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Beim FLSV schon länger im Betrieb: ᚱᛟᛟᚾ Nucleus

Warum dieser phänomenale Streamer mit der derzeit umfassendsten Software zur Verwaltung von Musikdateien aller Art an dieser Stelle nicht schon längst vorgestellt wurde, ist mir selbst ein Rätsel. Dabei ist der absolut high-endige Roon Nucleus bei uns seit vielen Monaten im Einsatz.

Der Music Player Roon ist ja schon länger bekannt und wird von immer mehr Hardware-Anbietern unterstützt. Das ganz Besondere an Roon ist, dass es quasi alle, irgendwie in einem Netzwerk oder in einem Massenspeicher oder in einem der beiden Streaming Dienste Qobuz und Tidal vorhandene Musik in einem dynamischen Datenbanksystem organisiert. Dabei liefert es zusätzliche Informationen und Querverweise zu den Musikern bis hin zu anstehenden Tournee-Daten. Was Roon so im Einzelnen so einzigartig am Markt macht, können Sie [hier] nachlesen.

Seit bald einem Jahr bietet Roon aber auch selbst zwei kleine Rechner an, die dieses Programm gleich installiert haben. Diesen kann man durch Einbau einer Festplatte vom Streamer zum Server ausbauen. Das Außergewöhnliche am Nucleus und am Nucleus+ ist, dass deren Software auf lediglich die Funktionen reduziert ist, die fürs Musikhören nötig sind. Meines Wissens sind das lediglich 13 Prozesse, die von den üblichen 1000 übrigbleiben, die ein normaler Computer sonst im Hintergrund abarbeitet!

Wie man gut auf beiden Bildern erkennen kann, besteht das Nucleus-Gehäuse aus einem einzigen Kühlkörper, sodass man einen lüfterlosen Betrieb genießen und ihn entsprechend nah zum USB-DAC stellen kann. Und wie man ebenfalls erkennen kann, arbeitet der Nucleus ausschließlich mit Netzwerkkabel, also ohne WLAN-Antennen.

Die Rückseite des Roon Nucleus: Anschlüsse und Ein- und Ausschalter (links)

Einen Tropfen eines „mit Gewürzen und Kräutern aromatisierten und aufgespriteten Wein mit einem vorgeschriebenen Alkoholgehalt“ [Wikipedia], also einen Wermutstropfen, hat dieses vollumfängliche Paket aber dann doch: Nach dem Erwerb eines Nucleus oder Nucleus+ muss man zusätzlich noch eine Lizenz für deren Nutzung in Höhe von 500.- $ erwerben, die allerdings lebenslang gilt. Aber als Ihr Versicherungsvertreter in Sachen Hifi-Zufriedenheit sage ich Ihnen gerne, was das als Prämie pro Tag ausmacht.

Und wenn Sie wissen möchten, wie ich nun doch noch auf den Roon gekommen bin, um ihn an dieser Stelle darzustellen, dann lesen Sie einfach mal die aktuellen und superguten Tests in der Audio Test 03.2019 unter dem Heftttitel „Archivieren wie die Profis“ als auch Teil 2 des Praxisberichts in der gerade frisch erschienenen Fidelity unter dem Arbeitstitel „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“.

Wenn dann nicht der imaginäre Groschen fällt?!

Das isser ja, der Groschen. Kennt den noch jemand?


Die Übergangszukunft: Streaming-fähige Hifi- und High End-Verstärker

Sie haben noch passive Lautsprecher? Echt? Und die finden Sie auch noch immer noch gut oder zu schade zum Entsorgen? Aber Sie sind trotzdem an den neuen Medien interessiert? So wie Streaming, Internet-Radio oder gar Zugriff auf einen Server, auf den Sie möglicherweise Ihr eigene Musik aufgespielt haben? Ihnen kann geholfen werden!

Die neue Gattung Hifi-Gerät ist ein Verstärker*, der das Streaming-Modul gleich mit eingebaut hat. Oft bietet er auch noch weiteren, digital arbeitenden Geräten Zugang über entsprechend koaxial-digitale oder über opto-digitale Eingänge.

Die Optionen, die der FLSV jetzt schon anbietet, beginnen bereits bei 400.- €! Der wirklich kleine D-Stream WAMP200 verfügt über eine wirklich gut funktionierende App(likation = Anwendung), von der sich auch so mancher selbst ernannter Branchenprimus wirklich eine richtig dicke Scheibe abschneiden könnte! Zusätzlich verfügt der WAMP200 über einen optischen Digitaleingang zum Beispiel zur Einbindung eines Fernseh-Receivers sowie sogar über einen analogen Anschluss, falls Sie einen echt anachronistischen Plattenspieler in Ihr System einbinden wollten.

D-Stream WAMP200 von der Anschlussseite aus gesehen

Eine halbe bis ganze Etage höher angesiedelt ist der WXA-50 von Yamaha, der auf dieser Webseite schon häufiger erwähnt wurde und somit zu den Pionieren in diesem Subgenre zählt. Auch er hat mindestens das oben Genannte zu bieten, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, ein mehr als vollständiges Multiroom-System namens MusicCast eindrucksvoll zu ergänzen. Hier werden nicht nur kleinere bis mittelgroße Lautsprecher mit Streaming-Funktion angeboten, sondern quasi alle Produktkategorien bis hin zum größten Heimkino-Boliden! Außerdem bietet das Gerät einen Subwoofer-Ausgang zur Ergänzung von Kompaktboxen, wie sie der FLSV aus Überzeugung zu Hauf anbietet.

Yamaha WXA-50, richtig kompakt und richtig gut

Es war klar, dass auch das folgende Gerät wieder Erwähnung finden wird, auch wenn seine Ausstattung alles sprengt, was sonst noch in dieser Kategorie angeboten wird. Ja, der CocktailAudio X35 kann CDs rippen. Ja, der X35 kann deren digitalen Inhalt auf einem internen Speicher ablegen und wird so zum Server. Ja, der X35 hat sogar je einen UKW und DAB+-Empfänger eingebaut. Ja, der X35 bietet auch Plattenspielern einen Anschluss samt Aufnahmefunktion. Jajaja!

Der ganz schön volle Rücken kann auch den Multi-User entzücken

Eine ganz andere Duftmarke setzt der Lumin M1, der völlig reduziert daherkommt. Hier wird ein externer NAS-Speicher oder eine mobile Festplatte vorausgesetzt, sollte man nicht einen der vielen Streaming Dienste als Programmquelle wählen. Ganz klar auf der Habenseite ist die Bedienoberfläche (App) zu nennen. Mit seiner Class D-Endstufe treibt er ziemlich viele Lautsprecher aus unserem reichhaltigen Lautsprecher-Programm an.

Lumin M1 Rückseite

Selbstredend gibt es in diesem Produktsegment noch ganz andere Kaliber auf der wie immer nach oben offenen Preisskala. Und wir sind uns auch ziemlich sicher, dass es in den nächsten Jahren kaum noch eine Neuentwicklung in diesem Verstärker-Sektor geben wird, die kein Streaming implantiert haben wird.

Es bleibt spannend!

*Wir klammern an dieser Stelle auch unsere AV-Receiver für die Beschallung eines Heimkinos explizit aus, obwohl diese Gattung stets Vorreiter in Sachen Ausstattung war, gerade auch bei der Netzwerk-Anbindung.

Neuzugang bei den Streamern: Auralic Aries Mini

Nachdem wir ja den größeren der großen Brüder, den Auralic Aries, das ist der mit dem dicken Netzteil, als einer der ersten Fachhändler in der Vorführung hatten, kommt nun der langersehnte, weil über mehrere Wochen nicht lieferbare kleine Bruder Auralic Aries Mini ebenfalls beim FLSV in Bamberg zum Einsatz.

Und der kleine, große Mini, den man mit derselben App (Lightning DS) bedient, hat dem größeren Modell sogar einiges voraus. Da ist zum einen der eingebaute Digital-/Analog-Wandler (DAC) zu nennen, der einen direkten Anschluss an jede Hifi-Anlage mit Hochpegeleingängen erlaubt. Außerdem lässt sich eine 2,5″-Festplatte in den Boden einsetzen, so dass er zu einem Music Server mutiert!

Dass auch noch der realtiv* hochauflösende Streaming Dienst Tidal implantiert ist, sei nur am Rande erwähnt, weil es auch schon beim Aries der Fall ist. Das Gesagte trifft auch auch die Option zu, das kleine Wunderkästchen mit einem kräftigeren Netzteil und somit mit großem akustischen Nutzen zu tunen. Aber das kann man jederzeit auch nachträglich tun, um den finanziellen Einstieg bei einem ganz großen Schein zu begrenzen.

Dass der Aries Mini in der Welt der Tests eingeschlagen hat wie ein Bömbchen, sei an dieser Stelle zwar erwähnt, aber glauben brauchen Sie es deswegen noch lange nicht. Denn wie immer beim FLSV heißt es: Probieren geht dem Studenten über alles! Oder so ähnlich.

Es bleibt spannend!

Auralic Aries Mini 2

Anschlusseite des Auralic Aries Mini

* Tidal verspricht immerhin CD-Qualität und das sind 16 Bit/44.1kHz.

Netzwerk und Streaming und damit auch Multiroom

Die Boom-Gattung momentan. Sie verspricht Musik ohne physischen Datenträger immer und überall, egal, ob man auf Internetradio, auf Streaming-Dienste wie z.B. WIMP oder auf den auf einer separaten Festplatte (NAS) gespeicherten eigenen Datenbestand zugreift.

Wer sich auf diesem relativ neuen Gebiet noch nicht so auskennt und seine Berührungsängste überwinden möchte, der liest am besten den [hier] hinterlegten, besonders ausführlichen, dennoch leicht verständlichen und bebilderten Artikel.

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