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Nachlese der sehr UK-lastigen Harbeth Days

Erst Schiet-Wetter, dann heller Sonnenschein, das ist ja typisches Inselwetter. Aber das ließ uns nicht verdrießen, denn es wurde am letzten Freitag und Samstag ein besonderer Teil des Portfolios des FLSV in Bamberg vollständig vorgestellt und vorgeführt.* Nach vielen anderen Produktfamilien, die es im letzten Halbjahr bereits beim FLSV in Bamberg zu bestaunen, aber auch zum Anhören gab, war dieses Mal der sehr britische Lautsprecher Harbeth an der Reihe. Schon alleine, dass Harbeth ausschließlich Kompaktlautsprecher anbietet, ist so eine skurrile Schrulligkeit.**

„Hier bin ich wohl richtig!“, denkt sich Bernd Hömke am Donnerstagabend. Er kam sogar am Freitag und Samstag wieder.

Bereits am Donnerstagabend kam Bernd Hömke von Input Audio aus dem sehr hohen Norden angereist, um mit mir gemeinsam die letzten Einstellungen vorzunehmen, damit all seine Schätzchen wirklich optimal klingen. Das ist insofern besonders bemerkenswert, als dass er gar nicht mehr der langjahrzehntige Importeur dieser feinen Lautsprecher aus dem UK ist, sondern diese Funktion erst vor ganz Kurzem an den ebenfalls im Norden beheimateten Vertrieb DREI H abgegeben hat.*** Aber Bernd ist nun mal und immer noch das deutsche Gesicht von Harbeth. So bleibt er noch eine ganze Weile als Markenbotschafter im Amt.

Aber es gab noch weitere anwesende Männer vom Fach. Wie angedroht kamen auch Thomas Heckel vom genannten neuen Vertrieb DREI H sowie Tim Hoffmann, der ganz viel der verwendeten Elektronik betreut. Schön war, dass alle drei sich in der Musikauswahl ständig abgewechselt haben und so eine besonders große Bandbreite musikalischer Pretiosen vorgeführt wurde.****

Auch hier eine rein britische, wenn nicht sogar eine rein englische Kombination: Audiolab 9000 mit Harbeth C7ES-3 XD.

Es waren insgesamt fünf auf den Punkt spielbereite Stereoanlagen installiert. Die jeweilig verwendeten Komponenten kann man ja in dem Programm für die Harbeth Days nachlesen. Eine kleine Änderung gab es nur, denn die drei Audiolabs bespielten die Harbeth Compact 7ES-3 XD2 im Kleinen und nicht im Großen Vorführstudio.

Richtig gut klangen die Harbeth SHL5plus XD2 auch an Röhren-Elektronik, hier mit Ayon CD-35 II und Thivan 211.

Dort war doch kein ausreichender Platz mehr vorhanden, weil ja auch die Super SHL5plus XD mit und ohne 2 im Vergleich antreten sollten. Das taten sie dann an ausgesuchter Röhren-Elektronik.

Hier kann man die Beatles nicht nur nachbrummen, sondern man versteht nun auch jedes einzelne Wort der Texte.

Mir persönlich haben es mal wieder die beiden kleinen Lautsprecherpaare besonders angetan. Eines davon war im Kleinen Vorführstudio eine extra für diesen Anlass installierte Schreibtisch-Anlage der absoluten Sonderklasse. Hier spielten die als Abhörmonitore für die britische Casting Show The Voice UK entwickelten Harbeth NLE-1 am Matrix element X2*****, gespeist durch eine Festplatte mit ausschließlichem High Resolution-Material oder mit Qobuz oder auch mit Musikvideos per DuRöhre.

Wie immer eine akustische Ohrenweide, das High End-Heimkino; hier kam die P3ESR XD2 wirklich voll zur Geltung.

Nach dem Motto „Im Dunkeln lässt’s sich es gut funkeln.“ wurde im High End-Heimkino ein besonderer Diamant unter den Kompaktlautsprechern präsentiert, nämlich wie immer bei derlei Veranstaltungen im Dunkeln. Dass die Harbeth P3ESR XD2 auch ohne Bassunterstützung betörend aufspielt, hat sie bereits mehrfach bewiesen. Aber mit dem hauseigenen Subwoofer Nelson tönt sie tatsächlich wie eine Große.

Im verdunkelten Raum konnte man sich nicht an dem schönen Furnier der P3ESR XD2 satt sehen.

Dass dieser auch noch die ansonsten erforderlichen Stands ersetzt, ist doch doppelt praktisch, oder nicht?! Gespeist wurde diese tolle Kombination von einer Italo-/UK-Elektronik, bestehend aus dem brandneuen Streamer Volumio Primo Plus und dem immer noch brandaktuellen Vollverstärker Exposure 3510 Integrated. So viel Musik!

Das große Besteck, bestehend aus der großen Elektronik-Linie von Quad und den mächtigen Harbeth M40.5 XD2

Publikumsmagnet war aber wie schon so oft die größte Box des jeweiligen Herstellers, diesmal also die Harbeth Monitor M40.5 XD2, die nicht nur optisch ein Statement darstellt. Die größte Stärke aller Harbeth Lautsprecher, die absolut natürliche Stimmwiedergabe, wird hier mit einem richtigen Fundament in den untersten Frequenzlagen untermauert. Das hilft nicht nur bei erhöhter Lautstärke, sondern vielmehr lädt das zum Leise-Hören ein. Auch wenn die Harbeth M40.5 XD2 dann nicht zu übersehen sein wird, die Empfehlung für die Raumgröße beginnt bei 20 Quadratmetern.******

Einen richtig guten Job hat auch die neue Elektronik von Quad geleistet. Angeschlossen waren der Netzwerker Quad Platina Stream über Qobuz Connect oder über Roon und der Vollverstärker Platina Integrated. Dass wie immer nahezu alle Kabel von Supra Cables verwendet wurden, braucht man eigentlich auch nicht mehr erwähnen.

Und so ist nicht ganz zufällig anzumerken, dass unsere Vorführungen von einem ansonsten nicht so prominent erscheinenden Instrument dominiert wurden. Das war ganz eindeutig der Bass!******* Gleich der erste Gast am Freitag, ein zukünftiger Genießer einer Harbeth Super SHL5plus XD2, spielt und lehrt sogar dieses große Instrument. Aber es kamen noch ganz viele Kollegen seiner Fraktion. Sogar eine noch recht junge Bass-lernende und -spielende Frau war am Samstagmittag zu Gast, die auch noch richtig gute Schallplatten gekauft hat!

Lecker, weil nicht zu süß und nicht so kräftig. Der feine Geschmack hat sogar zwei Teilzeit-Vegetarierer überzeugt.

Fehlt da noch was in der Berichterstattung? Na klar: die Verköstigung! Dass es definitiv keine englischen Spei(sen) und Getränke geben wird, wurde ja im Vorfeld hoch und heilig versprochen. Was gab es aber dann halbwegs Typisches für die Insel? Es gab Krintstuten. Die kennt man in der Gegend gut, bei der man bei guter Sicht nach Südostengland hinüberschauen kann, nämlich in Friesland. Dieses Hefegebäck mit vielen Rosinen drin und dann mit Butter geschmiert kann man süß als auch herzhaft belegt genießen. Wir haben uns für Kalbs‘ Leberwurst entschieden.

Links die Tragetaschen mit 10 Ausgaben der MINT, rechts nicht mehr ganz 2 mal 10 Flaschen Lieblingsgetränk

Muss ich noch das Lieblingsgetränk des FLSV bei solchen Anlässen vorstellen, das zudem auch noch perfekt mit den Krintstuten korrespondiert hat? Nein, denn jeder weiß inzwischen, dass das Bier aus Mönchsambach bei derlei Veranstaltungen gesetzt ist. So garantiert auch beim nächsten Event!

Mein herzlicher Dank geht an dieser Stelle nochmals an die Herren Bernd, Thomas und Tim!

Wie bei allen Veranstaltungen des FLSV stand nicht die Technik im Vordergrund, sondern die Musik!

Fazit: Es war mal wieder eine besonders schöne Veranstaltung mit netten Gästen, guter Musik und besonderer Verpflegung. Was als Nächstes vorgestellt werden wird, ist schon jetzt klar, aber nur noch nicht wann.

Man merkt: Es bleibt spannend, zumindest beim Inhaber-geführten Einzelhandel.

* Sorry für dieses Wort, ihr Nürnberger Fans.

** Naja, so richtig schnuckelig kompakt ist die Harbeth M40.5 XD2 ja wirklich nicht zu nennen, aber sie steht sinnvollerweise auf einem für sie angepassten Open Frame-Standfuß. Sie ist also per definitionem eine Kompaktbox!

*** Ich hatte es bereits im Vorfeld geschrieben: Dieser Vertriebswechsel war ein geplanter und erst recht ein friedlicher, an dem die Branche sich sehr gerne ein oder mehrere Beispiele nehmen könnte. Macht sie’s?

**** Nein, genau, es kam kein einziger Titel von Diana mit den Krallen und keine afrikanische Hoffnung und erst recht nicht die Probleme anderer Rock-Gitarristen zur Vorführung. Aber so schön diese Musik auch sein mag, man hat sich doch ein wenig daran überhört, weil sie eben auf Messen und ähnlichen Veranstaltungen nicht zu überhören war.

***** Der vollständig symmetrisch aufgebaute Matrix element X2 vereint viele Funktionen auf qualitativ besonders hohem Niveau in sich, denn er ist Streamer, Digital-/Analog-Wandler (DAC) mit externer Soundkarte zur Anbindung eines Computers oder eines Music Servers (USB B), Kopfhörer-Verstärker und Vorverstärker in einem Gerät. Dafür ist er wahrlich sehr kompakt.

****** Das ist der Vorteil, den jede Box von Harbeth aufweist, weil hier die Bassreflex-Ports auf der Front des Lautsprechergehäuses angebracht sind. Ausnahme ist ausgerechnet die Kleinste, denn die ist geschlossen aufgebaut. Aber so ist sie noch unkritischer bei der Aufstellung.

******* Zitat Bassist Thomas S. aus N.: Man hört den Bass nicht immer, aber ohne Bass hört man nichts. Sprich: Der Musik fehlt die Energie und sie wirkt dünn, kraftlos und flach.

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Update im Angebot des FLSV bei den Lautsprechern, Stand Mai 2023

Gerade noch rechtzeitig im Mai und somit kurz nach der High End in München kommt dieses Update mit den Neuzugängen, einem Dauergast und einem potentiellen Anwärter für einen Stammplatz im Portfolio des Fränkischen Lautsprecher-Vertriebs in Bamberg bei den Lautsprechern. Drei von den hier vorgestellten vier Neuheiten sehen Sie vereint auf dem Aufmacherbild.*

Auch als Spanische Wand zu gebrauchen, der große Flächenstrahler Quad ESL-2912.

Fangen wir gleich mit einem Sensatiönchen an, denn der FLSV hat ab sofort auch einen waschechten Flächenstrahler in der Vorführung! Dieser bisherige Missstand ist der Tatsache geschuldet, dass die gegebenen Räumlichkeiten entweder den Platz für zwei, drei oder maximal vier elektrostatische oder magnetostatische Lautsprecher bieten, aber dann für die anderen weit über 100 Lautsprecher eben dieser Platz fehlt.**

Ungewöhnlich, aber essenziell ist die Spannungsversorgung des ansonsten passiven Lautsprechers.

Jetzt probiere ich es halt einfach mal und das gleich mit einem der Technologieträger von einem der Pioniere des elektrostatischen Lautsprecher-Prinzips, nämlich Quad***, und zudem einem der Urgesteine des Hifi und des High Ends aus dem UK. Und da die Standfläche der beiden bei diesem Hersteller verfügbaren Modelle identisch ist und mein Großes Vorführstudio das verdoppelte Basspanel locker verträgt, ist es das Modell Quad ESL-2912 geworden. Trotzdem kann ich ohne rot zu werden behaupten, dass man ohne Bedenken auf das kleinere Modell, das dann ESL-2812 heißt, rückschließen kann, also tonal identisch, aber mit etwas weniger Tiefgang und mit reduziertem Maximalpegel. Wenn Sie sich für die Besonderheiten der beiden Quad Elektrostaten interessieren, dann sind Ihnen bestimmt das Handbuch als auch die Broschüre hilfreich.

So aufgräumt sah es nach dem Aufbau der Hörkabine von ATR Audio Trade während der High End 2023 aus.

Den zweiten Dauergast habe ich ja schon in der Nachlese zur High End 2023 angekündigt. Es ist mein erster Aktiv-Lautsprecher einer britischen Firma, die genau mit dieser Art Lautsprecher world famous**** geworden ist, nämlich ATC***** als Hersteller mit der feinsten Aktiv-Monitore überhaupt. Es ist zwar nur das kleinste Modell mit der für ATC berühmten Bärennase******, also die erste Dreiwege-Aktivbox namens ATC SCM50ASLT, wobei das A für Active und das T für Tower steht, also die auf eigenen Beinen steht und keinen Standfuß wie die der Classic Serie benötigen, aber ansonsten identisch bestückt sind. Aber auch alle größeren Modelle dieser Tower Baureihe sind im Mittelhochton-Bereich identisch bestückt, sodass ich analog zu den Quads oben behaupte: Je größer, desto tiefer und desto lauter. Wer’s braucht, bekommt gerne die volle Packung!

Die Bestückung der ATC SCM50ASLT ist zueinander spiegelsymmetrisch. Und der Bassreflex-Kanal zeigt nach vorne.

In einer ersten Installation, die ja mit nur einem Quellgerät so was von minimalistisch ausfallen darf, beweist die ATC SCM50ASLT, dass sie zu Recht ein Traumlautsprecher ist.

Das dritte hier vorzustellende Modell ist auch eine Besonderheit derart, dass es mein einziges Drei-Wege-Modell mit echten Hörnern im Mittel- und im Hochton-Bereich ist. Der Bass-Bereich ist eine Bassreflex-Konstruktion mit einer riesigen Passiv-Membran auf der Gehäuserückseite. Das Modell nennt sich Blast Domestic One und stammt vom Wormser Entwickler Patrick Buscaino. Nein, ich schreibe nicht an dieser Stelle, dass hier die angeblich Horn-typischen Verfärbungen fehlen, obwohl sie fehlen beziehungsweise nie da waren. Aber ich behaupte, dass es wenige Konzeptionen am Markt gibt, die so bruchlos zwischen den einzelnen Chassis spielen. Man hört also nicht die Übergänge zwischen Bass und Mitteltonhorn und so weiter. Ob Ihnen das tonal zusagt oder nicht, können Sie gerne bei mir vor Ort nachprüfen. Sie können sich sogar gegen diesen Lautsprecher entscheiden, wenn Ihnen die angeblich Horn-typischen Verfärbungen fehlen sollten!

So ein kleiner Lautsprecher! Kann der wirklich sooo laut? Ja, das kann er und wird er!

Dass die Blast Domestic One trotz ihrer relativ zierlichen Erscheinung bei entsprechender Ansteuerung auch so richtig laut aufspielen kann, es werden immerhin 124dB als Maximum angegeben, sieht man dem Teil schon von außen an. Daraus resultieren zwei Zusammenhänge: Erstens spielt die Blast Domestic One nicht abgrundtief in den Frequenzkeller, weist dafür zweitens aber einen sehr hohen Kennschalldruck von 97dB/1 Watt/1m auf. Das erweitert die Auswahl an potenten und potenziellen Verstärkern immens.

Die Blast Domestic One von der ebenfalls sehenswerten Rückseite mit der großen Passivmembran

Und auch das vierte Modell, von dem noch nicht ganz sicher ist, ob es das Portfolio auf Dauer ergänzen wird, weist eine für das sonstige Angebot des FLSV in Bamberg untypische Bestückung auf. Es sind die Lyritech Moon River 8, bei denen es sich somit um die bisher einzigen Breitband-Lautsprecher im nicht ganz unriesigen Programm bei den Lautsprechern handelt.******* Auch wenn hier der Kennschalldruck ebenfalls überdurchschnittlich hoch ist, sollte man bei der Auswahl des zuspielenden Verstärkers entsprechende Sorgfalt walten lassen. Eine Empfehlung sind eher kleine Röhrenverstärker wie unsere Thivan 300B und auch der Kopfhörer-Verstärker Cayin HA-300.

Spanische Lautsprecher vor einer Wand; aufstellungskritisch sind die Lyritech Moon River 8 mit dem BR-Port vorne jedenfalls nicht.

Bleibt einem nur die Spucke weg ob der vielen Neuheiten und der dann trocken gesprochene Schlusssatz: So viel Spannung, wie sie der FLSV in Bamberg erzeugt, kann man ja gar nicht aushalten.

*Diese Aufnahme wurde nötig, weil das Plakat, das im Schaufenster des Kleinen Vorführstudios auf das Große Vorführstudio hinweist, total ausgeblichen und so aus gleich zwei Gründen zu ersetzen war. Danke, Philipp L.!

** Das ist umso erstaunlicher, dass es bisher diese Art Lautsprecher für die Musikwiedergabe – mit Ausnahme der Hybriden von Martin Logan vor einigen Jahren – noch nicht als festen Bestandteil des Lautsprecherangebots gab, hört doch MM selbst und privat seit Jahrzehnten mit Vollbereichselektrostaten!

*** Wer besser Deutsch als Arabisch oder gar Hindi spricht, kann auf dieser Webseite oben links diese Sprache einstellen. Im Hyperlink ist das nicht erkennbar!

**** Schauen Sie sich doch mal deren Nutzer in der Client List an!

***** Das Kürzel ATC steht für Acoustic Transducer Company, was ja schon eine ganze Menge aussagt, oder?

****** Hier handelt es sich um einen 75mm im Durchschnitt messende “Super Dome”, der als Mitteltonkalotte den für unsere Sprachverständlichkeit entscheidenden Frequenzbereich von immerhin 380 Hertz bis 3500 Hertz überträgt.

******* Breitbänder übertragen alle Frequenzen mit nur einem einzigen Chassis, was ja per se die besten Voraussetzungen sein sollten, was bestimmte Anforderungen an die akustische Übertragung von Schallwellen betrifft. Aber es gibt auch widersprüchliche Bedingungen, die ein Breitbänder versuchen muss, unter einen Hut******** zu bringen. Ein kleines Beispiel: Um tiefe Töne erzeugen zu können, muss die Membran viel Masse ausweisen, die aber beim Beschleunigen im Mittel- und erst recht im Hochton-Bereich entsprechend bremsen wird. „Wie man es macht, macht man es verkehrt“ wäre die fatalistische Antwort, wenn es nicht doch den einen und den anderen Kniff gäbe, die zumindest deutliche Fehler in der Wiedergabe vermeiden oder so kaschieren, dass sie hinter den anderen prinzipiellen und sehr deutlich hörbaren Vorteilen verschwinden.

******** Hierfür ist vielleicht ein Sombrero die geeignete Wahl.

Quod erat demonstrandum: Quad kann auch Kopfhörer!

Wenn einer eine, wenn nicht sogar die Expertise von planaren Schallwandlern hat, dann das britische Hifi-Urgestein Quad! Ich zähle jetzt nicht schon wieder die elektrostatischen Klassiker ESL-57 und ESL-63 aus Quads Ahnengalerie auf. Aber erwähnt werden muss, dass der FLSV deren Nachfolger auch schon in seinem Portfolio geführt hat.

Gute Verarbeitung, schöne Verpackung und wirklich sinnvolles Zubehör

Wir sprechen heute von einem sehr schicken Kopfhörer nach dem magnetostatischen Prinzip, der offen gebaut ist. Der Quad ERA-1 ist mit nur 20 Ohm recht niederohmig und kann somit auch sogenannte Mobile Devices, also alles, was unterwegs als Musikwiedergabe-Anlage verwendet wird, gut, weil effizient bespielen. Hier kommt auch das eher geringe Gesamtgewicht von 420 Gramm zum Tragen.

Das hochwertige Anschlusskabel mit abnehmbaren Steckern und schraubbarem Adapter von 3.5mm auf 1/4″-Klinke

Die Ohr-umfassende Form sollte kaum für physiologische Ungemach sorgen, zumal dem Quad ERA-1 eine weitere, aber unterschiedliche Ohrpolstergarnitur beiliegt. So kann jeder für sich das passende Ohrpolster erhören und ertragen.

Vorbildlich: Zwei unterschiedliche Ohrpolster befinden sich ebenfalls im Lieferumfang des Quad ERA-1

Wie der Quad ERA-1 klingt? Hier bekommt der geneigte Leser und potenzielle Kunde stets dieselbe Antwort: Das müssen Sie sich schon selbst erarbeiten! Und dafür ist der Kopfhörer ab sofort Dauergast im tatsächlich vorführbereiten Programm des FLSV, das im High End-Heimkino seinen angestammten Platz hat.

Von allen Seiten sehr ansehnlich anzusehen: der Quad ERA-1

Und der Lateiner weiß sogar, was die Überschrift auf Deutsch bedeutet, nämlich: Was zu beweisen war, dass Quad sehr wohl auch Kopfhörer bauen kann.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!