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Nachlese der Jours de Triangle am 27. und 28. März 2026

La France in Franken, man bemerkt sofort den Zusammenhang. Aber auch der leibliche Genuss verbindet beide Völker und Volksgrupppen. Und gute Lautsprecher!

Und weil die dazugehörige Einladung zur Vorstellung der Lautsprecher von Triangle diesmal sehr textlastig war, wird diese Nachlese die vielen Eindrücke dieser tollen Veranstaltung beim FLSV in Bamberg in den Fokus stellen.

Die Elektronik von Exposure bespielte die aktuellen Comète, während Arcam Radia die historischen Boxen versorgte.

Fangen wir wie gewohnt im Kleinen Vorführstudio an. Dort spielten wie angekündigt zwei Anlagen. Die Überraschung waren aber die beiden Triangle Comète e, also ganz frühe Modelle dieser im besten Sinne Fromage- und Baguetteklasse. Auch wenn beide Modelle an verschiedener Elektronik spielten, konnte man ganz klar die tonalen Fortschritte, die die Lautsprechertechnik ganz allgemein in den letzten 35 Jahren* vollführt haben, ohne Anstrengung nachvollziehen.

Hier liegen über 30 Jahre Entwicklung dazwischen: Triangle Comète einst und jetzt

Auf der Schaufensterseite spielte die Triangle Capella, einem sehr smarten Schickspeaker.

Im High End-Heimkino wartete wie schon in den vergangenen Veranstaltungen auch die physikalisch kleinste Box des jeweiligen Herstellers, um in einer nahezu perfekten akustischen Umgebung zu zeigen, was in eher kleinen Räumen klanglich doch möglich ist. Das war in diesem Fall die Triangle Titus EZ, die an einem Hegel H150 zeigte, was Qobuz Connect alles so an High Res Files anbietet.

Und auch hier verblüffte eine ebenfalls historisch wertvolle Triangle Titus e im Hintergrund.

Der Röhrenvollverstärker von Thivan und die französischen Kompaktlautsprecher passen nicht nur optisch zusammen.

Unten im Großen Vorführstudio war alles eine bis vier Nummern üppiger vorbereitet. Die erst vor Kurzem hier vorgestellte Triangle Magellan Duetto 40th spielte an feinster Röhren-Elektronik und wurde von einem potenten Subwoofer unterstützt. Denn anders als in der Ankündigung waren es keine zwei Subwoofer, sondern nur einer, und der kommt ebenfalls aus Frankreich. Es handelte sich dabei um den Cabasse Santorin 30-500, der sich sehr feinfühlig einstellen lässt, damit idealerweise der Eindruck entsteht, er wäre nicht vorhanden. Aber wenn er dann doch mal ausgeschaltet wurde, haben alle Anwesenden sofort gemerkt, dass das Fundament auf einmal sehr viel schmaler wurde und auch die räumliche Abbildung deutlich kleiner geriet.

Noch ein Franzose. Aber auch ein Österreicher durfte mitspielen: Ayon CD-35 II und Cabasse Santorin 30-500.

Die Kette: Die Streaming Bridge Eversolo T8 und alternativ der CD-Player Ayon CD-35 II in der Doppelfunktion auch als Digital-/Analog-Wandler (DAC) leiteten das Signal an den Thivan Labs 211 weiter, der das verstärkte Signal an die Lautsprecher als auch an den Subwoofer weiterreichte.

Die ganze Pracht: Edles Front-End, um die großen Triangle Magellan Cello 40th standesgemäß anzufeuern.

Auf der anderen Seite standen die Triangle Magellan Cello 40th, die wahrlich keine Unterstützung durch einen Subwoofer nötig haben. Hier standen auch alle Medien, die zum genussvollen Musikhören taugen, zur Verfügung: Schallplatte via DS Audio DS003 und AMG Viella,

Die Mytek Brooklyn Bridge II diente diesmal nur als Roon Core. Rechts der AMG Viella mit dem DS Audio DS003.

Compact Disc über den C.E.C. TL5 sowie High Res-Streaming mit dem Eversolo DMP-A10. Dieses Gerät fungierte auch als DAC für den CD-Transport C.E.C. TL5.

Kraftwerk von CD ist die ideale Einspielmusik, später gab es aber eher High Resolution-Streaming über Qobuz.

Als Verstärker diente uns der Audio Analogue Maestro Anniversary, der ja null Ausstattung bietet, aber dafür alles an Klang mitbringt, was man sich nur wünschen kann.

Der Audio Analogue Maestro in der Anniverary Edition ist ein Prachtkerl von Vollverstärker.

Nota für die Kabel-Nerds: Alle verwendeten Strom-, Signal- und Lautsprecherkabel waren wie stets aus einer Hand. Ach wieder mal SUPRA Cables? Genau!

Und wie immer gab es auch diesmal wieder ganz viele Pro und Contras, Für und Widers, Sowohl-Als-auchs und Je-nachdems. Aber das macht ja auch die ganze Sache so spannend, dass es eben nicht die eine Lösung für alle gibt, sondern jeweils die eigene erarbeitet werden will. Und da ist der spezialisierte Fachhandel jedem Versender und erst recht jedem Direktvermarkter in aller Regel Standlautsprecher-hoch überlegen, stümps?!

Auch wenn man es unterstellen könnte, dass viele meiner Gäste nur wegen des stets besonders schmackhaften Buffets kommen würden: Recht hätten sie! Diesmal gab es weder Brot noch Bier, sondern Baguette entweder mit leckeren Aufstrichen oder noch stilechter mit französischem Weichkäse. Dazu wurden die mehr als preiswerten Weine aus den Corbières von Vinosophia gereicht.

So danke ich wieder mal meinen Gästen herzlich für den Besuch am ersten Osterferien-Wochenende.

Beim nächsten Marken-Meeting geht es wieder ins UK, nämlich zu Harbeth. Aber hoch und heilig wird jetzt schon versprochen: Es wird keine Fish-’n’-Chips geben!

Diese Hörsession war besonders intensiv, nicht nur, was die gebotene und auch ertragene, weil unverzerrte Lautstärke anging, sondern auch deshalb, weil Jung und Alt nahezu denselben Musikgeschmack hatten und immer noch haben!

* Diese Triangle Comète e dürfte eben aus den frühen 1990er Jahren stammen, wenn ich das richtig memoriere.

** Das gilt genauso für die Triangle Titus e.

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Einladung zu den Jours de Triangle am Freitag, dem 27. und am Samstag, dem 28. März 2026

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Und das bringt mich in die Bredouille. Denn bis vor wenigen Tagen war dieser französische Hersteller ein ziemlich fester Bestandteil meines Portfolios bei Lautsprechern in allen Preisklassen. Wie bei DALI, Dynaudio, KEF und eigentlich aller anderen Anbieter ist die Palette der beim FLSV in Bamberg tatsächlich vorführbereiten Modelle auch bei Triangle nahezu lückenlos. Und nun kam die Hiobs-Botschaft, dass der Hersteller Herrn Jürgen Reichmann, dem deutschen Importeur dieser Lautsprecher, den Vertriebsvertrag zum Ende des 2. Quartals, also zum 30. Juni 2026, gekündigt hat. Er hat in den immerhin letzten 15 Jahren mit großem Eifer und Geschick das Produkt wieder auf die Gewinnerstraße gebracht und zu einer mehr als respektablen Alternative zu den platzenden Hirschen auf dem deutschen Markt gemacht.

Hier zitiere ich der Einfachheit halber Herrn Jürgen Reichmann:

„Leider hat sich die Geschäftsleitung von Triangle dazu entschieden, abweichend von der Triangle DNA, die ganze Kraft in die kleinen Serien und in die billigen Bluetooth Lautsprecher zu stecken. Vertriebstechnisch möchte Triangle den deutschen Markt zukünftig zweigleisig bedienen. Handelsbetreuung durch einen Triangle Mitarbeiter gesteuert aus Frankreich. Parallel über den Triangle eigenen schon eingerichteten Triangle Webshop mit Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Black Friday und sonstigen Rabatten.

Beides, Sortiment und auch die Vertriebsstruktur, passen nicht zu mir.“

Und somit auch nicht zu mir. Einen solchen Schritt ist dieser französische Hersteller bereits schon mal vor vielen Jahren gegangen und ist damit, zumindest in Deutschland, kläglich gescheitert. Jetzt gibt es also einen neuen Anlauf.

Und so besteht das Dilemma für mich darin, dass einerseits die ganze Bude voller Lautsprecher von Triangle steht, das sind aktuell immerhin 18 verschiedene Typen!, eine ganze Menge geleistete (Wiederundwiederauf-) Arbeit für den Allerwertesten wäre und früher als später ein unschöner Abverkauf stattfinden müsste. Noch bitter-süßer wird es, wenn Sie mal hier nachschauen, denn da wird der FLSV in Bamberg als allererster Händler in Deutschland genannt!*

Und diese nun anzukündigende und schon bis ins Kleinste durchorganisierte Veranstaltung bekommt nun einen ganz eigenen Odeur. Soll ich so tun, als ob nichts wäre? Gute Miene zum bösen Spiel machen, darauf hoffend, dass keiner meiner Gäste davon etwas bemerkt und riskierend, dass man vielleicht diese Neuigkeit doch noch nicht kennt? Oder doch besser mit offenen Karten spielen, dabei das Produkt genauso loben wie in den Jahrzehnten zuvor, dabei aber die nun aktuelle Vertriebspolitik des Herstellers geißelt?

Wie man lesen kann, ist die Entscheidung gefallen. Die Veranstaltung findet wie immer in den Räumlichkeiten des FLSV in Bamberg zu den regulären Öffnungszeiten statt. Wichtige Vorbemerkung: Nichts an den bereits vorher vollständig verfassten Programmpunkten wurde inhaltlich geändert. Daran kann man schon erkennen, dass hier eine richtig große Wunde zurückbleibt.

Das Programm der Jours de Triangle folgt wie gewohnt den einzelnen Vorführräumen des FLSV in Bamberg:

Kleines Vorführstudio:

Hier gibt es einen Vergleich zwischen konventionell und modern mit zwei herausragenden Lautsprecher-Modellen von Triangle zu bestaunen. Zum einen wird die Kompaktbox Triangle Comète 40th an adäquater Elektronik aufspielen, zum anderen wird das smarte System Triangle Capella aufgebaut und spielbereit sein.**  

Wir spielen die beiden äußerlich und auch bestückungstechnisch sehr ähnlichen Anlagenkonzepte gerne vor, aber nicht gegeneinander aus. Beide haben ihre Berechtigung. Die Triangle Capella ist für dendiedasjenigen interessant, der ganz von vorne anfängt oder anfangen kann und möchte. Wenn aber schon eine richtig gute Stereo-Anlage vorhanden ist und nur die Passiv-Lautsprecher zu tauschen sind, dann ist die Triangle Comète 40th die Wahl der Wahl.

Nicht die günstigste Offerte von Triangle, aber die kleinste: Titus EZ, hier in hochglänzendem Weiß

High End-Heimkino:

Wie immer für Verblüffung sorgt die klangliche Größe der Kleinsten. Gemeint ist die Inkarnation einer der absoluten Roots-Lautsprecher von Triangle, nämlich die Triangle Titus EX.

Wir wiederholen sehr gerne das Spektakel der vorhergehenden Veranstaltungen, bei denen jeweils das kleinste Modell des vorzustellenden Herstellers im Dunkeln, aber nichtsdestotrotz in einer der wohl besten raumakustischen Umgebungen der Republik, wenn nicht sogar ganz Frankens präsentiert wurde.

Vielleicht klappt bis dahin noch eine veritable Überraschung. „Psst, können Sie ein Geheimnis für sich behalten? Ich auch!“

Das große Besteck: Magellan Cello 40th im besonders schicken Gewand

Großes Vorführstudio:

Was für ein Vergleich! Beide der beim FLSV in Bamberg vorführbereiten Vertreter der ranghöchsten Baureihe des französischen Herstellers treten gegeneinander an. Auf der linken Seite der linken Seite wird die Magellan Duetto 40th platziert sein, während die große Magellan Cello 40th rechts davon auf der rechten Seite stehen wird.***

Das kleine Besteck hier noch ohne Bass-Unterstützung: Triangle Magellan Duetto 40th

Aber die Kompaktboxen auf ihren hauseigenen Standfüßen werden von gleich zwei Subwoofern der Nobelklasse unterstützt. Eingesetzt werden zwei Stück JL Audio Fathom f110v2. Hier habe ich mich für den Modus Nur Unterstützung, aber keine Entlastung entschieden. Das bedeutet, dass die Triangle Magellan Duetto 40th im Fullrange-Betrieb laufen, also nicht von den untersten Frequenzen entlastet werden.

Immer noch einer der besseren Subwoofer: JL Audio f110 v2

Für’s leibliche Wohl wird auch dieses Mal wieder standesgemäß gesorgt sein: frisches Baguette mit leckeren Aufstrichen und leichte Weiß- und Rotweine von Vinosophia alias Helmut Pape.

Obwohl diese Veranstaltung vielleicht doch auch ein Abgesang werden könnte, ist eines ganz sicher: Ich freue mich auf euch!

Hiermit ergeht meine Herzliche Einladung!

* Dazu muss man aber ein wenig auf Zentraleuropa klicken und Bamberg in die Mitte schieben. Dahin, wo es ja auch hingehört!

** Beide Konzepte wurden bereits ausführlich in den NEWS des FLSV in Bamberg vorgestellt, und zwar hier und hier.

*** Das wird mal wieder extra betont, weil auf so vielen Bildern eine spiegelsymmetrische Anordnung der zu vergleichenden Lautsprecher zu sehen ist. Das ist doch ungleich und damit unfair und damit nicht richtig.

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #7: Triangle Magellan Duetto 40th

Die hatte mir noch gefehlt! Denn die große Schwester der kleinen Triangle Magellan Duetto 40th, also die Triangle Magellan Cello 40th, steht ja schon eine kleine Weile beim FLSV in Bamberg und da im Großen Vorführstudio.

Aber jetzt ist sie da und vervollständigt nicht nur das nahezu lückenlose Portfolio des französischen Herstellers auch in der obersten Güteklasse beim Fränkischsten Lautsprecher-Vertrieb, sondern besetzt dort auch prominent die Klasse der halbwegs noch bezahlbaren Kompaktlautsprecher.

Lieber pragmatisch als Verfechter der reinen Lehre: das Bassreflexrohr auf der Schallwand

Und wie nahezu alle Kompaktboxen von Triangle hat auch die Magellan Duetto 40th die Bassreflexrohre auf der Frontseite. Hierfür gibt es genauso viele Argumente wie für die Anbringung auf der Rückseite des Gehäuses. Aber ganz pragmatisch kann man konstatieren, dass diese Art Lautsprecher näher an die rückwärtige Wand zu stellen sind, als die Vertreter der Fraktion „Auspuff hinten“. Fragt doch mal genau 100 Frauen, weil das dann leichter zu rechnen ist, was ihnen lieber ist: Die beiden Lautsprecher samt der Lautsprecherkabel mehr im Raum oder doch eher etwas näher an der Wand? Seht ihr!

Zwei besondere Hingucker sind das wunderschöne Furnier und die passenden Stands S08.

Die beiden Lautsprecher wurden einfach in die gerade angeschlossene Elektronik eingebunden, die sich ebenso warm und einspielen musste. Das sind der neue Streaming Transport T8 von Eversolo und der Vollverstärker-Bolide Vincent SV-237 MK II. Und höre da: Mehr Hifi braucht kein Mensch in normal großen Räumen. Sicher: Besser geht es immer, aber nicht für den Geld, wie der Franke als solcher so schön sagt.

Immer wieder und immer noch sind das für mich die besten Terminals, da man die Hohlstecker zunächst in die leicht gelösten Terminals steckt und dann durch leichtes Drehen nach rechts darin fixieren kann, ohne sie dadurch zu quetschen.

Hohlstecker wie die von Supra Cables haben klangliche Vorteile. Aber zerquetschen darf man sie natürlich nicht.

Überzeugt euch spätestens nach den KEF Days beim dann folgenden Special Event, bei dem sich alles um die Lautsprecher dieses Herstellers drehen wird. Hierfür habe ich schon einen ganz besonderen Vergleich ausgeheckt, bei dem genau diese Triangle Magellan Duetto 40th involviert sein wird.

Und nur nebenbei bemerkt: Danach folgen noch mindestens zwei weitere Veranstaltungen mit einem sehr speziellen Themenschwerpunkt, deren Programm schon weitestgehend steht! Einer davon wird sich ausschließlich um Lautsprecher aus dem UK drehen, bei der ausgerechnet ein Schotte der Chef-Entwickler ist! Na, wer kann das wohl sein?

Denn das Ohr sieht mit: wunderschöne und lackierte Echtholzfurniere als Oberflächen auch bei einem der Marktbegleiter.

So spannend wie hier kann es doch wohl im Inhaber-geführten Fachgeschäft für high-endige Gehörhygiene sein, stümps?!

Intermezzo 2: Was gibt es denn so an Streaming-Verstärkern in der 7K€-Klasse beim FLSV in Bamberg?

Auch wenn es zu den Bamberger Anti-Analog-Tagen im März 2025 noch nicht geklappt hat, ist nun auch die zum großen Streaming Client DMP-A10 von Eversolo passende Stereo-Endstufe eingetroffen. Sie hört auf den Namen AMP-F10 und kommt mit klassischer A/B-Schaltung anstelle der gerade so modernen Class D-Typologie daher.

„Auch einer schöner Rücken kann entzücken.“, sagt der Volksmunk. Hier sehen Sie alle Optionen auf einen Blick.

Dass das Dingens richtig schwer ist, kann man schon von Weitem erahnen. Leistung richtig satt könnte die Endstufe deswegen wohl auch bieten, oder? Richtig! Und sie passt Design-technisch super zum Streamer.* Und dass diese Endstufe auch noch so richtig gut klingt, darf man einfach unterstellen oder als Bedenkenträger diesen Artikel lesen. Holger Barske als verantwortlicher Testredakteur sah sich in seinem Fazit sogar gezwungen, den Eversolo AMP-F10 als „ultimative(s) Endstufen- Sonderangebot“ zu bezeichnen!

Der Hegel H400 eignet sich optisch defintiv nicht zum Angeben. Aber nur so lange Sie ihn nicht einschalten und mit Qobuz bespielen.

Der Gegenentwurf dazu ist der Hegel H400, der bei den Bamberger Analog-Tagen im letzten Dezember seine Premiere beim FLSV gefeiert hat. Hier ist alles in einem Gehäuse untergebracht, man benötigt nur ein Netzkabel und auch keine teuren Verbindungskabel zwischen den Geräten. Für das hier gesparte Geld muss man sich aber zwingend ein eiPädd** oder ein flaches Arbeitsgerät, eben ein Tablet, kaufen, damit der Hegel H400 überhaupt in seiner Kernkompetenz, dem Streaming, zu bedienen ist.

Sollten Sie ein Tiny House beschallen wollen, hätten wir einen superben Tipp für Sie: Mytek Brooklyn Brigde II und Amp+

Noch gegenentwürfiger ist wieder eine Pre Amp-/Main Amp-Kombination, diesmal pro Einheit in etwa halb so breit und halb so tief und auch nur halb so hoch. Wer mitgerechnet hat, kommt auf etwa ein Achtel des Volumens eines einzelnen Eversolo oder eines Hegels beziehungsweise auf ein Viertel in der Kombination aus Mytek Brooklyn Bridge II und Brooklyn Amp+. Beide Geräte wurden bereits hier vorgestellt. Aber warum ist denn diese Verbindung in mancher Hinsicht den beiden Kombattanten sogar formal im Vorteil?

Zusammen sind die beiden Myteks so breit wie eine Standard-Komponente, auch wenn sie an Ausstattung doppelt so viel bieten.

MM macht es mal wieder spannend, denn so soll der interessierte Interessent einfach in die Innere Löwenstraße zu Bamberg gelockt werden, um die vielen differenzierenden Feinheiten der drei möglichen Wettbewerber um die letzte Anlage fürs Leben aufgezeigt zu bekommen. Und glauben Sie es: Für jeden dieser tollen Mitstreiter gibt es mehr als nur ein Argument, um sich von den Kollegen abzusetzen.

* Nur so mal nebenbei bemerkt: Man muss die Geräte nicht wie auf den Bildern auf der Eversolo-Webseite und auch hier bei den News zu sehen, aufeinander stellen, sondern so passen genauso auch nebeneinander.

** Ostern ist nahe!

Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage 2025, die neunte von vielen Happen und Etappen: Die Kompakten und meine Gäste

„Was machen wir nur im Großen Vorführstudio in der Zeit von Freitag um 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr?“, das war eine berechtigte Frage nach dieser Ankündigung einer faustdicken Überraschung. Mir war jedenfalls bald klar, dass alle anderen, bestens vorbereiteten Programmpunkte hier nicht mehr würden mithalten können. Auch wenn man auf den anderen Messen und Ausstellungen zu diesem unseren Hobby stets die Superlative sucht und in Erinnerung behält, sind es doch Vorführungen wie die im Großen Vorführstudio zum Thema High End für kleinere Räume, die Praxis-orientiert Hilfestellungen geben und die so für den alltäglichen Musikgenuss maßgeblicher sind, oder? Insofern wäre das aber nicht nur wegen des betriebenen Aufwands ungerecht gewesen.

In allen Modellen des Herstellers aus Mellrichstadt wird derselbe Typ Schallwandler eingesetzt.

Jedenfalls spielte dieselbe referentielle Kette wie später an den ganz großen Boxen auf. Um die Sache etwas übersichtlicher zu gestalten, als das noch hier angekündigt wurde, haben wir uns auf zwei Modelle in dieser Klasse der Super-Nobel-Kompakt-Lautsprecher beschränkt. Alles andere wäre tonal keinem der Kandidaten zu Gute kommen. Die Wahl fiel auf die gerade modifizierten Manger Audio p1* und die Black Beauties Yamaha NS-3000.

Immer noch eine der stimmigsten Kompaktlautsprecher: Yamaha NS-3000

Interessant ist ja dabei, dass diese Lautsprecher – ein paar €uro rauf oder runter – genauso teuer sind, wie die hier beschriebenen und gegenüber stehenden Triangle Magellan Cello 40th. Aber Sie würden von mir niemals die Cello für einen Raum kleiner als 16 qm empfohlen bekommen, genauso wenig wie eine der beiden Kontrahenten für die Beschallung in einem Saal ohne Subwoofer-Unterstützung.

Insofern war das klangliche Ergebnis sehr wohl ansprechend und auch richtiggehend audiophil, auch wenn beide Probanden gegen die später demonstrierte Grobdynamik und die große Abbildung des Klangbilds, die in Folge 10 nochmals beschrieben werden, nicht mal anstinken wollten.**

Im Folgenden zeigen wir noch ein paar Eindrücke, wie gleichzeitig gespannt und entspannt die Stimmung unter den Besuchern war:

Immer viel los, trotzdem niemals Hektik, gute Gespräche vornehmlich nicht über die Technik, sondern über Musik und deren Genuss, stets was Leckeres zu Essen und zu Trinken zur Hand, zufriedene Gesichter wohin man schaut, sogar im nicht vorhandenen Spiegel!

Bleiben Sie also gespannt, wie es weiter geht und wenn es in der nächsten Folge wieder heißt: Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage 2025, die zehnte von vielen Happen und Etappen mit dem Thema: Das Finale im ganz großen Stil

* Nochmals zum Mitschreiben: In der Standbox Manger p1 und in der Kompaktbox z1 sind nicht nur die selben Chassis verbaut, sondern sie haben sogar das absolut identische Innenvolumen.

** Ein bildhafter Vergleich ist vielleicht ein großes Auto mit über 5 Meter Länge in einem Innenstadt-Parkhaus oder auf der manchmal sogar freien Autobahn in Deutschland…

Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage 2025, die achte von vielen Happen und Etappen: Klassisches CD-High End im Luxus-Format

Die heimlichen Stars der BAAT 2025 waren nicht die übermannsgroßen Thivane, die in der nächsten und vorerst letzten Nachlese nochmals ausführlich beschrieben werden, und auch nicht deren Gegenstück in Form der beiden mehr als kompakten Lautsprecherpaare von Harbeth im High End-Heimkino, sondern die hier bereits angedrohten Triangle Magellan Cello 40th, die sich ein gewisser MM trotz seines schier überbordenden Angebots auch in dieser doch schon gehobenen Preisklasse gegönnt hat.

Unser Prachtschiff und Schlachtkerl in Sachen CD-Player: Der Ayon CD-35 II; ebenfalls im Bild ist das Supra Sword Excalibur.

Und um dem anderen, immerhin referentiell genannten Set-up im Großen Vorführstudio etwas Adäquates entgegen zu setzen, wurde auf der anderen Vorführseite das ranghöchste CD-Spielzeug des FLSV in Bamberg eingesetzt. Der Ayon CD-35 II ist ja nur im einfachsten Falle ein CD-Player. Aber so würde man das Gerät total unterfordern, denn der Ayon CD-35 II bietet außerdem auch für andere digitale Signallieferanten einen zu nutzenden high-endigen Digital-/Analog-Wandler (DAC) inklusive Upsampling und das auch für die allerhöchsten derzeit verfügbaren Datenformate.* So reicht hier zum Beispiel eine Streaming Bridge vulgo ein Streaming Transport für den Eintritt in die großen Gefilde des Streaming.**

Tatsächlich bekommt man mit den Cayin CS845M auch den berühmten Röhrenglanz in die Hütte gebracht.

Und da der Ayon CD-35 II auch noch einen exzellenten Vorverstärker mitbringt, der diese digitalen, aber auch analoge Quellen bedienen kann, reicht für unsere High End-Installation mit den Triangle Magellan Cello 40th ein Paar Mono-Blöcke für die Endverstärkung. Wir nahmen aber nicht irgendwelche, sondern die großen Röhren-Monos von Cayin, die die berühmte 845-Röhre auch im Namen trägt, nämlich die beiden Cayin CS-845M.*** Somit stand ausreichend Leistung, immerhin 28 Watt und das pro Kanal, zur Verfügung, um den Zauber von Röhren und Kennschalldruck-starken Lautsprechern wohltönend und unkomprimiert erklingen zu lassen.

Gleich zwei der derzeit besten Streamer des Weltmarktes wurden bei den BAAT 2025 eingesetzt: Rose RS150B und Eversolo DMP-A10

Wurde während der Veranstaltung nach einem Musiktitel gefragt, der nicht auf CD vorlag****, kam von der anderen Seite des Raumes per langem Coax-Digitalkabel der brandneue Streaming Client Eversolo DMP-A10 als Zuspieler zum Einsatz.

Na, wie klingt denn diese Kombi? Die Frage müssen Sie sich schon selbst beantworten, sollten Sie es nicht geschafft haben, zu den Bamberger Anti-Analog-Tagen 2025 zu kommen. Denn alle Beteiligten sind und bleiben fester Bestandteil des Vorführ-Equipments des FLSV in Bamberg. Wenn Sie aber wenigstens schon mal eine umfassende Beschreibung der Triangle Magellan Cello 40th goutieren wollen, dann empfehle ich Ihnen diesen offiziellen und diesen subjektiven, wenn auch sehr gut gelungenen und vor allem nachvollziehbaren Artikel.

Immer wieder und immer noch schön anzusehen ist das besondere Furnier und die Lackierung der Cello 40th.

Bleiben Sie also gespannt, wie es weiter geht und wenn es in der nächsten Folge wieder heißt: Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage 2025, die neunte von vielen Happen und Etappen mit dem Thema: Die Kompakten und meine Gäste

* Für die Technik-Nerds oder Quartett-Spieler unter uns: Geboten werden beim Ayon CD-35 II 32Bit mit 768kHz und DSD256 mit 11.2MHz. Wer kann (sinnvoll) mehr?

** Wir erinnern uns: Streaming bedeutet stets dreierlei. Neben dem Zugriff auf deutlich über 100 Millionen Titel zum Beispiel bei Qobuz, dem Streaming Dienst mit dem höchsten Anteil an High Res-Dateien von allen bekannten Anbietern und somit unseres ganz klaren Favoriten aus diesem Metier, können Sie auch ganz klassisch Radio hören, nur nicht mehr über UKW oder DABäh+, sondern übers Internet und nun nicht mit nur etwa 20 Sendern (UKW) oder gar 40-50 Sendern (DAB+), sondern mit bis zu 30000 Sendern. Zu guter Letzt beinhaltet Streaming auch noch den Zugriff auf Musikdateien, die im heimischen Netzwerk auf einem entsprechenden Speicher hinterlegt sind. Dieses Thema wurde in diesem Rahmen ja schon ausführlich behandelt.

*** So viel Luxus muss sein: Die Cayin CS845M verwenden die Königin der Röhren, also die 300B, lediglich in der Treiberstufe. Allerdings wären die 300B alleine wohl nicht für alle Anwendungen mit der Triangle Magellan Cello 40th ausreichend stark genug.

**** Für die gute Vorbereitung meiner Besucher sprach, dass tatsächlich viele ihre eigenen CDs mitgebracht haben, um sich nicht erst auf ein anderes Medium oder auch auf eine andere Abmischung desselben Stücks einlassen zu müssen. Das ist auch als ein Hinweis darauf zu verstehen, dass sich oftmals Streaming und das Hören desselben Stücks von CD nicht so einfach vergleichen lassen.