Beiträge

Vorboten der Bamberger Analog-Tage 2026 #3: Das 1. Bier nur für den unteren Frequenzbereich

Schon wieder ein wenig irreführend ist diese Überschrift formuliert, denn es handelt sich hier ebenfalls nicht um das erste Eigenbier des FLSV in Bamberg. So schön es wäre, sich ein jeweils besonderes Bier einbräuen zu lassen, so ganz nach den Wunschvorstellungen eines Biergenießers fränkischster Prägung. Und dann weiter zu fabulieren, das erste Bier sei nur für den untersten Frequenzbereich bestimmt, nämlich dem Bass-Bereich. In der Folge gäbe es dann auch noch das Middenei-Zwickl und später auch noch das Glocken-Hell.

Alle Informationen auf einen Blick. Aber wie es wirklich schmeckt, erfährt man spätestens bei den BAT 2026.

Was es mit diesem sehr speziellen Bier auf sich hat, das die Söhne von Stefan und Stefan eingebräut haben, kann man hier viel besser nachlesen. Dass das aber sehr wohl etwas mit den Bamberger Analog-Tagen 2026 zu tun hat, ist indes sehr einfach aufzuklären: Das Bassd Zamm wird neben den drei anderen Sorten aus Mönchsambach erst- und letztmalig dort ausgeschenkt.

Zusammenarbeit wird immer wichtiger, um auch noch morgen den schönsten Kronkorken öffnen zu dürfen.

Jedenfalls lügt so ziemlich jedes Etikett, denn hier wird suggeriert, dass das Bier noch eine ganze Weile unversehrt bleiben und überleben würde. Fehlanzeige! So lecker wie das ist.

Gestern im Grund 74 zu Bischofsgrün: die Andreas Diehlmann Band

Standesgemäßer Empfang an Halloween und durch Kerstin an der Kasse

Leute, besucht alle möglichen Konzerte in eurer näheren Umgebung, es lohnt sich! Gestern Abend zum Beispiel gab es besonders hochwertigen Blues Rock im für seine besonders angenehme Atmosphäre bekannten Grund 74 in Bischofsgrün zu hören, nämlich die Andreas Diehlmann Band aus Kassel.

Die schöne Eintrittskarte; aber auch das Gitarren- und Effektgeräteensemble konnte sich sehen und hören lassen.

In kleiner Besetzung wie zum Beispiel auch ZZ Top nur mit Gitarre und Gesang, Bass und Schlagzeug haben die Drei den wie immer schön dekorierten Raum gerockt, besser: gebluesrockt.

Die meisten Stücke hat Andreas Diehlmann selbst geschrieben und komponiert. In einer der wenigen, dafür nach etwa 0.3 Sekunden erkannten Cover-Versionen, kann man hier hereinhören.

Andreas Diehlmann beherrscht wirklich alle Spielarten des elektrisch verstärkten Blues bravourös, auch wenn dabei seine beiden Mitstreiter, Jörg Sebald am Bass und Tom Bonn an den Drums, ein wenig in den Hintergrund geraten sind.

Besonders gefreut hat mich, dass Mitglieder eines ADB-Fanclubs aus dem Erzgebierge* ihrem Idol nachgereist sind und auch alle Lieder Wort für Silbe mitsingen konnten. Und die tanzbaren Einlagen wurden ausgiebig genutzt, auch wenn es beinahe zu einem weiteren Kunstzahn für Andreas Diehlmann kam.

Und wenn es einer wie MM sagt, dann muss es ja stimmen: Live Musik wie hier im Grund 74 ist durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch die beste Hifi- oder High End-Anlage! Aber ich gestehe dennoch: Ich habe trotzdem alle vier verfügbaren Schallplatten je einmal gekauft.

Kurzum: Es hat mal wieder allen Beteiligten großen Spaß bereitet, auch wenn nach der Zugabe wirklich Schluss war, denn die Jungs sind nach dem Konzert noch zurück nach Kassel gefahren!

Auch dem Gastgeber Djury hat es mal wieder ausnehmend gut gefallen.

* Keiner von ihnen hat kein Bier nicht getrunken!

Vorboten der Bamberger Analog-Tage 2026 #1: Skyanalog P-1GC

Ein zusätzlicher Kandidat hat sich noch in die sowieso schon erlesene Auswahl für den großen Vergleichstest während der Bamberger Analog-Tage 2026 (BAT) im Kleinen Vorführstudio hineingeschlichen. Es ist das brandneue P-1GC von Skyanalog. Das C im Namen deutet schon auf eine der Besonderheiten dieses Moving Coil-Tonabnehmers hin, nämlich auf den Nadelträger aus Keramik, auf UK-Englisch eben Ceramic. Dieses Material ist besonders leicht und soll dabei selbst keinerlei Klangfärbung aufweisen geschweige (sic!) denn hinzufügen.

Hier ist die offene Bauweise aller Tonabnehmer von Skyanalog besonders gut zu sehen. Also Vorsicht bei der Montage und Justage!

Auf einen ersten Test in der papiernen Fachpresse sei an dieser Stelle besonders hingewiesen. Es handelt sich um die Zeitschrift LP, und getestet hat diesen Tonabnehmer Christian Bayer, der ihn mit der Überschrift „Wie für mich gebacken“ tituliert hat. Dort wird auch beschrieben, dass das Skyanalog P1-GC viele neue technische Details aufweist beziehungsweise aus der größeren G-Serie übernommen hat, wie zum Beispiel die Yan-Aufhängung und den Skyliptical-Nadelschliff. Ersteres beschreibt das  harmonische Zusammenspiel zwischen Faden und Gummi, die das System (nahezu) perfekt bedämpft. Beim Skyliptical handelt es sich um einen etwas vergrößerten Line Contact-Nadelschliff, der für ein ruhigeres Rillengeräusch bei gleichbleibender Detailtreue bei der Abtastung sorgen soll.

An die Anschlussstifte kommt man bei der Montage sehr gut heran.

Aber als aufgeklärte Hifi- und High End-Interessierte wissen wir ja: Das alles stimmt sogar, was Herr Bayer dort formuliert hat. Einfach 1:1 übertragen auf unsere eigene Hörsituation sollten wir seine und die Worte aller anderen Tester und Foristen und Meinungsführer und YouTuber und anderer Influencer aber auf keinen Fall. Denn es besteht ja immer die Möglichkeit, dass nicht nur ein Parameter in den beiden Anlagen-Konstellationen derart abweicht und dass dann das Ergebnis doch nicht zufriedenstellt und unterm Strich Geld vernichtet.

Man kann es gerade noch mit bloßem Auge erkennen, dass der Diamant mit dem hauseigenen Kleber namens Black Adhesive fixiert wird.

Aber zum Glück gibt es ja den FLSV in Bamberg, der auch solche Klippen umschifft, indem hier eine Teststellung angeboten wird, in der zum Beispiel ein bereits eingespieltes Skyanalog P-1GC in den eigenen Tonarm eingebaut wird, um es dann zuhause in Ruhe für mehrere Tage testen zu können. Wer schon mal nach den technischen Daten und den Einbauhinweisen schauen möchte, kann das hier tun.

Auch schon das Auspacken bereitet Freude, weil auch das Zubehör von guter Qualität ist.

Ich bin ja mal gespannt, wie das Urteil meiner Gäste bei den BAT 2026 ausfallen wird, wenn das neue Skyanalog P-1GC gegen die etablierte Konkurrenz vornehmlich aus Dänemark antreten wird. Zur Erinnerung: Für diesen Vergleich wird der neue Dual CS 718Q mit identischen Headshells genutzt.

Ich danke dem allerersten P-1GC-Nutzer Mario D. aus W. für die beiden großen Bilder, deren ähnliche Blickwinkel bei mir einfach nur unscharf geworden sind.

Die langweiligsten Bamberger Analog-Tage aller Zeiten: Das Programm der BAT 2026 am 4. und 5. Dezember 2026

Zunächst einmal die eigentlich langweiligen Fakten: Die BAT 2026 finden wie so oft Anfang Dezember und wie immer an einem Freitag und Samstag statt. Das sind diesmal der 4. und der 5. Dezember 2026. Und das auch noch zu den regulären Öffnungszeiten, also am Adventssamstag sogar bis 16.00 Uhr. Und auch das sollte einem bekannt vorkommen: Die BAT 2026 finden in den Räumlichkeiten des FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 zu Bamberg statt.

Aber es kommt noch schlimmer, kein Wunder nach der Ankündigung der Vorjahresveranstaltung, in der es wörtlich hieß: „Aber was soll’s, dann fällt mir halt für die BAT 2026 nichts Gescheites mehr ein.“ Denn für die immerhin 13. und somit dienstälteste Veranstaltung mit diesem Motto könnte man dies tatsächlich meinen, denn es werden vermeintlich wieder die immer selben Marken und Modelle vorgestellt, dieselben sattsam bekannten Referenten ihr profundes Wissen preisgeben und dieselben Medien verwendet.* Selbst beim Catering** wird es dieselben Sorten High End-Würste samt Laugenbrezen und Premium-Biere als auch Nobel-Rotweine wie bisher zu genießen und zu verkosten geben.

Aber eine Neuerung ist doch noch anzukündigen: Diesmal wird es wohl keine Weltneuheit geben, nicht mal eine Deutschland-Premiere, wie wir es aus all den letzten Jahren gewohnt waren.***

Genug tiefgestapelt! Wenn das Programm wirklich so langweilig wäre, würde es sich ein gewisser MM vom FLSV aus Bamberg gar nicht trauen, es auch noch zu präsentieren. Es folgt nun in den bekannten Häppchen, also aufgeteilt nach den drei Vorführstudios des FLSV, unser klitzekleines Mammutprogramm. Wahrlich: Das könnte vielleicht das langweiligste BAT-Programm aller Zeiten sein, aber mit Sicherheit ist es das spannendste im Sinne von sinnvollen Vergleichen, bei denen stets das pragmatische und von den meisten Mitmenschen doch noch leistbare Verhältnis von Preis und Leistung im Fokus steht!****

Kleines Vorführstudio:

Hier gibt es eine Ausstellung aller Plattenspieler und aller Marken in der Klasse bis 1200.- €, die im Portfolio des FLSV nicht nur gelistet, sondern stets vorführbereit sind: Dual (4x), Music Hall (3x) und Pro-Ject (der Rest und vor allem mit dem EISA-Gewinner 2026/2027). Knacken wir die 15er-Marke mit tatsächlich ausgestellten Modellen?

Inzwischen ist der Dual CS 718Q beim FLSV in der Serienausführung Nussbaum zu bestaunen.

 

Hauptattraktion im Kleinen Vorführstudio des FLSV in Bamberg ist erneut der Dual CS718Q, aber diesmal in der Serienversion. Mit diesem Modell werden wir einen Tonabnehmervergleich der besonderen Art durchführen. Es werden insgesamt 7 verschiedene Abtaster in identischen Headshells im Wechsel dargeboten, um das Potenzial nicht nur dieses Plattenspielers darzulegen, wenn es um den ersten Kontakt zur Schallplatte geht. Der Grund ist einfach: Viele Plattenspieler in dieser doch schon gehobenen Preislage werden von Werk aus ohne vormontiertes Tonabnehmersystem ausgeliefert. Nun haben die zukünftigen Kunden die Wahl:

  • Vielleicht möchte er, weil das Teil eh schon einen ganz schönen Batzen gekostet hat, eher niedrigpreisig einsteigen, sich aber nicht die Option eines qualitativen Aufstiegs vorenthalten.
  • Oder sie sagt sich, das sei ihr letzter Plattenspieler und es soll gleich die ultimative Lösung sein.
  • Wahrscheinlich liegt die Mehrheit der gewählten Optionen irgendwo mittendrin, je nach gesetztem Preislimit.

Das Testfeld ist noch nicht ganz vollständig, aber das wird schon noch. Besonders freue ich mich auf das Duell auf dem Dual zwischen dem Ortofon MC X50 und dem Skyanalog G2 MK II.

Wir kredenzen 3 Moving Magnet- (MM) und 4 Moving Coil-Systeme. Bei den Letzteren wird es noch spannender, weil von jeweils zwei Herstellern die Modelle in jeweils derselben Preisklasse rangieren.

Der Dual CS 718Q bietet sowohl symmetrische Ausgänge für alle Moving Coil-Tonabnehmer als auch unsymmetrische für den Rest.

Und weil der Dual CS718Q beide Arten von Ausgängen bietet, also unsymmetrisch per Cinch als auch symmetrisch via XLR, werden die Moving Coil-Tonabnehmer ausschließlich in der besseren Variante angeschlossen.

Das eben Geschriebene gilt auch für eine der preiswertesten Phono-Vorverstärker im High End-Segment, der Pro-Ject Phono Box RS2.

Als Phono-Vorverstärker verwenden wir die Pro-Ject Phono Box RS2 samt Zusatznetzteil Power Box RS2 Phono, da diese beide Wege bietet, also Ein- und Ausgänge in Cinch und XLR, und man im Betrieb nur umschalten muss.

Auch hier stehen wieder beide Anschluss-Varianten zur Verfügung. Aber wir bevorzugen die symmetrische XLR-Verbindung.

Aber wir setzen noch einen drauf, indem wir auch noch die Option anbieten, das klitzekleine MC-Signal zunächst an die Pro-Ject Step Up Box DS3 B zu schicken, um es dort auf das Pegel-Niveau eines MM-Systems zu hieven. Das geschieht rauschfrei, weil so ein Übertrager nur mit je einer Trafo-Wicklung, also ohne Spannungsversorgung arbeitet. Von dort wird das Signal dann in die bereits genannte Phono Box RS2 geleitet, jetzt aber in den Eingang für Moving Magnet-Tonabnehmersysteme. Manch ein Kenner schwört, dass so die Wiedergabe deutlich farbiger erscheint. Wir werden sehen und hören!

Die Blootooth-Antenne ist bei den BAT 2026 garantiert nicht im Einsatz, sondern nur der tolle Klang des Vincent SV-237 MKII.

Als dann folgender Verstärker wird der Hybrid-Vollverstärker Vincent SV-237 MKII verwendet, der die Blumenhofer Genuin FS3 MK II bespielt.

Wenn jemand die Holzfurnierverarbeitung perfekt beherrscht, dann ist das wohl Blumenhofer Acoustics. Meine aktuellen Vorführ-Genuin FS3 MK II sind noch viel schöner als die hier abgebildete Ausführung!

Für die musikalische Untermalung und gewohnt interessante verbale Unterhaltung sorgt wie im Jahr zuvor Alan Bachmann, der auch gerne Auskunft über alle Produkte von Dual, Vincent und erst recht über Blumenhofer Acoustics geben kann und wird.

Für den technischen Part zeichnet Lauschgoldengel Mathias Thurau verantwortlich, der auch alle Fragen rund um den Service Ihres eigenen, möglicherweise zu überholenden Plattenspielers beantwortet.

Auch für diese Veranstaltung ist die ReVox A77 in der Halbspur- und vor allem in der High Speed-Ausführung gesetzt.

Die zweite Hauptattraktion wird wieder die Präsentation von Kopien von Masterbändern durch die Tape Heads Heinz-Peter Völkel und Andreas Sandreuther von Live to Tape sein. Was die beiden vorhaben, haben sie selbst mir noch nicht verraten. Aber selbst wenn es nur halb so spannend wie letztes Jahr werden sollte, ist allein dieser Beitrag die Reise nach Bamberg wert. Dieser Programmpunkt findet wie gewohnt im fliegenden Wechsel zu Alan Bachmanns Vorführung statt.

Als Rahmenprogramm werden zudem historisch wertvolle Plattenspieler vornehmlich von Dual in und auch vor dem Kleinen Vorführstudio präsentiert.

Das ist zwar das Bild aus dem letzten Jahr, aber diesmal wird es noch viel mehr Schallplatten im Angebot geben.

Um Platz dafür zu schaffen, wandern wieder alle Schallplatten in den Keller. Im auch letztes Jahr genutzten Regal mit dem unverkäuflichen Technics SL-10 mit Tangential-Tonarm und im Mini-Format und den Triangle Borea BR02 Connect kann man dort unten vor dem Kauf in alle Schallplatten hineinhören. Übrigens: Alle von uns angebotenen Schallplatten, die sichtbar in einer stabilen Außenhülle verstaut sind, und das sind die allermeisten, wurden mit unserem Vinyl Cleaner premium von Gläss Audiodesksysteme porentief gereinigt und dann in einer antistatische Innenhülle staubsicher verwahrt.

Neben sehr vielen Schallplatten aus dem Second Hand-Bereich wird es wieder eine besondere Auswahl an audiophilen Scheiben geben, die Sieveking Sound für mich ausgewählt haben wird.

Hier im Kleinen Vorführstudio wird auch wieder unser Buffet aufgebaut sein. So danke ich Achim H. aus N. schon an dieser Stelle wieder herzlich für die Vorbereitung als auch für die mundgerechte Darbietung!

 

High End-Heimkino:

Dort oben im Dunklen wird an beiden Tagen dem Kettengedanken gefrönt, denn nahezu alle Komponenten kommen aus ein und derselben Hand. Dabei versuchen wir – übrigens erfolgreich –, im Preis gerade noch vierstellig zu bleiben, um einmal den bei uns ansonsten geschmähten Schwellenpreis als plakatives Argument zu nutzen. Und wer wird denn etwas gegen einen Glück-Cent einzuwenden haben?!

Der Gedanke ist dabei, zwei nahezu identische Anlagen anzubieten, die konzeptionell zwar gleich sind, die aber die jeweiligen Schwerpunkte anders setzen. In der ersten Anlage, die am Freitag ihr Bestes geben wird, ist das Front End als auch die Zentrale eine Klasse niedriger angesiedelt, dafür fallen die Lautsprecher eine Nummer größer aus. Entsprechend wird am Samstag der Plattenspieler als auch der Vollverstärker jeweils eine Klasse drüber angesiedelt sein, dafür sind die Lautsprecher erheblich kleiner und somit eventuell sogar WAViger.*****

Welche Zusammenstellung Ihnen besser gefällt, erfahren Sie am besten, wenn Sie an beiden Tagen mein Gast sein werden.

Die beiden Anlagen im Einzelnen:

Schon in dieser Preisklasse bietet MoFi einen Tonarm mit 10″ = 254 Millimeter Länge an.

Am Freitag wird das MoFi StudioDeck mit dem UltraTracker eingesetzt. Das Signal wird weitergereicht an den MoFi UltraPhono,

Einer der ersten Phono-Vorverstärker mit integriertem Kopfhörer-Verstärker war und ist der MoFi UltraPhono.

der nicht nur das kleine Signal, das der Diamant aus der LP-Rille herauskitzelt, geradebiegt und verstärkt, damit es der nachfolgende Verstärker auch verarbeiten kann, sondern auch noch einen Kopfhörerausgang für die analoge Insellösung anbietet.

Drei Bedienelemente, mehr braucht es nicht für mitreißenden Klang. Der Exposure 2510 hat sogar einen Eingang für MM-Tonabnehmer.

Da MoFi (noch) keine Verstärker anbietet, greifen wir auf Bewährtes zurück. Der Exposure 2510 Integrated bietet sich hier geradezu an, zumal wir per Umstecken des Phono-Kabels vergleichsweise auch die eingebaute Phono-Platine von Exposure nutzen können.

Die MoFi SourcePoint 10 in der Master Edition sind kleine Großmänner-Lautsprecher.

Zu guter Letzt werden die MoFi SourcePoint 10 MasterEdition aufspielen. Diese sind nicht zu groß und nicht zu klein und sowieso ideal für die Größe des High End-Heimkinos mit seinen knapp 24 Quadratmetern.

Alles eine Nummer größer und besser als beim StudioDeck, nur der Tonarm bleibt mit 10 Zoll identisch lang: MoFi UltraDeck.

Am Samstag spielt das eine Nummer größere MoFi UltraDeck mit deren bestem MM-Tonabnehmer, dem MoFi MasterTracker, auf. Das Signal wird wieder zum MoFi UltraPhono geleitet, um dann vom Exposure 3510 Integrated vollends in Wallung gebracht zu werden.

Der Exposure 3510 hat nur Line Eingänge, kann aber optional sogar mit einer Phono-Platine für die DS Audio-Systeme nachgerüstet werden.

Am Ende dieser Nahrungskette werden die kleinen MoFi SourcePoint 8 groß aufspielen. Diese sind ideal für kleinere und mittlere Räume wie dem High End-Heimkino.

Mal schauen, ob das Licht im High End-Heimkino bei dieser Präsentation wieder gedimmt wird, auch wenn ich dann nicht sehe, wie den Zuhörern die Kinnlade nach unten fällt.

Dass uns in beiden Fällen hier auch noch die nahezu perfekte Raumakustik dieses Ausnahmestudios in die Hände vulgo in die Ohren spielt, macht diesen Teil der Veranstaltung garantiert zu einem Highlight.

Eine fixe Größe im High End-Heimkino als auch im Kleinen Vorführstudio werden als Lautsprecherkabel die Supra XL Annorum XL sein.

Um identische Vergleichsbedingungen zu schaffen, versteht sich (eigentlich) von selbst, dass das benötigte und auch verwendete Zubehör in beiden Ketten absolut identisch ist. Dass alle Kabel von adäquater Qualität sein werden, darf ebenfalls vorausgesetzt werden. Wir verwenden ausschließlich Phono-, Cinch– und Lautsprecherkabel  von Supra Cables. Bei der Spannungsversorgung kommen die LoRad Kabel, ebenfalls von Supra, zum Einsatz. Dieses vollständige Kabelpaket wird bei Bedarf zum oben genannten Paket übrigens zu einem außergewöhnlichen Setpreis angeboten.

Ich wiederhole mich gerne: Ohne sauber dargebotenen Strom brauchen wir nicht über High End zu reden!

Der Keces IQRP-800 übernimmt zuvor die Drecksarbeit und stabilisiert und reinigt gründlich die Spannung. Ein solches Teil ist zwar Pflicht für jede anspruchsvolle High End-Anlage, gehört hier aber erst einmal nicht zum Lieferumfang.

Betreut werden all dies Pretiosen während der BAT 2026 von Frank Schick, seines Zeichens Markenbotschafter des High Fidelity-Studios in Augsburg, das den bundesweiten Vertrieb von MoFi als auch von Exposure innehat.

 

Großes Vorführstudio:

Ein Plattenspieler besteht ja bekanntlich aus drei Grundbestandteilen, nämlich dem Laufwerk, dem Tonarm und dem Tonabnehmer. Zusätzliche Elemente wie Unterstellbasen, stärkere Netzteile, Plattenpucks und – klemmen sowie anderes Zubehör lassen wir mal gerade außen vor. Und in der Regel ist dies ja bereits in der Komposition aller drei Einzelteile vom Entwicklerteam des jeweiligen Drehers auch sinnvoll entschieden, was der Kunde im Set kaufen soll. Bei den allermeisten Plattenspielern hat die Kundin lediglich Einfluss, welchen Tonabnehmer sie nach ein paar Jahren, wenn der Diamant abgenutzt ist, als Ersatz montieren und penibel justieren lässt. Aber ein Austausch des Tonarms oder der Umzug des Tonarms auf ein neues Laufwerk ist meist gar nicht möglich oder nur mit aufwändigen und somit unwirtschaftlichen Umbaumaßnahmen zu bewerkstelligen.******

Und dennoch stellt sich seit Langem ja immer wieder die Frage, welchen Einfluss jeder einzelne dieser Parameter auf den Gesamtklang hat. Deswegen steht diesmal bei den diesjährigen BAT das mittlere Teil, also der Tonarm, im Fokus unserer Vorführung. Als Basis dienen zwei identische Plattenspieler, die sich nur in diesem einen Detail unterscheiden. Wir verwenden den Origin Live Swift als doppeltes Lottchen auf dem großen Laufwerks-Tisch Umai von Ars Machinae.

Man erkennt auf den ersten Blick sofort, dass…

…beim Origin Live Encounter der konstruktive Aufwand deutlich höher ist.

Wir verwenden zwei Tonarme eines Herstellers, aber unterschiedlicher Qualitätsstufen und bestücken beide mit demselben Typ Tonabnehmer. Der kleinere, aber mit 9.5“ identisch lange Origin Live Silver tritt gegen den nahezu doppelt so teuren Encounter an.

Das Hana Umami Red kostet aber auch nur etwa ein Drittel des absoluten Top-Systems des Herstellers.

Der Tonabnehmer wird das Hana Umami Red sein, der kleinere Bruder der großen Schwester Umami Black, die uns letztes Jahr so becirct hat.

Unsere interne Phono-Vorverstärker-Referenz ist nach wie vor die MoFi MasterPhono.

Das große Besteck besteht in der Folge dieses Mal aus dem bekannten MasterPhono von MoFi, dem nagelneuen Exposure 5510 Integrated

 

Ein klassischer No-Nonsense-Vollverstärker, wie man sie seit Jahrzehnten von den Inselbewohnern aus dem UK kennt.

sowie den Echte-Männer-und-Kräftige-Frauen-Lautsprechern MoFi SourcePoint V10 Master Edition.*******

Mit dem dritten Auge sieht man, dass unser zweitmächtigster Lautsprecher mit fünf Chassis bestückt ist, aber tatsächlich nur vierstellig kostet und nicht von einer Person allen getragen werden kann.

Die Spannungsversorgung diesmal mit Keces IQRP-1500 und die verwendeten Kabel entsprechen denen des oben genannten High End-Heimkinos, sind dann aber jeweils am oberen Ende der Machbarkeitsskala angesiedelt.

Wegen der dauernd wechselnden und somit vom reinen Klang ablenkenden Spannungsanzeige steht der Keces IQRP-1500 bei uns nicht nur hinter dem Rack, sondern sogar auf dem Kopf!

Außerdem gibt es im Großen Vorführstudio ja auch noch eine weitere Vorführseite.

Der Musik Hall Stealth steht und spielt bei den BAT in einer ultimativ getunten Ausführung auf der Breitseite des Großen Vorführseite.

Auf dem Granitaltar wird der neue Music Hall Stealth vorgestellt, allerdings nicht in der Original-Ausführung, sondern in einer deutlich aufgewerteten. Da ist zunächst das Tonabnehmersystem zu nennen. Als Option bietet Music Hall das bekannte Ortofon 2M Blue zu einem deutlich vergünstigten Gesamtsetaufpreis an. Aber wir wollen ja schauen und hören, was unserer Upgrade klanglich ausmacht. Wir verwenden wieder das oben bereits nicht genannte Ortofon 2M Black LvB 250.******** Außerdem setzen wir anstelle des Steckernetzteils, das sich im Original-Lieferumfang befindet, ein besonderes Netzteil ein. Es ist ein Linearnetzteil von Sbooster, das sich BOTW P&P ECO MKII********* nennt und zusätzlich mit dem Sbooster Upgrade Ultra MK II getuned wird. Außerdem veredeln wir den Music Hall Stealth zusätzlich mit der Strata Platter Mat als auch mit dem Gravity Two Record Weight von Origin Live.

Wieder so ein schlicht aussehender Vollverstärker, aber diesmal mit Phono-Eingang und Streaming: Hegel H200

Als zentralen Verstärker verwenden wir den noch recht neuen Hegel H200, der nicht nur gerade den EISA Award gewonnen hat, sondern neben seiner Streaming-Konnektivität auch einen richtig guten MM-Eingang aufweist. Wir unterstellen einfach mal wieder, dass dieser vom hauseigenen Hegel V10 abgekupfert wurde.

Mit die besten Chassis des Weltmarktes sind hier in der Qualio IQ vereint: Sartori für den Bass- und Mitteltonbereich und ein Mundorf AMT für die obersten Lagen.

Fehlen nur noch geeignete Lautsprecher, die in dieses Preisgefüge sehr gut hineinpassen. Wir haben uns für die polnischen Qualio IQ entschieden. Diese wurden ja auf den BAAT 2026 bereits vorgestellt, wurden aber seinerzeit im High End-Heimkino ein wenig übersehen. Das werden wir nun ein wenig anders handhaben.

Die große Besonderheit der Qualio IQ ist nach wie vor der Dipol, der hier aus dynamischen Chassis gebildet wird.

Ich hoffe, das Programm der diesjährigen Bamberger Analog-Tage hat doch den einen und den anderen Punkt, der euch technisch interessiert und somit packt. Aber, und das ist das Lob, das diese Veranstaltungsreihe immer wieder erfahren hat, viel wichtiger ist, dass es bei den BAT stets um die Musik und weniger um die dargebotene Technik ging. So werden wir das auch dieses Jahr wieder handhaben!

Hiermit ergeht meine herzliche Einladung!

 

* Aber wenigstens wird nicht dieselbe Musik gespielt.

** Das hat übrigens nichts mit Katzenfutter zu tun.

*** Ganz im Sinne des Unterstatements kann es doch sein, dass gleich zwei Neuheiten auf den BAT 2026 ihr ersten ersten öffentlichen Auftritt haben werden. Aber solange das nicht in trockenen Tüchern, wird hier nicht weiter gegackert.

**** Selbst für unsere kostenintensivste Anlage, also die im Großen Vorführstudio, könnten Sie andernorts für den geforderten Obolus lediglich ein halbes Netzkabel kaufen.

***** WAV: die Abkürzung steht für Women Acceptance Factor und meint nach Wikipedia: „Es liegt im Klischee begründet, dass Männer Einkaufsentscheidungen bezüglich Hi-Fi-Lautsprechern, Heimkino-Systemen und Personal Computer hauptsächlich anhand deren Leistung fällen, wohingegen Frauen eher visuelle Ästhetik und Bedienungsfreundlichkeit der Geräte beschäftigt.“

****** Vielleicht nicht für alle, aber für die allermeisten Kunden gilt bestimmt, dass es schon eine bedeutende Rolle spielt, dass die Summe der Einzelteile stets deutlich teurer sein wird, als ein kompletter Plattenspieler aller meiner Anbieter.

******* Die MoFis wurden hier bereits vorgestellt und haben ihre Feuertaufe vor großem Publikum bereits beim 1. Vinylrausch in Bamberg bestanden.

******** Was hier noch nicht klar gemacht wurde, ist, dass das Ortofon 2M Black LvB 250 das ranghöchste MM-System im großen Tonabnehmer-Vergleich auf dem Dual CD718Q sein wird.

********* BOTW steht für Best of Two Worlds.

Der Tag der deutschen Einheit, Zweiheit, Dreiheit und Vierheit 2026 beim FLSV in Bamberg

„Eilmeldung: Am Samstag, dem 3. Oktober, bleibt das Ladenlokal wegen des Feiertags geschlossen! Aber wegen des an diesem Tag stattfindenden Antikmarktes gibt es einen Sonderverkauf ausschließlich mit Schallplatten.“, so hieß es in der Ankündigung. Aber wir haben uns aber auch auf den deutschen Festtag konzentriert und alle Varianten durchgespielt: Ein einiges Deutschland, je ein Ost- und ein Westdeutschland, Bayern mit West- und Ostdeutschland und vor allem Franken und Bayern und Nord- und Süddeutschland.

Nachfolgend sieht man eine Bilderstrecke, die den Aufwand beschreibt, der wegen des schieren Gewichts von Vinyl doch nicht ganz unerheblich war. Und weil nicht alle Schallplatten verkauft wurden, mussten die ganzen Kisten nach Ende der Veranstaltung  ja auch wieder im Kleinen Vorführstudio deponiert werden.

Die Passage zum Großen Vorführstudio ist noch ziemlich leer.

Wichtig ist vor allem, dass man eine Idee entwickelt, wo was am Schluss stehen soll.

Eine ganz Reihe antiker und vom Lauschgoldengel Mathias Thurau überholter Dual und Braun Plattenspieler gab es auch zu bewundern.

Das ist die Klassik-Abteilung. Und tatsächlich wurde die Orgel-LP auch gekauft. Darüber freut sich nun Günther G. aus N.

Alle Schallplatten in den Außenhüllen wurden mit dem Vinyl Cleaner Premium gewaschen und geföhnt. Allein das kostet 4.- € pro Platte!

 

Diese Schallplatten mit Regionalbezug dienten als Wegführung von der Tiefgarage Georgendamm in unsere Passage.

Helmut Kohl wurde in seiner historischen Bedeutung flankiert durch andere Granden des Klerus und der Politik.

Ein Lichtblick, als der Aufbau seine endgültige Gestalt annahm.

Die Auswahl an besonders wertigen Ausführungen gerade im Pop-/Rock-Genre war enorm.

Auf dem Aufmacherbild sieht man ja ganz gut das Equipment, mit dem meine Gäste in ihre zukünftigen Schallplatten hineinhören konnten. Es handelt sich um den Technics SL-1200GR2 mit zu dessen blauer Beleuchtung passendem Ortofon Concorde Music Blue, der am bewährten Exposure XM5 Integrated aus dem UK angeschlossen war. Dieser hat das Signal an die Magnepan LRS+ weitergeleitet. Diese tollen Magnetostaten haben ja den Vorteil, dass sie als Dipole in beide Richtungen der Passage ihren tollen Sound abstrahlen konnten.

Das Equipment für die Vorführung stand recht kompakt, hat aber sehr weiträumig geklungen.

 

 

Und falls jemand auf die Idee kommen sollte, dass wir nur wegen des Feiertages das beste Bier der Region untergetischt haben, der irrt, denn das Rote und das Grüne aus Mönchsambach gibt es bei allen Veranstaltungen des FLSV zu genießen.

Ich danke – wieder mal – ganz herzlich Achim H. aus N. und Thomas G. aus W. für ihre Mitarbeit und ihre Expertise!

 

Die Bamberger Analog-Tage 2026 werfen ihre Schatten voraus #1: Pro-Ject Audio = Kompetenz in Phono-Vorverstärkung

Wenn es einen Anbieter von Phono-Vorverstärkern, MC-Übertragern und passenden Zusatznetzteilen gibt, der es schafft, von der untersten Preisklasse bis eben doch noch nicht abgehoben ein besonders fein abgestuftes Programm anzubieten, dann ist das sehr wohl Pro-Ject Audio! Von knapp 100.- €* bis gerade mal im unteren vierstelligen Euro-Bereich werden hier richtig viele Modelle angeboten.

Uns interessiert aber in diesem Artikel nicht so das Tagesgeschäft**, sondern die Perspektive auf die Bamberger Analog-Tage 2026. Diese finden wie schon so oft wieder Anfang Dezember statt.*** Und hier wird immer etwas Besonderes dargeboten. So viel sei jetzt schon verraten: Es geht diesmal stets um Vergleiche, die vernünftig sind.

Aber um schon einmal die Vielfalt allein dieses Herstellers zu demonstrieren, wurden die größeren Modelle samt ihrer optionalen Zusatznetzteile**** mal auf einen Regalboden zusammengestellt, wie man sie alle auf dem Aufmacherfoto sieht.

Ich stelle nun diese stets recht kleinen Kästchen einfach mal in Bild und Ton und auch hierarchisch vor.

Die kleine Klasse:

Die ersten richtig ernstzunehmenden Phono-Vorverstärker mit High End-Ansprüchchen***** sind die Phono Box S2 und erst recht die Phono Box S2 Ultra. Letztere mit komplett diskret aufgebauter Elektronik macht schon richtig Spaß. Besitzer von Plattenspielern bis 1000.- € sollten dieses Kistchen sehr wohl in ihre Überlegungen einbeziehen.

Das hierzu passende und gegenüber dem im Lieferumfang befindliche Steckernetzteil deutlich rauschärmere Zusatznetzteil im gleichen Format ist die Power Box S3 Phono. Ein Vorteil ist, zumindest bei Verwendung eines Plattenspielers von Pro-Ject, dass man eben beide Apparate gleichzeitig damit versorgen kann und so ein klobiges Steckernetzteil weniger in der Steckdosenleiste unterzubringen hat.******

Die erste symmetrisch aufgebaute Phono-Stufe ist die Pro-Ject Phono Box S3 B. Sie arbeitet vorzugsweise mit den Plattenspielern von Pro-Ject zusammen, die am Ende ihres Namens ein B wie Balanced tragen. Hier wird ein einzelnes Kabel mit Mini-XLR-Steckern zur schnellen und sicheren Verbindung eingesetzt, das so aber (noch) keine Norm für alle symmetrisch aufgebauten Plattenspieler darstellt.

Die vernünftige Mittelklasse:

Schon richtig ans Eingemachte geht es in der DS-Baureihe des österreichischen Herstellers. Auch ich verwende die Tube Box DS2 gerne in der praktischen Beratung, weil man 2 Plattenspieler parallel anschließen kann und das entzerrte und verstärkte Signal dann auf einen oder zwei Ausgänge leiten kann. So wird eine nahezu perfekte Vergleichbarkeit gewährleistet.

Denselben Funktionsumfang, aber für vollsymmetrischen Betrieb ausgelegt, bietet die Tube Box DS3 B. Diese bietet neben der hauseigenen Mini-XLR-Buchse auch die klassische und auch genormte und somit kanalgetrennte XLR-Verbindung.

Beide Phono-Vorverstärker profitieren nicht nur klanglich deutlich vom dazu passenden Linear-Netzteil Power Box DS3 Sources. Der praktische Nutzen mit nur einem Steckplatz in der Mehrfachsteckdose gilt selbstredend auch hier.

Die Spitzenklasse:

Ein wenig in die Jahre gekommen ist die Phono Box RS , die seinerzeit die erste vollsymmetrische Phono-Vorstufe „für denn Geld“ war, wie der fränkische Franke in Oberfranken so schön sagt. Aber auch nach dieser Zeit ist dieses Teil immer noch wettbewerbsfähig, erst recht, wenn man es mit der Power Box RS Phono flankiert.

Ein ganze Klasse oder zwei darüber positioniert sich die Phono Box RS2 , die nicht nur technisch deutlich gegenüber der Phono Box RS weiterentwickelt wurde, sondern neben verschiedenen Entzerrerkurven (RIAA und Decca) auch eine Balance-Regelung bietet, wenn die Kanalgleichheit des Systems oder auch der Justage nicht ganz hundertprozentig stimmen sollte. Auch hier empfiehlt sich das Upgrade mit der später und separat zu erwerbenden Power Box RS2 Phono, erst recht, wenn man einen Pro-Ject Plattenspieler nutzt.*******

Eine besondere Form stellt der Step up-Transformer für Moving Coil-Tonabnehmer dar. Diese Übertrager sind hauptsächlich für eher leise MC-Systeme gedacht. Sie verstärken mittels zweier Trafo-Wicklungen lediglich mit einem Faktor von etwa 1:10.
Es gibt zwei mögliche Einsatzgebiete für derlei Übertrager. Die einfachste ist die, dass jemand einen Plattenspieler samt Tonarm mit einem Moving Coil-Abtaster ausstatten mag, aber beim nachfolgenden Vorverstärker oder Vollverstärker lediglich ein Eingang für MM-Systeme vorhanden ist.******** Es braucht in diesem Fall also keinen neuen vollwertigen Phono-Vorverstärker, sondern nur diese eine Verstärkerstufe.

 

Eine andere Gruppe von Nutzern von Übertragern beruft sich auf die rauschärmere Wiedergabe, da die MC Step up-Transformer ohne Spannung auskommen. Sie schwören auf eine rauschärmere und auch farbigere Wiedergabe ihres MC-Tonabnehmers gegenüber der All in one-Verstärkung. Dass das unterm Strich teurer kommen wird, sei aber an dieser Stelle auch nicht verschwiegen.

Es gibt von Pro-Ject Audio zwei solche Typen. Die MC Step Up Box S3 stellt den kleinen Einstieg in diese Welt dar. Aber schon richtig lecker, weil mit symmetrischen Eingängen und Ausgängen versehen, ist die MC Step Up Box DS3 B. So wird auch in diesem Gerätesegment dem Prinzip des True Balanced gehuldigt. Und ganz nebenbei bemerkt: Das nächste mir bekannte Modell im freien Markt mit einer solchen Ausstattung kostet ungefähr das Doppelte.

Eine fundierte Beschreibung beider Geräte können Sie in diesem Test eines Ex-Wahl-Bambergers nachlesen.

Nachbemerkung: Dem aufmerksamen Leser ist bestimmt aufgefallen, dass im Aufmacherbild die Pro-Ject Phono Box RS2 fehlt. Diese war tatsächlich kurz vorher für eine Teststellung aus der Hand gegeben worden. Viel Spaß und Erkenntnis damit, Claus V. aus B.!

 

* Ich nenne die Preise stets mit dem immer benötigten Paar Cinch- oder XLR-Kabel, das man für die Strecke vom Phono-Pré bis zum eigentlichen Vor- oder Vollverstärker benötigt. Dieses ist in der Regel teurer, als es der Setpreis suggeriert!

** Eigentlich braucht es hier ja keine Klarstellung, dass all die hier vorgestellten Böxchen und Boxen ständig vorführbereit sind, solange sie im aktuellen Line-up des Vertriebes sind.

*** Das genaue und bereits nahezu vollständig formulierte Programm folgt in Kürze auf diesem Schwarzen Kanal.

**** Diese Zusatznetzteile bringen aber nicht nur klanglich Vorteile für den genutzten Phono-Vorverstärker, sondern bieten auch einen zweiten Abgriff für den verwendeten Plattenspieler, wenn es denn ebenfalls ein Pro-Ject oder einer mit 15 Volt DC ist.

***** „Was? Diese Kistchen sind doch nicht mal ansatzweise High End“, wird hier so mancher selbst ernannter High Ender aufschreien. Aber das ist gar nicht so weit hergeholt, wenn wir uns mal klarmachen, wie viele Menschen überhaupt noch analog Musik genießen und wie viele von diesen Nutzern von Schallplattenspielern den hier geforderten Geldbetrag nur allein für die RIAA-Entzerrung und die nötige Verstärkung ausgegeben haben. Na, seht ihr!

****** Das gilt selbstredend auch für alle größeren, hier beschriebenen Modelle und Ausführungen.

******* Alle Modelle von Pro-Ject außer den Juke Boxen verwenden 15 Volt Gleichspannung für den Antrieb.

******** Das ist kein Manko, wenn dieser wie etwa beim Netzwerk-Schlachtschiff R-N2000A von Yamaha entsprechend hochwertig ausgeführt ist.

Eilmeldung: An diesem Samstag sehen wir uns auf dem Maxplatz in Bamberg!

Da musste ich mich aber ganz schnell entscheiden! Denn bei einer groß angelegten regionalen Veranstaltung sei ein Platz freigeworden und ich könne diesen nun belegen. Ja, bei was denn nun? Und vor allem: wo?

Der Maximiliansplatz ist der größte Platz in der Bamberger Innenstadt. Dort findet zum Beispiel jedes Jahr das Blues- & Jazzfestival statt. Das Stadtmarketing Bamberg e.V. ist aber ganz aktuell ebenso Veranstalter des Regionaltags Bamberg, das in diesem Jahr das Motto Wirtschaft trifft Musik trägt. Die Intention der Veranstaltung kann am besten dessen Vereinsvorsitzender Klaus Stieringer selbst ausführen:

„Der Regionaltag ist mehr als eine Veranstaltung. Er ist ein Signal“, erklärt Klaus Stieringer, Geschäftsführer des Stadtmarketing Bamberg. „In einer Zeit, in der viele über Krisen, Kosten und Unsicherheit sprechen, zeigen wir: Die Wirtschaft in Stadt und Landkreis Bamberg steht zusammen. Handwerk, Handel, Dienstleistung, Landwirtschaft, Tourismus, Gastronomie, Kultur und Industrie gehören zusammen. Wer die Region stark machen will, muss ihre Leistung sichtbar machen. Genau das tun wir an diesem Tag.“ (Zitat aus: Wobla)

Und nun wird der FLSV in Bamberg selbst an diesem Event teilnehmen. Er findet am Samstag, dem 26. September von 10.00 bis 18.00 Uhr statt. Deshalb bleibt das Ladengeschäft an diesem Tag geschlossen.*

Probehalber wurden schon mal die fünf bekannten Tische aufgestellt und ein paar Geräte darauf platziert. Wegen des nun nötigen Transports werden die Exponate keine sehr schwergewichtigen sein. Aber mit den ausgewählten Geräten zeigt der FLSV, dass er der einzige Teilnehmer der Veranstaltung sein wird, der beides unter einen Hut bringt, nämlich Wirtschaft und Musik!

Man findet den Maxplatz als Ortsunkundiger vorher schon, wenn man sich orientieren möchte, auf dem Stadtplan, der auf meiner Webseite hinterlegt ist, und zwar genau dort, wo man den Begriff Inselstadt liest. In echt ist es noch einfacher, denn wenn man das Auto im Parkhaus Georgendamm abstellt und von dort fußläufig durch die Kleberstraße geht und dann bei der Telekom rechts abbiegt und einfach geradeaus in die Fußgängerzone weiterläuft. Oder noch einfacher: Immer der Musik nach! Unser Stand liegt ziemlich genau in der Mitte und trägt die Nummer 29.

Ich würde mich über euren Besuch ausnahmsweise abseits der bekannten Räumlichkeiten sehr freuen! Und wenn ihr dann auch noch ein paar Schallplatten erwerben könntet, dann wäre der Abbau auch schneller erledigt…

* Ich melde mich jetzt schon für die erste erfolgreiche Zellteilung an, damit ich da und dort sein könnte.

Braucht’s das wirklich? Ja!: neue Plattenspieler von Music Hall

Durch eine besondere Übernahme, nämlich die der Plattenspieler-Sparte von Music Hall durch MoFi, hat es sich nahezu zwangsläufig ergeben, dass der FLSV in Bamberg nun neben den bekannten Platzhirschen Pro-Ject Audio und Dual auch die vier kleinen Modellen von Music Hall anbietet.

Eigentlich müsste es heißen: anbieten wird, denn bis jetzt wurde von Seiten des deutschen Vertriebs High-Fidelity Studio* noch kein Plattenspieler ausgeliefert, weil alle Modelle gemeinsam aus den derzeit wenig USA nach Deutschland versandt und dann an die Fachhändlerschaft versandt werden sollten. Aber da war doch ein einzelner Music Hall mmf-1.3 in Augsburg, der ab sofort ein neues Zuhause gefunden hat, nämlich das Kleine Vorführstudio** des FLSV in Bamberg.

Solide Mechanik für viele Jahre. Man beachte die deutlich erhöhte Auflagekraft, die das Tonabnehmersystem erfordert.

Der Music Hall mmf-1.3 ist besonders bei Tellerlager, Motor und Tonarm sorgfältig konstruiert und mit einem eingebauten Phono-Vorverstärker ausgestattet. Somit stellt er eine solide Basis für diejenigen dar, die gepflegt Musik mit einem Long Player (LP) genießen möchten, aber nicht high-endig viel Geld ausgeben möchten. Dennoch der Hinweis: Dieser Music Hall mmf-1.3 ist solange nicht verkäuflich, bis der offizielle Start aller vier Modelle von Seiten des deutschen Vertriebs genehmigt sein wird.

Ein toller Einstieg! Mein Dank gilt wie schon so oft Frank Schick, seines Zeichens Markenbotschafter im Analogen.

Dass so viele Dreher 78 RPM anbieten, erschließt sich mir nicht. Oder gibt es inzwischen audiophile Pressungen für diese Geschwindigkeit?

* Das High-Fidelity Studio vertreibt ja alle Artikel dieses besonderen Herstellers in Deutschland und wurde somit für die Vermarktung durch MoFi beauftragt. Aber die großen Modelle von Music Hall werden weiterhin von Reichmann Audiosysteme betreut!

** Dort tummeln sich nicht nur alle Marktbegleiter, sondern auch Plattenspieler aus dem Second Hand-Bereich, die allesamt von Lauschgoldengel Mathias Thurau so aufbereitet wurden, dass sie die nächsten Jahre und Jahrzehnte ihren Dienst zur vollsten Zufriedenheit der Nutzer tun werden.

Sauber lackiert, gut ausgestattet und auch noch wohlklingend, was man heute für dieses kleine Geld so alles bekommt!

Ein Fest für viele Sinne: Eine Revue der Bamberger Analog-Tage 2024 — Anlagen-Konzepte Teil 4: In der Passage vor dem Großen Vorführstudio

Wegen des regennassen und auch windigen Wetters hätte man vermuten können, dass die Passage vor dem Großen Vorführstudio nicht so recht frequentiert werden würde. Aber das hat sich als Fehleinschätzung heraus gestellt. Was waren denn die Gründe dafür, nur die draußen angebotenen Schallplatten?

Von den audiophilen LPs sind noch genügend übrig geblieben, der Weg zum FLSV in Bamberg lohnt sich also immer noch.

Ja, die auch. Und zwar hauptsächlich deswegen, weil im Studio, also weder vorne im Kleinen Vorführstudio, wo sie sonst stehen, noch hinten ausreichend Platz gewesen wäre, um sie adäquat darstellen zu können, zumindest dann nicht, wenn auch noch zwei oder gar drei Personen dort stehen sollten. Unmöglich! Deswegen die Flucht nach vorne, also nach draußen. Denn der allererste und damit oberste Programmpunkt lautete ja schließlich „01. Schallplatten aus dem Second Hand-Fundus: So viele auch besonders hochwertige wie heuer gab es noch nie!“ Noch Fragen?

Nicht schlecht für ein HiFi-Fachgeschäft, das eigentlich gar keine Software, sprich keine Schallplatten verkauft, oder?

Aber auch deswegen: Im Studio darf man nicht rauchen, durfte man auch schon vor 35 Jahren noch nicht!* Und im Studio wurden weder die weltbesten Weiß- und Rindswürste noch das für mich weltbeste Bier aus Punkt 16 des Programms für die BAT 2024 gereicht. Auch der Verzehr von Wurst und leckerem Laugengebrezel** fand aus nachvollziehbaren Gründen draußen statt.

Noch gab es welche, aber man musste sich schon ein wenig dranhalten, um noch eine der leckeren Weißwürste zu ergattern.

Nur eine Sorte Laugenbrezel, immerhin zwei Wurstsorten, aber drei unterschiedliche Biere, das ist doch typisch oberfränkisch, oder? Aber wenn es auch so lecker ist! Jedenfalls waren am Samstagnachmittag nur noch wenige Flaschen übrig, was man ja auch als ein Zeichen von höchster Zufriedenheit mit der Veranstaltung deuten könnte.

Nennt man diese Pracht nun eher Dreifaltigkeit oder doch eher Dreieinigkeit? Iss Wurscht, schmecken tun sie alle drei!

Aber ein Grund fehlt noch auch für die Begründung, warum die Bamberger Analog-Tage stets eine tolle Veranstaltung sind. Das ist nämlich die Kommunikation der Gäste miteinander und mit Themen, die sich eben nicht dauernd um die neuesten Errungenschaften bei den Gerätschaften und beim Zubehör und deren klanglichen Auswirkungen drehen. Hier drehen sich die Gespräche eher um…? Was war nochmal der Katalysator für all die Spielzeuge in der High Fidelity und auch für High End? Ach ja, die Musik!

Mitglieder des 1. PRV Oberfranken tauschen sich über die neuesten musikalischen Entdeckungen aus.

Hier in der Passage wurde sogar schon ein Verein gegründet, der sich 1. PRV Oberfranken, also Erster Prog Rock-Verein Oberfranken nennt. Raten Sie mal, ob die Gründungsmitglieder Markus, Christian, Bernd und Achim*** auch bei dieser aktuellen Veranstaltung anwesend waren?!

Diese Anlage bestand aus dem MoFi UltraDeck, einem Exposure XM5 und den formidablen MoFi SourcePoint 888.
Und jetzt folgt eine der ganz seltenen Aussagen zu den klanglichen Meriten meiner Lautsprecher und Anlagen:
Die MoFiSourcepoint 888 klang an diesem Frontend richtig frisch und outstanding!

Dass wir wieder die weltbeste LP-Markt-LP-Test-High-End-Anlage aufgefahren haben, ist ja wohl Ehrensache. Aber darin hatten wir ja schon ein wenig Übung.

An dieser Stelle danke ich Achim ganz besonders nicht nur für die Besorgung von Fifty/Fifty**** und auch Bernd für deren Zubereitung. Derart helfende Hände kann man auch im Vorfeld genau wie während der Veranstaltung immer gut gebrauchen.

Genauso danke ich Thomas für die Betreuung der vielen, vielen Schallplatten. Er war es schließlich auch, der die Bewertung der jeweiligen Preise nahezu aller angebotenen LPs ermittelt hat.

* MM war und ist und bleibt ein militanter Nichtraucher. Und eine Höchststrafe ist, die Kippen von dummen Rauchern auch noch wegräumen zu müssen, die sie einfach und vor allem gedankenlos auf den Boden werfen.

** Wer erinnert sich da nicht gleich an das dritte Album von Steely Dan aus dem Jahre 1974 mit seinem ewigen Ohrwurm-Hit?

*** Die beiden Letztgenannten stammen ja eigentlich aus Unterfranken und dem dort nahe gelegenen Hessen. Sollte man aber deswegen den Namen ändern?

**** Diese nette Geschichte muss ich Ihnen noch erzählen: In der Vorbereitung der BAT 2024 und der Frage, wie viele der Würste denn bei Jens vom Goldenen Engel bestellt werden sollten, meinte MM: So viele wie letztes Jahr und auch 50:50, also dieselbe Menge Weißwürste wie Rindswürste. Bei den BAT 2023 waren es aber nur je 30 Stück. Achim hat das weniger relativ, sondern absolut verstanden und umgesetzt. Zum Glück, denn schon am frühen Samstagnachmittag, oder war es bereits am späten Samstagmittag?, waren alle hundert Würste verzehrt!

Ein Fest für viele Sinne: Eine Revue der Bamberger Analog-Tage 2024 — Anlagen-Konzepte Teil 3: Im High End-Heimkino

Wie man der recht vollmundigen Ankündigung des Progammpunkts „15. Das Mega-Highlight „Analogue goes Headphone“ mit vier der allerallerbesten Kopfhörer-Sets des Weltalls!“ entnehmen konnte, war das absolute technologische Hai-Leid diesmal ausnahmsweise nicht im Großen Vorführstudio, sondern im High End-Heimkino zu verorten. Tatsächlich wurde hier auf etwa einem Quadratmeter das High des Who in der Sparte Kopfhörer samt dazugehöriger Kopfhörer-Verstärker im wahrsten Sinne des Wortes aufgetischt.* Die jeweiligen Top-Modelle von STAX, Grado, Final und Highestendspätwiedereinsteiger Yamaha gaben sich hier ein Stelldichein, das es in dieser Form nicht so oft geben sollte, zumal hier kein Schtrieming als Quelle verwendet wurde, sondern das Analoge schlechthin in Form einer 12″ = zwölf Zoll = 30 Zentimeter großen Scheibe aus Vinyl.

Da mir der AMG Viella zu schwer und auch zu groß für diesen Zweck gewesen ist,** bin ich hier lieber pragmatisch vorgegangen und habe stattdessen das wunderschön lackierte MoFi PrecisionDeck mit dem verbauten MasterTracker aufgebaut. Auch nicht schlecht!

Von links nach unten zu sehen sind die Pro-Ject Phono Box RS2, Der Hegel V10 und die Nova 3 von Musical Surroundings.

Denn auf diesem schwarz eingekleideten Tisch mussten ja auch noch zwei, nein sogar drei andere Programmpunkte untergebracht werden. Zunächst ist in diesem Zusammenhang zu nennen: „05. Vergleichstest von gleich drei bis vier Phono-Vorverstärkern in der 1500.- €-Klasse“, die hier nicht nur die Entzerrung des RIAA-Signals und dessen Verstärkung vornehmen, die das UltraDeck ausliest, sondern parallel auch das ermöglichen: „04. Die komplette System-Familie Ortofon Concorde Music im direkten Vergleich“. Hier drehen sie sich alle ganz gleichmäßig.

Das isser, der Programmpunkt „14. Ein Überraschungsgast, der zwar antiquiert aussieht, aber technicsh höchstmodern auftritt.“

Aber der musikalische Schwerpunkt lag ganz eindeutig auf dem Vergleichstest der dargebotenen Quräm della Crème. Hier kamen gleich vier der allerallerbesten Vertreter der jeweiligen Wandler-Prinzipien zu Wort: Elektrostat, Magnetostat, orthodynamischer und dynamischer Schallwandler. Im Contest beim FLSV und den BAT 2024 sind vertreten: STAX, Yamaha und Yamaha, Grado HP100 SE und Final D8000, beide ultimativ versorgt vom leider nicht mehr verfügbaren Ayon HA-3.

Was man nicht so alles auf etwas mehr als einem Quadratmeter an Technik unterbringt…

Der Yamaha HA-L7A diente hier als (völlig unterforderte) Schaltzentrale, ist er doch auch und nicht nur hier eine absolut neutrale Instanz beim Verteilen des eingespeisten Signals. Denn schließlich ging es von hier gleichzeitig zum ultra-high-endigen STAX SRM-T8000 mit angeschlossenem STAX SR-S9000 und auch zum nicht-weniger ultra-high-endigen Röhren-bestückten Ayon HA-3, der wiederum einen der besten Magnetostaten und auch den brandneuen und hier wenigstens als Europa-Neuheit vorzustellenden Grado HP-100 SE mit high-endigem Signal versorgte

Über diese Überraschung, dass es doch noch geklappt hat, freue ich mich ganz besonders und schicke nochmals meinen Herzlichen Dank nach Augsburg und erst recht an Frank Schick, der mir dieses Highlight persönlich vorbei gebracht hat.

Dass quasi außer Konkurrenz auch noch die bereits hier vorgestellte DALI Epikore 3 ihren Auftritt bekam, hat sie der Möglichkeit des Cayin HA-300 zu verdanken, der neben seiner Kernkompetenz, Kopfhörer mit richtig Schmackes zu versorgen, auch Ausgänge für (möglichst Kennschalldruck-starke) Lautsprecher aufweist.

*Das ist insofern wörtlich zu nehmen, als dass die Stellfläche für all diese Pretiosen ein besonderer Tisch von Quadraspire ist, in dem immer noch ein früherer Absolute High End-Projektor von Runco untergebracht ist. Heutzutage mag niemand mehr dieses frühere technologische Meisterwerk geschenkt haben. Oder doch? Falls Interesse an einem wenig gelaufenen Runco für lau besteht: Bitte melden! Aber der Tisch bleibt da, außer der Abholer ersetzt mir diesen Tisch mit einer halbwegs adäquaten und auch ebenso stabilen Alternative. Auch die OVP für den Runco ist immer noch vorhanden!

** Ganz klare Aussage: Dieser tolle Plattenspieler mit dem verbauten DS Audio DS-003 ist immer noch mein FLSV-internes Referenz-Laufwerk samt Tonarm. Es hätte auch in diesem Vergleich die absolute Messlatte noch ein Quäntchen nach oben verschoben.

Ein Fest für viele Sinne: Eine Revue der Bamberger Analog-Tage 2024 — Anlagen-Konzepte Teil 2: Im Großen Vorführstudio

Vermeintlich relativ simpel war es diesmal im Großen Vorführstudio des FLSV in Bamberg. Denn hier waren nur zwei Anlagen, jeweils für sich schlüssig und unabhängig voneinander, zu installieren. Aber das ist ja immer leichter gesagt, als richtig bedacht. Denn wie kann man diese stellen, ohne dass sie sich gegenseitig beeinflussen oder gar im Weg stehen. Zur Erinnerung: In diesem Studio tummeln sich geschätzt mehr Lautsprecher als bei den nächsten drei Kollegen zusammen und das bei deutlich geringerem Platz.

Aber das war ja noch nie eine dann doch nicht gelöste Aufgabe, den Raum so zu gestalten, dass es einerseits klanglich keinerlei Beeinträchtigungen gibt, andererseits aber auch, dass möglichst viele Zuhörer auf akustisch guten Plätzen sitzen. So auch bei den BAT 2024.

So kam das umfassend modifizierte MoFi MasterDeck als wohltönende Quelle zum ersten öffentlichen Einsatz. Das Gerät wurde von den Amiganern in Augsburg, also beim deutschen MoFi-Vertrieb High Fidelity-Studio, an zehn Einzelpunkten verbessert.* Wenn also MoFi ganz am Anfang, dann auch MoFi als nächste Station. Nicht allzu schwer zu erraten ist somit die MasterPhono als gesetzte, weil adäquate und vor allem auch klanglich perfekt darauf abgestimmte Phono-Vorstufe.

Hier ebenfalls angeschlossen war ein Ortofon MC Cadenza Red, das auf einem der nicht mehr einzeln erhältlichen Tonarme von SME, hier einem SME 309, montiert ist. Den optischen Gesamteindruck bestimmt aber ganz bestimmt das historisch besonders wertvolle Laufwerk RX-1500 D von Micro Seiki. Und falls jemand auch den zweiten Tonarm bestücken möchte: Auch der Koshin GST-801 ist ein veritabler Klassiker. Und zur Not bietet der Micro Seiki aber auch noch zwei weiteren Tonarmen einen Stell- und Sitzplatz!

Und weil es ungerecht gewesen wäre, nur im Kleinen Vorführstudio einen EISA Award-Gewinner zu präsentieren, haben wir uns nicht lumpen lassen und den nagelneuen Hegel H400 als Zentrale verwendet. Diesem Verstärker ist es dank seines extrem hohen Dämpfungsfaktors eigentlich wurscht, welchen Lautsprecher er treiben soll.

Aber mit unserem zweiten Highlight bei den Lautsprechern hatte er leichtes Spiel. Die Dynaudio Contour Legacy** kann zwar ein paar Watt vertragen, aber Lautsprecher von Dynaudio haben stets einen gutmütig verlaufenden Impedanz-Verlauf. Diese auf nur 1000 Paare limitierten Boxen spielten auffällig unauffällig. Hier kann man konstatieren, dass es eher die Qualität des verwendeten Musikmaterials ist, die die Güte des Klangs bestimmt.

Auf der anderen Seite des Großen Vorführstudios war eigentlich die Erstpräsentation der brandneuen DALI Epikore 7 geplant, doch ein mir noch unbekannter Spediteur hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da hatte ich doch das ganz große analoge Besteck in meinem Portfolio, den AMG Viella samt DS Audio DS-003 sowie den großen Copland CTA 407 vorbereitet und dann das. Stattdessen kamen die Magnepan MG-2.7i auch nicht zum Zuge, obwohl diese Konstellation ein Bild von einer Prachtbühne ohnegleichen zaubert. Aber die dafür nötigen Abstände zu den Hörern lassen sich bei einer Veranstaltung wie den BAT 2024 nicht realisieren. So spielte die Dynaudio Heritage Legacy halt einfach weiter…

Auch nicht schlecht. Aber die Präsentation der DALI Epikore 7 wird nachgeholt, versprochen!

Wer sich trotzdem einen Eindruck von der neuen Spitzenserie Epikore des dänischen Lautsprecher-Herstellers verschaffen wollte, musste ja nur ein paar Stufen hoch ins High End-Heimkino steigen. Aber dazu kommen wir im nächsten Teil, wenn es dann wieder heißt: Nachlese der Bamberger Analog-Tage 2024 in Häppchen: Anlagen-Konzepte Teil 3: Im High End-Heimkino.

* Wer sich für die Maßnahmen im Einzelnen interessiert, spreche mich bitte einfach per Mail an munk@flsv.de an.

** Hier wurden diese tollen Lautsprecher bereits vorgestellt.

Ein Fest für viele Sinne: Eine Revue der Bamberger Analog-Tage 2024 — Anlagen-Konzepte Teil 1: Im Kleinen Vorführstudio

Diese spezielle Nachlese, die ja eigentlich eine Vorlese werden sollte, um die bei den gerade zu Ende gegangenen Bamberger Analog-Tagen 2024 (BAT 2024) vorgeführten Installationen schon im Vorfeld würdig vorzustellen, konnte aus Zeitgründen nicht mehr realisiert werden. Aber weil doch recht viel Zeit und noch mehr Aufwand in den im Programm für die BAT 2024 genannten Vorschlägen für hochwertige Musikwiedergabe in allen Preisklassen* stecken, werde ich sie im Folgenden in einer kleinen Leistungsschau und wie immer ohne klangliche Bewertung darstellen. Es wäre doch wirklich zu schade, wenn diese nur meine Gäste der BAT 2024 zu würdigen wussten. Schließlich sind nahezu alle Konstellationen zum einen exemplarische Beispiele, wie man bestimmte Problemstellungen lösen kann und zum anderen werden sie in der Regel auch in der näheren Zukunft noch beim FLSV in Bamberg vorführbereit bleiben.

Alan Bachmann in seinem Element. Gespannt lauschen die Zuhörer seinen Ausführung zum Beispiel über Herbert Pixner.

Wie lautete der Programmpunkt 2 so lapidar? Genau: „02. Neuheitenvorstellung DUAL mit Dozent Alan Bachmann“. Dass diese Ankündigung aber gleich drei Anlagenkonzepte umfasste, beschreibt den hier betriebenen Aufwand besonders deutlich.

Für die meisten Zuhörer bei den BAT 2024 war das Preis-Leistungsverhältnis des DUAL CS 518 einfach überragend!

Der kleinste DUAL Plattenspieler, der CS 518 im schönen Nussbaum-Gehäuse, hatte die einfachste, weil klassischste Aufgabe, nämlich eine Schallplatte abzuspielen und das generierte Signal dem nachfolgenden Vollverstärker mit integriertem Phono-Vorverstärker, in diesem Fall einem Arcam A5, weiter zu reichen,

Optisch schlicht und klanglich schlicht gut, für den Preis sogar sehr gut: der Arcam A5. Heute außer Dienst: der Streamer ST5.

damit dieser ein Paar passiver Standlautsprecher bedient. Dass diese beiden erstgenannten Komponenten ihren Job nicht nur in ihrer (relativ niedrigen) Preisklasse besonders gut verrichteten, stellte das Sondermodell Fun 25 von Blumenhofer Acoustic mit großer Detailtreue, üppiger Raumabbildung und fulminanter Dynamik dar.

Der Weg von Rot zu Blau via Blau war wahrlich nicht weit: DUAL CS 529 mit Ortofon 2M Red via Bluetooth zur KEF LSX II in blau.

Eher durch Zufall wurde eine weitere Option entdeckt, nämlich, dass man den DUAL CS 529 auch per Bluetooth nicht nur nutzen, sondern sogar in einigen Funktionen bedienen kann**. Es gibt ja bestimmt viele Wohnsituationen, vor allem sehr modern ausgerichtete, die kaum so viel Platz für einen historischen Turm, früher neudeutsch Rack genannt, hergeben, der alle Komponenten inklusive Plattenspieler adäquat beherbergen kann. So kann man zum Beispiel den Plattenspieler zum Beispiel auf die andere Seite des Raumes stellen und dann das Signal zum Beispiel auf die Soundbar des Fernsehgerätes oder besser zum Beispiel zu einem Bluetooth-Kopfhörer strömen lassen. So wurde eine Strecke zur fulminanten KEF LSX II geschaffen, die ja durch den koaxialen Aufbau der beiden Treiber besonders kompakt gebaut ist. Übrigens: Diese kleine KEF LSX II oder deren lighte Schwester LSX II LT sind mit die besten TV-Lautsprecher, die der FLSV als Ersatz für die oft unsäglichen Soundbars in seinem Portfolio führt.***

Hier sehen Sie den DUAL CS618Q in einer Sonderausführung. Aber was ist denn anders als in der Serie?

Das größte Modell bei DUAL ist der CS 618Q. Dieser bietet nicht nur einen besseren Tonabnehmer, sondern sogar einen Direktantrieb samt Endabschaltung. Dieser schöne Plattenspieler hatte die ehrenvolle Aufgabe, eines der allerersten Paare des aktuellen und noch schöneren EISA Award-Gewinners Triangle Capella zu bespielen, die es in Deutschland zu bestaunen gab.

Oben links und unten sind der Hub und die Fernbedienung der Triangle Capella zu sehen, oben rechts die Pro-Ject Phono Box S3 B.

Obwohl der zur Triangle Capella zwingend benötigte Hub keinen Phono-Eingang aufweist, funktioniert es aber dennoch, weil der DUAL CS 618Q einen gar nicht so einfachen Phono-Verstärker bereits eingebaut hat.**** Somit war diese Anlage klanglich zwar schon eine Ecke kleiner in der Darstellung als die zuvor beschriebene, aber tonal braucht sich die Triangle Capella vor nur ganz wenigen Alternativen im nicht ganz unreichlichen Sortiment des FLSV verstecken.

Die Triangle Capella ist eine vollaktive Comète 40th mit cleverer Elektronik.

Diese Anlage firmiert somit zusätzlich auch unter dem anderen, noch auszuführenden Motto der BAT 2024 namens „06. Minimalistische Phono-Anlagen mit Aktiv-Lautsprechern von Triangle“.

Schon länger ein Dream Team beim FLSV und immer noch top aktuell: Pro-Ject Debut EVO 2 und Triangle AIO Twin.

Weiter geht’s unter diesem Motto mit einer bekannten Alten, die aber immer noch supermodern und auch genauso stylisch daher kommt. Wir reden von dem überarbeiteten Gespann***** aus dem Plattenspieler Pro-Ject Debut EVO 2 und den Triangle AIO TWIN. Das Kürzel AIO steht bekanntermaßen für All in One******, was auch schon ziemlich präzise den Ausstattungsumfang der kompakten Triangle beschreibt. Hier ist nämlich neben analogen und digitalen Eingängen, Bluetooth und Netzwerkzugang, Subwoofer-Ausgang auch ein veritabler Phono-Vorverstärker eingebaut. So kann an den Master dieses Duos jeder beliebiger, sprich auch ein älterer Plattenspieler ohne integrierten Phono-Amp angeschlossen werden. Somit dürfte diese Set in seinem Preissegment das bestklingende und hübscheste sein. Oder war es anders herum?

Hier sieht man mal den besonderen Anschluss in Mini-XLR für die symmetrische Signalführung zur Phono Box S3 B.

So war es beinahe zu verschmerzen, dass die beiden anderen Neuheiten von Pro-Ject Audio samt balancierender Elektronik nicht zu Zuge kamen. Bereit dazu wären Sie jedenfalls gewesen, die Modelle Debut PRO B und XA B. Beide Plattenspieler führen übrigens mit dem Pro-Ject Pick it PRO Balanced das erste Moving Magnet-System (MM) der Welt, das elektrisch völlig symmetrisch zu nutzen ist.

Hübsch ist er und spielt trotzdem richtig gut: der Pro-Ject XA B.

Diese waren an hauseigener Elektronik angeschlossen, bevor es wieder in einen Hochpegeleingang des oben genannten Arcam A5 ging. Aber das können Sie ja ab sofort nachholen, denn alle Modelle sind und bleiben fester Bestandteil des analogen Portfolios des FLSV in Bamberg.

Die Herren Völkel und Sandreuther hatten jede Menge gespeicherte Musik in seiner nahezu ursprünglichsten Form dabei.

Weiter geht es mit „08. Unser Dauer(b)renner beim Thema Tape: HP Völkel und Andreas Sandreuther präsentieren ihren überarbeiteten MA-1.“ Äußerlich unverändert drehte der Magnetapparat MA-1, bekanntermaßen eine umgebaute und zum Abspielen von Masternbandkopien aufs Nötigste reduzierte ReVox A 77, stoisch seine Runden. Besonders die Eigenaufnahmen des Duos fanden besonderen Zuspruch. Die beiden Herren wechselten sich in der Moderation ab, wohl auch deshalb, weil sich das interessierte Publikum auch für die technischen Aspekte bei den jeweiligen Aufnahmesituationen interessiert hat.

Echtes Männerspielzeug; früher echtes High End, der Telefunken sogar Made in Germany.

Auch der Programmpunkt „10. Echt diskrete Quadrophonie-Vorführung mit Telefunken TRX 3000“ kam nicht zum Zuge, obwohl die Hardware = eben jener mächtige Telefunken TRX 3000 samt Zuspieler Kenwood KD-8030 mit nagelneuem Ortofon 2M Black und zwei Lautsprecherpaaren******* samt Software = Beethovens komplette Symphonien mit dem Gewandhaus-Orchester unter der Leitung von Kurt Masur bereit standen.

Oben rechts sieht man, dass dieses Opus magnum auch vierkanalig abzuspielen ist.

Eher bekannt still und ruhig wurde der Programmpunkt „11. Last chance for Christmas: Annahme von reparaturbedürftigen Plattenspielern durch Lauschgoldengel Mathias Thurau“ abgearbeitet. So wurde während des großen Trubels nur wenige Meter entfernt immerhin ein mächtiger Thorens TD126 MK III wieder in Gang gesetzt. So ganz nach dem Lebensmotto: So schnell kann’s gehen!

Drei ganze Sammelalben voll mit Bildchen und Hinweisen und auch Warnungen: die Under Cover-Ausstellung.

Ebenso ein wenig im allgemeinen Trubel untergegangen ist der Programmpunkt „09. Under Cover-Ausstellung: Was steckt im Cover? Eine weiße Innenhülle? Oder doch mehr?“ Hier wurden über viele Jahre die nicht mehr verwendeten Innenhüllen nach dem Waschvorgang auf meinem VinylCleaner Pro X von Audiodesksysteme Gläss gesammelt, wenn sie die Kunden nicht mehr mitnehmen wollten.******** Da sind entweder allgemeine Pflege-Hinweise, Warnungen oder auch weitere LP-Angebote des jeweiligen Labels zu finden. Aber diese drei Schallplattensammelalben bleiben auch in Zukunft in Reichweite, sodass der/die/das Interessierte stets einen Blick hinein riskieren kann. Allein bei den vielen anderen Schallplattencovern, die dort abgebildet sind, kann man eine stundenlange Zeitreise antreten. „Hab‘ ich selbst, die will auch, die aber brauche ich nicht…“, so könnte das Gemurmel des Betrachters lauten.

Alan Bachmann in einer kurzen Pause. Hinten in der Mitte zu sehen ist Helmut Pape, der seine delikaten Weine kredenzte.

Dass es diesmal nicht nur im Großen Vorführstudio einen so großen Andrang gab, lag also nicht nur an den tollen Maschinen und Maschinchen, sondern an den beredten und eloquenten Moderatoren Alan Bachmann für DUAL und Blumenhofer Acoustics sowie HaaPee Völkel (Marketing) und Andreas Sandreuther (Technik) von Live II Tape vulgo dem Analog Treff, Nürnberg.

Dank des schlechten Wetters brauche ich diese Taschen nicht für die nächste Veranstaltung im Hause des FLSV in Bamberg packen.

Ein glatter Reinfall war diesmal der sonst stets erfolgreiche Verkauf von älteren Ausgaben vor allem der MINT, aber auch anderer Hifi-Gazetten zum Spottpreis. Und das, obwohl ich dafür auch noch reichlich stabile Tragetaschen besorgt hatte. Da der Wagen draußen vor dem Kleinen Vorführstudio stehen musste, führe ich das aber zu einhundert Prozent auf das Sauwetter an diesen beiden Tagen zurück, die kaum eine regenfreie Phase hatten.

Aber mein Haustier vom Bamberger Kinderschutzbund wurde trotzdem gut gefüttert, weil sich viele Gäste auch so für die kostenlose High End-Bewirtung aus den Programmpunkten 16 und 17 sowie für ihr neues Schreibgerät bedankt haben. Das kann man doch glatt als eine veritable Kreislaufwirtschaft bezeichnen.

Auch das kostet Zeit: Sortierarbeit für die Überraschungstaschen zu Gunsten des Bamberger Kinderschutzbundes.

Vielen Dank, meine Herren, für euer tolles Engagement!

So, das war das Kleine Vorführstudio. Kann es wirklich noch spannender werden? Kaum zu glauben!

Zugegeben: 40 Jahre wird der FLSV in Bamberg erst im März 2025. Aber der Rest stimmt jetzt schon und das schon lange.

* Sie wissen ja, dass der FLSV stets auf ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis bei seiner Auswahl aller angebotenen Komponenten achtet. Somit fallen die allerbilligsten und erst recht die sündhaft teuersten Produkte des Marktes schon mal aus dem Beuteraster…

** Nein, der DUAL CS 618Q kann nicht die Schallplatte umdrehen.

*** Diese Aussage ist streng als HiFi- und Musik-affine aufzufassen. Wer nur TV glotzt, der hat andere Ansprüche.

**** Das gilt übrigens für alle Modelle von DUAL.

***** Überarbeitet meint hier „modernisiert“ und nicht „Die Pferde sind schlapp von zu viel Arbeit“!

****** Für was das Kürzel „TWIN“ steht, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Haben Sie eine Idee?

******* Eines davon ist ein Meilenstein der Lautsprechertechnik: ESS Monitor mit dem großen Air Motion Transformer, auch ein richtig großes Zweiwege-System wie die Blumenhofer Acoustics Fun 25. Die Rear Speaker sind dagegen richtig lütt, verwenden aber beim Hochtöner dasselbe Wandlerprinzip in modern und klein: ELAC 310.

******** Hier handelt es sich selbstredend um keinerlei Innenhüllen, auf denen Texte, Bilder und andere Informationen zu diesem einen Album aufgedruckt sind. Die gehören stets zum Album!

Dieses wunderbare Motto passt doch ganz treffend zu dieser famosen Veranstaltung!

Ein Fest für viele Sinne: Eine Revue der Bamberger Analog-Tage 2024, 0. Teil – Danksagungen

Wo fängt man an, wenn einem die Worte fehlen? Worte, die beschreiben, welch besonders tolle Veranstaltung in den heiligen Hallen des FLSV in Bamberg am letzten Samstag kurz nach 16.00 Uhr zu Ende gegangen ist? Worte, die beschreiben, wie viele Gäste trotz des saumäßigen Wind und Wetters sich in der Inneren Löwenstraße einfanden, um dort den eingeladenen Moderatoren zuzuhören und sich auch mit gezielten Fragen einzubringen, sich später mit Gleichgesinnten draußen in der Passage vor dem Großen Vorführstudio auszutauschen, dabei vielleicht bis sehr bestimmt eine der weltweit leckersten weißen und roten Würste, die bei derlei Events kredenzt werden, zu gönnen, diese mit einem großen Schluck des noch nahrhafteren Bieres zu begleiten? Vielleicht einfach so und kurz: Wir kamen zusammen, einfach um dem Genuss zu frönen.

Neben den später jeweils nach den vier genutzten Räumlichkeiten geordnet und einzeln beschriebenen Aktivitäten werden hier in diesem ersten Teil alle wichtigen offiziellen wie inoffiziösen, aber dennoch noch lange nicht minder unwichtigen Besonderheiten des gar nicht zu Unrecht vollmundig angekündigte Programm der Superlative in allen Punkten für den Freitag und für den Samstag auf einen Blick* dargestellt:

Heute würde man das nachhaltig nennen, aber das originale Schild ist am Freitag patschnass geworden.

Der Freundeskreis aus Bischofsgrün rückte wie immer in Mannschaftsstärke an. Und Djerdj, seines Zeichens Betreiber der an dieser Stelle schon oft beschriebenen Veranstaltungslocation Grund 74 in Bischofsgrün und den alle nur Dschuri rufen, hat mich wieder mit einem besonderen Geschenk überrascht, nämlich mit dem ziemlich warm klingenden Plattenspieler vom Titelbild! DANKE!

Aber auch die Schweinfurter Klaus und Michael waren mal wieder da und haben diesmal keine Pizza in Bamberg gegessen. Muss ich im Kalender ankreuzen. Vielleicht war den beiden das gebotene Programm so mächtig, dass es eigentlich Prokilo heißen müsste?!

Volle Hütte und Frank Schick behält trotzdem souverän den Überblick, obwohl er noch zwei weitere Baustellen zu betreuen hatte.

Frank Schick vom High Fidelity-Studio in Augsburg konnte sich nicht zweiteilen, geschweige denn dreiteilen. Schließlich hätte er im High End-Heimkino den neuen Kopfhörer von Grado, den HP100 SE als Europa-Neuheit samt zweier Geräte von Musical Surroundings betreuen und erklären können. Das Gleiche gilt für die wohl high-endigste Anlage für die Beschallung von Weiß- und Rindswürsten, die in der Passage vor dem Großen Vorführstudio aufgebaut war, nämlich eine reinrassige MoFi – Exposure – MoFi-Installation. Ganz klar: Er war besser im warmen und lichten und bestens klingenden Großen Vorführstudio untergebracht, wo er unermüdlich seinen überarbeiteten großen MoFi und auch seinen anderen großen MoFi ins rechte Licht gerückt hat. Well done!

Ich sag‘ Dank an Frank!

Herr Michael M. aus N, hier mit Alan B. aus W. und Michael M. aus B., hatte vielleicht die weiteste Anfahrt zu absolvieren.

Alan Bachmann hat sich mal wieder richtig ins Zeug gelegt, um seine DUALe als auch seine großen Lautsprecher vor dem affinen** Publikum möglichst musikalisch darzustellen. Aber das wäre ja keine Kunst, wenn nicht auch die Begeisterung für seine ausgewählten Musikstücke auf die Zuhörer übergesprungen wäre. Alan weiß aber auch immer nette Geschichten aus eigenem Erleben zu den Musikern und zu der Entstehung bestimmter Stücke zu erzählen.

Danke, Alan!

Es ist schon eine Kunst, sich das Kleine Vorführstudio mit gleich zwei weiteren Parteien zu teilen und dabei keine Missstimmung aufkommen zu lassen. Und genau das ist Heinz-Peter Völkel und Andreas Sandreuther auf der einen Seite, Helmut Pape auf der anderen Seite und eben jenem Alan Bachmann auf der übrig gebliebenen Seite gelungen. Erstere Partei wortgewaltig, drittere ebenso und mittendrin am Rand ein ruhiger Anbieter von leckeren und besonders Preis-werten Weinen aus dem Corbières.

Danke an Helmut Pape!

Aber wer HaaPee in dem Fall Völkel kennt und auch Andreas Sandreuther schätzt, wird wissen, dass hier bei den BAT 2024 keine öde Litanei zu erwarten war. Vielmehr gab es neben den Erläuterungen der technischen Anforderungen der MA-1 viele erhellende Einblicke in das kulturelle Leben in der südlichen Hauptstadt der Franken, also aus dem Zentrum der Nürnberger Südstadt.

So sah es am Freitagabend nach der Veranstaltung aus. Schließlich konnten die LPs ja nicht über Nacht draußen bleiben.

Auch wenn die Hauptarbeit der Vorbereitungen für die BAT 2024 auf den Schultern*** eines gewissen MM lastete, ich hätte es nicht ohne die Mithilfe von Mathias, Achim, Thomas und auch UK geschafft. Ich danke euch von Herzen!

Meine Güte! Alle Erwartungen wurden erfüllt und übererfüllt und werden als Ansporn genommen, das Programm der BAT 2025 nochmals so vielfältig und reichhaltig und mehrschichtig undsoweiter zu gestalten.

Und so danke ich schlussendlich erst recht all meinen Gästen für Ihren Besuch. Nur mit Ihnen und mit euch gelingt so eine tolle Veranstaltung wie die Bamberger Analog-Tage. Und wissen Sie was? Vielleicht gibt es ja im März wieder einen solch tollen Event, denn schließlich wird MM dann 40 Jahre alt und feiert womöglich diesen runden Geburtstag.

Wenn es an diesem Wochenende hifi-mäßig besonders spannend in Deutschland war, dann ist ja wohl ganz klar wo das war: in Bamberg beim FLSV!

* Kennt jemand Bambergs bekanntestes Fabelwesen? Es ist das Sams, erdacht von Paul Maar. Hier hat Herr Taschenbier Wunschpunkte einzusetzen…

** Kennen Sie den Unterschied zwischen einem affinen Publikum und einem affigen Publikum? Nein, bitte denken Sie dabei jetzt nicht an die üblichen High End-Vorführungen auf den ebenso üblichen Messen!

*** … und zum Glück nicht auf dem nahem Schlüsselbein…

Kleines Detail am Rande: Auch der Abstand der Stands für die DALI Epikore 3 wurde minutiös auf 33.3 ausgerichtet.

Update zum Programm der Bamberger Analog-Tage 2024 #3: Ein Blick hinter die Kulissen

Es ist ja nicht damit getan, für eine Veranstaltung vom Kaliber der BAT mal schnell den Laden aufzuräumen und dann ein paar Apparaturen zu drapieren, die meinetwegen sogar hübsch anzusehen sind. Weit gefehlt! Denn nach einer solchen Veranstaltung wie den BAT 2023, die ja nur so vor Weltneuheiten strotzten, gab es erst mal das große Loch, die weite Leere, das vorläufige Nichts. Was sollte denn nach einer so gelungenen Veranstaltung noch kommen? Da fiel mir erst mal nichts Gescheites ein. Aber dadurch, dass MMan immer wieder an die Folgeveranstaltung denkt, kommen eineMM doch wieder ein Gedanke samt folgender Option nach der nächsten Möglichkeit in den Sinn, was vielleicht doch ganz interessant für das lokale PublikuMM, aber auch für mich selbst sein könnte.

Nein, das ist nicht der neue METALLICA Plattenspieler, sondern alle fünf Ortofon Concorde Music auf einem Dreher.

Wenn dann das Gerüst nach vielen Momenten so halbwegs steht, geht es an die Umsetzung der vielen Ideen. Erst kommen die Pressemitteilungen an die papiernen Zeitschriften* dran, weil deren Vorlaufzeit deutlich größer sein muss als die der Online Magazine. Dann müssen die ganzen Neuheiten bestellt und organisiert werden: Soll ich diese bereits auspacken und so auch schon zeigen, gar per Bericht auf dieser Seite bei den News vorstellen? Oder wie löse ich mal ganz schnell die Frage: Wohin kommen welche der vorzustellenden Neuheiten?

Gesetzt als Front-End für den ultimativen Vergleichstest der Kopfhörer-Giganten bei den BAT 2024: MoFi PrecisionDeck.

Nehmen wir mal nur eines der drei Vorführstudios des Fränkischen Lautsprecher-Vertriebs in Bamberg**, exemplarisch also das High End-Heimkino.*** Hier findet in diesem Jahr ja das technologische Highlight mit dem Motto „Analogue goes Headphone“ statt, das einen extremen Aufwand erforderte. Eigentlich sollte man solch besondere Pretiosen, zumal wenn sie in dieser Konzentration dargeboten werden, öffentlicher präsentieren als in dem doch kleinen und auch engen High End-Heimkino, wo sich der Publikumsandrang auch deswegen in Grenzen halten wird, weil dort oben einfach nicht mehr Platz ist. Aber dafür ist dieses Studio für sich und abgeschlossen, weil eben kein Durchgangsverkehr möglich ist. Und somit ist es mit seiner Ruhe ideal für konzentriertes Hören mit Kopfhörern geeignet.

Läuft einem da nicht jetzt schon das Wasser im Mund zusammen? Das High des Who bei den Kopfhörern ist hier versammelt.

Aber mein besonderer Trick besteht auch darin, dass dort oben auch noch die Punkte 04, 05 und 14 des Programms der BAT 2024 in Personalunion untergebracht werden. Beide Anlagenkonzepte lassen sich jeweils getrennt, aber auch verquickt nutzen.

Schön unterirdisch und gut voneinander getrennt sind die Kabel für die Spannungsversorgung und fürs Signal geführt.

Und um das für mehrere Gäste simultan nutzbar zu machen und einen extrem fairen Vergleich aller teilnehmenden Geräte zu gewährleisten, wurde dort nicht nur eines meiner Referenz-Produkte für eine saubere Spannungsversorgung platziert, konkret der Keces IQRP-800 mit vier absolut symmetrischen Spannungen im Ausgang, sondern auch absolut identisch lange Netzkabel für alle Teilnehmer angefertigt. Raten Sie mal, ob das das LoRad von Supra Cables sein könnte! Die restlichen Verbraucher, also die drei Phono-Vorverstärker Hegel V10, Musical Surroundings Nova 3 und Pro-Ject Phono Box RS und der angekündigte technische Überraschungsgast, werden über die Supra Cables-Netzleiste mit integriertem DC-Blocker versorgt.

Probieren Sie den Keces IQRP-800 mal zu Hause aus, dann wissen Sie, warum dieses Gerät in dieser Anlage arbeiten darf.

Auch bei den Phono-Kabeln bleibt es monogam, sprich: Supra Cables Phono 2RCA-CS. Auch wenn es bestimmt klanglich noch bessere Kabel am Markt gibt, dieses Kabel erhält den FLSV Award für das beste Preis-/Leistungsverhältnis!

Bei den Signalkabeln habe ich auf einen Bestand an Cinch– und XLR-Kabel eines deutschen Herstellers zurück gegriffen, weil diese identisch beim Material als auch im Aufbau sind. Wir reden von einem meiner All-Time-Classics, der Serie Highline von Goldkabel.

Alles so schön blau hier, obwohl die Kabel der Highline-Serie von Goldkabel stammen. Aber schweigen Sie auch?

Ich danke an dieser Stelle Robert Ross für seine Unterstützung in Sachen Keces samt den dazugehörigen und besonders high-endigen DC-Kabeln sowie Stefan Eisenhardt von Geko Hifi für die schnelle Belieferung all der benötigten Kleinteile und Sonderlängen meiner stets favorisierten Supra Cables. Ebenso danke ich Oliver Unkel von ATR Audio Trade für die bevorzugte Belieferung all der Neuheiten und auch für die Organisation einer ganz besonderen Leihstellung. Und dass die BAT 2024 wieder eine Weltneuheit, nämlich den nagelneuesten Grado HP100 SE, bieten werden, geht ganz klar auf die Kappe von Frank Schick vom High Fidelity-Studio in Augsburg!

Da liegen sie noch darnieder, die fünf neuen Tonabnehmersysteme aus der Concorde Music-Baureihe von Ortofon aus Dänemark.

* An dieser Stelle danke ich auch nochmals öffentlich den Herren Barske (LP Magazin) und Mächler (Audio Test) für deren prompte Umsetzung! Ich wünschte, die anderen Gazetten wären auch so auf Zack!

** Wir reden von in Bamberg, nicht von in Hirschaid bei Bamberg! Und erst recht findet diese Veranstaltung nicht in einem Vorführstudio namens Bamberg statt, wie es mancher aus einem Studio in einem nördlichen Trabanten Erlangens – oder war’s ein südlicher von Forchheim? – kennen könnte, sondern in den bekannten Räumlichkeiten des FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 zu Bamberg, Oberfranken, Franken, Bayern, Deutschland, Europäische Union, Europa und der ganzen großen weiten Welt.

*** Dieses weist ja bekanntermaßen mit die neutralste Akustik eines professionell genutzten Vorführstudios im Umkreis von mindestens 500 Kilometern auf. Schade nur, dass dies in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen wird.

Die dazugehörigen Behausungen stehen auf einer MoFi PointSource 8 Spalier.

Update zum Programm der Bamberger Analog-Tage 2024 #2: Und es gibt sie doch noch, die Weltneuheit!

Nachdem im ersten Update schon bekannt gegeben wurde, dass die Bamberger Analog-Tage 2024 doch ein kleines Sensatiönchen in Form einer am Freitag, dem 6. Dezember erstmalig im Fachhandel vorzuführenden Schallplatte bereit halten werden, nämlich eine Solo-LP von und mit Bugge Wesseltoft, gibt es nun doch noch auch eine Weltneuheit bei der Hardware.*

Auch wenn ich es noch gar nicht recht verraten mag, um welche es sich handeln wird, flüstere ich Ihnen schon mal wenigstens dieses kleine Geheimnis ins Ohr, das Sie bitte nicht bei sich halten sollten:

Das Design erinnert an den legendären Grado PS500 mit den optionalen großen Ohren.

Diese wenigstens Europa-Neuheit bei einer derartigen Fachhändler-Veranstaltung wie den Bamberger Analog-Tagen ist ausgerechnet ein Kopfhörer der Absoluten Spitzenklasse, der perfekt zum Programmpunkt 15 des Programms für die BAT 2024 passt. Es handelt sich um das absolute Top-Modell vom ausgewiesenen Kopfhörer-Spezialisten Grado aus Brooklyn (NY),** dem Signature HP100 SE. Dieser ist wie seine hauseigenen Geschwister ein offener und dynamischer Kopfhörer*** in einem runden Gehäuse. Der Grado Signature HP100 SE verwendet die großen, Ohr-umschließenden und aus Schaumstoff gefertigten Ohrmuscheln.**** Diese führen zu einem recht angenehmen Tragegefühl.

Die Kabel sind oben am Hörer austauschbar. So ist auch eines mit Mini-Klinke für Portables denkbar.

Aber wie sich nun dieser dynamische Kopfhörer – und das als günstigste Offerte – klanglich, aber auch im Tragekomfort im Vergleich zu seinen unten genannten Marktbegleitern behauptet, das können Sie selbst nahezu perfekt aufgetischt an diesen beiden Tagen erfahren.

Da sieht man schon mal den nahezu fertigen Aufbau mit den Mitstreitern des Grado HP100 SE: Yamaha, Stax, Ayon + Final

Meine Güte, macht es MM mal wieder spannend!

Bei den über jeden Zweifel erhabenen technischen Daten ist Driver Matched: 0.04 Dezibel wohl die wichtigste Angabe.

* Sie erinnern sich: Bei den BAT 2023 gab es sogar drei solcher Weltneuheiten! Das wird wohl nie mehr zu toppen sein, oder? Und ich gehe davon zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels aus, dass ich hier nicht zu hoch greife und ungerechtfertigt auf die Klötze haue. Aber wie heißt es so schön auf der Titelseite dieses Webauftrittes: Neuheiten und Neuigkeiten aus unserer kleinen Welt der High Fidelity und des High End! Und damit ist ja ganz klar der FLSV in Bamberg gemeint.

** Grado verfügt über eine mehr als 70-jährige Tradition beim Bau von Kopfhörern!

*** Mit dynamisch ist hier nicht dessen Gangart im Umgang mit der zugespielten Musik gemeint, sondern das Funktionsprinzip. Hier werkelt eine klassische Membran mit angeklebter Schwingspule in einem Permanentmagneten. Alternative Wandler-Prinzipien sind Magnetostaten (nicht nur bei den BAT 2024 vertreten durch Final), Elektrostaten (BAT 2024 und das ganze Jahr: STAX) sowie orthodynamische Wandler (BAT 2024 und auch sonst: Yamaha YH-5000SE).

**** Dem Kopfhörer liegt auch ein zweites Paar Ohrpolster bei. Man wundert sich ja immer, welchen klanglichen Einfluss diese Ohrabdeckungen haben.

Links im Bild sind die alternativen Ohrpolster zu sehen. Der gelbe Rand ist ein Gummi, der den Grado HP100 SE schützt.

Update zum Programm der Bamberger Analog-Tage 2024 #1: Jetzt gibt es was auf die Ohren!

Eigentlich müsste es ja heißen: Jetzt gibt es was in die Ohren. Und das klänge auch weniger martialisch. Aber damit Sie schon mal wissen, in welcher musikalischen Bandbreite die Schallplatte als solche in den Vorführungen bei den Bamberger Analog-Tagen 2024 vertreten sein wird, nenne ich neben der wärmsten Empfehlung, sich bei den überaus reichlich angebotenen LPs aus dem Second Hand-Bereich umzuschauen, die folgenden Musik-Tipps.

Musik-Tipp #1: Ihre eigene mitzubringende Schallplatte. Diese wird erst auf unserem Gläss VinylMaster Pro X gewaschen und dann dürfen Sie unsere Moderatoren Alan Bachmann und Frank Schick* bitten, diese auf einer unserer High End-Anlagen abzuspielen.

Musik-Tipp #2: Die Neuheit schlechthin ist die neue ATR Audio Trade-LP mit dem norwegischen Pianisten Bugge Wesseltoft, die just an unserem Eröffnungstag der Bamberger Analog-Tage 2024, also am Freitag, dem 6. Dezember und auch dem Tag zu Ehren des heiligen Nikolaus, erstmalig öffentlich vorgestellt werden darf. Somit dürfte der FLSV mit seinen BAT 2024 die allerallererste Händlerveranstaltung sein, die diese vom Sommelier du Son Dirk Sommer** aufgenommene und gemasterte Schallplatte vorführt! Wir berichteten auch über deren Entstehung.

Musik-Tipp #3: Diese LP wurde wohl sehr häufig und sehr effektvoll bei den Mitteldeutschen Hifi-Tagen Anfang November 2024 eingesetzt. Von einem Besucher der MDHT wurde mir dieses Doppelalbum — in Direct Metal Mastering und in 45 RPM umgeschnitten — deswegen jedenfalls wärmstens empfohlen: Celebrating 95 Years of ELAC.

Musik-Tipp #4: From Scratch – Quiet Nights (Full Stage Stereo). Hier handelt es sich um (nahezu) identische Aufnahmen, die sich lediglich (!?!) durch die unterschiedliche Mikrophonierung unterscheiden. Sie werden sich wieder wundern, welche Sorgfalt in diesem Arangement stecken muss! Vielen Dank an Melanie Ganzenberg von Sieveking Sound für diese Empfehlung.

Musik-Tipp #5: Eigentlich schon ein alter Hase, aber klanglich immer noch ganz klar vor dem Igel, ist die Manger Audio Referenz Doppel-LP in der Limited Edition, sprich in blauem Blau. Aber auch die Black wird back sein. Danke, Daniela!

Alle genannten Alben werden auch käuflich zu erwerben sein.

Jetzt ist es also ‚raus, was es bei den BAT 2024 unter anderem zu hören gibt. Aber spannend bleibt die Frage, was unsere Gäste an Musik mitbringen.

*Wie heißt es im Abspann im Kino immer so schön: In alphabetical order. Sie kennen doch noch das Kino als solches, oder?

** Herr Sommer dürfte Ihnen auch als Chefredateur des Online-Magazins hifistatement.net bekannt sein.

Ein Programm der Superlative für die Bamberger Analog-Tage 2024!

Auch wenn das Programm der 10. BAT vom Dezember 2023 mit den gleich drei Weltneuheiten in dieser Form nicht (mehr) zu toppen sein wird und wenn noch längst nicht alles für die Bamberger Analog-Tage 2024 100%ig durchorganisiert ist, kann MM schon mal proklamieren:

Es erwartet Sie diesmal das in der Breite wohl reichhaltigste Programm aller Zeiten!

Und damit das Ganze übersichtlich bleibt, liste ich erst mal diese bisher siebzehn Attraktionen rund ums Analoge auf, die es zu bestaunen und zu hören geben wird:

01. Schallplatten aus dem Second Hand-Fundus: So viele auch besonders hochwertige wie heuer gab es noch nie!

02. Neuheitenvorstellung DUAL mit Dozent Alan Bachmann

03. Neuheitenvorstellung Pro-Ject Audio mit Schwerpunkt True Balanced, Referent Oliver Unkel

04. Die komplette System-Familie Ortofon Concorde Music im direkten Vergleich

05. Vergleichstest von gleich drei bis vier Phono-Vorverstärkern in der 1500.- €-Klasse

06. Minimalistische Phono-Anlagen mit Aktiv-Lautsprechern von Triangle

07. Vintage Audio versus Modern Machines

08. Unser Dauer(b)renner beim Thema Tape: HP Völkel und Andreas Sandreuther präsentieren ihren überarbeiteten MA-1.

09. Under Cover-Ausstellung: Was steckt im Cover? Eine weiße Innenhülle? Oder doch mehr?

10. Echt diskrete Quadrophonie-Vorführung mit Telefunken TRX 3000

11. Last chance for Christmas: Annahme von reparaturbedürftigen Plattenspielern durch Lauschgoldengel Mathias Thurau

12. Vorstellung der neuen Modelle der DALI Epikore Baureihe an einer exquisiten Analog-Anlage (Freitag)

13. Vorstellung der neuen Dynaudio Contour Legacy (Samstag)

14. Ein Überraschungsgast, der zwar antiquiert aussieht, aber technisch höchstmodern auftritt.

15. Das Mega-Highlight „Analogue goes Headphone“ mit vier der allerallerbesten Kopfhörer-Sets des Weltalls!

16. Es werden wie immer die weltbesten Weiß- und Rindswürste samt gleichwertigem Bier aus Mönchsambach gereicht.

17. Für die Weinliebhaber hält am Samstag Vinosoph Helmut Pape sein geschmackvolles Sortiment zur Degustation bereit.

An beiden Tagen wird Frank Schick vom deutschen MoFi-Vertrieb High Fidelity-Studio in Augsburg zu allen technischen Fragen auch gehaltvolle Antworten parat haben, die nicht nur seine eigene Produktpalette (MoFi, Grado, DS Audio, Hana, Musical Surroundings, Exposure und auch ex-AMG) betreffen. All diese Produkte sind zwar diesmal nicht die Hauptdarsteller der BAT 2024, aber sie bilden das high-endige Gerüst für die unterschiedlichen Anlagenkonstellationen.

Und jetzt kommen die einzelnen Programmpunkte nochmals, aber mit je einem aussagekräftigen Bild dazu:

Schallplatten aus dem Second Hand-Fundus: So viele auch besonders hochwertige wie heuer gab es noch nie!
Neuheitenvorstellung DUAL mit Dozent Alan Bachmann
Neuheitenvorstellung Pro-Ject Audio mit Schwerpunkt True Balanced, Referent Oliver Unkel
Die komplette System-Familie Ortofon Concorde Music im direkten Vergleich
Vergleichstest von gleich drei bis vier Phono-Vorverstärkern in der 1500.- €-Klasse
Minimalistische Phono-Anlagen mit Aktiv-Lautsprechern von Triangle
Vintage Audio versus Modern Machines
Unser Dauer(b)renner beim Thema Tape: HP Völkel und Andreas Sandreuther präsentieren ihren überarbeiteten MA-1
Under Cover-Ausstellung: Was steckt im Cover? Eine weiße Innenhülle? Oder doch mehr?
Echt diskrete Quadrophonie-Vorführung mit Telefunken TRX 3000
Vorstellung der neuen DALI Epikore Baureihe an einer exquisiten Analog-Anlage
Vorstellung der neuen Dynaudio Contour Legacy
Das Mega-Highlight „Analogue goes Headphone“ mit drei der allerallerbesten Kopfhörer-Sets des Weltalls! (noch nicht alle im Bild)
Es werden wie immer die weltbesten Weiß- und Rindswürste samt gleichwertigem Bier gereicht.
Für die Weinliebhaber hält Vinosoph Helmut Pape sein geschmackvolles Sortiment zur Degustation bereit.

Wie Sie sehen, bleibt es immer noch spannend, vor allem beim Inhaber-geführten Facheinzelhandel ohne Online-Shop!

Ich freue mich ja jetzt schon auf Ihr Kommen!

Dänische Woche der Superlative, die Dritte: Dynaudio Contour Legacy neu beim FLSV in Bamberg

Und als wäre es die letzte Woche noch nicht dänisch genug gewesen, kamen auch noch die lang erwartetenden Dynaudio Contour Legacy auf Umwegen über die Haßberge endlich bei mir an. Die Vorfreude kam auch daher, dass zum einen mit der Dynaudio Contour Legacy wieder ein auf nur 1000 Paare limitiertes Sondermodell anstand und zum zweiten dieses Sondermodell die logische Folge der bereits seit Langem ausverkauften Dynaudio Heritage Special ist.

Wer hat am 24. März Geburtstag? Nein, diesmal verkaufe ich die Contour Legacy nicht vorab!

Äußerlich ganz der klassischen Dynaudio Contour 2.8* nachempfunden ist die Contour Legacy aber ein ganz moderner Lautsprecher, der die Zutaten aus den deutlich ranghöheren Serien wie dem Tieftöner aus der Evidence Platinum-Serie geerbt hat und auch den ranghöchsten Hochton-Lautsprecher, den Esotar 3, spendiert bekommen hat.

Dynaudio Lautsprecher sehen sich seit Jahrzehnten stets ähnlich, nur die Innereien werden immer besser.

Und jetzt mache ich es nochmal spannend, indem ich Sie frage, ob Sie richtig vermuten, dass sogar der beigelegte Schlüsselanhänger genau die oben gezeigte Seriennummer aufweist? Wenn MM schon so doof fragt…

Netter Gimmick, der aber auch Zugehörigkeit schafft: der numerierte Schlüsselanhänger der Dynaudio Contour Legacy 243/1000.

*Hier schreibt Dynaudio selbst auf der oben verlinkten Webseite, die Contour Legacy sei dem Modell Contour 1.8 nachempfunden. Das stimmt meines Erachtens nicht ganz so wie der Bezug auf die Contour 2.8, hat Letztere ja schon damals den deutlich größeren Esotar T-330D verpasst bekommen. Aber technisch ist die Contour Legacy tatsächlich eher eine Contour 1.8, weil die Contour 2.8 keine zwei Tiefmitteltöner verwendet hat, sondern nur einen, der mit einer Passivmembran unterstützt wurde.

Dänische Woche der Superlative, die Zweite: DALI Epikore 3 neu beim FLSV in Bamberg

Gerade erst ist die Woche Geschichte, in der DALI, einer meiner beiden Lautsprecherhersteller aus Dänemark, seine bundesweite Aktionswoche mit den neuen Rubikore zelebriert hat, zu Ende gegangen, da kam gleich die nächste Sensation, nämlich eines der allerersten Modelle der Epikore Baureihe, beim FLSV in Bamberg konkret die Epikore 3, hinzu.

Gut zu erkennen sind die bauchige Form und das Hybrid-Hochtonmodul bei der Epikore 3.

Diese konnte sich wenigstens ein paar Tage ungestört einspielen, um dann zu zeigen, was sich durch diesen Modellwechsel von der DALI Epicon 2 zur Epicore 3 klanglich so getan hat. Am ohrenfälligsten ist schon das viel offenere Klangbild, was vor allem das wieder eingesetzte Hybrid-Modul aus Gewebekalotte und isodynamischem Bändchen zu verantworten hat.* Auch scheint der Tiefbass eine Schippe draufgelegt zu haben. Der Rest der klanglichen Abstimmung, der den tonalen Fingerabdruck des Herstellers aus Nørager ausmacht, wirft mal wieder keine Fragen auf. Trotzdem kann man vernehmen, dass DALIs** Ansatz, möglichst viele der prinzipiell entstehenden Verzerrungen gar nicht erst nervig werden zu lassen.

Auch die Anschlussterminals sind neu und supersolide ausgeführt.

Und noch ein Indiz des wahren Luxus‘ sind die Transport-Abdeckungen für den etwas überstehenden Kalotten-Hochtöner, denn diese halten wie die Bespannrahmen nämlich magnetisch!

Purer Luxus, wohin man und frau und es bei der neuen DALI Epikore 3 schaut.

Spannend, spannend! Aber was kommt denn da noch als Steigerung? Ich weiß es…

* Wer beim FLSV in Bamberg im wahrsten Sinne des Wortes schon länger ein- und ausgeht, ist dabei garantiert über einen kleinen Teppich gegangen, der die DALI Helicon als Muster zeigt. Auch das seinerzeit kleinste Modell, die Helicon 300 aber als ranghöchste Kompaktbox bei DALI, hatte seinerzeit dieses Marken-typische Duo verbaut. Übrigens: Die DALI Helicon 300 hat damals 3000.- gekostet, aber noch in Deutscher Mark! Meine Güte: So lange führt MM schon DALI?!

** Wehe, Sie vermissen an dieser Stelle ein Apo’stroph! Das wäre und bliebe falsch, auch wenn sich abermillionen Deutsche nicht an die deutsche Rechtschreibung halten.

Im Schnellverfahren: Neue Regalböden braucht das Land!

In einer Hau-Ruck-Aktion wurden gestern Abend drei neue Regalböden ins bestehende System integriert. Das alte Regal wurde ja zu Zeiten aufgestellt, als der FLSV noch Mitglied einer Car Audio-Kette war, deren drei Buchstaben MM nicht mehr nennen wird. Und der FLSV in Bamberg hatte hierfür keine Böden mehr auf Lager. Aber Kollege Andreas H. aus E. half mir, diese Regalböden zu besorgen und zu übermitteln. Herzlichen Dank dafür, Andreas!

Kennen Sie noch die Bilderrätsel, wo zwei vermeintlich identische Bilder zu sehen sind, aber bei einem doch einige Änderungen vorgenommen wurden, …

Dann musste nur noch der bestehende Inhalt des Regals systematisch im riesigen Kleinen Vorführstudio verteilt werden, damit die oberste Regalbodenreihe eine Etage nach oben und die untere zwei Positionen nach unten versetzt werden konnte, um dem neuen Trio den erhofften Platz zu schaffen. Was man auf den Bildern nicht sieht, ist, dass alle drei Böden einer Reihe miteinander so verquickt sind, dass man auch nur alle drei gemeinsam bewegen kann.

Insofern waren hierfür sieben Hände nötig, die aber für die ganze Aktion und vor allem wegen der KI-unterstützen Gelbzettel-Organisation zusammen nicht einmal fünf Minuten gebraucht haben.

…die es dann gilt, herauszufinden. Hier ist es doch deutlich einfacher zu erkennen. Und effizient ist es auch noch!

Mei, war das spannend! Vielen Dank Simon, Volker und auch Uta!
Nun passen gleich sechs weitere Plattenspieler mehr ins Regal, was die hinteren und somit auch unsichtbaren Abstellplätze deutlich entlasten wird.

BAT 2024, ihr könnt kommen!

Bitte beachten Sie nicht nur das neue Regal mit den guten Second Hand-Plattenspielern, sondern auch die Unmenge an LPs.