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Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Finale #6: The Making of

Was dauert länger: Die möglichst fehlerfreie Planung oder die Durchführung der hoffentlich bis dato möglichst fehlerfreien Planung? In diesem Fall bestimmt die Planung, da diese sich parallel mit einer anderen Grundsatzentscheidung fürs High End-Heimkino des FLSV gekreuzt hat, sodass beide nun parallel als auch kreuzweise nutzbar werden. Aber dazu später mehr und ausführlich. Jedenfalls hat es eine ganze Weile gedauert, bis der tatsächliche Bedarf an Komponenten und Zubehör für diese spannende Geschichte vollständig ermittelt wurde. Aber da alle benötigten Teile aus nur vier Händen stammen, gab es außer bei der Besorgung des Doepke Fehlerstromschutzschalters eigentlich keine bis gar keine Reibungsverluste*.

Was bisher geschah:

In der Einleitung #0 wurde das Konzept des neuen Stromlaufplans für unser High End-Heimkino erörtert und die Zielrichtung formuliert.

Im Beitrag #1 ging es dann los, und zwar ganz von vorne. Nämlich am Sicherungskasten mit dem High End-Fehlerstromschutzschalter (FI) von Doepke über die Sicherungen von der Firma audiophile hifi-produkte (AHP) bis zu den noblen Wandsteckdosen. Hier gibt es auch nicht viel von meiner Seite aus zu erzählen, denn solche Arbeiten delegiere ich ganz eindeutig an einen Fachbetrieb, der dazu nicht nur befähigt ist, sondern auch befugt. In meinem Fall war das die Firma Weichlein Electronic aus Burgebrach in Person des Meisters Otto.

Im Teil #2 wurde der DC-Blocker von Supra Cables vorgestellt. Auch hier gibt es nicht viel zu tun außer samt Zuleitung erwerben und anschließen, fertig ist dieser Abschnitt und fertig gemacht wurde damit der Gleichspannungsanteil im heimischen Netz.

In Part #3 wurde die Sinus-Kurve der Netzspannung symmetriert, um mögliche Einflussfaktoren von außen gleich an der Wurzel zu packen. Auch für den Keces BP-600 gilt das für den DC-Blocker von Supra Cables Gesagte: Kaufen, dabei nicht die drei Netzkabel vergessen und sich einfach nur freuen!

Im vorläufigen Schlusspunkt # 5 wurde die Bedeutung eines kleinen, aber dennoch klangrelevanten Zubehörs besprochen. Es ging um die Geräte-Feinsicherung, die merkwürdigerweise bei den meisten High End-Herstellern sträflich vernachlässigt wird.

Ich könnte Ihnen nun Wort- und Bilder-reich die klanglichen Fortschritte beschreiben, die alle beschriebenen Maßnahmen mit sich gebracht haben. Mache ich aber nicht. Denn ein klassischer A/B-Vergleich ist in diesem Fall, der sich doch über mehrere Zeiteinheiten hin- und herzog, schier nicht zu bewerkstelligen. Aber wenn man sich einfach den logischen, also den folgerichtigen Grundsatz nochmals und fast schon Mantra-mäßig vorsagt, dass das High End-Gerät als solches gerne ideale Bedingungen sieht, um zur klangvollendeten Form auflaufen zu können, dann fängt das halt mal mit der Spannungsversorgung anAusrufezeichenundnochmalsAusrufezeichen

Hobbala, fehlt da nicht doch noch die Folge #4? Ging es da nicht sogar um die Steckdosenleisten und die Netzkabel? Wie sagte schon Schlehmihl aus der Sesamstraße: Genau! Und genau diese Folge #4 wird, weil man eben selbst ein wenig Hand anlegen kann, an dieser Stelle als The Making Of ausführlich beschrieben. Denn hier kann man wenigstens die Zutaten für die benötigten Netzkabel komplett beim FLSV erwerben und so Kabel in der vor Ort benötigten Länge anfertigen. Dass man dabei auch ein paar Euronen sparen kann, sei nur am Rande bemerkt, da man ja die Arbeitszeit anderer Leute und auch die Verpackungen nicht mit bezahlen muss. Aber bitte trauen Sie sich das nur zu, wenn Sie auch über geeignetes Werkzeug verfügen. Hier ist die weiter unten abgebildete Crimp-Zange aber das einzige Werkzeug, das nicht zwingend im häuslichen Werkzeugkasten vorhanden sein muss. Also legen wir los!

Im obigen Aufmacherbild sieht alles noch so harmlos aus, denn so schön geordnet in einem mittelgroßen Versandkarton kann man höchstens erahnen, wie viel Arbeit auf MM zukommen wird. Aber nach dem Auspacken und dem Ausbreiten der bereits nach tatsächlichem Bedarf vorgeschnittenen Netzkabel ist das schon ein wenig ersichtlicher. Zum Glück ist draußen Schmuddelwetter, so dass Heimarbeit in Akkord angesagt ist.

12 Kabel werdet ihr sein! Supra Cables LoRad Netzkabel 2.5 SPC samt aller Stecker und benötigtem Werkzeug

Einen Teil der nun folgenden Arbeit kann man in vermeintlichem Stumpfsinn erledigen. Alleine das Auspacken und Aufschrauben aller Stecker und Kaltgerätekupplungen samt deren Schrauben zur Fixierung der Kabel dauert etwa eine halbe Stunde, vielleicht sogar echte dreißig Minuten. Aber dennoch ist volle Konzentration stets der beste Begleiter! Und spart unterm Strich auch noch viel Zeit.

Zum Glück fehlt nichts. Und gleich geht’s los mit dem Schneiden, Abisolieren, Crimpen und Verschrauben.

Auch an alle Kleinigkeiten wurde gedacht, zumal sie Vorschrift sind. Aber schrauben Sie mal Stecker so genannter High End-Netzkabel nicht nur dubioser Herkunft auf. Da werden Sie sich wundern, dass man hier sehr häufig auf Aderendhülsen verzichtet, weil die Kabel einfach zu dick sind und/oder die Stecker zu klein.

Pflicht bei Netzkabeln: Aderendhülsen
Sauber verwahrt und richtig fest angezogen: So muss Kontakt!

Wissen Sie, warum ich genau diesen Typ Schuko-Stecker und Kaltgerätekupplung für meine Arbeit ausgesucht habe und nicht ein Produkt der vornehmlich japanischen Marktbegleiter? Weil mir diese beiden Typen von Supra Cables Lebensjahre geschenkt haben, denn sie sind so schnell und unkompliziert zu konfektionieren wie kein anderes Modell! Wenn ich zum Beispiel heute die Stecker und Kupplungen von den anderen bekannten Szene-Größen verwendet hätte, würde ich immer noch dasitzen und mich über unendliche Gewindegänge an viel zu dünnen Schrauben ärgern. Auch das Belohnungsbier läge da noch in weiter Ferne. Vielleicht sind die Supras keine echten Schönheiten mit Carbon-Blimblim, aber so grau in grau hat doch schon auch Stil, finden Sie nicht auch?

Fertig in Rekordzeit: gesammelte Werke für die Neuinstallation der Spannungsversorgung im High End-Heimkino

Nun folgen noch ein paar anschauliche Bilder der verwendeten und in allen Episoden dieser Artikelreihe beschriebenen Aggregate, nachdem diese endlich ihren endgültigen Platz gefunden haben und auch richtig angeschlossen wurden, aber vor allem, wie sie im High End-Heimkino gut versteckt ihren Dienst verrichten werden.

Aber anders als im richtigen Film geht es hier nicht nach der alphabetical order, sondern von rechts nach links:

High End-Netzwerk-Switch Silent Angels Bonn M8 mit diversen CAT8-Kabeln von Supra Cables
Zusatznetzteil Silent Angel Forester F1 für den Netzteil-Switch Bonn M8 mit Supra Cables DC-Blocker
Netzsymmetrierer Keces BP-600 mit standesgemäßer Verkabelung
Den komfortablen Längen der Netzkabel geschuldeter und nur vermeintlicher Kabelverhau direkt hinter dem Rack.

Zum Glück sieht man nach getaner Arbeit von den Sitzgelegenheiten aus nicht das wilde Durcheinander, das Sie auf dem Titelbild dieses Finale #6: The Making of hoffentlich nicht abgeschreckt hat, sondern nur die Lautsprecher vor einer neutralen Leinwand.

Die ansonsten schalldurchlässige Leinwand vor dem Rack vor blickdichtem Samtvorhang vor dem praktischen Regal

Am Schluss, wenn dann alles auch noch angeschlossen ist und der Vorhang gefallen ist und sogar wieder und auch noch alles ordnungsgemäß funktioniert, denkt man: War doch alles gar nicht so schlimm! War es auch nicht, Sie müssen nur Ihre innere Sauhündin überzeugen, dass hier auf diesem Spannungsfeld die wichtigste Grundlage für eine zufriedenstellende Hifi- oder High End-Anlage zu legen ist und nicht bei noch einem neuen Gerät und noch einem anderen Cinch- oder gar Lautsprecherkabel! Denn hier werden nur Symptome behandelt, aber niemals die wahren Ursachen! Und das Angenehme an dieser Geschichte um reinen Strom ist, dass man alle beschrieben Einzelschritte auch nach und nach erledigen kann, was ganz eindeutig den Geldbeutel nicht überstrapazieren wird. Und außerdem gibt es in diesem ganzen Zyklus keinen einzigen Punkt, egal, mit was man beginnt oder fortfährt, an dem sich die klangliche Performance verschlechtern wird!

Es bleibt spannungsgeladen, zumindest beim FLSV in Bamberg!

P.S.: Wenn Sie sich fragen, warum hier die Netzwerk-Anbindung mit kaum einem Wort erwähnt wurde, obgleich sie ständig abgebildet wurde: Gemach! Denn wie bei allen fimischen Blockbustern gibt es auch beim NEWS-Blog des FLSV die Möglichkeit zu einer Fortsetzung. Coming soon!

*Dieser wird in Zukunft nicht mehr bestehen. Hier lag es nur an der Erstbestellung mit all ihren Hürden.

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, vorläufiger Schlusspunkt #5 : die Geräte-Feinsicherung

Machen wir es wie die Bedienungsanleitungen heutzutage und fangen mit den Sicherungs-, äh mit den Sicherheitshinweisen an: Wenn Sie für ein solches Geräte-Tuning aufgeschlossen sind und auch dem kleinsten Detail Ihre volle Aufmerksamkeit schenken, nämlich der Geräte-Feinsicherung, dann probieren Sie es am besten an einem Gerät aus, für das keine Garantie oder Gewährleistung mehr besteht. „Warum denn? Wenn man denselben Wert bei der Ersatz-Sicherung einsetzt, dann wird doch wohl nichts passieren.“, wird hier Ihre berechtigte Frage lauten. Aber wenn dann doch selbst an anderer Stelle etwas passiert, könnte es teuer für Sie werden, zumindest wenn Sie für diesen Eingriff das Gerät öffnen müssten (siehe unten).

Für alle nachfolgenden Tipps und Maßnahmen ziehen Sie bitte* zuerst den Netzstecker des zu behandelnden Gerätes. Warten Sie lieber eine Viertelstunde, bis sich alle Kondensatoren im Gerät entladen haben, bevor Sie anfangen. Bei einigen Geräten finden Sie die Netzsicherung bereits auf der Geräterückseite. Entweder handelt es sich um eine runde, mit einer Feder bestückte Fassung, die Sie mit einem mittleren Schraubendreher herausnehmen können oder um eine rechtwinklige, schwarze Schublade direkt beim Kaltgeräte-Einbaustecker. Auch hier hilft wieder ein kleiner Schraubendreher, um das Fach am vorbereiteten Schlitz herauszuhebeln. Die innere Sicherung, falls Sie gleich zwei Sicherungen sehen sollten, ist die in leitender Funktion, während die äußere nur zu Ersatzzwecken eingesetzt wurde.

Sicher ist sicher: die Feinsicherung von PADIS mit 10 Ampere in der Mehrfach-Steckdosenleiste von Supra Cables

Ansonsten müssen Sie nun den Deckel abschrauben. Da in den allermeisten Geräten fast ausschließlich die kleine Bauform der Feinsicherung mit den Maßen 5 x 20mm eingesetzt ist, finden Sie die einfachen Glasscherungen bestimmt gleich. Diese können nicht nur bei der direkten Spannungsversorgung in offenen Sicherungshaltern eingesetzt sein, sondern sich auch auf der Audio-Platine befinden. Viele Hersteller schützen ihre Schaltung lieber so, als es einer elektronischen Überwachung anzuvertrauen. Nehmen sie Ihren kleinen Schraubendreher und hebeln Sie vorsichtig die Sicherung an einer der äußeren Kappen nach oben. Nach der Entnahme können Sie den verwendeten Wert auf einer der äußeren Hüllen ablesen. Bitte verwenden Sie für die Ersatzsicherung stets GENAU diesen dort eingeprägten Wert!*** Achtung an dieser Stelle: Sicherungen nicht vertauschen, sollten mehrere Sicherungen verbaut worden sein! Verwenden Sie ab hier einen Gummi- oder engen Baumwollhandschuh, wenn Sie die neue Feinsicherung auspacken und in Ihr Gerät einsetzen. Dadurch vermeiden Sie die zwangsläufige Korrosion der aus Reinkupfer oder Silber gefertigten Endkappen.

Eine der (relativ) preiswerten Optionen, die PADIS Feinsicherung für 22.- €

Apropos verwendetes Material und angewandte Technik: Die High End-Feinsicherungen haben allesamt keinen Glaszylinder, sondern verwenden einen aus Keramik. Auch sind diese Feinsicherungen gefüllt, um auch so Resonanzen des eigentlichen Drahtes, der im Schadenfall durchbrennt, möglichst gering zu halten. Hier reicht die Spanne von feinstem Quarzsand über spezielles Granulat bis hin zu Bienenwachs samt Umhüllung mit einem Gel! Dass allerdings manche Typen eine Laufrichtung vorgeben, wie man sie einsetzen soll, erschließt sich mir bei der abzusichernden Wechselspannung (noch) nicht. Da erscheint sich mir die kryogenische Behandlung der audiophilen Feinsicherung, also das Einfrieren bei knapp 200 Minusgraden zur Materialentspannung, schon eher als eine Klanggewinn bringende Maßnahme.

Auch Feinsicherungen müssen eingespielt werden.

Jetzt wird das Gerät wieder zusammengeschraubt, wobei keine Schraube übrigbleiben sollte. Versuchen Sie sich nun noch an den letzten Klangeindruck Ihrer heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) ohne dieses Tuning zu erinnern. Dann schalten Sie Ihr Gerät ein und hören Sie genau hin und zu. Wahrscheinlich bis bestimmt werden die größten klanglichen Fortschritte bei dem beziehungsweise den transistorisierten Verstärkern** am größten sein, weil sich hier unter anderem der Dämpfungsfaktor, der wegen der nun kleineren internen Verluste, die ja jeder Verstärker irgendwie aufweist, vergrößert. Da es aber auch in den restlichen Geräten der HMWA immer um besseren Stromfluss geht, tauschen wir in unserer radikal angelegten Neuinstallation des High End-Heimkinos alle Sicherungen aller verwendeten Gerätschaften aus. Das fängt beim DC-Blocker von Supra Cables an, überspringt den Keces BP-600, der keine Feinsicherung benötigt, geht weiter über die verwendeten Steckdosenleisten wiederum von Supra Cables (siehe oben) bis hinein in jedes der Geräte, die sich ansonsten im Rack hinter der Kinoleinwand verstecken.

Besonders ruhig dank Bienenwachs plus Gelummantelung

Ja, es ist immer wieder verwunderlich, was dieser kleine Eingriff doch für akustische Folgen hat! Probieren Sie es einfach mal aus, denn der finanzielle Einsatz ist im Verhältnis zum klanglichen Zugewinn relativ bis ziemlich sicher absolut gering. Da müssen Sie bei anderen Maßnahmen, egal ob Tuning oder Gerätetausch, deutlich tiefer in die Tasche, die ja eher ein Beutel des Geldes ist, greifen.

Die günstigste Alternative beim FLSV: AHP für 20.- €
Die teuerste unter den Sicherungen: Audio Magic für 300.- €!

Der FLSV hält in allen gängigen Werten Sicherungen von AHP und PADIS vorrätig, bietet aber auch gängige Werte der Supreme³-Sicherungen von hifituningprodukte an.

Kaum zu glauben, dass der Gesamtwert des Inhalts dieser Holzschachtel deutlich über 2000.- € beträgt.

Säßen wir hier bei hölzernen Schreinerarbeiten zusammen, müsste es wohl heißen: Es bleibt spanend, zumindest beim FLSV! Aber da wir uns in dieser Artikelreihe mit dem Stromfluss im Allgemeinen und fürs High End-Heimkino des FLSV zu Bamberg im Spezi****ellen befassen, heißt es doch folgerichtig: Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

Und weil es gerade so spannend ist, bereiten wir dieser Artikelreihe noch eine würdiges Ende. Es wurden nämlich alle bisherigen Arbeits- und Fortschritte entsprechend dokumentiert. Freuen Sie sich also, wenn es wieder heißt: Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Finale #6: The Making of.

*Das ist eigentlich keine Bitte, sondern eher als Befehl zu verstehen!

**Damit können nicht nur Vorverstärker und Endstufe gemeint sein, sondern auch Aktiv-Lautsprecher, die ja die Endstufen verbaut haben.

***Auch wenn Sie sich an diese Vorgabe halten müssen, kommt es gerade bei sehr kräftigen Verstärkern mit hohen Einschaltströmen vor, dass deren Original-Gerätesicherung seeeehr große Toleranzen aufweist und so nicht ganz so schnell auslöst. Die Hifi-Sicherungen sind hier viel präziser und könnten so ein schnelles Vergnügen gewesen sein. Das sollte Ihnen bewusst sein, wenn Sie den Wechsel der Feinsicherung doch riskieren, denn schließlich kostet ein solches audiophiles Kleinod ja mehr als ein Kasten fränkischen Bieres. Aber meistens geht es ja doch glatt. Und danach schmeckt die genannte Gerstenkaltschale gleich zweimal so gut!

****Die Spezial Brauerei in der Oberen Königstraße ist ja bekannt für sein eher leichtes Rauchbier. Das ist das Lager. Aber kennen Sie auch das helle U? Sie müssen nur der Bedienung nur zwei Vokale nennen und schon bekommen Sie ein helles Ungespundetes.

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Folge #4: Steckerleisten und Netzkabel

Ich danke an dieser Stelle der Sun Leiste, der gepimpten Baumarktleiste von Phonosophie und der Audioplan Keksdose für deren Pionierarbeit. Denn sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir Hifiisten und High Endlichen nicht nur auf das Blim-Blim der Geräte schauen, sondern auch die sonst wenig auffällige Spannungsversorgung ins Visier genommen haben. Und schnell haben wir bemerkt: Hobbala*, da tut sich klanglich ja was!

Insofern ist es inzwischen Allgemeingut, dass man seiner heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) wenn nicht gleich, dann aber wenigstens sofort eine bessere Mehrfach-Steckdosenleiste gönnen sollte. Wie in jedem anderen Produktsegment unseres Hobbies gibt es hier vernünftige und weniger unvernünftige Alternativen. Wenn man so wie wir das Thema etwas weiter fasst, kommen neben der Steckdosenleiste ja womöglich noch andere Aggregate zur Optimierung der häuslichen Spannungsversorgung hinzu. Also bleiben wir auch in dieser doch schon recht high-endigen Neuverkabelung des High End-Heimkinos vernünftig, zumal hier ja gleich mehrere Anlagen Steckplatz in Anspruch nehmen. Die Wahl fiel leicht und damit auf die Supra Cables LoRad Netzleiste MK III MD06 EU. Diese bietet für sechs Geräte Anschluss, hat selbst keinen und ist somit für uns äußerst flexibel platzierbar.

Unsere Wahl ohne Qual: Supra Cables LoRad Netzleiste MK III MD06 EU

Hier sieht man zum einen den bereits recht entschlackten Raum hinter dem Regal und hinter der Leinwand, aber vor dem Samtvorhang und zum anderen eine erste Stellprobe des zu verwendenden und in dieser Artikelreihe beschriebenen Zube-Hörs.

Probe-Aufbau oder: Der Idealzustand ist der, wenn man bald nichts mehr von der aufwändigen Installation sieht

Genauso wichtig und noch leichter zu tauschen sind die Netzkabel der Geräte der HMWA. Gut finde ich hier, dass die beigepackten Netzkabel in aller Regel** nich so dolle sind. Somit ist die Schwelle, sie gleich auszusortieren, niedrig anzusetzen, zumal es Ersatz für wirklich kleines Geld gibt. Auch wenn der FLSV auch andere Hersteller von Stromkabeln im Portfolio führt, fiel die Entscheidung wieder leicht, weil wieder auf Supra Cables. Sie erinnern sich bestimmt an die Empfehlung einer möglichst homogenen Verkabelung der gesamten HMWA. Aber diesmal wird geklotzt beim FLSV, denn wir verwenden nicht das sonst schon richtig gute Supra Cables LoRad MK II 3×1.5 oder gar das stärkere Supra Cables LoRad MK II 3×2.5, sondern das Supra Cables LoRad 2.5 SPC, wobei SPC für Silver Plated Copper, also für versilbertes Kupfer, steht. Wir schließen zu Recht rück auf eine deutlich gesteigerte Leitfähigkeit, was wohl stets in unserem Gesamtsinne stehen sollte, stimmt’s?!

LoRad Netzkabel 2.5 SPC von Supra Cables

Aber ein Kabel ist nicht zu verwenden ohne Stecker und ohne Kupplung. Und es ist kein plumper Opportunismus, wenn ich Ihnen und auch mir immer wieder die passenden Verbinder von Supra Cables empfehle. Nicht nur dass diese farblich gut zu beiden Kabelfarben (himmelhellblau und graugrau) passen, sondern auch dass diese kinderleicht*** zu konfektionieren sind. Sogar ich kann das! Aber das wichtigste Pro für die Schutzkontaktstecker und die Kaltgerätekupplung von Supra Cables ist deren absolut unproblematische und somit schnell umzusetzende Konzeption. Während man bei anderen Pretiosen aus dem High End-Segment noch dabei ist, die beiden extrem langen Schrauben mit Feinstgewinde auf der Steckkontaktseite mit einem kleinen Schraubendreher zu lösen, habe ich den grauen Schuko-Stecker bereits fertig verkabelt und schon wieder zusammengeschraubt. Wie viele Lebensjahre ich dadurch schon eingespart habe! Wenn jemand gelegentlich mal derartige Kabel konfektioniert, ist das nicht so von Belang. Aber wenn man wie ich das dauernd macht, dann läppert sich das schon zu einer veritablen Zeitersparnis zusammen.

Supra Cables SPC mit hauseigenem Winkelstecker. Wichtig für Low Radiation ist, die Seele mit auf den Schutzleiter zu legen!

Und ob die anderen Stecker und Kupplungen wirklich besser sind? Oder nur optisch aufwändiger? Mir jedenfalls sind optisch unauffälligere Verbinder lieber, sollte man sie doch mal im Wohnzimmer zu sehen bekommen.

Übrigens: Beim FLSV bekommen Sie auch Sonderlängen der drei genannten Stromkabel, die als Meterware stets verfügbar sind. Und auch Sonderformen wie der im obigen Bild dargestellte Winkelstecker SW-EU/A oder der bis 16 Ampere stabile IEC-Stecker SWF-16 von Supra Cables sind genauso kein Problem wie die Kaltgerätestecker, die man benötigt, wenn man die ebenfalls von uns sehr empfohlenen Netzfilter von Furman verwendet. Diese Stecker kaufen wir bei HMS.

Jetzt kommt noch der obligatorische, aber dennoch kostenlose Tipp, dass alle Geräte der HMWA auszuphasen sind. Damit ist gemeint, den Fluss von Ausgleichsströmen zwischen den Geräten über die Signalkabel zu minimieren. Eine gute Anleitung finden Sie bei der Fachzeitschrift STEREO.

Sie sehen, dass man schon mit geringem Aufwand, also mit vielen kleinen Einzelschritten, vorankommt auf dem Weg zur vollständigen Spannungsversorgung. Das ist ja das Schöne an dieser Konzeption und Artikelreihe, dass man quasi beliebig beginnen und weiter ausbauen kann. Hauptsache, man macht es konsequent. Und wollte man audiophilosofisch werden, könnte man die oft selbst erfahrene Erkenntnis zitieren, wonach auch der weiteste Weg mit einem ersten Schritt beginnt.

Das Einzige, was ein wenig schade ist, ist dass man diese vielen kleinen und auch größeren Schritte nicht auf einmal rückgängig machen kann, um zu erforschen, welchen klanglichen Fortschritt all diese Maßnahmen dann doch gebracht haben. Das Gesicht möchte ich sehen!

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

*Fränkisch für Hoppla, in der Verniedlichungsform: Höppelchen!

**Eine rühmliche Ausnahme bildet der gerade nicht sichtbare Audio Analogue Maestro Anniversary, dem ein richtig hochwertiges Netzkabel beiliegt und auch hier nicht ersetzt wird.

*** Muss ich mir jetzt den Vorwurf anhören, ich plädiere für Kinderarbeit?

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Part #3: Symmetrie für die Sinus-Kurve

Wie schon an anderer Stelle ausgeführt, seien an dieser Stelle nochmals folgende mögliche Störkomponenten genannt, die unserer idealen Sinus-Kurve drastisch zusetzen und sie somit deformieren: Oberwellen (also Vielfache der Wechselspannungsfrequenz von 50 Hz), Impulsspitzen wie Nadelimpulse et cetera, Spannungsschwankungen, Frequenzabweichungen, die bereits erwähnten und hier eliminierten Gleichspannungsanteile und Hochfrequenz-Signale über die Stromleitung und viele andere mehr.

Abhilfe schafft hier eine Symmetrierung der ausgegebenen Spannung durch einen Balanced Isolation Power Conditioner, wie wir ihn seit Jahren von Keces Audio anbieten. Obwohl wir im High End-Heimkino mehrere Analgen parallel, aber nie gleichzeitig betreiben, reicht in unserem Fall das kleinste Modell, der Keces BP-600. Wie immer ist die Nomenklatur recht simpel: Balanced Power mit 600 Watt Belastbarkeit, so einfach kann das Leben im Strom sein. Der Keces BP-600 bietet zwei gleichartige Ausgänge an.

Wer es mit der Symmetrie genauer nehmen möchte und auch was über die Grundlagen unseres Stromnetzes erfahren möchte, der lese die Seiten 6 bis 11 im offiziösen Beipackzettel. Wichtig ist hier an dieser Stelle nur zu wissen, dass sich durch die Symmetrie des Aufbaus alle Störungen, die aufs Netz einwirken, eben durch die jeweils um 180° zueinander gedrehten Störsignale als Konsequenz gegenseitig auslöschen. Das kennt man aus der Algebra, Stichwort Kurvendiskussion. Aber da war der Eine und die Andere und das Sonstige bestimmt gerade Kreide holen.

So schick wie solide: der Keces BP-600

Dass der Keces BP-600 wie auch seine größeren Brüder BP-1200 (4 Steckplätze) , BP-2400 (8 Steckplätze) und BP-5000 (8 Steckplätze), die derselben Nomenklatur folgen, nicht nur einen Ringkerntransformator der oberen Güteklasse aus eigener Produktion verwenden, sondern auch einen innovativen Überspannungsschutz für die angeschlossene Anlage bieten, der als serielle Variante eben die Spannungsspitzen nicht auf Masse legt, sei hier ebenfalls nur am Rande erwähnt. Hoffen wir einfach, dass dieser Fall so selten wie möglich eintritt.

Auch vom Keces BP-600 erwarten wir hier eine deutliche Entlastung der angeschlossen Geräte beziehungsweiser der verbauten Netzteile, damit die verwendeten Gerätschaften uns mit noch mehr Details, noch mehr Feindynamik, mehr Raum und mehr Schwärze becircen oder im besseren Falle sogar bezirzen.

Das gesamte Programm von Keces Audio, das noch viele weitere spannende Produkte bereithält, wird hierzulande vertrieben durch Robert Ross in Denkendorf, dem ich an dieser Stelle ebenso für seine Unterstützung danke!

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Teil 2: Unterdrückung von Gleichspannung

Wie wir alle wissen, kommt der Strom aus der Steckdose. Nein, er ist nicht gelb, sondern eine Wechselspannung mit nominell 230 Volt* mit einer Frequenz von 50 Hertz, die zudem perfekt sinusförmig sein sollte. Allerdings ist das leider in praxi kaum der Fall, kommen doch vielfältige Einflüsse von außen hinzu, die diese Kurve zum Teil stark beeinflussen und es so den angeschlossen Geräten mit ihren Netzteilen deutlich schwerer machen. Allen diesen Störenfrieden** ist gemein, dass sie die Sinus-Kurve auf beiden Achsen, also weg von der normalen Nullachse, verschieben.

Wir kümmern uns in diesem Teil #2 ausschließlich um den Gleichspannungsanteil (DC)***, der mehrere Volt betragen kann. Zusätzlich zum oben genannten Phänomen gelangen DC-Anteile auch von den genutzten Geräten, die intern in aller Regel mit (kleinerer) Gleichspannung arbeiten, rückwärts wieder ins Netz, in dem meist noch andere Geräte arbeiten. Dadurch ist mit Störgeräuschen wie zum Beispiel Trafobrummen zu rechnen, weil der Eisenkern im Transformator des Gerätes übersättigt und somit auch zu warm wird. Durch Belastung und oftmalige Ausschöpfung der Reserven des Netzteils durch Nachregelung wird die nachfolgende Audio-Elektronik stark in ihrer eigentlichen Arbeit beeinträchtigt. Um diese Gleichspannungsanteile zu eliminieren, verwenden wir hierzu den gerade aufgefrischten DC-Blocker 3.1 vom No-Nonsense- Anbieter Supra Cables.

Der Hersteller verspricht neben der Vermeidung der bereits oben genannten Fehler und Schäden immerhin ein deutlich geringeres Grundrauschen sowie, dass die Dynamik**** nicht limitiert werde. Und weil Supra Cables ein alter Schwede ist, glauben wir ihm nach einem ausführlichen Test einfach mal.

Die Inbetriebnahme des Supra Cables DC-Blocker ist so simpel wie einfach: Er kommt ganz einfach vor die bereits bestehende Mehrfach-Steckdosenleiste. Hier sind zwei Besonderheiten zu beachten: Der DC-Blocker benötigt wegen seiner hohen Belastbarkeit von 16 Ampère ein Netzkabel mit einer Kupplung nach IEC, das nicht im Lieferumfang enthalten ist, aber selbstredend beim FLSV erhältlich ist. Außerdem wird der DC-Blocker stets als letztes Teil mit dem Hausnetz verbunden, was bedeutet, dass alle anderen Verbindungen bereits gesteckt wurden. Und beim Ausschalten geht man in umgekehrter Reihenfolge vor.

Die Anschlussseite des Supra Cables DC Blocker mit 16 Ampère x 230 Volt = 3680 Watt Belastbarkeit

An dieser Stelle danke ich besonders Herrn Kopistecki von Geko-Hifi, dem deutschen Vertrieb dieser schwedischen Produkte. Du bist der beste Gerd, den ich kenne!

Es bleibt also spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

*Kleiner Tipp: Wenn Sie so richtig ältere Geräte vornehmlich aus dem Land der aufgehenden Sonne verwenden, als die Wechselspannung bei uns Langnasen noch 220 Volt betrug, dann schauen Sie doch mal nach, ob Ihr Gerät auf die in Japan üblichen 240 Volt umschaltbar ist. Das ist nämlich näher dran an unseren heute üblichen 230 Volt. BITTE ZIEHEN SIE ZUVOR DEN NETZSTECKER UND WARTEN EIN PAAR MINUTEN, BEVOR SIE LOSLEGEN!

**Jetzt zähle ich sie doch noch mal auf, die Störenfriede: Elektro-Smog durch Schaltnetzteile aller Art, zum Beispiel von PCs/Macs und Lampen, Waschmaschine in Nachbars Keller, Leuchtstoffröhren, elektronische Halogentrafos, Dimmer, D-LAN-Adapter, DECT-Telefone, Anlaufen von großen Maschinen in der Werkstatt nebenan, Elektro-Installationen von anno dunnemals, starke Rundfunksender in der Nähe, aber auch nicht konsequent zur Vermeidung von Störsignalen aufgebaute Netzteile der verwendeten Komponenten selbst und viele andere mehr.

***DC steht für Direct Current und heißt nichts anderes als Gleichstrom, aber auf Englisch. Der ist bitte nicht zu verwechseln mit leckeren Black Currant.

****Wer erinnert sich nicht gerne an die Definition von Dynamik, nachdem diese das Verhältnis vom leisesten zum lautesten Signal darstelle? Wenn diese also größer wird, ist aber damit mitnichten weder die Lautheit gemeint, eher das Gegenteil ist damit gemeint, und auch nicht nur die so genannte Grobdynamik, sondern vielmehr, dass Musik eher von den vielen feinen Dynamik-Abstufungen lebt. Und die wird nur erlebbar, wenn die vielen Bremsen in unserer heimischen Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) gelöst werden.

Eine spannende Geschichte: Der neue Stromlaufplan fürs High End-Heimkino, Beitrag #1: Die Strecke vom Sicherungskasten bis zur Wandsteckdose

Da wir kaum bis keinen Einfluss auf die Elektro-Installation von der Verteilung auf der Straße bis ins Haus nehmen können, hätte noch vor einem Jahr dieser Artikel mit der Nennung des Klangmoduls 4 von audiophile hifi-produkte (AHP) begonnen. Aber seit 2020 gibt es doch noch einen Schritt nach vorne, und zwar einen im Sicherungskasten selbst. Schließlich ist der Fehlerstromschutzschalter (FI) der Wächter übers gesamte Hausnetz und somit an zentraler Position. Sollte also ein Fehlerfall auftreten, schützt der FI zuverlässig vor gefährlichen Fehlerströmen. Nun hat die ostfriesische Spezialfirma Doepke aus Ostfriesland gleich drei Modelle marktreif entwickelt, die im besten Sinne die Tugenden von High End in diesem bisher nicht besetzten Audio-Segment der Spannungsversorgung umsetzt. Die DFS 2 Audio und DFS 4 Audio kurzgenannten Typen bieten Panta rhei vom Feinsten, sprich bestmöglichen Stromfluss durch extrem niedrige Widerstände innerhalb des FI. Dieser niederimpedante Aufbau wird durch massive versilberte Anschlussklemmen und vergoldete Anschlussschrauben sowie durch massive, versilberte interne Stromleiter aus hochreinem und sauerstoffarmem Kupfer erzielt. Außerdem verhindert die spezielle Konstruktion des Summenstromwandlers unerwünschte induktive Anteile. Nur so gibt es einen Fehlerstromschutz ohne Klangverluste!

Meist ausreichend. Doepke DFS 2

ACHTUNG: DEN AUSTAUSCH DES FI DARF NUR EINE MEISTERWERKSTATT FÜR ELEKTRO-INSTALLATIONEN AUSFÜHREN! Bitte fragen Sie uns, sollten Sie hierbei Unterstützung benötigen.

Danke an Herrn Grünebast von der Firma Doepke und auch an Achim H. aus N. für die Vermittlung dieses Kontakts, dass ich einer der ersten Hifi-Händler sein durfte, der dieses innovative Produkt testen und sofort installieren konnte!

Hier fängt der amtliche Stromverlauf im häuslichen Netz an: Doepke DFS 4

Gleich um die Ecke geht es weiter, und zwar mit der Sicherung des Stromkreises, der für das Zimmer vorbereitet ist, in dem die HMWA steht. Dieser Sicherungshalter mit eingesetzter Sicherung von audiophile hifi-produkte ist nicht wie sonst üblich als Automat ausgelegt, sondern aus einer zylindrischen Sicherung, in dem ein hochwertiger Schmelzleiter aus Reinkupfer seinen hoffentlich reibungslosen Dienst versieht.

Sicherungsunautomat samt Sicherung von AHP

Im prosaisch Klangmodul 4 genannten Sicherungshalter befinden sich großflächige und vergoldete Kontakt-Federn, die eine zeitstabile und verlustfreie Stromversorgung gewährleisten. Wie auch schon oben beim FI werden hier geringste Übergangswiderstände und Korrosionsbeständigkeit durch die Verwendung von hochwertigem Kupfer erzielt. Hierfür sind vergoldete Sicherungen von 12 – 30 A mit Kupfer-Innenleiter erhältlich. Durch standardisierte Abmessungen sind Klangmodul 4 und Klangmodul 4 i im normalen Sicherungskasten auf jeder Hutschiene montierbar.

ACHTUNG: AUCH HIER EMPFEHLEN WIR, DIESE ARBEIT DURCH QUALIFIZIERTES FACHPERSONAL DURCHFÜHREN ZU LASSEN! Bitte fragen Sie uns auch hier, sollten Sie hierbei Unterstützung benötigen.

Klangmodul von audiophile hifi-produkte, kurz AHP mit extrahierter Sicherung

Wir gehen mal davon aus, dass Sie im folgenden Stromlauf die hauseigenen Kabel verwenden. Diese müssen aus starren Leitern (Solid Core) bestehen, wenn sie unterputz verlegt sind. Aber ich habe auch schon eigens verlegte Stromkabel renommierter Hifi-Anbieter gesehen, die vom Sicherungskasten direkt und eben nicht in der Wand ins Abhörzimmer geführt wurden. Es gibt ja inzwischen schicke Kabelkanäle. Vielleicht wichtiger als die Art der Kabel ist der Vorteil, dass man ein Kabel ohne weitere Verteilknotenpunkte nur für die heimische Musik-Wiedergabe-Anlage zur Verfügung stellt.

Diesen Schritt habe ich für mein Vorhaben ausgelassen, weil er viel zu aufwändig wäre, um nachträglich um die vielen Ecken und Kanten samt Leinwand ins akustisch bestens präparierte High End-Heimkino zu gelangen. Also geht unsere Geschichte weiter mit der im vorderen Teil des Raumes installierten Wandsteckdose. Diese ist zweifach ausgelegt, wie sie zum Beispiel von HMS und Furutech angeboten werden. Auch hier geht es wieder um beste Kontakte und somit niedrigstmögliche Übergangswiderstände.

Bietet beste Kontakte: Wandsteckdose von HMS
Furutech Wandsteckdose von hinten

Jeder kleine Schritt zählt! Denn wer im Physik-Unterricht aufgepasst hat, weiß, dass eine Erhöhung des Widerstandes stets eine Verminderung der Spannung oder eine Erhöhung des benötigten Stroms bedingt. Insofern kann an dieser Stelle nur nochmals betont werden: Bei dieser Show geht es um die Minimierung von Verlusten! Und ich glaube, wir sind gut dabei.

Es bleibt im wahrsten Sinne des Wortes spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

Nutzvolles Zubehör

Es gibt immer wieder neue Produkte, die überraschen und die Hifi-Welt bereichern, indem sie sie vereinfachen. So haben wir einige der Produkte der niederländischen Firma EAT, die ausgeschrieben Essential Audio Tools heißt und von der IAD, was ausgesprochen International Audio Distribution bedeutet, in Deutschland vertrieben werden, neu ins Programm aufgenommen.

Neben den relativ üblichen Spannungsversorgungsartikeln von EAT ragen zwei besonders hervor. Das ist zum einen der im Titelbild gezeigte Current Spyder L zu nennen, der bei einer minimalistischen Anlage eventuell die Mehrfachsteckdose erübrigt. Hier wird eine Zuleitung entweder in drei gleich lange oder eben in drei ungleich lange Abzweige verteilt. Somit können gleich drei Geräte versorgt werden, obwohl man nur eine Wandsteckdose benötigt.

Die zweite Besonderheit im Programm ist das fertig konfektionierte Kleingeräte-Anschlusskabel Current Conductor 8, das im Volksmund auch Euro-Kabel mit 8er-Stecker genannt wird, obwohl das markante Ende ja eine Kupplung ist. Da es ja dank erheblich gesteigerter Effizienz der Audio-Geräte kaum noch die Notwendigkeit dicker Zuleitungen gibt, haben inzwischen viele Hersteller diesen Anschluss gewählt. Schließlich wird ja auch eine Menge Platz im Verhältnis zur Kaltgerätebuchse gespart. Aber gut muss diese Zuleitung schon sein! Und teurer als eine selbstgestrickte Leitung ist die Fertigvariante auch nicht!

EAT Netzkabel mit Schuko- und Eurostecker, der ja eigentlich eine Eurokupplung ist

Auch mit diesen praktischen Artikeln aus dem Zubehörbereich zeigt der FLSV, dass Hifi in Bamberg stets preiswert bleibt beziehungsweise preiswert bleiben kann.

Fleißarbeit oder: Was macht denn MM so am Mittwoch

Ja, das ist eine gute Frage. Und darauf gibt es eine noch bessere Antwort, die da lautet: konzentriert arbeiten!

Wer hätte das gedacht?!

An diesem für die Jahreszeit zu kalten Mittwoch, dem 20. Mai 2015, wurde der Artikel über die nach fester Überzeugung der Überzeugungstäter beim FLSV in Bamberg, namentlich MM, drei wichtigsten Größen in der Hierarchie der Wichtigkeiten in der High Fidelity und erst recht im High End noch fertiger gestellt und am Endergebnis so lange gefeilt, bis es sich flüssig und hoffentlich ohne Druckfehler auch für den fachlich weniger geübten Interessenten lesen lässt.

Besonders das Kapitel 3, das die Raumakustik in seinen Facetten Passive Akustik-Elemente und Elektronische Raumakustik-Korrektur betrifft, ist jetzt nicht nur halbwegs vollständig, sondern wurde auch durch aussagekräftige Bilder ergänzt. Besonders ausführlich erwähnt werden die Elemente von Vicoustic, die es demnächst auch beim FLSV und somit auch für Testzwecke bei meinen Kunden in deren Musik-Hörraum geben wird, und die beiden elektronischen Wunderwaffen von Trinnov, namentlich der Amethyst. Dieser ist ja nicht nur fester Bestandteil im Portfolio des FSLV, sondern untermauert gerne auch im High End-Vorführraum des FSLV seinen Anspruch, der Beste seines Fachs zu sein.

Wenn Sie der Trinnov Amethyst im Besonderen schon mal im Vorfeld ein wenig stärker interessiert, dann finden Sie ein Testergebnis in der Zeitschrift EinsNull sowie eines in der i-fidelity.

30 Jahre FLSV – wir feiern am 20. – 22. März 2015

Das Programm zum 30. Geburtstag des FLSV in Bamberg mit gleich zwei Themenschwerpunkten

Glauben Sie eher an Zauber und an Voodoo oder doch eher an die gute, alte Physik und deren Überlistung? Wenn Sie jetzt mit einem entschiedenen „Ja, aber…“ antworten, dann sind Sie richtig richtig bei der dritten und umfassendsten Veranstaltung des FLSV im Rahmen der Freilichkeiten* des immerhin 30. Geburtstages Ihres Bamberg Local Hifi Dealers seit März 1985. Gefeiert wird vom 20. März 2015, dem offiziellen und diesjährigen Frühlingsanfang als nicht zu übersehende Metapher für die nächsten 30 Jahre (Ich arme Sau!) bis zum 22. März, ebenfalls 2015. Allerdings bleibt der Sonntag geladenen Gästen vorbehalten. Lassen Sie sich also laden.

Seit inzwischen  30 Jahren kämpfen wir für den guten Ton und damit hauptsächlich gegen drei unserer ärgsten Widersacher, die da leider immer noch und immer wieder heißen:

  1. Mangelhafte Aufnahmequalität der Tonträger
  2. Schlechte Grundvoraussetzungen bei der Spannungsversorgung
  3. Missachtung fundamentaler raumakustischer Gesetzmäßigkeiten plus systemimmanente Fehler bei passiven Lautsprechern

Auf den ersten Sachverhalt haben wir Hifianer am vorderen Ende der „Nahrungskette“ relativ wenig Einfluss, außer vielleicht durch Konsumverzicht. Aber auf unserer Seite, nämlich auf der Seite der Musikreproduktion, sind es vor allem die unter Punkt 2 und Punkt 3 genannten Sachverhalte, auf die wir unser Augenmerk [sic!] richten müssen, um aussagekräftige Statements über die Qualität der angeschlossenen Geräte überhaupt formulieren und – viel wichtiger – um (wieder) Spaß und Freude beim Musikhören empfinden zu können.

Und diese beiden besonders interessanten Themen werden bei dieser Veranstaltung ausführlichst aufbereitet, stehen damit doch zwei der unserer Meinung nach effizientesten Tuning-Maßnahmen in unserem Hifi-Segment im Mittelpunkt, auf die wir tatsächlich Einfluss nehmen können: Die Spannungsversorgung im heimischen Heim sowie die Raumakustik und deren Optimierung auf passivem Weg bis hin zur aktiven Überlistung.

An diesen Tagen zeigen wir unter anderem, wie sich das Ausphasen eines Hifi-Gerätes, der Austausch der Feinsicherungen in Hifi-Geräten, eine richtig amtliche Steckerleiste und das dazugehörige Netzkabel sowie der Tausch des Sicherungsautomaten im heimischen Sicherungskasten klanglich auswirken. Es werden hierzu zwei ansonsten technisch identische Geräte vorgeführt, lediglich unterschieden durch oben genannte Tuning-Maßnahmen. Als nächsten Step kommen die Netzfilter, neudeutsch AC-Conditioner von Furman in die Spannungsversorgung und werden für heruntergeklappte Kinnladen sorgen. Wetten?

Unsere Gäste für diesen Themenschwerpunkt, die uns und unseren Gästen Rede und Antwort stehen werden,  sind  unter  anderem  Gerd  Kopistecki  von Geko-Hifi,  dem  deutschen  Vertrieb  der preiswürdigen und  formidablen No-Nonsense-Produkte von Supra Cable nominiert, genauso wie ein Repräsentant von  ATR – Audio Trade für unsere überaus erfolgreiche Einsteigerschiene bei Steckerleisten und Netzkabeln von Pro-Ject. Außerdem wird noch Alexander Puritscher erwartet, der uns ausführlich Auskunft über die Furman Netzfilter geben wird.

„Beim Strom fängt alles an“ könnte man also grundsätzlich platt, aber auch schlussendlich formulieren. Für den FLSV ist es schon ziemlich eindeutig, dass alle nachfolgende Geräte und Maßnahmen auf diesem Fundament ruhen oder eben nicht!

Ähnlich verhält es sich beim dritten Punkt. Hier gibt es neben den klassischen Maßnahmen der Raumakustik-Optimierung wie der korrekten Aufstellung der Anlage als auch der Lautsprecher sowie die punktgenaue Platzierung  von Absorbern und Diffusoren geeigneter Art und Konsistenz seit einigen Jahren immer wieder Ansätze, diese beiden Problemzonen des Mannes mit elektronischen Mitteln in ihren Auswirkungen drastisch einzuschränken. Ganz eindeutig aber gilt: Erst muss man die Raumakustik mit geeigneten Mitteln optimieren und dann darf und sollte man elektronisch bis digital nachhelfen.

Wir freuen uns ganz besonders, Herrn Sven Böhnke von audio-technica für diese Veranstaltung gewonnen zu haben, der Sie und uns zunächst in die Grundlagen der Raumakustik einführen wird und anschließend die Produkte von Vicoustic, deren Anwendung und Vorteile für den eigenen Hörraum nahebringen wird.

Den aktiv-elektronisch-digitalen Part nehmen wir wieder selbst in die Hand. Wir, das sind der Lauschgoldengel Mathias Thurau und meine Wenigkeit. Unser thematischer Schwerpunkt bezieht sich auf die digitale Raumakustik-Tuning-Software von RCSDirac beziehungsweise Geräte und Prozessoren von Copland und Trinnov. Wir werden in einem bereits raumakustisch optimal ausgestatteten Raum, nämlich dem High End-Heimkino des FLSV, anhand eines noch zu bestimmenden Lautsprechers zeigen, dass alle passiven Lautsprecher zusätzliche Fehler produzieren und wie man sie durch geeignete, sprich durch unsere Hilfsmittel in den Griff bekommt.

Wenn alles terminlich klappt, dann freuen wir uns ebenfalls auf die Teilnahme von Herrn Veit Wegmann vom deutschen Trinnov-Vertrieb Medialantic. Er wird noch fundierter Auskunft über diese wegweisenden Gerätschaften geben können.

Lesen Sie sich doch ein wenig in den hier hinterlegten Artikel ein, damit Sie wenigstens so viel zu diesen beiden Themenkomplexen wissen, wie ich selbst vorgebe zu wissen.

Beginnen tut es nicht mit der Geburt, sondern täglich um 10.00 Uhr. Am Freitag und am Samstag geht es bis 18.00 Uhr, am Sonntag immerhin bis 15.00 Uhr. Innerhalb dieses Zeitrahmens sind wir aber flexibel und gehen ad hoc und gerne auf die Wünsche und spannende Fragen unserer Gäste ein.

Und zu guter Letzt kommt jetzt noch ausführlich das oben gesetzte Sternchen zu Wort:

  • Freilich gibt es eine, wenn auch kleine Feier, die wir aber später ganz groß in Erinnerung haben werden
  • Freilich werden alle Kunden dazu nicht nur, sondern herzlich eingeladen
  • Freilich dürfen auch die kommen, die sich berufen fühlen, aber eben nicht am Sonntag
  • Freilich gibt es keine Sonderangebote mit 30 % Nachlass und
  • Freilich  gibt  es  keine  Schnäppchen  mit  vorhergehendem  30  %  Preisaufschlag  und anschließendem Rabatt
  • Freilich wird für Leib und Seele gesorgt sein und zwar auf fränkische Weise
  • Freilich, certainly, bien sûr, claro que sì, certamente, dāngrán, к , sum dúvida, naturalnie und so weiter und so fort.

Portfolio Einträge

Seiten

Das Triumvirat

Eine Anmerkung vorweg: Wer diesen recht ausführlichen Artikel lieber bebildert lesen möchte, kann das [hier] tun.

Das Triumvirat in der High Fidelity

Für den FLSV stellen die folgenden Punkte das Triumvirat und somit auch die Basis in der Hierarchie der klanglich relevanten Größen in der High Fidelity dar:

  1. Die Qualität der Musikaufnahme,
  2. die Spannungsversorgung und
  3. die Lautsprecher und die Akustik des Raumes, in dem wir Musik hören.

Sie sind die für uns entscheidenden Faktoren, die den Hörgenuss in der Wiedergabe konservierter Musik maßgeblich beeinflussen. Alle anderen Faktoren haben zwar sehr wohl Einfluss auf die Wiedergabegüte, stehen aber in der Relevanz zum Teil deutlich hinten an. Im Folgenden wird wenigstens in diesen drei bescheidenen Ansätzen aufgezeigt, was wirklich wichtig ist, bevor man mitreden mag und kann und darf.

  1. Die Qualität der Musikaufnahme

Da wir Konsumenten in der Regel keinen Einfluss auf den erstgenannten Punkt haben, könnte man diesen hier thematisch beenden mit dem Tipp, bei der Auswahl der Musik die Klangqualität der Aufnahme ebenbürtig mit einzubeziehen.

Aber um einmal aufzuzeigen, welchen Einfluss die Aufnahme im Tonstudio hat, also das ganze Spektrum von der Auswahl der Mikrofone bis hin zu den Tricks des Mastering Engineers, spielen wir in unseren Vorführungen gerne hierzu einen Track eines Münchner Jazz-Quartetts, aufgenommen im renommierten Dorian Gray Tonstudio in Eichenau bei Fürstenfeldbruck, in drei Stadien vor. Als erstes in der Rohfassung des Toningenieurs, dann die von ihm bearbeitete Version vor der Übergabe an den Mastering Engineer und schließlich in der endgültigen Ausführung, wie sie auf der CD erscheint und zu hören ist. Schon hier geht die Diskussion unter den Hörern los, welche der drei Fassungen denn die best- beziehungsweise die authentisch klingende sei. Aber wie eingangs bereits erwähnt, haben wir am Anfang der Hifi-Nahrungskette relativ geringe bis gar keine Einflussmöglichkeiten, außer vielleicht durch Konsumverzicht.

Wenn die Aufnahme selbst grundsätzlich sorgfältig und wohlklingend angefertigt wurde, dann lassen sich solche Titel auch in leicht datenreduzierter und somit auch immer komprimierter Form ertragen, während sich eine schlechte Aufnahme im MP3-Format und erst recht in den kleineren Datenraten stets grauselig anhören wird. Auch selbsternannte High-Ender fallen da schon mal gerne auf eine handwerklich solide gemachte und gut klingende Aufnahme im MP3-Format mit 320 kBit/s, wenn sie über hochwertiges Equipment wiedergegeben wird, herein. Und wir beim FLSV haben hierfür auch eine Erklärung parat, warum das so ist und auch mal so sein darf! Fragen Sie ruhig nach.

  1. Die Spannungsversorgung

Das zentrale Problem bei jeder stationären High Fidelity-Anlage, weil es nämlich jede einzelne Komponente darin elementar beeinflusst, das aber in der Regel am wenigsten beziehungsweise erst am Schluss erkannt und als solches behandelt wird, ist die lokale Spannungsversorgung. Jetzt könnte der Klassiker unter den Dumm-Sprüchen mit dem „Wieso? Bei uns kommt der Strom doch aus der Steckdose!“ kommen. Stimmt ja irgendwie auch.

Aber wenn man sich mal „den Strom“ genauer anschaut – anschauen, nicht anfühlen! –, dann wird man feststellen, dass dieser in den seltensten Fällen sauber, das heißt sinus-förmig und bei konstanter Spannung zur Verfügung steht. Verursacht werden vorhandene Störungen besonders durch Neon-Lampen, Halogen-Trafos, Kühlschränke und durch Computer-Schaltnetzteile u.v.a.m. Zusätzlich kann es zu Spannungsschwankungen zum Beispiel durch das Anlaufen einer großen Maschine in der Nachbarschaft kommen und so die erlaubten 230 Volt (plus) minus 10% deutlich unterschreiten. Dass das Netzteil einer Hifi-Komponente hierdurch massiv irritiert wird, lässt sich leicht nachvollziehen. Und schließlich gibt es auch die Störungen, die die Hifi-Geräte selbst verursachen, die eliminiert werden müssen.

Was kann der interessierte und inzwischen überzeugte Hifianer nun alles tun, um hier gegenzusteuern?

Die erste und zugleich billigste Maßnahme ist das Ausphasen, also die korrekte Stellung des Netzsteckers in der Steckdose. Einschlägige Anleitungen, wie hier vorzugehen ist, gibt es zuhauf und auch gerne persönlich beim FLSV. Für diese einmalig durchzuführende Prozedur wird lediglich ein Phasenprüfstift, ein einfaches Volt-Meter sowie etwas Klebeband an Material benötigt. Somit ist das Ausphasen eine der mit Abstand kostengünstigsten Tuning-Maßnahmen in unserem Hobby überhaupt. Hier reichen insgesamt weniger als 20.- € für alles benötigte Material!

Genauso effizient ist die Ableitung aller auf den Gehäusen liegenden Potenziale auf die Ground-Klemme des Phono-Eingangs beim Vollverstärker bzw. beim Vorverstärker. Sollte eine solche Klemme nicht vorhanden sein, kann man auch eine Gehäuseschrauben lösen, um mit einem Klingeldraht alle Geräte sternförmig an diesem einen Punkt verbinden. Dieser Tipp kostet auch fast nichts bis gar nix.

Wenn man mit diesem einfach zu erledigenden Tuning schon Fortschritte bemerkt hat, dann sollte man einfach Schritt für Schritt nach der folgenden Empfehlung weiterverfahren.

Anfangen tut man ganz einfach mit einer guten Steckerleiste wie die Connect It von Pro-Ject oder, etwas nobler, die von Supra Cables. Diese Steckerleisten werden direkt mit einer Wandsteckdose verbunden. Beide Steckerleisten sind übrigens ihrerseits steckbar, so dass man bei Bedarf auch längere Anschlusskabel verwenden kann. Preislich beginnen diese Steckerleisten ab 110.- €. Teurer wird es selbstredend, wenn man mehr als vier Steckplätze benötigt.

Aber in die Diskussion der inneren Zirkeln der Hard Core-Kreise, in welcher Reihenfolge die einzelnen Verbraucher zu stecken sind – zum Beispiel Endverstärker vorne oder ganz hinten in der Steckerleiste – mischen wir uns an dieser Stelle nicht ein. Das darf jeder für sich dann experimentell herausfinden, wenn auch die im Folgenden genannten Verbesserungen abgearbeitet worden sind.

Weiterführende Tipps hierzu erhält man hier vor Ort, gerade dann auch und erst recht, wenn man derartiges Zubehör zuhause testen mag.

Als nächsten Schritt sollte man die Beipackstrippen, die zum Glück bei fast allen Geräten eher minderwertig sind, gegen richtige Stromkabel mit ebenso hochwertigen Schuko-Steckern und Kaltgerätekupplungen austauschen. Auch hier bleiben wir preislich auf dem Teppich und empfehlen wieder Pro-Ject Connect It und LoRad von Supra Cables. Letzeres bietet der FLSV auch als Meterware samt den dazugehörigen Verbindern und inklusive des benötigten Zubehörs an.

Die Preise beginnen hier bei 90.- € je Kabel mit 1 Meter Länge inklusive der Stecker.

Wer nicht in der glücklichen Lage ist, beim Hausbau einen eigenen Stromkreis ausschließlich für die Hifi-Anlage einzuplanen, der kann wenigstens das Beste aus seiner Elektro-Installation herausholen, in dem er den zuständigen Sicherungsautomaten gegen einen von AHP mit hochwertigen Kontakten und einer ebenso verlustarmen Sicherung austauscht. Mit entsprechender Vorsicht lässt sich der Tausch in circa einer halben Stunde bewerkstelligen. Leute mit zwei linken Händen und zehn Daumen beauftragen lieber einen Elektriker.

Die Kosten für diese Maßnahme betragen ca. 85.- €.

Apropos Sicherung: Wenn die große Sicherung im Sicherungskasten einen solchen Einfluss auf die Güte der Wiedergabekette nimmt, dann sollten es die Feinsicherungen in den einzelnen Geräten auch tun. Hier sind es neben der Netzsicherung auch die Feinsicherungen auf den Platinen, die dem Strom weniger Widerstand auch auf Dauer entgegensetzen, als es die handelsüblichen Sicherungen tun. Der FLSV hat diese Feinsicherungen in alle gängigen Werten im in Europa üblichen Maß 5 x 20mm mit Kupfer- als auch mit Silberleitern vorrätig. Aber auch die Sicherungen für vornehmlich amerikanische Geräte mit dem Maß 6,3 x 32mm lassen sich kurzfristig in nahezu allen Stärken beschaffen.

Diese Feinsicherungen kosten zwischen 18.- und 23.- je Stück.

Und jetzt kommt die Gerätegattung, die der Spannungsversorgung sogar mehr als nur Komponenten-Status verleiht: Die AC-Power-Conditioner, zu Deutsch: Wechselstrom-Netzfilter. Deren Aufgabe ist es zunächst, alle oben genannten Störungen und Spannungsschwankungen, die das Stromnetz beeinträchtigen, herauszufiltern.

Das Portfolio in dieser Zubehör- bzw. Gerätekategorie, die allesamt auch einen Überspannungsschutz zum Beispiel bei Blitzeinschlag aufweisen, beginnt mit dem formidablen, von der IAD Audio GmbH vertriebenen Furman AC-210 für gerademal 200.- €. Dieses Kästchen bietet für zwei Geräte eine Filterung, oftmals ausreichend für eine Anlage, die aus zum Beispiel einem CD-Player und einem Vollverstärker besteht.

Das nächstgrößere Modell in klassischer Hifi-Gerätebreite, der Elite 10 Ei für 800.- € bietet schon 8 Steckplätze und eine zusätzliche Schutzfunktion für Antennensignale.

Besonders interessant ist der Furman Elite- 16 PF E i für diese Gerätegattung recht schmalen 1200.- € nicht nur, weil er bereits über 12 Ausgänge und zwei praktische Lampen verfügt, sondern weil er einen Strompuffer ähnlich der Zusatznetzteile anderer Herstellern mitbringt. Hier nennt sich das „Power Factor Technology“.

Das Flaggschiff, der Furman IT-Reference 16 Ei setzt dem aber noch eins drauf, nicht nur mit seinem Kampfgewicht von 40 Kilogramm. Denn dieses Gerät erzeugt durch Zerlegen der Netzspannung und nachfolgendem Wiederaufbau die perfekte Welle und stellt sie auf der Rückseite in zwei verschieden Qualitäten – „High Current“ oder gefiltert als „Discrete Symmetrically Balanced Power“ – zur Verfügung. Einen interessanten, weil sehr ausführlichen Testbericht über diesen Boliden kann man im Lite-Magazin nachlesen. Übrigens: Das Gerät kostet 100.- € je Kilogramm.

Ein formaler Nachteil der Furmänner gegenüber den Mitbewerbern sei an dieser Stelle nicht verschwiegen: Durch die Herkunft der Geräte aus dem Profi-Bereich stehen auf deren Rückseite nur Kaltgeräte-Buchsen, also keine Schuko-Buchsen wie sonst üblich, zur Verfügung. Somit müssen alle bestehenden Netzkabel entsprechend von Schukostecker auf Kaltgerätestecker umgerüstet werden. Hier bedienen wir uns bei den erstklassigen Typen von HMS. Für unsere Kunden, die mit dem Kauf eines Furman gleich alle Netzkabel ihrer Geräte tauschen wollen, bieten wir selbstverständlich alle benötigten Längen und Stärken gleich in der benötigten Konstellation an. Ein Vorteil dabei ist die daraus resultierende kompaktere Bauweise.

Wir behaupten sogar, dass alle anderen Tuning-Maßnahmen wie andere und möglicherweise auch bessere Cinchkabel oder die ganzen anderen esoterischen und Voodoo-Zaubermittelchen erst dann klangverbessernd wirken können, wenn man diese Hausaufgaben bei der Spannungsversorgung gemacht hat. Wie soll man etwas diskriminieren und anschließend qualifizieren können, auf Deutsch: unterscheiden und anschließend bewerten können, wenn die Basis nicht passt? Das geht wohl nicht wirklich ernsthaft, oder?

Kommen wir also zum dritten und letzten Teil unseres Triumvirats, das noch essentieller auf das erwünschte klangliche Endergebnis einwirkt, nämlich

  1. die Lautsprecher und die Akustik des Raumes, in dem wir Musik hören.

Es gibt die Lautsprecher, es gibt den Raum und, noch schlimmer, es gibt die Lautsprecher im Raum! Alle haben ihre Parameter und somit ihre Eigenschaften, die erst in der Kombination miteinander ihr wahres Gesicht zeigen. So kann die eine Box in einem Raum gut klingen, in einem anders eingerichteten Zimmer hingegen grauselig. Das kann vielerlei Ursachen haben, was insofern immer wieder merkwürdig erscheint, werden doch die allermeisten Lautsprecherboxen in einem schallarmen Raum entwickelt. Somit sollten sich doch deren klanglichen Ergebnisse ähneln, denkt man. Stellen Sie sich einfach mal einen heller klingenden oder eine sehr breit abstrahlenden Lautsprecher in einem spärlich möblierten, also in einem modern eingerichteten Raum vor. Da rollt es Ihnen bestimmt die Fußnägel hoch, stimmt’s? Derselbe Lautsprecher aber in einem eher gemütlichen Ambiente mit vielen, eher absorbierenden Oberflächen wird aber so klingen, wie es sich der Entwickler vorgestellt hat. Umgedreht geht es natürlich auch schief: Ein eher warm abgestimmter Lautsprecher wird dort wie eingeschlafene Füße klingen. Also lautet die Devise: Vor dem Kauf die Lautsprecher zuhause ausprobieren, um sich selbst vor einem klassischen Fehlkauf zu schützen. Hier helfen auch keine Testsieger, keine technischen Daten und auch keine, noch schlimmer, Forenempfehlungen weiter, sondern nur die eigene, nun zu machende Erfahrung. Zum Glück bietet der FLSV diese Option nicht nur an, sondern nötigt sie geradezu seinen Kunden auf! Wenn es dann immer noch ein wenig hakt oder man wenn einfach das Optimum aus seiner Stereo-Anlage holen möchte, dann gibt es auch hier eine Lösung, nämlich die Überlistung der Raumakustik.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, die sich nicht im Geringsten widersprechen, sondern sich im Gegenteil bestens ergänzen, die heimische Akustik des Hörraums zu verbessern oder gar zu optimieren: passive Bauelemente und elektronische Hilfsmittel. Aber zunächst kommt das Wort zum Sonntag:

3.1. Grundlagen der Raumakustik

Um es klipp und abgeklärt zu sagen: Wenn man die physikalischen Grundlagen der Raumakustik nicht wenigstens in den Grundzügen verstanden und entsprechende Konsequenzen daraus gezogen hat, braucht man eigentlich keine Energie und somit auch keine Kosten aufwenden, um seine Anlage klanglich voran zu bringen. Oder man sollte sich einen guten Kopfhörer inklusive Kopfhörer-Verstärker zulegen, denn da trägt man die immer selbe und somit auch bekannte Raumakustik mit sich herum.

Auch wenn an dieser Stelle kein Platz für eine vertiefte Erläuterung der raumakustisch relevanten Begriffe ist, sollte man doch wissen,

  1. dass die Ausbreitung tiefer Töne kugelförmig stattfindet, während der Schall, je hochfrequenter er wird, in der Regel immer gerichteter abgestrahlt wird;
  2. dass es sich bei Raummoden um stehende Wellen zwischen zwei parallelen Wänden in Abhängigkeit von deren Abstand handelt, deren Energiebetrag nach Anregung kaum abnimmt. Als Effekt ist ein nerviges Dröhnen bestimmter Bassfrequenzen besonders in den Ecken zu vernehmen;
  3. dass auch ein angenehmes Verhältnis zwischen dem Direktschall, der verantwortlich für den Informationsgehalt und die lokale Positionierung der Schallquelle ist, und den Reflexionen, also den zeitlich etwas später und auch schon abgeschwächten, aber zusätzlichen Informationen, wichtig ist. Durch diese zeitliche Verzögerung entstehen Überhöhungen und auch Auslöschungen bestimmter Frequenzbereiche. Beträgt die Zeit der Reflexionen mehr als 50 Millisekunden, entstehen sogenannte Flatterechos;
  4. dass die Nachhallzeit hingegen die Dauer eines zuvor angeregten Schallereignisses beschreibt, bis dieses um 60 Dezibel leiser geworden ist. Die Nachhallzeit sollte für Hifi-Zwecke nicht allzu hoch sein, denn auf den Tonträgern ist ja bereits eine Rauminformation enthalten, die durch unseren Abhörraum nicht entstellt werden darf.

Wer ein wenig theoretisieren möchte, kann [hier] einen Moden-Rechner und [hier] einen Simulator für die Nachhallzeit der eigenen Räumlichkeiten mit den entsprechenden Daten füttern.

3.2. Passive Elemente zur Optimierung der Raumakustik

Neben den vielen, vielen Tipps für die Organisation der Wohnumgebung im Sinne einer Annäherung an einen halbwegs akustisch vorteilhaften Hörraum, die mannigfaltig an anderer Stelle zu lesen sind, gibt es aber auch die aktive Unterstützung zugunsten eines authentischeren Musikerlebnisses durch passive Akustikelemente. Aber zunächst werden hier wieder die wichtigsten Begriffe erläutert.

Wenn Schall, der aus unseren Lautsprechern abgestrahlt wird, auf Oberflächen und Gegenstände unseres Abhörraumes trifft, wird ein Teil der eintreffenden Schallenergie reflektiert, der Rest wird aufgenommen. Hier gibt es wiederum zwei Möglichkeiten: Entweder geht er durch das Material hindurch (Transmission), oder er wird durch Reibung an den porösen Oberflächen in Wärme umgewandelt (Dissipation). Das hängt in erster Linie mit der Wellenlänge der jeweiligen Frequenzen ab.

Somit wird für unseren Einsatzzweck im Groben nach folgenden Maßnahmen unterschieden:

  1. Diffusion
  2. Absorption
  3. Bass-Fallen

1. Bei der Diffusion geht es einfach gesagt darum, die Reflexionen möglichst in kleinere Portionen zu zerlegen, um sie dadurch zwar nicht zu eliminieren, aber um sie durch die dann kleineren Beträge als weniger unangenehm zu empfinden. Mit derartigen Diffusoren wird der Diffusschallanteil erhöht, was zum Beispiel bei großen und schallhart reflektierenden Flächen wie Wänden mit glattem Putz oder großen Fenstern sinnvoll erscheint. Ein paar Beispiele für funktionale, aber auch formschöne Diffusoren sehen Sie [hier].

2. Absorber verhindern hingegen Reflexionen, da sie die auftreffende Schallenergie aufnehmen und in Wärme umwandeln. Wichtige Bestimmungsgrößen sind hier der prozentuale Absorptionsgrad und der Frequenzbereich, in dem die Absorber wirkungsvoll sein müssen. [Hier] finden Sie noch mehr aussagekräftige Bilder.

3. Während die beiden erstgenannten Punkte eher den Frequenzbereich ab etwa 200 Hertz aufwärts betreffen, sind im Bassbereich, also unterhalb von 200 Hz, wegen der entsprechenden Wellenlänge der Problem-Frequenzen großflächige Plattenabsorber, Kantenabsorber oder richtige Bassfallen wie zum Beispiel Helmholtz-Resonatoren nötig, um diesen Bereich zu entdröhnen. Diese werden vornehmlich in den Raumecken drapiert. Effiziente Bassfallen sind [hier] aufgelistet.

Aber wer sich vorstellt, mit ein paar Universal-Elementen, egal ob aus dem Baumarkt oder vom sogenannten Akustik-Spezialisten, die man mal schnell an die Wände nagelt, das Problem in den Griff zu bekommen, der irrt gewaltig! Wer es richtig machen will, muss die folgenden Schritte konsequent durchführen:

Beginnen sollte man am besten erst einmal mit einer Simulation. Das bedeutet, dass man seinen Hörraum exakt vermisst und dann auch alle Einrichtungsgegenstände maßstabsgetreu einzeichnet. Hinzu kommen dann noch alle in diesem Raum verwendeten Materialien, zum Beispiel, ob ein Teppichboden oder ein Parkett verlegt ist oder ob Vorhänge angebracht sind oder nicht. Mit diesen Informationen kann dann der geschulte Raumakustiker bereits einen ersten Entwurf und daraus abgeleitete Empfehlungen zur Korrektur entwickeln.

Noch viel besser ist selbstredend eine echte Messung vor Ort, da diese exakte Ergebnisse liefert. Allerdings ist eine solche Messung entsprechend monetär zu honorieren, was allerdings im Verhältnis zum erwartbaren Klanggewinn wiederum nebensächlich erscheint!

Dann kann sich der Akustiker entsprechend der Bereitschaft zur Umgestaltung des Hörraums, der ja in der Regel auch ein Wohnraum ist, in Absprache mit den Nutzern an die Planung machen. Und hier nehme ich dem geneigten Leser gerne jetzt schon ein wenig die Angst, das Ambiente seines Wohnraums würde durch die notwendigen und nun folgenden Maßnahmen nachhaltig gestört. Dem ist zum Glück heute nicht mehr so, sind doch alle Paneele unseres Lieferanten Vicoustic nicht nur schön anzusehen, sondern auch in mehreren Oberflächenfarben zu erhalten. Allerdings sollten sich die Hörer und Hörerinnen aber auch im Klaren sein, dass man sich ohne ein Minimum an Konsequenz, wie zum Beispiel die Einrichtung eines Stereo-Dreiecks und anderer Maßnahmen mehr, kann man sich so gut wie alles, also auch eine ansonsten gute Anlage sparen.

Und nun muss man, also wir, also ich nur eine Begründung finden, warum der FLSV zusätzlich zur Verwendung der eben genannten passiven Akustikelementen und der Aufforderung zur Bereitschaft, möglichst viele der hier vor Ort und auch in der genannten Fachpresse genannten Tipps und Tricks zur Optimierung der heimischen Raumakustik umzusetzen, trotzdem noch elektronische und Software-basierende Helferlein zur Korrektur eben dieser akustischen Gegebenheiten anbietet? Wird denn das Ergebnis all dieser Bemühungen nicht vielleicht dadurch verschlimmbessert, wie es sonst durch etliche Tuning-Maßnahmen ja der Fall ist?

3.3. Elektronische Raumakustik-Korrektur

Zunächst ist eindeutig festzuhalten, dass die im Folgenden beschriebenen Maßnahmen und Geräte in weiten Bereichen nur die Symptome, aber nicht die Ursachen für fehlerbehafteten Klang behandeln (können). Insofern ist derjenige ganz klar im Vorteil, der die oben beschriebenen Maßnahmen wenigsten in Teilen umgesetzt hat. Aber wer hier keine Chancen auf Durchsetzung sieht – hier kommt mal wieder der berühmte WAF ins Spiel – , der kann dennoch hoffen ohne zu bangen, muss er doch im schlimmsten Fall lediglich ein Gerät mehr in seinem Rack unterbringen.

Tatsächlich sind die aktuellen Programme und Geräte zur elektronischen Raumakustik-Korrektur so leistungsfähig wie nie zuvor. Die Erkenntnis um die Relevanz der raumakustischen Parameter selbst als auch die Algorithmen zur Berechnung der Korrektur der per kalibriertem Mess-Mikrofon erfassten Fehler wurden gegenüber den Vorgängermodellen ständig weiterentwickelt und entsprechend verfeinert.

Wenn man einfach mal von zwei typischerweise in einem Hifi-Haushalt gegebenen Gesetzmäßigkeiten ausgeht, nämlich dass zum einen nicht jeder Musik-Liebhaber seinen Hör- und damit auch Wohnraum ausschließlich nach akustischen Vorgaben einrichten will und darf und somit doch noch Korrektur-Potenzial besteht und zum anderen – und jetzt kriegen wir die oben genannte Kurve – diese Apparaturen auch Fehler korrigieren, die die Lautsprecher selbst produzieren. Und merke: Jeder Lautsprecher macht Fehler! Stichworte sind hier: Verzerrungen und Phasen-Schiebereien durch die Bauteile in passiven Frequenzweichen (Spulen, Kondensatoren, Widerstände etc.), Nicht-Linearitäten in den Antrieben und der Aufhängung der Membranen, Laufzeitunterschiede der verschiedenen Frequenzbereiche und Dynamik-Ungleichheiten bei Mehrwege-Systemen und vieles andere mehr.

Der FLSV bietet hier mehrere interessante Möglichkeiten an. Die erste ist eine PC-/Mac-basierende Software für die Leute, die ihre Musik sowieso auf dem Rechner speichern und verwalten und von dort aus abspielen. Der Rechner wird dann per USB an einen entsprechenden Digital-/Analog-Wandler angeschlossen und das Signal dann zum eigentlichen Verstärker oder gleich in einen der neuen PowerDACs weitergeleitet. Diese Software besteht aus zwei Modulen, nämlich dem eigentlichen Messprogramm zur Erstellung der Filter und einer Abspieloberfläche, dem sogenannten Player, der die Filter bei der Wiedergabe anwendet. Sie heißt Dirac Live® Room Correction Suite, die in einer Stereo– und in einer Mehrkanal-Version fürs Heimkino erhältlich sind und gerade mal 500.- € bzw. 760.- € kosten, wenn man sinnvollerweise das kalibrierte Messmikrofon gleich mitbestellt. Diese Funktionalität gibt es auch für Stereo als Stand-alone-Gerät mit Digitalausgang für 900.- €.

Ein richtiges Hifi-Gerät dagegen ist der Copland DRC-205, das es leider nur noch in geringen Stückzahlen gibt. Es war seinerzeit das mit Abstand günstigste Gerät in seiner Klasse! Es ist selbsteinmessend und es sind vordefinierte und via PC selbst erstellte Klangprofile abrufbar. Einziger formaler Nachteil des DRC-205 ist, dass er über keinen Digitaleingang verfügt, sodass immer zwei zusätzliche Wandlungen des Signals stattfinden.

Eine ganze Etage oder zwei höher anzusiedeln sind die beiden Hifi-Geräte von Trinnov, einem Pionier auf diesem Gebiet aus Frankreich. Hier gibt es für den geneigten High Ender entweder den ST2 Hifi genannten Prozessor zum Einbinden in eine bestehende Stereo-Anlage oder den Amethyst als zentralen Vorverstärker inklusive Phono-Eingang (!) und Streaming-Modul. Somit verfügt der Amethyst nicht nur über einen höchstwertigen Digital-/Analog-Wandler, sondern auch über einen entsprechenden Analog-/Digital-Wandler.

Die herausragende Besonderheit aller Trinnovs ist die dreidimensionale Aufnahme des zu messenden Signals Zeit mit insgesamt vier, penibelst auszurichtenden Mikrofonen auf einem Stativ.

Dass beide Geräte auch über symmetrische Ein- und Ausgänge verfügen, ist für ein aus dem Profi-Lager stammendes Gerät selbstverständlich und sei somit hier nur am Rande erwähnt; Ein- und Ausgänge in Cinch sind aber auch vorhanden.

Wenn man mal gehört hat, was diese beiden Geräte aus einer sowieso schon hochwertigen Anlage noch an Klang (hier könnten jetzt auch die anderen blumigen Begriffe aus dem verbalen Füllhorn stehen, in das die Herren Profi-Tester so gerne greifen) herausholen, dann fällt man erneut vom Glauben ab, an welchen Stellen der High End-Anlage man so viel Geld überflüssigerweise ausgegeben kann (siehe oben!). Es sind eher weniger die Frequenzgangkorrekturen, die sofort ins Ohr fallen, sondern eher Korrekturen des zeitlichen Verhaltens bei der Wiedergabe, da die Trinnovs die akustische Phase des Systems linearisieren. Außerdem wird das Impulsverhalten der Lautsprecher dramatisch verbessert und die ersten Reflexionen des Raumes, soweit möglich, korrigiert.

Wer also zum Beispiel möglicherweise gleich mehrere Stromkabel für viele hundert Euro gekauft hat, ohne einen solchen Trinnov zu besitzen, gehört nach alter Väter Unsitte wenigstens virtuell übers Knie gelegt! Und wenn er es nach dem Kauf des Trinnovs tun möchte, darf er es dann gerne beim FLSV tun. Denn jetzt kann man wenigstens die Unterschiede zur einfacheren Ausführung auch richtig beurteilen.

Das Geschriebene bedeutet aber auf keinen Fall, dass man Lautsprecher in eine Schwimmhalle stellen und dann mit Hilfe der zu nennenden Hilfsmittel ein highendiges Klangerlebnis erwarten kann. Wie immer im technischen Metier gilt auch hier: Je weniger kompensiert und korrigiert werden muss, desto besser!

Auch auf diesem Gebiet arbeite ich ganz eng mit Lauschgoldengel Mathias Thurau zusammen, dessen zweites Standbein neben der Restauration von analogen Schätzchen dieses sehr digitale Betätigungsfeld geworden ist. Das Ausmaß an klanglichem Zugewinn durch diese digitalen Prozessoren ist einfach so gravierend, dass (nicht nur) für ihn ein Schubladendenken wie zum Beispiel „Nur analog hört sich es richtig an!“ der Vergangenheit angehört.

Lassen Sie sich überraschen und überzeugen, was heute in dieser Beziehung möglich ist. Auf alle Fälle werden Sie Ihrer Musik klanglich und damit auch emotional die entscheidenden Schritte näher kommen als mit jeder anderen Tuning-Maßnahme aus dem überquellenden Hifi-Zubehör-Supermarkt!

Und wie heißt es beim FLSV in regelmäßiger Schönheit?

Es bleibt spannend!