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Gestern im Rundfunkmuseum: Der Rapport

Das allerschönste Herbstwetter am gestrigen 14. Oktober 2018 hat wohl den Erfolg der nun schon 4. Veranstaltung der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur maßgeblich bestimmt. Wie ist denn sonst der große Zulauf bei einem solchen vermeintlich altbackenem Thema wie „Das Tonband: Renaissance einer analogen Faszination“ zu erklären? Etwa durch die beiden informativen und dennoch kurzweiligen Fachvorträge?

Michael Müller hält den Vortrag, Andreas Sandreuther die Maschine an.

Durch die schöne Location Rundfunkmuseum der Stadt Fürth samt kompetenter Führung durchs Haus?

Das Rundfunkmuseum der Stadt Fürth von der Nordseite aus gesehen.

Die superschönen Exponate zum Thema?

Technische Meisterwerke ihrer Zeit und auch heute noch Ikonen ihrer Art: Tandberg TD10X und ReVox A700

War es der tolle Auftritt des Orchesters, das sich nach einem Isländischen Vulkan benannt hat?

Christiane Wild und Ruslan Reschetnikov alias Eyjafjallajökull Orchester in Aktion; im Hintergrund Andreas Sandreuther am Mischpult

Oder war es am Ende gar das sympathische Organisatoren-Team?

Museumsleiterin Frau Jana Stadlbauer und federführender Organisator der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur Heinz-Peter Völkel vor ehrfurchtsvoll lauschendem Publikum

Oder die Vorfreude auf eine gelungene Aufnahme aufs Masterband, bei der man selbst, wenigstens als Publikum dabei war?

Nach dem Konzert ist vor dem Abmischen: Das Eyjafjallajökull Orchester, Tontechniker Andreas Sandreuther und Abschlussgrußwortspender Heinz-Peter Völkel

Sie sehen, man hatte gestern gar keine andere Wahl, als nach der Wahl zu uns zu kommen.

Und seien Sie gespannt, was uns für die nächste Veranstaltung wieder so alles einfällt!

Jawowarmerdennaweng? #9: Barokksolistene im GNM

Am gestrigen Donnerstagabend spielten 9 Musiker im Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg eine Art Musik, die vielleicht nicht mein Lieblingsgenre innerhalb der so genannten Klassischen Musik abbildet, nämlich Musik aus dem 17. Jahrhundert, also des Barock*. Aber wie so oft, zumindest wenn man sich (nicht nur) in musikalischer Hinsicht offen hält, wird man dann live mehr als überrascht und freut sich, die Scheuklappen abgelegt zu haben.

So auch gestern, als Barokksolistene aus Norwegen unter der musikalischen Leitung von Bjarte Eike ein ganz besonderes Feuerwerk abbrannten. Um was es dabei ging, zitiere ich gerne aus dem Programm des GNM, weil dem niggs hinzufügen ist:

„Als der Puritaner Oliver Cromwell für einige Jahre die Monarchie in Großbritannien abschaffte, blieben die Theater geschlossen. Musik im öffentlichen Raum war in dieser sittenstrengen Zeit verpönt, und die meisten Berufsmusiker verloren ihre Anstellung. Nur noch in den Tavernen durfte musiziert werden – die Grundlage für die berühmte britische Pubkultur. Die arbeitslosen Musiker schlugen sich mit Gigs in den Kneipen durch, das musikalische Niveau von Wirtshausmusik dürfte nie – weder vorher noch nachher – höher gewesen sein.

Das norwegische Ensemble Barokksolistene beschäftigt sich seit Jahren mit der „Ale House Music“ des 17. Jahrhunderts und kombiniert sie bei seinem Konzert in Nürnberg mit den „Greatest Hits“ von Henry Purcell. Der „Orpheus Britannicus“ – wie ihn die Zeitgenossen bewundernd nannten – kannte die Musik der Tavernen bestens: Soll er doch der Legende nach selbst dort gerne seinen Durst gelöscht haben.“

Und durch die besondere, die üblichen genregrenzen aufbrechende Aufführung, die viele Facetten des menschlichen Lebens einbezog, durch wunderbare Solisten in einem Team, das sich blind auf seine Mitspieler verlassen kann, war die Show gerade im zweiten Teil nach Pause einen Augen- und ein Ohrenschmaus der Sonderklasse! Und von allen Musikern, die alle ihre besonderen Soli mit Bravour spielten, muss ich zum einen die Moderation von Bjarte Eike und zum anderen den überirdischen Sopran von Berit Norbakken Solset besonders hervorheben.

Jedenfalls hat es nicht nur mir und uns besonders gut gefallen, denn auch das Publikum, das zur kräftigen Mitarbeit angeleitet wurde und der Aufforderung unmittelbar Folge leistete, hat getobt.

Leider war nach der dritten Zugabe Schluss. Aber wer die Möglichkeit hat, sich dieses Spektakel mal live anzusehen, der muss da hin!

*Rockmusik aus Bamberg ist hier nicht gemeint. Das meint zumindest der Hifi-Dealer Ihres Vertrauens aus Bamberg.

Kurzes Résumé von Round 2 der Bamberger Analog-Tage 2016

Nachdem es jetzt auch in den Printmedien und erst recht in deren Online-Ausgaben bis hin zum Veranstaltungskalender National* der High End Society kundgetan wurde und somit eigentlich alle Hifi-Interessierten informiert gewesen sein sollten, war auch der Zulauf in dieser zweiten Runde der Bamberger Analog-Tage 2016 am vergangenen Wochenende deutlich höher als eine Monat zuvor in Runde 1. Das hat mich sehr gefreut, denn es steckt ja auch eine Menge Arbeit und anderer Aufwand in der Organisation und Ausführung einer solchen Veranstaltungsreihe.

Danke für den tollen Besuch! Besonders gefreut hat mich der Besuch des Schweinfurter Fan-Clubs am Freitag genauso wie der Besuch der Nürnberger Club-Fans am Samstag.

Ich danke ganz besonders den beiden Vertretern der Vertreter-Zunft, nämlich Frank Schick vom High Fidelity-Studio,

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Frank Schick mit AMG Giro (links im Bild) und Walter R. aus B.

der den AMG Giro samt Tonarm und Tonabnehmersystem im High End-Kino einstellungstechnisch perfekt auf den Punkt gebracht hat, sowie Alan Bachmann von DALI Deutschland, der mit seiner bekannten Begeisterungsfähigkeit die große Anlage im Großen Vorführ-Studio (#2: Das große Besteck) Musik in allen Schattierungen dargestellt hat, ohne dabei die Technik allzu sehr in den Vordergrund gerückt zu haben. Bei ihm – wie beim FLSV auch – steht nämlich die Musik und die Emotionen, die sie auslösen kann, und nicht die Technik im Vordergrund. Diese sollte eigentlich selbstverständlich sein. Mittelmäßig oder belanglos darf sie wiederum aber auch nicht sein. Aber dafür sorgen wir ja schon im Vorfeld.

Im Kleinen Vorführstudio verblüfften die beiden Drahtlos-Systeme, auch wenn die Blauzahn-Variante bestimmt noch steigerungsfähig sein wird. Aber was der Pro-Ject The Classic bis hin zur Dynaudio Focus 200 XD klanglich hervorbrachten, das ist tatsächlich schon fast keine Zukunftsmusik mehr, sondern State of the Art in diesem Segment!

So können Sie gespannt sein, was es in Round 3 nächsten Monat neben den vielen neuen alten Schallplatten, die extra für diesen Anlass hier drapiert werden, zu sehen und vor allem auch zu hören sein wird. Ich bin es jedenfalls schon. Und weil es eben Klassik-Schallplatten sein werden, die hier tonnenweise angeboten werden, bietet sich doch eine echte Vintage-Anlage an, oder nicht? Material hierfür ist zumindest reichlich vorhanden.

Und Round 4 wird ein Mega-Event, das darf ich an dieser Stelle schon ein einmal verraten!

*Hier waren wir übrigens die Allerersten, die aufgelistet wurden!

 

Die 1. Bamberger Kopfhörer-Tage

Die 1. Bamberger Kopfhörer-Tage finden am 14. und 15. November 2014, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr in den stadt- und landkreisbekannten Räumlichkeiten statt. An diesen beiden Tagen werden neben dem regulären Sortiment, das ja bereits das umfassendste seiner Art in Nordbayern sein dürfte, noch etliche außergewöhnliche Gerätschaften ‚aufgefahren‘. So bekommen wir zum Beispiel den ganz großen Luxman Kopfhörer-Verstärker P-700u zur Verfügung gestellt.

luxman-p-700u

Wenn Sie das Programm zu den Bamberger Kopfhörer-Tagen 2014, die mit Sicherheit nicht die letzten gewesen sein werden, in bebilderter Hülle und noch ausführlicher Fülle lesen möchten, dann sind [hier] die Anregungen für den weihnachtlichen Gabentisch in Sachen High Fidelity und High End schon mal von MM versteckt!