Beiträge

Tolles Zubehör für Digitalos: Matrix X-SPDIF 2

Was tun, wenn Sie sich für einen meiner beiden tollen Music Server, also den Soul M oder den Roon Nucleus interessieren würden, die ihrerseits aber lediglich über die USB-Ports Daten annehmen und ausgeben, Sie aber nur einen hochwertigen Digital-Analog-Wandler (DAC) mit den klassischen 3 Digitaleingängen (Coaxial, TOSLink und AES/EBU) hätten,

der also nicht über eine sogenannte Externe Soundkarte verfügt? Denn so könnten Sie diese entweder nicht direkt, sondern nur übers heimische Netzwerk nutzen. Und das wäre schade, verschenkt diese indirekte Verbindung doch einiges an Klangqualität und reagiert auch deutlich langsamer zum Beispiel nach einer Befehlseingabe.

Aber es gibt wie immer Abhilfe beim FLSV in Bamberg. Wir verwenden seit Jahr und Tag hierfür die USB-Bridge von Matrix Audio, aktuell in der Version X-SPDIF 2, die wie viele andere tolle Produkte hierzulande von Robert Ross vertrieben werden. Neben der Grundfunktion, die Daten der Festplatte von USB nach Coaxial mit 75 Ohm, Digital optisch, AES/EBU mit 110 Ohm und auch der aktuellen Variante von I²S per HDMI-Kabel zu transferieren, ist es neben dem prinzipiell tollen Klang auch die Möglichkeit, alle klangmindernden „Funktionen“ von Microsoft Windows zu umgehen. Außerdem wird ein sogenanntes Reclocking vorgenommen, wobei der Matrix X-SPDIF 2 sozusagen den Takt vorgibt, dem die nachfolgenden Geräte folgen müssen.

Der Matrix X-SPDIF 2 verarbeitet PCM-Signale bis 32 Bit und 768 Kilohertz und einen DSD-Datenstrom mit bis 11,6 Megahertz an der I2S-Schnittstelle! Somit können alle nur erdenklichen Digitalformate nicht nur auf dem PC/Mac/Linux-Rechenknecht gelagert, sondern auch weitergegeben werden.

Dass der X-SPDIF 2 noch weitere Einstellmöglichkeiten bietet, wie zum Beispiel die Belegung der Kontakte der HDMI- Schnittstelle für die I2S-Signale zu verändern und die DSD-Ausgabe nativ oder per DSD over PCM (DoP) zu wählen, sei hier nur am Rande genannt. Wichtiger ist, dass man entweder das beigelegte Netzteil oder besser gleich das deutlich stabilere Zusatznetzteil Keces P3 (Vertrieb wiederum Robert Ross, siehe oben) verwendet, um die Spannungsversorgung des Matrix nicht auch noch dem sendenden Geräts aufzubürden.

Noch besser und schneller wird es, wenn der Music Server über einen eigenen WLAN Access Point verfügt, wie es der Soul M anbietet. Hier kann man sogar den Router umrouten und so die ganze Strecke „Music Server – Router – Streaming Bridge oder Streaming Client – DAC“ auf ein Minimum, also auf „Music Server – DAC“ reduzieren. Sie glauben ja gar nicht, wie viel das klanglich ausmacht! Aber der nominelle Nachteil hiervon sei auch genannt: Wenn Sie so Musik hören, können Sie in dieser Zeit nicht parallel im WWW surfen, ohne stets zwischen den beiden WLANs umzuschalten. Also dann doch lieber nur Musik Hören!

Wer es noch eine Spur nobler und somit auch klanglich besser, aber auch eine Ecke teurer haben will, der greift zur Hydra Z von Audiobyte.

Liebling, ich habe die KEF LS50 Wireless geschrumpft

Tatsächlich sieht die nagelneue und vom renommierten Produktdesigners Michael Young federführend gestylte KEF LSX aus der Ferne wie eine LS50 Wireless im Bonsai-Format aus. Die Formensprache als auch die Proportionen sind mehr als ähnlich, wären da nicht die schicken Textilien von Kvadrat aus Dänemark. Diese sind derzeit in 5 trendigen Farben erhältlich, die sich zudem recht angenehm anfühlen. Aber nur schön wäre doof, wie wir von weiblichen und erst recht männlichen Menschen wissen. So hat die LSX fast die identische Ausstattung der LS50 Wireless, profitiert aber in mehrerer Hinsicht vor der wohl nie stehen bleibenden technologischen Entwicklung. Lediglich die – für mich allerdings essentielle – externe Soundkarte zur direkten Anbindung von Computer-basierenden Musikservern fehlt. Wer alles übers Netzwerk regelt, der hat hier aber keine Nachteile. Wen das extrem aufwändige Innenleben der KEF LSX interessiert, dem sei dieses Video empfohlen. Wer sich nicht an der Nase herumführen lassen und sich nicht hinters Ohr gehauen fühlen möchte, der komme ganz unbeschwert zum FLSV und staune über das jede physikalische Große weit überragende Klangbild der neuen KEF LSX. Dass auch kleines Hifi und vor allem bezahlbares Hifi in Bamberg angeboten wird, beweist der FLSV mit den LSXen mal wieder nachdrücklich!

Die Übergangszukunft: Streaming-fähige Hifi- und High End-Verstärker

Sie haben noch passive Lautsprecher? Echt? Und die finden Sie auch noch immer noch gut oder zu schade zum Entsorgen? Aber Sie sind trotzdem an den neuen Medien interessiert? So wie Streaming, Internet-Radio oder gar Zugriff auf einen Server, auf den Sie möglicherweise Ihr eigene Musik aufgespielt haben? Ihnen kann geholfen werden!

Die neue Gattung Hifi-Gerät ist ein Verstärker*, der das Streaming-Modul gleich mit eingebaut hat. Oft bietet er auch noch weiteren, digital arbeitenden Geräten Zugang über entsprechend koaxial-digitale oder über opto-digitale Eingänge.

Die Optionen, die der FLSV jetzt schon anbietet, beginnen bereits bei 400.- €! Der wirklich kleine D-Stream WAMP200 verfügt über eine wirklich gut funktionierende App(likation = Anwendung), von der sich auch so mancher selbst ernannter Branchenprimus wirklich eine richtig dicke Scheibe abschneiden könnte! Zusätzlich verfügt der WAMP200 über einen optischen Digitaleingang zum Beispiel zur Einbindung eines Fernseh-Receivers sowie sogar über einen analogen Anschluss, falls Sie einen echt anachronistischen Plattenspieler in Ihr System einbinden wollten.

D-Stream WAMP200 von der Anschlussseite aus gesehen

Eine halbe bis ganze Etage höher angesiedelt ist der WXA-50 von Yamaha, der auf dieser Webseite schon häufiger erwähnt wurde und somit zu den Pionieren in diesem Subgenre zählt. Auch er hat mindestens das oben Genannte zu bieten, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, ein mehr als vollständiges Multiroom-System namens MusicCast eindrucksvoll zu ergänzen. Hier werden nicht nur kleinere bis mittelgroße Lautsprecher mit Streaming-Funktion angeboten, sondern quasi alle Produktkategorien bis hin zum größten Heimkino-Boliden! Außerdem bietet das Gerät einen Subwoofer-Ausgang zur Ergänzung von Kompaktboxen, wie sie der FLSV aus Überzeugung zu Hauf anbietet.

Yamaha WXA-50, richtig kompakt und richtig gut

Es war klar, dass auch das folgende Gerät wieder Erwähnung finden wird, auch wenn seine Ausstattung alles sprengt, was sonst noch in dieser Kategorie angeboten wird. Ja, der CocktailAudio X35 kann CDs rippen. Ja, der X35 kann deren digitalen Inhalt auf einem internen Speicher ablegen und wird so zum Server. Ja, der X35 hat sogar je einen UKW und DAB+-Empfänger eingebaut. Ja, der X35 bietet auch Plattenspielern einen Anschluss samt Aufnahmefunktion. Jajaja!

Der ganz schön volle Rücken kann auch den Multi-User entzücken

Eine ganz andere Duftmarke setzt der Lumin M1, der völlig reduziert daherkommt. Hier wird ein externer NAS-Speicher oder eine mobile Festplatte vorausgesetzt, sollte man nicht einen der vielen Streaming Dienste als Programmquelle wählen. Ganz klar auf der Habenseite ist die Bedienoberfläche (App) zu nennen. Mit seiner Class D-Endstufe treibt er ziemlich viele Lautsprecher aus unserem reichhaltigen Lautsprecher-Programm an.

Lumin M1 Rückseite

Selbstredend gibt es in diesem Produktsegment noch ganz andere Kaliber auf der wie immer nach oben offenen Preisskala. Und wir sind uns auch ziemlich sicher, dass es in den nächsten Jahren kaum noch eine Neuentwicklung in diesem Verstärker-Sektor geben wird, die kein Streaming implantiert haben wird.

Es bleibt spannend!

*Wir klammern an dieser Stelle auch unsere AV-Receiver für die Beschallung eines Heimkinos explizit aus, obwohl diese Gattung stets Vorreiter in Sachen Ausstattung war, gerade auch bei der Netzwerk-Anbindung.

Portfolio Einträge