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Sich am Riemen reißen #2

Eine kleine Anekdote aus der Vorbereitung der Bamberger Analog-Tage 2016, Round 2 zeigt, dass Hifi-Händler auch nur Menschen sind, obwohl sie sich schon manchmal extraterrestisch in ihrer selbst unterstellten Unfehlbarkeit darstellen. Und die geht ungefähr so:
Im Kleinen Vorführstudio war das Thema ja die drahtlose Übertragung der Analogsignale per Bluetooth und per WLAN-Funk zu den beiden Dynaudio Lautsprechern. Beim Ausprobieren des Pro-Ject The Classic mit einer Maxi-Single, die ja bekanntlich mit 45 Umdrehungen pro Minute laufen und für die einfach nur der Antriebsriemen auf die andere Ebene des Pulleys gelegt werden muss, also mit einem Handgriff, der schon gefühlte 1000 Mal ausgeführt wurde, brachte ein merkwürdiges Klangerlebnis. Denn die Stimme von Kurt Hauenstein alias Supermax(i) auf einer Maxi-Single, die wir für solche Zwecke rauf- und runternudeln, klang viel zu hoch. Das bedeutet, dass der The Classic viel zu schnell, so ungefähr mit 60 RPM (RPM = Revolutionen pro Minute), lief. Auch andere Maxi- oder Super Sound-Singles brachten denselben Effekt zu Tage. Für mich und die anderen Anwesenden war damit ganz klar: Das Pulley hat den falschen Durchmesser!

Nach Rückfrage bei deutschen Vertrieb, also bei Audiotrade ATR ergab, dass es bisher keinen The Classic mit falscher Geschwindigkeit bei 45 RPM gab oder dass es bisher noch keinem aufgefallen sei. Aber der Test mit einem anderen Modell ergab, dass es nicht das Pulley sein konnte.

Die Lösung des Rätsels habe ich dann wenigstens selbst herausgefunden: Ich habe beim Wechseln des Riemens diesen genau auf die Rille zwischen den beiden Ebenen aufgelegt! Das muss man erst einmal schaffen, vor allem, dass er genau da auch über viele Umdrehungen liegen bleibt.

So kann man zum Glück konstatieren: Generalprobe versiebt, Auftritt perfekt!

Sich am Riemen reißen #1

Viele meiner Gäste fragen mich, warum denn alle Plattenspieler mit Riemenantrieb dauernd in Bewegung seien, also warum sich deren Plattenteller auch bei Nichtnutzung dreht. Das ist ganz einfach zu beantworten:
Anders als in einem Privathaushalt, in dem sich normalerweise nur ein Plattenspieler befindet, werden meine Ausstellungsstücke nur gezielt eingesetzt. Um aber Standschäden nicht nur beim Tellerlager, sondern auch am Antriebsriemen zu vermeiden, laufen sie einfach vor sich hin. Das ist nicht nur billiger, als dauernd neue Riemen aufzuziehen, sondern auch besser für den Gleichlauf.

Im Aufmacherbild ist ein extremes Beispiel für einen solchen Standschaden zu sehen. Außerdem ist zu erkennen, dass dieser Dreher wohl ein längere Zeit auch nicht besonders trocken gelagert wurde. Auf der Innenseite des Riemens ist sogar deutlich der abgelagerte Rost, den das Pulley angesetzt hat, zu erkennen.

Kurzes Résumé von Round 2 der Bamberger Analog-Tage 2016

Nachdem es jetzt auch in den Printmedien und erst recht in deren Online-Ausgaben bis hin zum Veranstaltungskalender National* der High End Society kundgetan wurde und somit eigentlich alle Hifi-Interessierten informiert gewesen sein sollten, war auch der Zulauf in dieser zweiten Runde der Bamberger Analog-Tage 2016 am vergangenen Wochenende deutlich höher als eine Monat zuvor in Runde 1. Das hat mich sehr gefreut, denn es steckt ja auch eine Menge Arbeit und anderer Aufwand in der Organisation und Ausführung einer solchen Veranstaltungsreihe.

Danke für den tollen Besuch! Besonders gefreut hat mich der Besuch des Schweinfurter Fan-Clubs am Freitag genauso wie der Besuch der Nürnberger Club-Fans am Samstag.

Ich danke ganz besonders den beiden Vertretern der Vertreter-Zunft, nämlich Frank Schick vom High Fidelity-Studio,

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Frank Schick mit AMG Giro (links im Bild) und Walter R. aus B.

der den AMG Giro samt Tonarm und Tonabnehmersystem im High End-Kino einstellungstechnisch perfekt auf den Punkt gebracht hat, sowie Alan Bachmann von DALI Deutschland, der mit seiner bekannten Begeisterungsfähigkeit die große Anlage im Großen Vorführ-Studio (#2: Das große Besteck) Musik in allen Schattierungen dargestellt hat, ohne dabei die Technik allzu sehr in den Vordergrund gerückt zu haben. Bei ihm – wie beim FLSV auch – steht nämlich die Musik und die Emotionen, die sie auslösen kann, und nicht die Technik im Vordergrund. Diese sollte eigentlich selbstverständlich sein. Mittelmäßig oder belanglos darf sie wiederum aber auch nicht sein. Aber dafür sorgen wir ja schon im Vorfeld.

Im Kleinen Vorführstudio verblüfften die beiden Drahtlos-Systeme, auch wenn die Blauzahn-Variante bestimmt noch steigerungsfähig sein wird. Aber was der Pro-Ject The Classic bis hin zur Dynaudio Focus 200 XD klanglich hervorbrachten, das ist tatsächlich schon fast keine Zukunftsmusik mehr, sondern State of the Art in diesem Segment!

So können Sie gespannt sein, was es in Round 3 nächsten Monat neben den vielen neuen alten Schallplatten, die extra für diesen Anlass hier drapiert werden, zu sehen und vor allem auch zu hören sein wird. Ich bin es jedenfalls schon. Und weil es eben Klassik-Schallplatten sein werden, die hier tonnenweise angeboten werden, bietet sich doch eine echte Vintage-Anlage an, oder nicht? Material hierfür ist zumindest reichlich vorhanden.

Und Round 4 wird ein Mega-Event, das darf ich an dieser Stelle schon ein einmal verraten!

*Hier waren wir übrigens die Allerersten, die aufgelistet wurden!

 

Nachesel der High End 2016 in Minga

Ja, ich weiß, es heißt NACHLESE. Aber diesmal kam ich mir manches Mal so vor wie ein solcher. Das lag daran, dass ich mir, wenn man das Aufmacherbild genau anschaut, wohl nicht eingebildet habe, ich sei der Einzige aus der praktischen Beratung, und hier nehme ich alle Personen aus dem Vertrieb von Audio Trade ATR ausdrücklich in Schutz, da diese ganz klar andere Aufgaben zu erfüllen hatten, auf diesem wie immer größten Stand der gesamten Leitmesse für hochwertige Unterhaltungselektronik, der sich wieder einmal um die einzig wahren und wichtigen Menschen aktiv bemüht hat, nämlich die Kunden, die sich erstmalig oder wieder für einen der vielen und bezahlbaren Plattenspieler interessiert haben. Und das sollte meiner bescheidenen Meinung nach eher ein Pro-Ject Plattenspieler sein, da diese nach wie vor eine Preisklassen-bezogen überragende Qualität bieten. Den Beweis treten wir beim FLSV in Bamberg gerne jederzeit an, werte Kollegen aus England und dem Schwarzwald!

Was gibt es denn Neues von diesem öschterreischisch-scheschischen Hersteller zu berichten? Viel zu viel, möchte ich sagen, denn, wenn alles kommt, was auf diesem Stand als Muster gezeigt worden ist, dann muss ich circa 50 % aller sonstigen Ausstellungsware verräumen, um Platz dafür zu schaffen. Allerdings werde ich die Anzahl der Modelle wie den abgebildeten Acryl-Dreher, die eher dem Lifestyle geschuldet sind, eher kurz halten und nur in Ansätzen ausstellen.

High End 2016 - Pro-Ject Xperience in Acryl und einfach - orange

Kurz vor der Auslieferung steht der Vertical Player, den die Welt gebraucht hat wie Deodorant gegen Knoblauch. Es gibt hier für mich unter Hifi-technischen Gesichtspunkten nur eine sinnvolle Anwendung, wenn nämlich das Regal zu wenig Tiefe für einen normalen Plattenspieler bietet. Aber wie immer entscheidet der Markt, ob etwas floppt oder tobt.

High End 2016 - Pro-Ject Vertikalplayer

Was wohl in großer Bandbreite kommen wird, sind diverse Modelle mit einem Tonarm nach klassischem Vorbild als sogenannter S-Shape und mit einem Headshell mit Bajonett-Verschluss nach SME. Für mich ist hier der einzig nennenswerte Vorteil der, dass man verschiedene Tonabnehmer relativ schnell für spezielle Anwendungen einsetzen kann, zum Beispiel, wenn man neben normalen LPs auch gerne und viel Singles und Schellack-Platten hören mag.

High End 2016 - Pro-Ject-Player mit S-Shape-Tonarm

Ansonsten ist wohl auch wieder dem sogenannten Lifestyle geschuldet zu vermerken, dass es auch von den kleineren Modellen viele, viele Ausführungen gibt und geben wird.

High End 2016 - Pro-Ject Farbenpracht - wie im Frühling

Außerdem wird bald wieder eine Juke Box zur Verfügung stehen, also eine vollständige Kompaktanlage mit Plattenspieler, Phono-Vorverstärker, Verstärker und diversen Gimmicks. Hier muss nur noch ein Paar Lautsprecher angeschlossen werden und fertig ist der Lack (weiß, rot und schwarz sind erhältlich). Dass die Juke Box E gerade mal 420.- €  kosten wird, freut bestimmt den einen oder anderen Einsteiger und deren weibliche Äquivalentinnen.

High End 2016 - Pro-Ject-Juke Box E

Diese ganze Vielflut von Neuheiten ist unter anderem wohl dem runden Geburtstag von Pro-Ject Audio geschuldet, denn der Weltmarktführer bei Plattenspielern wird in diesem Jahre 25 Jahre jung! Das ist mal wenigstens ein echtes Jubiläum. Ich gratuliere ganz besonders, nicht nur, weil ich diese 25 Jahre vollständig als Fachhändler vor Ort begleitet habe. Aber es ist schon eine ganz besondere Leistung, ein analoges Produkt in Magerausstattung in Zeiten der Volldigitalisierung und hier vor allem gegen die Compact Disc (CD) auf den Markt gebracht zu haben und auch bis heute noch zu bestehen.

Herr Heinz Lichtenegger hat sich die Chance nicht nehmen lassen, um persönlich auf diesem unserem als auch seinem Messestand seine Wurzeln und seine Beweggründe für diesen Schritt wortreich  darzustellen.

High End 2016 - Heinz Lichtenegger in Aktion

Und weil er gerade so schön dabei ist, sein „Geburtstagsgeschenk an die analoge Gemeinde“ zu erläutern, übersetze ich das mal in Hochdeutsch:
Das Modell heißt schlicht und einfach Classic und verhehlt optisch seine Vorbilder kaum. Man kann sich als alter Sack, sprich als erfahrener Hase, zwischen Thorens und Linn entscheiden, je nachdem, ob man sich vorne links einen Schalter oder einen Knebel vorstellt. Der Classic ist ein vortäuschender Subchassis-Spieler, der eben nicht auf Federn gelagert ist, sondern auf Kugeln aus einem von Ortofon entwickelten Kunststoff namens TPE. Er ist somit wartungsfrei!

High End 2016 - Pro-Ject Classic

Der Plattenteller stammt aus der Xtension-Baureihe und ist ebenfalls mit TPE bedämpft. Der bekannte Subteller ist bis auf 1/1000 feingedreht! Der Tonarm folgt der bei den beiden kleinen RPM-Modellen RPM 1 Carbon und RPM 3 Carbon bereits umgesetzten Technologie, bei der auf einen Kern aus Aluminium das von außen sichtbare Karbon-Geflecht laminiert ist. Das ergibt nicht nur eine größere Steifigkeit, sondern auch ein deutlich verbessertes Resonanz-Verhalten gegenüber den Modellen aus nur einem Material.

High End 2016 - Tonarmrohr Pro-Ject Classic

Dass der Pro-Ject Classic mit einem Ortofon 2M Silver ausgestattet sein wird und in drei Echtholz-Varianten (Walnuss, Eukalyptus und Palisander) angeboten werden wird, sei der Vollständigkeit halber genauso erwähnt wie, dass dieser schnörkellose Player gerademal 1000.- € kosten wird. Somit stellt dieses Modell in Anbetracht des gebotenen Aufwands wohl wieder einen weiteren Meilenstein in Sachen Preis-/Leistungs-Verhältnis dar!

Aber auch bei der Elektronik, sprich bei Pro-Ject Box Design wird es viele Neuerungen in der mittleren DS-Baureihe geben. Allerdings ist hier noch kein konkreter Erscheinungstermin in Sicht, so dass an dieser Stelle nicht viel davon berichtet wird. Worauf allerdings auch ich mein besonderes Augenmerk gerichtet habe, ist der unter einer Haube gesicherte Maia S in Luxus-Ausführung. Hier ist wohl eine CNC-gesteuerte Alu-Fräse ganze acht Stunden am Werk, um aus einem vollen Block Aluminium diese Preziose zu schaffen.

High End 2016 - Pro-Ject MaiA S in Luxusausführung

Dass gleich im Eingangsbereich der High End eine wirklich ansehnliche Ausstellung von grafisch höchstwertigen LP-Covern den Besucher eingestimmt hat, zeigt einen der vielen Gründe, die neben dem angenehme(re)n Klang für die gute alte schwarze Scheibe sprechen.

High End 2016 - Ausstellung im Foyer

Dass es in Minga auch Neuigkeiten anderer Hersteller gegeben hat, kann und soll nicht verschwiegen werden, im Gegenteil! Mehr davon in diesem Theater zu gegebener Zeit. Aber da ich die Zellteilung noch nicht beherrsche, habe ich mich wie in den letzten Jahren auf diese eine Sache konzentriert. Und jetzt reicht es mal wieder für eine ganze Weile. Schön war’s und trotzdem:
Es bleibt spannend!

Neue Kabel für Pro-Ject Plattenspieler

Das Nörgeln hat ein Ende! Nicht nur meiner Einer, sondern viel publikumswirksamer hat zum Beispiel Herr Matthias Böde von der Zeitschrift STEREO schon viele Jahre lang bessere Kabel für die kleineren Modelle von Pro-Ject Audio gefordert, da die bisher ausgelieferten eher für die Funktionskontrolle, als für den Musikhörgenuss getaugt haben.
Nun gibt es also ab sofort bei Auslieferung neuer Modelle die Kabel der E-Klasse gleich mit im Umkarton. Aber auch Besitzer älterer Plattenspieler dieser Marke, die übrigens gerade ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, kommen nicht zu kurz, denn der FLSV bietet ab sofort diese Kabel im Austausch an. Für nur 20.- € Aufpreis erhält man einen Satz neue Kabel, aber nur, wenn man sein altes, schwarzes Kabel als Nachweis hier abliefert.

Und es wird noch besser: Die ersten fünf (in westdeutschen Worten: fünneff) Kunden, die dieses Angebot wahrnehmen wollen, erhalten es sogar ohne Berechnung, aber auch hier nur im Tausch, also eigentlich geschenkt. Es gilt also: Wer zuerst kommt, mahlt in den schöneren Tönen.

Nützliches Zubehör, Part 2 von 1001

Seit Jahr und Tag bietet der FLSV neben den festen Geräten und Lautsprechern auch eine Unmenge gerade im Bereich Zubehör an. In loser Folge werden an dieser Stelle ein paar dieser nötigen und nützlichen, meist aber auch klangfördernden Accessoires vorgestellt.

Oftmals sind unsere geliebten Schallplatten nicht richtig plan, was durch mangelndes Gewicht als auch durch äußere Einflüsse wie zum Beispiel durch Verformung durch Hitze hervorgerufen sein kann. Das führt zu deutlichen Bewegungen des Tonarms samt Nadelträger des Tonabnehmers. Das wiederum hat hörbare Geschindigkeitsschwankungen zur Folge! Um das ein wenig abzumildern werden Plattenteller-Auflagen in Form von Gewichten und Klemmen verwendet. Bei den größeren Modellen aus dem überaus reichhaltigen Plattenspieler-Programm von Pro-Ject Audio Systems sind diese bereits im Lieferumfang enthalten.

Aber Vorsicht: Wenn Sie einen kleineren Palttenspieler nutzen, können Sie nicht alle Plattenteller-Gewichte verwenden, da deren Gewicht oft eine zu große Last für die verbauten Teller-Lager darstellen. Erhöhtes Rumpeln und eine verminderte Lebensdauer des Lagers wären die unangenehme Folgen. Das Gleiche gilt für die allermeisten „Wackelpeter“, also Plattenspieler mit Subchassis, wie sie zum Beispiel bei den älteren und großen aktuellen Modellen von Thorens, bei Linn und anderen Herstellern verwendet werden, da dort die Federn falsch belastet würden und so ihre Wirkung einbüßen.

Abhilfe für diese Vielzahl von Drehern steht wiederum von Pro-Ject zur Verfügung. Sie nennt sich markentypisch Clamp it und wiegt lediglich 120 Gramm und sollte mit jedem Lager harmonieren. Und dass sie auf der Unterseite mit Leder bezogen ist, um das Label der Schallplatte zu schonen, sei hier nur am Rande erwähnt.

Probiern Sie es einfach aus, ob Ihnen dieses kleine Teil die gewünschte Planlage und die damit verbundenen klanglichen Vorteile bietet. Außerdem sieht sie doch schick aus, oder?

Der FLSV hält so eine Plattenklemme stets zum Testen für Sie bereit.

Große Ereignisse werfen ihr Licht voraus #1: Analoge Anlage der Analog-Tage 2015

Auch wenn wir beim FLSV in Bamberg uns stets unserer Preiswürdigkeit, übrigens zu Recht, rühmen, dann soll das nicht heißen, wir könnten nicht auch luxuriös. Und um mal ein Beispiel von grenzenlosem Überschwang zu geben, stellen wir im Folgenden in nicht ganz so loser Folge unsere Anlage #1 von insgesamt 5 vor, die während der Bamberger Analog-Tage 2015, also am Freitag, dem 04. und Samstag, dem 05. Dezember 2015 jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr im kleinen Vorführstudio aufkrachen wird.

Beginnen wir mit der Quelle und das ist ein Plattenspieler OHNE Haube, dafür aber mit krummem Tonarm. Und dann braucht’s unbedingt noch ein kleines Kästchen, das verschwenderisch verchromt ist wie bekannte Berliner Vorbilder. Als wäre es nicht schon genug wird das Signal in ein anachronistisches Gerät ähnlich Omas Dampfradio mit Glühbirnen geleitet. Fehlt nur noch das Magische Auge! Und bestimmt ist das Teil nicht fernbedienbar, stimmt’s? Konsequent sich jeder modernen Technik widersetzend geht es dann nicht mal drahtlos in Kisten, die so ähnlich wie Lautsprecherboxen aussehen, aber wieder klassisch, sprich völlig veraltet, in Dreiwege-Technik ausgeführt sind. Und dass soll auch noch Musik machen?

Aber wie! Hören Sie mal in diese minimalistische und deswegen auch optisch wunderschöne Anlage hinein, wie analoge Technik heute klingen kann! Danach muss man sich schon fragen, warum viele Leute heute lieber ihre Musik auf dem Rechner horten, um sie dann bequem vom Sessel aus per Tablett steuern zu können. Am besten spielt man dann die Stücke noch dauernd beliebig mal für wenige vermeintlich prägnante Augenblicke an, um dann weiter zum nächsten Titel zu skippen, anstatt sich mal in voller Kontemplation einem Album ganz hinzugeben.

Aber Sie wissen ja: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und so kommen wir zum Schluss notgedrungen zur Preisnennung, zum Show Down, dem endgültigen. Derart veraltete Technik ist nicht umsonst zu haben:

Anlage 1 an den Bamberger Analog-Tagen am 4. und 5. Dezember 2015
Wo? Kleines Vorführ-Studio auf Schroers & Schroers Rack
Plattenspieler Pro-Ject RPM 3 Carbon mit Ortofon 2M Black        1.135,00 €
Kleinsignalkabel Pro-Ject RCA-CC          115,00 €
Phono-Vorverstärker analogis Résumé          444,00 €
Kleinsignalkabel Pro-Ject CC            93,00 €
Verstärker Cayin MT-12L          800,00 €
Lautsprecherkabel Goldkabel Speaker Flex inkl. Hohlbananas            63,00 €
Lautsprecher Cabasse Minorca auf Dynaudio Stand 3X        1.150,00 €

„Unpacking the AMG Giro“ oder wie das neudeutsch heißen mag

Und wie im Aufmacher sieht er aus, der Karton vom High Fidelity-Studio, dem deutschen Vertrieb von AMG und anderer Qualitätsmarken aus Augsburg: eher klein und unschuldig wirkend.

Auch wenn es eigentlich kein Hexenwerk ist, einen hochwertigen und bestens verarbeiteten Plattenspieler wie den AMG Giro als Laufwerk samt Tonarm 9W2 und MC-Tonabnehmer Teatro in einen spielfertigen Zustand zu versetzen, sollte man dennoch eine gehörige Portion Erfahrung, entsprechende Werkzeuge und andere, für diesen Zweck geeignete Hilfsmittel mitbringen.

Und um einmal aufzuzeigen, wie viel Feinarbeit doch in einem solchen Projekt stecken, haben wir den [hier] hinterlegten Artikel samt dazugehöriger Fotostrecke erstellt. Diese Bildinformtionen haben wir übrigens aus vollster Überzeugung nicht als Video mit echt fast ganz ungestellten Szenen auf DuRöhre eingestellt. Wir, das sind mal wieder Lauschgoldengel Mathias Thurau und meine Wenigkeit.

 Wir wünschen viel Vergnügen und die eine oder andere Erkenntnis bei der Lektüre!

Einrüstung im Portfolio des FLSV

Und weil die Auspackerei eher wegen der neu zu organisierenden Organisation der vielen Vorführgeräte im großen Möbel von creaktiv, hier konkret das Audio 1 Rack in vierfacher Breite, zur Plackerei wurde, wurden dessen Innereien umgehend und derart umgestellt, dass nun ein reibungsloser Ablauf in der Vorführung der Stereo-Geräte nahezu jederzeit gewährleistet ist.

Dazu musste vor allem der grandiose Furman Elite PF-16 Ei links unter das Rack gequetscht werden, um den angestammten Platz für die Kombi aus CDS27 und A39 von Arcam frei zu machen. Damit mussten aber auch alle Netzleitungen neu verlegt werden.

Außerdem sollten die drei neuen Exposure Verstärker aus optischen Gründen in räumlicher Nähe zu den kleineren Geschwistern untergebracht werden. Dazu mussten wiederum die Geräte von Vincent und Audiolab die Plätze tauschen.

Auf der linken Seite sind die Yamahas gesetzt.

Und die vier oberen Etagen sind und bleiben den Hütern des analogen Schatzes vorbehalten. Außerdem sind Plattenspieler nicht nur ein besonderer Blickfang, sondern lassen sich dort auch deutlich besser bedienen, stimmt’s?

Die neue High End-Kombi aus Yamaha CD-S3000 und A-S3000 wird ganz offensichtlich auf dem Granit-Altar auf der anderen Seite zur Schau und zur Demo und zum Gebrauch gestellt.

Und bevor Sie die Übersicht verlieren, gibt es [hier] eine kurze Übersicht über die nun fast vollständig angeschlossenen oder nur mit kurzer zeitlicher Verzögerung tatsächlich vorführbereiten High Fidelity- und High End-Komponenten des FLSV in Bamberg.

MM-Marathon vorerst beendet

Anlässlich des letzten Treffens der GenussHörer wurde die vorerst letzte Stufe des MM-Marathons gezündet und dabei weit über 20 verschiedenen Tonabnehmer dieses Prinzips im Vergleich vorgestellt.

Es sind dabei vier der führenden Tonabnehmer-Marken großflächig vertreten, nämlich in alphabetical order: audio-technica, Grado, Nagaoka und Ortofon. Die Preispanne reicht dabei von nicht einmal 40.- € bis immerhin 860.- €.

Sollten Sie sich über die beim FLSV verfügbaren MM- und MI-Systeme einen ersten Überblick verschaffen wollen, dann gibt es hierfür auch eine [komplette Liste].

GenussHören, die elfte

Am Samstag, dem 18. April 2015 fand das inzwischen 11. GenussHören-Treffen statt. Zur Erinnerung: Hier treffen sich drei- bis viermal im Jahr Musikbegeisterte im privaten Rahmen, um vorher angekündigte technische Besonderheiten unseres anderen Hobbys (High Fidelity und High End) interessant aufzubereiten und mit Leben, sprich mit Musik zu füllen.
An diesem Abend lag der technische Schwerpunkt diametral zur letzten Veranstaltung, und zwar auf durchgehend analoger Wiedergabe von Schwarzem Gold, vulgo von der guten, alten Schallplatte, dem schon mehrfach totgesagten Medium.

Wer mehr über diese Veranstaltung sehen und lesen möchte, der schaue sich bitte die [Nachlese GenussHören vom 18. April 2015] an.

Neu beim FLSV: Pro-Ject Debut Carbon als limitiertes Sondermodell #2

Das ist das zweite erhältliche Sondermodell. Das Design des Modells „Frida“ ist dem Cover des neuen Albums „Clap Your Hands“ von Parov Stelar nachempfunden und zeigt die weltberühmte Künstlerin Frida Kahlo.

Genialer Trick für Pro-Ject Plattenspieler

Wie oft habe ich mich schon über die viel zu große Schlaufe beim Anti-Skating-Gewicht bei ALLEN Tonarmen von Pro-Ject mit Ausnahme der großen Evolution cc-Tonarme geärgert, da diese kaum Halt auf der entsprechenden Achse fand. Bei der kleinsten Anregung fiel das runde Gewicht auf und davon. Jedenfalls ist, nein war dieses Teil das am häufigsten nachbestellte Ersatzteil beim deutschen Vertrieb (der ja nix dafür kann).

Jetzt gibt es Abhilfe, und zwar mit Hilfe eines kleinen Gummirings, der mit seinen 2mm Innendurchmesser gerade so auf die entsprechende Achse von hinten aufgeschoben wird, dass die Schlaufe durch die Friktion des Gummis, also durch dessen Reibung, dort sitzen bleibt und somit die Gefahr des Verlustes gebannt wird.

Und sollten Sie an Voodoo glauben: Der Gummiring bedämpft natürlich auch diese Schlaufen-Aufnahme. Das Klangbild wirkt dadurch ruhiger, die Mitten strahlen seidiger, die Höhen sind nicht mehr so nerviger und so weiter und so blubb.

Zu sehen ist die pfifiige Lösung am Tonarm eines RPM 1.3 Genie und zu verdanken habe ich diesen Tipp wieder mal meinem Lauschgoldengel Mathias Thurau. Vielen Danke dafür!

Und jeder FLSV-Kunde, der jemals einen Pro-Ject Plattenspieler gekauft hat, darf sich hier einen solchen Ring, selbstredend ohne Berechnung, aber gerne gegen eine Spende für den Bamberger Kinderschutzbund, abholen, um weiteren Groll in dieser Beziehung ab sofort im Keim zu ersticken.

Nachlese zu den Bamberger Analog-Tagen 2014

Auch wenn es im Vorfeld schien, als hätte sich die halbe Welt gegen uns verschworen, um dieses aufwändige Unterfangen nicht umfassend vorzubereiten und durchzuziehen, so kann man im Nachhinein doch sagen: Es war wie im Vorjahr auch ein tolles und erfolgreiches Ereignis, das allen Beteiligten auf beiden Seiten sichtlich Spaß gemacht hat!
Angefangen hat es mit der versäumten Nennung… [mehr]

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