Beiträge

Vorboten der Bamberger Analog-Tage 2026 #2: Netzteile von Sbooster

Zugegeben: Die Netzteile von Sbooster sind anders, wie die reißerische Überschrift suggeriert, nicht ausschließlich für analoge Anwendungen ausgelegt. So ziemlich alle Geräte, die mit Gleichspannungen von 5 Volt bis 24 Volt versorgt werden, profitieren von den Linearnetzteilen dieses Anbieters.

Wie so viele Plattenpieler in seiner Preisklasse wird auch der Music Hall Stealth über ein einfaches Steckernetzteil versorgt.

Aber wir werden ja bei den Bamberger Analog-Tagen 2026 Anfang Dezember, wie im Programm angekündigt, den dann immer noch nagelneuen Music Hall Stealth in einer ziemlich umfangreich gepimpten Ausführung im Großen Vorführstudio des FLSV in Bamberg präsentieren. Dazu gehört wie bei allen Komponenten nahezu aller Hersteller auch und erst recht die Spannungsversorgung. Und dieses Modell wird in der Serienausstattung von einem recht einfachen Steckernetzteil versorgt. Dieses soll 12 Volt mit immerhin 2 Ampere liefern. Auch wenn ein Plattenspieler im Gegensatz zum Beispiel zu einem Verstärker eine eher gleichmäßige Last darstellt, kann man sich bildhaft vorstellen, dass ein überdimensioniertes Linear-Netzteil hier klar im Vorteil sein wird.

Beim Sbooster gibt es immer einen richtigen Ringkerntrafo, eine gescheite Pufferung und beste Anschlusskabel!

Wer noch eins draufsetzen möchte, kann den jeweiligen Sbooster noch durch das Upgrade Ultra MK II aufbohren. Dieser ist besonders sinnvoll bei empfindlichen Komponenten wie zum Beispiel Digital-/Analog-Wandlern, Streaming Clients oder Streaming Transports, Kopfhörer-, Phono- und anderen Vorverstärkern.

Die vielen unanalogen Anwendungen der im vollen Wortlaut Best of Two Worlds – Power & Precision ECO heißenden Netzteile kann man auf der sehr informativen Webseite des deutschen Vertriebs 3 H in Hamburg nachlesen und daran anschließend beim FLSV in Bamberg nicht nur anschauen, sondern auf Anfrage auch gerne in der eigenen Hifi- oder gar High End-Anlage zuhause einsetzen. Wir halten Sbooster und Ultra MK II für die gängigsten Spannungen stets für derlei Teststellungen bereit.

Viel Power = Energie auf kleinstem Raum, das zeichnet die Netzteile von Sbooster seit Langem aus.

Nachbemerkung: Diese Netzteile konkurrieren ein wenig mit den von uns seit vielen Jahren eingesetzten Netzteilen von Keces. Diese sind auch etwas flexibler, zumindest dann, wenn man zwei oder mehr Geräte mit je einer Spannung versorgen möchte. Und dann sind sie auch günstiger als die Sbooster. Aber sie sind von den Abmessungen her auch richtige Geräte mit Komponentenstatus, die man nicht so einfach verstecken kann und vielleicht auch gar nicht verstecken möchte. Das kann aber in dem einen und dem anderen Fall doch zu einem Handicap mutieren (WAV!!!). Also gilt für beide Konzeptionen, sehr wohl den jeweiligen Einsatz zu formulieren und entsprechend zu entscheiden, welches der beiden Aggregate das richtige für den gewünschten Einsatz ist.

Den Sbooster kann man in der Regel leichter hinter dem Rack verstecken als die P-Geräte von Keces.

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Einleitung #0

Sie müssen nicht weiterlesen, wenn Sie bereits einen PS Audio Power Plant oder ähnliche Netzaufbereiter Ihr Eigen nennen. Aber wenn Sie sich für eine nahezu optimale Spannungsversorgung für Ihre heimische Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) interessieren, die aus zwei Gründen bezahlbar ist, dann ist diese Artikelserie vielleicht bis sehr bestimmt interessant für Sie. Denn zum einen sind alle hier formulierten Vorschläge auch zusammen bezahlbar, aber erst recht, wenn Sie diese Konzeption Stück für Stück realisieren. Manche der Positionen sind so günstig, dass man sich diese auch zu Weihnachten schenken lassen kann, ohne rot zu werden.*

Dass die Spannungsversorgung im heimischen Heim durch viele Störenfriede belastet wird, ist inzwischen keine Weisheit der Binse mehr. Diese zähle ich auch jetzt nicht noch einmal auf. Aber dass diese Verunreinigungen die Netzteile der Geräte ziemlich belasten und diese somit in ihrer Performance drastisch einbremsen, kann man leicht nachvollziehen.

Und ich gehe mal davon aus, dass Sie inzwischen auch nicht mehr die Frage stellen, ob es denn überhaupt sinnvoll sei, aufwändige Stromkabel und bessere Stecker zu verwenden, wenn doch der Strom, vom Stromkraftwerk aus betrachtet, durch viel zu dünne Kabel bis ins Wohnzimmer muss. Ich unterstelle Ihnen mal ganz einfach die richtige Sichtweise, dass das angeschlossene Gerät die hier im Folgenden beschriebenen Maßnahmen als erstes „sieht“ und somit ganz bestimmt darauf reagiert beziehungsweise sogar darauf reagieren muss. Aber wenn Sie sich auch noch ein eigenes Kraftwerk leisten mögen…

Wir sind ja so was von radikal**, denn wir fangen ganz vorne an. Im Beitrag #1 dieser Artikelreihe wird die Strecke vom Sicherungskasten bis zur Wandsteckdose unter die Lupe genommen. Weiter geht es in Teil #2 noch vor der Verteilung zu den verwendeten Geräten mit der Unterdrückung von Gleichspannung (DC), die sich immer häufiger im Stromnetz ausbreitet. Von hier aus wird in Part #3 der Strom symmetriert und auch noch gegen Überspannung geschützt, damit die Geräte nochmals in ihrer Arbeit entlastet werden. In Folge #4 geht es da weiter, wo die meisten Hifi-Apologeten erst beginnen, nämlich mit den Steckerleisten und den Netzkabeln. Als vorläufiger Schlusspunkt #5 kommen noch die oft unterschätzten Gerätefeinsicherungen dran. Geplant ist dann noch das Finale #6, wie wir es von DVD und Blu-Rays kennen, nämlich The Making of.

Diese vier Einzelmaßnahmen werden dann recht ausführlich und reich bebildert in den nächsten Tagen und Wochen hier im NEWS-Blog dargestellt. Der Anlass hierzu war übrigens meine Entscheidung, dass Wirrwarr an Kabeln oben im High End-Heimkino nicht nur zu entflechten, sondern auch in epischer Länge*** gleichartig zu gestalten. Denn das scheint schon eines der Geheimnisse von gutem Klang zu sein, dass nämlich alle Netz- und auch Kleinsignalkabel möglichst identisch sein sollten. Und weil das da oben nicht nur eine Anlage ist, die neu zu verkabeln ist, hat das einiges an Überlegung erfordert, wie das zu bewerkstelligen sein wird. Und so kam ich vom Hölzchen aufs Stöckchen, vom Hundertsten ins Tausendste, aber ohne dabei den Faden zu verlieren (sic!), weil ich hierfür einen akribischen Plan erstellt habe. Und dabei sollte eine der stabilsten und dem high-endigen Anspruch der verwendeten Geräte angemessene Spannungsversorgung herauskommen, ohne dabei — siehe oben — die Kosten aus den Augen zu verlieren.

Ich hoffe, Sie finden die eine und die andere Anregung zum Selbermachen. Zur Not können Sie die beschriebenen Artikel auch hier vor Ort kaufen oder per Mail bestellen. Vor Ort heißt wie immer, MM hat zwar keinen Web-Shop, kann aber die gewünschten Artikel mit der Paketpost liefern lassen, wenn Sie es nicht schaffen sollten, persönlich in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg vorbeizukommen.

*Stellen Sie doch bitte mal das Gesicht Ihres weniger Hifi-affinen Gegenübers vor, wenn Sie ihm/ihr/es offenbaren, sie wünschten sich sehnlichst einen DC-Blocker!

**Die Lateiner unter uns wissen, dass sich das Wort von radix ableitet, und das heißt nichts anderes als „von der Wurzel her“. Schon wieder was gelernt.

***Oder heißt das doch in epischer Breite, weil die meisten Kabel parallel verlaufen?