Ganz ähnlich in der Ausstattung wie die hier bereits vorgestellte Triangle Borea BR02 Connect kommt nun die lang erwartete KEF Coda W auch zum FLSV in Bamberg. Von vorne erkennt man ganz klar die Handschrift mit dem seit vielen Jahrzehnten eingesetzten Uni-Q-Treiber, aktuell in der bereits 12. Generation.
Von außen sieht man ja nicht, aus wie vielen Einzelteilen ein Lautsprecher-Chassis vpn KEF besteht.
Ein wenig verwunderlich ist es auf den ersten Blick dennoch, dass die KEF Coda W so ganz ohne Streaming-Zugang auskommt, denn alle anderen Wireless-Geschwister* verfügen ja über einen solchen. Bei der KEF Coda W ist man aber deswegen nicht aufgeschmissen, denn sie bietet als erste Box dieses Herstellers neben den vielen analogen, digitalen Eingängen inklusive einer externen Soundkarte in USB-C sowie HDMI als eARC und Bluetooth in der aktuellsten Version 5.4 aptX Adaptive sogar einen eingebauten Phono-Vorverstärker.
Die Anschlussvielfalt ist enorm, aber der Phono-Eingang ist ein Novum bei KEF.**
Da die KEF Coda W dennoch über die hauseigene App KEF Connect einzurichten und zu steuern ist, kann deren Bedienung hier auf insgesamt drei Arten erfolgen, denn die KEF Coda W bietet nicht nur eine einfache, aber völlig ausreichende Fernbedienung, sondern auch fünf Tasten auf dem neuerdings zum Glück nicht mehr Master, sondern Primary genannten Hauptlautsprecher.
Tatsächlich reicht ein einziges Kabel, um den Secondary Speaker an die Leine zu nehmen.
Von diesem wird, erstmalig zumindest im Portfolio des FLSV in Bamberg, ein einziges USB-C-Kabel zur Spannungsversorgung als auch zur Ansteuerung des Zum-Glück-nicht-mehr-Sklaven mit immerhin 3 Metern Länge gelegt und angesteckt.
Ein Plattenspieler und die KEF Coda W, das reicht eigentlich zum Musik-Hören. Aber was macht der Bluesound Node da?
Wenn also der Schwerpunkt der Ansprüche eher auf den klassischen Medien und nicht so sehr auf Streaming gelegt wird, hat man ab jetzt eine heiße Alternative mehr, zumal diese im Reigen der anderen Optionen von KEF die günstigste darstellt.
Die verfügbaren Oberflächen nennen sich Vintage Burgundy, Nickel Grey, Moss Green, Midnight Blue und Dark Titanium.
Einen sehr ausführlichen Test der KEF Coda W kann man bereits hier nachlesen. Das besondere Klangerlebnis wird man aber nur im stationären Fachhandel wie dem FLSV in Bamberg erleben können!
* Hier nutzt die deutsche Webseite von KEF im Gegensatz zur Englischsprachigen den Begriff WLAN anstelle des richtigen Wireless und damit ab sofort falsch. Das gilt ebenso für den hier vorgestellten Muo.
** Die Anbindung als externe Soundkarte an einen PC oder Apple-Rechner wird zwar derzeit bei keinem Wireless Modell gewährt, wurde aber in der ersten Generation der KEF LS50 Wireless noch angeboten.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2025/12/KEF-Coda-W-2-scaled.jpg14422560Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2025-12-28 20:30:532025-12-29 11:19:51Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #1: KEF Coda W
Es waren ja im Grunde für die BAT 2025 nur zwei Vorführ-Anlagen im Großen Vorführstudio des FLSV in Bamberg aufgebaut. Diese konnten aber in mehreren Konstellationen tatsächlich die Vielfalt zeigen, die im Programm für diese Räumlichkeit angekündigt wurde.
Äußerlich sehen sich die beiden Modelle von Origin Live recht ähnlich. Einer der Unterschiede ist die Plattentellermatte.
Fangen wir links an, also auf dem Granit-Altar. Dort standen von Origin Live die beiden neuen Plattenspieler im Sortiment des FLSV in Bamberg spielbereit aufgebaut.* Ganz links ist der Origin Live Swift zu sehen, in dessen Tonarm wir das kleinste photo-optische Tonabnehmersystem des japanischen Pioniers DS Audio montiert und penibel justiert haben. Das DS Audio DS-E3 leuchtet schön grün, genau wie sein speziell für dieses System ausgelegter Entzerrer-Vorverstärker.**
Diese kann man aber nachträglich auflegen, man muss nur den Tonarm etwas anheben. Rechts im Bild: Hana SL MK II
Beim zweiten Set war das kleinste Modell des britischen Herstellers aus dem UK der Ausgangspunkt. Es wird Aurora genannt und trägt klar erkennbar nicht nur optisch die Handschrift der größeren Plattenspieler von Origin Live.*** Auch in diesem Plattenspieler haben wir einen kleineren Verwandten einer der Hauptattraktionen der BAT 2025 als Tonabnehmer eingebaut, nämlich das ebenfalls noch recht neue Hana SL MK II. Im Verbund mit dem Phono-Vorstärker Hegel V10 ergab sich eine preislich recht ähnliche Kombination, wie es die beiden DS Audio als Einheit beschreiben. Ein fairer Vergleich zwischen Moving Coil (MC) und Photo-optisch war also statthaft.
Ein Minimal-Setup wie aus dem Bilderbuch: Plattenspieler, Vorverstärker und zwei tolle Aktiv-Lautsprecher, fertig! Naja, nicht ganz, denn in beiden Fällen muss man ja noch den Phono-Vorverstärker einschleifen und dann verstecken.
Beide Entzerrer-Vorverstärker haben ihre Signale dann zu unserem Referenz-CD-Spieler, dem Ayon CD-35 II, geschickt, der aber an diesen Tagen lediglich als rein analoger Vorverstärker mit symmetrischen Ausgängen genutzt wurde. So musste lediglich zwischen den beiden analogen Hochpegel-Eingängen umgeschaltet und die Lautstärke ein wenig angepasst werden, um einen fairen Vergleich zu ermöglichen.
Man beachte jetzt nicht die beiden Schallplatten, sondern die Dynaudio Confidence 20A!
Weiter im Signalfluss wurden die bereitgestellten aktiven Lautsprecher angesteuert. Von den im Vorfeld angebotenen immerhin drei Aktiv-Boxenpaaren kam diesmal aber eigentlich nur eins zum Einsatz.**** Und das war die brandneue Dynaudio Confidence 20A.*****
Das Bild stammt zwar noch aus der Aufbauphase, zeigt aber bereits alle verwendeten Komponenten anschaulich.
Wer sich wie auf dieser Seite klanglich geschlagen hat, das muss man entweder selbst erlebt haben oder einen der teilnehmenden Gäste fragen oder bei einem Besuch in Bamberg nachholen.
Voilà, es ist angerichtet: je zwei komplette Laufwerke samt Phono-Vorverstärker, ein Vorverstärker und zwei Aktiv-Boxen. Nein, wir haben diese drei Testschallplatten nicht gehört, diese wurden nur für die Einspielphase genutzt.
Nur ein kleines bisschen opulenter ging es auf der Stirnseite des Großen Vorführstudios zu. Naja, es wurde dort eigentlich schon richtig großgekleckert, also geklotzt. Dort thronten zwei stattliche Laufwerke, die ihrerseits auf massiven Unterstellbasen ihren ruhigen und beruhigenden Platz fanden. In ihrer Mitte war diesmal die Elektronik aufgebaut. Immerhin waren dies gleich zwei relevante Geräte, die in der Breite aber gerade so auf dem Umai von Ars Machinae die benötigte Stellfläche ausfüllten.******
Frank Schick legt letzte Hände an, bevor es losgeht. Zufriedene Miene bei Daniela Manger
An dieser Stelle sei noch einmal auf die ausführlichere Vorstellung der Kombattanten und Mitspieler verwiesen, wie ich sie im Programm für die BAT 2025 bereits vorgestellt habe. Deshalb hier im Schnelldurchlauf:
Frank Schick ist für seine Präzision bekannt, und die konnte man nachvollziehen.
Aber der Hingucker hier war der montierte Tonabnehmer, das Umami Black als das absolute Spitzenmodell von Hana.
Dessen feine Signale verarbeitete der MasterPhono von MoFi artgerecht,
Seit drei Jahren unsere Phono-Referenz für alle MM- und MC-Systeme: MoFi MasterPhono
so dass diese in einem der Hochpegeleingänge des zentralen Vorverstärkers landen konnten.
Auf der rechten Seite stand der ebenso mächtige AMG Viella samt Tonarm 12J2. Hier wurde mit dem DS Audio DS003 wieder ein photo-optisches Tonabnehmersystem eingesetzt. Dessen Signale bereitete zunächst der Haus-eigene Entzerrer-Vorverstärker auf.
Wenn das mal nicht ein echtes Masse-Laufwerk ist: AMG Viella mit Zusatzzarge und montiertem DS Audio DS-003
Von hier ging es wie zuvor direkt in einen weiteren Hochpegeleingang des verwendeten Vorverstärkers.
Auf dem massiven Tisch stand nur der Vorverstärker, das Netzteil wurde aus klanglichen Gründen nach unten verbannt.
Das war der Keces S4. Dieses kleine Wunderkästchen, dessen riesiges Netzteil im selben Gehäuseformat wir hinter dem Format-füllenden Rack versteckt haben, könnte auch beide Tonabnehmer-Arten direkt verarbeiten, bietet er doch insgesamt sogar drei verschiedenen Phono-Signalen Eingang: neben den klassischen MM- und MC-Systemen eben auch für die photo-optischen Systeme von DS Audio. Somit bezeichne ich diesen Vorverstärker für Freunde der analogen Wiedergabe, die vielleicht auch noch einen zweiten Plattenspieler oder einen betreiben, der über zwei oder gar drei Tonarme verfügt, als veritables Schnäppchen!
Ganz nah dran erkennt man die LF-Module auf den Manger Audio c1.
Dazu kommt, dass er das alles auch noch symmetrisch kann. Denn das ist nicht nur für die eigentliche Signalverarbeitung höchst förderlich, sondern auch für die Ansteuerung der bereit gestellten Aktiv-Monitore c1 von Manger Audio essentiell.
Auch ein haptisch wertvolles Muster des Manger Schall-Wandlers stand zur Anschauung bereit.
Diese haben wir angesichts des großen Raumes und der nicht gegebenen Möglichkeit, die Manger Audio c1 relativ Wand-nah zu stellen, um die LF-Module******* ergänzt. Diese werden einfach oben auf die c1 gestellt, passgenau ausgerichtet und mit einem kurzen Kabel mit der Hauptbox verbunden. Jetzt musste man nur noch einen Schalter hinten auf dem Elektronik-Einschub umlegen, damit dessen Belastung wieder Impedanz-gerecht wird, und schon kann es losgehen.
Da muss ich doch meine Gäste loben, denn es wurde ganz wenig bei den Vorführungen geschwätzt, sondern zugehört!
Und es ging los, und wie! Feinauflösung und Dynamik, große Abbildung mit üppiger Tiefenstaffelung auf beiden Seiten und auch bei beiden verschiedenen Tonabnehmersystem-Systemen. Aber es gab auch Unterschiede, denn jeder der Probanden hatte eine eigene musikalische Diktion, die erfahren werden wollte. Und je länger man sich auf eine Art der Wiedergabe einließ, umso mehr konnte man die Intentionen der jeweiligen Entwicklerinnen und Entwickler nachvollziehen.
Sieveking Sound hat für uns wie immer einige der aktuellen audiophilen Highlights auf echtem Vinyl ausgesucht.
Aber der eigentliche Star war wie bei jeder Veranstaltung des FLSV in Bamberg die Musik. Mehrere reich gefüllte Koffer mit Langspielplatten darin standen von Seiten der Moderatoren zur Verfügung, quer Beet, was die musikalische Ausrichtung betrifft. Aber viele meiner Gäste hatten auch eigene Scheiben mitgebracht, die nach einer belebenden Wäsche im Vinyl Cleaner Premium gerne auf einen der insgesamt vier Plattenspieler aufgelegt wurden.
So wurden die beiden Tage doch sehr kurzweilig, auch aufgrund der angenehmen Atmosphäre, der netten Gespräche und des Austauschs. Vielfach wurde mir mitgeteilt, dass man ganz neue musikalische Entdeckungen gemacht habe und man dann diese oder jene Schallplatten im Nachgang umgehend erwerben wird.
Lassen Sie sich, lasst euch einfach anhand der vielen Bilder davon überzeugen, dass diese Veranstaltungsreihe garantiert noch viele Nachfolger haben wird. Diese Art von Erlebnis kann halt keiner der Online-Vermarkter oder die – im Hifi-Sinne eigentlich nicht mehr existenten – Flachmärkte auch nur ansatzweise bieten. Ein Hoch auf den Facheinzelhandel vor Ort, ein Hoch auf die Hersteller und Vertriebe, die diesen, so wie jetzt gerade, besonders wirkungsvoll unterstützen! Ein Hoch an meine Gäste, die mir durch ihr Kommen auch entsprechend motivierende Rückendeckung gegeben haben.
Nein, die Herren schauen gerade keinen Film, sondern hören konzentriert der vorgeführten Musik zu.
Mein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an meine Moderatoren an diesen beiden tollen Tagen: Daniela Manger, Inhaberin und Entwicklerin des gleichnamigen Herstellers von Edellautsprechern aus Mellrichstadt, und Frank Schick vom High-Fidelity Studio, der für viele Produkte, die bei diesem Spektakel eingesetzt wurden, als Produkt-Manager verantwortlich zeichnet. Ohne euch wäre das nicht in dieser außergewöhnlichen Form möglich gewesen!
Alleine diese Beleuchtung! So findet man immer auch bei sonstiger Dunkelheit die Einlaufrille.
* Insgesamt sind alle Produkte von Origin Live neu bei uns, auch deren besonderes Zubehör.
** Wir wissen ja: Diese Tonabnehmer brauchen zum einen eine andere Entzerrung als die sonst übliche RIAA-Kurve und sie liefern eine deutlich höhere Ausgangsspannung als ein normales MC-System. Bald gibt es einen reinen Phono-Vorverstärker von Keces, der wie der S4 ebenfalls über einen Eingang für diese spezielle Art der Entzerrung und Vorverstärkung verfügt. Es heißt dann Keces Ephono+. Und wieder wird auch dieses Gerät ein eigenes, aber separates Netzteil mitbringen. Wie von Keces gewohnt wird dieses Teil wieder mehr als nur geradeso bezahlbar sein.
*** Ein wenig schade war vielleicht, dass wir die beiden sehr Preis-ähnlichen Modelle, nämlich den Dual CS 718Q aus dem Kleinen Vorführstudio nicht mit dem Origin Live Aurora aus dem Großen Vorführstudio direkt miteinander vergleichen konnten. Sogar die verwendeten MC-Tonabnehmer waren nahezu preisgleich. Aber das wäre insofern ungerecht gewesen, weil dann auch die anderen verfügbaren Modelle aus dem Portfolio des FLSV in Bamberg ebenfalls Hier! geschrien hätten, als da wären: das Pro-Ject X8 SuperPack und das ATR Celebration 40 SuperPack sowie das MoFi UltraDeck. Aber ein solcher Contest lässt sich ab sofort jederzeit organisieren, auch und erst recht mit nahezu gleichwertigen Tonabnehmern und an identischen Phono-Vorverstärkern.
**** Geschwind einsatzbereit, weil alle Probanden denselben Signaleingang, nämlich symmetrisch per XLR , und denselben Anschluss fürs Stromkabel aufweisen, wären die spanische Sottovoce Stereo 3 und die ATC SCM50ASLT aus dem UK gewesen.
***** Gerne sei wieder erwähnt, dass die Dynaudio Confidence 20A in diesem Jahr den begehrten EISA Award in ihrer Kategorie überreicht bekam und dass sie ja auch eine recht ähnliche Klientel wie die auf der anderen Seite des Großen Vorführstudios präsentierte Manger Audio c1 bedient. Insofern war direkter Vergleich zumindest halbwegs statthaft, auch wenn das deutlich aufwändigere Front-End auf der Stirnseite des Großen Vorführstudios aufgebaut war. An dieser Stelle danke ich ausdrücklich Herrn Ulrich Wommelsdorf von Dynaudio, der es möglich gemacht hat, dass mir diese Ausnahme-Lautsprecher für diese Veranstaltung als Muster zur Verfügung gestellt wurden.
****** Schade, dass ihr, Alexandra und Ralf, dieses Mal nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konntet. Wir holen das nach!
******* Diese findet man weiter unten im Link zur c1 unter dem Stichwort Mit Sicherheit flexibel.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2025/12/BAT-2025-Hana-Umami-Black.jpg25601884Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2025-12-13 19:39:302025-12-15 22:57:50Nachlese der Bamberger Analog-Tage 2025 am letzten Wochenende #2: die Sensationen im Großen Vorführstudio
Das gibt es eigentlich eher selten bei einem traditionellen Hersteller wie Harbeth aus dem UK, dass gleich so viele Neuheiten auf einen Schlag nach und nach präsentiert werden. Nach den aktiven Harbeth NLE-1, die erst vor Kurzem hier vorgestellt wurden, kommen nun auch neue Ausführungen der bekannten fünf passiven Modelle des Herstellers. An der jeweiligen Nomenklatur ändert sich bis auf den Appendix XD2 nichts.
RADIAL4 hört sich zwar trivial an, ist aber das Ergebnis jahrelanger Forschung, die sich nun akustisch auszahlt.
Das Herzstück der technischen Erneuerung ist hier ganz eindeutig die so genannte RADIAL4 Technology, einem weiter optimierten Membranmaterial. Hier ist ja seit alters her entscheidend, das Verhältnis von (möglichst geringer) Masse und (maximal möglicher) Stabilität so zu verbessern, dass sich dabei keinerlei Partialschwingungen ausbreiten können. Das eigens von Harbeth entwickelte und auch vor Ort gefertigte Material mit seinen neuen Eigenschaften hatte selbstredend eine neue Frequenzweichen-Abstimmung zur Folge.
Hier sehen Sie fünf der nun aktuell verfügbaren Oberflächen der neuen Harbeth P3 ESR XD2. Im ersten Bild sieht man das Modell…
Wie sich das klanglich auswirkt, können Sie ab sofort beim FLSV in Bamberg schon mal beim kleinsten Modell, der Harbeth P3 ESR XD2, nachprüfen, dessen Vorgänger schon häufiger in diesem Blog als einer der besten Lautsprecher im Schuhschachtel-Format bezeichnet wurde.
…in heller Eiche, einem wieder modernen Holz. Dasselbe gilt für den wunderschönen warmen Farbton der Kirsche.
Sukzessive werden auch die anderen Modelle dieser Baureihe erneuert.*
Nussbaum dürfte derzeit das am meisten verbreitete Lautsprecherfurnier sein. Allerdings fällt es im Farbton stets anders aus.
Zudem gibt es neue Furniere. Eines davon zeigt der FLSV, das weder hier bei den fünf vorgestellten noch auf dem offiziellen Heimdiener** gezeigt wird. Raten Sie mal, ob das noch schöner ist.
Palisander oder Rosenholz ist vornehmlich für Frankreich und das UK bestimmt, denn hier gibt es viele Kolonialmöbel im selben Stil.
Meine Güte, macht es MM wieder spannend. Was soll denn das für eine Oberfläche sein? Schlangenhaut? Altägyptisches Pergamentpapier? Kandierte Lotosblätter? Schauen Sie doch einfach in diese aktuelle Preisliste und streichen Sie die hier abgebildeten heraus, dann wissen Sie es.
Von oben hell nach unten dunkel oder von nicht zu verstecken bis neutral, aber Esche schwarz wird es wohl noch in 100 Jahren geben.
*Das ist auch als Hinweis darauf zu verstehen, dass die aktuell im Vorführbestand des FLSV in Bamberg bestehenden Modelle von Harbeth besonders günstig und mit voller Garantie zu erwerben sind. Und was spricht dagegen, wenn Sie ein größeres Modell der alten, aber längst nicht veralteten Serie für einen geringeren finanziellen Einsatz erwerben können, als es das aktuelle kleinere Modell erfordert? Nichts, sehen Sie! Bitte schauen Sie hierzu in meine nahezu immer aktualisierte Preisliste der Kompakt-Lautsprecher, die Sie hier hinterlegt finden.
** Es hätte auch Heimseite oder neudeutsch Homepage heißen können. Aber so einfach wollte ich es Ihnen nicht machen.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2025/07/Harbeth-P3ESRXD2-Palisander.webp14001800Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2025-07-30 18:02:212025-07-30 22:46:40Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg in loser Reihenfolge #5: Harbeth P3 ESR XD2
Früher galten ja die CD-Ripp-Stationen von CocktailAudio als Eier-legende-Wollmilchsau ob ihrer extrem opulenten Ausstattung. Aber die gibt es ja schon eine ganze Weile nicht mehr. Danach wurden sie von den Netzwerk-Receivern von Yamaha abgelöst, die zwar kein CD-Laufwerk und auch keine Festplatte bereit hielten, dafür mit anderen Funktionen aufwarten. Und das gilt zumindest vollformatig immer noch.* Alleine dass alle vier Modelle einen Phono-Eingang (= analog) plus den Netzwerkzugang inklusive mehrerer Digitaleingänge bieten, ist nach wie vor nicht selbstverständlich.
Ein wenig sieht der Eversolo Play den großen Brüdern aus der DMP-A-Serie schon ähnlich, kann dabei aber mehr.
Nun gibt es aber mit den beiden Geschwistern Eversolo Play und Play CD-Edition neue Anwärter auf den Titel, wobei die Play CD-Edition wegen des zusätzlich eingebauten CD-Laufwerks bei ansonsten identischem Aufbau die Nase klar vorne hat.** Hier ist nahezu alles vorhanden, was das Hifi-Einsteiger-Herz sich wünscht: Streaming inklusive Qobuz Connect, digitale und analoge Eingänge auch mit separatem Phono-Vorstärker, Bluetooth, Subwoofer-Ausgang, sogar einen HDMI mit ARC***, Bedienung per Touch Screen**** und per App und vieles andere mehr. Aber wozu braucht man dann den digitalen Coax-Ausgang? Ich vermute, dass ein ordentlicher Kopfhörer-Ausgang nicht mehr in dem sehr kompakten Gerät unterzubringen war und man so dennoch einen externen Kopfhörer-Verstärker mit integriertem Digital-/Analog-Wandler (DAC) anschließen kann, was mit Sicherheit die hochwertigere Lösung sein wird.
Sehr viel mehr Anschlüsse hätte man hier auch mit bestem Willen nicht untergebracht.
Am meisten gespannt bin ich ja mal auf Ihre Reaktionen auf die Auswirkungen der eingebauten Raumakustik-Korrektur, die mit einem normalen Mikrofon, wie es in Smart Phones verbaut ist, zu justieren ist. Besser funktioniert es allerdings mit dem von uns verwendeten UMIK-1.
Und dafür, dass der Eversolo Play CD-Edition lediglich 100.- € teurer ist als der Play ohne das CD-Laufwerk, vermute ich mal, dass hier der Löwenanteil der Verkäufe liegen wird. Denn eine CD klingt genauso gut und das auch immer, wenn das heimische Netzwerk mal wieder spinnt.*****
Und Sie haben es bestimmt schon erraten, dass eben dieser Eversolo Play CD-Edition der Bespieler der hier angekündigten Vorführung der MoFi SourcePoint 8 am nächsten Samstag beim Kleinen Sommerfest des FLSV in Bamberg sein wird, oder? Somit haben wir es diesmal nicht allzu lange allzu spannend gemacht.
Klein, nahezu vollständig ausgestattet, klanglich mehr als ordentlich, sehr preiswert: Was will man mehr?
* Vielleicht klingt das ein wenig Old School, aber Geräte mit dem Gardebreitmaß um die 43.5 Zentimeter gelten für mich immer als der Standard in diesem Bereich.
** So gesehen muss man Pinocchio ganz neu betrachten, oder nicht?
*** HMDI mit dem Audio Return Channel benötigt man für die Einbindung eines modernen Fernsehgerätes, um für den Ton die dort verbauten Tröten außer Gefecht zu setzen und so die Musik über die guten Lautsprecher genießen zu können.
**** Bitte erläutern Sie mir den Unterschied zwischen einem Touch Screen und einem Tatsch Screen als auch zu einem Dutch Screen!
***** Ein gewisser MM ist ja bereits als (ein) Retter der Compact Disc (CD) in die Geschichte eingegangen. Und hier ist die Geschichte zu lesen.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2025/07/Eversolo-Play-beide-Modelle.jpg14002400Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2025-07-30 15:08:512025-07-30 22:48:23Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg in loser Reihenfolge #4: Eversolo Play und Play CD-Edition
Bereits bei den Bamberger Anti-Analogtagen im März 2025 wurden die ersten aktiven Lautsprecher von Harbeth*, konkret das Modell NLE-1 und liebevoll Nelly genannt, vorgestellt. Dieses Paar war aber seinerzeit noch ein Prototyp. Nun wurden die ersten serienreifen Lautsprecher ausgeliefert. Somit ist der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb in Bamberg wieder in der ersten Reihe, diese klanglich besonders tollen Schuhschachteln auch auf Dauer dem geneigten Publikum vorstellen zu dürfen.
Sind die echten Farben doch schöner als deren Bezeichnungen? Diese hier heißt Midnight Blue.
In Kürze kann man konstatieren, dass es zwar nicht die edle Optik der bauähnlichen Harbeth P3ESR XD mit verschiedenen Furnieren geben wird, dafür aber gleich sieben lackierte Oberflächen. Auch wenn man die gleichfarbige und magnetisch haltende Frontplatte entsprechend herunter nehmen könnte, ist dies nicht zu empfehlen, denn damit wird das Abstrahlverhalten des Hochtöners eingeschränkt.
Die Mannen von King Crimson wähler diese Ausführung.
Derzeit sind zwei Einsatz-Optionen der Harbeth NLE-1 ständig vorführbereit. Die erste ist minimalistisch rund um einen der vielen Streaming Clients herum gestrickt, die über ein Paar symmetrische Ausgänge in XLR verfügen. Diese Varianten in alphabetical order sind aktuell beim FLSV in Bamberg darstellbar:
Einmal dürfen Sie raten, wie diese Farbe genannt wird! Irgendwas mit British und Racing…
Zwei kurze Nachbemerkungen hierzu: Nur der Volumio Primo 2 verfügt über kein Display, so dass man das Gerät auch in einem Schrank verstecken und so die Installation noch minimalistischer gestalten könnte. Ein Tablet oder ein iPad in der Hand, zwei sichtbare und wohltönende Nellies vor sich: fertig! Und der Matrix Audio Element X2 verfügt zusätzlich über einen höchstwertigen Kopfhörer-Verstärker, der auch in der nun vorzustellenden Konstellation eine perfekte Zentrale wäre.
Die kleine aktive Harbeth NLE-1 in der aktuell beim FLSV vorführbaren Ausführung Ivory Sand.
Hier geht es nämlich um eine der von MM persönlich am häufigsten genutzten Möglichkeiten, Musik zu genießen, nämlich am Computer und auch mit ihm. Mit am meint beim Arbeiten am Bildschirm und mit ihm bedeutet, einen spezialisierten PC als Music Server für die selbst über Jahrzehnte gesammelte und dort hinterlegte Musik zu nutzen. Hierzu ist stets eine so genannte externe Soundkarte vor der eigentlichen Digital-/Analog-Wandlung nötig, wie sie der Matrix Audio Element X2 genauso mitbringt, wie der bei den beiden letzten großen Veranstaltungen des FLSV besonders vorgestellte Yamaha HA-L7A mit seinem ikonischen Design.
High End für den Schreibtisch mit und ohne Kopfhörer mit dem besonders formschönen Yamaha HA-L7A.
Mit beiden Geräten hat man so die Möglichkeit, am Arbeitsplatz nicht nur sehr gut über recht kleine Lautsprecher zu hören, sondern auch – zum Beispiel zu später Stunde – über Kopfhörer. Für welches dieser beiden High End-Geräte würden Sie sich entscheiden? Meine Güte, ist das nicht spannend?!
Mein günstigster Preis-/Klangtipp mit symmetrischen Ausgängen ist der Volumio Primo 2.
* Wenn es Sie jetzt schon interessiert, was da noch auf uns – vielleicht schon zu den Bamberger Analog-Tagen Anfang Dezember 2025 – zukommt, dann können Sie sich hier schon mal einen ersten Eindruck verschaffen.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2025/06/Harbeth-NLE-1-1-scaled.jpg19202560Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2025-06-17 17:47:042025-07-28 10:25:11Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg in loser Reihenfolge #1: Harbeth NLE-1
Inzwischen gibt es ja immer mehr Geräte mit immer mehr Funktionen. Früher gab es hierfür auch separate Quellgeräte, was nicht nur opulenter aussah*, sondern auch zwingend deutlich teurer war. Man bedenke dabei, dass jedes Gerät ein eigenes Gehäuse und ein eigenes Netzteil, ein eigenes Display und meist auch eine separate Fernbedienung erforderte. Das ist heute nur noch stark eingeschränkt nötig, was auch zur Folge hat, dass derlei Gerätschaft entweder deutlich günstiger zu erwerben oder bei Preisgleichheit entsprechend hochwertiger ist.
In dieser Vorstellung wird als Ergänzung zu derlei Integrierten mal wieder die gute, weil klassische (Voll-) Aktiv-Box** in den Fokus gestellt. Hier sind – zur Erinnerung – die Endverstärker jeweils in der Box verbaut. Das alleine bedingt schon sehr kurze Kabelwege und somit deutlich mehr Kontrolle über die Lautsprecherchassis. Was aber den größten klanglichen Benefit bringt, ist, dass die Frequenzweichen (hier kleine Kondensatoren und Widerstände) vor den Verstärkern platziert sind und somit nur minimalste Verluste erzeugen. Hiervon träumt jede Passiv-Weiche nur, egal wie hochwertig die Güte der verwendeten Bauteile ist. Über weitergehende Vorteile werde ich mich hier ** auslassen. Und zudem gibt es vergleichende Testreihen, die bestätigen, dass bei Lautsprechern, die sowohl in einer passiven als auch in einer aktiven Version zur Verfügung stehen, stets die mit ohne Verlusten vorgezogen wird.
Das führt uns direkt zu dem Lautsprechermodell, um das es in diesem Beitrag geht: ATC SCM19A. ATC ist einer von drei Anbietern im Portfolio des FLSV, die tief in der professionellen Studio-Technik verwurzelt sind.*** Die ATC SCM19A ist ein schnörkelloser Aktiv-Lautsprecher, der neben dem Stromanschluss lediglich je einen Cinch-Eingang und dem klar zu bevorzugenden, weil symmetrisch ausgelegten XLR-Eingang aufweist. Die ATC SCM19A ist wie ihr passives Pendant SCM19 geschlossen aufgebaut****, was zum einen deutlich mehr Tiefgang verspricht, andererseits aber deutlich weniger Kompromisse bei der Platzierung im Wohnraum erfordert. Sprich: Die ATC SCM19A lässt sich, ganz pragmatisch gedacht, sehr viel wandnäher aufstellen, als die meisten Kollegen mit dem Bassreflex-Port auf der Rückseite.
Aktiv-Einschub der ATC SCM19A: Signal rein, Strom rein, fertig!
Was aber die ganz großen Boxen von ATC auszeichnet, nämlich die Mitteltonkalotte mit immerhin 3 Zoll = ungefähr 75 Millimeter Durchmesser, in der Szene liebevoll als Bärennase bezeichnet, scheint hier zu fehlen, handelt es sich doch augenscheinlich um eine Zweiwege-Box. Richtig und falsch. Richtig ist, dass es sich um nur zwei Chassis handelt, falsch aber, weil die Mitteltonkalotte beim Tiefmitteltöner als Staubschutzkalotte integriert sehr wohl ihren Dienst tut.
Ja, wo ist denn die Bärennase? ATCs Markenzeichen als Staubschutzkalotte des Tiefmitteltöners getarnt
So kommt uns diese Nur-Aktiv-Box insofern entgegen, weil wir nahezu alle geforderten Ausstattungsattribute in unserem Front End vereint haben. Wir verwenden in dieser Home-Old-School-Anlage (HMWA) einen CD-Player, der auch über einen Vorverstärker verfügt. „Ein CD-Player, wie schnöde. Das ist doch Technik von vorgestern!“, werden Sie jetzt vielleicht denken.
Weit gefehlt, denn der Ayon CD-35 II in der Signature Version hat neben seinem Top Lader-Laufwerk
auch einen von außen nutzbaren Digital-/Analog-Wandler (DAC) und eine Röhren-Ausgangsstufe mit analoger Lautstärke-Regelung.***** Neben den Digitalquellen wie Streaming Bridge oder besser, weil noch direkter und deswegen noch weniger verlustbehaftet, gleich einen Music Server, wie wir ihn von Roon und von Soul anbieten, können auch drei analoge Quellen angeschlossen werden.
Im Prinzip sogar ein Paar Kabel zu viel. Aber Der Ayon Audio CD-35 II versorgt bei uns gleich 2 High End-Anlagen
Dass in einer solch kleinteiligen Installation auch entsprechend viel weniger Kabel aller Art benötigt werden, grämt zwar den Fetischisten, der lieber Kabel hört als Musik, freut aber die Hausfrau, den Stubenmann und auch das Mainzelneutrumchen.
Aber für unseren minimalistischen Aufbau heute verwenden wir im Hörtest ein paar der vielen tausend Compact Discs, die sich im Laufe der letzten knapp vier Jahrzehnte angesammelt haben. Und es verwundert nicht, dass die Musik sofort ertönt,****** wie festgenagelt zwischen den Lautsprechern und mit einem Charme, dem man sich nicht entziehen kann. Das ist so gut, dass, wenn man mich zu einer Entscheidung nötigen würde, entweder nur noch meine altbackenen CDs hören zu dürfen oder die schier unendliche Vielfalt des High Res-Zeitalters hören zu müssen, diese nicht allzu schwer fallen würde. Aber zum Glück ist man mit dem Ayon Audio CD-35 II eigentlich nicht in dieser zwickenden Mühle. Dieses Gerät macht süchtig und reiht sich ein in die Riege der absoluten High End-Geräte!
Wer schon mal ein wenig in einen wenig spektakulären, dafür umso fundierteren Test der ATC SCM19A hinein lesen möchte, kann das [hier] tun. Und wenn Sie denken sollten, die hier getestete Box sieht aber genauso aus wie die hier abgebildete, dann haben Sie so was von recht! Sie isses!
Ist sie nicht zierlich?
Auch der Ayon Audio CD-35 II hat diverse Meriten eingeheimst, wenn auch eher in Englisch. Oder ist Ihnen Polnisch lieber?
Nachzutragen ist an dieser Stelle nur noch, dass ATC hierzulande von Audio Trade ATR und Ayon Audio von Audium vertrieben werden.
Sie wissen ja, dass wenn es spannend bleibt, dann beim Hifi-Dealer Ihres Vertrauens, nämlich beim FLSV in Bamberg!
*Es gibt immer noch Kunden, die geradezu trotzig auf ihrem Hifi-Altar bestehen, auch wenn es heute Einheiten gibt, die alles trotz oder gerade wegen ihrer Kompaktheit besser machen. Lieber Protz zum Trotz, als…
**Die vollausgestatteten Aktivboxen mit allem drin, wie sie Cabasse mit den Modellen Pearl und Pearl Akoya, DALI in gleich drei Baureihen (Oberon C, Callisto und Rubicon C), KEF mit der nagelneuen LS50 MK II und auch Q Acoustics mit der noch nagelneueren Q Active 200 anbieten, werden demnächst in diesem Theater nochmals und noch genauer unter die Lupe genommen.
***Keine Frage für „Wer wird Millionator?“, aber trotzdem: Wie heißen die beiden anderen Marktbegleiter?
****Die fehlende Nutzleistung des im Gehäuseinneren in Wärme gewandelten Schalls wird jeweils durch mehr zugeführte Leistung kompensiert. Hier muss nur das Tiefton-Chassis entsprechend belastbar sein. Und das ist es!
*****Das bedeutet hier, dass diese nicht zu Lasten der Auflösung des Digitalsignals ausgelegt ist.
******Fragen Sie sich mal ehrlich, ob das immer genauso schnell in Ihrem heimischen Netzwerk klappt, dass Sie bereits nach wenigen Millisekunden schon Musik zu hören ist. Das hat schon was für sich, zumal es ja Abermilliarden Tonträger dieses Formats immer noch zur Verfügung stehen. *******
******* Ich jedenfalls entsorge meine (bereits gerippten und sorgfältigst getaggten) CDs jetzt erst recht nicht mehr, nachdem ich diese mit dem Ayon CD-35 II hören konnte.
Vorbemerkung: Wie immer kann man den nachfolgenden Text auch schön bebildert [hier] lesen.
Kennen Sie den vielzitierten Aphorismus von Friedrich Nietzsche? Er lautet ungefähr so: „Ohne Irrtümer wäre das Leben ohne Musik!“ Und um diese Sentenz mit Leben zu füllen, werden im Kleinen Vorführstudio während der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019 zwei Welten zusammengeführt, die beweisen, dass sich anatal und digilog nicht ausschließen. Oft gibt es ja Grabenkrämpfe zwischen beiden Lagern, und beide haben ja je auf ihre Art auch recht. Aber was ist, wenn man doch beides genießen möchte, eine Schallplatte mit all ihren klanglichen und haptischen Meriten, aber auch ein digitales Medium, egal ob CD, SACD oder nur ein paar High Res-Files, die auf einem High End-Server hinterlegt sind, wegen seiner unbestreitbaren Klang- und Komfortmerkmale? Genau: siehe oben. Und siehe unten.
Und das machen wir dann auch so was von konsequent, dass sich nachher niemand mehr ernsthaft Gedanken machen muss, ob er noch auf dem richtigen Weg ist oder schon auf dem richtigen Pfad. Ähnlich einem Experiment, das wir unseres bescheidenen Wissens nach als Erste gleich bei den allerersten Bamberger Analog-Tagen gemacht haben, und das ist tatsächlich schon eine ganze Weile her, bei dem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt an den Dynaudio Hub und somit drahtlos an die Dynaudio XEOs der ersten Generation verbunden haben. Diesmal wird es zwar nicht ganz wireless*, dafür aber auf höchstem Niveau unwireless.
Wir kombinieren nämlich hierzu einen sehr hochwertigen Plattenspieler mit einem diesmal separaten Phono-Entzerrer und verbinden diesen wiederum mit einem Paar Aktiv-Lautsprecher. Direkt! Ohne weiteren Vorverstärker dazwischen!
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Aber es kommt noch besser, viel besser. Denn die einzusetzende Box ist nicht nur vollaktiv, hat also für jedes eingebaute Chassis einen eigenen und vor allem angepassten Verstärkerzug samt elektronischer Frequenzweiche, sondern bietet auch weitere Anschluss-Optionen in Form von analogen als auch digitalen Eingängen. Man kann sogar direkt von einem USB-Stick Musik abspielen. Viel komfortabler ist es aber der Zugriff aufs heimische Netzwerk. Die Probandin hat nämlich auch, wie man an der Netzwerkbuchse als auch am Antennenstummel oben erkennen kann, einen vollständigen Streaming Client verbaut. Somit ist der Zugriff auf dessen drei Grundfunktionen – Aufruf von Streaming-Diensten (hier Tidal), Internetradio als auch Nutzung von auf einem heimischen Server hinterlegter Daten – möglich. Tipp an dieser Stelle: Die Kabel-gebundene Anschlussvariante hat nicht nur hier in Sachen Stabilität immer noch eindeutig die Nase vorn. Und bedient wird die Show ganz einfach mit einem Tablet oder einem iPad.
Sie sind immer noch vielleicht ein wenig untermotiviert, sprich gelangweilt? Na, dann helfen wir nochmals nach! Denn unsere Lautsprecher haben eine Besonderheit eingebaut, die es so bisher nicht gab, beziehungsweise die man separat erstehen musste. Das bedeutete zwar mehr Handlungsspielraum bei der Auswahl der Lautsprecherboxen, erforderte aber doch auch ein sichtliches Maß an Mehraufwand, was zum Beispiel die Verkabelung betraf. Unsere Modelle haben das bewährte DIRAC Live in der 2. Generation implementiert, das mit überschaubarem Aufwand den Lautsprecher mit all seinen Fehlern, die er selbst in dieser doch schon gehobenen Preisklasse macht, machen muss, entscheidend korrigiert. Denn DIRAC Live misst den Lautsprecher an Ort und Stelle, also nicht im Schall-armen Raum des Entwicklers, sondern in Ihrem Hörraum zuhause, und korrigiert anschließend all diese Nichtlinearitäten weitestgehend.
Ja, um welche Lautsprecher handelt es sich denn nun? Ich hatte sie ja bereits schon an anderer Stelle in einem allgemeineren Kontext erwähnt. Aber so selbstverständlich ist ein solch vollständiger Funktionsumfang noch lange, lange nicht, und deswegen bekommt er hier eine Sonder-Besprechung.
Und dass Quadral Lautsprecher bauen kann und am Markt
erfolgreich ist, beweist (nicht nur) diese Aurum Baureihe bereits in der 9.
Generation! Deswegen lassen wir uns an dieser Stelle nicht weiter über die
typischen Merkmale der Box als solcher aus. Wer sich aber in die vielen Topics
der Vorgaben für die Entwicklung und damit in die Details dieses
Ausnahme-Lautsprechers einlesen möchte, dem sei diese Lektüre
empfohlen.
Weiter
geht’s rückwärts im Sauseschritt, denn wir benötigen ja auch einen
Phono-Vorverstärker, denn den hat diese erste Generation Quadral Aurum Aktiv
(noch) nicht eingebaut. Hier verwenden wir einen bekannten Alten, nämlich den analogis Résumé.
Der ist gut, der ist hübsch und der ist klein. Nein, der ist richtig gut, der ist sogar richtig ansehnlich
und verstecken kann man ihn trotzdem auch.
Unser Dauer-Liebling für MM-Tonabnehmer: analogis Résumé
Fehlt nur noch das so genannte Front End. Auch hier greifen wir in die Kiste der einjährigen Motte. Bei den letzten Bamberger Analog-Tagen musste der Mag¯Lev ML1 nur schön sein. Diesmal wird der Plattenspieler mit dem magisch** magnetisch entkoppelten Lager aber tatsächlich eingesetzt. Aber der FLSV wäre nicht der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb, wenn nicht auch hier wieder an mindestens einer Stellschraube gedreht und gestellt wurde. Wir werden nämlich nicht das ebenfalls angebotene höherwertige Ortofon 2M Blue verwenden, sondern den Standard-Tonabnehmer Ortofon OM10, bei diesem aber lediglich den Generator nutzen. Dafür haben wir aber den rang-höchsten Nadeleinschub eingeschubst, den der dänische Tonabnehmer-Spezialist für diese Modellreihe anbietet. Es ist der OM40 mit Fritz Gyger 70-Nadelschliff!
Übrigens: Nach dieser Veranstaltung kann man dieses (eine) Kunstwerk in seiner Gesamtheit, also das Gesamtkunstwerk Dreher inklusive Tonabnehmer inklusive Nadeleinschub-Upgrade inklusive Phono-Pre inklusive Zuleitungskabel zum Verstärker für gerademal 3000.- € komplett, das aber nur vor Ort***, erwerben! Dass das nicht ganz ungünstig ist, ersehen Sie hier, denn der dort genannte Betrag bezieht sich nur auf den Mag¯Lev ML1 ohne die oben genannten Zusatzoptionen, die nicht nur klanglich total super gut passen, sondern somit auch einen immensen geldwerten Vorteil bieten.
Ich freue mich auch hier ganz besonders auf Ihre Reaktionen,
weil diese Konstellation doch etwas Außergewöhnliches durch die Vermischung
zweier ansonsten scheinbar unverträglicher Technologie-Ausrichtungen darstellt.
Ich denke, diese Anlage kann die ansonsten eher kompromisslosen Lager nicht nur
magnetisch miteinander versöhnen. Apropos: Kennen Sie die beim FLSV
mehrfach aufgestellten beziehungsweise
rotierenden drei Acrylstands mit der markigen Aussage: „Analog“, „Digital“ und
als Konklusion „Sch… egal“? Das sagt doch zumindest über die Grundeinstellung
des Herrn M. aus B. schon einiges aus, oder?
Es bleibt spannend, zumindest bei Ihrem Local Hifi-Dealer
FLSV in Bamberg!
*Zwischen den beiden Lautsprechern wird keine Kabelverbindung benötigt!
**Kennen Sie den Unterschied zwischen Maggi und Magie? Ich hoffe es.
***Hier gibt es definitiv keine Versand-Option! Schließlich sind wir zwar der Ohriginal-MM, betreiben aber aus Überzeugung keinen Web-Shop!
https://flsv.de/wp-content/uploads/2019/10/Mag_Lev-ML1.jpg12111817Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2019-10-31 09:19:362019-10-31 09:19:38Programm der Bamberger Analog-Tage 2019, 3. Teil
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