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Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #3: Hegel H150

Die Palette der Streaming-fähigen Vollverstärker wächst und wächst, nicht nur, aber auch und erst recht beim FLSV in Bamberg. Aber die meisten können, weil sie eher rein digital bis gerade mal so analog ausgerichtet sind, kein Phono. Auch der Vorgänger des hier vorzustellenden Hegel H150, also der immer noch lieferbare Hegel H120, konnte nur analoge Hochpegel-Quellen, digitale Quellen inklusive externer Soundkarte (👍) sowie Streaming verwalten.

Aber Hegel hat ja für den Betrieb eines Plattenspielers seit einiger Zeit eine richtig gute und auch noch halbwegs bezahlbare Phono-Vorstufe im Programm. Das ist der(Hegel)die(Phono-Vorstufe)das Hegel V10, welche ich auch schon häufiger in diesem Blog genannt habe, zu allererst hier und zuletzt hier.

In anderen Set-ups sinnvoll ausgestattet, beim Hegel 150 aber nicht nötig: Die Phono-Vorstufe Hegel V10

So bietet es sich also geradezu an, diese Schaltung ohne das separate und besonders aufwändige Gehäuse und ohne das sehr spezielle Netzteil einfach in einem der Vollverstärker zu verbauen*. Somit wird dieser neue Verstärker zum Quasi-Sonderangebot, wenn Sie mal auf die Summe der jeweiligen Einzelpreise schauen, sprich auf Hegel H120 plus V10 plus hochwertiges Verbindungskabel.**

Neu sind beim Hegel H150 im Bild links der Phono-Eingang und weiter rechts die USB A-Buchse für Speichermedien.

Die restlichen und auch klanglich besonderen Qualitäten aller Hegel Verstärker erspare ich mir hier an dieser Stelle zu nennen. Diese setze ich als allgemein gültig schlicht und einfach voraus.

Ein Teil des kontrollierten Klangs aller Hegel Verstärker ist der stets sehr üppig dimensionierte Netztransformator.

Vorgemacht hat das Ganze übrigens der Hegel H190v, also eine Etage höher. Somit besteht noch berechtigte Hoffnung, dass dieses Schicksal auch den anderen Vollverstärkern dieses norwegischen Herstellers ereilt.

Zwei weitere Fortschritte gibt es noch auf der digitalen Ebene zu vermelden, denn der Hegel H150 kann zum einen auch Flash-Speicher wie USB-Sticks und externe Festplatten verwalten. Zum anderen ist inzwischen auch Qobuz Connect möglich.***

Eine schlichte, aber völlig ausreichend dimensionierte Fernbedienung ist im Lieferumfang enthalten.

Kann es sein, dass dieser optisch schlichte, aber überaus feine Vollverstärker die Zentrale einer der bei den BAAT 2026 vorzuführenden Ketten sein wird? MM, mache es halt nicht so spannend!

Luxus-Umgebung zum Einspielen des neues Spielzeugs von Hegel: DALI Epikore 7

Übrigens: Wer noch einen richtig guten Vollverstärker mit all den soeben genannten und bekannten Qualitäten sucht, aber eben keinen Plattenspieler betreibt, dem kann ich noch je einen weißen und einen schwarzen Hegel H120 recht lukrativ anbieten. Noch günstiger wird diese Offerte in einem Bundle mit einem Paar Lautsprecher, die diese enorme Kontrolle goutieren.

* Phono als Option gibt es zum Beispiel bei den Vollverstärkern von Exposure schon lange. Auch hier ist wie beim Hegel H150 das Preis-/Qualitätsniveau für die Einsteck-Variante schlicht und ergreifend überragend, mal abgesehen davon, dass man sich einen weiteren Platz in der Steckerleiste als auch lange Signalleitungen erspart. „Ach, die kosten wohl auch ein Geld?“

** Tatsächlich kann man am Hegel H150 nur Moving Magnet- oder sogenannte High Output-Tonabnehmersysteme verwenden. Reine Moving Coil-Abtatster scheiden also aus, zumindest dann, wenn man nicht noch zusätzlich einen Übertrager anschaffen möchte. Aber anders als in längst vergangenen Zeiten ist dies bis zu einer sehr hohen Preis-Schwelle kein Nachteil mehr. Nicht umsonst ist ja MM ein Fan von MM.

*** Qobuz Connect bedeutet, dass man nicht auf die App des Hegel, sondern direkt auf die App von Qobuz geht, um sich dort seine Musik auszusuchen. Dort wählt man dann rechts unten im Display den Hegel H150 als Player aus und schon kann es losgehen. Wir gehen einfach mal davon aus, dass Qobuz die bessere, weil intuitiver zu bedienende und deutlich übersichtlichere Bedienoberfläche bietet. Das gilt aber mit Ausnahme von Roon so ziemlich für alle Anbieter von Streaming-fähigen Geräten!

Intermezzo 2: Was gibt es denn so an Streaming-Verstärkern in der 7K€-Klasse beim FLSV in Bamberg?

Auch wenn es zu den Bamberger Anti-Analog-Tagen im März 2025 noch nicht geklappt hat, ist nun auch die zum großen Streaming Client DMP-A10 von Eversolo passende Stereo-Endstufe eingetroffen. Sie hört auf den Namen AMP-F10 und kommt mit klassischer A/B-Schaltung anstelle der gerade so modernen Class D-Typologie daher.

„Auch einer schöner Rücken kann entzücken.“, sagt der Volksmunk. Hier sehen Sie alle Optionen auf einen Blick.

Dass das Dingens richtig schwer ist, kann man schon von Weitem erahnen. Leistung richtig satt könnte die Endstufe deswegen wohl auch bieten, oder? Richtig! Und sie passt Design-technisch super zum Streamer.* Und dass diese Endstufe auch noch so richtig gut klingt, darf man einfach unterstellen oder als Bedenkenträger diesen Artikel lesen. Holger Barske als verantwortlicher Testredakteur sah sich in seinem Fazit sogar gezwungen, den Eversolo AMP-F10 als „ultimative(s) Endstufen- Sonderangebot“ zu bezeichnen!

Der Hegel H400 eignet sich optisch defintiv nicht zum Angeben. Aber nur so lange Sie ihn nicht einschalten und mit Qobuz bespielen.

Der Gegenentwurf dazu ist der Hegel H400, der bei den Bamberger Analog-Tagen im letzten Dezember seine Premiere beim FLSV gefeiert hat. Hier ist alles in einem Gehäuse untergebracht, man benötigt nur ein Netzkabel und auch keine teuren Verbindungskabel zwischen den Geräten. Für das hier gesparte Geld muss man sich aber zwingend ein eiPädd** oder ein flaches Arbeitsgerät, eben ein Tablet, kaufen, damit der Hegel H400 überhaupt in seiner Kernkompetenz, dem Streaming, zu bedienen ist.

Sollten Sie ein Tiny House beschallen wollen, hätten wir einen superben Tipp für Sie: Mytek Brooklyn Brigde II und Amp+

Noch gegenentwürfiger ist wieder eine Pre Amp-/Main Amp-Kombination, diesmal pro Einheit in etwa halb so breit und halb so tief und auch nur halb so hoch. Wer mitgerechnet hat, kommt auf etwa ein Achtel des Volumens eines einzelnen Eversolo oder eines Hegels beziehungsweise auf ein Viertel in der Kombination aus Mytek Brooklyn Bridge II und Brooklyn Amp+. Beide Geräte wurden bereits hier vorgestellt. Aber warum ist denn diese Verbindung in mancher Hinsicht den beiden Kombattanten sogar formal im Vorteil?

Zusammen sind die beiden Myteks so breit wie eine Standard-Komponente, auch wenn sie an Ausstattung doppelt so viel bieten.

MM macht es mal wieder spannend, denn so soll der interessierte Interessent einfach in die Innere Löwenstraße zu Bamberg gelockt werden, um die vielen differenzierenden Feinheiten der drei möglichen Wettbewerber um die letzte Anlage fürs Leben aufgezeigt zu bekommen. Und glauben Sie es: Für jeden dieser tollen Mitstreiter gibt es mehr als nur ein Argument, um sich von den Kollegen abzusetzen.

* Nur so mal nebenbei bemerkt: Man muss die Geräte nicht wie auf den Bildern auf der Eversolo-Webseite und auch hier bei den News zu sehen, aufeinander stellen, sondern so passen genauso auch nebeneinander.

** Ostern ist nahe!