktionsweise ist so simpel wie einfach: Die verwellte oder verbogene Schallplatte wird beidseitig eingespannt und dann ganz, ganz langsam, aber extrem gut kontrolliert bis maximal 60 Grad Celsius erwärmt. Hierzu stehen drei Programme für verschieden starke Schallplatten zur Verfügung. Aber genauso entscheidend für ein gutes Ergebnis ist die ebenfalls sehr, sehr langsame Abwärmung! So dauert dieser Prozess etwa acht Stunden. Wir verlangen hierfür pro Schallplatte gerademal 12,- €!

Das Bedienfeld der Lieblingsbügelmaschine

Diese Maschine kann alle Formate, also auch Singles und 10-Inches platt machen, ist aber für Schellacks ungeeignet. Aber die verziehen sich ja nicht, sondern brechen einfach.

Womit bewiesen wäre, dass die Welt, zumindest die der Vinyl-Nerds, doch eine Scheibe ist!

Erst spielen wir mit, dann staunen wir Bauklötzchen

Der FLSV in Bamberg ist ja seit Menschengedenken Ortofon Elite-Händler. Wussten Sie das? Ich auch nicht, zumindest geht das im Tagesgeschehen oft unter, dass wir auch bei den Kleinigkeiten* eigentlich ganz groß sind.

Elite-Händler bedeutet im Falle vom dänischen Weltmarktführer Ortofon**, dass der Fachhändler vor Ort nicht nur ein paar Tonabnehmer mehr als sonst üblich bereit hält, sondern die aus allen Klassen, also auch aus der High End-Schiene. Diese sind aber in erster Linie nicht für den Verkauf bestimmt, sondern sollen explizit Ihnen, also meinen wertgeschätzten Kunden, zum ausgiebigen Testen zur Verfügung gestellt werden.

Und genau hier habe ich das Sortiment ein wenig aufgestockt. Denn die beiden „nackigen“ SPUs, also die, die ohne das typische Bakelit-Gehäuse und das SME Bajonett auskommen (können), hatte ich zuvor nicht vorrätig, während die anderen High End-Tonabnehmer, auch die Cadenzas, in diversen vorführbereiten Plattenspielern von Pro-Ject, ebenfalls im Deutschland-Vertrieb von Audio Trade ATR, verbaut sind.

Wenn Sie also mal an vorderster Stelle aufrüsten wollen, also da, wo die Musikübertragung in einer analogen Kette wirklich beginnt, dann wissen Sie spätestens jetzt, wo Sie ab sofort hingehen können, nämlich zum seit über 35 Jahren Inhaber-geführten Fachgeschäft FLSV in Bamberg.

*Kleine Anekdote am Rande: Einer meiner Außendienstler hat sich mal beim Heben von Lautsprechern verhoben. Mit Kreuzschmerzen hat er für sich beschlossen, nur noch Tonabnehmer in seinem Vertreter-Portfolio zu führen, weil diese genauso wertvoll, aber viel leichter als Lautsprecher seien.

**Ortofon blickt inzwischen auf eine über 100-jährige Geschichte zurück, mehr als nur ein Menschengedenken also.

Wer nicht hören will, muss erst lesen!

Heute schmückt sich der FLSV mal mit fremden Federn*. Aber es gibt einen besonderen Anlass, dies zu tun, denn über das seit über 35 Jahren ortsansässige Fachgeschäft wurde in der renommierten Fachgazette Fidelity das zweite Händler-Portrait in dieser Reihe überhaupt angefertigt, und das auch noch vom Chefredakteur himself, demnach also von Carsten Barnbeck.

Wie zu Zeiten der Bamberger Analog-Tage sah es an diesem Freitag ausnahmsweise mal richtig aufgeräumt in den Vorführräumen aus. Zumindest bis kurz vor 14.00 Uhr, denn dann kamen auf einen Schlag ganz viele Reparaturen herein und es sah aus wie immer beim FLSV im Kleinen Vorführstudio. Aber das macht ja nichts, dass es hier nach Arbeit aussieht und nicht nach ambivalentem Hochglanz-Ambiente. Das ist ja eben das Markenzeichen, das ja auch den Umgang mit den Kunden bezeichnet, nämlich stets auf Augenhöhe.

Hier liest der Kunde selbst, Teil 1

Tatsächlich musste sich unser Gast die meiste Zeit seine Eindrücke, wie es in diesem mit Abstand ältesten Fachgeschäft für Hifi und High End in Bamberg so zugeht, selbst erarbeiten. Denn es ging zu, schließlich war es Freitagnachmittag. Aber zum Glück gab es etwas Abwechslung und Ablenkung durch Lauschgoldengel Mathias Thurau und Alex Kloss, die mir so den Rücken freihielten. Auch Ralf Wölfel von Ars Machinae konnte mit unserem Gast in dieser Zeit ein wenig fachsimpeln.

Hier liest der Kunde selbst, Teil 2

Wenn Sie den FLSV noch nicht kennen, dann lesen Sie bitte den oben eingefügten Text. Sollten Sie sich nun doch angesprochen fühlen, dann probieren Sie es mit einem Besuch hier bei uns einfach aus. Apropos Bier: Das passt bei diesen Temperaturen zur Lektüre hundertprozentig dazu, stimmt’s Carsten Barnbeck?!

*Nein, der Inhaber des Bamberger Fachgeschäfts wurde nicht geteert und somit auch nicht gefedert.

Die neue Mittelklasse #1: Wharfedale EVO4

Es tut sich was in der eigentlich totgesagten Mittelklasse bei Lautsprechern. Und zwar mächtig! Im ersten Teil geht es um die inzwischen 4. Generation* der EVO-Baureihe des traditionsreichen Herstellers Wharfedale. Dieser hat ja erst vor Kurzem gleich zweimal richtig auf die Pauke gehauen, und zwar mit dem Jubiläumsmodell Linton 85 und auch mit einer neuen Spitzenserie namens Elysian. Deren Vorgänger Jade sieht man immer noch auf dem Aufmacherfoto für die vom FLSV angebotenen Heimkino-Lautsprecher. Allerdings ist mir diese Baureihe, die ja nur aus zwei Modellen besteht, tatsächlich rein physikalisch zu mächtig, nimmt die Elysian 4 doch glatt Platz für zwei andere Lautsprecher in Anspruch.

Großkampftag beim FLSV: Zum Glück kamen an diesem Tag nur zwei Paletten mit Ware

Diesen Platz gönne ich doch viel lieber gleich allen vier Modellen aus der seit Jahrzehnten an zweiter Stelle in Deutschland angebotenen Hierarchie aller Wharfedale Lautsprecher, eben der EVO4. Auch für den normalen Kunden, der nicht über ein riesiges Wohnzimmer verfügt, ist das die vernünftigere Wahl, denn auch die größte Box, die EVO4.4 ist eher schmal und auch unkritisch, was die Aufstellung in Wandnähe betrifft.

Es sind zwei Kompaktboxen, die irgendwie normale EVO4.1 und die gerade noch kompakt zu nennende EVO4.2 sowie zwei Standlautsprecher, die sehr zierliche EVO4.3 und die schon nicht ganz unstattlich zu nennende EVO4.4 bei Ihrem Fachhändler für Wharfedale-Fragen in der ständigen Vorführung zu hören. Abgerundet wird diese Baureihe durch gleich zwei Center Speaker für die Ergänzung in einem Heimkino-System.

Und gleich noch ein Hammer-Argument für die EVO4 Baureihe: Alle Modelle sind Echtholz-furniert. Es gibt jeweils drei Ausführungen: Esche weiß und Esche schwarz sowie ein schönes, eher helleres Nussbaum. Und das in dieser Preisklasse!

Brauchen Sie immer noch ein Argument zur Vernünftigkeit?** Dann schauen Sie mal aufs (beim FLSV im Großen Vorführstudio nicht vorhandene) Preisschild***! Ja richtig: Für ein Paar Elysian 4 bekommen Sie gleich 5 (in Worten: FÜNF) Paare EVO4!****

In dieser Preisklasse nicht ganz selbstverständlich: Echtholzfurnier in drei Ausführungen

Den drei großen Modellen gemein ist die Verwendung einer klassischen Mittelton-Kalotte. Der prinzipielle Vorteil dieser Bauart ist, dass sie den für uns Menschen empfindlichsten Frequenzbereich nahezu allein überträgt. Der ebenfalls prinzipielle Nachteil sei aber auch genannt: Hier muss die Frequenzweiche, dem Teil einer Lautsprecherbox, das eigentlich entscheidend für die finale Klangabstimmung ist, entsprechend doppelt so aufwändig sein, wird doch dieses Mittelton-Chassis jeweils nach unten und auch nach oben abgetrennt.

Aber was in dieser Klasse bestimmt nicht so oft bis gar nicht vorkommt, ist die Verwendung eines waschechten AMTs. AMT ist die Abkürzung für Air Motion Transformer, bei dem, kurz gesagt, eine Folie ähnlich eines Bändchens quer und in Form einer Ziehharmonika eingespannt ist. Das ermöglicht eine etwa viermal so große Beschleunigung und entsprechend leichtfüßigere Wiedergabe des Hochton-Bereichs. Auch hier wieder zum Mitschreiben: Der Hochtöner ist nicht nur für die Wiedergabe der hohen und höchsten Frequenzen zuständig, sondern auch für die Erzeugung der Illusion einer räumlichen Abbildung in unserem Gehirn.

Mittelton-Kalotte und Air Motion Transformer der neuen Wharfedale EVO4 Baureihe

Wenn Sie also mal wieder so richtig vernünftig im Luxus schwelgen wollen, dann schauen und hören Sie sich diese neue Baureihe von Wharfedale einmal und zweimal***** an, selbstredend beim Fachhändler vor Ort, dem FLSV in Bamberg.

Und weil Fachhändler vom Fach sind, spielen sie die Lautsprecher sehr effizient ein, indem sie alle vier Modelle durch eine geschickte Reihenschaltung an einem stabilen Verstärker betreiben.

Die Reihenschaltung als solche; immer wieder gerne genutzt, um mehrere Lautsprecher gleichzeitig in Form zu bringen.

*Man könnte auch ganz korrekt sagen, es handele sich um die 3. Evolution der EVO-Baureihe.

**Vernunft ist, glaube ich, noch mal was ganz anderes.

***Dafür gibt es ja die bestens gepflegten Preislisten, die sogar sortiert nach Kompaktboxen und Standlautsprechern.

****Sie haben doch bestimmt eine geräumige 5-Zimmer-Wohnung, um alle Lautsprecher aufstellen zu können, oder doch nicht?

*****Wie immer beim FLSV gilt: Erst Anhören im Laden und dann bei prinzipiellem Gefallen auch unbedingt zuhause in den eigenen (in der Regel) vier Wänden.

Das neue Rechenrätsel: 01.07. – 31.12. = X : 1.19 x 1.16

Wie wir alle wissen, gilt ab dem 1. April, nein ab dem 01. Juli 2020 ein anderer, nämlich der alte Mehrwertsteuersatz in Höhe von 16 %. Dieser aus heutiger Sicht verminderte Steuersatz galt nämlich auch bis Ende 2006. Ja, so lange ist das schon wieder her. Aber dass Sie sich nicht zu früh freuen: Dieser ist doch beschränkt, nämlich zeitlich, und zwar wieder bis Ende des Jahres, diesmal dem von 2020.

Wer aber denkt, ich mache mir mal schnell die Arbeit und korrigiere alle meine auf dieser Webseite hinterlegten Preislisten, der hat sich sowas von geirrt! Das ist nämlich richtig viel Arbeit, die ich mir dank der mathematischen Intellenz meiner Kunden* gar nicht machen muss. Diese elitäre Gruppe nimmt nämlich einfach einen halbwegs tauglichen Taschenrechner in die Hand und gibt folgende Formel ein:

1 : (geteilt durch) 1.19 x (mal) 1.16 = (ist gleich) 0.9748; dann wird die x-Taste – ganz wichtig! – zweimal gedrückt** und schon hat man die Konstante, die sich dann wie eine Konstante durch alle meine Preislisten ziehen wird, wenn man nun den jeweils in meinen Preislisten hinterlegten Betrag eingibt. Diese Funktion bleibt bestehen, wenn Sie stets nur den nächsten Betrag und dann = (ist gleich) drücken oder bis Sie sie ändern. Also wird zum Beispiel aus 1280.- € nun 1247,74 €. Aber glauben Sie bitte nicht, dass ich ab sofort kleines Münzgeld in großen Mengen bereithalte…

Ich glaube ein einziges Mal in dieser Diskussion einen Beitrag vernommen zu haben, dass mit dieser Maßnahme auch der Einzelhandel gestützt werden sollte, indem dieser den leicht erhöhten Deckungsbeitrag als Kompensation für die Wochen und Monate ausgebliebenen Umsätze einbehalten sollte. Was für ein blauäugiger Unrealist war das denn? Kennt der denn nicht den Kunden als solchen?

Ich wünsche dennoch gutes Gelingen und den Mitarbeitern in den Finanzämtern viel Spaß bei dieser temporären Irronie!***

*Bitte fallen Sie nicht auf derzeit verbreitete und ach so verlockende Angebote der CIA herein. Das ist nicht die Customer Intelligance Agency!

**Meist erscheint im Display dann ein markiertes X oder ein K

***Denn sie gilt auch nur bis zum bitteren Ende des Jahres 2020 und dann wird wieder um-, weil wieder zurückgestellt. Wer bezahlt denn eigentlich diesen immensen verwaltungstechnischen Aufwand in den Unternehmen? Der Kunde? Der Staat? Und außerdem: Warum mussten es 19 Prozent sein und nicht gleich 20 davon? Zumindest leichter zu rechnen wäre das!

Neuzugang beim FLSV: Harbeth, einer davon sogar mit eingebautem Teufelchen

Wer aufmerksam die vorletzten Neuigkeiten hier auf diesem Portal gelesen hat, wird sie schon entdeckt haben, die kleine Harbeth P3ESR. Und genau dieser Zwerg von einem Lautsprecher gab den Ausschlag, diese altehrwürdige Marke von der Insel, der abtrünnigen, also von der Insel der Abtrünnigen zusätzlich zum eh schon prallvollen Portfolio des FLSV in Bamberg hinzuzugesellen. Wir führen drei von zum Glück nur fünf Modellen, die Harbeth für den Hifi- und High End-Bereich anbietet*. Außer der kleinsten Box mit dem größten Charme kann man bei uns noch den Monitor 30.1 sowie den hausinternen Bestseller Super HL5 Plus hören.

Harbeth Lautsprecher zeichnen sich durch viele Besonderheiten aus. Vieles davon ist bestimmt auch Ihnen bekannt, wie zum Beispiel die Wurzeln und die besondere Historie. Harbeth besteht nun schon seit über 40 Jahren und ist einer der wenigen, noch heute existierenden echten Epigonen, die seinerzeit für die Entwicklung und Herstellung berühmter BBC-Monitore wie dem berühmten LS3/5 Monitor federführend zuständig waren! Als Anbieter von Monitoren aller Art (siehe unten) müssen diese einen natürlichen, unverfärbten Klang samt hohem Auflösungsvermögen darstellen, aber auch geeignet sein, Musik lange und ermüdungsfrei abhören zu können. Aber wussten Sie, dass diese Lautsprecher so abgestimmt sind, dass der Bespannrahmen stets aufgesetzt bleibt. Ohne spezielles Werkzeug bekommt man ihn auch gar nicht herunter!

Eine weitere Besonderheit ist die, dass man keine Schrauben sieht und davon ganz viele. Denn die Chassis selbst werden von hinten auf der Schallwand fixiert, während diese selbst ins Gehäuse geschraubt wird. Durch diese anderen Schrauben werden allerdings die Geometrien intern so verändert, sprich verkleinert, dass Resonanzen sich zum einen vermindern und sich zum anderen auf verschiedene Frequenzbereiche verteilen.

Klassischer Monitor mit der Chassisbefestigung von der Innenseite der Schallwand

Außerdem haben wir mit Bernd Hömke von input audio, einem der umtriebigsten Vertriebler in unserer Szene, einen mehr als angenehmen Ansprechpartner. Bestimmt werden Sie ihn mal vor Ort, also hier, kennenlernen.

Bei unserer Veranstaltungsreihe wird die Harbeth P3ESR, mit der der Teufel persönlich seinen 40. Geburtstag feiert, den Höhepunkt markieren!

Ja, wo steckt denn das Teufelchen?

*Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Harbeth seiner Tradition gemäß auch Lautsprecher anbietet, die für die tägliche Arbeit in Studios aller Art, also vom normalen Tonstudio bis hin zum British Library’s National Sound Archive konzipiert wurden. Bemerkenswert ist hier, dass dennoch alle Profi-Modelle passiv arbeiten.

Wellness am Schreibtisch

MM hat 3 Schreibtische, an denen er arbeitet. Nein, nicht gleichzeitig, aber doch selbst und ständig. Und an jedem dieser Arbeitsplätzchen kann er mehr als nur ordentlich Musik hören.

Der Tisch, an dem zum Beispiel diese Zeilen und auch der Rest der Webseite des FLSV entstehen, ist der üppigst bestückte, tummeln sich hier doch nicht nur eine Menge Elektronik*, sondern auch gleich drei Lautsprecher. Einer davon ist der wohl kompakteste Subwoofer aus dem High End-Segment, nämlich der Sunfire Atmos und ein Paar DALI Menuet. Aber die weißen Boxen haben nun ausgedient und werden ersetzt. Ach, Sie sind entsetzt? Gemach, gemach, das wäre tatsächlich eine Schmach! Denn sie werden lediglich durch die brandneue Special Edition der Menuet getauscht. Nachdem die bisherige Ausführung in neutralem Weiß daherkam, ist die Menuet SE in ihrem Hochglanz-lackiertem und poliertem Walnussgehäuse ein echter Hingucker. Auch wenn die Special Edition 300.- € mehr als die Standardausführung kostet, ist sie dennoch geradezu billig, erspart sie dadurch doch glatt den Kauf eines Rolls-Royce oder ähnlicher fahrender Trutzburgen mit ähnlicher Optik.

Auch ein schöner Rücken…, naja, Sie wissen schon

Apropos „Rücken“ Hier sieht man schon von außen, dass sich auch konstruktiv etwas getan hat, sind doch die Anschlussklemmen gegenüber dem Serienmodell deutlich üppiger ausgefallen. Sie stammen – ganz simpel – aus DALIs immer noch ranghöchsten Baureihe Epicon. Was man allerdings nicht sehen kann, sind die deutlich höherwertigen Bauteile der Frequenzweiche. Diese stammen aus dem Hause Mundorf, aus dem ich auch nahezu ausschließlich meine Spulen, Kondesatoren und Widerstände beziehe. Kann also nicht so schlecht sein, sich genau dort zu bedienen!

Und wenn Sie wissen wollen, wie man so viel Technik in einem kleinen Gehäuse unterbringt und damit trotzdem so einen großen Klang erzeugen kann, dann schauen Sie sich einfach das Böxchen durch die Röntgen-Brille an:

Ich denke, Sie können jetzt meine Begeisterung für eben dieses Modell ein wenig nachvollziehen oder sogar teilen. Jedenfalls ist die Menuet SE auch deswegen ab sofort beim FLSV vorführbereit! Und sie wird tragender Bestandteil der Veranstaltungsreihe des FLSV zum Thema Bonsai-Hifi sein (siehe News).

Nachbemerkung: Die Bilder habe ich absichtlich in der Originalauflösung belassen, um zum einen das einzigartig schöne, aber dennoch paargleiche Furnier besser zur Geltung kommen zu lassen, aber auch um den konstruktiven Aufwand gut erkennbar zu machen, der hinter einem solchen Produkt steckt. Dadurch wirkt die DALI Menuet SE größer, als sie in Wirklichkeit ist!

*Dass meine Begeisterung für die Pro-Ject Pre Box S2 Digital an anderer Stelle kein hohler Spruch ist, zeigt sich daran, dass sie gleich auf zwei meiner Arbeitstische steht, so auch hier. Ergänzt wird sie zum einen durch die Amp Box S2, die wiederum durch die Power Box S2 ergänzt wird. Und auch die Spannungsversorgung der Anlage (mit Furman, Keces, Furutech und Supra die üblichen Verdächtigen) kostet ein kleines Vermögen, trägt aber maßgeblich zum Wohlbefinden des Nutzers bei!