Beiträge

Die langweiligsten Bamberger Analog-Tage aller Zeiten: Das Programm der BAT 2026 am 4. und 5. Dezember 2026

Zunächst einmal die eigentlich langweiligen Fakten: Die BAT 2026 finden wie so oft Anfang Dezember und wie immer an einem Freitag und Samstag statt. Das sind diesmal der 4. und der 5. Dezember 2026. Und das auch noch zu den regulären Öffnungszeiten, also am Adventssamstag sogar bis 16.00 Uhr. Und auch das sollte einem bekannt vorkommen: Die BAT 2026 finden in den Räumlichkeiten des FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 zu Bamberg statt.

Aber es kommt noch schlimmer, kein Wunder nach der Ankündigung der Vorjahresveranstaltung, in der es wörtlich hieß: „Aber was soll’s, dann fällt mir halt für die BAT 2026 nichts Gescheites mehr ein.“ Denn für die immerhin 13. und somit dienstälteste Veranstaltung mit diesem Motto könnte man dies tatsächlich meinen, denn es werden vermeintlich wieder die immer selben Marken und Modelle vorgestellt, dieselben sattsam bekannten Referenten ihr profundes Wissen preisgeben und dieselben Medien verwendet.* Selbst beim Catering** wird es dieselben Sorten High End-Würste samt Laugenbrezen und Premium-Biere als auch Nobel-Rotweine wie bisher zu genießen und zu verkosten geben.

Aber eine Neuerung ist doch noch anzukündigen: Diesmal wird es wohl keine Weltneuheit geben, nicht mal eine Deutschland-Premiere, wie wir es aus all den letzten Jahren gewohnt waren.***

Genug tiefgestapelt! Wenn das Programm wirklich so langweilig wäre, würde es sich ein gewisser MM vom FLSV aus Bamberg gar nicht trauen, es auch noch zu präsentieren. Es folgt nun in den bekannten Häppchen, also aufgeteilt nach den drei Vorführstudios des FLSV, unser klitzekleines Mammutprogramm. Wahrlich: Das könnte vielleicht das langweiligste BAT-Programm aller Zeiten sein, aber mit Sicherheit ist es das spannendste im Sinne von sinnvollen Vergleichen, bei denen stets das pragmatische und von den meisten Mitmenschen doch noch leistbare Verhältnis von Preis und Leistung im Fokus steht!****

Kleines Vorführstudio:

Hier gibt es eine Ausstellung aller Plattenspieler und aller Marken in der Klasse bis 1200.- €, die im Portfolio des FLSV nicht nur gelistet, sondern stets vorführbereit sind: Dual (4x), Music Hall (3x) und Pro-Ject (der Rest und vor allem mit dem EISA-Gewinner 2026/2027). Knacken wir die 15er-Marke mit tatsächlich ausgestellten Modellen?

Inzwischen ist der Dual CS 718Q beim FLSV in der Serienausführung Nussbaum zu bestaunen.

 

Hauptattraktion im Kleinen Vorführstudio des FLSV in Bamberg ist erneut der Dual CS718Q, aber diesmal in der Serienversion. Mit diesem Modell werden wir einen Tonabnehmervergleich der besonderen Art durchführen. Es werden insgesamt 7 verschiedene Abtaster in identischen Headshells im Wechsel dargeboten, um das Potenzial nicht nur dieses Plattenspielers darzulegen, wenn es um den ersten Kontakt zur Schallplatte geht. Der Grund ist einfach: Viele Plattenspieler in dieser doch schon gehobenen Preislage werden von Werk aus ohne vormontiertes Tonabnehmersystem ausgeliefert. Nun haben die zukünftigen Kunden die Wahl:

  • Vielleicht möchte er, weil das Teil eh schon einen ganz schönen Batzen gekostet hat, eher niedrigpreisig einsteigen, sich aber nicht die Option eines qualitativen Aufstiegs vorenthalten.
  • Oder sie sagt sich, das sei ihr letzter Plattenspieler und es soll gleich die ultimative Lösung sein.
  • Wahrscheinlich liegt die Mehrheit der gewählten Optionen irgendwo mittendrin, je nach gesetztem Preislimit.

Das Testfeld ist noch nicht ganz vollständig, aber das wird schon noch. Besonders freue ich mich auf das Duell auf dem Dual zwischen dem Ortofon MC X50 und dem Skyanalog G2 MK II.

Wir kredenzen 3 Moving Magnet- (MM) und 4 Moving Coil-Systeme. Bei den Letzteren wird es noch spannender, weil von jeweils zwei Herstellern die Modelle in jeweils derselben Preisklasse rangieren.

Der Dual CS 718Q bietet sowohl symmetrische Ausgänge für alle Moving Coil-Tonabnehmer als auch unsymmetrische für den Rest.

Und weil der Dual CS718Q beide Arten von Ausgängen bietet, also unsymmetrisch per Cinch als auch symmetrisch via XLR, werden die Moving Coil-Tonabnehmer ausschließlich in der besseren Variante angeschlossen.

Das eben Geschriebene gilt auch für eine der preiswertesten Phono-Vorverstärker im High End-Segment, der Pro-Ject Phono Box RS2.

Als Phono-Vorverstärker verwenden wir die Pro-Ject Phono Box RS2 samt Zusatznetzteil Power Box RS2 Phono, da diese beide Wege bietet, also Ein- und Ausgänge in Cinch und XLR, und man im Betrieb nur umschalten muss.

Auch hier stehen wieder beide Anschluss-Varianten zur Verfügung. Aber wir bevorzugen die symmetrische XLR-Verbindung.

Aber wir setzen noch einen drauf, indem wir auch noch die Option anbieten, das klitzekleine MC-Signal zunächst an die Pro-Ject Step Up Box DS3 B zu schicken, um es dort auf das Pegel-Niveau eines MM-Systems zu hieven. Das geschieht rauschfrei, weil so ein Übertrager nur mit je einer Trafo-Wicklung, also ohne Spannungsversorgung arbeitet. Von dort wird das Signal dann in die bereits genannte Phono Box RS2 geleitet, jetzt aber in den Eingang für Moving Magnet-Tonabnehmersysteme. Manch ein Kenner schwört, dass so die Wiedergabe deutlich farbiger erscheint. Wir werden sehen und hören!

Die Blootooth-Antenne ist bei den BAT 2026 garantiert nicht im Einsatz, sondern nur der tolle Klang des Vincent SV-237 MKII.

Als dann folgender Verstärker wird der Hybrid-Vollverstärker Vincent SV-237 MKII verwendet, der die Blumenhofer Genuin FS3 MK II bespielt.

Wenn jemand die Holzfurnierverarbeitung perfekt beherrscht, dann ist das wohl Blumenhofer Acoustics. Meine aktuellen Vorführ-Genuin FS3 MK II sind noch viel schöner als die hier abgebildete Ausführung!

Für die musikalische Untermalung und gewohnt interessante verbale Unterhaltung sorgt wie im Jahr zuvor Alan Bachmann, der auch gerne Auskunft über alle Produkte von Dual, Vincent und erst recht über Blumenhofer Acoustics geben kann und wird.

Für den technischen Part zeichnet Lauschgoldengel Mathias Thurau verantwortlich, der auch alle Fragen rund um den Service Ihres eigenen, möglicherweise zu überholenden Plattenspielers beantwortet.

Auch für diese Veranstaltung ist die ReVox A77 in der Halbspur- und vor allem in der High Speed-Ausführung gesetzt.

Die zweite Hauptattraktion wird wieder die Präsentation von Kopien von Masterbändern durch die Tape Heads Heinz-Peter Völkel und Andreas Sandreuther von Live to Tape sein. Was die beiden vorhaben, haben sie selbst mir noch nicht verraten. Aber selbst wenn es nur halb so spannend wie letztes Jahr werden sollte, ist allein dieser Beitrag die Reise nach Bamberg wert. Dieser Programmpunkt findet wie gewohnt im fliegenden Wechsel zu Alan Bachmanns Vorführung statt.

Als Rahmenprogramm werden zudem historisch wertvolle Plattenspieler vornehmlich von Dual in und auch vor dem Kleinen Vorführstudio präsentiert.

Das ist zwar das Bild aus dem letzten Jahr, aber diesmal wird es noch viel mehr Schallplatten im Angebot geben.

Um Platz dafür zu schaffen, wandern wieder alle Schallplatten in den Keller. Im auch letztes Jahr genutzten Regal mit dem unverkäuflichen Technics SL-10 mit Tangential-Tonarm und im Mini-Format und den Triangle Borea BR02 Connect kann man dort unten vor dem Kauf in alle Schallplatten hineinhören. Übrigens: Alle von uns angebotenen Schallplatten, die sichtbar in einer stabilen Außenhülle verstaut sind, und das sind die allermeisten, wurden mit unserem Vinyl Cleaner premium von Gläss Audiodesksysteme porentief gereinigt und dann in einer antistatische Innenhülle staubsicher verwahrt.

Neben sehr vielen Schallplatten aus dem Second Hand-Bereich wird es wieder eine besondere Auswahl an audiophilen Scheiben geben, die Sieveking Sound für mich ausgewählt haben wird.

Hier im Kleinen Vorführstudio wird auch wieder unser Buffet aufgebaut sein. So danke ich Achim H. aus N. schon an dieser Stelle wieder herzlich für die Vorbereitung als auch für die mundgerechte Darbietung!

 

High End-Heimkino:

Dort oben im Dunklen wird an beiden Tagen dem Kettengedanken gefrönt, denn nahezu alle Komponenten kommen aus ein und derselben Hand. Dabei versuchen wir – übrigens erfolgreich –, im Preis gerade noch vierstellig zu bleiben, um einmal den bei uns ansonsten geschmähten Schwellenpreis als plakatives Argument zu nutzen. Und wer wird denn etwas gegen einen Glück-Cent einzuwenden haben?!

Der Gedanke ist dabei, zwei nahezu identische Anlagen anzubieten, die konzeptionell zwar gleich sind, die aber die jeweiligen Schwerpunkte anders setzen. In der ersten Anlage, die am Freitag ihr Bestes geben wird, ist das Front End als auch die Zentrale eine Klasse niedriger angesiedelt, dafür fallen die Lautsprecher eine Nummer größer aus. Entsprechend wird am Samstag der Plattenspieler als auch der Vollverstärker jeweils eine Klasse drüber angesiedelt sein, dafür sind die Lautsprecher erheblich kleiner und somit eventuell sogar WAViger.*****

Welche Zusammenstellung Ihnen besser gefällt, erfahren Sie am besten, wenn Sie an beiden Tagen mein Gast sein werden.

Die beiden Anlagen im Einzelnen:

Schon in dieser Preisklasse bietet MoFi einen Tonarm mit 10″ = 254 Millimeter Länge an.

Am Freitag wird das MoFi StudioDeck mit dem UltraTracker eingesetzt. Das Signal wird weitergereicht an den MoFi UltraPhono,

Einer der ersten Phono-Vorverstärker mit integriertem Kopfhörer-Verstärker war und ist der MoFi UltraPhono.

der nicht nur das kleine Signal, das der Diamant aus der LP-Rille herauskitzelt, geradebiegt und verstärkt, damit es der nachfolgende Verstärker auch verarbeiten kann, sondern auch noch einen Kopfhörerausgang für die analoge Insellösung anbietet.

Drei Bedienelemente, mehr braucht es nicht für mitreißenden Klang. Der Exposure 2510 hat sogar einen Eingang für MM-Tonabnehmer.

Da MoFi (noch) keine Verstärker anbietet, greifen wir auf Bewährtes zurück. Der Exposure 2510 Integrated bietet sich hier geradezu an, zumal wir per Umstecken des Phono-Kabels vergleichsweise auch die eingebaute Phono-Platine von Exposure nutzen können.

Die MoFi SourcePoint 10 in der Master Edition sind kleine Großmänner-Lautsprecher.

Zu guter Letzt werden die MoFi SourcePoint 10 MasterEdition aufspielen. Diese sind nicht zu groß und nicht zu klein und sowieso ideal für die Größe des High End-Heimkinos mit seinen knapp 24 Quadratmetern.

Alles eine Nummer größer und besser als beim StudioDeck, nur der Tonarm bleibt mit 10 Zoll identisch lang: MoFi UltraDeck.

Am Samstag spielt das eine Nummer größere MoFi UltraDeck mit deren bestem MM-Tonabnehmer, dem MoFi MasterTracker, auf. Das Signal wird wieder zum MoFi UltraPhono geleitet, um dann vom Exposure 3510 Integrated vollends in Wallung gebracht zu werden.

Der Exposure 3510 hat nur Line Eingänge, kann aber optional sogar mit einer Phono-Platine für die DS Audio-Systeme nachgerüstet werden.

Am Ende dieser Nahrungskette werden die kleinen MoFi SourcePoint 8 groß aufspielen. Diese sind ideal für kleinere und mittlere Räume wie dem High End-Heimkino.

Mal schauen, ob das Licht im High End-Heimkino bei dieser Präsentation wieder gedimmt wird, auch wenn ich dann nicht sehe, wie den Zuhörern die Kinnlade nach unten fällt.

Dass uns in beiden Fällen hier auch noch die nahezu perfekte Raumakustik dieses Ausnahmestudios in die Hände vulgo in die Ohren spielt, macht diesen Teil der Veranstaltung garantiert zu einem Highlight.

Eine fixe Größe im High End-Heimkino als auch im Kleinen Vorführstudio werden als Lautsprecherkabel die Supra XL Annorum XL sein.

Um identische Vergleichsbedingungen zu schaffen, versteht sich (eigentlich) von selbst, dass das benötigte und auch verwendete Zubehör in beiden Ketten absolut identisch ist. Dass alle Kabel von adäquater Qualität sein werden, darf ebenfalls vorausgesetzt werden. Wir verwenden ausschließlich Phono-, Cinch– und Lautsprecherkabel  von Supra Cables. Bei der Spannungsversorgung kommen die LoRad Kabel, ebenfalls von Supra, zum Einsatz. Dieses vollständige Kabelpaket wird bei Bedarf zum oben genannten Paket übrigens zu einem außergewöhnlichen Setpreis angeboten.

Ich wiederhole mich gerne: Ohne sauber dargebotenen Strom brauchen wir nicht über High End zu reden!

Der Keces IQRP-800 übernimmt zuvor die Drecksarbeit und stabilisiert und reinigt gründlich die Spannung. Ein solches Teil ist zwar Pflicht für jede anspruchsvolle High End-Anlage, gehört hier aber erst einmal nicht zum Lieferumfang.

Betreut werden all dies Pretiosen während der BAT 2026 von Frank Schick, seines Zeichens Markenbotschafter des High Fidelity-Studios in Augsburg, das den bundesweiten Vertrieb von MoFi als auch von Exposure innehat.

 

Großes Vorführstudio:

Ein Plattenspieler besteht ja bekanntlich aus drei Grundbestandteilen, nämlich dem Laufwerk, dem Tonarm und dem Tonabnehmer. Zusätzliche Elemente wie Unterstellbasen, stärkere Netzteile, Plattenpucks und – klemmen sowie anderes Zubehör lassen wir mal gerade außen vor. Und in der Regel ist dies ja bereits in der Komposition aller drei Einzelteile vom Entwicklerteam des jeweiligen Drehers auch sinnvoll entschieden, was der Kunde im Set kaufen soll. Bei den allermeisten Plattenspielern hat die Kundin lediglich Einfluss, welchen Tonabnehmer sie nach ein paar Jahren, wenn der Diamant abgenutzt ist, als Ersatz montieren und penibel justieren lässt. Aber ein Austausch des Tonarms oder der Umzug des Tonarms auf ein neues Laufwerk ist meist gar nicht möglich oder nur mit aufwändigen und somit unwirtschaftlichen Umbaumaßnahmen zu bewerkstelligen.******

Und dennoch stellt sich seit Langem ja immer wieder die Frage, welchen Einfluss jeder einzelne dieser Parameter auf den Gesamtklang hat. Deswegen steht diesmal bei den diesjährigen BAT das mittlere Teil, also der Tonarm, im Fokus unserer Vorführung. Als Basis dienen zwei identische Plattenspieler, die sich nur in diesem einen Detail unterscheiden. Wir verwenden den Origin Live Swift als doppeltes Lottchen auf dem großen Laufwerks-Tisch Umai von Ars Machinae.

Man erkennt auf den ersten Blick sofort, dass…

…beim Origin Live Encounter der konstruktive Aufwand deutlich höher ist.

Wir verwenden zwei Tonarme eines Herstellers, aber unterschiedlicher Qualitätsstufen und bestücken beide mit demselben Typ Tonabnehmer. Der kleinere, aber mit 9.5“ identisch lange Origin Live Silver tritt gegen den nahezu doppelt so teuren Encounter an.

Das Hana Umami Red kostet aber auch nur etwa ein Drittel des absoluten Top-Systems des Herstellers.

Der Tonabnehmer wird das Hana Umami Red sein, der kleinere Bruder der großen Schwester Umami Black, die uns letztes Jahr so becirct hat.

Unsere interne Phono-Vorverstärker-Referenz ist nach wie vor die MoFi MasterPhono.

Das große Besteck besteht in der Folge dieses Mal aus dem bekannten MasterPhono von MoFi, dem nagelneuen Exposure 5510 Integrated

 

Ein klassischer No-Nonsense-Vollverstärker, wie man sie seit Jahrzehnten von den Inselbewohnern aus dem UK kennt.

sowie den Echte-Männer-und-Kräftige-Frauen-Lautsprechern MoFi SourcePoint V10 Master Edition.*******

Mit dem dritten Auge sieht man, dass unser zweitmächtigster Lautsprecher mit fünf Chassis bestückt ist, aber tatsächlich nur vierstellig kostet und nicht von einer Person allen getragen werden kann.

Die Spannungsversorgung diesmal mit Keces IQRP-1500 und die verwendeten Kabel entsprechen denen des oben genannten High End-Heimkinos, sind dann aber jeweils am oberen Ende der Machbarkeitsskala angesiedelt.

Wegen der dauernd wechselnden und somit vom reinen Klang ablenkenden Spannungsanzeige steht der Keces IQRP-1500 bei uns nicht nur hinter dem Rack, sondern sogar auf dem Kopf!

Außerdem gibt es im Großen Vorführstudio ja auch noch eine weitere Vorführseite.

Der Musik Hall Stealth steht und spielt bei den BAT in einer ultimativ getunten Ausführung auf der Breitseite des Großen Vorführseite.

Auf dem Granitaltar wird der neue Music Hall Stealth vorgestellt, allerdings nicht in der Original-Ausführung, sondern in einer deutlich aufgewerteten. Da ist zunächst das Tonabnehmersystem zu nennen. Als Option bietet Music Hall das bekannte Ortofon 2M Blue zu einem deutlich vergünstigten Gesamtsetaufpreis an. Aber wir wollen ja schauen und hören, was unserer Upgrade klanglich ausmacht. Wir verwenden wieder das oben bereits nicht genannte Ortofon 2M Black LvB 250.******** Außerdem setzen wir anstelle des Steckernetzteils, das sich im Original-Lieferumfang befindet, ein besonderes Netzteil ein. Es ist ein Linearnetzteil von Sbooster, das sich BOTW P&P ECO MKII********* nennt und zusätzlich mit dem Sbooster Upgrade Ultra MK II getuned wird. Außerdem veredeln wir den Music Hall Stealth zusätzlich mit der Strata Platter Mat als auch mit dem Gravity Two Record Weight von Origin Live.

Wieder so ein schlicht aussehender Vollverstärker, aber diesmal mit Phono-Eingang und Streaming: Hegel H200

Als zentralen Verstärker verwenden wir den noch recht neuen Hegel H200, der nicht nur gerade den EISA Award gewonnen hat, sondern neben seiner Streaming-Konnektivität auch einen richtig guten MM-Eingang aufweist. Wir unterstellen einfach mal wieder, dass dieser vom hauseigenen Hegel V10 abgekupfert wurde.

Mit die besten Chassis des Weltmarktes sind hier in der Qualio IQ vereint: Sartori für den Bass- und Mitteltonbereich und ein Mundorf AMT für die obersten Lagen.

Fehlen nur noch geeignete Lautsprecher, die in dieses Preisgefüge sehr gut hineinpassen. Wir haben uns für die polnischen Qualio IQ entschieden. Diese wurden ja auf den BAAT 2026 bereits vorgestellt, wurden aber seinerzeit im High End-Heimkino ein wenig übersehen. Das werden wir nun ein wenig anders handhaben.

Die große Besonderheit der Qualio IQ ist nach wie vor der Dipol, der hier aus dynamischen Chassis gebildet wird.

Ich hoffe, das Programm der diesjährigen Bamberger Analog-Tage hat doch den einen und den anderen Punkt, der euch technisch interessiert und somit packt. Aber, und das ist das Lob, das diese Veranstaltungsreihe immer wieder erfahren hat, viel wichtiger ist, dass es bei den BAT stets um die Musik und weniger um die dargebotene Technik ging. So werden wir das auch dieses Jahr wieder handhaben!

Hiermit ergeht meine herzliche Einladung!

 

* Aber wenigstens wird nicht dieselbe Musik gespielt.

** Das hat übrigens nichts mit Katzenfutter zu tun.

*** Ganz im Sinne des Unterstatements kann es doch sein, dass gleich zwei Neuheiten auf den BAT 2026 ihr ersten ersten öffentlichen Auftritt haben werden. Aber solange das nicht in trockenen Tüchern, wird hier nicht weiter gegackert.

**** Selbst für unsere kostenintensivste Anlage, also die im Großen Vorführstudio, könnten Sie andernorts für den geforderten Obolus lediglich ein halbes Netzkabel kaufen.

***** WAV: die Abkürzung steht für Women Acceptance Factor und meint nach Wikipedia: „Es liegt im Klischee begründet, dass Männer Einkaufsentscheidungen bezüglich Hi-Fi-Lautsprechern, Heimkino-Systemen und Personal Computer hauptsächlich anhand deren Leistung fällen, wohingegen Frauen eher visuelle Ästhetik und Bedienungsfreundlichkeit der Geräte beschäftigt.“

****** Vielleicht nicht für alle, aber für die allermeisten Kunden gilt bestimmt, dass es schon eine bedeutende Rolle spielt, dass die Summe der Einzelteile stets deutlich teurer sein wird, als ein kompletter Plattenspieler aller meiner Anbieter.

******* Die MoFis wurden hier bereits vorgestellt und haben ihre Feuertaufe vor großem Publikum bereits beim 1. Vinylrausch in Bamberg bestanden.

******** Was hier noch nicht klar gemacht wurde, ist, dass das Ortofon 2M Black LvB 250 das ranghöchste MM-System im großen Tonabnehmer-Vergleich auf dem Dual CD718Q sein wird.

********* BOTW steht für Best of Two Worlds.

Vorboten der Bamberger Analog-Tage 2026 #3: Das 1. Bier nur für den unteren Frequenzbereich

Schon wieder ein wenig irreführend ist diese Überschrift formuliert, denn es handelt sich hier ebenfalls nicht um das erste Eigenbier des FLSV in Bamberg. So schön es wäre, sich ein jeweils besonderes Bier einbräuen zu lassen, so ganz nach den Wunschvorstellungen eines Biergenießers fränkischster Prägung. Und dann weiter zu fabulieren, das erste Bier sei nur für den untersten Frequenzbereich bestimmt, nämlich dem Bass-Bereich. In der Folge gäbe es dann auch noch das Middenei-Zwickl und später auch noch das Glocken-Hell.

Alle Informationen auf einen Blick. Aber wie es wirklich schmeckt, erfährt man spätestens bei den BAT 2026.

Was es mit diesem sehr speziellen Bier auf sich hat, das die Söhne von Stefan und Stefan eingebräut haben, kann man hier viel besser nachlesen. Dass das aber sehr wohl etwas mit den Bamberger Analog-Tagen 2026 zu tun hat, ist indes sehr einfach aufzuklären: Das Bassd Zamm wird neben den drei anderen Sorten aus Mönchsambach erst- und letztmalig dort ausgeschenkt.

Zusammenarbeit wird immer wichtiger, um auch noch morgen den schönsten Kronkorken öffnen zu dürfen.

Jedenfalls lügt so ziemlich jedes Etikett, denn hier wird suggeriert, dass das Bier noch eine ganze Weile unversehrt bleiben und überleben würde. Fehlanzeige! So lecker wie das ist.

Neues und Bewährtes #2: Ortofon Concorde Music

Noch gerade rechtzeitig vor den Bamberger Analog-Tagen 2024 am 6. und 7. Dezember kam nun im Verbund mit den bereits lieferbaren Modellen aus der brandneuen Serie von Tonabnehmern namens Ortofon Concorde Music auch das Modell Concorde Music Black LvB 250 beim FLSV in Bamberg als einem der allerallerersten Händler in Deutschland an.

Im Prinzip sind die fünf verfügbaren Modelle dieser Baureihe bekannte Alte, denn sie entsprechen bautechnisch schon weitestgehend der bewährten 2M-Baureihe und auch deren Farblehre. Wenn nur nicht die Tatsache gelten würde, dass in dieser Baureihe alle Generatoren tatsächlich identisch aufgebaut sind.* Außerdem wird hier kein Headshell benötigt, dafür wird aber ein SME-Bajonett, wie es viele ältere, aber auch moderne Plattenspieler wie der Pro-Ject Audio Debut Pro S mitbringen, vorausgesetzt.**

Das Spitzenmodell Ortofon Concorde Music Black LvB 250 weist einen Shibata-Schliff und einen Boron-Nadelträger auf.

Besonders fair finde ich auch deswegen die Preisgestaltung der drei großen Systeme, denn die sind identisch zur 2M-Baureihe. Und dabei spart man ja sogar das Headshell und die dann folgenden Filigran-Arbeiten der Montage und vor allem der präzisen Justage des Tonabnehmersystems. So müssen lediglich die benötigte Auflagekraft und das Antiskating punktgenau eingestellt werden.

Alle beieinander: Das Concorde Music Red, Blue, Bronze, Black und Black LvB 250

Und lassen Sie sich überraschen, auf welchem ebenfalls ikonischen Plattenspieler dieses Meisterwerk der MM-Tonabnehmer, also das Ortofon Concorde Music Black LvB 250, bei den BAT 2024 aufspielen wird! Ja, MM macht es bei den MMs stets spannend.

Rechts im Bild sieht man gut die Nase, die den kompletten Systemkörper einfädelt, als auch die Kontakte für’s Signal.

Wussten Sie, dass diese Tonabnehmersysteme auch im oberen High End- und somit auch im gehobenen Preissegment bereits ein namhaftes Vorbild ebenfalls mit SME-Bajonett vorzuweisen haben? Das Ortofon MC200 war vor einigen Dekaden stets die Tonabnehmer-Referenz bei allen Gazetten der schreibenden Zunft. Aber Sie haben es richtig erkannt: Das ist ja ein Moving Coil-Tonabnehmer und erfordert somit eine weitere Verstärkerstufe, um so laut wie ein MM-System spielen zu können.

Mal schauen, ob wir das auch noch bei den BAT 2024 organisieren können, den Vergleich „alt gegen neu“.

* Bei der parallel dazu weiterhin angebotenen 2M-Baureihe war dies etwas anders, weil dort nämlich nur die Generatoren der beiden kleineren Modelle, also das 2M Red und das 2M Blue, bis auf den farblich unterschiedlichen Aufdruck identisch aufgebaut sind. Das Gleiche gilt für die Modelle 2M Bronze und 2M Black inklusive des Topmodells 2M Black LvB 250, bei denen versilberte Spulen eingesetzt werden. Besondere Nachbemerkung: Einem Nadeltausch bei einem abgenutzten oder defekten 2M Red gegen einen des 2M Black steht deswegen noch lange nichts im Wege, auch wenn das vielmals an anderer Stelle so kolportiert wird!

** So ähneln sich die neuen Concorde Music auch in dieser Beziehung den Modellen der Ortofon 2M Premounted, die aber im Vergleich zu den neuen Concorde Music optisch eher ölbern daher kommen.

Zu Besuch bei: Audio Trade ATR in Eltville

Audio Trade ATR ist seit gefühlten Jahrhunderten einer meiner nahestehendsten Vertrieb von Hifi- und High End-Artikeln überhaupt. Daran haben nicht nur deren Produkte ihren Anteil, sondern es sind vor allem die gewachsenen und somit auch freundschaftlichen Beziehungen zu allen relevanten Mitarbeitern, die hier zählen und die die Wege in nahezu allen Belangen kurz machen. Diese Verbundenheit hat auch eine Entsprechung in entgegengesetzter Richtung, wenn ein gewisser MM aus BA auf der Leitmesse High End in München über viele Jahre hinweg dafür zuständig war, den Endkunden als solchen, mag er Hifi-begast (m), Musik-afin (w) oder gar beides in Personalunion (d) gewesen sein, doppelthalbwegs kompetent zu beraten und das Thema Hochwertige Musikwiedergabe für jeden Geldbeutel schmackhaft zu machen.

Und seit knapp drei Jahren gibt es diesen Showroom in Eltville am Rhein, das ja somit eher ein Showhouse ist. Hier wurde ein ehemaliges Schulhaus liebevoll restauriert. Einziges Handicap war halt in den beiden letzten Jahren, dass allen Beteiligten als auch uns Gästen durch das Hohe C ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde. Aber jetzt! Nachdem zunächst einige Hifi-Redaktionen eingeladen wurden, kam jetzt die erste Händler-Runde dran, die neuen Räumlichkeiten samt üppigstem Rahmenprogramm zu goutieren.* Durch Günter Antoniazzi, also Mister Audio Trade Süd, wurden meine Begleitung auf dieser Fahrt, nämlich Lauschgoldengel Mathias Thurau und ich exklusiv durch alle Räume geführt. Mal abgesehen von der Produktvielfalt, die jeweils thematisch dargeboten wird, waren es die vielen liebevollen Details, die dieses Gebäude wohl in unserer kleinen Hifi- und High End-Welt einzigartig machen. Die Pretiosen zur Musikwiedergabe selbst, das sonstige Mobiliar, die Dekoration als auch die vielen Kunstgegenstände fügen sich so zu einer angenehmen als auch repräsentativen Einheit zusammen. Hier kann man sich wohlfühlen!

Und ich zähle jetzt nicht all die Fachhandelsmarken auf, die bei den Mülheimern im Portfolio waren und immer noch sind. Das sehen Sie schon noch und gleich auf den vielen kleinen Bildern, die mir Mathias Thurau zu diesem Event der Sonderklasse in Eltville am Rhein zur Verfügung gestellt hat.

Lautsprecher von Stenheim mit analogem Front End von Perpetuum Ebner (PE) und BLUE AMP
Stehen momentan nur zur Zierde im Gang: Stenheim Alumine Two
Eleganter Raumteiler und gleichzeitig gelber Präsentierteller in einem
Ich gebe mir die Kugel ist hier, aber bitte im Plural, wörtlich zu nehmen: Cabasse iO³, Riga 2 und Baltic 5.
Für mich an diesem Tag die beste Vorführung im Haus: Cabasse Pelegrina mit Deutschlands Mastermind in Sachen Cabasse: Stefan Harms (links im Bild).
Von ATC das ganz große Besteck, aber an diesem Tag mehr Zierde als mächtiges High End-Werkzeug: ATC EL150A.
Perspektivisch wird diese aktive ATC oder eine der kleineren Schwestern auch im Portfolio des FLSV landen.
Plattenspieler in Hülle und Fülle von Pro-Ject Audio und von Perpetuum Ebner

Gedacht ist diese Villa in Eltville auch dazu, dass man hier zum Beispiel auch Produkt-bezogene Schulungen durchführen kann. Genauso steht sie ATR-Händlern in dem Fall zur Verfügung, wenn diese einen Kunden haben für ein Produkt, das sie selbst nicht in ihrem Portfolio führen. Das impliziert auch eine Übernachtungsmöglichkeit vor Ort!

An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals herzlich für die Einladung nach Eltville und allen, die an der reibungslosen Organisation der Veranstaltung mitgewirkt haben.

Sie sehen mal wieder, dass es auch in nächster Zukunft spannend bleiben wird, zumindest beim ATR Premium Partner FLSV in Bamberg!

*Nein, es gab keine Rahmschnitzel, sondern ganz besondere Leckereien zu essen. Außerdem gab es mehrfach Live-Musik zu hören. Und wie immer ist es live noch besser als in Hifi! Merken Sie sich das! Also ab in jedes Konzert mit der Musik, die Sie gerne hören.

Es bleibt wieder mal wieder ganz schön analog beim FLSV: Neuzugang bei Tonabnehmern mit Skyanalog

Eigentlich könnte man das Portfolio des FLSV in Bamberg bei den Tonabnehmern als ausreichend bis üppig bezeichnen, gibt es doch neben dem Platzhirschen Ortofon auch schon Grado und Hana in recht großer Auswahl beim Fränkischsten aller Lautsprecher-Vertriebe. Und neben den großen Marken gibt es ja auch noch so manches High Tech-Highlight wie die foto-optischen Systeme von DS Audio.

Alle Tonabnehmer von Skyanalog kommen in der gleichen Holzschatulle.

Trotzdem erhält unser Angebot Zuwachs in Form der derzeit insgesamt fünf Modelle des Herstellers Skyanalog, der, ähnlich wie Hana, sonst viele Tonabnehmersysteme für andere Marken produziert, die dann aber unter ganz anderen Labels vermarktet werden. Das nennt man, wie gerade im letzten Artikel beschrieben und gelernt, OEM, also Original Equipment Manufacturer. Skyanalog wird aber diese Abnehmer nicht beim Namen nennen, das gebietet sich aus Diskretionsgründen selbstverständlich.

Skyanalog setzt aber ausschließlich auf Moving Coil-Systeme, die man mit MC abkürzt. Es gibt eine kleinere P-Serie mit zwei Modellen, die bereits ab 500.- € startet, sowie die ambitionierte G-Serie mit gleich drei Modellen, bei dem das Spitzenmodell preislich auch nicht aus dem Ruder läuft, wie man es von anderen Herstellern gewohnt ist. Das G3* weist dann immerhin schon einen Super Linear-Schliff und vor allem einen Nadelträger aus Saphir auf.

Besonders gut zu erkennen ist die präzise Fertigung; der Einsatz des Diamanten in den Nadelträger ist vorbildlich.

Da die meisten der hier beim FLSV in Bamberg angebotenen Plattenspieler bereits ab Werk mit einem angemessenen Tonabnehmersystem ausgestattet sind, wird sich die Anwendung der Skyanalog-Tonabnehmer zum einen auf Nachrüst-Aktionen beschränken. Das können ältere, aber immer noch taugliche Plattenspieler sein, deren Tonabnehmer nach langer Laufzeit oder gar bei Beschädigung dringend mal zu tauschen sind, um die Schallplatten nicht zu beschädigen.

Aber der FLSV bietet zum anderen zusätzlich an, dass man einen neuen Plattenspieler auch gleich mit einem entsprechend hochwertigeren Modell bestückt, bei dem das originale System fair verrechnet wird. Nehmen wir als Beispiel den tollen Pro-Ject Debut PRO, den Sie noch ein wenig pimpen wollen. Und das geht am ehesten mit dem Austausch des eingesetzten Pro-Ject Pick it PRO, denn der Tonarm des Plattenspielers kann deutlich mehr. Wenn es diesmal unbedingt ein MC-System** sein soll, dann empfehlen wir dann den weit über seine Preisklasse hinaus spielenden Skyanalog P1 zu verwenden. Dieses Paket kostet dann 1150.- €, also unwesentlich mehr als die Summen und Differenzen der Einzelteile, schließlich muss das Original-System ja ausgebaut und das neue System präzise eingebaut werden.

Skyanalog P1 und P2 im Überkarton, aber alle Systeme sind nochmals in Holzschachteln sicher verpackt.
Alles Wichtige steht hier kurz und knackig und in Englisch.

Und falls Sie einen Tipp brauchen sollten, um zu erfahren, wo es denn in Frankens Hifi-Szenerie besonders spannend bleibt, dann haben Sie gerade diesen Tipp erhalten!

*Nicht zu verwechseln mit 3G!

**Bei den MM-Systemen gilt nach wie vor die dringende Empfehlung, lediglich den Nadeleinschub eines Ortofon 2M Bronze, eines 2M Black oder gar den des 2M Black LvB 250 zu verwenden. Außerdem macht das dem Schreiber dieser Zeilen viel weniger Arbeit!

Eines der allerbesten MMs aller Zeiten: Ortofon 2M Black LvB 250

Wie kann man Bestes, wie es das bisher ranghöchste Moving Magnet-System im Programm des weltgrößten Anbieters von Tonabnehmern, also des 2M Black von Ortofon, bisher in Anspruch nahm, noch besser machen? Das ist gar nicht ganz so einfach. Aber im Verborgenen gibt es wohl immer ein paar Stellschrauben, an denen man drehen kann. Und daraus resultierte das Ortofon 2M Black LvB 250.

So bleibt der Generator des neuen Top-Modells Ortofon 2M Black LvB 250 tatsächlich unangetastet. Es werden die Spulen weiterhin aus versilbertem und auch sauerstofffreiem Kupferdraht gewickelt. Alle Modifikationen und Verbesserungen betreffen lediglich den Nadeleinschub, so dass auch ein nachträgliches Upgrade von einem Ortofon 2M Bronze und einem normalen 2M Black zum 2M Black LvB 250 möglich ist.

Auch der Abtastdiamant ist identisch und wäre wohl auch nur zu verändern, aber nicht recht zu verbessern gewesen. Es ist ein nackter und besonders polierter Diamant mit Shibata Schliff. Das bedeutet, dass er nur eingesteckt, aber eben nicht verklebt wird. Das reduziert massiv die bewegte Masse. Hier sind es ja Bewegungen des Abtastdiamanten im Mikrometer-Bereich, die die Musik machen.

Aber der Nadelträger wurde ausgetauscht. Durch die Verwendung von Boron, wie es derzeit nur bei den absoluten Spitzen-MC-Tonabnehmern des Marktes verwendet wird, ist dieser nun deutlich filigraner und auch deutlich leichter geworden. Außerdem wurde die Nadelaufhängung neu designt und zudem mit einer neu entwickelten Gummi-Mischung auf Nano-Basis behandelt, um ein optimales Verhältnis von Dämpfung und Nachgiebigkeit zu erzielen.

Der Shibata-Diamant samt Bor-Nadelträger sind gut zu sehen, die neue Nadelaufhängung ist gut versteckt.

Auch die Auflagekraft ändert sich nur wenig, womit das Ortofon 2M Black LvB 250 eher für leichte bis höchstens mittelschwere Tonarme prädestiniert ist. So verwundert es kaum, dass sich die Messwerte der beiden Tonabnehmersysteme kaum voneinander unterscheiden. Aber klanglich tut sich da sehr viel und das ist sofort nachvollziehbar.

In ganz aller Bälde führt der FLSV in seinem Portfolio einen neuen Plattenspieler, der die Möglichkeit bietet, gleich drei verschiedene Tonabnehmer nahezu zeitgleich miteinander zu hören und so recht schnell zu einer gewissen Vorentscheidung zu gelangen. Hier wird das neue Ortofon 2M Black LvB gegen die etablierte Konkurrenz vor allem aus dem MC-Lager anstinken können.

Ach noch was: Für was steht denn das LvB 250 hinter den bekannten Bezeichnung? Ist das vielleicht die Abkürzung für den speziellen Gummi-Füllstoff auf Nano-Basis mit der Angabe der Füllmenge in Milligramm? Oder gibt die Zahl vielleicht die benötigte Auflagekraft in Zentigramm an? Oder dürfen das System nur Langhaarige kaufen und nutzen?

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Endlich vollständig: ATR Celebration 40 SuperPack 3

Schauen Sie sich bitte das nun folgende Bild von der Webseite des deutschen Vertriebs ATR Audio Trade genau an

und spielen Sie in Gedanken den Anschluss des ATR Celebration 40 SuperPack 2 an die häusliche Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) durch. Na? Und? Genau! Da fehlt doch etwas, nämlich das Anschlusskabel des vorzüglichen Übertragers ST7 von Ortofon an Ihren V(orv)erstärker. Diese Lücke schließt man aber nicht mit irgendeinem Kabel, sondern am besten mit dem selben Typ Kabel, wie es das grandiose Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/5P darstellt. Und da kann es nur eines geben, nämlich das auf den Plattenteller drapierte Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/RCA.

Die ideale Ergänzung zum original Tonarmkabel: Ortofon 6NX TSW-1010 RCA/RCA

Dadurch wird das SuperPack 2, über das schon an anderer Stelle berichtet wurde, zum FLSV-intern genannten SuperPack 3 und kostet entsprechend 3200.- €, nicht mehr, sondern komplett!

Weil’s gar so schön ausschaugt: Das ATR Celebration 40 Superpack 3 in der Ansicht von oben

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Erst spielen wir mit, dann staunen wir Bauklötzchen

Der FLSV in Bamberg ist ja seit Menschengedenken Ortofon Elite-Händler. Wussten Sie das? Ich auch nicht, zumindest geht das im Tagesgeschehen oft unter, dass wir auch bei den Kleinigkeiten* eigentlich ganz groß sind.

Elite-Händler bedeutet im Falle vom dänischen Weltmarktführer Ortofon**, dass der Fachhändler vor Ort nicht nur ein paar Tonabnehmer mehr als sonst üblich bereit hält, sondern die aus allen Klassen, also auch aus der High End-Schiene. Diese sind aber in erster Linie nicht für den Verkauf bestimmt, sondern sollen explizit Ihnen, also meinen wertgeschätzten Kunden, zum ausgiebigen Testen zur Verfügung gestellt werden.

Und genau hier habe ich das Sortiment ein wenig aufgestockt. Denn die beiden „nackigen“ SPUs, also die, die ohne das typische Bakelit-Gehäuse und das SME Bajonett auskommen (können), hatte ich zuvor nicht vorrätig, während die anderen High End-Tonabnehmer, auch die Cadenzas, in diversen vorführbereiten Plattenspielern von Pro-Ject, ebenfalls im Deutschland-Vertrieb von Audio Trade ATR, verbaut sind.

Wenn Sie also mal an vorderster Stelle aufrüsten wollen, also da, wo die Musikübertragung in einer analogen Kette wirklich beginnt, dann wissen Sie spätestens jetzt, wo Sie ab sofort hingehen können, nämlich zum seit über 35 Jahren Inhaber-geführten Fachgeschäft FLSV in Bamberg.

*Kleine Anekdote am Rande: Einer meiner Außendienstler hat sich mal beim Heben von Lautsprechern verhoben. Mit Kreuzschmerzen hat er für sich beschlossen, nur noch Tonabnehmer in seinem Vertreter-Portfolio zu führen, weil diese genauso wertvoll, aber viel leichter als Lautsprecher seien.

**Ortofon blickt inzwischen auf eine über 100-jährige Geschichte zurück, mehr als nur ein Menschengedenken also.

Nachlese der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019

So viel Vorbereitungszeit wie in diesem Jahr wurde vorher noch nie investiert (Rekord #1).

Diesmal war für eine adäquate Präsentation der Pretiosen der Umbau des halben Ladens notwendig.
So aufgeräumt sah es der unbedarfte Besucher, nämlich adrett dekoriert, ohne den FLSV-Style zu ignorieren.

Das wurde aber auch durch die Anzahl der Besucher belohnt (Rekord #2). Schon am Freitagvormittag waren alle drei Vorführräume gut bis sehr gut besucht (Rekord #3), was angesichts der Erfahrung der letzten Jahre, als auch des Bamberger Schmuddelwetters (eher Regen als Schnee) nicht zu erwarten war. Lag das wohl daran, dass wir wieder gleich zwei Sensatiönchen in Form von Weltneuheiten präsentiert haben (Einstellung von Rekord #0)? Jedenfalls gab es auch diverse Problemchen, die nicht ganz ohne waren und dennoch souverän schnell bis souverän aufwändig gemeistert wurden (Rekord #4). Und zum Glück standen ausreichend, zumindest für alle Gäste, nämlich gleich 4 Sorten Bier zur Auswahl (Rekord #5).

Was ist leichter zu leeren? Vier Kisten Ware oder vier Kisten…

So, Schluss mit den Subberlativen. Jetzt wird von der Veranstaltung selbst berichtet. Und da gibt es nicht viel zu erzählen, zumindest was eventuelle Abweichungen vom angekündigten Programm betreffen, denn wir haben uns streng, aber nicht sklavisch daran gehalten. Insofern darf ich an dieser Stelle einfach die Links zu den jeweiligen, bereits ausformulierten Beiträgen nennen und meine Eindrücke dafür mit umso mehr Bildern garnieren:

Im Kleinen Vorführstudio spielte die analog-digitale-vollaktive-Raumakustik-korrigierte Anlage. Diese wurde erweitert durch die Möglichkeit, das Tonabnehmersystem durch die insgesamt vier möglichen hochwertigen Nadeleinschübe, die Ortofon in dieser Baureihe anbietet, zu bestücken. Zur Erinnerung: Diese unterscheiden sich nicht durch den Generator, sondern nur durch die Fassung des Abtastdiamanten, aber vor allem durch den Nadelschliff! Somit ist ein schneller, nachträglicher Austausch mit einem Handgriff möglich; lediglich die Auflagekraft muss je nach Modell gegebenenfalls neu justiert werden.

Nadeleinschübe wie auf der Perlenschnur aufgereiht, v.l.n.r.: Ortofon Stylus OM 10, OM 20, OM 30 und OM40

Hier sollte sofort ein hörbarer Unterschied zu erkennen sein, schließlich sind wir ganz, ganz vorne in der ganzen Hifi-Kette. Und er war!

Ebenfalls im Kleinen Vorführstudio waren die neuen Modelle von Pro-Ject Audio ausgestellt. Zum Einsatz kamen sie aber nicht, genauso wenig wie drei besondere Gäste, die mir Audio Trade ATR zur Verfügung gestellt hat. Hier handelt es sich um neue, eher am oberen Rand des eigenen analogen Portfolios angesiedelte Produktreihen. Ausgestellt wurden, von links nach rechts, der aus Kanada stammende Hingucker Zavfino Copperhead-X,

recht massive Erscheinung, der Zavfino Copperhead-X

aus Taiwan kommt der ultrakompakte, aber mit verstecktem High Tech vollgepackte Tien TT-3 mit dem hauseigenen Tonarm Viroa und

Der wohlkürzeste Name für eine veritable High Tech-Maschine: Tien TT-3

rechts reiht sich noch der Zavfino ZV8X samt Tonarm Aeshna hinzu.

nicht ganz so unbillig, wie er aussieht, der Zavfino ZV8X

Allein deren Optik macht doch Lust auf Vinyl, oder? Man muss ja noch nicht einmal eine Schallplatte drauflegen, so ansprechend sind die drei Modelle gezeichnet.

Im Großen Vorführstudio standen ganz klar die beiden Weltneuheiten von Ars Machinae im Blickpunkt.

Gut geführt: das Hana ML im Ars Machinae Lignum R

Gut bestückt, bestens verkabelt

Symmetrische Verkabelung OHNE Masseableitung ist Pflicht bei den Phono-Vorverstärkern von Blue Amp.

und genauso gut vorverstärkt

Blue Amp zurzur MK III vor prächtiger Kulisse

wurde am Freitag die vietnamesische Kombination aus Thivan 211 Single-ended Anniversary und GrandHorn vorgeführt,

Die Freitags-Lautsprecher: Thivan GrandHorn

während am Samstag die chinesisch-italienische Verbindung der größten Verstärker von Cayin mit der ebenfalls größten Zingali zum Zuge kam.

Die Samstags-Lautsprecher: Zingali Twenty Evo 1.2

Wir schweifen nur kurz ab und zwar nach links, denn hier ist die komplette Röhren-Elektronik untergebracht.

Röhren-Elektronik vom Allerfeinsten und von Cayin und von Thivan

Haben Sie das Kabelwirrwarr unter dem Granit-Altar gesehen? Aber dort laufen die Lebensadern dieser Komponenten zusammen. Das gehört auch dazu, zumal man sie in der Regel gut verstecken kann.

Ein Blick unter die Kulissen: Furman Netzfilter und Supra LoRad Netzkabel

Ralf Wölfel (Entwicklung) und Alexandra Krug (Design) von Ars Machinae hatten jedenfalls kaum eine Pause, so ein Andrang war dort zu verzeichnen.

Im ruhigeren High End-Heimkino gab es an der angekündigten Kette zusätzlich den reellen, weil direkten Vergleich zweier Tonabnehmer-Systeme, wobei hier System tatsächlich ursächlich zu verstehen ist. Hier war Frank Schick in seinem Element, die jeweiligen Besonderheiten zu erläutern, zumal die ATC SCM 40 als Abkömmlinge eine ansonsten Studio-Monitore bauender Spezialisten wirklich gut geeignet sind, auch feinere bis feinste Unterschiede darzustellen. Und wie immer, zumindest auf diesem Niveau, gingen die Meinungen der Zuhörer auseinander, welchem System der Vorzug zu geben sei.

Das High End-Heimkino mit der wohl preiswertesten Anlage der Bamberger Analog-Tage 2019

Dass es auch lukullisch zum Besten stand, habe ich Achim, Stefan und Alexandra zu verdanken. Achim brachte die weltbesten Weißwürste samt Zubehör mit und bereitete sie auch noch zutzelgerecht zu,

Weiße Würste und braune Brezen; im Magen kommt eh alles zusammen.

während Bräu Stefan Z. aus M., das liegt hinter Burgebrach im Steigerwald direkt an der B22, mit seinem Weißbier für die flüssige Begleitung eben dieser Weißwürste sorgte. Alexandra hat dann am Freitagabend mit leckerem Weißkäse, Schmalz- und Butterbroten für einen angemessenen Abschluss gesorgt.

Gute Fee Alexandra bei der Zubereitung und auch guter Feeerich Frank bei der Vorverkostung des Buffets.

Habt für diese Unterstützung, die ja auch als Entlastung zu verstehen ist, besonders herzlichen Dank.

Ein weiteres Danke-Schön gilt dem anderen Achim, der mir ein besonders schönes Mitbringsel übereignet hat.

Das mit Abstand schönste Mitbringsel für Micha von Achim

Es gab übrigens noch nebenher, als kleine Entsprechung der großen BR-Aktion, an diesen Tagen auch beim FLSV eine Spendenaktion zu Gunsten von Kindern in Not. Hier ist der FLSV ja seit Jahren sehr eingleisig, aber erfolgreich für den Bamberger Kinderschutzbund aktiver Spendensammler.

Richtig viel Aufwand für reichlich Lesestoff in den vielen Tüten des Wunders

Diesmal wurde eine alte Idee aufgegriffen, bei der eine Wundertüte im Wert von etwa 100.- € in Form von hochwertigen Hifi- und Musik-Zeitschriften samt kultiger Stofftragetasche gegen einen Zehner in Euro getauscht wurde. So sind immerhin 140.- Euronen für einen guten Zweck zusammengekommen!

Fertig gepackt, die Wundertüte nebst Werbung. Dank an Andreas R. von der Firma Y. aus R. für den Stoff.

Übrigens gab es auch wieder die üblichen Devotionalien als Weggeber, neudeutsch für Give-away.

Alterslos und immer wieder gerne genommen: die hochwertigen Kulischreiber und Schlüsselbänder

Aber dass wir eigens für diese Veranstaltung eine Schallplatte haben pressen lassen, entspringt doch einer dieser modernen Verschwörungstheorien! Oder ewa nicht?

Ein netter, weil auch zeitnaher Zufall: die Schallplatte der B.amberger A.nalog-T.age 2019

Aber es gab diesmal noch andere, schier unverkaufbare Schallplatten zu kaufen. Im Bild zu sehen sind wohl die teuersten LPs, die mein Laden je von innen gesehen haben. Für die anderen kann ich zum Glück nicht mitreden, denn ein Sammler exotischster Sonderauflagen war ich noch nie.

Wenn Sie das Bild vielfach vergrößern, erkennen Sie den astronomisch hohen, aber angemessenen Preis.

Das war, wie immer, eine tolle Veranstaltung! Vielen Dank deswegen auch an meine, unsere zahlreichen Gäste, denn ohne euren Besuch würde sich der immense Aufwand zum einen ja gar nicht lohnen. Und zum anderen setzt man sich als Fachhändler vor Ort mit solchen Aktionen auch von den Versendern und den anderen Kistenschiebern ganz deutlich ab. Eine Win-Win-Situation, wie wir meinen.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

Programm der Bamberger Analog-Tage 2019, 3. Teil

Vorbemerkung: Wie immer kann man den nachfolgenden Text auch schön bebildert [hier] lesen.

Kennen Sie den vielzitierten Aphorismus von Friedrich Nietzsche? Er lautet ungefähr so: „Ohne Irrtümer wäre das Leben ohne Musik!“ Und um diese Sentenz mit Leben zu füllen, werden im Kleinen Vorführstudio während der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019 zwei Welten zusammengeführt, die beweisen, dass sich anatal und digilog nicht ausschließen. Oft gibt es ja Grabenkrämpfe zwischen beiden Lagern, und beide haben ja je auf ihre Art auch recht. Aber was ist, wenn man doch beides genießen möchte, eine Schallplatte mit all ihren klanglichen und haptischen Meriten, aber auch ein digitales Medium, egal ob CD, SACD oder nur ein paar High Res-Files, die auf einem High End-Server hinterlegt sind, wegen seiner unbestreitbaren Klang- und Komfortmerkmale? Genau: siehe oben. Und siehe unten.

Und das machen wir dann auch so was von konsequent, dass sich nachher niemand mehr ernsthaft Gedanken machen muss, ob er noch auf dem richtigen Weg ist oder schon auf dem richtigen Pfad. Ähnlich einem Experiment, das wir unseres bescheidenen Wissens nach als Erste gleich bei den allerersten Bamberger Analog-Tagen gemacht haben, und das ist tatsächlich schon eine ganze Weile her, bei dem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt an den Dynaudio Hub und somit drahtlos an die Dynaudio XEOs der ersten Generation verbunden haben. Diesmal wird es zwar nicht ganz wireless*, dafür aber auf höchstem Niveau unwireless.

Wir kombinieren nämlich hierzu einen sehr hochwertigen Plattenspieler mit einem diesmal separaten Phono-Entzerrer und verbinden diesen wiederum mit einem Paar Aktiv-Lautsprecher. Direkt! Ohne weiteren Vorverstärker dazwischen!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Aber es kommt noch besser, viel besser. Denn die einzusetzende Box ist nicht nur vollaktiv, hat also für jedes eingebaute Chassis einen eigenen und vor allem angepassten Verstärkerzug samt elektronischer Frequenzweiche, sondern bietet auch weitere Anschluss-Optionen in Form von analogen als auch digitalen Eingängen. Man kann sogar direkt von einem USB-Stick Musik abspielen. Viel komfortabler ist es aber der Zugriff aufs heimische Netzwerk. Die Probandin hat nämlich auch, wie man an der Netzwerkbuchse als auch am Antennenstummel oben erkennen kann, einen vollständigen Streaming Client verbaut. Somit ist der Zugriff auf dessen drei Grundfunktionen – Aufruf von Streaming-Diensten (hier Tidal), Internetradio als auch Nutzung von auf einem heimischen Server hinterlegter Daten – möglich. Tipp an dieser Stelle: Die Kabel-gebundene Anschlussvariante hat nicht nur hier in Sachen Stabilität immer noch eindeutig die Nase vorn. Und bedient wird die Show ganz einfach mit einem Tablet oder einem iPad.

Sie sind immer noch vielleicht ein wenig untermotiviert, sprich gelangweilt? Na, dann helfen wir nochmals nach! Denn unsere Lautsprecher haben eine Besonderheit eingebaut, die es so bisher nicht gab, beziehungsweise die man separat erstehen musste. Das bedeutete zwar mehr Handlungsspielraum bei der Auswahl der Lautsprecherboxen, erforderte aber doch auch ein sichtliches Maß an Mehraufwand, was zum Beispiel die Verkabelung betraf. Unsere Modelle haben das bewährte DIRAC Live in der 2. Generation implementiert, das mit überschaubarem Aufwand den Lautsprecher mit all seinen Fehlern, die er selbst in dieser doch schon gehobenen Preisklasse macht, machen muss, entscheidend korrigiert. Denn DIRAC Live misst den Lautsprecher an Ort und Stelle, also nicht im Schall-armen Raum des Entwicklers, sondern in Ihrem Hörraum zuhause, und korrigiert anschließend all diese Nichtlinearitäten weitestgehend.

Ja, um welche Lautsprecher handelt es sich denn nun? Ich hatte sie ja bereits schon an anderer Stelle in einem allgemeineren Kontext erwähnt. Aber so selbstverständlich ist ein solch vollständiger Funktionsumfang noch lange, lange nicht, und deswegen bekommt er hier eine Sonder-Besprechung.

Ja, Sie haben richtig rückgeschlossen, es ist die Quadral Aurum Gamma!

Stattliche Erscheinung: Quadral Aurum Aktiv Gamma

Und dass Quadral Lautsprecher bauen kann und am Markt erfolgreich ist, beweist (nicht nur) diese Aurum Baureihe bereits in der 9. Generation! Deswegen lassen wir uns an dieser Stelle nicht weiter über die typischen Merkmale der Box als solcher aus. Wer sich aber in die vielen Topics der Vorgaben für die Entwicklung und damit in die Details dieses Ausnahme-Lautsprechers einlesen möchte, dem sei diese Lektüre empfohlen.

Weiter geht’s rückwärts im Sauseschritt, denn wir benötigen ja auch einen Phono-Vorverstärker, denn den hat diese erste Generation Quadral Aurum Aktiv (noch) nicht eingebaut. Hier verwenden wir einen bekannten Alten, nämlich den analogis Résumé.  

Der ist gut, der ist hübsch und der ist klein. Nein, der ist richtig gut, der ist sogar richtig ansehnlich und verstecken kann man ihn trotzdem auch.

Unser Dauer-Liebling für MM-Tonabnehmer: analogis Résumé

Fehlt nur noch das so genannte Front End. Auch hier greifen wir in die Kiste der einjährigen Motte. Bei den letzten Bamberger Analog-Tagen musste der Mag¯Lev ML1 nur schön sein. Diesmal wird der Plattenspieler mit dem magisch** magnetisch entkoppelten Lager aber tatsächlich eingesetzt. Aber der FLSV wäre nicht der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb, wenn nicht auch hier wieder an mindestens einer Stellschraube gedreht und gestellt wurde. Wir werden nämlich nicht das ebenfalls angebotene höherwertige Ortofon 2M Blue verwenden, sondern den Standard-Tonabnehmer Ortofon OM10, bei diesem aber lediglich den Generator nutzen. Dafür haben wir aber den rang-höchsten Nadeleinschub eingeschubst, den der dänische Tonabnehmer-Spezialist für diese Modellreihe anbietet. Es ist der OM40 mit Fritz Gyger 70-Nadelschliff!

Übrigens: Nach dieser Veranstaltung kann man dieses (eine) Kunstwerk in seiner Gesamtheit, also das Gesamtkunstwerk Dreher inklusive Tonabnehmer inklusive Nadeleinschub-Upgrade inklusive Phono-Pre inklusive Zuleitungskabel zum Verstärker für gerademal 3000.- € komplett, das aber nur vor Ort***, erwerben! Dass das nicht ganz ungünstig ist, ersehen Sie hier, denn der dort genannte Betrag bezieht sich nur auf den Mag­­¯Lev ML1 ohne die oben genannten Zusatzoptionen, die nicht nur klanglich total super gut passen, sondern somit auch einen immensen geldwerten Vorteil bieten.

Ich freue mich auch hier ganz besonders auf Ihre Reaktionen, weil diese Konstellation doch etwas Außergewöhnliches durch die Vermischung zweier ansonsten scheinbar unverträglicher Technologie-Ausrichtungen darstellt. Ich denke, diese Anlage kann die ansonsten eher kompromisslosen Lager nicht nur magnetisch miteinander versöhnen. Apropos: Kennen Sie die beim FLSV mehrfach  aufgestellten beziehungsweise rotierenden drei Acrylstands mit der markigen Aussage: „Analog“, „Digital“ und als Konklusion „Sch… egal“? Das sagt doch zumindest über die Grundeinstellung des Herrn M. aus B. schon einiges aus, oder?

Es bleibt spannend, zumindest bei Ihrem Local Hifi-Dealer FLSV in Bamberg!

*Zwischen den beiden Lautsprechern wird keine Kabelverbindung benötigt!

**Kennen Sie den Unterschied zwischen Maggi und Magie? Ich hoffe es.

***Hier gibt es definitiv keine Versand-Option! Schließlich sind wir zwar der Ohriginal-MM, betreiben aber aus Überzeugung keinen Web-Shop!

Noch ein kurzer Vorgeschmack auf die Bamberger Analog-Tage 2019

„Neues aus dem Roten Salon“, so könnte hier die Überschrift genauso lauten. Aber wir möchten an dieser Stelle nicht auf historische Räumlichkeiten verweisen, sondern auf die ganz in rotem Ton gehaltenen Komponenten, die (nicht nur) während der Bamberger Analog-Tage 2019, zur Erinnerung: am 13. und 14. Dezember 2019, auf der langen Seite des Großen Vorführstudios des FLSV in Bamberg aufspielen wird.

Analoge Signalquelle wird eines der letzten SuperPacks der Modellreihe Xperience von Pro-Ject sein, das beim FLSV in Bamberg in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Modellen bei Komplett-Plattenspielern überhaupt zu zählen ist. Das liegt daran, dass genau dieses Modell ein besonders überragendes Preis-/Leistungsverhältnis aufweist, hat es doch schon viele Features der größeren Modelle samt einem überragenden MM-Tonabnehmersystem verbaut. Wir trauern ein wenig!

Einer unserer liebsten Plattenspieler: Pro-Ject Xperience SB SuperPack

Als Zentrale fungiert ein besonderes Verstärker-Gespann. Es handelt sich um eine Vorverstärker-/Endverstärker-Kombination 211 Anniversary des vietnamesischen Herstellers Thivanlabs. Besonderheit ist hier die Verwendung einer der klanglich sicher renommiertesten Röhren überhaupt, nämlich einer 211 pro Kanal. Auch der Vorverstärker arbeitet mit Röhrentechnik, auch wenn man sie von außen nicht sieht. Verbunden werden beide Einheiten mit einem Spezialkabel, das keinerlei Verwechslungsgefahr aufkommen lässt.

Quasi-Vollverstärker Thivan 211 Anniversary

Kennen wir Thivan nicht schon irgendwo her? Genau, wegen ihres tollen Lausprechers Eros 9. Diesen hatten wir ja bereits schon mal vorgestellt. Unbändige Spielfreude ohne zu quäken, kleine Last für den Verstärker, knochentrockene Bässe und zudem unkritisch in der Aufstellung: Live-Musik liebendes High Ender-Herz, was willst Du mehr?

Immer noch eine Wucht, der Männer-Lautsprecher nicht nur für Männer Eros 9 von Thivan

Wenn Sie also zufälligerweise einen üppig großen Raum, der nicht ganz zufällig mit Kolonialmöbeln ausstaffiert ist, für einen gerade noch nicht fünf-stelligen Euro-Betrag mit einer überragend lebendig klingenden High End-Anlage garnieren möchten, dann wäre das soeben Gezeigte nicht ganz unzufällig auch meine Wahl.

Ein weiteres Sahnehäubchen und eine zusätzliche Krone der Bamberger Analog-Tage 2018

Als vorerst letzte i-Tüpfelchen für das Programm der Bamberger Analog-Tage 2018 und dessen high-fideler Ausgestaltung haben sich aktuell gleich noch zwei Besonderheiten empfohlen.

Zum einen wird am Samstag, dem 15. Dezember, auch Lauschgoldengel Mathias Thurau anwesend sein, um Ihre analogen Schätzchen, sprich Ihre altgedienten und ihre prinzipiell immer noch gut funktionierenden Plattenspieler, wenn es denn möglich sein sollte, vor Ort zu reparieren. Hier sind als Leistungen zu nennen: Ersatzriemen aufziehen, Tonabnehmer neu justieren oder gar ersetzen, Lagerspiel des Tonarms minimieren und Tellerlager fetten. Wenn ein wenig mehr Aufwand für die Instandsetzung erforderlich sein sollte, dann wird Herr Thurau Ihren Plattenspieler nach der Veranstaltung ohne Aufpreis mit in seine Werkstatt nehmen und dort versuchen, ihn schnellstmöglich wieder in Gang bringen. Das dauert in der Regel nur wenige Tage, sodass Sie ihr Gerät möglicherweise noch vor Weihnachten zurückerhalten. So bleibt Ihnen erspart, vor oder unter dem Weihnachtsbaum selbst singen zu müssen.

Die andere high-endige Krone ist die regional erste Vorstellung des neues Top-Abtasters des japanischen Anbieters Hana und somit tatsächlich Diamant-bestückt. Hana ist vor wenigen Jahren besonders mit seinen im allerbesten Wortsinne sehr preiswerten Moving Coil-Tonabnehmern besonders positiv aufgefallen. Nun wagen sich die Entwickler an ein deutlich aufwändigeres und somit teureres MC-System heran, das sie ML beziehungsweise MH nach dem Verrundungsradius des Abtastdiamanten nennen. Der ist nämlich ein so genannter Micro Line-Schliff, während der zweite Buchstabe bei Hana traditionell für Low oder eben High, also für die erzielbare Ausgangsspannung steht. Wer sich hierzu etwas tiefergehend informieren mag, kann das gerne hier tun.

Der eigentliche Clou ist aber die Verwendung auf oder am oder sogar unter dem Tonarm Lignum L von ARS MACHINAE. Sie wissen schon, das ist der eine Teil der Weltneuheit der Bamberger Analog-Tage 2018. Und obwohl beide Hersteller nichts voneinander wussten, passen deren neue Produkte zusammen wie die berühmte Faust ins Auge. Und ich freue mich besonders, mit Frank Schick vom deutschen Hana-Vertrieb einen weiteren ausgewiesenen Fachmann und das an beiden Veranstaltungstagen begrüßen zu dürfen. Er wird nicht nur dafür sorgen, dass das Hana ML auf den Punkt spielt, sondern wird gerne auch alle Fragen zum Tonabnehmersystem als auch zur verwendeten Vorführ-Elektronik beantworten.

Und wenn wir schon mal dabei sind, können wir auch gleich die ergänzenden Komponenten auflisten, die hier adäquat zum überragenden Klangerlebnis beitragen werden:
Laufwerk: AMG Giro mit neuem Extra-Netzteil

Phono-Vorverstärker: Blue Amp model blue MK II

Vorverstärker und Mono-Endstufen: Exposure 3010 S2 Pre und Exposure 3010 S2 Mono Power

Lautsprecher: DALI Epicon 8

Kabel: Kein Voodoo, sondern alle vernünftig und somit auch nicht überteuert

Spannungsversorgung: Üppig und stabil, dafür aber trotzdem bezahlbar.

Eine Beschreibung der anderen Konstellationen und Programmpunkte finden Sie in den News des FLSV oder noch einfacher [hier], [hier], [hier] und [hier], was nicht heißt, es könnten nicht noch welche folgen!

So, jetzt hoffe ich, Ihr Interesse geweckt zu haben. Ich freue mich auf Ihr Kommen und Ihre erstaunten Gesichter, gerade weil es trotz des für einen örtlichen Fachhändler extrem üppigen Aufgebotes keine Bratwürste und erst recht kein Freibier geben wird.

Nachlese zur High End 2018: Jubiläen ohne Ende

Wie immer in den letzten Jahren war ich am Samstag nicht im eigenen Ladengeschäft anzutreffen, sondern auf der High End und da gleich hinter dem Eingang zu Halle 3 auf der Standfläche von Audio Trade ATR.

Die Ruhe vor dem Sturm: Der Stand von Audio Trade ATR vor Messebeginn

Der Schwerpunkt bei den Plattenspielern von Pro-Ject lag diesmal eher auf denen mit einem besonderen Motiv. Gezeigt wurden auch zwei mögliche Neuheiten, über die aber noch spekuliert wird, ob sie denn genau in dieser Form aufgelegt werden:

Der kleine Bruder vom 175 Years Vienna Philharmonic mit Ortofon Concorde Century.

Sollte hier eventuell ein Modell britischer Provenienz Pate gestanden haben?

Aber ein besonderer Schwerpunkt bei der Hardware lag auf einem neuen Vertriebsprodukt. Es handelt sich um die Music Server Nucleus und Nucleus +, die vom Software-Entwickler Roon ab sofort auch in Deutschland angeboten werden. Und Pro-Ject wird sogar einen Streamer in der S2-Klasse anbieten!

Der Überflieger Pre Box S2 Digital (links) wird gefüttert von der Stream Box S2 Ultra.

Die Neuheiten sind zwar nicht ganz verblasst, aber doch in allererster Linie waren es die drei Jubiläen, die gebührend gefeiert wurden: Audio Trade ATR selbst, nebenbei bemerkt Gründungsmitglied der High End Society, feiert 40 Jahre Vertriebstätigkeiten, STAX, der japanische Pionier elektrostatischer Kopfhörer wurde doppelt so alt, während der dänische Tonabnehmerhersteller Ortofon sogar sein 100. Geburtstag gefeiert hat.

Für den Samstagabend wurde entsprechend zu einem gastronomischen Großereignis eingeladen, bei dem es nicht nur lecker Essen und Trinken gab, sondern auch die Hauptsache unserer aller Anstrengungen, nämlich Musik. Und die auch noch LIVE!

 

Das klare Fazit von Runde 3 der Bamberger Analog-Tage 2016: Schön war’s am Freitag und am Samstag erst recht

Der Freitag begann für mich schon sehr früh,  denn ich musste schließlich die hier abgebildeten Schallplatten erst noch abholen und im Großen Vorführstudio aufbauen. Denn wie an Weihnachten sollte es ja eine Überraschung werden, was an hochwertigen Schallplatten aus dem Klassik-Fach diesmal und wie angekündigt aus dem Ärmel geschüttelt werden sollte. Zum Glück hat mir Jochen B. aus B. noch einen Riesengefallen getan, indem er mir vom örtlichen Baumarkt noch vier große Schallplatten-Wannen besorgt hat. Und außerdem musste das geplante, aber dann doch augenscheinlich völlig untaugliche Untergestell gegen eine weniger gefällige, aber dafür umso solidere Konzeption getauscht werden. Lörning bei duing, hieß das mal früher, heute gäbe es dafür bestimmt eine App, die einen Schritt für Schritt anleitet.

klassik-boxen-1

Dann pünktlich um 10.00 Uhr begann es gleich mit drei Gästen am Stück, die zwar nicht extra aus ihrer hessischen Heimat wegen der Bamberger Analog-Tage 2016, Runde 3 angereist sind, diese aber dennoch als Anlass für einen Besuch in der Inneren Löwenstraße nahmen. Und es ging dann den ganzen Tag munter und zwar ohne Unterlass weiter bis in die späten Abendstunden. Schließlich war mein Coburger Fanclub anschließend auch noch zu Gast*. Wir haben uns vornehmlich die große Anlage im Großen Vorführstudio mit verschiedensten Schallplatten aus dem reichhaltigen Angebot angehört.

die-grosse-anlage

Die große Anlage: Thorens TD124 MK II + SME 3009 S2 + Ortofon SPU #1 E + Yamaha A-S2100 + Duntech The Marquis

*Also: Ich bin natürlich der Club-Fan, aber nur des Coburger Hifi- und Musik-Stammtisches.

Spät ins Bett und früh wieder `raus, denn der Samstag ist traditionell der Besucher-stärkere Tag. Und so war es auch diesmal. Schon vor 10.00 Uhr wurde um Einlass gebeten. Und die Zeit verging im Flug. Sorry an alle, denen ich mich diesmal nicht wie sonst üblich widmen konnte. Danke aber auch an alle Gäste und liebe Kunden, die miteinander geredet und sich ausgetauscht haben. Das hat mich natürlich gerade in dieser Beziehung total entlastet! Und langweilig waren diese Gespräche definitiv nicht, so viel konnte ich sehr wohl heraushören.

Neben der schieren Menge von Klassik-Schallplattem, ausnahmslos höchstwertige Boxen im Bestzustand und zum großen Teil auch mir völlig unbekannter Werke und Komponisten (und das heißt schon was!), gab es auch ein paar Technik-Schmankerln zu beguggen und zu behören.

Im Kleinen Vorführstudio gab es zum Beispiel einen Hörvergleich zweier ähnlicher Ortofon SPU-Tondosen, nämlich des SPU #1 S und des SPU #1 E,

dose-nicht-aus-ton-sondern-ton-dose

Ortofon Tondose SPU #1 E auf einem Sony PS-6750, betreut und vorgeführt von einem Repräsentanten der Firma ATR – Audio Trade. DANKE!

einmal über den regulären MC-Eingang des Yamaha A-960 II, übrigens in Bestform vom Yamaha-Service-Techniker meines Vertrauens, Herrn Peter Klahn aus Kaufbeuren, gebracht, und einmal via MC-Übertrager an den ebenfalls vorhandenen MM-Eingang des Yamaha. Die Mehrzahl der Zuhörer favorisierten den Übertrager.

ein-traum-in-silber-yamaha-a-960-ii

Hifi-Dealers früherer Traumverstärker Yamaha A-960 II mit Ortofon MC-Übertrager ST-7

Im Großen Vorführstudio lief von insgesamt fünf spielbereiten Analgen mit einem Plattenspieler als Quelle der von Lauschgoldengel Mathias Thurau liebevoll restaurierte Thorens TD 124 MK 2, wiederum bestückt mit einem Ortofon SPU #1 E an einem SME 3009 S2, zur Höchstform auf. Den zunächst angekündigten Rotel RA-1312 haben wir aber wegen eines hartnäckigen Brummproblems doch lieber gegen den Yamaha A-S2100 mit seinem eingebauten MC-Phonovorverstärker getauscht.

thorens-td124-rotel-ra-1312-yamaha-a-s2100

Thorens TD 124 MK II direkt am Yamaha A-S2100; beim Rotel RA-1312 durften wenigstens die UV-Meter zappeln.

Ich kann nur sagen: Hut ab, denn an den Duntech The Marquis gaben sich weder der alte Thorens, noch der nur historisch aussehende Yamaha auch nur ansatzweise eine Blöße. Das war eine mehr als gelungene Vorstellung! Das Klangbild war groß und stabil, in den Bässen auch mit richtig Autorität, ohne dabei auch nur ansatzweise aufdringlich zu wirken. Diese Anlage wurde auch ausgiebig mit mitgebrachten Schallplatten meiner Gäste gehört. Und das beweist mal wieder, dass Hifi und hier in diesem Fall High End nicht sündhaft teuer sein muss. Für die ganze Anlage wären nämlich nur knapp über 6500.- € zu bezahlen. Dafür kaufen andere vielleicht gerademal 3 Netzkabel und werden trotzdem damit nicht glücklich, nicht mal zufrieden, wetten?! Aber analog macht Spaß, Yamaha macht Spaß, wir hatten Spaß!

Besonders gefreut hat mich der Verkauf der vielen Schallplatten aus dem nochmals erweiterten Angebot im Pop- und Rock-Segment auch an solche, die sich ganz frisch ans Thema heran gewagt haben. Hier ist einer der Frischlinge neben einem alten Hasen beim Stöbern im großen LP-Bestand zu sehen:

die-stoeberer

Wer ist alter Hase, wer ist hier Frischling?

Und weil wir seit Sepp, dem Herbergsvater, wissen, dass nach der Veranstaltung vor der Veranstaltung ist, sei im Hier und Jetzt trotzdem schon auf’s große Finale am 09. und 10. Dezember 2016 hingewiesen, wenn es wieder heißt:
Bamberger Analog-Tage 2016, aber dann folgerichtig Round 4! Und neben den besonderen analogen Schätzchen, die wir dann auffahren werden, wird es eine Produkt-Show der spektuläreren Art geben! Hierzu ergeht jetzt schon Herzliche Einladung. An dieser Stelle wird es in den nächsten Tagen und Wochen nach und nach verraten, dass es sich um die beiden großen Baureihen von KEF, also THE REFERENCE und Blade, betrieben an den großen Geräten von Arcam, gehen wird. Aber jetzt noch nicht, denn es ist eben noch geheim. Also nicht weiterverraten!

Große Ereignisse werfen ihr Licht voraus #3: Analog-röhrende Anlage der Analog-Tage 2015

Unsere dritte Anlage, die im Eingangsbereich des Großen Vorführstudios aufgebaut sein wird, konzentriert sich auf die klanglichen Unterschiede zwischen den vom FLSV angebotenen Phono-Vorverstärkern im gehobenen Preissegment. Diese müssen aber wohl alle noch als bezahlbar gelten, schaut man sich die inflationär wirkenden Preisschilder der ansonsten in den Hifi-Magazinen getesteten Probanden an. Besonderheit bei diesem internen Vergleichstest ist, dass es sich ausschließlich um Phono-Vorstärker für Moving Magnet-Systeme (MM) handelt.
Als Basis dient einer meiner Lieblings-Plattenspieler ob seines überragenden Preis-/Leistungsverhältnisses. Es ist der Pro-Ject Xperience SB als SuperPack, aber wie immer aufgebohrt mit dem Ortofon 2M Black als Rundum-glücklich-Maschine schlechthin.
Und wie kann man besser derart subtile Klangunterschiede feststellen als mit mit einem Kopfhörer der Superlative, nämlich des Flaggschiffes Stax SR-009 am dazugehörigen Röhrenspeiseteil SRM-007t II des Spezialisten für elektrostatische Kopfhörer weltweit?
Ganz einfach: gar nicht!
Diese Anlage in der Übersicht:

Anlage 3 an den Bamberger Analog-Tagen am 4. und 5. Dezember 2015
Wo? Großer Vorführraum auf Audium Rack
Plattenspieler Pro-Ject Xperience SB SuperPack mit Ortofon 2M Black        1.645,00 €
Kleinsignalkabel Pro-Ject RCA-CC          115,00 €
Phono-Vorverstärker 1. analogis Résumé          444,00 €
Phono-Vorverstärker 2. Trichord Diablo          745,00 €
Phono-Vorverstärker 3. Croft RIAA S        1.200,00 €
Kleinsignalkabel Goldkabel Black Edition          380,00 €
Kopfhörer-Verstärker Stax SRM-007t II        2.925,00 €
Kopfhörer Stax SR-009        5.000,00 €

Große Ereignisse werfen ihr Licht voraus #2: Analog-digitale Anlage der Analog-Tage 2015

Wir haben ja schon einmal bewiesen, wie man den analogen Gedanken vermeintlich pervertieren kann, ohne dabei wenigstens klanglich das Gesicht zu verlieren, indem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt mit dem Transmitter eines der technologisch immer noch führenden Drahtlos-Lautsprecher-Systeme, nämlich Dynaudios XEO 4, verbunden haben.

Doch nun setzen wir diesem Gedanken noch eins drauf, um nicht zu sagen die Krone. Denn seit wenigen Wochen ist der neue Musik-Server (englisch: Music Server) entotem Plato verfügbar. Diese Zentrale für das komplette Datenarchiv, also für Musik, aber auch für Bilder und Filme, kann wohl als erstes Gerät des Weltmarktes auch Schallplatten digitalisieren und dabei mit allen Tags, also mit allen Auszeichnungen eines Datenbestandes mit zusätzlichen Informationen wie Interpreten, Titel, Spielzeiten und auch Cover versehen. Das war bisher eine elende und damit eigentlich komplett unnötige Schinderei, von der wir allen Digitalisierungswilligen dringend abgeraten haben. Nun funktioniert das mehr als zufriedenstellend. Und das werden wir beweisen!

Als Quellgerät wird der an anderer Stelle bereits als Wenigstens-Deutschland-wenn-nicht-sogar-Weltneuheit vorgestellte Pro-Ject RPM 5 Carbon eingesetzt. Und da der entotem Plato sogar über einen anpassbaren Moving Coil-Eingang verfügt, ist auch der Anschluss kein Problem.

Diese Anlage der Superlative wird wieder durch einen Lautsprecher von Dynaudio, diesmal eine Etage höher als XEO, klanglich dargestellt. Wir verwenden hier gerne und nicht nur an den Bamberger Analogtagen 2015 die Focus 200 XD, die diesen Raum souverän mit ihrem tollen und niemals nervigen Klang füllen wird.

Hier sehen Sie die in der Anlage 2 verwendeten Komponenten im Überblick:

Anlage 2 an den Bamberger Analog-Tagen am 4. und 5. Dezember 2015
Wo? Kleines Vorführstudio auf Audium Rack
Plattenspieler Pro-Ject RPM 5 Carbon         1.375,00 €
Kleinsignalkabel Pro-Ject RCA-CC             115,00 €
Phono-Vorverstärker enTotem Pluto (Universal-Medien-Center)        4.800,00 €
Funk-Übertragung Dynaudio Transmitter            250,00 €
Lautsprecher Dynaudio Focus 200 XD auf Dynaudio Stand 3X        4.950,00 €

Nobel-MM mit Zubehör Part 2 von 1002 und eine Übersicht

Da MM ja eine innige Beziehung zu MM aufgebaut hat, werden jetzt die jeweiligen Spitzentonabnehmer der vier vom FLSV angebotenen MM-Tonabnehmersystem-Hersteller für die Testzwecke hier vor Ort bevorzugt aufgebaut.

Den Anfang macht das opulent klingende MP500 von Nagaoka, die anderen Top-Abtaster von audio-technica, Grado und Ortofon folgen in Bälde. Und einen dieser Tonabnehmer, nämlich das Ortofon 2M Black, wird es ebenfalls in kurzer Zeit je einmal mit Standard-Headshellkabel und eben mit angemessener Verkabelung geben, damit man auch diesen Vergleich anstellen kann! Wir sind uns sicher: Den klanglichen Unterschied kann man hören, zumal es sich ja an dieser Stelle der Wiedergabekette noch um ein besonders empfindliches Signal handelt.

Und weil wir gerade dabei sind, gibt es ab sofort auch eine Liste der derzeit lieferbaren und auch vorführbaren MM-Systeme.

Ja, Sie haben es richtig erkannt: Zählen kann ich auch. Auch, dass ein mögliches Ende beim Zubehör nicht abzusehen ist. Diese Gattung sprießt ja weiter fröhlich vor sich hin, denn jeden Tag steht irgendwo einer auf und erfindet den totalen Absorber oder das absolute Kabel mal eben neu und stellt alles Dagewesene in den Schatten. Sie müssen nur mal auf die High End an diesem Wochenende gehen, da sehen Sie Hersteller, deren Namen Sie bisher noch nie gelesen haben und auch vielleicht nie mehr lesen werden!

MM-Marathon vorerst beendet

Anlässlich des letzten Treffens der GenussHörer wurde die vorerst letzte Stufe des MM-Marathons gezündet und dabei weit über 20 verschiedenen Tonabnehmer dieses Prinzips im Vergleich vorgestellt.

Es sind dabei vier der führenden Tonabnehmer-Marken großflächig vertreten, nämlich in alphabetical order: audio-technica, Grado, Nagaoka und Ortofon. Die Preispanne reicht dabei von nicht einmal 40.- € bis immerhin 860.- €.

Sollten Sie sich über die beim FLSV verfügbaren MM- und MI-Systeme einen ersten Überblick verschaffen wollen, dann gibt es hierfür auch eine [komplette Liste].

GenussHören, die elfte

Am Samstag, dem 18. April 2015 fand das inzwischen 11. GenussHören-Treffen statt. Zur Erinnerung: Hier treffen sich drei- bis viermal im Jahr Musikbegeisterte im privaten Rahmen, um vorher angekündigte technische Besonderheiten unseres anderen Hobbys (High Fidelity und High End) interessant aufzubereiten und mit Leben, sprich mit Musik zu füllen.
An diesem Abend lag der technische Schwerpunkt diametral zur letzten Veranstaltung, und zwar auf durchgehend analoger Wiedergabe von Schwarzem Gold, vulgo von der guten, alten Schallplatte, dem schon mehrfach totgesagten Medium.

Wer mehr über diese Veranstaltung sehen und lesen möchte, der schaue sich bitte die [Nachlese GenussHören vom 18. April 2015] an.

Neu beim FLSV: Pro-Ject Debut Carbon als limitiertes Sondermodell #2

Das ist das zweite erhältliche Sondermodell. Das Design des Modells „Frida“ ist dem Cover des neuen Albums „Clap Your Hands“ von Parov Stelar nachempfunden und zeigt die weltberühmte Künstlerin Frida Kahlo.

Portfolio Einträge