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Neuer Referenz-Schallplattenspieler beim FLSV: der Dörndeibel!

Da reibt sich nicht nur MM verwundert die Augen, was es heutzutage an tollen Angeboten im analogen Sektor gibt! Beinahe übersehen hätte der Verfasser dieser Zeilen dieses auch optisch wunderschöne Laufwerk der Referenzklasse.

Und da sind wir wieder mal bei den Wortklaubereien, denn Referenz bedeutet ja nicht, dass es sich um das absolut Beste handelt, sondern lediglich um einen Vergleichsmaßstab für andere Modelle.* Dabei kann es sich aber schon um die Krönung der jeweiligen Schöpfung handeln, muss es aber eben nicht!

Eine Referenz für die größtmögliche Ausstattungsvielfalt bei kleinstmöglichem Preisschild und der damit einhergehenden totalen Qualitätsarmut wurde mir vor wenigen Tagen von einer Kundschaft vorgelegt, die für die Pretiose eine neue Nadel wünschte. Hier war wohl vorher kein gescheiter Ton aus dem Trumm zu vernehmen.

Einmal alles mit allem, bitte!

Aber nach der Inspektion aller von außen sichtbaren Bauteile war klar: Hier ist nichts kaputt und hier fehlt auch keine Nadel!** Das Ding kann einfach nicht anders, als richtig unrichtig zu klingen.

Rot und makellos: die Abtastfräse

So kamen Fachberater MM und seine Kundschaft*** schnell überein, dass diese Schallplattenvernichtungsmaschine auf den Sondermüll gehört. Jedenfalls ist der Preis zweier neuer Schallplatten höher als der Gestehungspreis für dieses holzfarbene Ungetüm.

Auch wenn es hier vornehmlich darum ging, die Spannung aus der Diskussion zu nehmen, warum denn ein nahezu neues Gerät dennoch aus dem Dreh-Verkehr zu nehmen sei, anstatt es zu benutzen, kann MM hier wieder seine Litanei von den Vorteilen des örtlichen Fachhandels gegenüber dem Online-Handel ansetzen und damit die viel beschworene Spannung wieder anheizen.

Auch eine Art Spannungsregler…

* Das habe ich übrigens vor über 20 Jahren bei DALI in Nørager gelernt. Dort wird in einer ewig langen Vitrine stets ein Modell einer Baureihe aufbewahrt und somit auch ausgestellt, das für alle anderen Modelle derselben Baureihe als Maßstab dient. So wurden – und werden wohl auch immer noch – auch diejenigen Lautsprecher aussortiert, die die Vorgaben aller erwünschten Parameter übertreffen.

** Eigentlich müsste es an dieser Stelle richtiger heißen: Hier ist nichts kaputt, außer alles! Oder noch besser: Anstatt „… hier fehlt auch keine Nadel!“ müsste es eigentlich heißen: „… hier fehlt auch kein Nagel!“

Auch eine Kunst: Nadeleinschub samt Nadelträger und Abtaststift aus einem Guss!

*** In diesem Fall ist MM gerne der Esel, der sich zuerst nennt. Denn die Bewahrung vor der Schändung von Kulturgut, wie es hochwertige Schallplatten nun mal darstellen, ging hier primär ganz klar von MM aus. Aber nach nur wenigen Augenblicken waren sich beide Parteien überaus einig darüber, dass es nur unwesentlich kostenaufwändiger ist, sich eine gute Phono-Anlage aus dem Second Hand-Bereich aus dem Angebot des FLSV in Bamberg zusammen zu stellen.

Unser Beitrag am 20. April 2024 zum RSD = Record (vor dem) Store Day

Nein, MM hat seine private Schallplattensammlung nicht aufgelöst! Vielmehr hat er dieses Konvolut deutschen Kulturgutes heldenhaft einer älteren Dame ausgelöst* und, ganz ähnlich Wikipedia und anderen uneigennützigen NGOs**, der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

Tatsächlich musste in diesem Haushalt wohl für drastische Reduktion gesorgt werden und ich konnte die Vorbesitzerin ja nicht wieder mit vollen Händen gehen lassen, in dem Fall bis hinter Coburg. So haben wir aus der Not eine Untugend gemacht und nahezu alle Schallplatten am Samstag, dem berühmt-berüchtigten Record Store Day 2024, nach Ladenschluss vor das Kleine Vorführstudio des FLSV in Bamberg gestellt.

Jetzt half nur noch Hoffen und Beten, dass auch andere Menschen einen derart exquisiten Geschmack wie die Vorbesitzerin haben und sich erbarmen, möglichst viele bis alle Schallplatten mitzunehmen. Und wissen Sie was? Es gibt bis heute immer noch keinen Plattenspieler samt Tonabnehmer und Tonarm, der sich weigern würde, derartige Perlen des Musikgenusses abzuspielen!

Auch das Rahmenprogramm an diesem Reinem-Senf-Day war vom Feinsten, obwohl der passend zu den weltbesten Weißwürsten eher süß als fein war. Und die Rindswürste waren so lecker, dass sie am besten ganz ohne schmeckten. Danke an Jens in der unterfränkischen Ferne und Achim vor Ort!

Sie sehen, es ist nicht nur viel spannender beim örtlichen Bamberger Fachhandel für High-Fideles und erst recht High-Endiges, sondern auch viel geschmackvoller!

* Jetzt kennen Sie sogar den Unterschied zwischen aufgelöst und ausgelöst!

** Non-Governmental Organization = englisch für Nichtregierungsorganisation.

Na, wie war es denn so, das erste Live-Konzert? Tom Schwoll am 19. April 2024 beim FLSV!

Wie auch bei den anderen großen Veranstaltungen des Fränkischsten Lautsprecher-Vertriebs in Bamberg, war es erst mal viel Arbeit, die (gar nicht viel zu) vielen Lautsprecher im Sortiment des FLSV so im Großen Vorführstudio so zu drapieren, dass auch genügend Stehplätze für das geneigte Publikum zur Verfügung stehen werden. Aber komisch: Irgendwie hat es doch wieder geklappt! Sogar so, dass der Künstler Tom Schwoll nicht nur zwei kleine PA-Lautsprecher samt Mikrofon stellen konnte, sondern auch die eigens dargereichten Leckereien für beide Beteiligten samt Ruhekissen Platz fanden.

Beide Beteiligte? Es hieß doch, es sei ein Solo-Konzert! Ja, Tom wurde durch Bruno begleitet, der seine eigene Show parallel zur Musikdarbietung bekam.

Nachdem Heinz-Peter Völkel vom Analog-Treff e.V. Nürnberg, der eigentliche Organisator des Konzerts, seine Grußworte an den Künstler als auch ans Publikum richtete und dabei auch auf seine am Samstag, dem 20. April folgende Konzertveranstaltung mit Tom Schwoll samt Recording Session hinwies, ging es los.

In zwei Sets spielte Tom auch viele Lieder seines neuen Albums Kummerkumpels und moderierte jeden Titel mit sehr persönlichen Anmerkungen.

Und am Ende eines jeden Songs, wenn der Applaus eingesetzte, kam stets Bruno mit einem kräftigen Bellen in die Arena gelaufen. War er wohl der heimliche Star des Nachmittags?

Dass es nicht nur Bruno an diesem regennassen und deswegen besonders intensiven Nachmittag in Bamberg gefallen hat, kann man auf Toms Facebook-Seite auch daran erkennen, dass er ein kleines Video nach dem Konzert aus dem Kleinen Vorführstudio hochgeladen hat!

Sie merken mal wieder, auch schlechtes Wetter kann die spannende Stimmung beim FLSV in Bamberg nicht trüben! Und ich kann jetzt schon orakeln, dass sich ganz bald die Anzahl der Konzerte in diesen besonderen Räumlichkeiten für Hifi und High End verdoppelt haben wird!

So geht mein Dank neben Heinz-Peter auch an Uli von Stockhausen, ebenfalls vom Analog-Treff e.V., für die Arbeit im Hintergrund samt Aufzeichnung des Konzerts und Interview für Archiv-Zwecke und Radio-Verwertung. Außerdem danke ich Uta und Achim für vielerlei kleine, aber ebenso entlastende Arbeiten an diesem besonderen Tag vor Ort, die mich neben der dennoch in Anspruch genommenen Beratungsarbeit an einem ansonsten normalen Arbeitstag deutlich entlastet haben. Und nochmals an Tom Schwoll und auch an Bruno fürs schöne Konzert!

Live-Musik beim FLSV in Bamberg? Das kann nur ein April-Scherz sein!

Tatsächlich ist heute der 1. April, also der Tag, an dem schon mal der eine und die andere, wenn nicht sogar das andere auf den Arm genommen wird.* Aber es kommt an dieser Stelle keine Zote wie „MM geht nie in Rente!“ oder gar „MM geht in Rente!“, sondern es wird die lapidare Sensation angekündigt, dass es nach nur 39 Jahren des Bestehens erstmalig ein Live-Konzert beim FLSV geben wird!

Aufgrund einer Initiative von Heinz-Peter Völkel** vom Analog-Treff in Nürnberg wurde Tom Schwoll alias Fleur de Malheur nicht nur für einen Auftritt, sondern sogar zu einer Recording Session*** am Samstag, dem 20. April 2024 dorthin eingeladen. Bald kam der Gedanke auf, die Lücke im Terminplan davor mit einem Auftritt von Tom Schwoll in Bamberg zu füllen.

Nach kurzer Überlegung ob der neuartigen Form, Musik mal von der Entstehungsseite und nicht wie in der High Fidelity und erst recht nicht im High End ausschließlich von der Wiedergabeseite zu betrachten, hat MM zugestimmt.

Und so ergeht die Herzliche Einladung an alle Kunden und andere Leser dieser frohen Botschaft****, sich am Freitagnachmittag, dem 19. April 2024 so gegen 16.00 Uhr in die Innere Löwenstraße 6 zu Bamberg aufzumachen, um den Klängen und Botschaften von Tom Schwoll und seiner Vorstellung seines neuen Albums „Kummerkumpels“ zu lauschen.

Vielleicht bringt Tom Schwoll davon auch ein paar seiner ganz frisch gepressten Long Player (LP) mit. Immerhin ist dieses Album auch schon bei Discogs gelistet!

Ja, aber was erwartet Sie denn an musikalischen und, hier genauso wichtig, textlichen, Qualitäten? Das zu umschreiben trete ich gerne ab an die ganz offizielle Presseerklärung, die Sie hier nachlesen können.

Der Eintritt ist frei.***** Allerdings bitte ich Sie jetzt schon, den bereitstehenden Hut fürstlich zu bestücken. Schließlich steckt in einem solchen Konzert samt An- und Abfahrt eine Menge Aufwand, der ja nicht nur Geld kostet. Und in Zeiten von Spotify und Konsorten und deren unterirdischer Entlohnung sind die Künstler erst recht auf Konzerte angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Denn sonst gibt es bald keine mehr, zumindest die kleineren und kleinsten Acts nicht! Und bedenken Sie dabei, wie oft Sie ein Konzert wie diesem von Tom Schwoll besuchen können, während Sie bei T. S., dem Mega-Star der Gegenwart, bis zu 240.- € bezahlen müssen, um in der ersten Reihe zu sein.

Dass es beim FLSV doch noch mal sooo spannend werden würde, hätte selbst MM nicht gedacht. Aber dafür ist der stationäre Fachhandel ja bekannt, dass er sich stets erneuert und immer wieder selbst erfindet.

Ich freue mich auf Sie und euch und uns und Tom Schwoll!

* Wussten Sie, dass beim Scherz am 1. April der Unterschied zwischen Flunkern und Lügen schnell und eindeutig zu erklären ist? Denn am heutigen Tag werden die erfundenen Geschichtchen unmittelbar nach der Erzählung aufgelöst! Und wenn dann lauthals ein triumphales „Neigeleecht!“ nachgeschoben wird, freuen sich (hoffentlich) alle Beteiligten über den (hoffentlich) gelungenen Scherz!

** Ganz vielen Gästen und Kunden ist HP nicht nur durch die Vorführungen seiner MA-1 genannten Tonbandmaschine während der beiden letzten Veranstaltungen im Rahmen der Bamberger Analog-Tage (BAT) bekannt.

*** Andreas Sandreuther hat wie immer in diesem Zusammenhang an dem technisch gelungenen Endergebnis dieser Aufnahme seine kundigen Finger drin!

**** Schließlich ist heute nicht nur der 1: April, sondern in Personalunion auch noch Ostermontag!

***** Sie kennen ja bestimmt den Unterschied zwischen kostenlos und umsonst, oder? Sie müssen die Begriffe nur einsetzen in folgenden Satz: „Meine Bildung war….“

Spätlese zu den Bamberger Analog-Tagen 2023

Da war doch noch was! Etwas, das in der Nachlese zu den dies- und auch zehnjährigen BAT 2023 noch nicht berücksichtigt wurde. Das wäre aber schade, wenn ich hier was unterschlagen würde. Fangen wir also an!

Schlicht und elegant, schlicht und ergreifend gut in Funktion und Klang: der neue Vollautomat Pro-Ject A2.

Auf diesem Bild sehen Sie einen der allerersten verfügbaren Pro-Ject A2, einen Vollautomaten, der das Versprechen einlöst, der erste seiner Art zu sein, bei dem die Start-Stopp-Automatik den Tonarm während der Wiedergabe nicht behindert. Dass dieser Dreher auch noch ausgesprochen schick aussieht, schadet ihm aber auch nicht. Bestückt ist er mit dem Ortofon 2M Red, das ja auch nicht von schlechten Eltern ist.

Wie bei Pro-Ject Audio üblich sind auch die verwendeten Tonabnehmer niemals unter Wert des Plattenspielers, hier der Ortofon 2M Red.

Leider hatte es (nur) diese Neuheit nicht mehr rechtzeitig zu den BAT 2023 geschafft. Aber jetzt kann man das Teil beim FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 zu Bamberg bewundern.

Kleiner Zettel, große Wirkung, denn hier geht es vom Großen Vorführstudio sonst etwas versteckt ins High End-Heimkino.

Um die große Attraktion im kleineren High End-Heimkino ob der noch größeren Attraktion im Großen Vorführstudio womöglich doch noch zu übersehen, habe ich auf Anraten einen kleinen Hinweis unterhalb der Treppe nach da oben angebracht. Tatsächlich war diese Routenführung hilfreich, denn dort oben wurde ja nicht nur Musik mit Genuss gehört, sondern auch der 1. PRV Oberfrankens gegründet.

Das Bild kennen Sie schon. Aber sind sie nicht wirklich schön anzusehen, die klanglich bestens zueinander passenden Komponenten?

Durch eine Änderung bei den Plattenspielern und den wunderschönen Headshells von Ergotech* kam das neue kleine Moving Coil-Tonabnehmersystem von Skyanalog, das P-1M leider nicht zum Einsatz. Aber das wird nicht mehr lange dauern, bis MM einen adäquaten Einsatzzweck für dieses extrem Preis-werte MC gefunden hat.

Die Ausstattung und der Klang des P-1M spotten dem aufgerufenen Preis dieses Einsteiger-MC-Tonabnehmersystems von Skyanalog.

Dass der Laden auch an Stellen besonders dekoriert war, die nicht sofort ins Auge fielen, sei hiermit bewiesen. Zwei Akustikelemente oben auf dem großen Kabelabroller wurden als Setzkasten zweckentfremdet, auch wenn es dann doch eher ein Wurfkasten wurde. Hier sind viele hundert originale Ersatznadeleinschübe noch mit der Preisauszeichnung in Deutscher Mark zu sehen. Diese stammen aus einer Auflösung eines fränkischen Elektro-Marktes auf der ehemals grünen Wiese.

Sollten Sie ab sofort eine historische Nadel vulgo einen seltenen Ersatznadeleinschub suchen, dann fragen Sie beim FLSV nach.

Sie fragen zu Recht, was es denn nun mit dem Titelbild auf sich hat? Ganz einfach: Zu allen Bamberger Analog-Tagen der letzten Jahre bitte ich Frau Ganzenberg von Sieveking Sound, mir ein kleines Potpourri an audiophilen Schallplatten zusammenzustellen, so auch dieses Jahr. Frau Ganzenberg hat hier völlig freie Hand bei der Auswahl. Und noch nie war ein Titel darunter, der überhaupt niemanden angesprochen hätte! Vielen Dank nochmals auch von dieser Stelle für diesen tollen Service!

So bleibt mir zum baldigen Jahresende nur noch, Ihnen ruhige Tage, lecker Essen und Trinken sowie gutes Wetter und dazu passende Kleidung zu wünschen. Mögen wir die Spannung auch weiterhin aufrecht zu halten!

Und nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das Ladengeschäft nach den Weihnachtsfeiertagen erst wieder am Donnerstag, dem 28. Dezember 2023 geöffnet sein wird. Mails an munk@flsv.de werden aber stets gelesen und beantwortet.

* Diese wurden durch Montage auf einem Koshin Tonarm und einem Laufwerk von Micro-Seiki und dem Palo Santos als absolutes Tonabnehmer-Spitzenmodell von Sumiko nicht nur optisch dramatisch aufgewertet.

Luxus pur: Plattenklemme ARS M1 von Ars Machinae

Welche Aufgabe hat eine Plattenklemme bei Plattenspielern? Genau: Sie klemmt die Platte platt! Das alleine wäre jetzt aber doch zu einfach gedacht, weil man hier auch einiges falsch machen kann. Eine Plattenklemme ist zunächst nicht für alle Plattenspieler geeignet, denn das Lager sollte schon für diese Mehrbelastung ausgelegt sein. Wenn Sie eine Plattenklemme wie die ARS M1 von Ars Machinae auf einem zu kleinen Laufwerk verwenden, wird das Lager bestimmt mahlende Geräusche nicht nur bei Mahlers Kindertotenlieder von sich geben. Und bei sogenannten Subchassis-Laufwerken wie die von Linn und anderer alten Thorens müssen die Federn entsprechend nachjustiert werden, damit das Chassis nicht in den Seilen hängt, wie ein Segelboot bei Windstärke 6.

Gehen wir also von gut geeigneten Masse-Laufwerken aus, wie sie der FLSV zuhauf im Portfolio führt. Hier schadet also das stattliche Gewicht von deutlich über 500 Gramm keinesfalls. Und erst jetzt kommt die Plattenklemme zu ihrer namensgebenden Aufgabe, dass sie nämlich die nicht immer zwingend plane Schallplatte über die Fläche das Labels beschwert und so an den Plattenteller beziehungsweise an dessen Plattentellermatte klemmt. Alleine dadurch, dass der Tonarm nicht mehr im Wellenritt durch die Plattenrillen geführt wird, wird die Wiedergabe deutlich ruhiger, ohne auch nur dabei ansatzweise Dynamik einzubüßen.

In alu natur und in schwarz eloxiert erhältlich: Plattenklemme Ars machinae ARS M1

Aber die Ars Machinae ARS M1 bietet noch einen zusätzlichen, klangfördernden Vorteil mit sich. Durch deren einzigartige Füllung mit Wolfram, von einem Granulat zu sprechen wäre hier in der Tat eine grobe Vereinfachung, da es sich wegen seiner Feinheit eher und ganz eindeutig um ein Pulver handelt, werden selbst feinste Resonanzen, die sich als Resultat aus vielen sich bewegenden, also mechanischen und auch von elektronischen Parametern als Störschwingungen zeigen, über den ganzen Frequenzbereich weitestgehend eliminiert!

Auch wenn die Silikon-Auflage auf der Unterseite bestimmt bis garantiert auch schon Resonanz-dämpfend wirkt, ist deren Aufgabe aber in erster Linie eher, das Label der Schallplatte zu schonen.

Gummierte Unterseite zur Schonung des Plattenlabels

Die Ars Machinae ARS M1 ist in alu natur oder schwarz eloxiert erhältlich. Ob es klangliche Unterschiede zwischen den beiden Ausführungen gibt, werde ich aber erst in meinem nächsten Leben eruieren.

Und wo, bitte schön, ist nun der versprochene Luxus? Die Plattenklemme ist doch kein Luxus, sondern eigentlich ein Pflicht-Zubehör!

Voilà!

Luxus-Schatulle für die ARS M1
Luxus auch in der Luxus-Schatulle

Und wie Sie sehen und fühlen, bleibt es spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

P.S.: Die ARS M1 von Ars Machinae wird an den beiden Tagen der Bamberger Analog-Tage 2021, also am Freitag, dem 3. und am Samstag, dem 4. Dezember, nicht nur im großen Tonabnehmersystem-Systemvergleich eingesetzt, sondern sie wird an diesen beiden Tagen vor Ort zu einem besonders günstigen Preis zu erwerben sein.

Der Sieger des großen Vergleichstest bei den BAT 2017: DUAL 300

Wer bei seinem Besuch der Bamberger Analogtage 2017 am 08. und 09. Dezember 2017 genau aufgepasst hat, dem wird der DUAL 300 nicht aufgefallen sein. Denn das Gerät hat nicht mal außer Konkurrenz zu den vier Modellen im großen Vergleichstest bei den Bamberger Analog-Tagen 2017 teilgenommen.

Aber gleich mehrere Auszeichnungen wären diesem Plattenspieler aus der Frühzeit der Gebrüder Steidinger aus Sankt Georgen im Schwarzwald, wir reden hier von der Zeit Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre!, sicher, nämlich unter anderem der Design-Preis, erste Plätzchen für die gewagteste Farbgebung sowie für den größten Materialeinsatz recyclbarer Materialien.

Und aus diesem Anlass verschenken wir insgesamt 5 Exemplare der Ausgabe meines Lieblings-Magazins MINT, worin der schwärzesten aller Wälder hifi-technisch besonders beleuchtet wird.

Das Programm der Bamberger Analog-Tage am 08. und 09. Dezember 2017

Kurze Vorbemerkung: Wer den nachfolgenden Text deutlich unterhaltsamer als PDF und mit bunten Bildchen garniert lesen möchte, der ist [hier] richtig.

Programm der Bamberger Analog-Tage am 08. und 09. Dezember 2017

Die inzwischen legendären Bamberger Analog-Tage werden heuer einen eher Workshop-ähnlichen Charakter haben. Somit liegt der Fokus des Programms weniger als bei den vorherigen Veranstaltungen auf den aktuellen Neuheiten oder gar auf relativen Superlativen, obwohl auch diese präsent sein werden. Auch wenn diese das Salz in der Suppe sind, werden sie nicht schon an dieser Stelle überstrapaziert. A weng a Schbannung muss scho sein! Und die Bodenhaftung verlieren wir deswegen noch lange nicht, zumindest wenn man sich die Preisschilder an anderer Stelle so anschaut!

Im Großen Vorführstudio werden zum Beispiel aussagekräftige, weil unter identischen Bedingungen stattfindende Vergleiche zwischen gleich vier nahezu preisgleichen Komplettspielern in Echtzeit angestellt werden können. Die Probanden, die in den Ring steigen, heißen von links nach rechts und von oben nach unten: Pro-Ject Xperience SB SuperPackPro-Ject The Classic SuperPack , Pro-Ject RPM 5 Carbon und  MoFi Studio Deck.

Die Phono-Vorverstärkung wird ebenfalls von Pro-Ject gestellt. Hier werden zwei Phono Box DS2, die ja über je zwei identische und somit gleichwertige Eingänge verfügen, verwendet. Den Hochpegel-Part übernimmt diesmal ein Arcam SR250, der nicht nur extrem neutral und somit auch feinfühlig genug klingt, um die Nuancen dieses besonderen Testfeldes an eine unserer derzeitigen Lieblingsboxen weiter zu reichen. Welche das ist? Sie kommt aus England und aus Essen, sie hat nur drei Chassis und wiegt trotzdem weit über 40 Kilogramm, sie hat denselben Vornamen wie der bei James Bond für die besondere Technik zuständige Mann. Ja, genau: Die Q Acoustics Concept 500 wird diesmal ebenfalls im Mittelpunkt stehen, weil sie die subtilen Unterschiede ganz klar darstellen kann.

Außerdem werden wir anhand eines unserer analogen Bestseller mit viereinhalb ausgewählten Tuning-Tipps anschaulich zeigen, wie ein bestehender Plattenspieler durch geeignetes Zubehör klanglich deutlich nach vorne gebracht werden kann. Hier wurde ganz bewusst ein kleiner Pro-Ject Plattenspieler ausgewählt, stellt doch schon der reguläre RPM 1.3 Genie ein wahres Energiebündel dar, der in seiner Preisklasse eigentlich keinen Gegner hat. Dennoch lässt sich dieser Dreher mit diesen Maßnahmen, die sehr wohl auf andere Modelle nicht nur dieses Herstellers zu übertragen sind, Schritt für Schritt sehr deutlich aufwerten. Diese Upgrades sind ja in der Regel relativ preiswert, da man ja dabei nicht gleich die komplette Basis tauschen muss, sondern alle Schritte nach und nach vollziehen kann. Somit wird auch ein Wertverlust beim Verkauf des alten Drehers vermieden.

Welche diese Maßnahmen sind, erfahren Sie dann im Kleinen Vorführstudio.  Auch die Kette, die für diesen Vergleichstest verwendet wird, wird preislich am Boden bleiben, aber die klanglichen Unterschiede beider Modelle locker darstellen können. Wieder wird eine der neuen Phono Boxen DS2 von Pro-Ject für ein faires, naja für ein halbwegs faires Gegeneinander sorgen. Danach geht es in den kleinen Pro-Ject MaiA und von dort aus wiederum in eine kleine Box von Q Acoustics. Diesmal ist es die Concept 20,

einem Lautsprecher, der für gerademal 500.- € fürs Paar ebenfalls Maßstäbe in ihrer Preisklasse gesetzt hat.

Der oben angedeutete, aber an dieser Stelle noch nicht zu verratende Superlativ wird jedenfalls im akustisch bestens präparierten High End-Heimkino zu hören und kaum, aber dafür pointiert zu sehen sein. An Elektronik wird eine immerhin dreiteilige Kombination von Vincent, bestehend aus dem Röhrenvorverstärker SA-T7 und den beiden Hybrid-Monoblöcken SP-T700, aufgefahren. Diese haben nicht nur genügend Dampf, um unsere Dynaudio Special Forty, einem der derzeit besten Kompaktlautsprecher auf dem Markt, adäquat anzutreiben, sondern spielen auch musikalisch, zumindest Preisklassen-bezogen, ganz vorne und das ganz locker mit.

Merke: Bei dem Geheimnis sollte es sich logischerweise, auf Deutsch: folgerichtig um ein Gespann aus Laufwerk, Tonarm, Tonabnehmer und auch Phono-Vorverstärkung handeln. Was kann das wohl sein? Auf jeden Fall eine Kombi-Nation aus Japanern, Deutschen und Österreichern.

Und merke außerdem: Es muss nicht immer Eck-Ju-Face und Bi ‘n‘ Double-View sein, um nicht halbwegs unglücklich und nicht ganz unzufrieden zu sein.*

Jedenfalls werden wieder Repräsentanten und -Onkel der jeweiligen deutschen Vertriebe zu Gast sein und jede Ihrer Fragen erschöpfend, also bis zu Ihrer Erschöpfung, beantworten.

Diverse Plattenwaschmaschinen und ein deutlich für diesen Anlass erweitertes Angebot an Second Hand- LPs runden die Show ab.

Es bleibt also spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

 

*Wir Franken sind ja sehr sparsam mit der Zugabe eigener Hochgefühle. Wir sagen dann meistens und aus Verlegenheit „Basst scho!“ Oder eben oben genannte Äußerung als fulminante Steigerung. Aber wissen Sie, wie die allerhöchste Lobpreisung aus dem Munde eines echten Franken lautet? Ganz einfach: „Besser hätte ich es auch nicht gekönnt!“

Das klare Fazit von Runde 3 der Bamberger Analog-Tage 2016: Schön war’s am Freitag und am Samstag erst recht

Der Freitag begann für mich schon sehr früh,  denn ich musste schließlich die hier abgebildeten Schallplatten erst noch abholen und im Großen Vorführstudio aufbauen. Denn wie an Weihnachten sollte es ja eine Überraschung werden, was an hochwertigen Schallplatten aus dem Klassik-Fach diesmal und wie angekündigt aus dem Ärmel geschüttelt werden sollte. Zum Glück hat mir Jochen B. aus B. noch einen Riesengefallen getan, indem er mir vom örtlichen Baumarkt noch vier große Schallplatten-Wannen besorgt hat. Und außerdem musste das geplante, aber dann doch augenscheinlich völlig untaugliche Untergestell gegen eine weniger gefällige, aber dafür umso solidere Konzeption getauscht werden. Lörning bei duing, hieß das mal früher, heute gäbe es dafür bestimmt eine App, die einen Schritt für Schritt anleitet.

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Dann pünktlich um 10.00 Uhr begann es gleich mit drei Gästen am Stück, die zwar nicht extra aus ihrer hessischen Heimat wegen der Bamberger Analog-Tage 2016, Runde 3 angereist sind, diese aber dennoch als Anlass für einen Besuch in der Inneren Löwenstraße nahmen. Und es ging dann den ganzen Tag munter und zwar ohne Unterlass weiter bis in die späten Abendstunden. Schließlich war mein Coburger Fanclub anschließend auch noch zu Gast*. Wir haben uns vornehmlich die große Anlage im Großen Vorführstudio mit verschiedensten Schallplatten aus dem reichhaltigen Angebot angehört.

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Die große Anlage: Thorens TD124 MK II + SME 3009 S2 + Ortofon SPU #1 E + Yamaha A-S2100 + Duntech The Marquis

*Also: Ich bin natürlich der Club-Fan, aber nur des Coburger Hifi- und Musik-Stammtisches.

Spät ins Bett und früh wieder `raus, denn der Samstag ist traditionell der Besucher-stärkere Tag. Und so war es auch diesmal. Schon vor 10.00 Uhr wurde um Einlass gebeten. Und die Zeit verging im Flug. Sorry an alle, denen ich mich diesmal nicht wie sonst üblich widmen konnte. Danke aber auch an alle Gäste und liebe Kunden, die miteinander geredet und sich ausgetauscht haben. Das hat mich natürlich gerade in dieser Beziehung total entlastet! Und langweilig waren diese Gespräche definitiv nicht, so viel konnte ich sehr wohl heraushören.

Neben der schieren Menge von Klassik-Schallplattem, ausnahmslos höchstwertige Boxen im Bestzustand und zum großen Teil auch mir völlig unbekannter Werke und Komponisten (und das heißt schon was!), gab es auch ein paar Technik-Schmankerln zu beguggen und zu behören.

Im Kleinen Vorführstudio gab es zum Beispiel einen Hörvergleich zweier ähnlicher Ortofon SPU-Tondosen, nämlich des SPU #1 S und des SPU #1 E,

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Ortofon Tondose SPU #1 E auf einem Sony PS-6750, betreut und vorgeführt von einem Repräsentanten der Firma ATR – Audio Trade. DANKE!

einmal über den regulären MC-Eingang des Yamaha A-960 II, übrigens in Bestform vom Yamaha-Service-Techniker meines Vertrauens, Herrn Peter Klahn aus Kaufbeuren, gebracht, und einmal via MC-Übertrager an den ebenfalls vorhandenen MM-Eingang des Yamaha. Die Mehrzahl der Zuhörer favorisierten den Übertrager.

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Hifi-Dealers früherer Traumverstärker Yamaha A-960 II mit Ortofon MC-Übertrager ST-7

Im Großen Vorführstudio lief von insgesamt fünf spielbereiten Analgen mit einem Plattenspieler als Quelle der von Lauschgoldengel Mathias Thurau liebevoll restaurierte Thorens TD 124 MK 2, wiederum bestückt mit einem Ortofon SPU #1 E an einem SME 3009 S2, zur Höchstform auf. Den zunächst angekündigten Rotel RA-1312 haben wir aber wegen eines hartnäckigen Brummproblems doch lieber gegen den Yamaha A-S2100 mit seinem eingebauten MC-Phonovorverstärker getauscht.

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Thorens TD 124 MK II direkt am Yamaha A-S2100; beim Rotel RA-1312 durften wenigstens die UV-Meter zappeln.

Ich kann nur sagen: Hut ab, denn an den Duntech The Marquis gaben sich weder der alte Thorens, noch der nur historisch aussehende Yamaha auch nur ansatzweise eine Blöße. Das war eine mehr als gelungene Vorstellung! Das Klangbild war groß und stabil, in den Bässen auch mit richtig Autorität, ohne dabei auch nur ansatzweise aufdringlich zu wirken. Diese Anlage wurde auch ausgiebig mit mitgebrachten Schallplatten meiner Gäste gehört. Und das beweist mal wieder, dass Hifi und hier in diesem Fall High End nicht sündhaft teuer sein muss. Für die ganze Anlage wären nämlich nur knapp über 6500.- € zu bezahlen. Dafür kaufen andere vielleicht gerademal 3 Netzkabel und werden trotzdem damit nicht glücklich, nicht mal zufrieden, wetten?! Aber analog macht Spaß, Yamaha macht Spaß, wir hatten Spaß!

Besonders gefreut hat mich der Verkauf der vielen Schallplatten aus dem nochmals erweiterten Angebot im Pop- und Rock-Segment auch an solche, die sich ganz frisch ans Thema heran gewagt haben. Hier ist einer der Frischlinge neben einem alten Hasen beim Stöbern im großen LP-Bestand zu sehen:

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Wer ist alter Hase, wer ist hier Frischling?

Und weil wir seit Sepp, dem Herbergsvater, wissen, dass nach der Veranstaltung vor der Veranstaltung ist, sei im Hier und Jetzt trotzdem schon auf’s große Finale am 09. und 10. Dezember 2016 hingewiesen, wenn es wieder heißt:
Bamberger Analog-Tage 2016, aber dann folgerichtig Round 4! Und neben den besonderen analogen Schätzchen, die wir dann auffahren werden, wird es eine Produkt-Show der spektuläreren Art geben! Hierzu ergeht jetzt schon Herzliche Einladung. An dieser Stelle wird es in den nächsten Tagen und Wochen nach und nach verraten, dass es sich um die beiden großen Baureihen von KEF, also THE REFERENCE und Blade, betrieben an den großen Geräten von Arcam, gehen wird. Aber jetzt noch nicht, denn es ist eben noch geheim. Also nicht weiterverraten!

Neu beim FLSV: Pro-Ject Debut Carbon als limitiertes Sondermodell #2

Das ist das zweite erhältliche Sondermodell. Das Design des Modells „Frida“ ist dem Cover des neuen Albums „Clap Your Hands“ von Parov Stelar nachempfunden und zeigt die weltberühmte Künstlerin Frida Kahlo.