Die neue Mitteklasse #2: Triangle Borea

La Manufacture électroacoustique française hat nicht zuerst, wie schon lange erwartet, seine Flaggschiffe Magellan* erneuert, sondern in der doch stark umkämpften Mittelklasse ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt! Die neue Baureihe nennt sich Borea und orientiert sich nicht nur in ihrer optischen Gestaltung ganz klar an der nächsthöheren Serie Esprit EZ. Wie durchgehend alle Modelle des französischen Anbieters weisen auch die Boreaten einen deutlich überdurchschnittlichen Kennschalldruck auf. Das erweitert die Auswahl bei den Verstärkern auch auf kleinere Röhrenverstärker. Triangle wird in Deutschland von Reichmann AudioSysteme vertrieben.

Es fällt natürlich sofort auf, dass hier nicht die gediegene Verarbeitungsqualität von Esprit EZ geboten wird. Aber schauen Sie bitte schön lieber mal sofort aufs Preisschild! Die der Comète EZ ähnelnde Borea BR03 kostet weniger als die Hälfte,

Mit den Bassreflex-Öffnungen auf der Front: Borea BR03

während die ganz große Borea BR09, die optisch der Australe EZ entspricht, mit nicht einmal 1200.- € fürs Paar weniger als ein Drittel kostet! Wenn das mal kein Statement ist.

Die Familienähnlichkeit ist wie aus dem Gesicht geschnitten: Borea BR09 neben Australe EZ und Antal EZ

Dass eine solche reife Leistung honoriert werden muss, stand für mich bald fest. Aber dass es gleich der EISA Award 2020-2021 wird, dass hätte ich auch nicht erwartet.

Meinen Glückwunsch!

P.S.: So verwundert es nicht, dass die beiden ersten Kunden und Kundinnen sehr eng mit der Musik verbunden sind, sind sie doch Komponist/Komponistin/Komponistum (bitte ankreuzen) beziehungsweise ausführende Musizierende!

Die gar nicht so kleine kleinste Standbox der Borea-Baureihe: Borea BR07 für unter 800.- €

*Wer das gleichnamige Buch von Stefan Zweig noch nicht gelesen hat, sollte diese Pflichtlektüre umgehend nachholen!

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Folge #5 : die Geräte-Feinsicherung

Machen wir es wie die Bedienungsanleitungen heutzutage und fangen mit den Sicherungs-, äh mit den Sicherheitshinweisen an: Wenn Sie für ein solches Geräte-Tuning aufgeschlossen sind und auch dem kleinsten Detail Ihre volle Aufmerksamkeit schenken, nämlich der Geräte-Feinsicherung, dann probieren Sie es am besten an einem Gerät aus, für das keine Garantie oder Gewährleistung mehr besteht. „Warum denn? Wenn man denselben Wert bei der Ersatz-Sicherung einsetzt, dann wird doch wohl nichts passieren.“, wird hier Ihre berechtigte Frage lauten. Aber wenn dann doch selbst an anderer Stelle etwas passiert, könnte es teuer für Sie werden, zumindest wenn Sie für diesen Eingriff das Gerät öffnen müssten (siehe unten).

Für alle nachfolgenden Tipps und Maßnahmen ziehen Sie bitte* zuerst den Netzstecker des zu behandelnden Gerätes. Warten Sie lieber eine Viertelstunde, bis sich alle Kondensatoren im Gerät entladen haben, bevor Sie anfangen. Bei einigen Geräten finden Sie die Netzsicherung bereits auf der Geräterückseite. Entweder handelt es sich um eine runde, mit einer Feder bestückte Fassung, die Sie mit einem mittleren Schraubendreher herausnehmen können oder um eine rechtwinklige, schwarze Schublade direkt beim Kaltgeräte-Einbaustecker. Auch hier hilft wieder ein kleiner Schraubendreher, um das Fach am vorbereiteten Schlitz herauszuhebeln. Die innere Sicherung, falls Sie gleich zwei Sicherungen sehen sollten, ist die in leitender Funktion, während die äußere nur zu Ersatzzwecken eingesetzt wurde.

Sicher ist sicher: die Feinsicherung von PADIS mit 10 Ampere in der Mehrfach-Steckdosenleiste von Supra Cables

Ansonsten müssen Sie nun den Deckel abschrauben. Da in den allermeisten Geräten fast ausschließlich die kleine Bauform der Feinsicherung mit den Maßen 5 x 20mm eingesetzt ist, finden Sie die einfachen Glasscherungen bestimmt gleich. Diese können nicht nur bei der direkten Spannungsversorgung in offenen Sicherungshaltern eingesetzt sein, sondern sich auch auf der Audio-Platine befinden. Viele Hersteller schützen ihre Schaltung lieber so, als es einer elektronischen Überwachung anzuvertrauen. Nehmen sie Ihren kleinen Schraubendreher und hebeln Sie vorsichtig die Sicherung an einer der äußeren Kappen nach oben. Nach der Entnahme können Sie den verwendeten Wert auf einer der äußeren Hüllen ablesen. Bitte verwenden Sie für die Ersatzsicherung stets GENAU diesen dort eingeprägten Wert!*** Achtung an dieser Stelle: Sicherungen nicht vertauschen, sollten mehrere Sicherungen verbaut worden sein! Verwenden Sie ab hier einen Gummi- oder engen Baumwollhandschuh, wenn Sie die neue Feinsicherung auspacken und in Ihr Gerät einsetzen. Dadurch vermeiden Sie die zwangsläufige Korrosion der aus Reinkupfer oder Silber gefertigten Endkappen.

Eine der (relativ) preiswerten Optionen, die PADIS Feinsicherung für 22.- €

Apropos verwendetes Material und angewandte Technik: Die High End-Feinsicherungen haben allesamt keinen Glaszylinder, sondern verwenden einen aus Keramik. Auch sind diese Feinsicherungen gefüllt, um auch so Resonanzen des eigentlichen Drahtes, der im Schadenfall durchbrennt, möglichst gering zu halten. Hier reicht die Spanne von feinstem Quarzsand über spezielles Granulat bis hin zu Bienenwachs samt Umhüllung mit einem Gel! Dass allerdings manche Typen eine Laufrichtung vorgeben, wie man sie einsetzen soll, erschließt sich mir bei der abzusichernden Wechselspannung (noch) nicht. Da erscheint sich mir die kryogenische Behandlung der audiophilen Feinsicherung, also das Einfrieren bei knapp 200 Minusgraden zur Materialentspannung, schon eher als eine Klanggewinn bringende Maßnahme.

Auch Feinsicherungen müssen eingespielt werden.

Jetzt wird das Gerät wieder zusammengeschraubt, wobei keine Schraube übrigbleiben sollte. Versuchen Sie sich nun noch an den letzten Klangeindruck Ihrer heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) ohne dieses Tuning zu erinnern. Dann schalten Sie Ihr Gerät ein und hören Sie genau hin und zu. Wahrscheinlich bis bestimmt werden die größten klanglichen Fortschritte bei dem beziehungsweise den transistorisierten Verstärkern** am größten sein, weil sich hier unter anderem der Dämpfungsfaktor, der wegen der nun kleineren internen Verluste, die ja jeder Verstärker irgendwie aufweist, vergrößert. Da es aber auch in den restlichen Geräten der HMWA immer um besseren Stromfluss geht, tauschen wir in unserer radikal angelegten Neuinstallation des High End-Heimkinos alle Sicherungen aller verwendeten Gerätschaften aus. Das fängt beim DC-Blocker von Supra Cables an, überspringt den Keces BP-600, der keine Feinsicherung benötigt, geht weiter über die verwendeten Steckdosenleisten wiederum von Supra Cables (siehe oben) bis hinein in jedes der Geräte, die sich ansonsten im Rack hinter der Kinoleinwand verstecken.

Besonders ruhig dank Bienenwachs plus Gelummantelung

Ja, es ist immer wieder verwunderlich, was dieser kleine Eingriff doch für akustische Folgen hat! Probieren Sie es einfach mal aus, denn der finanzielle Einsatz ist im Verhältnis zum klanglichen Zugewinn relativ bis ziemlich sicher absolut gering. Da müssen Sie bei anderen Maßnahmen, egal ob Tuning oder Gerätetausch, deutlich tiefer in die Tasche, die ja eher ein Beutel des Geldes ist, greifen.

Die günstigste Alternative beim FLSV: AHP für 20.- €
Die teuerste unter den Sicherungen: Audio Magic für 300.- €!

Der FLSV hält in allen gängigen Werten Sicherungen von AHP und PADIS vorrätig, bietet aber auch gängige Werte der Supreme³-Sicherungen von hifituningprodukte an.

Kaum zu glauben, dass der Gesamtwert des Inhalts dieser Holzschachtel deutlich über 2000.- € beträgt.

Säßen wir hier bei hölzernen Schreinerarbeiten zusammen, müsste es wohl heißen: Es bleibt spanend, zumindest beim FLSV! Aber da wir uns in dieser Artikelreihe mit dem Stromfluss im Allgemeinen und fürs High End-Heimkino des FLSV zu Bamberg im Spezi****ellen befassen, heißt es doch folgerichtig: Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

Und weil es gerade so spannend ist, bereiten wir dieser Artikelreihe noch eine würdiges Ende. Es wurden nämlich alle bisherigen Arbeits- und Fortschritte entsprechend dokumentiert. Freuen Sie sich also, wenn es wieder heißt: Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Finale #6: The Making of.

*Das ist eigentlich keine Bitte, sondern eher als Befehl zu verstehen!

**Damit können nicht nur Vorverstärker und Endstufe gemeint sein, sondern auch Aktiv-Lautsprecher, die ja die Endstufen verbaut haben.

***Auch wenn Sie sich an diese Vorgabe halten müssen, kommt es gerade bei sehr kräftigen Verstärkern mit hohen Einschaltströmen vor, dass deren Original-Gerätesicherung seeeehr große Toleranzen aufweist und so nicht ganz so schnell auslöst. Die Hifi-Sicherungen sind hier viel präziser und könnten so ein schnelles Vergnügen gewesen sein. Das sollte Ihnen bewusst sein, wenn Sie den Wechsel der Feinsicherung doch riskieren, denn schließlich kostet ein solches audiophiles Kleinod ja mehr als ein Kasten fränkischen Bieres. Aber meistens geht es ja doch glatt. Und danach schmeckt die genannte Gerstenkaltschale gleich zweimal so gut!

****Die Spezial Brauerei in der Oberen Königstraße ist ja bekannt für sein eher leichtes Rauchbier. Das ist das Lager. Aber kennen Sie auch das helle U? Sie müssen nur der Bedienung nur zwei Vokale nennen und schon bekommen Sie ein helles Ungespundetes.

High End im Taschenformat

Bei der Durchsicht älterer Artikel und der damit einhergehenden Straffung bei den Produkten auf dieser meiner Webseite sind mir doch ein paar sofort korrigiernötige Texte aufgefallen. Besonders umfangreich musste der Begleittext zu den Portables redigiert werden. Aber das ist bereits erledigt.

Eine weitere Vorbemerkung betrifft die Nutzung dieser als portable, also als tragbar bezeichneten Geräte. Diese sind tatsächlich unterwegs nutzbar, aber sehr wohl und genauso zuhause an der heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) zu betreiben. Der technologische Standard der hier im Folgenden beschriebenen Kleinteile steht den immobilen Geräten in Ihrem Rack zuhause in nichts nach. Sie könnten also auf die Idee kommen, bei der nächsten Anschaffung einen Portable zu kaufen und ihn dann so sehr vielfältiger zu nutzen, als es bisher vorstellbar war.*

Weil es zudem inzwischen viele Alternativen im mittleren und gehobenen Preissegment zu den von mir früher dort nahezu ausschließlich favorisierten Modellen von Astell & Kern gibt, stelle ich an dieser Stelle stellvertretend gerne die beiden fast ganz großen Taschenspieler von Cayin dezidiert vor. Es handelt sich zum einen um den nagelneuen Cayin N3 Pro sowie um den größeren Bruder N6 MK II, der wiederum die kleine Schwester des Flaggschiffs N8 für dann schon immerhin 3500.- € ist. Die kleineren Modelle von Cayin interessieren uns an dieser Stelle nicht, da es sich hier, Stand Mitte November 2020, um Auslauftypen handelt.

Der Cayin N3 Pro ist keine abgespeckte Version des N6 MK II, sondern ist mit seiner neben der normalen Transistor- in dieser Preisklasse einzigartigen Röhren-Ausgangsstufe eigentlich ein Ableger des N8, der dieses Konzept weltweit erstmalig in einem portablen Hi-Res-Player verwirklichte. Diese bietet zudem gleich zwei Modi, die man von den großen Vollverstärkern der Marke kennt: Triode und Ultra-Linear, also tendenziell feiner versus eindeutig lauter. Somit lässt sich der Klang feinfühlig an die eigenen Hörgewohnheiten sowie an das bevorzugte Kopfhörer-Modell anpassen. Verwendet wird ein Paar selektierter und zudem Militärspezifikationen genügender JAN6418-Röhren. Sie werden sich vielleicht fragen, wie diese ansonsten recht Mikrophonie-empfindlichen Bauteile dem eher ruppigen Alltag in der HosenJackenSportTragetasche standhalten. Ganz einfach, weil aufwändig: Die Röhren werden mit einer Silikon-Lagerung und einer flexiblen Platine gegen Vibrationen und Stöße geschützt.

Der Rest ist Standard, allerdings oberster Standard: Kanalgetrennte Digital-Analog-Wandler Asahi Kasei AK4493 dekodieren bis zu 32 Bit/384 kHz und DSD256 nativ; vollsymmetrische Schaltung mit bis zu 800 mW an 32 Ω an den 4,4-mm- und 3,5-mm-Kopfhörer-Ausgängen. Es können beim Cayin N3 Pro zwei Line- und zwei Digital-Ausgänge genauso genutzt werden, wie er sich als USB-DAC an einem PC betreiben lässt. Ach ja, Bluetooth in der derzeit höchsten Qualitätsstufe kann er auch, was ja manchmal, wenn es auch mal nicht ganz so audiophil zugehen darf, mehr als praktisch ist. Zur Bedienung steht ein auch unter Winkel gut ablesbarer 3,2-Zoll-Touch-Screen mit übersichtlichem Menü zur intuitiven Nutzung bereit.

Achtung: Der Cayin N3 Pro ist noch bis zum Jahresende 2020 zum vergünstigten Einführungspreis in Höhe von 600.- € erhältlich.

Der wohl flexibelste unter den High End-Portables: Cayin N6 MK II mit insgesamt 4 DAC-Optionen

Genauso, aber ganz anders präsentiert sich der Cayin N6 MK II. Ebenfalls ultrasolide konstruiert, auch schon in der Grundversion üppig ausgestattet und in allen technischen Feinheiten noch ein wenig feiner als der N3 Pro, kann der Cayin N6 MK II auch noch streamen. Was ihn aber von den meisten Playern am Markt unterscheidet ist die Möglichkeit, durch vier verschiedene und somit austauschbare Audio-Motherboards den Klang an den eigenen Geschmack anzupassen beziehungsweise die klanglichen Reserven des verwendeten Kopfhörers herauszukitzeln.

Eines von 4 User Replaceable Audio Motherboards des Cayin N6 MK II mit Werkzeug**

Und wie Sie beim Betrachten des ersten Bildes des N6 MK II bereits erahnen konnten, erübrigt sich somit die Frage, ob und wie viele der T01, E01 und E02 genannten Mutterplatten der FLSV in Bamberg zum Testen bereithält. Genau, schlicht und ergreifend alle vier.

Diverse Ausgänge beim Audioboard Cayin T01
Bedienseite des N6 MK II

Wenn Sie nun zu Recht denken: „Ja, das wäre was für mich!“, dann können Sie gerne beide Taschenspieler beim FLSV in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg ausgiebig testen. Und dann selbstverständlich auch zu Hause an der HMWA.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

*Hier fällt mir die Analogie zu den modernen Smartphones auf: Die können auch (noch) telefonieren.

**Sie kennen bestimmt den Uraltwitz: Warum kaufen so viele Leute bei IKEA? Weil sie einen 4er Inbus brauchen! Das alleine wäre ein Grund, eines dieser Boards zu kaufen, wenn Sie einen 5er Torx benötigen sollten.

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Folge #4: Steckerleisten und Netzkabel

Ich danke an dieser Stelle der Sun Leiste, der gepimpten Baumarktleiste von Phonosophie und der Audioplan Keksdose für deren Pionierarbeit. Denn sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir Hifiisten und High Endlichen nicht nur auf das Blim-Blim der Geräte schauen, sondern auch die sonst wenig auffällige Spannungsversorgung ins Visier genommen haben. Und schnell haben wir bemerkt: Hobbala*, da tut sich klanglich ja was!

Insofern ist es inzwischen Allgemeingut, dass man seiner heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) wenn nicht gleich, dann aber wenigstens sofort eine bessere Mehrfach-Steckdosenleiste gönnen sollte. Wie in jedem anderen Produktsegment unseres Hobbies gibt es hier vernünftige und weniger unvernünftige Alternativen. Wenn man so wie wir das Thema etwas weiter fasst, kommen neben der Steckdosenleiste ja womöglich noch andere Aggregate zur Optimierung der häuslichen Spannungsversorgung hinzu. Also bleiben wir auch in dieser doch schon recht high-endigen Neuverkabelung des High End-Heimkinos vernünftig, zumal hier ja gleich mehrere Anlagen Steckplatz in Anspruch nehmen. Die Wahl fiel leicht und damit auf die Supra Cables LoRad Netzleiste MK III MD06 EU. Diese bietet für sechs Geräte Anschluss, hat selbst keinen und ist somit für uns äußerst flexibel platzierbar.

Unsere Wahl ohne Qual: Supra Cables LoRad Netzleiste MK III MD06 EU

Hier sieht man zum einen den bereits recht entschlackten Raum hinter dem Regal und hinter der Leinwand, aber vor dem Samtvorhang und zum anderen eine erste Stellprobe des zu verwendenden und in dieser Artikelreihe beschriebenen Zube-Hörs.

Probe-Aufbau oder: Der Idealzustand ist der, wenn man bald nichts mehr von der aufwändigen Installation sieht

Genauso wichtig und noch leichter zu tauschen sind die Netzkabel der Geräte der HMWA. Gut finde ich hier, dass die beigepackten Netzkabel in aller Regel** nich so dolle sind. Somit ist die Schwelle, sie gleich auszusortieren, niedrig anzusetzen, zumal es Ersatz für wirklich kleines Geld gibt. Auch wenn der FLSV auch andere Hersteller von Stromkabeln im Portfolio führt, fiel die Entscheidung wieder leicht, weil wieder auf Supra Cables. Sie erinnern sich bestimmt an die Empfehlung einer möglichst homogenen Verkabelung der gesamten HMWA. Aber diesmal wird geklotzt beim FLSV, denn wir verwenden nicht das sonst schon richtig gute Supra Cables LoRad MK II 3×1.5 oder gar das stärkere Supra Cables LoRad MK II 3×2.5, sondern das Supra Cables LoRad 2.5 SPC, wobei SPC für Silver Plated Copper, also für versilbertes Kupfer, steht. Wir schließen zu Recht rück auf eine deutlich gesteigerte Leitfähigkeit, was wohl stets in unserem Gesamtsinne stehen sollte, stimmt’s?!

LoRad Netzkabel 2.5 SPC von Supra Cables

Aber ein Kabel ist nicht zu verwenden ohne Stecker und ohne Kupplung. Und es ist kein plumper Opportunismus, wenn ich Ihnen und auch mir immer wieder die passenden Verbinder von Supra Cables empfehle. Nicht nur dass diese farblich gut zu beiden Kabelfarben (himmelhellblau und graugrau) passen, sondern auch dass diese kinderleicht*** zu konfektionieren sind. Sogar ich kann das! Aber das wichtigste Pro für die Schutzkontaktstecker und die Kaltgerätekupplung von Supra Cables ist deren absolut unproblematische und somit schnell umzusetzende Konzeption. Während man bei anderen Pretiosen aus dem High End-Segment noch dabei ist, die beiden extrem langen Schrauben mit Feinstgewinde auf der Steckkontaktseite mit einem kleinen Schraubendreher zu lösen, habe ich den grauen Schuko-Stecker bereits fertig verkabelt und schon wieder zusammengeschraubt. Wie viele Lebensjahre ich dadurch schon eingespart habe! Wenn jemand gelegentlich mal derartige Kabel konfektioniert, ist das nicht so von Belang. Aber wenn man wie ich das dauernd macht, dann läppert sich das schon zu einer veritablen Zeitersparnis zusammen.

Supra Cables SPC mit hauseigenem Winkelstecker. Wichtig für Low Radiation ist, die Seele mit auf den Schutzleiter zu legen!

Und ob die anderen Stecker und Kupplungen wirklich besser sind? Oder nur optisch aufwändiger? Mir jedenfalls sind optisch unauffälligere Verbinder lieber, sollte man sie doch mal im Wohnzimmer zu sehen bekommen.

Übrigens: Beim FLSV bekommen Sie auch Sonderlängen der drei genannten Stromkabel, die als Meterware stets verfügbar sind. Und auch Sonderformen wie der im obigen Bild dargestellte Winkelstecker SW-EU/A oder der bis 16 Ampere stabile IEC-Stecker SWF-16 von Supra Cables sind genauso kein Problem wie die Kaltgerätestecker, die man benötigt, wenn man die ebenfalls von uns sehr empfohlenen Netzfilter von Furman verwendet. Diese Stecker kaufen wir bei HMS.

Jetzt kommt noch der obligatorische, aber dennoch kostenlose Tipp, dass alle Geräte der HMWA auszuphasen sind. Damit ist gemeint, den Fluss von Ausgleichsströmen zwischen den Geräten über die Signalkabel zu minimieren. Eine gute Anleitung finden Sie bei der Fachzeitschrift STEREO.

Sie sehen, dass man schon mit geringem Aufwand, also mit vielen kleinen Einzelschritten, vorankommt auf dem Weg zur vollständigen Spannungsversorgung. Das ist ja das Schöne an dieser Konzeption und Artikelreihe, dass man quasi beliebig beginnen und weiter ausbauen kann. Hauptsache, man macht es konsequent. Und wollte man audiophilosofisch werden, könnte man die oft selbst erfahrene Erkenntnis zitieren, wonach auch der weiteste Weg mit einem ersten Schritt beginnt.

Das Einzige, was ein wenig schade ist, ist dass man diese vielen kleinen und auch größeren Schritte nicht auf einmal rückgängig machen kann, um zu erforschen, welchen klanglichen Fortschritt all diese Maßnahmen dann doch gebracht haben. Das Gesicht möchte ich sehen!

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

*Fränkisch für Hoppla, in der Verniedlichungsform: Höppelchen!

**Eine rühmliche Ausnahme bildet der gerade nicht sichtbare Audio Analogue Maestro Anniversary, dem ein richtig hochwertiges Netzkabel beiliegt und auch hier nicht ersetzt wird.

*** Muss ich mir jetzt den Vorwurf anhören, ich plädiere für Kinderarbeit?

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Part #3: Symmetrie für die Sinus-Kurve

Wie schon an anderer Stelle ausgeführt, seien an dieser Stelle nochmals folgende mögliche Störkomponenten genannt, die unserer idealen Sinus-Kurve drastisch zusetzen und sie somit deformieren: Oberwellen (also Vielfache der Wechselspannungsfrequenz von 50 Hz), Impulsspitzen wie Nadelimpulse et cetera, Spannungsschwankungen, Frequenzabweichungen, die bereits erwähnten und hier eliminierten Gleichspannungsanteile und Hochfrequenz-Signale über die Stromleitung und viele andere mehr.

Abhilfe schafft hier eine Symmetrierung der ausgegebenen Spannung durch einen Balanced Isolation Power Conditioner, wie wir ihn seit Jahren von Keces Audio anbieten. Obwohl wir im High End-Heimkino mehrere Analgen parallel, aber nie gleichzeitig betreiben, reicht in unserem Fall das kleinste Modell, der Keces BP-600. Wie immer ist die Nomenklatur recht simpel: Balanced Power mit 600 Watt Belastbarkeit, so einfach kann das Leben im Strom sein. Der Keces BP-600 bietet zwei gleichartige Ausgänge an.

Wer es mit der Symmetrie genauer nehmen möchte und auch was über die Grundlagen unseres Stromnetzes erfahren möchte, der lese die Seiten 6 bis 11 im offiziösen Beipackzettel. Wichtig ist hier an dieser Stelle nur zu wissen, dass sich durch die Symmetrie des Aufbaus alle Störungen, die aufs Netz einwirken, eben durch die jeweils um 180° zueinander gedrehten Störsignale als Konsequenz gegenseitig auslöschen. Das kennt man aus der Algebra, Stichwort Kurvendiskussion. Aber da war der Eine und die Andere und das Sonstige bestimmt gerade Kreide holen.

So schick wie solide: der Keces BP-600

Dass der Keces BP-600 wie auch seine größeren Brüder BP-1200 (4 Steckplätze) , BP-2400 (8 Steckplätze) und BP-5000 (8 Steckplätze), die derselben Nomenklatur folgen, nicht nur einen Ringkerntransformator der oberen Güteklasse aus eigener Produktion verwenden, sondern auch einen innovativen Überspannungsschutz für die angeschlossene Anlage bieten, der als serielle Variante eben die Spannungsspitzen nicht auf Masse legt, sei hier ebenfalls nur am Rande erwähnt. Hoffen wir einfach, dass dieser Fall so selten wie möglich eintritt.

Auch vom Keces BP-600 erwarten wir hier eine deutliche Entlastung der angeschlossen Geräte beziehungsweiser der verbauten Netzteile, damit die verwendeten Gerätschaften uns mit noch mehr Details, noch mehr Feindynamik, mehr Raum und mehr Schwärze becircen oder im besseren Falle sogar bezirzen.

Das gesamte Programm von Keces Audio, das noch viele weitere spannende Produkte bereithält, wird hierzulande vertrieben durch Robert Ross in Denkendorf, dem ich an dieser Stelle ebenso für seine Unterstützung danke!

Diese und jene Hygge-Konzepte des FLSV: Überdachtes Warten

Ab Montag, dem 02. November 2020 gelten in Bayern wieder strengere Regeln, um das elende Corona-Virus in seiner Ausbreitung zu beschränken. Diese betreffen zwar diesmal und zum Glück nicht den Einzelhandel, zumindest nicht, was Schließungen der Läden betrifft. Aber es gibt dennoch ein paar strenger gefasste Regeln, die ab sofort einzuhalten sind. Neben der bekannten Maskenpflicht sind nur noch eine Person beziehungsweise eine Partei (FKP)* pro 10 Quadratmeter Ladenfläche erlaubt. Damit ist im Kleinen Vorführstudio vorne an der Inneren Löwenstraße die Anzahl sehr präzise als eine Person oder als eine Partei definiert. Deshalb meine strenge Bitte an Sie: Wenn Sie jemanden außer mir im Laden sehen, dann warten Sie bitte draußen.**

Der FLSV bietet seinen Kunden deshalb einen besonderen Service bei diesem Schmuddelwetter***, nämlich Überdachtes Warten. Nein, überdenken sollen Sie gerade nichts, nur warten, bis Sie an der Reihe sind. Sogar eine bequeme Sitzgelegenheit steht zur Verfügung.

Im Großen Vorführstudio ist es etwas entspannter, denn dort kann man sich als Neuzugang im Eingangsbereich aufhalten, solange noch jemand in aller Ausführlichkeit beraten wird oder Lautsprecher testet.

Vor Ort selbst wird einiges getan, um eine schnelle und damit unnötige Infektion zu vermeiden. Bereits angesprochen wurde das Klinkenputzen. Jeder der Türgriffe wird regelmäßig und gründlich mit Seifenlauge und Desinfektionsmittel gereinigt. Letzteres steht auch den Händen meiner Kunden griffbereit zur Verfügung. Außerdem steht die Ladentür zur besseren Luftzirkulation fast den ganzen Tag offen, auch wenn es meist sehr laut von der Straße her wird.

Sprühen, nicht trinken! Die DALI Tasse dient nur als Größenvergleich!

Bleiben Sie gesund.**** Und munter. Und mindestens genauso wichtig: Bleiben Sie vernünftig!

*FKP = FLSV-Kunden-Partei, eingetragen beim Gewerberegister seit Anfang März 1985!

**Anders als die Hunde vor der Metzgerei, die Schilder mit gleich lautendem Inhalt lesen, aber trotzdem draußen bleiben müssen, auch wenn keiner mehr im Laden ist, dürfen Sie eintreten, sobald der Kunde vor Ihnen den Laden verlassen hat.

***Wer kennt noch das bekannteste Lied von Franz-Josef Hartdegen, das im Refrain forderte: Spiel bei Schmuddelwetter drinnen mit den Kindern?

****Dieser Spruch ist ja inzwischen zur Floskel geworden, ist aber hier mit allem Ernst genau so gemeint! Aber hierzu ist eigenes Zutun nötig, auch wenn man nie vor einer Ansteckung gefeit ist. Egal, ob Sie 50 Ohm, 75 Ohm oder 110 Ω haben, Hauptsache Sie haben ausreichend Wellenwiderstand!

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Teil 2: Unterdrückung von Gleichspannung

Wie wir alle wissen, kommt der Strom aus der Steckdose. Nein, er ist nicht gelb, sondern eine Wechselspannung mit nominell 230 Volt* mit einer Frequenz von 50 Hertz, die zudem perfekt sinusförmig sein sollte. Allerdings ist das leider in praxi kaum der Fall, kommen doch vielfältige Einflüsse von außen hinzu, die diese Kurve zum Teil stark beeinflussen und es so den angeschlossen Geräten mit ihren Netzteilen deutlich schwerer machen. Allen diesen Störenfrieden** ist gemein, dass sie die Sinus-Kurve auf beiden Achsen, also weg von der normalen Nullachse, verschieben.

Wir kümmern uns in diesem Teil #2 ausschließlich um den Gleichspannungsanteil (DC)***, der mehrere Volt betragen kann. Zusätzlich zum oben genannten Phänomen gelangen DC-Anteile auch von den genutzten Geräten, die intern in aller Regel mit (kleinerer) Gleichspannung arbeiten, rückwärts wieder ins Netz, in dem meist noch andere Geräte arbeiten. Dadurch ist mit Störgeräuschen wie zum Beispiel Trafobrummen zu rechnen, weil der Eisenkern im Transformator des Gerätes übersättigt und somit auch zu warm wird. Durch Belastung und oftmalige Ausschöpfung der Reserven des Netzteils durch Nachregelung wird die nachfolgende Audio-Elektronik stark in ihrer eigentlichen Arbeit beeinträchtigt. Um diese Gleichspannungsanteile zu eliminieren, verwenden wir hierzu den gerade aufgefrischten DC-Blocker 3.1 vom No-Nonsense- Anbieter Supra Cables.

Der Hersteller verspricht neben der Vermeidung der bereits oben genannten Fehler und Schäden immerhin ein deutlich geringeres Grundrauschen sowie, dass die Dynamik**** nicht limitiert werde. Und weil Supra Cables ein alter Schwede ist, glauben wir ihm nach einem ausführlichen Test einfach mal.

Die Inbetriebnahme des Supra Cables DC-Blocker ist so simpel wie einfach: Er kommt ganz einfach vor die bereits bestehende Mehrfach-Steckdosenleiste. Hier sind zwei Besonderheiten zu beachten: Der DC-Blocker benötigt wegen seiner hohen Belastbarkeit von 16 Ampère ein Netzkabel mit einer Kupplung nach IEC, das nicht im Lieferumfang enthalten ist, aber selbstredend beim FLSV erhältlich ist. Außerdem wird der DC-Blocker stets als letztes Teil mit dem Hausnetz verbunden, was bedeutet, dass alle anderen Verbindungen bereits gesteckt wurden. Und beim Ausschalten geht man in umgekehrter Reihenfolge vor.

Die Anschlussseite des Supra Cables DC Blocker mit 16 Ampère x 230 Volt = 3680 Watt Belastbarkeit

An dieser Stelle danke ich besonders Herrn Kopistecki von Geko-Hifi, dem deutschen Vertrieb dieser schwedischen Produkte. Du bist der beste Gerd, den ich kenne!

Es bleibt also spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

*Kleiner Tipp: Wenn Sie so richtig ältere Geräte vornehmlich aus dem Land der aufgehenden Sonne verwenden, als die Wechselspannung bei uns Langnasen noch 220 Volt betrug, dann schauen Sie doch mal nach, ob Ihr Gerät auf die in Japan üblichen 240 Volt umschaltbar ist. Das ist nämlich näher dran an unseren heute üblichen 230 Volt. BITTE ZIEHEN SIE ZUVOR DEN NETZSTECKER UND WARTEN EIN PAAR MINUTEN, BEVOR SIE LOSLEGEN!

**Jetzt zähle ich sie doch noch mal auf, die Störenfriede: Elektro-Smog durch Schaltnetzteile aller Art, zum Beispiel von PCs/Macs und Lampen, Waschmaschine in Nachbars Keller, Leuchtstoffröhren, elektronische Halogentrafos, Dimmer, D-LAN-Adapter, DECT-Telefone, Anlaufen von großen Maschinen in der Werkstatt nebenan, Elektro-Installationen von anno dunnemals, starke Rundfunksender in der Nähe, aber auch nicht konsequent zur Vermeidung von Störsignalen aufgebaute Netzteile der verwendeten Komponenten selbst und viele andere mehr.

***DC steht für Direct Current und heißt nichts anderes als Gleichstrom, aber auf Englisch. Der ist bitte nicht zu verwechseln mit leckeren Black Currant.

****Wer erinnert sich nicht gerne an die Definition von Dynamik, nachdem diese das Verhältnis vom leisesten zum lautesten Signal darstelle? Wenn diese also größer wird, ist aber damit mitnichten weder die Lautheit gemeint, eher das Gegenteil ist damit gemeint, und auch nicht nur die so genannte Grobdynamik, sondern vielmehr, dass Musik eher von den vielen feinen Dynamik-Abstufungen lebt. Und die wird nur erlebbar, wenn die vielen Bremsen in unserer heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) gelöst werden.

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Beitrag #1: Die Strecke vom Sicherungskasten bis zur Wandsteckdose

Da wir kaum bis keinen Einfluss auf die Elektro-Installation von der Verteilung auf der Straße bis ins Haus nehmen können, hätte noch vor einem Jahr dieser Artikel mit der Nennung des Klangmoduls 4 von audiophile hifi-produkte (AHP) begonnen. Aber seit 2020 gibt es doch noch einen Schritt nach vorne, und zwar einen im Sicherungskasten selbst. Schließlich ist der Fehlerstromschutzschalter (FI) der Wächter übers gesamte Hausnetz und somit an zentraler Position. Sollte also ein Fehlerfall auftreten, schützt der FI zuverlässig vor gefährlichen Fehlerströmen. Nun hat die ostfriesische Spezialfirma Doepke aus Ostfriesland gleich drei Modelle marktreif entwickelt, die im besten Sinne die Tugenden von High End in diesem bisher nicht besetzten Audio-Segment der Spannungsversorgung umsetzt. Die DFS 2 Audio und DFS 4 Audio kurzgenannten Typen bieten Panta rhei vom Feinsten, sprich bestmöglichen Stromfluss durch extrem niedrige Widerstände innerhalb des FI. Dieser niederimpedante Aufbau wird durch massive versilberte Anschlussklemmen und vergoldete Anschlussschrauben sowie durch massive, versilberte interne Stromleiter aus hochreinem und sauerstoffarmem Kupfer erzielt. Außerdem verhindert die spezielle Konstruktion des Summenstromwandlers unerwünschte induktive Anteile. Nur so gibt es einen Fehlerstromschutz ohne Klangverluste!

Meist ausreichend. Doepke DFS 2

ACHTUNG: DEN AUSTAUSCH DES FI DARF NUR EINE MEISTERWERKSTATT FÜR ELEKTRO-INSTALLATIONEN AUSFÜHREN! Bitte fragen Sie uns, sollten Sie hierbei Unterstützung benötigen.

Danke an Herrn Grünebast von der Firma Doepke und auch an Achim H. aus N. für die Vermittlung dieses Kontakts, dass ich einer der ersten Hifi-Händler sein durfte, der dieses innovative Produkt testen und sofort installieren konnte!

Hier fängt der amtliche Stromverlauf im häuslichen Netz an: Doepke DFS 4

Gleich um die Ecke geht es weiter, und zwar mit der Sicherung des Stromkreises, der für das Zimmer vorbereitet ist, in dem die HMWA steht. Dieser Sicherungshalter mit eingesetzter Sicherung von audiophile hifi-produkte ist nicht wie sonst üblich als Automat ausgelegt, sondern aus einer zylindrischen Sicherung, in dem ein hochwertiger Schmelzleiter aus Reinkupfer seinen hoffentlich reibungslosen Dienst versieht.

Sicherungsunautomat samt Sicherung von AHP

Im prosaisch Klangmodul 4 genannten Sicherungshalter befinden sich großflächige und vergoldete Kontakt-Federn, die eine zeitstabile und verlustfreie Stromversorgung gewährleisten. Wie auch schon oben beim FI werden hier geringste Übergangswiderstände und Korrosionsbeständigkeit durch die Verwendung von hochwertigem Kupfer erzielt. Hierfür sind vergoldete Sicherungen von 12 – 30 A mit Kupfer-Innenleiter erhältlich. Durch standardisierte Abmessungen sind Klangmodul 4 und Klangmodul 4 i im normalen Sicherungskasten auf jeder Hutschiene montierbar.

ACHTUNG: AUCH HIER EMPFEHLEN WIR, DIESE ARBEIT DURCH QUALIFIZIERTES FACHPERSONAL DURCHFÜHREN ZU LASSEN! Bitte fragen Sie uns auch hier, sollten Sie hierbei Unterstützung benötigen.

Klangmodul von audiophile hifi-produkte, kurz AHP mit extrahierter Sicherung

Wir gehen mal davon aus, dass Sie im folgenden Stromlauf die hauseigenen Kabel verwenden. Diese müssen aus starren Leitern (Solid Core) bestehen, wenn sie unterputz verlegt sind. Aber ich habe auch schon eigens verlegte Stromkabel renommierter Hifi-Anbieter gesehen, die vom Sicherungskasten direkt und eben nicht in der Wand ins Abhörzimmer geführt wurden. Es gibt ja inzwischen schicke Kabelkanäle. Vielleicht wichtiger als die Art der Kabel ist der Vorteil, dass man ein Kabel ohne weitere Verteilknotenpunkte nur für die heimische Musik-Wiedergabe-Anlage zur Verfügung stellt.

Diesen Schritt habe ich für mein Vorhaben ausgelassen, weil er viel zu aufwändig wäre, um nachträglich um die vielen Ecken und Kanten samt Leinwand ins akustisch bestens präparierte High End-Heimkino zu gelangen. Also geht unsere Geschichte weiter mit der im vorderen Teil des Raumes installierten Wandsteckdose. Diese ist zweifach ausgelegt, wie sie zum Beispiel von HMS und Furutech angeboten werden. Auch hier geht es wieder um beste Kontakte und somit niedrigstmögliche Übergangswiderstände.

Bietet beste Kontakte: Wandsteckdose von HMS
Furutech Wandsteckdose von hinten

Jeder kleine Schritt zählt! Denn wer im Physik-Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass eine Erhöhung des Widerstandes stets eine Verminderung der Spannung oder eine Erhöhung des benötigten Stroms bedingt. Insofern kann an dieser Stelle nur nochmals betont werden: Bei dieser Show geht es um die Minimierung von Verlusten! Und ich glaube, wir sind gut dabei.

Es bleibt im wahrsten Sinne des Wortes spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Einleitung #0

Sie müssen nicht weiterlesen, wenn Sie bereits einen PS Audio Power Plant oder ähnliche Netzaufbereiter Ihr Eigen nennen. Aber wenn Sie sich für eine nahezu optimale Spannungsversorgung für Ihre heimische Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) interessieren, die aus zwei Gründen bezahlbar ist, dann ist diese Artikelserie vielleicht bis sehr bestimmt interessant für Sie. Denn zum einen sind alle hier formulierten Vorschläge auch zusammen bezahlbar, aber erst recht, wenn Sie diese Konzeption Stück für Stück realisieren. Manche der Positionen sind so günstig, dass man sich diese auch zu Weihnachten schenken lassen kann, ohne rot zu werden.*

Dass die Spannungsversorgung im heimischen Heim durch viele Störenfriede belastet wird, ist inzwischen keine Weisheit der Binse mehr. Diese zähle ich auch jetzt nicht noch einmal auf. Aber dass diese Verunreinigungen die Netzteile der Geräte ziemlich belasten und diese somit in ihrer Performance drastisch einbremsen, kann man leicht nachvollziehen.

Und ich gehe mal davon aus, dass Sie inzwischen auch nicht mehr die Frage stellen, ob es denn überhaupt sinnvoll sei, aufwändige Stromkabel und bessere Stecker zu verwenden, wenn doch der Strom, vom Stromkraftwerk aus betrachtet, durch viel zu dünne Kabel bis ins Wohnzimmer muss. Ich unterstelle Ihnen mal ganz einfach die richtige Sichtweise, dass das angeschlossene Gerät die hier im Folgenden beschriebenen Maßnahmen als erstes „sieht“ und somit ganz bestimmt darauf reagiert beziehungsweise sogar darauf reagieren muss. Aber wenn Sie sich auch noch ein eigenes Kraftwerk leisten mögen…

Wir sind ja so was von radikal**, denn wir fangen ganz vorne an. Im Beitrag #1 dieser Artikelreihe wird die Strecke vom Sicherungskasten bis zur Wandsteckdose unter die Lupe genommen. Weiter geht es in Teil #2 noch vor der Verteilung zu den verwendeten Geräten mit der Unterdrückung von Gleichspannung (DC), die sich immer häufiger im Stromnetz ausbreitet. Von hier aus wird in Part #3 der Strom symmetriert und auch noch gegen Überspannung geschützt, damit die Geräte nochmals in ihrer Arbeit entlastet werden. In Folge #4 geht es da weiter, wo die meisten Hifi-Apologeten erst beginnen, nämlich mit den Steckerleisten und den Netzkabeln. Als Schlusspunkt #5 kommen noch die oft unterschätzten Gerätefeinsicherungen dran.

Diese vier Einzelmaßnahmen werden dann recht ausführlich und reich bebildert in den nächsten Tagen und Wochen hier im NEWS-Blog dargestellt. Der Anlass hierzu war übrigens meine Entscheidung, dass Wirrwarr an Kabeln oben im High End-Heimkino nicht nur zu entflechten, sondern auch in epischer Länge*** gleichartig zu gestalten. Denn das scheint schon eines der Geheimnisse von gutem Klang zu sein, dass nämlich alle Netz- und auch Kleinsignalkabel möglichst identisch sein sollten. Und weil das da oben nicht nur eine Anlage ist, die neu zu verkabeln ist, hat das einiges an Überlegung erfordert, wie das zu bewerkstelligen sein wird. Und so kam ich vom Hölzchen aufs Stöckchen, vom Hundertsten ins Tausendste, aber ohne dabei den Faden zu verlieren (sic!), weil ich hierfür einen akribischen Plan erstellt habe. Und dabei sollte eine der stabilsten und dem high-endigen Anspruch der verwendeten Geräte angemessene Spannungsversorgung herauskommen, ohne dabei — siehe oben — die Kosten aus den Augen zu verlieren.

Ich hoffe, Sie finden die eine und die andere Anregung zum Selbermachen. Zur Not können Sie die beschriebenen Artikel auch hier vor Ort kaufen oder per Mail bestellen. Vor Ort heißt wie immer, MM hat zwar keinen Web-Shop, kann aber die gewünschten Artikel mit der Paketpost liefern lassen, wenn Sie es nicht schaffen sollten, persönlich in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg vorbeizukommen.

*Stellen Sie doch bitte mal das Gesicht Ihres weniger Hifi-affinen Gegenübers vor, wenn Sie ihm/ihr/es offenbaren, sie wünschten sich sehnlichst einen DC-Blocker!

**Die Lateiner unter uns wissen, dass sich das Wort von radix ableitet, und das heißt nichts anderes als „von der Wurzel her“. Schon wieder was gelernt.

***Oder heißt das doch in epischer Breite, weil die meisten Kabel parallel verlaufen?

Biologische Sensation: MM wird auch nicht jünger! Oder auch: Der Klimawandel macht’s möglich: Bayerischer Sommer jetzt ganzjährig!

Nach wie immer reichlich reiflicher Überlegung ist die Entscheidung gefallen, dass der FLSV in Bamberg ab Januar 2021 am Mittwoch nicht nur von April bis Ende September, sondern ganzjährig das Ladenlokal geschlossen haben wird. Und das hat weniger mit Unterlastung als mit deutlich gestiegenem Aufwand in den letzten Monaten zu tun. Durch das Jahrzehnte bewährte Konzept der individuellen Beratung vor Ort und der besonders großgeschriebenen Option, alle in Frage kommenden Komponenten und Lautsprecher auch zu Hause als Teil der heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA)  testen zu dürfen, ist der logistische Aufwand in die Höhe geschnellt. Das korrespondiert kaum mit explodierenden Umsätzen, als mit dem Umstand, dass nicht so viele Kunden zu mir wie sonst üblich kommen konnten, wie in Vor-Corona-Zeiten. So ergaben sich eben viele Hausbesuche woanders vor Ort.* Diese Fahrten habe ich im vergangenen Bayerischen Sommer bevorzugt auf die dann doch nicht ganz so Freien Mittwoche gelegt, um mir dadurch die frühen Morgen und — viel häufiger — die Zeiten abends nach Ladenschluss frei zu halten.

Wenn MM seinen Kunden eine solche Arbeitszeitpauschale plus derartige Anfahrtskosten berechnen würde, dann wäre er mehrfacher Millionär. Aber lieber ist es mir so, wie es ist.

Schließlich muss MM ja, wie die meisten kleinen Selbständigen auch, neben den regulären Öffnungszeiten von immerhin 36 Stunden beziehungsweise sommers 29 Stunden je Woche, auch noch viele kleine und große Nebentätigkeiten abarbeiten. Hier eine nicht mehr ganz so kleine Auswahl:

  1. Türklinken putzen** und alle anderen Reinigungsarbeiten, nicht nur im Frühjahr
  2. Die komplette Buchhaltung bis hin zum kleinsten Eintrag ins Kassenbuch plus Gänge zum Bankinstitut
  3. Begutachtungen aller Art wie zum Beispiel für Versicherungen bei Beschädigung von Hifi-Geräten aller Art
  4. Projektplanungen vor Ort zum Beispiel für die Beschallung von Gasträumen und privaten Kinos oder ähnlichem
  5. Aufwändige Messungen von Schallemissionen in der Industrie samt Gefährdungsgutachten
  6. Messungen zur Korrektur der heimischen Raumakustik (Trinnov, DIRAC Live) und anderes mehr
  7. Lektüre der vielen Fachgazetten, egal ob papierne oder elektronische. Ja, bei der Menge alleine, in der ich Werbung schalte, artet das aus. Schließlich möchte ich nicht, dass meine Kunden mehr oder noch schlimmer, eher das wissen, was in unserer kleine Welt des Hifi und des High End passiert.
  8. Ach ja, die Pakete zu diversesten aller Service-Zwecke packen sich auch nicht von allein. Und ein Begleitschreiben muss auch noch dazu verfasst werden. Und zur Post müssen die schweren Pakete auch noch gebracht werden.
  9. Auch die Pflege der Webseite ist sehr zeitintensiv. Schließlich ist sie die Visitenkarte des FLSV in Bamberg, die man überall auf dieser Welt sofort überreicht bekommt. Hier sind die größeren Revirements, wie gerade geschehen, nicht so häufig, während die Pflege der Preislisten gerade bei Lautsprechern sowie der News-Blog doch recht viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber MM will ja nicht irgendwelche Pressemitteilungen oder Datenblätter mehr oder weniger ungekürzt übernehmen, sondern kurzweilig über unser dennoch liebstes Thema be(r)ichten.
  10. Dazu kommen noch die bereits erwähnten Auslieferungen, die ja in der Regel auch Abholungen beinhalten, von zum Teil recht schweren und eher unhandlichen Gegenständen bei meinen Kunden hinzu, die den größten Anteil der Zeit in Anspruch nehmen, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu erledigen sind.
  11. Und weil MM, das ist wieder diesmal der ohne Web-Shop, aber auch und erst recht der mit Hifi und inzwischen ganz zuerst in Bamberg*, sonst nichts zu tun hat, organisiert er mit anderen Mitstreitern kleine bis mittelgrößere Veranstaltungen, die sich formvollendet GenussHören, Initiative für Radio- und Hifi-Kultur“ sowie, inzwischen so gut wie legendär, die Bamberger Analog-Tage nennen. Auch wenn sie 2020 aus bekannten Gründen ausgefallen sind, setzen diese vornehmlich an Wochenenden, also deutlich außerhalb der regulativen Öffnungszeiten stattfindenden Events, eine immens aufwändige Vorbereitung nicht nur im theoretischen Sinne voraus.

All das kann nicht oder nur im höchstem Maße ineffizient geleistet werden, wenn dauernd das Telefon klingelt oder die Ladentür aufgeht oder sich eintreffende Mails akustisch in den Aufmerksamkeitsmittelpunkt drängen. Dennoch müssen all die genannten Arbeit abgearbeitet werden, und sei es vor 10.00 Uhr morgens und/oder nach (dem so genannten) Feierabend oder gar am Wochenende oder manchmal sogar im Urlaub! Ja, angestellt Arbeitende haben es vielleicht doch auch nicht so schlecht und mehr Urlaub dazu. Aber ich habe mir das ja genauso ausgesucht. Deswegen wird auch nur ein wenig gejammert. Aber auch Konsequenzen gezogen:

Und wegen der oben genannten biologischen Sensation habe ich nun entschieden, dass der Klimawandel nun für immerwährende Sommer sorgt. Sprich: Ab 2021 wird das Ladenlokal ganzjährig am Mittwoch geschlossen bleiben! Der erste Mittwoch dieser Art wird also der 13. Januar 2021 sein.

Inzwischen historisch wertvoll: Das Türschild für die Sommermonate

*Im II. und im III. Quartal 2020 waren meine Benzinkosten etwa doppelt so hoch wie sonst üblich.

**Kennt noch jemand diese Umschreibung für Vertreterbesuche? Hier ist aber das derzeit gebotene Hygiene-Konzept gemeint, das man als erstes begreifen wird.

***Wussten Sie schon, dass der andere MM in Bamberg, Ortsteil Hallstadt und somit auf der ehemals grünen Wiese, genau, der mit dem Riesen-Shop, seine Hifi-Abteilung, wie ich sie mal früher definiert habe, eher mehr als weniger abgewickelt hat? Jedenfalls hat der vermeintlich kleine MM vom FLSV alle seinerzeit relevanten Artikel, die nach Hifi oder gar nach High End aussahen, vom ehemals großen MM übernommen. „Hat sich das auch erledigt!“ ist was anderes, als „Den (großer MM) hat er (MM, original) nun auch erledigt.“

Bamberger Analog-Tage 2020

Nach reichlich reiflicher Überlegung habe ich entschieden, der High End, unserer Leitmesse in München, und vieler anderer regionaler Hifi- und High End-Messen, nachzufolgen. Das bedeutet im Klartext: Bamberger Analog-Tage 2020!*

Auch wenn es wahrscheinlich die letzte der großen Hifi-Veranstaltungen in diesem Jahr gewesen ist, die abgesagt wird, kann man nur konstatieren, dass es so besser ist. Die Corona-Fallzahlen steigen momentan wieder stark, auch wenn Bamberg noch nicht so betroffen ist, wie zum Beispiel Schweinfurt. Aber man kennt ja die Räumlichkeiten des FLSV. Hier ist ein Mindestabstand zwar möglich, aber nur, wenn nur wenige bis ganz wenige Gäste kommen. Das wäre aber nicht im Sinne der Gäste und erst recht nicht im Sinne des Gastgebers MM, sich hier zu beschränken. Die offizielle Anmeldung dieser Veranstaltung samt klarer Konzeption eines Hygiene-Konzeptes sind nicht nur weitere Hürden, sondern ziehen massive Einschränkungen nach sich. Ich jammere jetzt nicht, wenn ich konstatiere, dass so eine Veranstaltung einer immensen Vorbereitungsarbeit bedarf und zudem ein kleines Vermögen kostet. Das wäre dann doch eher unverhältnismäßig, wenn nur „a paar Hanserln“ kämen beziehungsweise hinein kommen dürften. Hifi und High End lebt ja auch besonders durch den Austausch der Interessierten.

Und nein, ich habe die obligatorische Maske nicht falsch auf, wenn ich behaupte, ich höre damit schlechter. Ständig hört man sein eigenes Geschnaufe, das von der Maske nicht ins Freie gelassen wird. Das gilt wahrscheinlich für alle geübten Hörer, oder? Aber um das Gute Hören geht es uns High Endern aber doch genau, stimmt’s?

Was verpassen wir denn? Es wären die farbenprächtigsten Bamberger Analog-Tage aller Zeiten geworden. Es werden die farbenprächtigsten Bamberger Analog-Tage aller Zeiten werden!

Es wären die am wenigsten Plattenspieler-affinen Bamberger Analog-Tage aller Zeiten geworden. Es werden die am wenigsten Plattenspieler-affinen Bamberger Analog-Tage aller Zeiten werden.

Es wären die Kennschalldruck-stärksten…

Was schließen Sie aus den letzten Zeilen? Genau, das Programm stand bereits recht gut ausformuliert. Aber lassen Sie sich überraschen. Vielleicht klappt es ja im nächsten Frühjahr mit den dann nachzuholenden Bamberger Analog-Tagen 2020, auch wenn es dann schon das Jahr 2021 sein wird.

Gleiches wie für die Bamberger Analog-Tage 2020 gilt übrigens auch für die Veranstaltungsreihe der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur wie immer im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth und genauso für die Bamberger Hobbyisten-Gruppe Genusshören.

Was die Neuigkeiten und die Neuheiten aus unserem analogen Interessensbereich angeht, werden Sie selbstverständlich an genau dieser Stelle auch weiterhin aktuell informiert.

*Aber wissen Sie, was noch schlimmer als der Ausfall beziehungsweise die Verschiebung dieser Veranstaltung ist? Beethoven ist 2020 auch nahezu vollständig ausgefallen. Schon allein deswegen müssen wir dieses Virus ausmerzen, um einen der größten Komponisten aller Zeiten nachträglich vollumfänglich zu ehren.

Nachschub bei den noblen Einsteiger-Kompaktboxen: Q Acoustics 3030i

Im wahrsten Sinne des Wortes wurde die Q Acoustics 3030i nachgeschoben, ist also ein Nachzügler der vorzüglich eingeführten 30x0i Serie von Q Acoustics. Das ist insofern eine Bemerkung wert, als dass es in dieser Baureihe bereits zwei Kompaktlautsprecher gibt, nämlich die 3010i und die 3020i.

Und wie so oft profitieren die Nachzügler von Erkenntnissen, die entweder erst später gewonnen wurden oder gar aus den ranghöheren Serien des Herstellers stammen.

schwimmend aufgehängter Hochtöner der 3030i

So auch hier. Man hört sofort, dass die Concept 20 Pate stand, die ja schon ein paar Jahre eine feste Größe in der 500.- €-Klasse ist. Ein Paar der Q Acoustics 3030i kostet aber nur 400.- €, ist dafür in der Oberfläche etwas einfacher gestaltet, sprich: sie ist foliert und nicht lackiert. Dafür gibt es aber gleich vier farblich dezente Ausführungen. Nichtstrotzdem ist diese Box klanglich der Hammer! Das wurde auch schon in mehreren von mir unabhängigen Tests bestätigt: Test 1, Test 2, Test 3. Aber wie immer ist es eindeutig besser, wenn Sie sich Ihr eigenes Urteil bilden. Und zwar hier vor Ort und dann anschließend bei Ihnen zuhause. Das ist das eherne FLSV-Gesetz!

Auch ein schöner Rücken kann… ein gutes Terminal aufnehmen

Die FLSV-hausinternen Kombattanten der Q Acoustics 3030i können Sie halbwegs aktuell [hier] einsehen. Im unteren Teil der Preisliste sind ja alle Lautsprecher der Preislage nach sortiert.

Da fällt mir doch glatt was Perverses ein: Wie klingt denn eine 10000.- €-Anlage mit diesen Lautsprechern? Vielleicht sogar besser als eine Anlage, bei der alle Komponenten in etwa gleich teuer sind? Vielleicht wird das mal ein Thema für einen Würgshop in meinem Laden sein! Aber erst dann wieder, wenn es wieder ohne Gefahr und auch erlaubt sein wird. Schade, ich hätte so etwas umgehend organisiert…

So was von vernünftig: Arcam SA30 und CDS50

Auch Standard muss nicht von der Stange sein. Und außerdem: „Den Standard setzen“ bedeutet ja auch stets, dass man Vorreiter war und möglichst auch bleiben möchte. Und Arcam hatte seinerzeit mit einem meiner All Time Favourites, dem Arcam SR250, einen komplett ausgestatteten AV-Receiver nur für Stereo sowie dem Raumakustik-Korrektur-Programm DIRAC Live eine echte Duftmarke gesetzt.

Und diese wiederholt der Arcam SA30 als Quasi-Nachfolger in gekonnt gekonnter Manier. Wir haben es hier in erster Linie mit einem voll ausgestatteten, aber dennoch klar designten Vollverstärker zu tun: mehrere Hochpegel-Eingänge und Digital-Eingänge sowie den von uns Analogen stets benötigten Phono-Eingang. Letzterer gewährt sogar Moving Coil-Tonabnehmern Anschluss! Außerdem hat der Arcam SA30 einen vollwertigen Streamer mit den drei Grundfunktionen Internetradio, Streaming Dienste und Zugriff auf den heimischen Music Server verbaut. Diese weiteren digitalen Stichworte sind auch noch zu nennen: GoogleCast, AirPlay 2, UPnP Streamer, Roon Endpoint, MQA supported. Dass er auch zur Haussteuerung mit RS-232 geeignet ist, sei hier nur am Rande erwähnt.

Und auch wenn er keine Video-Verarbeitung mehr bietet, kann er doch sehr wohl das Audio-Signal des Fernsehgerätes per HDMI/ARC (= Audio Return Channel) veredeln. Dass auch der direkte UKW-/DAB+-Empfang dem Rotstift geopfert wurde, ist für die allermeisten Radio-Hörer zu verschmerzen, da eigentlich alle sonst zu empfangenden Sender auch über das Internetradio-Portal zu empfangen sind.

Muss ich an dieser Stelle extra erwähnen, dass auch der Arcam SA30 die hausintern ranghöchsten Class G-Endstufen mit richtig stramm Leistung verbaut hat, wie es sich für einen Spitzenmodell nun mal gehört. Nö, ich glaube nicht!

Aber was unterscheidet den Arcam SA30 vom kleineren Arcam SA20, natürlich ohne die geringere Ausstattung und die etwas niedrigere nominelle Leistung damit zu meinen? Na klar, das Raumakustik-Korrektur-Programm DIRAC Live in seiner jüngsten Inkarnation. Diese Software hat an vielen kleinen Stellschrauben gedreht, vor allem ist sie aber viel bedienungsfreundlicher geworden. All das führt in Summe zu einem überragenden klanglichen Ergebnis, gerade wenn man seine Lautsprecher nicht optimal stellen kann, will oder darf. Aber auch ansonsten richtig positionierte Boxen gewinnen deutlich, wenn DIRAC Live nicht nur den Frequenzgang gerade biegt, sondern besonders das Phasenverhalten korrigiert. Lassen Sie sich diesen Vorteil einfach mal beim FLSV in Bamberg vorführen. Sie wollen kaum noch anders Musik hören!*

Kritische Nachbemerkung: Was ich aber ein wenig merkwürdig bis nicht ganz nachvollziehbar finde ist, dass alle Geräte**, die mit DIRAC Live 2 ausgestattet sind, lediglich dessen „Light Version“ implantiert haben. Diese erlaubt Messungen bis lediglich 500 Hertz. Wenn man also den gesamten Frequenzbereich messen, mit einer Zielkurve versehen und auch korrigiert bekommen möchte, muss man nochmal knapp 100.- Euro investieren. Das finde ich schon a wengala schoofelig und erinnert mich an die Tintenstrahldrucker, die nach Neuerwerb gerademal ein paar Blätter gedruckt haben und man so ziemlich bald gezwungen wurde, hierfür neue und diesmal richtig vollgefüllte Kartuschen zu kaufen. Schade! Weil unnötig. Denn wer bereit ist, immerhin 2400.- € für den Arcam SA30 zu bezahlen, der gibt auch gleich 2500.- € dafür aus, zumal er sich viel Aufwand (Bestellung, Bezahlung und Download, Implantieren und neue Messung et cetera) hinterher ersparen wird.

Kennen Sie das Sprichwort: „Der hat es faustdick hinter den Ohren.“? Der Arcam CDS50

Beim Arcam CDS50 haben wir es auf den ersten Blick mit einem normalen CD-Player zu tun. Stimmt auch! Ist aber die nur halbe Miete, denn der Arcam CDS50 kann auch SACDs auslesen, was in dieser Preisklasse noch nicht zum guten Ton gehört. Außerdem lässt sich sein Digital-/Analog-Wandler (DAC) auch für andere Quellen nutzen. Das gilt besonders für die Möglichkeit, USB-Medien anzuschließen.*** Und er bietet ebenfalls wie der SA30 einen Netzwerk-Zugang. Wenn man die beiden Geräte im Verbund erwirbt, ist das ein wenig doppelt-gehoppelt oder erweitert wenigstens die Anschlussmöglichkeiten. Aber der Arcam CDS50 ist für seinen absolut fairen monetären Gegenwert auch jede Ergänzung mit einem anderen heimischen Musik-Wiedergabe-System (HMWS) wert! Nochmals zum Mitzählen: CD-Player, SACD-Player, DAC, Netzwerk-Spieler und Server, symmetrische und unsymmetrische Ausgänge, RS-232 Haussteuerung. Und das für gerademal 800.- €! Und das von Arcam!

Ziemlich vollständig ausgestattet: Arcam CDS50

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg. Und auch das ist inzwischen Standard!

*Ansonsten ist es ja nicht nötig, ganz wichtig einen Hörtermin beim FLSV in Bamberg zu vereinbaren. Hier reicht es normalerweise aus, wenn Sie ein wenig Zeit und Geduld mitbringen. Aber da die Einmess-Prozedur für DIRAC Live doch eines gewissen Aufwands bedarf und sinnvollerweise auch mit den Wunsch-Lautsprechern des Kunden eingerichtet werden muss, ist hier eine Voranmeldung nötig und wird somit erbeten.

**Das gilt mit Ausnahme der Masters Serie genauso für die aktuellen Geräte von NAD und wahrscheinlich auch für die meisten anderen Anbieter, die DIRAC Live implementiert haben.

***Hierüber wird demnächst in einem separaten Artikel berichtet. Denn diese interessante Option bieten inzwischen einige DACs, auch wenn dafür oft die Schnittstelle für USB-B (externe Soundkarte) zum Anschluss eines spezialisierten Music Servers gestrichen wird.

Endlich vollständig: ATR Celebration 40 SuperPack 3

Schauen Sie sich bitte das nun folgende Bild von der Webseite des deutschen Vertriebs ATR Audio Trade genau an

und spielen Sie in Gedanken den Anschluss des ATR Celebration 40 SuperPack 2 an die häusliche Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) durch. Na? Und? Genau! Da fehlt doch etwas, nämlich das Anschlusskabel des vorzüglichen Übertragers ST7 von Ortofon an Ihren V(orv)erstärker. Diese Lücke schließt man aber nicht mit irgendeinem Kabel, sondern am besten mit dem selben Typ Kabel, wie es das grandiose Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/5P darstellt. Und da kann es nur eines geben, nämlich das auf den Plattenteller drapierte Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/RCA.

Die ideale Ergänzung zum original Tonarmkabel: Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/RCA

Dadurch wird das SuperPack 2, über das schon an anderer Stelle berichtet wurde, zum FLSV-intern genannten SuperPack 3 und kostet entsprechend 3200.- €, nicht mehr, sondern komplett!

Weil’s gar so schön ausschaugt: Das ATR Celebration 40 Superpack 3 in der Ansicht von oben

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Eine dieser ultimativen Komponenten: Matrix Audio Element X

Es gibt ja Leute, die unbedingt ein fünfstelliges Preisschild erwarten oder gar voraussetzen, wenn es um High End und um ultimative Performance geht. Ich hoffe, sie werden wenigstens nicht enttäuscht, wenn sie schon so viel Geld ausgeben. Dass das aber nicht zwingend nötig ist, beweist der FLSV in Bamberg seit Jahr und Tag.

Nachdem wir erst vor kurzem an dieser Stelle das kleine Knabenwunder Matrix X-SPDIF 2 präsentiert haben, stellen wir heute eine Komponente für die heimische Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) vor, die zwar nur 34 Zentimeter in der Breite misst, aber gleich fünf Funktionen bereit hält und somit vier weitere Komponenten obsolet werden lässt. Das Gerät nennt sich Matrix Audio Element X und ist das Oberhaupt einer kleinen, aus insgesamt vier Modellen bestehenden Familie innerhalb des großen Programms von Matrix Audio. Dass es, wie bei Matrix Audio üblich, mechanisch besonders solide aufgebaut ist und dabei auch optisch richtig schick daherkommt, unterstreicht den High End-Anspruch aufs Feinste.

Als Erstes ist der Digital-/Analog-Wandler (DAC) zu nennen. Dieser kann, um es kurz zu machen, so ziemlich alle heutigen Formate inklusive MQA dekodieren, also über USB auch PCM bis zu 768kHz und DSD nativ bis 22.4MHz! Das dürfte mit Sicherheit noch für ein oder zwei weitere Generationen an so verfügbarer Software reichen. Verantwortlich dafür ist unter anderem einer der renommiertesten DAC Chips, die derzeit für Geld und warme Worte zu haben ist, nämlich der ESS Sabre 9038 Pro.*

Der Element X kann auch dank zweier USB A-Ports und eines Slots für MicroSD Cards als Server dienen. Direkter geht es wohl nicht, wenn man noch auf den eigenen Datenbestand zugreifen möchte.

Eigentlich bisher unvorstellbar: Über 2000 CDs passen auf diese Speicherkarte, die gerademal 11 x 15mm misst.

Aber wer macht sich heute noch die Mühe, die eigenen CDs (siehe unten) zu rippen, zu taggen und entsprechend zu speichern, wenn man heutzutage alle Musik auch per Streaming Dienst aufrufen kann? Ich zum Beispiel. Aber ich will hier nicht audiophilosophisch werden, warum ich das tue.

Das führt also ziemlich direkt zum eingebauten Streaming Client und somit zu den bekannten Nutzungsformen: Streaming Dienste: Hier werden Qobuz und Tidal unterstützt.

Zugriff aufs heimische Netzwerk per DLNA und per Airplay. Während Letzteres für Apple Nutzer praktisch ist, kann der Rest der Welt die hauseigene App dafür verwenden, aber auch die liebgewonnenen Player wie JRiver, Audirvana, MConnect HD et cetera, die man in- und auswendig kennt. Außerdem ist der Element X Roon Ready, das wohl die derzeit umfassendste Bedienoberfläche darstellt.

Der Kopfhörer-Verstärker ist eines der stärksten Argumente für den Element X, denn ich kenne keinen anderen Kopfhörer-Verstärker in dieser Güteklasse mit eingebautem Streamer. Und weil das Gerät sowieso komplett symmetrisch aufgebaut ist, bietet es auch symmetrische Ausgänge für die Kopfhörer gleich in zwei Ausführungen.***

Als letzte Funktion kann man den Element X nicht nur als Line Gerät wie zum Beispiel einen CD-Player**, sondern auch als Vorverstärker nutzen. Sollte man ausschließlich digital unterwegs sein, also zuhause nur binär Musik hören, dann benötigt man nur noch eine entsprechend hochwertige Endstufe samt passiver Lautsprecherboxen. Das wird wohl noch der häufigere Fall sein, will man nicht gleich die ganze Anlage erneuern und vor allem reduzieren. Das kann man vor allem mit der Wahl von Aktiv-Lautsprechern vollziehen. Es stehen beide Arten von Ausgängen zur Verfügung, also RCA über Cinch als auch die klanglich überlegene Variante via XLR. So hat man auf ein Mal ein aufgeräumtes Wohn- oder Musikzimmer mit nur noch einem Mindestmaß an Kabeln. Ganz ohne geht es leider zum Glück immer noch nicht.

Die Zentrale, hier laufen alle Fäden zusammen; es gibt sogar einen I²S-Anschluss zum Beispiel für die CD Box RS2 T von Pro-Ject

Um auch einen kleinen, wenn auch aus High Enders Sicht verschmerzbaren Nachteil zu nennen: Der Element X hat zwar Airplay eingebaut, aber es fehlt das eher standardgemäße Bluetooth in seiner Inkarnation aptX HD. Mein favorisiertes Beispiel zur Erläuterung dieser Notwendigkeit ist hier nicht die klanglich möglichst gute Übertragung vom smarten Phone zur HMWA, sondern ein ganz praktischer Nutzen. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie schauen zum Beispiel als Musikschüler auf Ihrem androiden Tablet auf YouTube**** einen Musik-Clip oder ein Musik-Tutorial an. Wäre es nicht viel besser, diese über die heimische HMWA anstatt über den im Tablet eingebauten Mini-Lautsprecher auf deren Rückseite zu hören? Sehen Sie?! Oder besser: Hören Sie?!

Der Matrix Audio Element X wird beim FLSV in multiplen Anwendungen zu hören sein. Aber die meiste Zeit wird er wohl oben im High End-Heimkino die Geräte bedienen, die nicht über einen eingebauten DAC verfügen. Das sind derzeit der Copland CTA 408 (unsymmetrisch) und (symmetrisch per XLR) auch der Audio Analogue Maestro Anniversary.

Und wer sich schon mal vorab mit den feinen Innereien und den technischen Daten, garniert mit Beschreibungen einiger Hörbeispiele, befassen möchte, bevor er/sie/es zum FLSV in die Innere Löwenstraße zu Bamberg kommt, um sich selbst einen zweiten Eindruck zu verschaffen, der lese diese und diese englischen Reviews.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

*Ich möchte hier aber auf keinen Fall eine Diskussion über den verwendeten Chip von der Latte brechen, denn ich weiß sehr wohl, dass es auf die Peripherie und vor allem auf die nachfolgende Ausgangsstufe ankommt, ob das Ding klingt oder klingelt. Aber mit dem ESS hat man für Ersteres schon mal eine gute Grundlage geschaffen. Das gilt selbstredend gleichermaßen für die AKMs, Burr Browns, Crystals und Texas Instruments und wie sie alle heißen.

** Kennt noch jemand diese altmodischen Wiedergabegeräte für die komischen Silberscheiben? Wenigstens haben die nahezu immer funktioniert, was man für Musik übers Netzwerk nicht zwingend behaupten kann. Sage ich hiermit ein Revival der Compact Disc (CD und CD-Player, genau, so hießen die Dinger) voraus?

*** Hier äußere ich einen Wunsch für die nächste Generation: Bitte, liebe Matrixer, verbaut eine 3.5mm-Buchse für den Anschluss eines Kopfhörers ein. Denn so gut wie alle neuen Modelle des Weltmarktes haben als allererstes einen 3.5mm-Stecker. Und so vermeidet man wieder einen unnötigen Übergang samt der damit verbundenen Verluste, wenn man auf den kleinen Stecker ein Adapter auf 1/4″ vulgo 6.3mm stecken muss. Aber ganz klar: Wer höchstwertig mit dem Matrix Audio Element X hören will, der hat ein symmetrisches Anschlusskabel an seinem High End-Kopfhörer. Und da wäre ich gleich beim nächsten Wunsch: Es gibt bei hochwertigen Taschenspielern (Portables) auch symmetrisch belegte Buchsen mit 2.5mm und nach Pentaconn mit 4.4mm Durchmesser. Wären diese Buchsen ebenfalls vorhanden, würde man sich das lästige Umstecken der Kabel am Kopfhörer selbst ersparen. Übrigens: Der FLSV bietet hier eine Vielfalt an „Ersatz-Kabeln“ in nahezu allen erdenklichen Stecker-Varianten an.

**** Englisch für: DuRöhre; was aber nichts mit den uns lieben Glimm- und Glühkolben zu tun hat!

Nachschub bei den nobelsten Kompaktboxen: Yamaha NS-3000

Das ging ja schnell! Auch wenn der FLSV in Bamberg seit Jahrzehnten Yamaha Premium Partner ist und somit auch eher als andere Händler mit der exklusiven Ware des wohl dienstältesten japanischen Herstellers bedient wird, war die Anlieferung der neuen NS-3000 Ende dieser Woche doch eine freudige Überraschung. Vor dem Auspacken durften sich die beiden erst mal von der langen Reise erholen.

Schon von außen ist erkennbar, dass es sich um zwei unterschiedliche Boxen handelt

Und nein: Es folgt nun kein Unboxing Video.

Liebe zum kleinsten Detail: Die Aus-und Umwurfanleitung der NS-3000

Aber vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die beiden Kartons auch von außen erkennbar unterschiedliche Lautsprecher beinhalten, sondern je einen für links und einen für das andere links. Diese Nomenklatur gibt es auch bei anderen Herstellern, aber da sind meist technisch identische Lautsprecher drin, die aber sehr wohl paarweise aufgebaut und so selektiert wurden.

Wie schon bei der großen Schwester NS-5000 sind die Chassis, die für den sensiblen Mittelhochtonbereich zuständig sind, asymmetrisch auf der Schallwand ausgerichtet. Aber zueinander bilden der linke und der rechte Lautsprecher selbstredend wieder eine perfekte Symmetrieachse. Ich frage mich dabei immer, warum das die meisten Hersteller nicht genauso handhaben, wo es doch ganz eindeutige Vorteile bietet, wenn die Abstände zu den Seitenkanten des Gehäuses eben nicht gleichartig sind.*

Und ich wiederhole mich gerne: Am auffälligsten bei der großen Baureihe von Yamaha ist die Verwendung eines einzigen Materials zur Herstellung aller Membranen. Das nennt sich ZYLON™ und ist als zugfeste Faser in quasi allen Stärken zu legen, eben vom leichten Hochtöner

Egal, ob leichte Hochton-Kalotte oder relativ schwerer Tiefmittelton-Konus: ZYLON™ ist das Material der Wahl!

bis zum ultrastabilen Tiefton-Konus mit hinterbelüfteter Schwingspule.

Auffällig ist das identische Membranmaterial bei beiden Chassis sowie der strömungsgünstige Gusskorb

Und wie schon bei der NS-5000 wurde bei der Entwicklung der NS-3000 wieder größter Wert auf Verwindungssteifheit des Gehäuses gelegt. Hier kamen FEM-Analysen und Lasermessungen zum Zuge. Ebenfalls große Beachtung bei der Entwicklung fand die rückwärtige Bedämpfung des Hochtöners, die im Verhältnis zum technischen Aufwand eher schlicht RS-Kammer genannt wird.

Der Hochtöner musste nicht verändert werden, er stammt aus der NS-5000. Hier gut sichtbar: Die RS-Kammer

Aber auch im Volumen für den Tiefmitteltöner gibt es derlei Arbeit zu verrichten, aber so, ohne dabei zu viel Energie von der Musik selbst zu absorbieren. Dieses neuentwickelte Bauteil nennt sich (wiederum schlicht und selbsterklärend) Acoustic Absorber.

Ebenfalls selbstverständlich ist die Verwendung von richtig hochwertigen Bauteilen der Kölner Firma Mundorf für die passive Frequenzweiche. Nicht mehr ganz so selbstverständlich ist die Anfertigung einer stabilen Unterlage für verwendeten Bauteile, unter anderem einer richtig schweren Trafokernspule. Hier werden die Komponenten direkt miteinander, also ohne eine Platine mit zig unnötigen und auch unreinen** Übergängen, verbunden.

Danke an Produktmanager Andreas Rieckhoff für die Innenansicht, hier der Trägerplatte für die Frequenzweichenbauteile der NS-3000

Kurz erwähnt sei auch noch, dass es für die NS-3000 ein Paar maßgeschneiderte Stands gibt. Aber wer weiß, wie viel Platz der FLSV in seinen Vorführräumen hat, kann nachvollziehen, dass hier eine relativ mobile Kompaktbox eher in Frage kommt, als eine Quasi-Standbox. Und auch, dass wieder zweiteilige Schaumstoffpropfen der Sendung beiliegen, um eine Überhöhung im Bassbereich bei zu wandnaher Aufstellung korrigieren zu können.

So viel technologischer Aufwand, aber wie klingt das Ding denn? Irgendwie spektakulär, nämlich spektakulär unspektakulär! Und das gleich aus dem Karton heraus und einfach angesteckt. Und damit das obligatorische Einspielen schneller geht, läuft in Endlosschleife das neue Album von St. Helena, der Heiligen der Fischerszunft. Da würde ich mich auch beeilen!

Und wie jeder weiß, der bei mir schon mal im Laden war, sage ich zur tonalen Ausrichtung der von mir angebotenen Lautsprecherboxen nix, niggs und nochmals nichts! Aber wenn Sie aber dennoch unbedingt einen ersten und auch einen zweiten Vorgeschmack bekommen wollen, dann lesen Sie bitte den sehr anschaulich geschriebenen Artikel von Holger Biermann auf Low Beats und kaufen Sie die aktuelle Ausgabe der stereoplay, also die Ausgabe 10.2020, in der Jürgen Schröder auf seine bekannt blumige Art den neuen Lautsprecher beschreibt. Ich denke, mehr fundiertes Lob kann es für einen Lautsprecher kaum geben. So relativiert sich auch der zugegeben recht hohe Anschaffungspreis der Yamaha NS-3000. Es liegt also an Ihnen, nachzuprüfen, ob Sie genauso freudig erregt reagieren, wie ich. Denn auch ich glaube dem, was mir die Herren Entwickler gleich nach Öffnen des Kartons versprechen:

Emotionsversprechen, aber erst nach Kauf der Lautsprecher!

Somit haben wir den neben den üblichen Verdächtigen noch einen mehr als interessanten Neuzugang zu vermelden. Und noch was, frei nach dem Motto: „Wer’s glaubt, wird selig, wer es selbst sieht, fliegt in den siebten Himmel“: Die Yamaha NS-3000 sind exakt das 50. Paar tatsächlich vorführbereiter Kompaktlautsprecher beim FLSV! Aber Sie können ja gerne mal beim nächsten Besuch nachzählen, ob das stimmt.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

*Wir machen es uns aber nicht ganz so einfach und zitieren den bekannten Ausspruch eines unbekannten Künstlers: „Symmetrie ist die Ästhetik der Dummen.“

**Unrein meint hier, dass das Tonsignal von einem Metall in ein anderes Metall und dieses wiederum mit einem besonders unguten Metall verbunden, nämlich dem Lötzinn, geschickt wird. Es werden also folgende Kontakte und Übergänge vermieden: Draht am Frequenzweichen-Bauteil → Lötauge inklusive Lötzinn auf der Platine → dünnste (in der Regel 35µm „starke“) Kupferauflage auf der Platine → bis zum nächsten Lötauge inklusive Lötzinn auf der Platine → Draht am damit zu kontaktierenden Frequenzweichen-Bauteil. Und das viele, viele Male!

Nachschub bei den noblen Kompaktboxen: Dynaudio Contour 20i

Als hätte der FLSV in Bamberg nicht schon genügend Lautsprecher im immer beliebten Kompaktformat, gibt es nun auch noch die gerade neu aufgelegte Serie Contour i von Dynaudio. Diese ist immerhin die dienstälteste Baureihe des dänischen Herstellers mit chinesischen Chefs.

Klassische Bestückung: 18er mit Gewebekalotte

Auch wenn es zur gerade abgelösten Contour ohne i nur wie eine MOPF* aussieht, so ähnlich sehen sich die jeweiligen Geschwister, so hat sich hinter der Fassade richtig viel getan. Denn nun ist auch diese Baureihe im Jupiter genannten Messraum von Dynaudio entstanden. Und das hört man sofort! Es gibt wie zuvor 3 weitere Modelle, nämlich auch die beiden Standlautsprecher Contour 30i und Contour 60i sowie den Center Speaker für Heimkino-Anwendungen Contour C25i.

Die Verarbeitung als auch die Terminals sind wie immer seit 1986 vom Allerfeinsten. Und denen steht der Klang in nichts nach. Man erkennt sofort die Jahrzehnte-alte klangliche Signatur, nur dass noch mehr Details fließen. Dabei wird die Musik nie seziert, sondern stets im Gesamten belassen. Sie hat eben eine klare Kontur!

Richtig wertige Anschlüsse

Und wie es der Zufall will, habe ich hier gerade eine komplett renovierte Contour 1.8 als Reminiszenz an die Ursprünge dieser schon immer noblen Baureihe stehen! Aber die neue Contour 20i scheint sogar schwerer zu sein, als die alte, große Schwester!

Klassische Contour 1.8 mit Passivmembran und aktuelle Contour 20i
Oiginalplakette auf der Contour 1.8

Und wenn jemand in der Branche einen Zweiwege-Lautsprecher in kompakt mit den klassischen Zutaten kochen oder, wie wir Franken lieber hören möchten, brauen kann, dann ist es eben Dynaudio! Erinnert sei an dieser Stelle an die vielen Vorläufer dieser Contour 20i mit den vielleicht bekanntesten Vertretern Contour 1.3 (MK II).

*MOPF wird wohl hauptsächlich in der Automobil-Branche verwendet und bedeutet Modellpflege.

Tolles Zubehör für Digitalos: Matrix X-SPDIF 2

Was tun, wenn Sie sich für einen meiner beiden tollen Music Server, also den Soul M oder den Roon Nucleus interessieren würden, die ihrerseits aber lediglich über die USB-Ports Daten annehmen und ausgeben, Sie aber nur einen hochwertigen Digital-Analog-Wandler (DAC) mit den klassischen 3 Digitaleingängen (Coaxial, TOSLink und AES/EBU) hätten,

der also nicht über eine sogenannte Externe Soundkarte verfügt? Denn so könnten Sie diese entweder nicht direkt, sondern nur übers heimische Netzwerk nutzen. Und das wäre schade, verschenkt diese indirekte Verbindung doch einiges an Klangqualität und reagiert auch deutlich langsamer zum Beispiel nach einer Befehlseingabe.

Aber es gibt wie immer Abhilfe beim FLSV in Bamberg. Wir verwenden seit Jahr und Tag hierfür die USB-Bridge von Matrix Audio, aktuell in der Version X-SPDIF 2, die wie viele andere tolle Produkte hierzulande von Robert Ross vertrieben werden. Neben der Grundfunktion, die Daten der Festplatte von USB nach Coaxial mit 75 Ohm, Digital optisch, AES/EBU mit 110 Ohm und auch der aktuellen Variante von I²S per HDMI-Kabel zu transferieren, ist es neben dem prinzipiell tollen Klang auch die Möglichkeit, alle klangmindernden „Funktionen“ von Microsoft Windows zu umgehen. Außerdem wird ein sogenanntes Reclocking vorgenommen, wobei der Matrix X-SPDIF 2 sozusagen den Takt vorgibt, dem die nachfolgenden Geräte folgen müssen.

Der Matrix X-SPDIF 2 verarbeitet PCM-Signale bis 32 Bit und 768 Kilohertz und einen DSD-Datenstrom mit bis 11,6 Megahertz an der I2S-Schnittstelle! Somit können alle nur erdenklichen Digitalformate nicht nur auf dem PC/Mac/Linux-Rechenknecht gelagert, sondern auch weitergegeben werden.

Dass der X-SPDIF 2 noch weitere Einstellmöglichkeiten bietet, wie zum Beispiel die Belegung der Kontakte der HDMI- Schnittstelle für die I2S-Signale zu verändern und die DSD-Ausgabe nativ oder per DSD over PCM (DoP) zu wählen, sei hier nur am Rande genannt. Wichtiger ist, dass man entweder das beigelegte Netzteil oder besser gleich das deutlich stabilere Zusatznetzteil Keces P3 (Vertrieb wiederum Robert Ross, siehe oben) verwendet, um die Spannungsversorgung des Matrix nicht auch noch dem sendenden Geräts aufzubürden.

Noch besser und schneller wird es, wenn der Music Server über einen eigenen WLAN Access Point verfügt, wie es der Soul M anbietet. Hier kann man sogar den Router umrouten und so die ganze Strecke „Music Server – Router – Streaming Bridge oder Streaming Client – DAC“ auf ein Minimum, also auf „Music Server – DAC“ reduzieren. Sie glauben ja gar nicht, wie viel das klanglich ausmacht! Aber der nominelle Nachteil hiervon sei auch genannt: Wenn Sie so Musik hören, können Sie in dieser Zeit nicht parallel im WWW surfen, ohne stets zwischen den beiden WLANs umzuschalten. Also dann doch lieber nur Musik Hören!

Wer es noch eine Spur nobler und somit auch klanglich besser, aber auch eine Ecke teurer haben will, der greift zur Hydra Z von Audiobyte.

Hegel: Teilzeit-Bamberger oder doch Norweger?

Ja, wir gebildeten Bamberger und die, die wenigstens das von sich glauben, sind stolz auf die gerademal 2 Jahre, die der große Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel in unserer schönen Stadt vor über 210 Jahren verbracht hat. Aber der FLSV ist genauso stolz auf die Produkte der norwegischen Firma Hegel, die seit 2 Jahren eine Lücke im Portfolio schließen, die sich dank der neuen Streaming Technologien erst so ergeben hat.

Denn was die Vollverstärker dieser skandinavischen Firma besonders auszeichnet, sind zum einen die nahezu perfekt eingebundenen Qualitäten beim eben genannten Streaming sowie die „SoundEngine Technology“ genannte Schaltung, die zu einem besonders hohen Dämpfungsfaktor führt. Der Lautsprecher als massebehaftete und somit träge Größe wird hier an besonders straffen Zügeln geführt. Und da ausgerechnet der größte Vollverstärker Hegel H590 der erste Verstärker in meinem Programm war, der die KEF Blade 2 wirklich zu Höchstleistungen antreiben konnte, habe ich mich entschieden, diesen Verstärkern einen ihnen gebührenden Platz einzuräumen.

Aber auch die kleineren Modelle haben normale Lautsprecher mit eher schwachem Kennschalldruck gut im Griff. Selbst der kleine Hegel H90 zum Beispiel an der Bonsai-Blade KEF LS50 spielt souverän.

Das meistverkaufte Modell ist aber sofort nach seinem Erscheinen der Hegel H120 geworden, der viel von den großen Modellen profitiert, aber nur 2600.- € kostet (und nicht 10000.- € wie der Hegel H590!)

Was alle Verstärker von Hegel zusätzlich auszeichnet, ist die Bereitstellung eines USB-B-Anschlusses trotz der Netzwerk-Fähigkeit. Das ist für mich, der gerne auf einen High End-Musik Server wie den Soul M und/oder den Roon Nucleus zugreift, elementar wichtig. Diese sogenannte „externe Sound-Karte“ wird bei vielen Herstellern neuerdings schon wieder eingespart, man hat ja schließlich Netzwerk-Zugriff. Aber dass eine direkte Verbindung immer die bessere sein muss, wird hier wohl geflissentlich übersehen.

Probieren Sie es einfach mal aus, ob das nicht eine Alternative sein könnte. Ein paar Kabel bleiben gegenüber der bisherigen Verstärker-Variante zwar übrig, aber das lässt sich doch leicht verschmerzen, oder?

Und so trifft das auch für die Norweger zu, zumindest bezogen auf die Zielrichtung bei der Entwicklung von High End-Geräten, was Wikipedia über unseren Hegel schreibt:

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart; † 14. November 1831 in Berlin) war ein deutscher Philosoph, der als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus gilt.“

Neues Zubehör für Digitalos: Silent Angel Bonn N8

Man kann sich ja darüber streiten, ob ein Netzwerk-Switch überhaupt Einfluss auf die klangliche Darbietung einer vornehmlich digitalen Audio-Kette mit mehreren streamenden Geräten nehmen kann, in der ein Router die Verteilaufgaben im heimischen Netzwerk übernimmt. Wir wollen das mal vorsichtig mit „Ja, aber sicher!“ beantworten.

Konkret geht es um den Silent Angel Bonn N8 der Firma Thunder-Data, der immerhin 400,- € kostet! Und was bekommt man für sein Geld von diesem genauso unscheinbaren Kästchen, wie es die bisherigen von Lancomm, die für mich besten unter den normal erhältlichen Netzwerk-Switchen, auch sind?

Sieben zusätzliche Netzwerk-Ports durch den Silent Angel Bonn N8

Da ist der verbaute Oszillator mit Temperatur-Korrektur zu nennen, der um ein Vielfaches präziser als die üblichen Verdächtigen arbeitet, sodass das deutlich genauer getaktete Netzwerksignal weniger Jitter produziert. Neben einem Netzteil aus der Medizintechnik werden zudem besondere Schaltungen zur Rauschunterdrückung verwendet sowie eine spezifische Dämpfung des Gehäuses gegen elektromagnetische Störstrahlungen eingesetzt.

Zwei klangliche Meriten sind schnell herausgehört: Die Auflösung ganz allgemein wird deutlich verbessert und als Konsequenz hieraus wird die räumliche Abbildung ebenfalls deutlich gesteigert. Wenn das mal nichts ist!

Wir kennen zwar noch eine besser klingende Variante, die aber ganz ohne Netzwerk-Switch auskommt. Darüber aber mehr, wenn es wieder heißt: Der FLSV kann auch digital, Folge 385!

Wunderspeicher oder Speicherwunder?

Diesen echt digitalen Massenspeicher habe ich vor wenigen Tagen beim Ausmisten gefunden. Das Format einer SD-Card ist sofort wiedererkennbar. Aber die Kapazität ist schier unendlich. Unendlich klein! Auf diese SD Card würde gerademal ein einziger Titel eines normalen Pop-Albums im FLAC Format draufpassen. Wir können uns demnach glücklich schätzen, dass der technologische Fortschritt auch wirklich einen klanglichen Zugewinn nicht nur verspricht, sondern auch einhält.