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Vorboten der Bamberger Analog-Tage 2026 #5: Music Hall Stealth, der erste Direkttriebler der Marke

Wir berichteten bereits hier darüber, dass durch die Übernahme von Music Hall durch MoFi und der damit verbundenen internationalen Zusammenlegung aller vertrieblichen Tätigkeiten, der FLSV in Bamberg nun auch die kleineren Modelle dieses Herstellers in sein Portfolio aufgenommen hat.

 

Das sind die neuen kleinen Modelle von Music Hall: mmf 1.3, mmf 1.5 und Classic. Sie sind jeweils nur in der gezeigten Oberfläche verfügbar. Sie bekommen bald auch eine eigene Vorstellung hier in den NEWS.

Nun sind alle vier Modelle, die das High Fidelity-Studio in Augsburg in seinem Vertriebsprogramm führt, bei uns auch tatsächlich vorführbereit. Diese vier Plattenspieler werden auch bei den Bamberger Analog-Tagen 2026 am 4. und 5. Dezember 2026 zu sehen sein, aber nur das größte Modell, der Stealth, wird, wie schon im Programm für die BAT angedroht, auch richtig eingesetzt. Und wie! Nämlich im Großen Vorführstudio in einer recht aufwändig getunten FLSV-Sonderedition.

Wir rechnen im Kopf: 33 plus 45 ergibt 78. Aber wozu braucht es diesen Schmarren mit den 78 RPM? Platten dafür gibt es doch nicht.

Was macht denn den Music Hall Stealth so besonders? Ganz simpel: Es ist ein direkt angetriebener Plattenspieler. Na und, so etwas gibt es doch bei anderen Herstellern auch? Aber eben von Music Hall bisher nicht, denn dort wurden bis dato ausschließlich Riemen-getriebene Plattenspieler und das in allen Preisklassen, also bis in den mittleren vierstelligen €-Bereich hinein, gefertigt.* Aber Roy Hall, der Namensgeber, und sein Team hätten bestimmt keinen neuen Plattenspieler in dieser Preisklasse lanciert, wenn er gegen die Marktbegleiter keine Chance hätte.

Hier erkennt man die überaus solide Konstruktion des S-förmigen Tonarms mit der Möglichkeit zur Höhenverstellung.

Was den Music Hall im Einzelnen auszeichnet, kann man getrost auf der genannten Webseite nachlesen. Aber dass der Music Hall Stealth über eine Auto-Stop-Funktion verfügt, sei am Rande, aber mit Nachdruck erwähnt, schont doch das automatische Hochheben des Tonarms und Abschalten des Motors am Ende einer Plattenseite die Nadel nachhaltig.

In der Folge zeigen wir, wie wir den Music Hall gepimpt haben.

Das ikonische Design wäre mir wurscht, wenn nicht auch die inneren Werte stimmen würden.

Das auffälligste Merkmal dürfte dann gleich der Tonabnehmer sein. Immerhin wird der Music Hall Stealth serienmäßig optional mit dem Ortofon 2M Blue zu einem stark vergünstigten Setpreis angeboten. Dieses MM-System ist schon richtig gut, wird aber alleine im Ortofon-eigenen Ranking von noch drei weiteren Modellen getoppt. Bei den BAT 2026 wird aber nicht das sehr bauähnliche Ortofon 2M Black LvB 250 verwendet, sondern das Concorde Music LvB 250. Wie man leicht rückschließen kann, wird hier dieselbe Technik und derselbe Nadelschliff eingesetzt. Aber viel wichtiger ist die Vermeidung der vielen Übergänge, die zwangsläufig zwischen den Anschlussstiften des Generators und den Aufsteckhülsen und den dünnen Käbelchen und wiederum den Aufsteckhülsen und den Kontakten am Headshell, die in den Tonarm selbst führen, entstehen und die garantiert nicht zu einem besseren klanglichen Ergebnis führen.

Dass durch diese Geometrie die präzise Justage entfällt, ist ein angenehmer, aber ansonsten einmaliger Nebeneffekt. Das ist eher für die Gattung der Vinyl-Retter und Vinyl-Schänder in einer Person, also den DJs, relevant. Und an dieser Stelle des Werbetextes widerspreche ich Ortofon zumindest ein wenig, dass man sehr wohl ein Werkzeug benötigt, um dieses für mich beste MM-System perfekt einzustellen. Man nennt es Tonarmwaage!**

Bis auf das Netzteil sind hier alle Tuning-Artikel auf einen Blick zu sehen.

Das zweite auffällige Tuning sieht man aber nur, wenn noch keine LP auf dem Plattenteller liegt. Wir haben schon viele Male nicht nur bei den BAT der letzten Jahre die hauchdünne Dereneville MagicMat eingesetzt und werden den Einsatz auch weiterhin vor allem für diejenigen empfehlen, deren Tonarm sich nicht in der Höhe verstellen lässt. Denn die Dereneville MagicMat trägt mit ihren nicht einmal 0.4 Millimetern so gut wie gar nicht auf. Ihr Silicon-beschichtetes Glasfasergewebe sorgt für eine bessere Anbindung der Schallplatte an den Plattenteller und unterdrückt durch ihre leicht klebrige Oberfläche so nahezu alle Mikroresonanzen.***

So leicht und so wirkungsvoll, das kann nur das „Gravity Two Record Weight“ von Origin Live sein.

Um den Rest aller Resonanzen, die vom Plattenspieler erzeugt werden, auch noch im Keim zu ersticken und so beste Voraussetzungen für eine störungsfreie Abtastung zu gewährleisten, setzen wir einen mit nicht einmal 70 Gramm superleichten, aber auch super-effizienten Plattenpuck ein. Der Gravity Two von Origin Live erzielt seine frappierende Wirkung durch den gezielten Einsatz verschiedener Materialien wie Holz, Metalle, Verbundwerkstoffe und Polymere. Ist das Gravity Two nicht ein richtig schnuckeliges Weihnachtsgeschenk für den besten aller Ehemänner?

 

Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich nicht auf die Optionen hin, die zum Beispiel schottische oder südenglische Anbieter aus dem UK den Besitzern ihrer noch einfach ausgestatteten Plattenspieler zur Verbesserung der Spannungsversorgung aus dem hauseigenen Portfolio empfehlen und auch für nicht ganz so kleines Geld anbieten. Wir bleiben auf dem Kontinent, wenn auch mit Blick über den Ärmelkanal, und empfehlen ausdrücklich die Linearnetzteile von Sbooster aus den Niederlanden, die erst vor ganz Kurzem hier vorgestellt wurden. Eingesetzt wird das Best of Two Worlds Power & Precision ECO MKII in der 12 Volt-Ausführung, das wiederum mit einem Netzkabel von Supra Cables mit der Steckdosenleiste ebenfalls aus diesem Hause verbunden wird.**** Getestet wird vor den BAT 2026 noch, ob sich der Einsatz des Upgrades, sprich der des Sbooster Ultra MK II, bei dieser Anwendung klanglich auszahlt.

Alle sechs Modelle sind in diesen beiden Farben verfügbar. Der FLSV traut sich sogar ein rotes Podium.

Fehlt nur noch der Untergrund. Also nicht der Keller, wo die vielen, vielen Schallplatten während der BAT 2026  feilgeboten werden, sondern die Basis, auf der der Music Hall Stealth stehen wird. Eigentlich ist der Granit-Altar schon stabil genug, aber alle, wirklich alle harten Materialien resonieren am oberen Ende ihres Frequenzspektrums. Und diese unerwünschte Übertragung wollen wir ja nicht als Negativwirkung weder auf den Plattenspieler noch auf die anderen eingesetzten Komponenten riskieren. Deshalb verwenden wir je eines der noch recht neuen Podium von TCI unter dem Plattenspieler und unter dem Vollverstärker.***** Besonders gefällig finde ich die sehr niedrige Bauhöhe alle Modelle dieser sechs Modelle umfassenden Baureihe.******

Übrigens, das ist das vollständige Set-up für die BAT 2026 auf der langen Seite des Großen Vorführstudios: Der Music Hall Stealth wird mit dem Supra Cables Phono 2RCA-SC direkt an den Phono-Eingang des Hegel H200 angeschlossen, der wiederum mit einem Supra Cables Annorum XL ins Single Wiring-Terminal der Qualio IQ verbunden sein wird. Ein schöne internationale Zusammenarbeit, oder? Immerhin sind hier die hoffentlich bald wieder USA, Taiwan, das UK, fast ganz Skandinavien mit Dänemark, Schweden, Norwegen, die Niederlande und auch Deutschland vertreten. So muss das sein!

Meine Güte, ist das spannend!

Schon vor dem Auspacken weiß man, was einen erwartet. Aber die Tonarmwaage ist doch eine Überraschung.

 

* Wer hierfür eine Begründung nachlesen möchte, kann das in diesem lesenswerten Testbericht nachvollziehen.

** Apropos Tonarmwaage: Lobenswert, denn eine solche ist im Lieferumfang des Music Hall Stealth beigelegt. Schade nur, dass man sie so selten einsetzen wird. Aber vielleicht nimmt man sich unseren Vergleichstest während der BAT 2026 im Kleinen Vorführstudio als Vorbild und legt sich ein Paar oder gleich ein paar weitere Headshells mit jeweils bereits montiertem und justiertem Tonabnehmersystem zurecht. Anwendungen dafür fallen mir gleich mehrere ein. Zum Beispiel waren diese Woche gleich drei Kunden bei mir, die über eine richtig große Singles-Sammlung verfügen. Und eine Single hat eindeutig eine andere Geometrie als eine normale Schallplatte.

*** Man vergegenwärtige sich einmal den Abtastvorgang, also mit welchen Auslenkungen des Diamanten in der Rille die dort hinterlegten Informationen ausgelesen werden. Da wirkt jede Störung richtig störend. Für normal zu montierende und justierende Tonabnehmer bietet Dereneville auch die Head Shell Mat an. Die kostet richtig Geld und man sieht sie nachher nicht mehr, aber sie bringt eine ganze Menge, weil sie an einer besonders sensiblen Stelle eingesetzt wird.

 

**** Letztgenannte sind entweder eh schon Pflicht und damit im Einsatz oder stehen auf dem Wunschzettel eines jeden Hifi- und High End-Fans, der zu mehr als vernünftigen Preisen seiner Anlage die besten Voraussetzungen in Sachen Spannungsversorgung bieten möchte.

***** Das TCI Podium 6 kostet etwa so viel wie der Music Hall Stealth ohne Tonabnehmer. Das ist dann doch ein wenig unverhältnismäßig, stümps?

****** Wenn das jemand von unseren Gästen wünscht, können wir ein kleineres Podium gegen das nächstgrößere Modell tauschen, um so ziemlich schnell deren Wirksamkeit zu verifizieren.

Die langweiligsten Bamberger Analog-Tage aller Zeiten: Das Programm der BAT 2026 am 4. und 5. Dezember 2026

Zunächst einmal die eigentlich langweiligen Fakten: Die BAT 2026 finden wie so oft Anfang Dezember und wie immer an einem Freitag und Samstag statt. Das sind diesmal der 4. und der 5. Dezember 2026. Und das auch noch zu den regulären Öffnungszeiten, also am Adventssamstag sogar bis 16.00 Uhr. Und auch das sollte einem bekannt vorkommen: Die BAT 2026 finden in den Räumlichkeiten des FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 zu Bamberg statt.

Aber es kommt noch schlimmer, kein Wunder nach der Ankündigung der Vorjahresveranstaltung, in der es wörtlich hieß: „Aber was soll’s, dann fällt mir halt für die BAT 2026 nichts Gescheites mehr ein.“ Denn für die immerhin 13. und somit dienstälteste Veranstaltung mit diesem Motto könnte man dies tatsächlich meinen, denn es werden vermeintlich wieder die immer selben Marken und Modelle vorgestellt, dieselben sattsam bekannten Referenten ihr profundes Wissen preisgeben und dieselben Medien verwendet.* Selbst beim Catering** wird es dieselben Sorten High End-Würste samt Laugenbrezen und Premium-Biere als auch Nobel-Rotweine wie bisher zu genießen und zu verkosten geben.

Aber eine Neuerung ist doch noch anzukündigen: Diesmal wird es wohl keine Weltneuheit geben, nicht mal eine Deutschland-Premiere, wie wir es aus all den letzten Jahren gewohnt waren.***

Genug tiefgestapelt! Wenn das Programm wirklich so langweilig wäre, würde es sich ein gewisser MM vom FLSV aus Bamberg gar nicht trauen, es auch noch zu präsentieren. Es folgt nun in den bekannten Häppchen, also aufgeteilt nach den drei Vorführstudios des FLSV, unser klitzekleines Mammutprogramm. Wahrlich: Das könnte vielleicht das langweiligste BAT-Programm aller Zeiten sein, aber mit Sicherheit ist es das spannendste im Sinne von sinnvollen Vergleichen, bei denen stets das pragmatische und von den meisten Mitmenschen doch noch leistbare Verhältnis von Preis und Leistung im Fokus steht!****

Kleines Vorführstudio:

Hier gibt es eine Ausstellung aller Plattenspieler und aller Marken in der Klasse bis 1200.- €, die im Portfolio des FLSV nicht nur gelistet, sondern stets vorführbereit sind: Dual (4x), Music Hall (3x) und Pro-Ject (der Rest und vor allem mit dem EISA-Gewinner 2026/2027). Knacken wir die 15er-Marke mit tatsächlich ausgestellten Modellen?

Inzwischen ist der Dual CS 718Q beim FLSV in der Serienausführung Nussbaum zu bestaunen.

 

Hauptattraktion im Kleinen Vorführstudio des FLSV in Bamberg ist erneut der Dual CS718Q, aber diesmal in der Serienversion. Mit diesem Modell werden wir einen Tonabnehmervergleich der besonderen Art durchführen. Es werden insgesamt 7 verschiedene Abtaster in identischen Headshells im Wechsel dargeboten, um das Potenzial nicht nur dieses Plattenspielers darzulegen, wenn es um den ersten Kontakt zur Schallplatte geht. Der Grund ist einfach: Viele Plattenspieler in dieser doch schon gehobenen Preislage werden von Werk aus ohne vormontiertes Tonabnehmersystem ausgeliefert. Nun haben die zukünftigen Kunden die Wahl:

  • Vielleicht möchte er, weil das Teil eh schon einen ganz schönen Batzen gekostet hat, eher niedrigpreisig einsteigen, sich aber nicht die Option eines qualitativen Aufstiegs vorenthalten.
  • Oder sie sagt sich, das sei ihr letzter Plattenspieler und es soll gleich die ultimative Lösung sein.
  • Wahrscheinlich liegt die Mehrheit der gewählten Optionen irgendwo mittendrin, je nach gesetztem Preislimit.

Das Testfeld ist noch nicht ganz vollständig, aber das wird schon noch. Besonders freue ich mich auf das Duell auf dem Dual zwischen dem Ortofon MC X50 und dem Skyanalog G2 MK II.

Wir kredenzen 3 Moving Magnet- (MM) und 4 Moving Coil-Systeme. Bei den Letzteren wird es noch spannender, weil von jeweils zwei Herstellern die Modelle in jeweils derselben Preisklasse rangieren.

Der Dual CS 718Q bietet sowohl symmetrische Ausgänge für alle Moving Coil-Tonabnehmer als auch unsymmetrische für den Rest.

Und weil der Dual CS718Q beide Arten von Ausgängen bietet, also unsymmetrisch per Cinch als auch symmetrisch via XLR, werden die Moving Coil-Tonabnehmer ausschließlich in der besseren Variante angeschlossen.

Das eben Geschriebene gilt auch für eine der preiswertesten Phono-Vorverstärker im High End-Segment, der Pro-Ject Phono Box RS2.

Als Phono-Vorverstärker verwenden wir die Pro-Ject Phono Box RS2 samt Zusatznetzteil Power Box RS2 Phono, da diese beide Wege bietet, also Ein- und Ausgänge in Cinch und XLR, und man im Betrieb nur umschalten muss.

Auch hier stehen wieder beide Anschluss-Varianten zur Verfügung. Aber wir bevorzugen die symmetrische XLR-Verbindung.

Aber wir setzen noch einen drauf, indem wir auch noch die Option anbieten, das klitzekleine MC-Signal zunächst an die Pro-Ject Step Up Box DS3 B zu schicken, um es dort auf das Pegel-Niveau eines MM-Systems zu hieven. Das geschieht rauschfrei, weil so ein Übertrager nur mit je einer Trafo-Wicklung, also ohne Spannungsversorgung arbeitet. Von dort wird das Signal dann in die bereits genannte Phono Box RS2 geleitet, jetzt aber in den Eingang für Moving Magnet-Tonabnehmersysteme. Manch ein Kenner schwört, dass so die Wiedergabe deutlich farbiger erscheint. Wir werden sehen und hören!

Die Blootooth-Antenne ist bei den BAT 2026 garantiert nicht im Einsatz, sondern nur der tolle Klang des Vincent SV-237 MKII.

Als dann folgender Verstärker wird der Hybrid-Vollverstärker Vincent SV-237 MKII verwendet, der die Blumenhofer Genuin FS3 MK II bespielt.

Wenn jemand die Holzfurnierverarbeitung perfekt beherrscht, dann ist das wohl Blumenhofer Acoustics. Meine aktuellen Vorführ-Genuin FS3 MK II sind noch viel schöner als die hier abgebildete Ausführung!

Für die musikalische Untermalung und gewohnt interessante verbale Unterhaltung sorgt wie im Jahr zuvor Alan Bachmann, der auch gerne Auskunft über alle Produkte von Dual, Vincent und erst recht über Blumenhofer Acoustics geben kann und wird.

Für den technischen Part zeichnet Lauschgoldengel Mathias Thurau verantwortlich, der auch alle Fragen rund um den Service Ihres eigenen, möglicherweise zu überholenden Plattenspielers beantwortet.

Auch für diese Veranstaltung ist die ReVox A77 in der Halbspur- und vor allem in der High Speed-Ausführung gesetzt.

Die zweite Hauptattraktion wird wieder die Präsentation von Kopien von Masterbändern durch die Tape Heads Heinz-Peter Völkel und Andreas Sandreuther von Live to Tape sein. Was die beiden vorhaben, haben sie selbst mir noch nicht verraten. Aber selbst wenn es nur halb so spannend wie letztes Jahr werden sollte, ist allein dieser Beitrag die Reise nach Bamberg wert. Dieser Programmpunkt findet wie gewohnt im fliegenden Wechsel zu Alan Bachmanns Vorführung statt.

Als Rahmenprogramm werden zudem historisch wertvolle Plattenspieler vornehmlich von Dual in und auch vor dem Kleinen Vorführstudio präsentiert.

Das ist zwar das Bild aus dem letzten Jahr, aber diesmal wird es noch viel mehr Schallplatten im Angebot geben.

Um Platz dafür zu schaffen, wandern wieder alle Schallplatten in den Keller. Im auch letztes Jahr genutzten Regal mit dem unverkäuflichen Technics SL-10 mit Tangential-Tonarm und im Mini-Format und den Triangle Borea BR02 Connect kann man dort unten vor dem Kauf in alle Schallplatten hineinhören. Übrigens: Alle von uns angebotenen Schallplatten, die sichtbar in einer stabilen Außenhülle verstaut sind, und das sind die allermeisten, wurden mit unserem Vinyl Cleaner premium von Gläss Audiodesksysteme porentief gereinigt und dann in einer antistatische Innenhülle staubsicher verwahrt.

Neben sehr vielen Schallplatten aus dem Second Hand-Bereich wird es wieder eine besondere Auswahl an audiophilen Scheiben geben, die Sieveking Sound für mich ausgewählt haben wird.

Hier im Kleinen Vorführstudio wird auch wieder unser Buffet aufgebaut sein. So danke ich Achim H. aus N. schon an dieser Stelle wieder herzlich für die Vorbereitung als auch für die mundgerechte Darbietung!

 

High End-Heimkino:

Dort oben im Dunklen wird an beiden Tagen dem Kettengedanken gefrönt, denn nahezu alle Komponenten kommen aus ein und derselben Hand. Dabei versuchen wir – übrigens erfolgreich –, im Preis gerade noch vierstellig zu bleiben, um einmal den bei uns ansonsten geschmähten Schwellenpreis als plakatives Argument zu nutzen. Und wer wird denn etwas gegen einen Glück-Cent einzuwenden haben?!

Der Gedanke ist dabei, zwei nahezu identische Anlagen anzubieten, die konzeptionell zwar gleich sind, die aber die jeweiligen Schwerpunkte anders setzen. In der ersten Anlage, die am Freitag ihr Bestes geben wird, ist das Front End als auch die Zentrale eine Klasse niedriger angesiedelt, dafür fallen die Lautsprecher eine Nummer größer aus. Entsprechend wird am Samstag der Plattenspieler als auch der Vollverstärker jeweils eine Klasse drüber angesiedelt sein, dafür sind die Lautsprecher erheblich kleiner und somit eventuell sogar WAViger.*****

Welche Zusammenstellung Ihnen besser gefällt, erfahren Sie am besten, wenn Sie an beiden Tagen mein Gast sein werden.

Die beiden Anlagen im Einzelnen:

Schon in dieser Preisklasse bietet MoFi einen Tonarm mit 10″ = 254 Millimeter Länge an.

Am Freitag wird das MoFi StudioDeck mit dem UltraTracker eingesetzt. Das Signal wird weitergereicht an den MoFi UltraPhono,

Einer der ersten Phono-Vorverstärker mit integriertem Kopfhörer-Verstärker war und ist der MoFi UltraPhono.

der nicht nur das kleine Signal, das der Diamant aus der LP-Rille herauskitzelt, geradebiegt und verstärkt, damit es der nachfolgende Verstärker auch verarbeiten kann, sondern auch noch einen Kopfhörerausgang für die analoge Insellösung anbietet.

Drei Bedienelemente, mehr braucht es nicht für mitreißenden Klang. Der Exposure 2510 hat sogar einen Eingang für MM-Tonabnehmer.

Da MoFi (noch) keine Verstärker anbietet, greifen wir auf Bewährtes zurück. Der Exposure 2510 Integrated bietet sich hier geradezu an, zumal wir per Umstecken des Phono-Kabels vergleichsweise auch die eingebaute Phono-Platine von Exposure nutzen können.

Die MoFi SourcePoint 10 in der Master Edition sind kleine Großmänner-Lautsprecher.

Zu guter Letzt werden die MoFi SourcePoint 10 MasterEdition aufspielen. Diese sind nicht zu groß und nicht zu klein und sowieso ideal für die Größe des High End-Heimkinos mit seinen knapp 24 Quadratmetern.

Alles eine Nummer größer und besser als beim StudioDeck, nur der Tonarm bleibt mit 10 Zoll identisch lang: MoFi UltraDeck.

Am Samstag spielt das eine Nummer größere MoFi UltraDeck mit deren bestem MM-Tonabnehmer, dem MoFi MasterTracker, auf. Das Signal wird wieder zum MoFi UltraPhono geleitet, um dann vom Exposure 3510 Integrated vollends in Wallung gebracht zu werden.

Der Exposure 3510 hat nur Line Eingänge, kann aber optional sogar mit einer Phono-Platine für die DS Audio-Systeme nachgerüstet werden.

Am Ende dieser Nahrungskette werden die kleinen MoFi SourcePoint 8 groß aufspielen. Diese sind ideal für kleinere und mittlere Räume wie dem High End-Heimkino.

Mal schauen, ob das Licht im High End-Heimkino bei dieser Präsentation wieder gedimmt wird, auch wenn ich dann nicht sehe, wie den Zuhörern die Kinnlade nach unten fällt.

Dass uns in beiden Fällen hier auch noch die nahezu perfekte Raumakustik dieses Ausnahmestudios in die Hände vulgo in die Ohren spielt, macht diesen Teil der Veranstaltung garantiert zu einem Highlight.

Eine fixe Größe im High End-Heimkino als auch im Kleinen Vorführstudio werden als Lautsprecherkabel die Supra XL Annorum XL sein.

Um identische Vergleichsbedingungen zu schaffen, versteht sich (eigentlich) von selbst, dass das benötigte und auch verwendete Zubehör in beiden Ketten absolut identisch ist. Dass alle Kabel von adäquater Qualität sein werden, darf ebenfalls vorausgesetzt werden. Wir verwenden ausschließlich Phono-, Cinch– und Lautsprecherkabel  von Supra Cables. Bei der Spannungsversorgung kommen die LoRad Kabel, ebenfalls von Supra, zum Einsatz. Dieses vollständige Kabelpaket wird bei Bedarf zum oben genannten Paket übrigens zu einem außergewöhnlichen Setpreis angeboten.

Ich wiederhole mich gerne: Ohne sauber dargebotenen Strom brauchen wir nicht über High End zu reden!

Der Keces IQRP-800 übernimmt zuvor die Drecksarbeit und stabilisiert und reinigt gründlich die Spannung. Ein solches Teil ist zwar Pflicht für jede anspruchsvolle High End-Anlage, gehört hier aber erst einmal nicht zum Lieferumfang.

Betreut werden all dies Pretiosen während der BAT 2026 von Frank Schick, seines Zeichens Markenbotschafter des High Fidelity-Studios in Augsburg, das den bundesweiten Vertrieb von MoFi als auch von Exposure innehat.

 

Großes Vorführstudio:

Ein Plattenspieler besteht ja bekanntlich aus drei Grundbestandteilen, nämlich dem Laufwerk, dem Tonarm und dem Tonabnehmer. Zusätzliche Elemente wie Unterstellbasen, stärkere Netzteile, Plattenpucks und – klemmen sowie anderes Zubehör lassen wir mal gerade außen vor. Und in der Regel ist dies ja bereits in der Komposition aller drei Einzelteile vom Entwicklerteam des jeweiligen Drehers auch sinnvoll entschieden, was der Kunde im Set kaufen soll. Bei den allermeisten Plattenspielern hat die Kundin lediglich Einfluss, welchen Tonabnehmer sie nach ein paar Jahren, wenn der Diamant abgenutzt ist, als Ersatz montieren und penibel justieren lässt. Aber ein Austausch des Tonarms oder der Umzug des Tonarms auf ein neues Laufwerk ist meist gar nicht möglich oder nur mit aufwändigen und somit unwirtschaftlichen Umbaumaßnahmen zu bewerkstelligen.******

Und dennoch stellt sich seit Langem ja immer wieder die Frage, welchen Einfluss jeder einzelne dieser Parameter auf den Gesamtklang hat. Deswegen steht diesmal bei den diesjährigen BAT das mittlere Teil, also der Tonarm, im Fokus unserer Vorführung. Als Basis dienen zwei identische Plattenspieler, die sich nur in diesem einen Detail unterscheiden. Wir verwenden den Origin Live Swift als doppeltes Lottchen auf dem großen Laufwerks-Tisch Umai von Ars Machinae.

Man erkennt auf den ersten Blick sofort, dass…

…beim Origin Live Encounter der konstruktive Aufwand deutlich höher ist.

Wir verwenden zwei Tonarme eines Herstellers, aber unterschiedlicher Qualitätsstufen und bestücken beide mit demselben Typ Tonabnehmer. Der kleinere, aber mit 9.5“ identisch lange Origin Live Silver tritt gegen den nahezu doppelt so teuren Encounter an.

Das Hana Umami Red kostet aber auch nur etwa ein Drittel des absoluten Top-Systems des Herstellers.

Der Tonabnehmer wird das Hana Umami Red sein, der kleinere Bruder der großen Schwester Umami Black, die uns letztes Jahr so becirct hat.

Unsere interne Phono-Vorverstärker-Referenz ist nach wie vor die MoFi MasterPhono.

Das große Besteck besteht in der Folge dieses Mal aus dem bekannten MasterPhono von MoFi, dem nagelneuen Exposure 5510 Integrated

 

Ein klassischer No-Nonsense-Vollverstärker, wie man sie seit Jahrzehnten von den Inselbewohnern aus dem UK kennt.

sowie den Echte-Männer-und-Kräftige-Frauen-Lautsprechern MoFi SourcePoint V10 Master Edition.*******

Mit dem dritten Auge sieht man, dass unser zweitmächtigster Lautsprecher mit fünf Chassis bestückt ist, aber tatsächlich nur vierstellig kostet und nicht von einer Person allen getragen werden kann.

Die Spannungsversorgung diesmal mit Keces IQRP-1500 und die verwendeten Kabel entsprechen denen des oben genannten High End-Heimkinos, sind dann aber jeweils am oberen Ende der Machbarkeitsskala angesiedelt.

Wegen der dauernd wechselnden und somit vom reinen Klang ablenkenden Spannungsanzeige steht der Keces IQRP-1500 bei uns nicht nur hinter dem Rack, sondern sogar auf dem Kopf!

Außerdem gibt es im Großen Vorführstudio ja auch noch eine weitere Vorführseite.

Der Musik Hall Stealth steht und spielt bei den BAT in einer ultimativ getunten Ausführung auf der Breitseite des Großen Vorführseite.

Auf dem Granitaltar wird der neue Music Hall Stealth vorgestellt, allerdings nicht in der Original-Ausführung, sondern in einer deutlich aufgewerteten. Da ist zunächst das Tonabnehmersystem zu nennen. Als Option bietet Music Hall das bekannte Ortofon 2M Blue zu einem deutlich vergünstigten Gesamtsetaufpreis an. Aber wir wollen ja schauen und hören, was unserer Upgrade klanglich ausmacht. Wir verwenden wieder das oben bereits nicht genannte Ortofon 2M Black LvB 250.******** Außerdem setzen wir anstelle des Steckernetzteils, das sich im Original-Lieferumfang befindet, ein besonderes Netzteil ein. Es ist ein Linearnetzteil von Sbooster, das sich BOTW P&P ECO MKII********* nennt und zusätzlich mit dem Sbooster Upgrade Ultra MK II getuned wird. Außerdem veredeln wir den Music Hall Stealth zusätzlich mit der Strata Platter Mat als auch mit dem Gravity Two Record Weight von Origin Live.

Wieder so ein schlicht aussehender Vollverstärker, aber diesmal mit Phono-Eingang und Streaming: Hegel H200

Als zentralen Verstärker verwenden wir den noch recht neuen Hegel H200, der nicht nur gerade den EISA Award gewonnen hat, sondern neben seiner Streaming-Konnektivität auch einen richtig guten MM-Eingang aufweist. Wir unterstellen einfach mal wieder, dass dieser vom hauseigenen Hegel V10 abgekupfert wurde.

Mit die besten Chassis des Weltmarktes sind hier in der Qualio IQ vereint: Sartori für den Bass- und Mitteltonbereich und ein Mundorf AMT für die obersten Lagen.

Fehlen nur noch geeignete Lautsprecher, die in dieses Preisgefüge sehr gut hineinpassen. Wir haben uns für die polnischen Qualio IQ entschieden. Diese wurden ja auf den BAAT 2026 bereits vorgestellt, wurden aber seinerzeit im High End-Heimkino ein wenig übersehen. Das werden wir nun ein wenig anders handhaben.

Die große Besonderheit der Qualio IQ ist nach wie vor der Dipol, der hier aus dynamischen Chassis gebildet wird.

Ich hoffe, das Programm der diesjährigen Bamberger Analog-Tage hat doch den einen und den anderen Punkt, der euch technisch interessiert und somit packt. Aber, und das ist das Lob, das diese Veranstaltungsreihe immer wieder erfahren hat, viel wichtiger ist, dass es bei den BAT stets um die Musik und weniger um die dargebotene Technik ging. So werden wir das auch dieses Jahr wieder handhaben!

Hiermit ergeht meine herzliche Einladung!

 

* Aber wenigstens wird nicht dieselbe Musik gespielt.

** Das hat übrigens nichts mit Katzenfutter zu tun.

*** Ganz im Sinne des Unterstatements kann es doch sein, dass gleich zwei Neuheiten auf den BAT 2026 ihr ersten ersten öffentlichen Auftritt haben werden. Aber solange das nicht in trockenen Tüchern, wird hier nicht weiter gegackert.

**** Selbst für unsere kostenintensivste Anlage, also die im Großen Vorführstudio, könnten Sie andernorts für den geforderten Obolus lediglich ein halbes Netzkabel kaufen.

***** WAV: die Abkürzung steht für Women Acceptance Factor und meint nach Wikipedia: „Es liegt im Klischee begründet, dass Männer Einkaufsentscheidungen bezüglich Hi-Fi-Lautsprechern, Heimkino-Systemen und Personal Computer hauptsächlich anhand deren Leistung fällen, wohingegen Frauen eher visuelle Ästhetik und Bedienungsfreundlichkeit der Geräte beschäftigt.“

****** Vielleicht nicht für alle, aber für die allermeisten Kunden gilt bestimmt, dass es schon eine bedeutende Rolle spielt, dass die Summe der Einzelteile stets deutlich teurer sein wird, als ein kompletter Plattenspieler aller meiner Anbieter.

******* Die MoFis wurden hier bereits vorgestellt und haben ihre Feuertaufe vor großem Publikum bereits beim 1. Vinylrausch in Bamberg bestanden.

******** Was hier noch nicht klar gemacht wurde, ist, dass das Ortofon 2M Black LvB 250 das ranghöchste MM-System im großen Tonabnehmer-Vergleich auf dem Dual CD718Q sein wird.

********* BOTW steht für Best of Two Worlds.

Vorboten der Bamberger Analog-Tage 2026 #3: Das 1. Bier nur für den unteren Frequenzbereich

Schon wieder ein wenig irreführend ist diese Überschrift formuliert, denn es handelt sich hier ebenfalls nicht um das erste Eigenbier des FLSV in Bamberg. So schön es wäre, sich ein jeweils besonderes Bier einbräuen zu lassen, so ganz nach den Wunschvorstellungen eines Biergenießers fränkischster Prägung. Und dann weiter zu fabulieren, das erste Bier sei nur für den untersten Frequenzbereich bestimmt, nämlich dem Bass-Bereich. In der Folge gäbe es dann auch noch das Middenei-Zwickl und später auch noch das Glocken-Hell.

Alle Informationen auf einen Blick. Aber wie es wirklich schmeckt, erfährt man spätestens bei den BAT 2026.

Was es mit diesem sehr speziellen Bier auf sich hat, das die Söhne von Stefan und Stefan eingebräut haben, kann man hier viel besser nachlesen. Dass das aber sehr wohl etwas mit den Bamberger Analog-Tagen 2026 zu tun hat, ist indes sehr einfach aufzuklären: Das Bassd Zamm wird neben den drei anderen Sorten aus Mönchsambach erst- und letztmalig dort ausgeschenkt.

Zusammenarbeit wird immer wichtiger, um auch noch morgen den schönsten Kronkorken öffnen zu dürfen.

Jedenfalls lügt so ziemlich jedes Etikett, denn hier wird suggeriert, dass das Bier noch eine ganze Weile unversehrt bleiben und überleben würde. Fehlanzeige! So lecker wie das ist.

Die Bamberger Analog-Tage 2026 werfen ihre Schatten voraus #1: Pro-Ject Audio = Kompetenz in Phono-Vorverstärkung

Wenn es einen Anbieter von Phono-Vorverstärkern, MC-Übertragern und passenden Zusatznetzteilen gibt, der es schafft, von der untersten Preisklasse bis eben doch noch nicht abgehoben ein besonders fein abgestuftes Programm anzubieten, dann ist das sehr wohl Pro-Ject Audio! Von knapp 100.- €* bis gerade mal im unteren vierstelligen Euro-Bereich werden hier richtig viele Modelle angeboten.

Uns interessiert aber in diesem Artikel nicht so das Tagesgeschäft**, sondern die Perspektive auf die Bamberger Analog-Tage 2026. Diese finden wie schon so oft wieder Anfang Dezember statt.*** Und hier wird immer etwas Besonderes dargeboten. So viel sei jetzt schon verraten: Es geht diesmal stets um Vergleiche, die vernünftig sind.

Aber um schon einmal die Vielfalt allein dieses Herstellers zu demonstrieren, wurden die größeren Modelle samt ihrer optionalen Zusatznetzteile**** mal auf einen Regalboden zusammengestellt, wie man sie alle auf dem Aufmacherfoto sieht.

Ich stelle nun diese stets recht kleinen Kästchen einfach mal in Bild und Ton und auch hierarchisch vor.

Die kleine Klasse:

Die ersten richtig ernstzunehmenden Phono-Vorverstärker mit High End-Ansprüchchen***** sind die Phono Box S2 und erst recht die Phono Box S2 Ultra. Letztere mit komplett diskret aufgebauter Elektronik macht schon richtig Spaß. Besitzer von Plattenspielern bis 1000.- € sollten dieses Kistchen sehr wohl in ihre Überlegungen einbeziehen.

Das hierzu passende und gegenüber dem im Lieferumfang befindliche Steckernetzteil deutlich rauschärmere Zusatznetzteil im gleichen Format ist die Power Box S3 Phono. Ein Vorteil ist, zumindest bei Verwendung eines Plattenspielers von Pro-Ject, dass man eben beide Apparate gleichzeitig damit versorgen kann und so ein klobiges Steckernetzteil weniger in der Steckdosenleiste unterzubringen hat.******

Die erste symmetrisch aufgebaute Phono-Stufe ist die Pro-Ject Phono Box S3 B. Sie arbeitet vorzugsweise mit den Plattenspielern von Pro-Ject zusammen, die am Ende ihres Namens ein B wie Balanced tragen. Hier wird ein einzelnes Kabel mit Mini-XLR-Steckern zur schnellen und sicheren Verbindung eingesetzt, das so aber (noch) keine Norm für alle symmetrisch aufgebauten Plattenspieler darstellt.

Die vernünftige Mittelklasse:

Schon richtig ans Eingemachte geht es in der DS-Baureihe des österreichischen Herstellers. Auch ich verwende die Tube Box DS2 gerne in der praktischen Beratung, weil man 2 Plattenspieler parallel anschließen kann und das entzerrte und verstärkte Signal dann auf einen oder zwei Ausgänge leiten kann. So wird eine nahezu perfekte Vergleichbarkeit gewährleistet.

Denselben Funktionsumfang, aber für vollsymmetrischen Betrieb ausgelegt, bietet die Tube Box DS3 B. Diese bietet neben der hauseigenen Mini-XLR-Buchse auch die klassische und auch genormte und somit kanalgetrennte XLR-Verbindung.

Beide Phono-Vorverstärker profitieren nicht nur klanglich deutlich vom dazu passenden Linear-Netzteil Power Box DS3 Sources. Der praktische Nutzen mit nur einem Steckplatz in der Mehrfachsteckdose gilt selbstredend auch hier.

Die Spitzenklasse:

Ein wenig in die Jahre gekommen ist die Phono Box RS , die seinerzeit die erste vollsymmetrische Phono-Vorstufe „für denn Geld“ war, wie der fränkische Franke in Oberfranken so schön sagt. Aber auch nach dieser Zeit ist dieses Teil immer noch wettbewerbsfähig, erst recht, wenn man es mit der Power Box RS Phono flankiert.

Ein ganze Klasse oder zwei darüber positioniert sich die Phono Box RS2 , die nicht nur technisch deutlich gegenüber der Phono Box RS weiterentwickelt wurde, sondern neben verschiedenen Entzerrerkurven (RIAA und Decca) auch eine Balance-Regelung bietet, wenn die Kanalgleichheit des Systems oder auch der Justage nicht ganz hundertprozentig stimmen sollte. Auch hier empfiehlt sich das Upgrade mit der später und separat zu erwerbenden Power Box RS2 Phono, erst recht, wenn man einen Pro-Ject Plattenspieler nutzt.*******

Eine besondere Form stellt der Step up-Transformer für Moving Coil-Tonabnehmer dar. Diese Übertrager sind hauptsächlich für eher leise MC-Systeme gedacht. Sie verstärken mittels zweier Trafo-Wicklungen lediglich mit einem Faktor von etwa 1:10.
Es gibt zwei mögliche Einsatzgebiete für derlei Übertrager. Die einfachste ist die, dass jemand einen Plattenspieler samt Tonarm mit einem Moving Coil-Abtaster ausstatten mag, aber beim nachfolgenden Vorverstärker oder Vollverstärker lediglich ein Eingang für MM-Systeme vorhanden ist.******** Es braucht in diesem Fall also keinen neuen vollwertigen Phono-Vorverstärker, sondern nur diese eine Verstärkerstufe.

 

Eine andere Gruppe von Nutzern von Übertragern beruft sich auf die rauschärmere Wiedergabe, da die MC Step up-Transformer ohne Spannung auskommen. Sie schwören auf eine rauschärmere und auch farbigere Wiedergabe ihres MC-Tonabnehmers gegenüber der All in one-Verstärkung. Dass das unterm Strich teurer kommen wird, sei aber an dieser Stelle auch nicht verschwiegen.

Es gibt von Pro-Ject Audio zwei solche Typen. Die MC Step Up Box S3 stellt den kleinen Einstieg in diese Welt dar. Aber schon richtig lecker, weil mit symmetrischen Eingängen und Ausgängen versehen, ist die MC Step Up Box DS3 B. So wird auch in diesem Gerätesegment dem Prinzip des True Balanced gehuldigt. Und ganz nebenbei bemerkt: Das nächste mir bekannte Modell im freien Markt mit einer solchen Ausstattung kostet ungefähr das Doppelte.

Eine fundierte Beschreibung beider Geräte können Sie in diesem Test eines Ex-Wahl-Bambergers nachlesen.

Nachbemerkung: Dem aufmerksamen Leser ist bestimmt aufgefallen, dass im Aufmacherbild die Pro-Ject Phono Box RS2 fehlt. Diese war tatsächlich kurz vorher für eine Teststellung aus der Hand gegeben worden. Viel Spaß und Erkenntnis damit, Claus V. aus B.!

 

* Ich nenne die Preise stets mit dem immer benötigten Paar Cinch- oder XLR-Kabel, das man für die Strecke vom Phono-Pré bis zum eigentlichen Vor- oder Vollverstärker benötigt. Dieses ist in der Regel teurer, als es der Setpreis suggeriert!

** Eigentlich braucht es hier ja keine Klarstellung, dass all die hier vorgestellten Böxchen und Boxen ständig vorführbereit sind, solange sie im aktuellen Line-up des Vertriebes sind.

*** Das genaue und bereits nahezu vollständig formulierte Programm folgt in Kürze auf diesem Schwarzen Kanal.

**** Diese Zusatznetzteile bringen aber nicht nur klanglich Vorteile für den genutzten Phono-Vorverstärker, sondern bieten auch einen zweiten Abgriff für den verwendeten Plattenspieler, wenn es denn ebenfalls ein Pro-Ject oder einer mit 15 Volt DC ist.

***** „Was? Diese Kistchen sind doch nicht mal ansatzweise High End“, wird hier so mancher selbst ernannter High Ender aufschreien. Aber das ist gar nicht so weit hergeholt, wenn wir uns mal klarmachen, wie viele Menschen überhaupt noch analog Musik genießen und wie viele von diesen Nutzern von Schallplattenspielern den hier geforderten Geldbetrag nur allein für die RIAA-Entzerrung und die nötige Verstärkung ausgegeben haben. Na, seht ihr!

****** Das gilt selbstredend auch für alle größeren, hier beschriebenen Modelle und Ausführungen.

******* Alle Modelle von Pro-Ject außer den Juke Boxen verwenden 15 Volt Gleichspannung für den Antrieb.

******** Das ist kein Manko, wenn dieser wie etwa beim Netzwerk-Schlachtschiff R-N2000A von Yamaha entsprechend hochwertig ausgeführt ist.

Nachlese zum 1. Regionaltag Bamberg am 26. September 2026

Nahe beim Gefrierpunkt begann dieser besondere Tag. Später während der Veranstaltung war es dann hochsommerlich warm. Und auch beim Abräumen konnte man noch kurzärmlig arbeiten. So viel zu den äußeren Umständen, die nicht hätten günstiger für den ersten Regionaltag Bamberg sein können. Diesen und seinen Zweck hatte ich ja schon in der Ankündigung beschrieben.

Aber das setzt auch eine Menge Organisation und Durchführung plus Präsenz in der Kernzeit von immerhin 10.00 bis 18.00 Uhr voraus.

Erst einmal musste das Gefährt, das große, gepackt werden.

Aber selbst, wenn etwas vergessen worden oder vor Ort eine noch bessere Idee zur Gestaltung des Standes entstanden wäre: Der Weg vom absoluten Stadtzentrum in die Innere Löwenstraße ist mit dem Stadtfahrrad in knapp zwei Minuten absolviert.*

Durch das Training am Vortag waren die Tische und die beiden Bierbänke für die Schallplatten schnell aufgestellt. Aber der Stand war viel größer als die angekündigten 3 x 3 Meter. So wurde der Anblick dieser Standfläche noch luftiger, wozu auch zusätzlich noch beitrug, dass dieser Stand der einzige auf dem ganzen Maxplatz war, der keinerlei Zelt oder Baldachin hatte.**

Was hatte ich denn alles so mitgebracht, um das seit über 41 Jahren in und nur in Bamberg ansässige Fachgeschäft standesgemäß darzustellen? Kleines, aber Feines! Der Stand en détail:

Im ersten Bild sieht man die Blumenhofer Acoustics Mini, den aktuellen EISA-Gewinner NAD C3030 und die PMC prodigy1 aus dem UK. In der Mitte gibt es Vollformat-Hifi mit dem schicken Pro-Ject XA-B sowie den Yamahas CD-S303 + R-N800A. Im rechten Bild der Dual CS529, der auch über einen Phono-Vorverstärker verfügt und so sehr gut die kleinen KEF LSX II bespielen kann. Über all diese Pretiosen wacht unser Beobachter Teddy. Er vergnügt sich dabei mit einem Kopfhörer von Grado.

So sah der Stand aus, bevor die Sonne über die Dächer auf den Max-Platz schien:

Anschließend gab es neben der Vorbesprechung der beiden Moderatoren auch einen ausgiebigen Soundcheck, bevor es dann mit der Begrüßung durch Klaus Stieringer endlich losging.

Das Motto dieses ersten Regionaltag Bambergs lautete ja bekanntlich: Wirtschaft trifft Musik. Und damit waren die musikalischen Beiträge zwischen den Vorstellungen der teilnehmenden Betriebe dieser Veranstaltung und nicht explizit der FLSV gemeint. Lokale Musiker verschiedenster Richtungen haben hier jeweils knapp eine halb Stunde für uns musiziert. Hier sieht man einen kleinen Ausschnitt der vielen Acts.***

Zwischen Musik und Musik gab es ebenso zahlreiche moderierte Vorstellungen in einem Frage-und-Antwort-Spiel der beiden Moderatoren mit den jeweiligen Repräsentanten der zahlreichen Teilnehmer dieser Veranstaltung. Einmal dürft ihr raten, ob einer gewisser MM sich auch dort oben darstellte.

Auf diesem Bild sind aber eher die politisch Verantwortlichen und Organisatoren versammelt, ohne die eine solche einmalige weil erstmalige Veranstaltung erst gar nicht entstanden wäre. Danke an dieser Stelle nochmals auch von mir für den Einsatz.

Wir, das sind Lauschgoldengel Mathias Thurau**** und ich, haben uns besser auf unsere Kernkompetenz beschränkt, nämlich der fairen Beratung.

Und man beachte: Für nur 10 € gab es bei uns die Bestätigung: Es war gestern ein wundervoller Tag!

So kann man konstatieren, dass der erste Regionaltag Bamberg ein voller Erfolg in seiner Art war und garantiert eine Neuauflage erfahren wird.

Nachbemerkung: Das Titelbild ist erst zum Ende des Regionaltags Bamberg entstanden. Vorher war Aufbau und dann Permanentpräsenz. Und erst dann konnte man den Stand des FLSV in ganzer Pracht auch erkennen, denn, obwohl er wirklich mittendrin war, waren ganz viele Sonnenschirme et cetera im Weg. Und ganz nebenbei bemerkt: Es war zudem auch der Größte und erst recht der Schönste!

* Deswegen nochmals mein Hinweis: Das Hifi- und High End-Fachgeschäft FLSV und „seine“ Innere Löwenstraße liegen tatsächlich noch in der Bamberger Innenstadt.

** Wenn der Wetter-Ochs-Bericht etwas anderes als schönes Wetter angekündigt hätte, wäre das darzustellende Portfolio doch eher in Richtung Outdoor- und Garten-Lautsprecher abgedriftet.

*** Ich habe es leider nicht geschafft, das Video um 90° nach rechts zu drehen, um es direkt anklicken zu können.

**** DANKE, Mathias!

Diese Anlage war als einzige wirklich spielbereit angeschlossen. Aber wegen des sehr straffen Programms (siehe die beiden Plakate) war es ihr lediglich vergönnt, genau ein Lied lang zu trällern. Es war Michelle von The Beatles, passend zum Cover der aktuellen MINT Nummer 89.

Braucht’s das wirklich? Ja!: neue Plattenspieler von Music Hall

Durch eine besondere Übernahme, nämlich die der Plattenspieler-Sparte von Music Hall durch MoFi, hat es sich nahezu zwangsläufig ergeben, dass der FLSV in Bamberg nun neben den bekannten Platzhirschen Pro-Ject Audio und Dual auch die vier kleinen Modellen von Music Hall anbietet.

Eigentlich müsste es heißen: anbieten wird, denn bis jetzt wurde von Seiten des deutschen Vertriebs High-Fidelity Studio* noch kein Plattenspieler ausgeliefert, weil alle Modelle gemeinsam aus den derzeit wenig USA nach Deutschland versandt und dann an die Fachhändlerschaft versandt werden sollten. Aber da war doch ein einzelner Music Hall mmf-1.3 in Augsburg, der ab sofort ein neues Zuhause gefunden hat, nämlich das Kleine Vorführstudio** des FLSV in Bamberg.

Solide Mechanik für viele Jahre. Man beachte die deutlich erhöhte Auflagekraft, die das Tonabnehmersystem erfordert.

Der Music Hall mmf-1.3 ist besonders bei Tellerlager, Motor und Tonarm sorgfältig konstruiert und mit einem eingebauten Phono-Vorverstärker ausgestattet. Somit stellt er eine solide Basis für diejenigen dar, die gepflegt Musik mit einem Long Player (LP) genießen möchten, aber nicht high-endig viel Geld ausgeben möchten. Dennoch der Hinweis: Dieser Music Hall mmf-1.3 ist solange nicht verkäuflich, bis der offizielle Start aller vier Modelle von Seiten des deutschen Vertriebs genehmigt sein wird.

Ein toller Einstieg! Mein Dank gilt wie schon so oft Frank Schick, seines Zeichens Markenbotschafter im Analogen.

Dass so viele Dreher 78 RPM anbieten, erschließt sich mir nicht. Oder gibt es inzwischen audiophile Pressungen für diese Geschwindigkeit?

* Das High-Fidelity Studio vertreibt ja alle Artikel dieses besonderen Herstellers in Deutschland und wurde somit für die Vermarktung durch MoFi beauftragt. Aber die großen Modelle von Music Hall werden weiterhin von Reichmann Audiosysteme betreut!

** Dort tummeln sich nicht nur alle Marktbegleiter, sondern auch Plattenspieler aus dem Second Hand-Bereich, die allesamt von Lauschgoldengel Mathias Thurau so aufbereitet wurden, dass sie die nächsten Jahre und Jahrzehnte ihren Dienst zur vollsten Zufriedenheit der Nutzer tun werden.

Sauber lackiert, gut ausgestattet und auch noch wohlklingend, was man heute für dieses kleine Geld so alles bekommt!

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #10: Pro-Ject Debut Reference 10

Nanu, kennen wir diesen Plattenspieler nicht schon eine ganze Weile? Ganz entschieden JEIN! Der neue Debut Reference 10 von Pro-Ject Audio ist tatsächlich erst letzte Woche ausgeliefert worden. Insofern ist dieses Modell ganz neu. Auf dem Markt.

Tatsächlich hatte ich das Jubiläumsmodell zum 30. Baujahr dieser besonders erfolgreichen Baureihe hier schon für die Bamberger Analog-Tage 2025 angekündigt, und zwar als eine der beiden Sensatiönchen für die Vorführungen im Kleinen Vorführstudio. Das hat leider nicht geklappt.

Aber jetzt ist er da und begeistert als Oberhaupt der Debut-Familie von Pro-Ject mit seinem schlichten und deswegen besonders eleganten Design. Auch technisch bietet er alles, was ihn in seinem Marktumfeld als eine der allerbesten Offerten auszeichnet.

Bei den kleineren Modellen ist der Subteller aus Aluminium ein sinnvolles Tuning, beim Debut Reference 10 ist er Serie.

Lassen Sie sich, lasse dich einfach von den Bildern beeindrucken. So wird zum Beispiel auch unter dem Plattenteller nicht gekleckert, denn dort ist bereits der teure Subteller aus Aluminium eingesetzt. Dass aber beim Weltmarktführer von Qualitäts-Plattenspielern auch jedes weitere Detail hinter den Kulissen passt, das darf man getrost voraussetzen.

Nicht nur optisch ein besonderer Leckerbissen ist der Tonarm. Wieder ist es die Kombination aus Carbon und Aluminium, die hier den Ton angibt. Ich wette, wenn irgendein sogenannter Highender diesen Tonarm einzeln anbieten würde, wäre er kostspieliger als hier der ganze Plattenspieler mit Haube.

Dieser MM-Tonabnehmer ist der welterste, der das Signal vollständig symmetrisch an den Phono-Vorverstärker übergibt.

Ansonsten ist hier der Fluss des abzutastenden Signals durchgängig symmetrisch ausgelegt. Das Stichwort lautet mal wieder True Balanced. Und mit dem modifizierten Tonabnehmer, dem Pro-Ject Pick it PRO Balanced, fährt man sogar das erste symmetrisch-kompatible MM-Tonabnehmersystem der Welt.

Die Pro-Ject Phono Box S3 B und die Power Box S3 Phono kann man auch nach und nach erwerben.
Aber sie verbessern gerade im Verbund die klangliche Performance sehr deutlich und das für kleines Geld.

Jetzt fehlen zum analogen Glück nur noch die passende Phono-Vorstufe und ein besonderes Netzteil, das das seriensaumäßige ersetzt.* Aber Pro-Ject wäre nicht Pro-Ject, wenn man nicht gleich eine solche Option anbieten könnte und würde. Der Pro-Ject Debut Reference 10 wird beim FLSV in Bamberg standesgemäß mindestens mit der ebenfalls symmetrisch aufgebauten Pro-Ject Phono Box S3 B verbandelt** und von dem Zusatznetzteil Power Box S3 Phono versorgt und vorgeführt. Dieses extrem preiswerte Kistchen ersetzt auch das ebenfalls nur notdürftige Steckernetzteil der Phono Box S3 B gleich mit!

Man sieht und hört: Beim Fränkischen Lautsprecher-Vertrieb in Bamberg bleibt es auch im ausgehenden Winter spannend. Zum Beispiel, wie dramaturgisch geschickt die Neuheit #10 mit der Modellbezeichnung des vorgestellten Plattenspielers in Übereinstimmung gebracht wurde!

* Das gilt aber auch für nahezu alle Anbieter von elektronischem Kleingerät, die kein eingebautes Netzteil aufweisen!

** Allerdings ist hier der Erwerb eines zusätzlichen Kabels erforderlich, das mit durchgängig getrennten Leitern für beide Kanäle aufgebaut ist. Ob das der FLSV in Bamberg auch wirklich vorrätig hat? Aber man muss ja als Hersteller erst einmal davon ausgehen, dass der Pro-Ject Debut Reference 10 an einem konventionellen, weil bestehenden MM-Eingang angeschlossen werden wird.

Dachbodenfund? Garagenfund? Nee, Hinten-im-Lager-ganz-hinten-Fund: Das letzte Paar Pro-Ject Speaker Box 10 in hochglänzend weiß

Manchmal ist es geradezu erhellend, wenn MMann was im großen Lager des FLSV in Bamberg sucht und dabei nicht nur das gesuchte Objekt, sondern auch etwas ganz anderes findet, was man eigentlich schon gar nicht mehr vermisst hatte. So geschehen heute in der Früh, als da auf einmal ein großer Karton* hinter den neu einzuschlichtenden Kartons (siehe nächsten News-Blog) und vor den vielen Leerkartons der vielen Kompakt-Lautsprecher zum Vorschein kam. „Ach ja, da war doch noch was!“, entfuhr es still dem Glücklichen.

In dieser Preisklasse einzigartig: Glassockel mit Spikes

Der FLSV hatte seinerzeit die letzten Paare der Pro-Ject Speaker Box 10 von deren deutschen Vertrieb Audio Trade ATR gekauft, da dieser sehr zierliche Lautsprecher eine Marktlücke abdeckte, die immer noch nicht wieder belegt wurde,** zumindest nicht in dieser Preisklasse! Und außerdem: Wer mir einen Lautsprecher in diesem Preissegment zeigt, der aufwändiger verarbeitet ist und trotzdem so gut wie dieser klingt, der bekommt medienwirksam einen Kalender von 2026 (siehe einen der nächsten Einträge in diesem Portal) als Geschenk überreicht.

Schon wieder Roy Black: Gans in weiß

Deswegen schmiedet der FLSV in Bamberg aus diesem Fund jetzt ein nur noch einmaliges Paket, neudeutsch Band L genannt, das für diejenigen besonders interessant sein sollte, die kompaktestes Hifi in besonders hübscher Ausführung, hier hochglänzend weiß lackiert mit besonders aufwändigem Sockel, aber eben nicht im Regal, sondern freistehend, goutieren. Als Zentrale wurde ganz bewusst ein Eversolo Play gewählt, der außer CD-Wiedergabe*** nahezu alles beherrscht. Dazu wird ein angemessen hochwertiges Lautsprecherkabel samt Steckern nach Wunsch des neuen Nutzers konfektioniert.

Entweder alles mit oder ohne CD-Laufwerk: Die neue Eier-legende Wollmilchsau Eversolo Play oder Play CD-Edition

Hier passt alles zusammen: Funktionsumfang, Design und Klang und vor allem das perfekte Preis-/Leistungsverhältnis!

MM, mache es nicht so spannend: Was kostet denn das Set?

* Die beiden schlanken Lautsprecherboxen sind in einem einzigen Karton verpackt.

** Die ganzen aufpoppenden, angeblich noch verfügbaren Angebote zur Pro-Ject Speaker Box 10 sind Fake! Diese Tricks und was sie bewirken sollen sind ja inzwischen mehr als bekannt.

*** Sollten Sie sich, solltest du dich für den Eversolo Play CD-Edition entscheiden, fallen lediglich 100.- € Aufpreis an.

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus #6: Die Bamberger Anti-Analog-Tage haben Winziges vor

Miniaturisierung bis die Polizei kommt: Den ersten Platz in Sachen digitalem Miniatur-Mehrkomponenten-Hifi nimmt ab sofort das Stereo Set E CD von Pro-Ject ein. Es besteht aus der CD Box E , der Stereo Box E sowie den Lautsprechern Speaker Box 3 E.

Hier wird auf kleinstem Raum ein Paket geschnürt, das bis auf den Netzwerkzugang (= Streaming) nahezu vollständig ausgestattet ist. Phono- und andere analoge und digitale Eingänge samt Bluetooth sind vorhanden. Auch ein in diesem Fall dringend benötigter Subwoofer-Ausgang ist nutzbar. Sogar die Lautsprecher-Terminals sind von mehr als ordentlicher Qualität.

Das Ganze kommt samt reichhaltigem Zubehör* in einem recht kompakten Umkarton. Nach dem Auspacken müssen die beiden Geräte nur noch miteinander und die Lautsprecher angeschlossen werden, was dank der mitgelieferten Bananenstecker schnell und sicher von der Hand geht, und schon kann man nach dem Einlegen der Lieblings-CD** Musik genießen.

Schauen Sie sich doch einfach die folgenden Bilder an, um die Kleinheit der Komponenten als auch der Lautsprecher nachzuvollziehen.

Größenvergleich #1: Links die neue E-Kombi, rechts die Geräte aus der bekannten S3-Baureihe von Pro-Ject

Wenn Sie doch mal den Streaming-Dienst meiner Wahl nutzen möchten, kann ich Ihnen den WiiM Mini wärmstens ans Ohr legen. Diesen können Sie per digitalem Kabel an einen der beiden Opto-Eingänge der Pro-Ject Stereo Box E anschließen.***

Diesen Streamer kann man sehr gut sogar noch hinter den Komponenten des Stereo Set E CD verstecken: WiiM Mini.

Und beim FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 in Bamberg können Sie sich gerne einen akustischen Eindruck bei den Bamberger Anti-Analog-Tagen am 14. und 15. März 2025 verschaffen, wenn Sie diese Anlage nicht doch ob des sonstigen Spektakels einfach übersehen.

Größenvergleich #2: Oberhalb des Stereo Set E CD steht der Pro-Ject A1, also ein normalformatiger Plattenspieler.

Aber was hat denn der Artikel mit der Polizei zu tun? „Mach‘ es nicht so spannend, MM!“ Einfache Auflösung: Schauen Sie doch mal auf die Seriennummer, die auf dem einen Lautsprecher hinterlegt ist.

* Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass das Wort Hören auch im Begriff Zubehör vorkommt. Deswegen hat es bestimmt bei manchem High End-Begeisterten auch Komponenten-Status, denn es ist ja wirklich zu behören, dass es einen klanglichen Unterschied erzeugt.

** Zur Erinnerung: Die CD ist eine abgekürzte Compact Disc, die 12 Zentimeter im Durchmesser misst und kontaktlos mittels eines Lasers abgetastet wird. Haben Sie Ihre CDs noch griffbereit oder sind Sie schon komplett auf Streaming umgeschwenkt?

*** Den zweiten optisch-digitalen Eingang können Sie bei Bedarf für das Fernsehgerät verwenden. Somit ersetzen die kleinen Lautsprecher mit ihrer guten Sprachwiedergabe auch die dann überflüssige Soundbar.

Größenvergleich #3: Im Vergleich zur Blumenhofer Fun 25 wirkt die Pro-Ject Speaker Box 3 E wirklich winzig.

Spätlese zu den Bamberger Analog-Tagen 2023

Da war doch noch was! Etwas, das in der Nachlese zu den dies- und auch zehnjährigen BAT 2023 noch nicht berücksichtigt wurde. Das wäre aber schade, wenn ich hier was unterschlagen würde. Fangen wir also an!

Schlicht und elegant, schlicht und ergreifend gut in Funktion und Klang: der neue Vollautomat Pro-Ject A2.

Auf diesem Bild sehen Sie einen der allerersten verfügbaren Pro-Ject A2, einen Vollautomaten, der das Versprechen einlöst, der erste seiner Art zu sein, bei dem die Start-Stopp-Automatik den Tonarm während der Wiedergabe nicht behindert. Dass dieser Dreher auch noch ausgesprochen schick aussieht, schadet ihm aber auch nicht. Bestückt ist er mit dem Ortofon 2M Red, das ja auch nicht von schlechten Eltern ist.

Wie bei Pro-Ject Audio üblich sind auch die verwendeten Tonabnehmer niemals unter Wert des Plattenspielers, hier der Ortofon 2M Red.

Leider hatte es (nur) diese Neuheit nicht mehr rechtzeitig zu den BAT 2023 geschafft. Aber jetzt kann man das Teil beim FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 zu Bamberg bewundern.

Kleiner Zettel, große Wirkung, denn hier geht es vom Großen Vorführstudio sonst etwas versteckt ins High End-Heimkino.

Um die große Attraktion im kleineren High End-Heimkino ob der noch größeren Attraktion im Großen Vorführstudio womöglich doch noch zu übersehen, habe ich auf Anraten einen kleinen Hinweis unterhalb der Treppe nach da oben angebracht. Tatsächlich war diese Routenführung hilfreich, denn dort oben wurde ja nicht nur Musik mit Genuss gehört, sondern auch der 1. PRV Oberfrankens gegründet.

Das Bild kennen Sie schon. Aber sind sie nicht wirklich schön anzusehen, die klanglich bestens zueinander passenden Komponenten?

Durch eine Änderung bei den Plattenspielern und den wunderschönen Headshells von Ergotech* kam das neue kleine Moving Coil-Tonabnehmersystem von Skyanalog, das P-1M leider nicht zum Einsatz. Aber das wird nicht mehr lange dauern, bis MM einen adäquaten Einsatzzweck für dieses extrem Preis-werte MC gefunden hat.

Die Ausstattung und der Klang des P-1M spotten dem aufgerufenen Preis dieses Einsteiger-MC-Tonabnehmersystems von Skyanalog.

Dass der Laden auch an Stellen besonders dekoriert war, die nicht sofort ins Auge fielen, sei hiermit bewiesen. Zwei Akustikelemente oben auf dem großen Kabelabroller wurden als Setzkasten zweckentfremdet, auch wenn es dann doch eher ein Wurfkasten wurde. Hier sind viele hundert originale Ersatznadeleinschübe noch mit der Preisauszeichnung in Deutscher Mark zu sehen. Diese stammen aus einer Auflösung eines fränkischen Elektro-Marktes auf der ehemals grünen Wiese.

Sollten Sie ab sofort eine historische Nadel vulgo einen seltenen Ersatznadeleinschub suchen, dann fragen Sie beim FLSV nach.

Sie fragen zu Recht, was es denn nun mit dem Titelbild auf sich hat? Ganz einfach: Zu allen Bamberger Analog-Tagen der letzten Jahre bitte ich Frau Ganzenberg von Sieveking Sound, mir ein kleines Potpourri an audiophilen Schallplatten zusammenzustellen, so auch dieses Jahr. Frau Ganzenberg hat hier völlig freie Hand bei der Auswahl. Und noch nie war ein Titel darunter, der überhaupt niemanden angesprochen hätte! Vielen Dank nochmals auch von dieser Stelle für diesen tollen Service!

So bleibt mir zum baldigen Jahresende nur noch, Ihnen ruhige Tage, lecker Essen und Trinken sowie gutes Wetter und dazu passende Kleidung zu wünschen. Mögen wir die Spannung auch weiterhin aufrecht zu halten!

Und nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das Ladengeschäft nach den Weihnachtsfeiertagen erst wieder am Donnerstag, dem 28. Dezember 2023 geöffnet sein wird. Mails an munk@flsv.de werden aber stets gelesen und beantwortet.

* Diese wurden durch Montage auf einem Koshin Tonarm und einem Laufwerk von Micro-Seiki und dem Palo Santos als absolutes Tonabnehmer-Spitzenmodell von Sumiko nicht nur optisch dramatisch aufgewertet.

Update im Angebot des FLSV bei den Lautsprechern, Stand Mai 2023

Gerade noch rechtzeitig im Mai und somit kurz nach der High End in München kommt dieses Update mit den Neuzugängen, einem Dauergast und einem potentiellen Anwärter für einen Stammplatz im Portfolio des Fränkischen Lautsprecher-Vertriebs in Bamberg bei den Lautsprechern. Drei von den hier vorgestellten vier Neuheiten sehen Sie vereint auf dem Aufmacherbild.*

Auch als Spanische Wand zu gebrauchen, der große Flächenstrahler Quad ESL-2912.

Fangen wir gleich mit einem Sensatiönchen an, denn der FLSV hat ab sofort auch einen waschechten Flächenstrahler in der Vorführung! Dieser bisherige Missstand ist der Tatsache geschuldet, dass die gegebenen Räumlichkeiten entweder den Platz für zwei, drei oder maximal vier elektrostatische oder magnetostatische Lautsprecher bieten, aber dann für die anderen weit über 100 Lautsprecher eben dieser Platz fehlt.**

Ungewöhnlich, aber essenziell ist die Spannungsversorgung des ansonsten passiven Lautsprechers.

Jetzt probiere ich es halt einfach mal und das gleich mit einem der Technologieträger von einem der Pioniere des elektrostatischen Lautsprecher-Prinzips, nämlich Quad***, und zudem einem der Urgesteine des Hifi und des High Ends aus dem UK. Und da die Standfläche der beiden bei diesem Hersteller verfügbaren Modelle identisch ist und mein Großes Vorführstudio das verdoppelte Basspanel locker verträgt, ist es das Modell Quad ESL-2912 geworden. Trotzdem kann ich ohne rot zu werden behaupten, dass man ohne Bedenken auf das kleinere Modell, das dann ESL-2812 heißt, rückschließen kann, also tonal identisch, aber mit etwas weniger Tiefgang und mit reduziertem Maximalpegel. Wenn Sie sich für die Besonderheiten der beiden Quad Elektrostaten interessieren, dann sind Ihnen bestimmt das Handbuch als auch die Broschüre hilfreich.

So aufgräumt sah es nach dem Aufbau der Hörkabine von ATR Audio Trade während der High End 2023 aus.

Den zweiten Dauergast habe ich ja schon in der Nachlese zur High End 2023 angekündigt. Es ist mein erster Aktiv-Lautsprecher einer britischen Firma, die genau mit dieser Art Lautsprecher world famous**** geworden ist, nämlich ATC***** als Hersteller mit der feinsten Aktiv-Monitore überhaupt. Es ist zwar nur das kleinste Modell mit der für ATC berühmten Bärennase******, also die erste Dreiwege-Aktivbox namens ATC SCM50ASLT, wobei das A für Active und das T für Tower steht, also die auf eigenen Beinen steht und keinen Standfuß wie die der Classic Serie benötigen, aber ansonsten identisch bestückt sind. Aber auch alle größeren Modelle dieser Tower Baureihe sind im Mittelhochton-Bereich identisch bestückt, sodass ich analog zu den Quads oben behaupte: Je größer, desto tiefer und desto lauter. Wer’s braucht, bekommt gerne die volle Packung!

Die Bestückung der ATC SCM50ASLT ist zueinander spiegelsymmetrisch. Und der Bassreflex-Kanal zeigt nach vorne.

In einer ersten Installation, die ja mit nur einem Quellgerät so was von minimalistisch ausfallen darf, beweist die ATC SCM50ASLT, dass sie zu Recht ein Traumlautsprecher ist.

Das dritte hier vorzustellende Modell ist auch eine Besonderheit derart, dass es mein einziges Drei-Wege-Modell mit echten Hörnern im Mittel- und im Hochton-Bereich ist. Der Bass-Bereich ist eine Bassreflex-Konstruktion mit einer riesigen Passiv-Membran auf der Gehäuserückseite. Das Modell nennt sich Blast Domestic One und stammt vom Wormser Entwickler Patrick Buscaino. Nein, ich schreibe nicht an dieser Stelle, dass hier die angeblich Horn-typischen Verfärbungen fehlen, obwohl sie fehlen beziehungsweise nie da waren. Aber ich behaupte, dass es wenige Konzeptionen am Markt gibt, die so bruchlos zwischen den einzelnen Chassis spielen. Man hört also nicht die Übergänge zwischen Bass und Mitteltonhorn und so weiter. Ob Ihnen das tonal zusagt oder nicht, können Sie gerne bei mir vor Ort nachprüfen. Sie können sich sogar gegen diesen Lautsprecher entscheiden, wenn Ihnen die angeblich Horn-typischen Verfärbungen fehlen sollten!

So ein kleiner Lautsprecher! Kann der wirklich sooo laut? Ja, das kann er und wird er!

Dass die Blast Domestic One trotz ihrer relativ zierlichen Erscheinung bei entsprechender Ansteuerung auch so richtig laut aufspielen kann, es werden immerhin 124dB als Maximum angegeben, sieht man dem Teil schon von außen an. Daraus resultieren zwei Zusammenhänge: Erstens spielt die Blast Domestic One nicht abgrundtief in den Frequenzkeller, weist dafür zweitens aber einen sehr hohen Kennschalldruck von 97dB/1 Watt/1m auf. Das erweitert die Auswahl an potenten und potenziellen Verstärkern immens.

Die Blast Domestic One von der ebenfalls sehenswerten Rückseite mit der großen Passivmembran

Und auch das vierte Modell, von dem noch nicht ganz sicher ist, ob es das Portfolio auf Dauer ergänzen wird, weist eine für das sonstige Angebot des FLSV in Bamberg untypische Bestückung auf. Es sind die Lyritech Moon River 8, bei denen es sich somit um die bisher einzigen Breitband-Lautsprecher im nicht ganz unriesigen Programm bei den Lautsprechern handelt.******* Auch wenn hier der Kennschalldruck ebenfalls überdurchschnittlich hoch ist, sollte man bei der Auswahl des zuspielenden Verstärkers entsprechende Sorgfalt walten lassen. Eine Empfehlung sind eher kleine Röhrenverstärker wie unsere Thivan 300B und auch der Kopfhörer-Verstärker Cayin HA-300.

Spanische Lautsprecher vor einer Wand; aufstellungskritisch sind die Lyritech Moon River 8 mit dem BR-Port vorne jedenfalls nicht.

Bleibt einem nur die Spucke weg ob der vielen Neuheiten und der dann trocken gesprochene Schlusssatz: So viel Spannung, wie sie der FLSV in Bamberg erzeugt, kann man ja gar nicht aushalten.

*Diese Aufnahme wurde nötig, weil das Plakat, das im Schaufenster des Kleinen Vorführstudios auf das Große Vorführstudio hinweist, total ausgeblichen und so aus gleich zwei Gründen zu ersetzen war. Danke, Philipp L.!

** Das ist umso erstaunlicher, dass es bisher diese Art Lautsprecher für die Musikwiedergabe – mit Ausnahme der Hybriden von Martin Logan vor einigen Jahren – noch nicht als festen Bestandteil des Lautsprecherangebots gab, hört doch MM selbst und privat seit Jahrzehnten mit Vollbereichselektrostaten!

*** Wer besser Deutsch als Arabisch oder gar Hindi spricht, kann auf dieser Webseite oben links diese Sprache einstellen. Im Hyperlink ist das nicht erkennbar!

**** Schauen Sie sich doch mal deren Nutzer in der Client List an!

***** Das Kürzel ATC steht für Acoustic Transducer Company, was ja schon eine ganze Menge aussagt, oder?

****** Hier handelt es sich um einen 75mm im Durchschnitt messende “Super Dome”, der als Mitteltonkalotte den für unsere Sprachverständlichkeit entscheidenden Frequenzbereich von immerhin 380 Hertz bis 3500 Hertz überträgt.

******* Breitbänder übertragen alle Frequenzen mit nur einem einzigen Chassis, was ja per se die besten Voraussetzungen sein sollten, was bestimmte Anforderungen an die akustische Übertragung von Schallwellen betrifft. Aber es gibt auch widersprüchliche Bedingungen, die ein Breitbänder versuchen muss, unter einen Hut******** zu bringen. Ein kleines Beispiel: Um tiefe Töne erzeugen zu können, muss die Membran viel Masse ausweisen, die aber beim Beschleunigen im Mittel- und erst recht im Hochton-Bereich entsprechend bremsen wird. „Wie man es macht, macht man es verkehrt“ wäre die fatalistische Antwort, wenn es nicht doch den einen und den anderen Kniff gäbe, die zumindest deutliche Fehler in der Wiedergabe vermeiden oder so kaschieren, dass sie hinter den anderen prinzipiellen und sehr deutlich hörbaren Vorteilen verschwinden.

******** Hierfür ist vielleicht ein Sombrero die geeignete Wahl.

Nachlese der High End 2023 im Münchner M,O,C,

Auch in diesem Jahr stieg die weltgrößte Hifi- und High End-Show an gewohnter Stelle, nämlich dem Messezentrum M,O,C, in München-Freimann. Und auch in diesem Jahr stellte ein gewisser MM aus Bamberg, seines Zeichens der Hifi-Dealer Ihres Vertrauens, seine beratende und zupackende Arbeitskraft in den Dienst von ATR Audio Trade. Mit dieser Firma ist MM, wie schon häufiger in diesem Blog kolportiert, schon so lange verbandelt, dass man sich gerne Geschichten erzählt, die mit dem Satz beginnen: „Weißt du noch, damals?!“

Dieses Bild zeigt den Messestand von Pro-Ject Audio am Samstag genau eine Minute nach Einlass, also um 10.01 Uhr!

Aber auch in diesem Jahr gibt es wieder viel zu erzählen von den Neuheiten, nicht nur bei Pro-Ject Audio, die ja in Deutschland von dem so eben genannten Vertrieb betreut werden, sondern auch von vielen meiner anderen Geschäftspartner, die ich in den wenigen Pausen, wenn mal nicht ganz so viel am eigenen Messestand los war, besucht habe.

Bei DALI gab es eine bis dato geheim gehaltene Überraschung, denn die Nachfolger der immer noch gut etablierten Epicon-Serie wurden hier in München erstmalig vorgestellt. Aber bald gibt es also die Epicore, namentlich eine geschickte Melange aus eben der seit vielen Jahren geschätzten Epicon und dem absoluten Überflieger DALI Kore, der ja bereits auf den letzten High End präsentiert wurde und von dessen Entwicklung die Epicore im großen Maße profitieren soll, nein wird. Gespielt wurde das größte Modell, sie nennt sich DALI Epicore 11. Mal schauen, welche der insgesamt nun sechs Modelle dieser Baureihe den Einzug ins Portfolio des FLSV in Bamberg schaffen werden.

Ebenfalls eine große Überraschung waren die beiden neuen kleinen Modelle bei PMC, die die Schwelle der inzwischen doch recht üppigen Einstiegspreise bei diesem Hersteller aus dem Profi-Bereich deutlich nach unten verlegen werden. Es wird einen Kompaktlautsprecher, die PMC Prodigy1, als auch eine zierliche Standbox, die PMC Prodigy5, geben.

Im Schnittmodell ist das Markenzeichen von PMC, nämlich die ATL, also die Advanced Transmission Line sehr gut erkennbar.

Was aber gar nicht zierlich war, war der raumfüllende Klang der PMC Prodigy5 im doch gar nicht so kleinen Vorführraum. Ein kleines Wunder (deutsch für Prodigy) oder doch eher das Ausloten der Physik? Jedenfalls ein Glücksgriff!

Im Ausstellungsraum des High End-Studios, seines Zeichens Importeur neben vielen anderen beim FLSV vertretenen Marken auch der Pretiosen von MoFi, konnte ich den neuen Serienstand der bereits georderten Modelle MoFi MasterDeck

und MasterPhono begutachten. Dieser Plattenspieler und der (nicht nur dazu) passende Phono-Entzerrer bilden dann ja die Spitze in deren jeweiligem Angebot.

Für mich war die eigentliche Überraschung aber die kleine MoFi SourcePoint 8, vor allem, wie gelungen die Proportion von der großen Schwester SourcePoint 10 heruntergebrochen wurden. Und da es das neue Modell auch in weiß geben wird, bei dem sogar der Bespannrahmen in dieser unbunten Farbe im Lieferumfang enthalten sein wird, wird die SourcePoint 8 wohl demnächst beim FLSV in dieser Farbe der Unschuldsvermutung aufspielen!

Und das, was ich jetzt behaupte, ist nicht der Tatsache geschuldet, dass ich die MoFi SourcePoint 10 bereits schon mehrfach besonders promotet habe, zum Beispiel bei den Bamberger Analog-Tagen 2022, sondern weil ich es genau so empfunden habe: Die Vorführung dieser Boxen war eine der besten und stimmigsten auf der ganzen Messe!*

Viel Besuch im Vorführraum des High Fidelity-Studios, in dem Andrew Jones seine Kreation MoFi SourcePoint 10 bestens präsentierte.

Danke an Frank Schick als mein Gastgeber und vor allem an Andrew Jones, dem Entwickler dieser beiden Ausnahme-Lautsprecher, der mir bereitwillig über die vielen kleinen Details, die einen Lautsprecher dieser Qualitätsklasse ausmachen, Auskunft erteilt hat!**

Zurück zu ATR Audio Trade. Meine Aufgabe auf dem riesigen Messestand von ATR Audio Trade war es wie bereits die Jahre und Jahrzehnte zuvor, den direkten Kontakt zu den interessierten Laien herzustellen. Ja, von denen haben sich doch überraschend viele auf dieser Messe eingefunden, auch wenn sie in aller Regel keine besonders weiten Anfahrtswege auf sich nehmen mussten.*** Für die vielen Fachbesucher waren ja die Kollegen vom Außendienst anwesend.

Mein Schwerpunkt lag in der verständlichen Vermittlung des True Balanced-Konzepts, das Pro-Ject Audio seit einiger Zeit besonders anschiebt. Hierzu waren auf einem der großen Tische die bereits bekannten Pro-Ject X2 B mit der Phono Box S3 B sowie der Pro-Ject X8 als SuperPack samt der Phono Box DS3 B sinnbildlich aufgestellt und miteinander verkabelt.

Erstmalig in dieser Breite auf der High End in München als Konzept vorgestellt: Die Sounds Clever-Anlagen bis maximal 5000.- €.

Eine zweite Aufgabe war es, für einige Zeiteinheiten eines der vielen auf dieser Messe vorgestellten Sounds Clever-Konzepte zu betreuen. In einer der beiden von RTFS Raumakustik-optimierten Vorführkammern wurden abwechselnd, sprich durch schnelles Umstellen der Stühle, entweder die neue Cabasse Rialto**** oder das Set aus Pro-Ject Debut Carbon EVO + MaiA S3 und Speaker Box 5 S2 vorgespielt. Mit einem als Set deutlich vergünstigten Gesamtpreis von unter 1800.- € dürfte unsere Sounds Clever-Installation wohl die mit Abstand günstigste Anlage in diesem Rahmen bei der High End gewesen sein!

Das meist bestaunte Ausstellungsstück des diesjährigen Messestandes von Pro-Ject: die Hommage an Pink Floyds Meisterstück

Aber aufregender sind ja stets die Neuheiten, die dann hoffentlich bald in den Markt gebracht werden. Der Eyecatcher auf unserem Stand schlechthin war die Studie eines Plattenspielers anlässlich des 50. Geburtstages eines der erfolgreichsten Musikalben der Geschichte und zudem immer auch noch eines der bestklingenden, nämlich The Dark Side Of The Moon von Pink Floyd.

Ja, auch das Prisma als Plattenpuck wird zum Lieferumfang gehören!

Bleiben wir kurz noch bei den Plattenspielern. Schon letztes Jahr als Konzept wurde der RPM 12 vorgestellt, den Sie im Aufmacherbild zu diesem Artikel sehen. Dieser nimmt ganz klare Design-Anleihen bei einer der Ikonen aus dem Goldenen Zeitalter der Schallplattenspieler-Geschichte, nämlich dem Micro Seiki DDX-1000. Geändert wurde inzwischen wohl der Antrieb des RPM 12 auf Direktantrieb, was einer Sensation bei Pro-Ject gleichkommt!

Ein bekanntes Plattenspieler-Modell wird ausstattungsmäßig aufgerüstet, bekommt dieses doch eine DLNA-taugliche Netzwerkanbindung verpasst.*****

Ein Vorbote oder gar ein Orakel? Schließlich bietet dieser Plattenspieler nicht nur Netz-Anbindung, sondern keinen Ortofon-Abtaster!

Außerdem wird es eine Großoffensive mit neuen Tonarmen und neuen Signalkabeln geben. Ob alle gezeigten Tonarme wirklich einen Markt finden, kann ich derzeit noch nicht abschätzen, aber die Auswahl wird noch riesiger als bisher schon sein.

Wovon aber alle Nutzer eher profitieren werden, ist die stringente Einteilung und Zuordnung der insgesamt vier Kabelserien, die einer eindeutigen Hierarchie unterliegen. Jede Anforderung hat eine Entsprechung in jeder der Serien.

Endlich gibt es gescheite Stecker für die große Kabelserie bei Pro-Ject; besonders über die XLR-Verbinder freue ich mich.

Es wird auch in baldiger Zukunft viele Neuheiten in der mittleren Serie geben, zum Beispiel einen Rundfunk-Empfänger für alle drei relevanten Bereiche, also für UKW, DAB+ und Internetradio.******

Auch diverse passive Übertrager, einen davon sogar in symmetrischer Ausführung, für die Verstärkung eines MC-Signals auf MM-Niveau, sind in der Pipeline.

Was aber in Stückzahlen gehen wird, ist der neue Streaming-Vollverstärker mit Quasi-Vollausstattung mit dem einprägsamen Namen Pro-Ject Uni Box DS3.

Hier bleiben anschlussmäßig wohl erst mal keine Wünsche offen, oder? Sogar ein MC-Phono-Vorverstärker ist an Bord.

Am Ende des Tages bekam ich noch ein nicht ganz ununsittliches Angebot unterbreitet: Ich konnte nämlich die beiden ATC SCM50ASLT, die in der rechten Kabine vorgeführt wurden,******* mit nach Bamberg nehmen! Da habe ich doch gerne auch mitgeholfen, all die ausgestellten Geräte und Möbel und Tonabnehmer undundund zu demontieren und wieder sorgfältig in die nach und nach eintrudelnden Umverpackungen zu verstauen.

Etwa vierzig Paletten Ware wurden von ATR Audio nach München geschafft und müssen nun wieder nach Hause.

Dass die Palette mit den Flightcases für meine ATCs erst ganz kurz vor Schluss in die Halle gebracht wurde, war bestimmt keine Absicht, um mich möglichst lange beim Einpacken zu behalten, stimmt’s?! Jedenfalls war es dann doch nach 20.00 Uhr, als alles im Auto verstaut war und die Heimreise angetreten werden konnte.

Noch war die Sonne am Horizont zu sehen, als der Heimflug endlich starten konnte.

Sie merken nun mal wieder, was sich ein Facheinzelhändler neben seinen sonstigen Tätigkeiten so an Aufwand antut, damit er mit besten Gehwissen von sich und für seine Kunden behaupten kann: Es bleibt auf alle Fälle spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

* Allerdings ist meine Auswahl an diesen Tagen bestimmt nicht mal ansatzweise repräsentativ für die High End als Ganze, das ist mir sehr wohl bewusst.

** Wenn Sie selbst einen ersten Eindruck vom überaus sympathischen Andrew Jones gewinnen möchten, dann schauen Sie sich doch dieses Video auf DuRöhre an.

*** Nein, die kamen nicht aus Fundland, nicht mal aus Neufundland.

**** Die Cabasse Rialto ist technisch identisch mit der Cabasse Pearl Akoya, aber sie ist in einem eher konventionellen Gehäuse untergebracht.

***** Hier ist ganz klar der Yamaha MusicCast VINYL 500 als erstes Gerät dieser Art das Vorbild.

****** Gab es hier nicht auch schon mal ein Gerät von Yamaha mit derselben Ausstattung?

******* Auch diese Hörkabine wurde akustisch von Herrn Shahlawandian von RTFS präpariert. Man wundert sich immer wieder, was derlei Maßnahmen an Zugewinn bringen, die zum Beispiel ein Netzkabel für mehrere tausend Euro niemals nicht erzeugen könnte!

Schön war’s, voll war’s: die Nachlese der Bamberger Analog-Tage 2022

Dem Inhaber dieses Kfz-Kennzeichens gebe ich einen aus!

Auch wenn das Programm der Bamberger Analog-Tage 2022 viel zu schön für diese Welt war, war es schön! Ganz schön vollgepackt. Fast schon überambitioniert. Bestimmt hätte es auch für fünf Tage BAT 2022 gereicht, ohne dass es auch nur eine Minute Langeweile gegeben hätte. Und das lag auch daran, dass unsere Besucher sich nicht einfach an den Ausstellungsstücken vorbeigeschoben haben, sondern sich intensiv informiert und mit den anderen Gästen ausgetauscht haben.

Einer der ersten Auskenner der Pro-Ject Vinyl NRS Box S3 ist Werner S. aus N., der gerne Auskunft über deren Wirkungsweise gab.

Und genau das unterscheidet die BAT, egal in welchem Jahr sie stattgefunden haben und in Zukunft stattfinden werden, von so vielen anderen Händlerveranstaltungen oder Messen in unserem Metier, weil es hier weniger um die Technik als solche geht, sondern um die Liebe zur Musik. Man könnte sogar vermuten oder auch unterstellen, hier ginge es um Genuss-Hören.

Im Kleinen Vorführstudio war es zeitweise so beengt, dass wir allesamt vor eineinhalb Jahren zu mehreren Jahren Zuchthaus verurteilt worden wären.

Drangvolle Enge im Kleinen Vorführstudio. Und ich weiß: Das lag nicht nur an den weltbesten Extraweißwürsten.

Ich verpetze Ihnen mal die zwei Hauptverdächtigen, selbstredend neben meiner gastgebenden Funktion als Mädchen für alles: Da war zum einen Heinz-Peter Völkel

Hans-Günther S. aus B. war erstaunt, wie fließend das hier an der kleinen Anlage klang.

als Promoter seiner aus Funk und Fernsehen bekannten Tonbandmaschine MA-1.

Live II Tape heißt, wie der Name schon sagt, dass es bei den BAT 2022 ausschließlich eigene Konzertaufnahmen zu erwerben gab.

Diese spielte viele Musikspielarten höchstwertig an der bereits genannten Anlagenkonstellation. Hier wurden doch einige Besucher und Zuhörer doch recht stutzig, warum ausgerechnet diese fast noch anachronistischere Technologie so gut und wohltuend klang. Sein technisches Über-Ich Andreas Sandreuther hielt sich derweil dezent im Hintergrund, war aber jederzeit zu Fachgesprächen bestens aufgelegt. Interessant war zu beobachten, dass sich auf dieser unserer Plattform in Bamberg zwei ehemalige Kollegen des Bayerischen Rundfunks aus den verwandten Bereichen Bild und Ton austauschen konnten.

Analog-Konzentrat: Zwei Plattenspieler, einer besser als der andere, ein klangvolles Tonbandgerät sowie ein Lieblings-Röhrenverstärker und auch noch bezahlbare Lautsprecher. Was will mann mehr?

Und da war zum anderen auch noch Achim H. aus N., der ganz gezielt eine Lukullus-Falle direkt hinter der Eingangstür zum Kleinen Vorführstudio aufgebaut hatte. Besonders verführerisch gerochen hat es hier zwar nicht, aber k(aum)einer konnte den weltbesten Weißwürsten nach Hannoveraner Rezeptur (!!!) widerstehen, die Achim aus dem Grenzgebiet zu Hessen, sprich aus dem westlichsten Westunterfranken importiert hatte.

Hier danke ich Elisabeth und später Johanne für die Wahrung der Alibi-Frauenquote von wenigstens 1 : 20! Oder waren es doch eher 1 : 30? Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen und habe mir eher gedacht: Männer sind doch so einfach zufrieden zu stellen, stümps?

Oder versetzen Sie sich doch mal virtuell in die eher intime Atmosphäre des High End-Heimkinos des FLSV in Bamberg: Auch wenn hier lieber nur fünf als sechs Gäste angemessen der Musikdarbietung lauschen sollten, kamen doch so ziemlich alle Besucher mit einem sehr breiten Grinsen in einem zufriedenen Gesicht aus der Vorführung. Hier waltete Alan Bachmann seines Amtes, denn er hatte mit seiner bekannt mitreißenden Art ganz klar die Musik und die Musiker und deren Werke in den Fokus gestellt und nicht seine von ihm vertretenen Lautsprecher von Blumenhofer Acoustics. So erfuhren unsere Gäste Zusammenhänge ausführlich, warum gerade das Herbert Pixner Projekt…

Auch wenn es im High End-Heimkino eher wie im High Eng-Studio aussieht: Besser als hier klingt es selten!

Aber die große Show fand doch ganz eindeutig im Großen Vorführstudio des FLSV in Bamberg statt. Und das nicht nur, weil dieser akustisch bestens präparierte Raum doch einfach noch am meisten Platz bietet.* Konkret waren ja zwei mächtige Anlagenkonzepte und ein Highest End-Zubehör (DS Audio ES-001) vorbereitet und auch vollumfassend einsatzbereit. Star der Manege war aber ganz klar der neue Lautsprecher SourcePoint 10 von MoFi. Die doch noch irgendwie kompakt zu nennenden Boxen, die ab Mitte Dezember 2022 auch das reguläre Portfolio des FLSV bereichern werden, haben den immerhin 56 Quadratmeter großen und auch 3,50 Meter hohen Raum spielend mit Musik und erst recht auch im Bassbereich geflutet. Toll!

Alle Zuhörer waren stets konzentriert bei der Sache. Kein Wunder bei der tollen Darbietung der MoFi Source Point 10!
Das ist die Perspektive von hinter den Kulissen während eines LP-Wechsels. Man erkennt die gelöste Stimmung der Zuhörer.

Als die Musik doch mal von der Wandseite spielen durfte, wurde es sogar mal richtig still und andächtig, schließlich war es ja der zweite Adventssamstag. Oder lag es doch eher an Jeff Buckleys** intensiver Interpretation von Leonard Cohens Klassiker*** Hallelujah, den Jeff Buckley ja erst richtig bekannt gemacht hat? Bestimmt an beidem, denn mitgenommen hat dieses intime Bekenntnis alle Zuhörer im Raum.

Danke nochmals an Frank Schick vom MoFi– und DS-Audio-Vertrieb High Fidelity-Studio, der nicht nur an beiden Tagen die klangvolle Moderation im Großen Vorführstudio des FLSV übernahm, sondern auch schon bei den Vorbereitungen für diese überzeugende Darbietung tatkräftig mitgewirkt hat.

Frank Schick hatte seine eigenen Verführ-Schallplatten dabei, erfüllte aber auch die Wünsche unserer Gäste nach deren LPs.

Danke auch an Günter Antoniazzi und Oliver Unkel von ATR Audio Trade, deren Pretiosen ja in allen drei Vorführräumen vertreten waren und somit zahlenmäßig den größten Anteil der vorführbereiten Geräte und Konstellationen im Programm der BAT 2022 ausmachten.

Genauso danke ich Alan Bachmann (Blumenhofer Acoustics) und Tim Hoffmann (Thivan Labs) herzlich für ihr Engagement.

Als Letzte sind in dieser Reihe noch mit Dank zu versehen: Lauschgoldengel Mathias Thurau, der im Hintergrund die helfende Hand war und den beiden Tonband-Protagonisten von Live II Tape Andreas Sandreuther und Heinz-Peter Völkel.

Auch das inzwischen zur angenehmen Routine gewordene Spenden-Sammeln zugunsten des Bamberger Kinderschutzbundes mit Hilfe von Zeitschriftenpaketen des Fachmagazins MINT wurde noch nebenher und auch effektiv erfüllt.

Tue Gutes und schreib‘ darüber. Na gut, machen wir gerne, denn es ist ja für unseren Guten Zweck.

Fazit: Auch wenn es diesmal vordergründig keine Produkte aus dem UK zu bestaunen gab, Spaß haben alle Probanden auf unserer kleinen Insel der Bamberger Analog-Tage 2022 verbreitet. Und weil der Spaß und die Freude an der Musik und auch an unserem Hobby die wichtigsten Treibfedern sind und bleiben (sollten), sei an dieser Stelle auch schon mal auf unsere nächste Veranstaltung am 13. und 14. Januar 2023 hingewiesen, wenn es dann heißen wird:
Bamberger Anti-Analog-Tage 2023!

Wenn jemand den Besitzer dieses Auto kennen sollte, dann bitten Sie ihn/sie/es um Tausch!

P.S.: Wenn Sie sich seit Aufruf dieser Seite der FLSV-News gefragt haben sollten, was es denn mit dem Titelbild auf sich hat, dann kläre ich Sie hiermit auf: Herr Hevesi, seines Zeichens Betreiber des Grund 74 in Bischofsgrün**** und MM inzwischen eher lieber Freund als Kunde, hat mir dieses wunderschöne und vor allem selbst angefertigte Exponat eines tendenziell eher warm und etwas hölzern klingenden Röhrenvollverstärkers als Gastgeschenk überreicht! Diese täuschend echte Replika bekommt einen Ehrenplatz im Schaufenster des FLSV!

* Und langjährige Wegbegleiter wissen: Wenn es einen freien Platz in den Räumlichkeiten des FLSV gibt, dann wird er auch genutzt und gefüllt.

** Wer hier Apos’trophe vermis’s’t, hat im Deutschunterricht nicht aufgepasst!

*** Wer sich für die Entstehung dieses Lieds besonders interessiert, dem sei diese Dokumentation empfohlen.

**** Gute Besserung, Franz!

Hier folgt das Große Besteck sogar mit Messerbänkchen: Das Programm der BAT 2022 für das Große Vorführstudio des FLSV in Bamberg

Ein gewisser MM hatte ja bereits hier schon relativ vollmundig angekündigt, dass die BAT 2022 etwas ganz Besonderes werden würden. Und dramaturgisch richtig hat sich dieser MM, das ist der mit Gewissen, den Hochpunkt, nein die Höhepunkte bis zum Schluss aufgehoben. Richtig: Es gibt dieser mehrere!

Der erste Punkt der Höhe ist ein Vergleichstest zwischen gleich drei Plattenspielern, die ungefähr zwölfmal bis dreizehnmal so viel kosten, wie der Durchschnittspreis aller in Deutschland verkauften Plattenspieler letztes Jahr betrug.* Zwei der Probanden waren schon bei den letzten BAT in Aktion. Es handelt sich dabei um die bisherigen Platzhirsche dieses Preissegments, also um das schlicht-graue ATR Celebration 40 SuperPack 1 als auch um die noch schlichtere schwarze Eleganz MoFi UltraDeck +M. Hinzu gesellt sich bei diesem Treffen der oberen Oberklasse noch der Perpetuum Ebner PE1010 MK II. Der markiert den Einstieg ins Schwarzwälder Traditionsunternehmen PE. Der FLSV hat sich ihn von PE-Mastermind Wolfgang Epting mit dem Ortofon MC Quintet Black S bestücken lassen.

Immerhin können zwei der drei Plattenspieler direkt mit der Pro-Ject Phono Box RS 2 samt gerade vorgestelltem Zusatznetzteil Pro-Ject Power Box RS 2 Phono verbunden werden. Wir müssen während der Veranstaltung also nur jeweils einmal umstecken. Praktisch ist zudem, dass dieser tolle Phono-Vorverstärker über zwei parallel nutzbare Ausgänge verfügt. So braucht man während der bestimmt spannenden Vorführungen während der BAT 2022 nur am noch tolleren Röhren-Vollverstärker Thivan Labs 211 die Eingänge wechseln, um die klanglichen Unterschiede von zwei der drei Probanden unmittelbar herauszuhören.

Knapp 40 Kilogramm stabil stehendes Lebendgewicht für 2x 25 Watt aus einer 211er Röhre, das kann nur der Thivan Labs 211.

Als dazu idealtypisch dazu passende Lautsprecher werden die Zingali Acoustics Twenty Evo 1.2 eingesetzt. Oder bei entsprechender Nachfrage die Thivan Labs Eros 9 Anniversary.

Die Hauptattraktion der BAT 2022 musste ein wenig umgestrickt werden, die Gründe hierfür nenne ich Ihnen gerne vor Ort. Aber lassen Sie sich versichern: Wir haben uns auf keinen Fall verschlechtert! Die Begründung folgt weiter unten. Aber erst mal der Reihe nach:

Auch auf der Hauptvorführseite des Großen Vorführstudios gibt es einen Battle, also einen Sängerwettstreit. Diesmal sind es Geschwister, die zum einen über gleiche Gene verfügen und zum anderen auch noch preislich nahezu identisch veranschlagt sind, sich aber trotz vieler Gemeinsamkeiten optisch und auch klanglich sehr wohl unterscheiden.

Wenn es einen ersten Preis für den buntesten, aber coolsten Plattenspieler gäbe, dann sehen Sie hier den Gewinner!

Bitte begrüßen Sie mit uns auf der linken Seite des Rings den Fender x MoFi PrecisionDeck Limited Edition Turntable***, über den ja auch in diesem Blog bereits ausführlich geschrieben wurde. Auffälligstes Merkmal ist sein besonders schön lackiertes Chassis aus Mooreiche. Hier stand ganz eindeutig das Fender Modell Sunburst Pate. Auf dem mit seinem Kontrahenten identischen Tonarm mit immerhin 10 Zoll (= 10x 2,54cm) Länge ist das ranghöchste MM-Tonabnehmersystem von MoFi montiert, der MoFi MasterTracker.

In der anderen Ecke steht der Herausforderer aus dem selben Stall, das MoFi UltraDeck, das ebenfalls elegant, aber eben völlig dem Understatement huldigend daherkommt. Aber wie können die beiden denn miteinander konkurrieren? Ganz einfach: Es gibt seit einer kleinen Weile ein neues Topp-Tonabnehmersystem bei MoFi, das MC-System UltraGold. Und das kostet! Eine Stange mehr. Um nicht sogar zu sagen: mehr als das Doppelte des MM-Systems.

Black Beauty muss kein Pferd sein, aber losgehen wie ein Mustang tut das UltraDeck schon!

Und so sind es tatsächlich gerademal 150.- € Preisdifferenz zwischen den beiden Kandidaten. Sollte Ihre Wahl auf die schwarze Schönheit fallen, können Sie sich ja noch den hauseigenen Plattenpuck MoFi Super Heavyweight gönnen, um preislich am ganz schön bunten Fender vorbeizuziehen. Und wer sich weder noch entscheiden können sollte, dem ist natürlich anzuraten, den Fender mit dem UltraGold sowie dem Plattenpuck zu erwerben. Keine Kompromisse eingehen zu müssen, hat manchmal auch seine Vorteile!

In eine ähnliche Richtung geht es weiter mit der Phono-Entzerrung. Diese Aufgabe ist Schwerstarbeit, muss doch das feine, vom Tonabnehmer erzeugte Signal bei MC-Systemen bis zu 3000fach (= 70dB) verstärkt und anschließend auch noch wieder gerade gebogen werden. Und entsprechend hochwertig geht es bei den BAT 2022 weiter mit einer veritablen Besonderheit auf diesem Gebiet, denn der FLSV präsentiert den zwar noch als Prototypen, aber dennoch komplett spielbereiten MasterPhono Preamplifier, ebenfalls von MoFi. Besondere Verstärkungsarten (Current Mode = Strom-Verstärkung als auch Voltage Mode = Spannungsverstärkung) als auch stylische VU-Meter zeichnen dieses toll klingende Gerät aus.

Der MoFi MasterPhono hat nicht nur innere Werte aufzuzeigen, sondern auch stilechte VU-Meter, die sogar den Takt anzeigen.

Oben stand ja geschrieben, dass die zunächst angekündigte Hauptattraktion der BAT 2022 nicht mehr verfing und sie entsprechend geändert werden musste. Und auch, dass wir auf keinen Fall das Niveau dieser besonderen Veranstaltung nach unten ziehen werden. Im Gegenteil (!), denn der FLSV (und kein anderer!) ist wohl der allererste Händler (!) in Deutschland (!), der die neuen Lautsprecher (!!!) von MoFi, besser bekannt als Mobile Fidelity, auf einer überregional angekündigten Händlerveranstaltung, wie es die BAT seit Jahren sind, dem geneigten Publikum vorführen wird!!! Und machen Sie sich auf ein Klangfest gefasst! Diese klangliche Überraschung ist eigentlich gar keine, wenn man sich die DNA der MoFi SourcePoint 10 näher anschaut. Aber überrascht hat mich diese noch relativ zur großen Abbildung kompakte Regalbox (auf amiganisch: Bookshelf), die auf keinen Fall ins Regal gestellt werden darf, doch schon sehr.

Hier ist ganz deutlich die Prismen-förmige Schallwand des MoFi SourcePoint 10 zu erkennen.

In Kurzform sei noch der Rest des Set-ups genannt, der sich aus bereits mehr als bewährten Komponenten zusammensetzt: Das Signal vom MoFi MasterPhono Preamplifier wird an die Line-Vorverstärkerstufe des Ayon CD-35 II weitergeleitet. Aber wie! Denn auch hier gibt es (wahrscheinlich) eine Deutschland-Premiere zu vermelden, denn der FLSV wurde vom deutschen Vertrieb Geko-Hifi, namentlich von Herrn Gerd Kopistecki himself, auserkoren, das neue Referenz-Cinchkabel des schwedischen No Nonsense-Herstellers Supra Cables, das Excalibur RCA, anlässlich der Bamberger Analog-Tage 2022 im würdigen Rahmen vorzustellen. Und das tun wir mit Stolz!

Das brandneue Supra Cables Sword-ISL Excalibur noch gefangen in der Holzschachtel.
Hier am MoFi MasterPhono kann sich das High End-Kabel endlich frei entfalten.

Und von dort geht es in die Kanal-getrennten Single Ended-Endstufen Cayin CS-845M, die immerhin brutalste 28 Watt sogar pro Kanal in Class A in die Waagschale wirft. Selbstredend kommt dann von hier aus wiederum das Supra Cables Excalibur als Lautsprecherkabel zum Einsatz.

Ja, beim FLSV guckt man in die Röhre(n) und man hört sie zudem auch noch!

Frank Schick beim Feinsand-Tuning der Standfüße für die MoFi SourcePoint 10.

Und als gäbe es noch nicht genug Sensationen an diesem ersten Dezember-Wochenende, gibt es zum zweiten Advent auch noch das mechanisch-elektronische Meisterwerk von DS Audio zur Vermeidung jeglicher Exzentrität der aufgelegten Schallplatte, das ES-001, zu bewundern. Frank Schick vom Deutschen Vertrieb der Gerätschaften von MoFi als auch von DS-Audio (High Fidelity-Studio wird wie gewohnt akribisch und souverän alle technischen Belange und Fragen erörtern. Außerdem hat er seine exquisite Schallplattensammlung auch dabei.

Wie immer bei DS Audio ist auch das ES-001 vollständig und sehr ansprechend verpackt.
Um die Batterien einzusetzen, muss man das Gehäuse abheben und bekommt so einen Einblick in die aufwändige Elektromechanik.

Noch einmal eine Schippe in Preis und Größe drauflegen wird dann das Flaggschiff unter den Lautsprechern im Portfolio des FLSV, das mal so richtig zeigen kann, was es so an großer Bühne, Dynamik und auch maximal erreichbarer Lautstärke, natürlich völlig und schlacken- und verzerrungsfrei, so drauf hat. Viel ist ja in unserer fachbezogenen Regenbogenpresse von Live-Charakter oder sogar vom Live-Erlebnis zu lesen. Aber Hand aufs Herz: Welche Lautsprecher, auch die im Portfolio des FLSV, können diesen Anspruch auch nur ansatzweise einlösen? Die allerwenigsten. Aber unser zwei mal zweiteiliges Subwoofer-/Satelliten-System Thivan Labs Anteros 9 kann diese Anforderung spielend einlösen. Und wie!

Trotz der zwei 38er sind das nur die Satelliten der Thivan Labs Anteros 9.

Auch hier sei das Set-up nur kurz aufgezählt: Quelle wird das hier bereits vorgestellte Pro-Ject X8 SuperSuperPack sein, dessen immer noch symmetrisches Signal in den oben bereits genannten Ayon CD-35 II geleitet wird. Von dort aus geht es über eine Aktivweiche einmal zu einer kraftvollen Profi-Endstufe, was ja heute keinen Stilbruch mehr mit sich bringt, solange deren Aktionsradius nicht über 50 – 100 Hertz hinausgeht. Von hier aus geht es in die im Vordergrund stehenden Subwoofer, die mit immerhin einem Chassis bestückt sind, das knapp 54 Zentimeter Durchmesser aufweist!

Analog zu Crocodile Dundee muss es hier heißen: Das ist ein Subwoofer!

Aber der tonal entscheidende Frequenzbereich wird dem nagelneuen Cayin Soul 170I verantwortet. In dieser Konstellation fungiert der Soul 170I nur als reine Endstufe, die lediglich aus dem Ärmel ihre 130 Watt pro Kanal**** auf lässigste Art und Weise schütteln wird.

Die Wucht in Tüten: 2x 130 Watt aus nur 2 Röhren pro Kanal, das kann nur der Cayin Soul 170I!

Jetzt fehlt zur Abrundung des Gesamtprogramms nur noch der Hinweis, dass es am Samstag die weltbesten Weißwürste zu zutzeln gibt, was umso leichter fällt, da die konsistenteren Laugenbrezen ebenfalls dazu kredenzt werden, die wiederum zu einem leichter verdaulichen Brei mit einem oder gar zwei Schlucken des regional mit Abstand besten Weißbieres***** zu vermengen sind. Es kann einem wirklich kaum besser ergehen. Hier gilt wieder einmal mein ganz besonderer Dank an Achim, der das wie immer bestens organisiert hat! Und an Stefan fürs Bier aus Mönchsambach.

Außerdem gibt es eine kleine Menge an neuen und auch Schallplatten aus der Zweiten Hand. Die Vorführplatten sind jeweils doppelt vorhanden, damit der jeweilige Vergleich schneller vonstatten geht. Von diesen Demo-LPs sind auch neue Exemplare käuflich zu erwerben. Hier danke ich Frau Ganzenberg von Sieveking Sound für die Vorauswahl!

Das war’s fürs Erste. Ich hoffe, dass die Spannung kaum noch auszuhalten ist! Ich freue mich auf Ihr Kommen!

P.S.: Das nun Folgende gilt für alle hier installierten Anlagen: Verwendet werden für die Spannungsversorgung aus guter Überzeugung nur die Kabel und Stecker von Supra Cables!

P.P.S.: Noch eine Weltneuheit stellt der mit einem GPS-Sender ausgestattete Flaschenöffner dar, der zwar historisch wertvoll aussieht, aber ähnlich dem DS Audio ES-001 vollgestopft mit neuester Elektronik ist. Nur falls sich den jemand langfristig ausleihen wollte! Wir wissen, wo dein Biervorrat wohnt!

Vorsicht bei diesem Stehaufmännchen, denn es hat einen GPS-Verpeilsender eingebaut!

* Das kann man, wenn man die tatsächlich ausgegebenen nicht einmal € 220.- als Durchschnittspreis aller gekauften Plattenspieler** sehr wohl als Betrug bezeichnen, und zwar als Betrug am Kunden. Denn für deutlich weniger als dieses Geld kann man keinen echten Plattenspieler bauen, dann eher schon platte Spieler. Und die verfügen garantiert auch noch über eine USB-Digitalisier-Funktion, stümps?!

** Einfache Rechnung nicht nur für Milchmädchen: Die Summe aller Gelder, die für Plattenspieler im Jahr 2021 ausgegeben wurde, wird geteilt durch die Anzahl der gekauften Dreher und ergibt somit den Durchschnittspreis!

***Achten Sie mal auf die Note Out of stock oder eine Seite höher auf Sold out. Aber der FLSV kann noch liefern!

**** Nein, dieser Verstärker kommt weder aus Frankreich noch aus dem UK und auch nicht von dazwischen!

***** MM ist kein Weißbier-Experte, aber wenn man ein so süffiges Bier sogar aus der Flasche spritzerfrei trinken kann und dabei nicht nur Kohlensäure in den Magen bekommt, dann muss es das Beste sein, da geben Sie mir doch recht, oder?

Nachtrag zum Programm der Bamberger Analog-Tage 2022 fürs Kleine Vorführstudio

Auf der linken Schaufensterseite des Kleinen Vorführstudios in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg ist bereits jetzt analoges Hifi im Konzentrat angerichtet. Denn hier wurden gleich zwei Themenschwerpunkte der BAT 2022 vorbereitet und auch schon angeschlossen. Betreut werden diese Anlagenkonzepte während der BAT 2022 von einem Mitarbeiter von Audio Trade ATR, dem deutschen Vertrieb von Pro-Ject Audio. Bitte stellen Sie also dem Herren möglichst viele Fragen, denn sonst wird ihm womöglich noch langweilig!

Zum einen wird die bereits in der Vorankündigung der Bamberger Analog-Tage 2022 vorgestellte Neuheit von Pro-Ject Audio, die Vinyl NRS Box S3, auf ihre tatsächliche Wirksamkeit geprüft. Hierzu spielt ein Weihnachtstannenbaum-immergrüner Pro-Ject Debut EVO zunächst an einer Pro-Ject Phono Box S2 Ultra, die ja in ihrer Preisklasse wenig bis keinen Marktbegleiter kennt, der ihr das feinperlende Mineralwasser reichen könnte. Von hier aus geht es in die Pro-Ject Vinyl NRS Box S3. Um aber das klangliche Ergebnis richtig und eindeutlich nachvollziehen zu können, haben wir uns dafür entschieden, das feine unkorrigierte oder per einfachem Umschalten doch korrigierte Signal nicht über einen (Röhren-) Verstärker und Lautsprecher abzuhören, sondern über einen mehr als spezialisierten Kopfhörer-Verstärker, hier konkret die Pro-Ject Head Box DS2 B, und über einen oder besser zwei adäquate Kopfhörer der obersten Güteklasse. Und wie man weiß, ist auch hier der FLSV bestens ausgestattet!

Dass oft der Kopfhörer-Verstärker in seiner Bedeutung für den Klang unterschätzt wird, kann man ändern!

Allerdings gibt es doch tatsächlich eine Lücke im Portfolio des FLSV! Es gibt hier nämlich keine verschrammelten und knisternden und knackenden Schallplatten! Aber hier wurde MM vom ersten Käufer einer Pro-Ject Vinyl NRS Box S3 mit ein paar Exemplaren Marke Lagerfeuer ausgestattet. Mein Dank geht an Werner aus dem Fürther Vorort Nürnberg!

Zum anderen wird im selben Regal das True Balanced-Konzept von Pro-Ject Audio leib- und livehaftig vorgestellt. Dessen prinzipielle Vorteile wurden auf dieser Webseite ja schon mehrfach beschrieben, genauso deren Einschränkungen, zum Beispiel, dass bisher nur MC-Tonabnehmer für die symmetrische Signalführung genutzt werden können. Und dass echt symmetrisch aufgebaute Elektronik immer teurer sein muss, weil einfach alle Schaltungen doppelt vorhanden sind, eben einmal für die positive und einmal für die negative Halbwelle, sei im Vorfeld ebenfalls nochmals erwähnt.

Das Ortofon MC Quintet Red markiert bei Ortofon und auch beim FLSV den Einstieg in die Welt der Moving Coil-Tonabnehmer (MC).

Und da es sich auch hier um feine und feinste, aber schlussendlich dennoch eklatante* Unterschiede in der klanglichen Diktion handelt, die hier zu detektieren sind, wird der Pro-Ject X2 B zum einen klassisch unsymmetrisch per Cinchkabel und zum anderen direkt per vollsymmetrischer True Balanced Connection mit dem neuen Phono-Vorverstärker Pro-Ject Phono Box S3 B verbandelt. Letztere ist eine 5-polige Mini-XLR-Steckverbindung, die beide Kanäle erdfrei führt.** Und somit dauert der Anschluss an beiden Enden nur noch jeweils 350 Millisekunden! Der Wechsel von der einen zur anderen Betriebsart erfolgt ganz einfach durch Umschalten der Eingänge auf der Vorderseite der Pro-Ject Phono Box S3 B.

Und jetzt wiederhole ich mich nicht ganz ungern, aber das Signal läuft, wie schon oben beschrieben, ebenso, aber diesmal in die symmetrischen Eingänge der Pro-Ject Head Box DS2 B. Diese verfügt ja über zwei auf der Front zu schaltende Eingänge, also einmal unsymmetrisch via RCA/Cinch von der Vinyl NRS Box S3 und einmal symmetrisch per XLR von der Phono Box S3 B.

So lassen sich die beiden genannten Set-ups an nur einem zentralen Gerät vollumfassend und vor allem anschaulich darstellen. Denn das macht gutes, sprich Preis-wertes Hifi und High End aus, nämlich, dass die vermeintlichen Unterschiede nicht durch wolkige Versprechungen herbeigesehnt, sondern durch die sich steigernde Sensibilität des Hörers für die feinen Nuancen auch tatsächlich nachvollziehbar werden. Das ist insofern besonders erwähnenswert, da alle hier vorgestellten Artikel und Maßnahmen wieder mal nur einen relativ bescheidenen finanziellen Einsatz erfordern. An anderer Stelle könnten Sie für den Preis der gesamten, also der zweigleisigen Anlage nicht mal ein halbes Netzkabel erwerben! Und so relativiert sich womöglich auch der geforderte Mehrpreis, den der Um- und Aufstieg in die Symmetrie fordert, doch recht schnell, denn der Klanggewinn, auch durch das Fehlen von Störungen aller Art, ist doch immens!

Sie wissen ja: Unser Strom kommt aus der Steckdose. Aber erst durch Aktionen wie die Bamberger Analog-Tage wird das Hifi-Leben spannend!

*Das ist die direkte Verwandte von Onkel Ekla.

** Fürth und führt sind zwei völlig unterschiedliche Begrifflichkeiten! Aber wer sich hier regional ein wenig auskennt, ist klar im Vorteil.

Der FLSV bietet exklusiv einen besonderen Restposten an: die super-schicke Pro-Ject Speaker Box 10

Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen, dass eine kleine Menge der überaus schicken und zudem wohlklingenden Pro-Ject Speaker Box 10 im riesigen Lager von Audio Trade ATR in Mülheim an der Ruhr aufgetaucht sei, die es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte.

Aber es gibt sie noch! Zumindest beim FLSV in Bamberg! Verfügbar in den beiden unbunten Standardfarben Hochglänzend weiß und Hochglänzend schwarz bildet die Pro-Ject Speaker Box 10 nun wieder preislich die Einsteigerbox bei den Standlautsprechern im Portfolio des FLSV.

Äußert wertige Verarbeitung, wohin man auch schaut

Diese Box sieht aber nicht nur lecker aus, immerhin ist sie aufwändig lackiert, was in dieser Preisklasse schon alleine eine veritable Ausnahme darstellt, sondern ist durch ihren massiven Glassockel auch noch richtig standsicher. Außerdem halten die Bespannrahmen auch noch elegant per Magnet, so dass man sie bei Bedarf auch schnell und schützend vor denen verbergen kann, die vor allem mit den Fingern schauen.*

Auch ein schöner Rücken kann entrücken: Bassreflexrohr, Glasfuß, und Terminal**, ist doch nicht nur für diese Preisklasse alles recht edel gemacht!

Im Bassbereich wird sie trotz doppelter Bestückung sicher keine Mammutbäume ausreißen, aber mit Unterstützung eines aber bitte schön audiophil klingenden Subwoofers und/oder in kleinen Räumen wird die Speaker Box 10 zeigen können, dass sie sehr wohl schon sehr musikalisch aufspielen kann. Hinzu kommt ihr für die Chassis-Größe recht hoher Kennschalldruck, so dass auch eine Kombination mit einem der vielen Röhrenverstärker im Sortiment des FLSV eine sehr wohl gangbare Alternative darstellt.

So sollte man sie nur sehen, wenn kleine Terroristen in der Nähe sind.

Aber ob Ihnen die Speaker Box 10 genauso wie mir gefällt, müssen Sie sich schon selbst erarbeiten. Am besten zuhause, wo es drauf ankommt!
Und jetzt muss ich mich leider schon wieder selbst zitieren, aber es stimmt nun mal, dass es spannend bleibt, zumindest beim FLSV in Bamberg!

*Mein Wunsch an alle Lautsprecher-Hersteller lautet: Bitte bringt auch auf der Rückseite der Boxen derartige Magnete an, damit man den Bespannrahmen während der Zeit, in der er nicht gebraucht wird, bequem parken kann. Gab’s noch nicht? Doch! Meines Wissens haben es seinerzeit erst Primare und später auch Dynaudio, beide aus Dänemark, realisiert und dann wieder verworfen. Schade!

**Noch ein Tipp beziehungsweise eine Bitte an die Industrie: Da Lautsprecherkabel zu 100 Prozent, zumindest beim FLSV in Bamberg, mit Laborhohlsteckern verlötet oder mit Bananas aus Reinkupfer vercrimpt werden, ist es sinnvoll, das Anschlussterminal mit den Buchsenöffnungen nach unten auszurichten. Sie können deswegen bedenkenlos zum Schraubendreher greifen, die vier Schrauben lösen, das Terminal um 180 Grad drehen und dann wieder einsetzen. So vermeiden Sie abgebrochene Stecker durch die ständige Belastung, der die dünnwandigen Stecker durch Zug und Schwerkraft ausgesetzt werden.

Zu Besuch bei: Audio Trade ATR in Eltville

Audio Trade ATR ist seit gefühlten Jahrhunderten einer meiner nahestehendsten Vertrieb von Hifi- und High End-Artikeln überhaupt. Daran haben nicht nur deren Produkte ihren Anteil, sondern es sind vor allem die gewachsenen und somit auch freundschaftlichen Beziehungen zu allen relevanten Mitarbeitern, die hier zählen und die die Wege in nahezu allen Belangen kurz machen. Diese Verbundenheit hat auch eine Entsprechung in entgegengesetzter Richtung, wenn ein gewisser MM aus BA auf der Leitmesse High End in München über viele Jahre hinweg dafür zuständig war, den Endkunden als solchen, mag er Hifi-begast (m), Musik-afin (w) oder gar beides in Personalunion (d) gewesen sein, doppelthalbwegs kompetent zu beraten und das Thema Hochwertige Musikwiedergabe für jeden Geldbeutel schmackhaft zu machen.

Und seit knapp drei Jahren gibt es diesen Showroom in Eltville am Rhein, das ja somit eher ein Showhouse ist. Hier wurde ein ehemaliges Schulhaus liebevoll restauriert. Einziges Handicap war halt in den beiden letzten Jahren, dass allen Beteiligten als auch uns Gästen durch das Hohe C ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde. Aber jetzt! Nachdem zunächst einige Hifi-Redaktionen eingeladen wurden, kam jetzt die erste Händler-Runde dran, die neuen Räumlichkeiten samt üppigstem Rahmenprogramm zu goutieren.* Durch Günter Antoniazzi, also Mister Audio Trade Süd, wurden meine Begleitung auf dieser Fahrt, nämlich Lauschgoldengel Mathias Thurau und ich exklusiv durch alle Räume geführt. Mal abgesehen von der Produktvielfalt, die jeweils thematisch dargeboten wird, waren es die vielen liebevollen Details, die dieses Gebäude wohl in unserer kleinen Hifi- und High End-Welt einzigartig machen. Die Pretiosen zur Musikwiedergabe selbst, das sonstige Mobiliar, die Dekoration als auch die vielen Kunstgegenstände fügen sich so zu einer angenehmen als auch repräsentativen Einheit zusammen. Hier kann man sich wohlfühlen!

Und ich zähle jetzt nicht all die Fachhandelsmarken auf, die bei den Mülheimern im Portfolio waren und immer noch sind. Das sehen Sie schon noch und gleich auf den vielen kleinen Bildern, die mir Mathias Thurau zu diesem Event der Sonderklasse in Eltville am Rhein zur Verfügung gestellt hat.

Lautsprecher von Stenheim mit analogem Front End von Perpetuum Ebner (PE) und BLUE AMP
Stehen momentan nur zur Zierde im Gang: Stenheim Alumine Two
Eleganter Raumteiler und gleichzeitig gelber Präsentierteller in einem
Ich gebe mir die Kugel ist hier, aber bitte im Plural, wörtlich zu nehmen: Cabasse iO³, Riga 2 und Baltic 5.
Für mich an diesem Tag die beste Vorführung im Haus: Cabasse Pelegrina mit Deutschlands Mastermind in Sachen Cabasse: Stefan Harms (links im Bild).
Von ATC das ganz große Besteck, aber an diesem Tag mehr Zierde als mächtiges High End-Werkzeug: ATC EL150A.
Perspektivisch wird diese aktive ATC oder eine der kleineren Schwestern auch im Portfolio des FLSV landen.
Plattenspieler in Hülle und Fülle von Pro-Ject Audio und von Perpetuum Ebner

Gedacht ist diese Villa in Eltville auch dazu, dass man hier zum Beispiel auch Produkt-bezogene Schulungen durchführen kann. Genauso steht sie ATR-Händlern in dem Fall zur Verfügung, wenn diese einen Kunden haben für ein Produkt, das sie selbst nicht in ihrem Portfolio führen. Das impliziert auch eine Übernachtungsmöglichkeit vor Ort!

An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals herzlich für die Einladung nach Eltville und allen, die an der reibungslosen Organisation der Veranstaltung mitgewirkt haben.

Sie sehen mal wieder, dass es auch in nächster Zukunft spannend bleiben wird, zumindest beim ATR Premium Partner FLSV in Bamberg!

*Nein, es gab keine Rahmschnitzel, sondern ganz besondere Leckereien zu essen. Außerdem gab es mehrfach Live-Musik zu hören. Und wie immer ist es live noch besser als in Hifi! Merken Sie sich das! Also ab in jedes Konzert mit der Musik, die Sie gerne hören.

Endlich lieferbar: Der Plattenpuck PRO für den Pro-Ject Debut PRO

Lange hat es gedauert, bis auch das optionale Plattentellergewicht für den Pro-Ject Debut PRO zur Auslieferung kam. Das hatte aber noch einen weiteren kleinen Nachteil, denn in den allermeisten Abbildungen des tollen Plattenspielers war es stets im Verbund zu sehen. So haben viele Interessenten* vermutet, dieses Zubehör gehöre zum Lieferumfang. Das hatte wortreiche Entgegnungen meinerseits zur Folge.

Aber jetzt! Denn jetzt kann man für kleines Geld diesen aus dem vollen Aluminium gefrästen Plattenpuck PRO gleich beim Kauf oder als Nachrüst-Option auch für (fast) alle anderen Modelle nicht nur dieses Herstellers erwerben. Dieser Puck ist entsprechend leicht und belastet das Plattentellerlager nur im erlaubten Rahmen.** Denn es beruhigt die Schallplatte aus Vinyl bei der Abtastung im µm-Bereich deutlich. Und zum Schutz des Labels ist die Unterseite mit einem Filz beklebt.

Auch wenn sich in diesem Fall die Spannung durch die Auslieferung des Plattenpucks PRO gelöst hat, bleibt es spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

*und somit auch Käufer. Gibt es denn in dieser Preisklasse einen besseren und hübscheren Kandidaten? Aber ab sofort gilt: Jetzt noch hübscher!

**Hier gilt Viel hilft viel! eben nicht, denn zum Beispiel mit dem Pro-Ject Plattenpuck, der bei den großen Modellen aus der Xtension Baureihe von Pro-Ject zum Lieferumfang gehört, würden man laute Mahlgeräusche des Plattentellerlagers provozieren und auf Dauer auch verursachen. Die einzige Alternative ist hier die Plattenklemme Pro-Ject Clamp it, die ebenfalls sehr leicht, aber zusätzlich im Anzugsmoment variabel ist. Aber welche der beiden Lösungen sieht schicker aus?

Nachbetrachtungen zur High End 2022 in München

Nach zweieinhalb Ausfällen in den letzten beiden Jahren war es mal wieder so weit, dass sich alle Hifi- und High End-Affinen im M.O.C. zu unserer Nabelschau treffen konnten. Ich selbst war dieses Mal auf der anderen Seite zu Gange, also nicht bei Audio Trade ATR und hier speziell für die Endkunden-Akquise zuständig, sondern einfach nur Gast der High End Society und somit interessierter Gucker und Hörer.

Sonst stand hier immer so was wie „Mitarbeiter“ und „Audio Trade ATR“, diesmal nur „Besucher“

Mein erster Besuch galt meinem dienstältesten Lieferanten, nämlich Dynaudio. Diese Marke feiert derzeit immerhin ihr 45-jähriges Bestehen. Und der FLSV hat wohl eine der niedrigsten Kundennummern in deren Bestand.

Hier sind einige Meilensteine aus dem Portfolio von Dynaudio als Reminiszenz zu sehen. Rechts steht der „Arbiter“.

Und es wurde gleich eine neue Lautsprecher-Serie namens Focus präsentiert, auf die ich mich schon richtig freue, denn sie ist so richtig vollständig: aktiv, Streaming-fähig inklusive Roon, Bluetooth, digitale und analoge Eingänge sogar mit Phono (!) sowie DIRAC Live, alles ist an Bord.

Die drei Modelle der neuen Focus-Baureihe, schlicht Focus 10, Focus 30 und Focus 50 genannt.

Was neben den stets wiederkehrenden Dynaudio-Merkmalen diesmal anders ist, ist die durchgehend geschlossene Bauweise aller drei Modelle. Somit werden sie auch deutlich aufstellungsunkritischer sein. Dynaudio nennt die drei Modelle ganz unbescheiden „das intelligenteste kabellose Musiksystem der Welt.“ Sie können das sehr bald nachprüfen, denn alle drei Modelle werden demnächst in diesem Theater zu hören sein!

Und wie schon am Titelbild zu sehen ist, wird es Verstärkung im Analog-Sektor geben. Diesmal kommt ein Traditionshersteller aus dem Schwarzwald zum eh schon üppigen Plattenspieler-Angebot hinzu: Perpetuum Ebner, kurz PE. Muss ich an dieser Stelle über das Know-How und die handwerkliche Fertigung noch viele Worte verlieren?

Perpetuum Ebner PE 2525 MK II, aber nicht in der für PE typischen und von mir so georderten Bi-Color-Ausführung.

Zwei Aussteller, die ich mit besonderer Neugier besucht habe, waren DALI und Yamaha. Und beide Vorführungen waren in höchstem Maße unspektakulär! Und das ist das höchste Lob, das man aussprechen kann, solange man es nicht mit langweilig verwechselt.

Fangen wir mit DALI an, weil auf deren Stand an Neuem nur das Absolute, also das neue Flaggschiff Kore erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Man kann davon ausgehen, dass dieses Prachtstück nur wenige Händler in Deutschland vorführen werden, kostet ein Paar davon doch immerhin 160 große Scheine, also 80 Mille. Aber mal schauen, ob der FLSV bis zur Auslieferung den nötigen Platz und vor allem das benötigte Kleingeld auftreiben kann.

Sven Pieper von DALI erläutert mit bekannt lockerem Stil die Besonderheiten der DALI Kore.

Es ist wohl davon auszugehen, dass auch die kommenden Serien von deren technologischen Besonderheiten profitieren, wie das so üblich ist.

Technologie-Träger für die nächsten Jahre: DALI Kore
Vermeintlich alles wie gewohnt, aber hinter den Kulissen alles neu: DALI Kore

Anzumerken ist hier, dass auch die Anlage, die zur Vorführung der DALI Kore verwendet wurde, bodenständig blieb. Aber was mich noch mehr verblüfft hatte, war die Tatsache, dass ganz normale Tracks in CD-Auflösung, also mit 16 Bit und 44.1 kHz, und kein High Res-Material verwendet wurde und es trotzdem überragend klang. Also unspektakulär! Denn es war alles da, nur viel mehr Details als selbst bei einer DALI Epicon 8, ohne dabei aber die Musik dabei zu sezieren. Nur der Raum, indem die DALI Kore zu stehen kommen, sollte ausreichend groß sein!

Genauso überrascht hat mich zum einen, dass Yamaha auf der High End vertreten war und dass diese Traditionsfirma mir in Person von Andreas Rieckhoff zum anderen auch noch veritable Neuheiten vorstellen konnte. Denn der Yamaha RN-2000A

Beim silbernen Modell ist unten die Leiste fürs Display für bessere Ablesbarkeit (auch) in Bi-Color ausgeführt.

als auch die NS-2000A sind ebenfalls die ranghöchsten Vorboten verschiedener Modelle, die bezahlbares High End bieten werden. Alle Modelle dieser beiden Baureihen werden vollständig beim FLSV vorführbereit sein, so sehr hat mich deren Vorstellung überzeugt.

Was die vielen Besonderheiten dieser neuen Elektronik- und auch Lautsprecher-Linie ausmachen, kann man dann gerne vor Ort, also beim FLSV in Bamberg, erfragen und dort auch nachvollziehen. Was ziemlich offensichtlich erscheint, ist, dass diese 2000er Komponenten viel von ihren Geschwistern aus der Referenz-Baureihe 5000 übernommen haben. Und wenn man bedenkt, dass man hier für eine komplette und wahrlich high-endig klingende Anlage gerade so viel bezahlen wird, was woanders für ein einziges Netzkabel verlangt wird, dann darf man sich schon mal nach dem Sinn fragen.

Stimmig nicht nur in der Optik, sondern auch tonal abgestimmt in einer im besten Sinne unaufdringlichen Art.

Aber vielleicht muss ich mich doch noch selbst an die Nase fassen, gab es doch gleich zwei tolle, aber doch recht hochpreisige Neuheiten bei MoFi und eine von DS Audio, deren Vertrieb ja bekanntlichermaßen in Deutschland vom High Fidelity-Studio in Augsburg organisiert wird. Und zwar gab es von MoFi den ganz großen Plattenspieler namens MasterDeck

samt des dazu passenden MasterPhono, einem Phono-Vorverstärker der Luxus-Klasse, zu sehen und zu bestaunen und zu hören.

Alle Baugruppen sind streng voneinander getrennt. Zu beachten sind die beiden VU-Meter zum Kanalabgleich.

Preislich in ähnlicher Region ist aber das ultimative Zubehör für den absoluten Analog-Fan angesiedelt, ohne das man eigentlich nicht mehr Schallplatten hören möchte, wenn man es sich denn leisten mag und kann. Und das Teil ist klein und rund und hat es auch noch faustdick hinter den Ohren! Es nennt sich ganz profan DS Audio ES-001

und macht aus jedem Plattenspieler den Urahn dieser besonderen Technik. Denn der Nakamichi TX-1000 hat schon in den frühen 1980er Jahren der Exzentrik den Kampf angesagt, indem man seinerzeit den Plattenteller in Echtzeit so blitzschnell verdrehte, dass die Rille tatsächlich stets rund, sprich im rechten Winkel und eben nicht exzentrisch zum Abtastdiamanten verlief. Genau das im Ergebnis macht der DS Audio ES-001 nun auch, aber auf jedem beliebigen Plattenspieler. Es erfordert ein paar schnell gelernte Handgriffe, bis die Schallplatte exakt mittig abspielbereit ist. So werden Gleichlaufschwankungen*, die von der Schallplatte herrühren, wirkungsvoll unterdrückt.

Vielleicht bis bestimmt einer der Stars der noch stattfindenden Bamberger Analog-Tage 2022: DS Audio ES-001.

Es gab bestimmt noch viele andere tolle Angebote auf dieser High End zu entdecken. Aber zum Glück hat der FLSV leider keinen Platz mehr, um diese interessanten Neuigkeiten auch adäquat darzustellen. Und auch so war der kurze Messe-Sonntag offiziell schnell vorbei, wenn es zum Schluss nicht noch mal spannend geworden wäre. Aber das wissen Sie ja bereits aus dieser Erzählung.

Und spannend bleibt es ja dennoch, wie es ja beim FLSV in Bamberg inzwischen zum guten Ton gehört.

*Gemeint sind hier vor allem die unregelmäßigen Schwankungen, die ja durchs Laufwerk selbst als auch durch die Schallplatte erzeugt werden. Wenn der Plattenteller zu langsam oder zu schnell läuft, dann ist das nicht so gravierend, außer für Menschen mit dem absoluten Gehör.

Es bleibt wieder mal wieder ganz schön analog beim FLSV: Neuzugang bei Tonabnehmern mit Skyanalog

Eigentlich könnte man das Portfolio des FLSV in Bamberg bei den Tonabnehmern als ausreichend bis üppig bezeichnen, gibt es doch neben dem Platzhirschen Ortofon auch schon Grado und Hana in recht großer Auswahl beim Fränkischsten aller Lautsprecher-Vertriebe. Und neben den großen Marken gibt es ja auch noch so manches High Tech-Highlight wie die foto-optischen Systeme von DS Audio.

Alle Tonabnehmer von Skyanalog kommen in der gleichen Holzschatulle.

Trotzdem erhält unser Angebot Zuwachs in Form der derzeit insgesamt fünf Modelle des Herstellers Skyanalog, der, ähnlich wie Hana, sonst viele Tonabnehmersysteme für andere Marken produziert, die dann aber unter ganz anderen Labels vermarktet werden. Das nennt man, wie gerade im letzten Artikel beschrieben und gelernt, OEM, also Original Equipment Manufacturer. Skyanalog wird aber diese Abnehmer nicht beim Namen nennen, das gebietet sich aus Diskretionsgründen selbstverständlich.

Skyanalog setzt aber ausschließlich auf Moving Coil-Systeme, die man mit MC abkürzt. Es gibt eine kleinere P-Serie mit zwei Modellen, die bereits ab 500.- € startet, sowie die ambitionierte G-Serie mit gleich drei Modellen, bei dem das Spitzenmodell preislich auch nicht aus dem Ruder läuft, wie man es von anderen Herstellern gewohnt ist. Das G3* weist dann immerhin schon einen Super Linear-Schliff und vor allem einen Nadelträger aus Saphir auf.

Besonders gut zu erkennen ist die präzise Fertigung; der Einsatz des Diamanten in den Nadelträger ist vorbildlich.

Da die meisten der hier beim FLSV in Bamberg angebotenen Plattenspieler bereits ab Werk mit einem angemessenen Tonabnehmersystem ausgestattet sind, wird sich die Anwendung der Skyanalog-Tonabnehmer zum einen auf Nachrüst-Aktionen beschränken. Das können ältere, aber immer noch taugliche Plattenspieler sein, deren Tonabnehmer nach langer Laufzeit oder gar bei Beschädigung dringend mal zu tauschen sind, um die Schallplatten nicht zu beschädigen.

Aber der FLSV bietet zum anderen zusätzlich an, dass man einen neuen Plattenspieler auch gleich mit einem entsprechend hochwertigeren Modell bestückt, bei dem das originale System fair verrechnet wird. Nehmen wir als Beispiel den tollen Pro-Ject Debut PRO, den Sie noch ein wenig pimpen wollen. Und das geht am ehesten mit dem Austausch des eingesetzten Pro-Ject Pick it PRO, denn der Tonarm des Plattenspielers kann deutlich mehr. Wenn es diesmal unbedingt ein MC-System** sein soll, dann empfehlen wir dann den weit über seine Preisklasse hinaus spielenden Skyanalog P1 zu verwenden. Dieses Paket kostet dann 1150.- €, also unwesentlich mehr als die Summen und Differenzen der Einzelteile, schließlich muss das Original-System ja ausgebaut und das neue System präzise eingebaut werden.

Skyanalog P1 und P2 im Überkarton, aber alle Systeme sind nochmals in Holzschachteln sicher verpackt.
Alles Wichtige steht hier kurz und knackig und in Englisch.

Und falls Sie einen Tipp brauchen sollten, um zu erfahren, wo es denn in Frankens Hifi-Szenerie besonders spannend bleibt, dann haben Sie gerade diesen Tipp erhalten!

*Nicht zu verwechseln mit 3G!

**Bei den MM-Systemen gilt nach wie vor die dringende Empfehlung, lediglich den Nadeleinschub eines Ortofon 2M Bronze, eines 2M Black oder gar den des 2M Black LvB 250 zu verwenden. Außerdem macht das dem Schreiber dieser Zeilen viel weniger Arbeit!