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Erst spielen wir mit, dann staunen wir Bauklötzchen

Der FLSV in Bamberg ist ja seit Menschengedenken Ortofon Elite-Händler. Wussten Sie das? Ich auch nicht, zumindest geht das im Tagesgeschehen oft unter, dass wir auch bei den Kleinigkeiten* eigentlich ganz groß sind.

Elite-Händler bedeutet im Falle vom dänischen Weltmarktführer Ortofon**, dass der Fachhändler vor Ort nicht nur ein paar Tonabnehmer mehr als sonst üblich bereit hält, sondern die aus allen Klassen, also auch aus der High End-Schiene. Diese sind aber in erster Linie nicht für den Verkauf bestimmt, sondern sollen explizit Ihnen, also meinen wertgeschätzten Kunden, zum ausgiebigen Testen zur Verfügung gestellt werden.

Und genau hier habe ich das Sortiment ein wenig aufgestockt. Denn die beiden „nackigen“ SPUs, also die, die ohne das typische Bakelit-Gehäuse und das SME Bajonett auskommen (können), hatte ich zuvor nicht vorrätig, während die anderen High End-Tonabnehmer, auch die Cadenzas, in diversen vorführbereiten Plattenspielern von Pro-Ject, ebenfalls im Deutschland-Vertrieb von Audio Trade ATR, verbaut sind.

Wenn Sie also mal an vorderster Stelle aufrüsten wollen, also da, wo die Musikübertragung in einer analogen Kette wirklich beginnt, dann wissen Sie spätestens jetzt, wo Sie ab sofort hingehen können, nämlich zum seit über 35 Jahren Inhaber-geführten Fachgeschäft FLSV in Bamberg.

*Kleine Anekdote am Rande: Einer meiner Außendienstler hat sich mal beim Heben von Lautsprechern verhoben. Mit Kreuzschmerzen hat er für sich beschlossen, nur noch Tonabnehmer in seinem Vertreter-Portfolio zu führen, weil diese genauso wertvoll, aber viel leichter als Lautsprecher seien.

**Ortofon blickt inzwischen auf eine über 100-jährige Geschichte zurück, mehr als nur ein Menschengedenken also.

Nachlese der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019

So viel Vorbereitungszeit wie in diesem Jahr wurde vorher noch nie investiert (Rekord #1).

Diesmal war für eine adäquate Präsentation der Pretiosen der Umbau des halben Ladens notwendig.
So aufgeräumt sah es der unbedarfte Besucher, nämlich adrett dekoriert, ohne den FLSV-Style zu ignorieren.

Das wurde aber auch durch die Anzahl der Besucher belohnt (Rekord #2). Schon am Freitagvormittag waren alle drei Vorführräume gut bis sehr gut besucht (Rekord #3), was angesichts der Erfahrung der letzten Jahre, als auch des Bamberger Schmuddelwetters (eher Regen als Schnee) nicht zu erwarten war. Lag das wohl daran, dass wir wieder gleich zwei Sensatiönchen in Form von Weltneuheiten präsentiert haben (Einstellung von Rekord #0)? Jedenfalls gab es auch diverse Problemchen, die nicht ganz ohne waren und dennoch souverän schnell bis souverän aufwändig gemeistert wurden (Rekord #4). Und zum Glück standen ausreichend, zumindest für alle Gäste, nämlich gleich 4 Sorten Bier zur Auswahl (Rekord #5).

Was ist leichter zu leeren? Vier Kisten Ware oder vier Kisten…

So, Schluss mit den Subberlativen. Jetzt wird von der Veranstaltung selbst berichtet. Und da gibt es nicht viel zu erzählen, zumindest was eventuelle Abweichungen vom angekündigten Programm betreffen, denn wir haben uns streng, aber nicht sklavisch daran gehalten. Insofern darf ich an dieser Stelle einfach die Links zu den jeweiligen, bereits ausformulierten Beiträgen nennen und meine Eindrücke dafür mit umso mehr Bildern garnieren:

Im Kleinen Vorführstudio spielte die analog-digitale-vollaktive-Raumakustik-korrigierte Anlage. Diese wurde erweitert durch die Möglichkeit, das Tonabnehmersystem durch die insgesamt vier möglichen hochwertigen Nadeleinschübe, die Ortofon in dieser Baureihe anbietet, zu bestücken. Zur Erinnerung: Diese unterscheiden sich nicht durch den Generator, sondern nur durch die Fassung des Abtastdiamanten, aber vor allem durch den Nadelschliff! Somit ist ein schneller, nachträglicher Austausch mit einem Handgriff möglich; lediglich die Auflagekraft muss je nach Modell gegebenenfalls neu justiert werden.

Nadeleinschübe wie auf der Perlenschnur aufgereiht, v.l.n.r.: Ortofon Stylus OM 10, OM 20, OM 30 und OM40

Hier sollte sofort ein hörbarer Unterschied zu erkennen sein, schließlich sind wir ganz, ganz vorne in der ganzen Hifi-Kette. Und er war!

Ebenfalls im Kleinen Vorführstudio waren die neuen Modelle von Pro-Ject Audio ausgestellt. Zum Einsatz kamen sie aber nicht, genauso wenig wie drei besondere Gäste, die mir Audio Trade ATR zur Verfügung gestellt hat. Hier handelt es sich um neue, eher am oberen Rand des eigenen analogen Portfolios angesiedelte Produktreihen. Ausgestellt wurden, von links nach rechts, der aus Kanada stammende Hingucker Zavfino Copperhead-X,

recht massive Erscheinung, der Zavfino Copperhead-X

aus Taiwan kommt der ultrakompakte, aber mit verstecktem High Tech vollgepackte Tien TT-3 mit dem hauseigenen Tonarm Viroa und

Der wohlkürzeste Name für eine veritable High Tech-Maschine: Tien TT-3

rechts reiht sich noch der Zavfino ZV8X samt Tonarm Aeshna hinzu.

nicht ganz so unbillig, wie er aussieht, der Zavfino ZV8X

Allein deren Optik macht doch Lust auf Vinyl, oder? Man muss ja noch nicht einmal eine Schallplatte drauflegen, so ansprechend sind die drei Modelle gezeichnet.

Im Großen Vorführstudio standen ganz klar die beiden Weltneuheiten von Ars Machinae im Blickpunkt.

Gut geführt: das Hana ML im Ars Machinae Lignum R

Gut bestückt, bestens verkabelt

Symmetrische Verkabelung OHNE Masseableitung ist Pflicht bei den Phono-Vorverstärkern von Blue Amp.

und genauso gut vorverstärkt

Blue Amp zurzur MK III vor prächtiger Kulisse

wurde am Freitag die vietnamesische Kombination aus Thivan 211 Single-ended Anniversary und GrandHorn vorgeführt,

Die Freitags-Lautsprecher: Thivan GrandHorn

während am Samstag die chinesisch-italienische Verbindung der größten Verstärker von Cayin mit der ebenfalls größten Zingali zum Zuge kam.

Die Samstags-Lautsprecher: Zingali Twenty Evo 1.2

Wir schweifen nur kurz ab und zwar nach links, denn hier ist die komplette Röhren-Elektronik untergebracht.

Röhren-Elektronik vom Allerfeinsten und von Cayin und von Thivan

Haben Sie das Kabelwirrwarr unter dem Granit-Altar gesehen? Aber dort laufen die Lebensadern dieser Komponenten zusammen. Das gehört auch dazu, zumal man sie in der Regel gut verstecken kann.

Ein Blick unter die Kulissen: Furman Netzfilter und Supra LoRad Netzkabel

Ralf Wölfel (Entwicklung) und Alexandra Krug (Design) von Ars Machinae hatten jedenfalls kaum eine Pause, so ein Andrang war dort zu verzeichnen.

Im ruhigeren High End-Heimkino gab es an der angekündigten Kette zusätzlich den reellen, weil direkten Vergleich zweier Tonabnehmer-Systeme, wobei hier System tatsächlich ursächlich zu verstehen ist. Hier war Frank Schick in seinem Element, die jeweiligen Besonderheiten zu erläutern, zumal die ATC SCM 40 als Abkömmlinge eine ansonsten Studio-Monitore bauender Spezialisten wirklich gut geeignet sind, auch feinere bis feinste Unterschiede darzustellen. Und wie immer, zumindest auf diesem Niveau, gingen die Meinungen der Zuhörer auseinander, welchem System der Vorzug zu geben sei.

Das High End-Heimkino mit der wohl preiswertesten Anlage der Bamberger Analog-Tage 2019

Dass es auch lukullisch zum Besten stand, habe ich Achim, Stefan und Alexandra zu verdanken. Achim brachte die weltbesten Weißwürste samt Zubehör mit und bereitete sie auch noch zutzelgerecht zu,

Weiße Würste und braune Brezen; im Magen kommt eh alles zusammen.

während Bräu Stefan Z. aus M., das liegt hinter Burgebrach im Steigerwald direkt an der B22, mit seinem Weißbier für die flüssige Begleitung eben dieser Weißwürste sorgte. Alexandra hat dann am Freitagabend mit leckerem Weißkäse, Schmalz- und Butterbroten für einen angemessenen Abschluss gesorgt.

Gute Fee Alexandra bei der Zubereitung und auch guter Feeerich Frank bei der Vorverkostung des Buffets

Habt für diese Unterstützung, die ja auch als Entlastung zu verstehen ist, besonders herzlichen Dank.

Ein weiteres Danke-Schön gilt dem anderen Achim, der mir ein besonders schönes Mitbringsel übereignet hat.

Das mit Abstand schönste Mitbringsel für Micha von Achim

Es gab übrigens noch nebenher, als kleine Entsprechung der großen BR-Aktion, an diesen Tagen auch beim FLSV eine Spendenaktion zu Gunsten von Kindern in Not. Hier ist der FLSV ja seit Jahren sehr eingleisig, aber erfolgreich für den Bamberger Kinderschutzbund aktiver Spendensammler.

Richtig viel Aufwand für reichlich Lesestoff in der Tüten des Wunders

Diesmal wurde eine alte Idee aufgegriffen, bei der eine Wundertüte im Wert von etwa 100.- € in Form von hochwertigen Hifi- und Musik-Zeitschriften samt kultiger Stofftragetasche gegen einen Zehner in Euro getauscht wurde. So sind immerhin 140.- Euronen für einen guten Zweck zusammengekommen!

Fertig gepackt, die Wundertüte nebst Werbung. Dank an Andreas R. von der Firma Y. aus R. für den Stoff.

Übrigens gab es auch wieder die üblichen Devotionalien als Weggeber, neudeutsch für Give-away.

Alterslos und immer wieder gerne genommen: die hochwertigen Kulischreiber und Schlüsselbänder

Aber dass wir eigens für diese Veranstaltung eine Schallplatte haben pressen lassen, entspringt doch einer dieser modernen Verschwörungstheorien! Oder ewa nicht?

Ein netter, weil auch zeitnaher Zufall: die Schallplatte der B.amberger A.nalog-T.age 2019

Aber es gab diesmal noch andere, schier unverkaufbare Schallplatten zu kaufen. Im Bild zu sehen sind wohl die teuersten LPs, die mein Laden je von innen gesehen haben. Für die anderen kann ich zum Glück nicht mitreden, denn ein Sammler exotischster Sonderauflagen war ich noch nie.

Wenn Sie das Bild vielfach vergrößern, erkennen Sie den astronomisch hohen, aber angemessenen Preis.

Das war, wie immer, eine tolle Veranstaltung! Vielen Dank deswegen auch an meine, unsere zahlreichen Gäste, denn ohne euren Besuch würde sich der immense Aufwand zum einen ja gar nicht lohnen. Und zum anderen setzt man sich als Fachhändler vor Ort mit solchen Aktionen auch von den Versendern und den anderen Kistenschiebern ganz deutlich ab. Eine Win-Win-Situation, wie wir meinen.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

Programm der Bamberger Analog-Tage 2019, 3. Teil

Vorbemerkung: Wie immer kann man den nachfolgenden Text auch schön bebildert [hier] lesen.

Kennen Sie den vielzitierten Aphorismus von Friedrich Nietzsche? Er lautet ungefähr so: „Ohne Irrtümer wäre das Leben ohne Musik!“ Und um diese Sentenz mit Leben zu füllen, werden im Kleinen Vorführstudio während der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019 zwei Welten zusammengeführt, die beweisen, dass sich anatal und digilog nicht ausschließen. Oft gibt es ja Grabenkrämpfe zwischen beiden Lagern, und beide haben ja je auf ihre Art auch recht. Aber was ist, wenn man doch beides genießen möchte, eine Schallplatte mit all ihren klanglichen und haptischen Meriten, aber auch ein digitales Medium, egal ob CD, SACD oder nur ein paar High Res-Files, die auf einem High End-Server hinterlegt sind, wegen seiner unbestreitbaren Klang- und Komfortmerkmale? Genau: siehe oben. Und siehe unten.

Und das machen wir dann auch so was von konsequent, dass sich nachher niemand mehr ernsthaft Gedanken machen muss, ob er noch auf dem richtigen Weg ist oder schon auf dem richtigen Pfad. Ähnlich einem Experiment, das wir unseres bescheidenen Wissens nach als Erste gleich bei den allerersten Bamberger Analog-Tagen gemacht haben, und das ist tatsächlich schon eine ganze Weile her, bei dem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt an den Dynaudio Hub und somit drahtlos an die Dynaudio XEOs der ersten Generation verbunden haben. Diesmal wird es zwar nicht ganz wireless*, dafür aber auf höchstem Niveau unwireless.

Wir kombinieren nämlich hierzu einen sehr hochwertigen Plattenspieler mit einem diesmal separaten Phono-Entzerrer und verbinden diesen wiederum mit einem Paar Aktiv-Lautsprecher. Direkt! Ohne weiteren Vorverstärker dazwischen!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Aber es kommt noch besser, viel besser. Denn die einzusetzende Box ist nicht nur vollaktiv, hat also für jedes eingebaute Chassis einen eigenen und vor allem angepassten Verstärkerzug samt elektronischer Frequenzweiche, sondern bietet auch weitere Anschluss-Optionen in Form von analogen als auch digitalen Eingängen. Man kann sogar direkt von einem USB-Stick Musik abspielen. Viel komfortabler ist es aber der Zugriff aufs heimische Netzwerk. Die Probandin hat nämlich auch, wie man an der Netzwerkbuchse als auch am Antennenstummel oben erkennen kann, einen vollständigen Streaming Client verbaut. Somit ist der Zugriff auf dessen drei Grundfunktionen – Aufruf von Streaming-Diensten (hier Tidal), Internetradio als auch Nutzung von auf einem heimischen Server hinterlegter Daten – möglich. Tipp an dieser Stelle: Die Kabel-gebundene Anschlussvariante hat nicht nur hier in Sachen Stabilität immer noch eindeutig die Nase vorn. Und bedient wird die Show ganz einfach mit einem Tablet oder einem iPad.

Sie sind immer noch vielleicht ein wenig untermotiviert, sprich gelangweilt? Na, dann helfen wir nochmals nach! Denn unsere Lautsprecher haben eine Besonderheit eingebaut, die es so bisher nicht gab, beziehungsweise die man separat erstehen musste. Das bedeutete zwar mehr Handlungsspielraum bei der Auswahl der Lautsprecherboxen, erforderte aber doch auch ein sichtliches Maß an Mehraufwand, was zum Beispiel die Verkabelung betraf. Unsere Modelle haben das bewährte DIRAC Live in der 2. Generation implementiert, das mit überschaubarem Aufwand den Lautsprecher mit all seinen Fehlern, die er selbst in dieser doch schon gehobenen Preisklasse macht, machen muss, entscheidend korrigiert. Denn DIRAC Live misst den Lautsprecher an Ort und Stelle, also nicht im Schall-armen Raum des Entwicklers, sondern in Ihrem Hörraum zuhause, und korrigiert anschließend all diese Nichtlinearitäten weitestgehend.

Ja, um welche Lautsprecher handelt es sich denn nun? Ich hatte sie ja bereits schon an anderer Stelle in einem allgemeineren Kontext erwähnt. Aber so selbstverständlich ist ein solch vollständiger Funktionsumfang noch lange, lange nicht, und deswegen bekommt er hier eine Sonder-Besprechung.

Ja, Sie haben richtig rückgeschlossen, es ist die Quadral Aurum Gamma!

Stattliche Erscheinung: Quadral Aurum Aktiv Gamma

Und dass Quadral Lautsprecher bauen kann und am Markt erfolgreich ist, beweist (nicht nur) diese Aurum Baureihe bereits in der 9. Generation! Deswegen lassen wir uns an dieser Stelle nicht weiter über die typischen Merkmale der Box als solcher aus. Wer sich aber in die vielen Topics der Vorgaben für die Entwicklung und damit in die Details dieses Ausnahme-Lautsprechers einlesen möchte, dem sei diese Lektüre empfohlen.

Weiter geht’s rückwärts im Sauseschritt, denn wir benötigen ja auch einen Phono-Vorverstärker, denn den hat diese erste Generation Quadral Aurum Aktiv (noch) nicht eingebaut. Hier verwenden wir einen bekannten Alten, nämlich den analogis Résumé.  

Der ist gut, der ist hübsch und der ist klein. Nein, der ist richtig gut, der ist sogar richtig ansehnlich und verstecken kann man ihn trotzdem auch.

Unser Dauer-Liebling für MM-Tonabnehmer: analogis Résumé

Fehlt nur noch das so genannte Front End. Auch hier greifen wir in die Kiste der einjährigen Motte. Bei den letzten Bamberger Analog-Tagen musste der Mag¯Lev ML1 nur schön sein. Diesmal wird der Plattenspieler mit dem magisch** magnetisch entkoppelten Lager aber tatsächlich eingesetzt. Aber der FLSV wäre nicht der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb, wenn nicht auch hier wieder an mindestens einer Stellschraube gedreht und gestellt wurde. Wir werden nämlich nicht das ebenfalls angebotene höherwertige Ortofon 2M Blue verwenden, sondern den Standard-Tonabnehmer Ortofon OM10, bei diesem aber lediglich den Generator nutzen. Dafür haben wir aber den rang-höchsten Nadeleinschub eingeschubst, den der dänische Tonabnehmer-Spezialist für diese Modellreihe anbietet. Es ist der OM40 mit Fritz Gyger 70-Nadelschliff!

Übrigens: Nach dieser Veranstaltung kann man dieses (eine) Kunstwerk in seiner Gesamtheit, also das Gesamtkunstwerk Dreher inklusive Tonabnehmer inklusive Nadeleinschub-Upgrade inklusive Phono-Pre inklusive Zuleitungskabel zum Verstärker für gerademal 3000.- € komplett, das aber nur vor Ort***, erwerben! Dass das nicht ganz ungünstig ist, ersehen Sie hier, denn der dort genannte Betrag bezieht sich nur auf den Mag­­¯Lev ML1 ohne die oben genannten Zusatzoptionen, die nicht nur klanglich total super gut passen, sondern somit auch einen immensen geldwerten Vorteil bieten.

Ich freue mich auch hier ganz besonders auf Ihre Reaktionen, weil diese Konstellation doch etwas Außergewöhnliches durch die Vermischung zweier ansonsten scheinbar unverträglicher Technologie-Ausrichtungen darstellt. Ich denke, diese Anlage kann die ansonsten eher kompromisslosen Lager nicht nur magnetisch miteinander versöhnen. Apropos: Kennen Sie die beim FLSV mehrfach  aufgestellten beziehungsweise rotierenden drei Acrylstands mit der markigen Aussage: „Analog“, „Digital“ und als Konklusion „Sch… egal“? Das sagt doch zumindest über die Grundeinstellung des Herrn M. aus B. schon einiges aus, oder?

Es bleibt spannend, zumindest bei Ihrem Local Hifi-Dealer FLSV in Bamberg!

*Zwischen den beiden Lautsprechern wird keine Kabelverbindung benötigt!

**Kennen Sie den Unterschied zwischen Maggi und Magie? Ich hoffe es.

***Hier gibt es definitiv keine Versand-Option! Schließlich sind wir zwar der Ohriginal-MM, betreiben aber aus Überzeugung keinen Web-Shop!

Noch ein kurzer Vorgeschmack auf die Bamberger Analog-Tage 2019

„Neues aus dem Roten Salon“, so könnte hier die Überschrift genauso lauten. Aber wir möchten an dieser Stelle nicht auf historische Räumlichkeiten verweisen, sondern auf die ganz in rotem Ton gehaltenen Komponenten, die (nicht nur) während der Bamberger Analog-Tage 2019, zur Erinnerung: am 13. und 14. Dezember 2019, auf der langen Seite des Großen Vorführstudios des FLSV in Bamberg aufspielen wird.

Analoge Signalquelle wird eines der letzten SuperPacks der Modellreihe Xperience von Pro-Ject sein, das beim FLSV in Bamberg in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Modellen bei Komplett-Plattenspielern überhaupt zu zählen ist. Das liegt daran, dass genau dieses Modell ein besonders überragendes Preis-/Leistungsverhältnis aufweist, hat es doch schon viele Features der größeren Modelle samt einem überragenden MM-Tonabnehmersystem verbaut. Wir trauern ein wenig!

Einer unserer liebsten Plattenspieler: Pro-Ject Xperience SB SuperPack

Als Zentrale fungiert ein besonderes Verstärker-Gespann. Es handelt sich um eine Vorverstärker-/Endverstärker-Kombination 211 Anniversary des vietnamesischen Herstellers Thivanlabs. Besonderheit ist hier die Verwendung einer der klanglich sicher renommiertesten Röhren überhaupt, nämlich einer 211 pro Kanal. Auch der Vorverstärker arbeitet mit Röhrentechnik, auch wenn man sie von außen nicht sieht. Verbunden werden beide Einheiten mit einem Spezialkabel, das keinerlei Verwechslungsgefahr aufkommen lässt.

Quasi-Vollverstärker Thivan 211 Anniversary

Kennen wir Thivan nicht schon irgendwo her? Genau, wegen ihres tollen Lausprechers Eros 9. Diesen hatten wir ja bereits schon mal vorgestellt. Unbändige Spielfreude ohne zu quäken, kleine Last für den Verstärker, knochentrockene Bässe und zudem unkritisch in der Aufstellung: Live-Musik liebendes High Ender-Herz, was willst Du mehr?

Immer noch eine Wucht, der Männer-Lautsprecher nicht nur für Männer Eros 9 von Thivan

Wenn Sie also zufälligerweise einen üppig großen Raum, der nicht ganz zufällig mit Kolonialmöbeln ausstaffiert ist, für einen gerade noch nicht fünf-stelligen Euro-Betrag mit einer überragend lebendig klingenden High End-Anlage garnieren möchten, dann wäre das soeben Gezeigte nicht ganz unzufällig auch meine Wahl.

Ein weiteres Sahnehäubchen und eine zusätzliche Krone der Bamberger Analog-Tage 2018

Als vorerst letzte i-Tüpfelchen für das Programm der Bamberger Analog-Tage 2018 und dessen high-fideler Ausgestaltung haben sich aktuell gleich noch zwei Besonderheiten empfohlen. Zum einen wird am Samstag, dem 15. Dezember, auch Lauschgoldengel Mathias Thurau anwesend sein, um Ihre analogen Schätzchen, sprich Ihre altgedienten und ihre prinzipiell immer noch gut funktionierenden Plattenspieler, wenn es denn möglich sein sollte, vor Ort zu reparieren. Hier sind als Leistungen zu nennen: Ersatzriemen aufziehen, Tonabnehmer neu justieren oder gar ersetzen, Lagerspiel des Tonarms minimieren und Tellerlager fetten. Wenn ein wenig mehr Aufwand für die Instandsetzung erforderlich sein sollte, dann wird Herr Thurau Ihren Plattenspieler nach der Veranstaltung ohne Aufpreis mit in seine Werkstatt nehmen und dort versuchen, ihn schnellstmöglich wieder in Gang bringen. Das dauert in der Regel nur wenige Tage, sodass Sie ihr Gerät möglicherweise noch vor Weihnachten zurückerhalten. So bleibt Ihnen erspart, vor oder unter dem Weihnachtsbaum selbst singen zu müssen. Die andere high-endige Krone ist die regional erste Vorstellung des neues Top-Abtasters des japanischen Anbieters Hana und somit tatsächlich Diamant-bestückt. Hana ist vor wenigen Jahren besonders mit seinen im allerbesten Wortsinne sehr preiswerten Moving Coil-Tonabnehmern besonders positiv aufgefallen. Nun wagen sich die Entwickler an ein deutlich aufwändigeres und somit teureres MC-System heran, das sie ML beziehungsweise MH nach dem Verrundungsradius des Abtastdiamanten nennen. Der ist nämlich ein so genannter Micro Line-Schliff, während der zweite Buchstabe bei Hana traditionell für Low oder eben High, also für die erzielbare Ausgangsspannung steht. Wer sich hierzu etwas tiefergehend informieren mag, kann das gerne [hier] tun. Der eigentliche Clou ist aber die Verwendung auf oder am oder sogar unter dem Tonarm Lignum L von ARS MACHINAE. Sie wissen schon, das ist der eine Teil der Weltneuheit der Bamberger Analog-Tage 2018. Und obwohl beide Hersteller nichts voneinander wussten, passen deren neue Produkte zusammen wie die berühmte Faust ins Auge. Und ich freue mich besonders, mit Frank Schick vom deutschen Hana-Vertrieb einen weiteren ausgewiesenen Fachmann und das an beiden Veranstaltungstagen begrüßen zu dürfen. Er wird nicht nur dafür sorgen, dass das Hana ML auf den Punkt spielt, sondern wird gerne auch alle Fragen zum Tonabnehmersystem als auch zur verwendeten Vorführ-Elektronik beantworten. Und wenn wir schon mal dabei sind, können wir auch gleich die ergänzenden Komponenten auflisten, die hier adäquat zum überragenden Klangerlebnis beitragen werden: Laufwerk: AMG Giro mit neuem Extra-Netzteil Phono-Vorverstärker: Blue Amp model blue MK II Vorverstärker und Mono-Endstufen: Exposure 3010 S2 Pre und Exposure 3010 S2 Mono Power Lautsprecher: DALI Epicon 8 Kabel: Kein Voodoo, sondern alle vernünftig und somit auch nicht überteuert Spannungsversorgung: Üppig und stabil, dafür aber trotzdem bezahlbar. Eine Beschreibung der anderen Konstellationen und Programmpunkte finden Sie in den News des FLSV oder noch einfacher [hier], [hier], [hier] und [hier], was nicht heißt, es könnten nicht noch welche folgen! So, jetzt hoffe ich, Ihr Interesse geweckt zu haben. Ich freue mich auf Ihr Kommen und Ihre erstaunten Gesichter, gerade weil es trotz des für einen örtlichen Fachhändler extrem üppigen Aufgebotes keine Bratwürste und erst recht kein Freibier geben wird.  

Nachlese zur High End 2018: Jubiläen ohne Ende

Wie immer in den letzten Jahren war ich am Samstag nicht im eigenen Ladengeschäft anzutreffen, sondern auf der High End und da gleich hinter dem Eingang zu Halle 3 auf der Standfläche von Audio Trade ATR.

Die Ruhe vor dem Sturm: Der Stand von Audio Trade ATR vor Messebeginn

Der Schwerpunkt bei den Plattenspielern von Pro-Ject lag diesmal eher auf denen mit einem besonderen Motiv. Gezeigt wurden auch zwei mögliche Neuheiten, über die aber noch spekuliert wird, ob sie denn genau in dieser Form aufgelegt werden:

Der kleine Bruder vom 175 Years Vienna Philharmonic mit Ortofon Concorde Century.

Sollte hier eventuell ein Modell britischer Provenienz Pate gestanden haben?

Aber ein besonderer Schwerpunkt bei der Hardware lag auf einem neuen Vertriebsprodukt. Es handelt sich um die Music Server Nucleus und Nucleus +, die vom Software-Entwickler Roon ab sofort auch in Deutschland angeboten werden. Und Pro-Ject wird sogar einen Streamer in der S2-Klasse anbieten!

Der Überflieger Pre Box S2 Digital (links) wird gefüttert von der Stream Box S2 Ultra.

Die Neuheiten sind zwar nicht ganz verblasst, aber doch in allererster Linie waren es die drei Jubiläen, die gebührend gefeiert wurden: Audio Trade ATR selbst, nebenbei bemerkt Gründungsmitglied der High End Society, feiert 40 Jahre Vertriebstätigkeiten, STAX, der japanische Pionier elektrostatischer Kopfhörer wurde doppelt so alt, während der dänische Tonabnehmerhersteller Ortofon sogar sein 100. Geburtstag gefeiert hat.

Für den Samstagabend wurde entsprechend zu einem gastronomischen Großereignis eingeladen, bei dem es nicht nur lecker Essen und Trinken gab, sondern auch die Hauptsache unserer aller Anstrengungen, nämlich Musik. Und die auch noch LIVE!

 

Das klare Fazit von Runde 3 der Bamberger Analog-Tage 2016: Schön war’s am Freitag und am Samstag erst recht

Der Freitag begann für mich schon sehr früh,  denn ich musste schließlich die hier abgebildeten Schallplatten erst noch abholen und im Großen Vorführstudio aufbauen. Denn wie an Weihnachten sollte es ja eine Überraschung werden, was an hochwertigen Schallplatten aus dem Klassik-Fach diesmal und wie angekündigt aus dem Ärmel geschüttelt werden sollte. Zum Glück hat mir Jochen B. aus B. noch einen Riesengefallen getan, indem er mir vom örtlichen Baumarkt noch vier große Schallplatten-Wannen besorgt hat. Und außerdem musste das geplante, aber dann doch augenscheinlich völlig untaugliche Untergestell gegen eine weniger gefällige, aber dafür umso solidere Konzeption getauscht werden. Lörning bei duing, hieß das mal früher, heute gäbe es dafür bestimmt eine App, die einen Schritt für Schritt anleitet.

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Dann pünktlich um 10.00 Uhr begann es gleich mit drei Gästen am Stück, die zwar nicht extra aus ihrer hessischen Heimat wegen der Bamberger Analog-Tage 2016, Runde 3 angereist sind, diese aber dennoch als Anlass für einen Besuch in der Inneren Löwenstraße nahmen. Und es ging dann den ganzen Tag munter und zwar ohne Unterlass weiter bis in die späten Abendstunden. Schließlich war mein Coburger Fanclub anschließend auch noch zu Gast*. Wir haben uns vornehmlich die große Anlage im Großen Vorführstudio mit verschiedensten Schallplatten aus dem reichhaltigen Angebot angehört.

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Die große Anlage: Thorens TD124 MK II + SME 3009 S2 + Ortofon SPU #1 E + Yamaha A-S2100 + Duntech The Marquis

*Also: Ich bin natürlich der Club-Fan, aber nur des Coburger Hifi- und Musik-Stammtisches.

Spät ins Bett und früh wieder `raus, denn der Samstag ist traditionell der Besucher-stärkere Tag. Und so war es auch diesmal. Schon vor 10.00 Uhr wurde um Einlass gebeten. Und die Zeit verging im Flug. Sorry an alle, denen ich mich diesmal nicht wie sonst üblich widmen konnte. Danke aber auch an alle Gäste und liebe Kunden, die miteinander geredet und sich ausgetauscht haben. Das hat mich natürlich gerade in dieser Beziehung total entlastet! Und langweilig waren diese Gespräche definitiv nicht, so viel konnte ich sehr wohl heraushören.

Neben der schieren Menge von Klassik-Schallplattem, ausnahmslos höchstwertige Boxen im Bestzustand und zum großen Teil auch mir völlig unbekannter Werke und Komponisten (und das heißt schon was!), gab es auch ein paar Technik-Schmankerln zu beguggen und zu behören.

Im Kleinen Vorführstudio gab es zum Beispiel einen Hörvergleich zweier ähnlicher Ortofon SPU-Tondosen, nämlich des SPU #1 S und des SPU #1 E,

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Ortofon Tondose SPU #1 E auf einem Sony PS-6750, betreut und vorgeführt von einem Repräsentanten der Firma ATR – Audio Trade. DANKE!

einmal über den regulären MC-Eingang des Yamaha A-960 II, übrigens in Bestform vom Yamaha-Service-Techniker meines Vertrauens, Herrn Peter Klahn aus Kaufbeuren, gebracht, und einmal via MC-Übertrager an den ebenfalls vorhandenen MM-Eingang des Yamaha. Die Mehrzahl der Zuhörer favorisierten den Übertrager.

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Hifi-Dealers früherer Traumverstärker Yamaha A-960 II mit Ortofon MC-Übertrager ST-7

Im Großen Vorführstudio lief von insgesamt fünf spielbereiten Analgen mit einem Plattenspieler als Quelle der von Lauschgoldengel Mathias Thurau liebevoll restaurierte Thorens TD 124 MK 2, wiederum bestückt mit einem Ortofon SPU #1 E an einem SME 3009 S2, zur Höchstform auf. Den zunächst angekündigten Rotel RA-1312 haben wir aber wegen eines hartnäckigen Brummproblems doch lieber gegen den Yamaha A-S2100 mit seinem eingebauten MC-Phonovorverstärker getauscht.

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Thorens TD 124 MK II direkt am Yamaha A-S2100; beim Rotel RA-1312 durften wenigstens die UV-Meter zappeln.

Ich kann nur sagen: Hut ab, denn an den Duntech The Marquis gaben sich weder der alte Thorens, noch der nur historisch aussehende Yamaha auch nur ansatzweise eine Blöße. Das war eine mehr als gelungene Vorstellung! Das Klangbild war groß und stabil, in den Bässen auch mit richtig Autorität, ohne dabei auch nur ansatzweise aufdringlich zu wirken. Diese Anlage wurde auch ausgiebig mit mitgebrachten Schallplatten meiner Gäste gehört. Und das beweist mal wieder, dass Hifi und hier in diesem Fall High End nicht sündhaft teuer sein muss. Für die ganze Anlage wären nämlich nur knapp über 6500.- € zu bezahlen. Dafür kaufen andere vielleicht gerademal 3 Netzkabel und werden trotzdem damit nicht glücklich, nicht mal zufrieden, wetten?! Aber analog macht Spaß, Yamaha macht Spaß, wir hatten Spaß!

Besonders gefreut hat mich der Verkauf der vielen Schallplatten aus dem nochmals erweiterten Angebot im Pop- und Rock-Segment auch an solche, die sich ganz frisch ans Thema heran gewagt haben. Hier ist einer der Frischlinge neben einem alten Hasen beim Stöbern im großen LP-Bestand zu sehen:

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Wer ist alter Hase, wer ist hier Frischling?

Und weil wir seit Sepp, dem Herbergsvater, wissen, dass nach der Veranstaltung vor der Veranstaltung ist, sei im Hier und Jetzt trotzdem schon auf’s große Finale am 09. und 10. Dezember 2016 hingewiesen, wenn es wieder heißt:
Bamberger Analog-Tage 2016, aber dann folgerichtig Round 4! Und neben den besonderen analogen Schätzchen, die wir dann auffahren werden, wird es eine Produkt-Show der spektuläreren Art geben! Hierzu ergeht jetzt schon Herzliche Einladung. An dieser Stelle wird es in den nächsten Tagen und Wochen nach und nach verraten, dass es sich um die beiden großen Baureihen von KEF, also THE REFERENCE und Blade, betrieben an den großen Geräten von Arcam, gehen wird. Aber jetzt noch nicht, denn es ist eben noch geheim. Also nicht weiterverraten!

Große Ereignisse werfen ihr Licht voraus #3: Analog-röhrende Anlage der Analog-Tage 2015

Unsere dritte Anlage, die im Eingangsbereich des Großen Vorführstudios aufgebaut sein wird, konzentriert sich auf die klanglichen Unterschiede zwischen den vom FLSV angebotenen Phono-Vorverstärkern im gehobenen Preissegment. Diese müssen aber wohl alle noch als bezahlbar gelten, schaut man sich die inflationär wirkenden Preisschilder der ansonsten in den Hifi-Magazinen getesteten Probanden an. Besonderheit bei diesem internen Vergleichstest ist, dass es sich ausschließlich um Phono-Vorstärker für Moving Magnet-Systeme (MM) handelt.
Als Basis dient einer meiner Lieblings-Plattenspieler ob seines überragenden Preis-/Leistungsverhältnisses. Es ist der Pro-Ject Xperience SB als SuperPack, aber wie immer aufgebohrt mit dem Ortofon 2M Black als Rundum-glücklich-Maschine schlechthin.
Und wie kann man besser derart subtile Klangunterschiede feststellen als mit mit einem Kopfhörer der Superlative, nämlich des Flaggschiffes Stax SR-009 am dazugehörigen Röhrenspeiseteil SRM-007t II des Spezialisten für elektrostatische Kopfhörer weltweit?
Ganz einfach: gar nicht!
Diese Anlage in der Übersicht:

Anlage 3 an den Bamberger Analog-Tagen am 4. und 5. Dezember 2015
Wo? Großer Vorführraum auf Audium Rack
Plattenspieler Pro-Ject Xperience SB SuperPack mit Ortofon 2M Black        1.645,00 €
Kleinsignalkabel Pro-Ject RCA-CC          115,00 €
Phono-Vorverstärker 1. analogis Résumé          444,00 €
Phono-Vorverstärker 2. Trichord Diablo          745,00 €
Phono-Vorverstärker 3. Croft RIAA S        1.200,00 €
Kleinsignalkabel Goldkabel Black Edition          380,00 €
Kopfhörer-Verstärker Stax SRM-007t II        2.925,00 €
Kopfhörer Stax SR-009        5.000,00 €

Große Ereignisse werfen ihr Licht voraus #2: Analog-digitale Anlage der Analog-Tage 2015

Wir haben ja schon einmal bewiesen, wie man den analogen Gedanken vermeintlich pervertieren kann, ohne dabei wenigstens klanglich das Gesicht zu verlieren, indem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt mit dem Transmitter eines der technologisch immer noch führenden Drahtlos-Lautsprecher-Systeme, nämlich Dynaudios XEO 4, verbunden haben.

Doch nun setzen wir diesem Gedanken noch eins drauf, um nicht zu sagen die Krone. Denn seit wenigen Wochen ist der neue Musik-Server (englisch: Music Server) entotem Plato verfügbar. Diese Zentrale für das komplette Datenarchiv, also für Musik, aber auch für Bilder und Filme, kann wohl als erstes Gerät des Weltmarktes auch Schallplatten digitalisieren und dabei mit allen Tags, also mit allen Auszeichnungen eines Datenbestandes mit zusätzlichen Informationen wie Interpreten, Titel, Spielzeiten und auch Cover versehen. Das war bisher eine elende und damit eigentlich komplett unnötige Schinderei, von der wir allen Digitalisierungswilligen dringend abgeraten haben. Nun funktioniert das mehr als zufriedenstellend. Und das werden wir beweisen!

Als Quellgerät wird der an anderer Stelle bereits als Wenigstens-Deutschland-wenn-nicht-sogar-Weltneuheit vorgestellte Pro-Ject RPM 5 Carbon eingesetzt. Und da der entotem Plato sogar über einen anpassbaren Moving Coil-Eingang verfügt, ist auch der Anschluss kein Problem.

Diese Anlage der Superlative wird wieder durch einen Lautsprecher von Dynaudio, diesmal eine Etage höher als XEO, klanglich dargestellt. Wir verwenden hier gerne und nicht nur an den Bamberger Analogtagen 2015 die Focus 200 XD, die diesen Raum souverän mit ihrem tollen und niemals nervigen Klang füllen wird.

Hier sehen Sie die in der Anlage 2 verwendeten Komponenten im Überblick:

Anlage 2 an den Bamberger Analog-Tagen am 4. und 5. Dezember 2015
Wo? Kleines Vorführstudio auf Audium Rack
Plattenspieler Pro-Ject RPM 5 Carbon         1.375,00 €
Kleinsignalkabel Pro-Ject RCA-CC             115,00 €
Phono-Vorverstärker enTotem Pluto (Universal-Medien-Center)        4.800,00 €
Funk-Übertragung Dynaudio Transmitter            250,00 €
Lautsprecher Dynaudio Focus 200 XD auf Dynaudio Stand 3X        4.950,00 €

Nobel-MM mit Zubehör Part 2 von 1002 und eine Übersicht

Da MM ja eine innige Beziehung zu MM aufgebaut hat, werden jetzt die jeweiligen Spitzentonabnehmer der vier vom FLSV angebotenen MM-Tonabnehmersystem-Hersteller für die Testzwecke hier vor Ort bevorzugt aufgebaut.

Den Anfang macht das opulent klingende MP500 von Nagaoka, die anderen Top-Abtaster von audio-technica, Grado und Ortofon folgen in Bälde. Und einen dieser Tonabnehmer, nämlich das Ortofon 2M Black, wird es ebenfalls in kurzer Zeit je einmal mit Standard-Headshellkabel und eben mit angemessener Verkabelung geben, damit man auch diesen Vergleich anstellen kann! Wir sind uns sicher: Den klanglichen Unterschied kann man hören, zumal es sich ja an dieser Stelle der Wiedergabekette noch um ein besonders empfindliches Signal handelt.

Und weil wir gerade dabei sind, gibt es ab sofort auch eine Liste der derzeit lieferbaren und auch vorführbaren MM-Systeme.

Ja, Sie haben es richtig erkannt: Zählen kann ich auch. Auch, dass ein mögliches Ende beim Zubehör nicht abzusehen ist. Diese Gattung sprießt ja weiter fröhlich vor sich hin, denn jeden Tag steht irgendwo einer auf und erfindet den totalen Absorber oder das absolute Kabel mal eben neu und stellt alles Dagewesene in den Schatten. Sie müssen nur mal auf die High End an diesem Wochenende gehen, da sehen Sie Hersteller, deren Namen Sie bisher noch nie gelesen haben und auch vielleicht nie mehr lesen werden!

MM-Marathon vorerst beendet

Anlässlich des letzten Treffens der GenussHörer wurde die vorerst letzte Stufe des MM-Marathons gezündet und dabei weit über 20 verschiedenen Tonabnehmer dieses Prinzips im Vergleich vorgestellt.

Es sind dabei vier der führenden Tonabnehmer-Marken großflächig vertreten, nämlich in alphabetical order: audio-technica, Grado, Nagaoka und Ortofon. Die Preispanne reicht dabei von nicht einmal 40.- € bis immerhin 860.- €.

Sollten Sie sich über die beim FLSV verfügbaren MM- und MI-Systeme einen ersten Überblick verschaffen wollen, dann gibt es hierfür auch eine [komplette Liste].

GenussHören, die elfte

Am Samstag, dem 18. April 2015 fand das inzwischen 11. GenussHören-Treffen statt. Zur Erinnerung: Hier treffen sich drei- bis viermal im Jahr Musikbegeisterte im privaten Rahmen, um vorher angekündigte technische Besonderheiten unseres anderen Hobbys (High Fidelity und High End) interessant aufzubereiten und mit Leben, sprich mit Musik zu füllen.
An diesem Abend lag der technische Schwerpunkt diametral zur letzten Veranstaltung, und zwar auf durchgehend analoger Wiedergabe von Schwarzem Gold, vulgo von der guten, alten Schallplatte, dem schon mehrfach totgesagten Medium.

Wer mehr über diese Veranstaltung sehen und lesen möchte, der schaue sich bitte die [Nachlese GenussHören vom 18. April 2015] an.

Neu beim FLSV: Pro-Ject Debut Carbon als limitiertes Sondermodell #2

Das ist das zweite erhältliche Sondermodell. Das Design des Modells „Frida“ ist dem Cover des neuen Albums „Clap Your Hands“ von Parov Stelar nachempfunden und zeigt die weltberühmte Künstlerin Frida Kahlo.

Neu beim FLSV: Pro-Ject Debut Carbon als limitiertes Sondermodell #1

Neu und wahrscheinlich auch nicht allzu lange beim FLSV, da als Limited Edition aufgelegt, sind die beiden Sondermodelle eines Debut Carbon DC, die der österreichische Musiker und Künstler Parov Stelar für Pro-Ject entworfen hat.

Das Design des Modells „Wave“ wurde im Style der Cover Designs von Parov Stelar gehalten.

Sind „Frida“ und „Wave“ die Sammerstücke von morgen?

Der erste Beweis: Die PnP-Serie von Ortofon

Als erste Tonabnehmer für den Vergleich von Moving Magnet-Tonabnehmern beim FLSV einsatzbereit sind die nicht nur bei Pro-Ject-Fans beliebten Tonabnehmer aus Ortofons 2M-Baureihe, die wie dort üblich nach Farben qualitativ sortiert sind. Vom famosen Einsteiger-System 2M Red, über das 2M Blue, meinem Gehimtipp beim Verhältnis von Preis zu Leistung, dem 2M Bronze und dem 2M Black mit Shibata-Nadelschliff, beide besonders geeignet auch für eher leichtere Tonarme, gibt es einen Reigen von 100.- € bis immerhin 600.- €, den es zu erforschen gibt.

Und somit werden es doch eher 16 als 12 MM-Tonabnehmer, die Sie hier vor Ort im Vergleich hören können.

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