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Nachlese der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019

So viel Vorbereitungszeit wie in diesem Jahr wurde vorher noch nie investiert (Rekord #1).

Diesmal war für eine adäquate Präsentation der Pretiosen der Umbau des halben Ladens notwendig.
So aufgeräumt sah es der unbedarfte Besucher, nämlich adrett dekoriert, ohne den FLSV-Style zu ignorieren.

Das wurde aber auch durch die Anzahl der Besucher belohnt (Rekord #2). Schon am Freitagvormittag waren alle drei Vorführräume gut bis sehr gut besucht (Rekord #3), was angesichts der Erfahrung der letzten Jahre, als auch des Bamberger Schmuddelwetters (eher Regen als Schnee) nicht zu erwarten war. Lag das wohl daran, dass wir wieder gleich zwei Sensatiönchen in Form von Weltneuheiten präsentiert haben (Einstellung von Rekord #0)? Jedenfalls gab es auch diverse Problemchen, die nicht ganz ohne waren und dennoch souverän schnell bis souverän aufwändig gemeistert wurden (Rekord #4). Und zum Glück standen ausreichend, zumindest für alle Gäste, nämlich gleich 4 Sorten Bier zur Auswahl (Rekord #5).

Was ist leichter zu leeren? Vier Kisten Ware oder vier Kisten…

So, Schluss mit den Subberlativen. Jetzt wird von der Veranstaltung selbst berichtet. Und da gibt es nicht viel zu erzählen, zumindest was eventuelle Abweichungen vom angekündigten Programm betreffen, denn wir haben uns streng, aber nicht sklavisch daran gehalten. Insofern darf ich an dieser Stelle einfach die Links zu den jeweiligen, bereits ausformulierten Beiträgen nennen und meine Eindrücke dafür mit umso mehr Bildern garnieren:

Im Kleinen Vorführstudio spielte die analog-digitale-vollaktive-Raumakustik-korrigierte Anlage. Diese wurde erweitert durch die Möglichkeit, das Tonabnehmersystem durch die insgesamt vier möglichen hochwertigen Nadeleinschübe, die Ortofon in dieser Baureihe anbietet, zu bestücken. Zur Erinnerung: Diese unterscheiden sich nicht durch den Generator, sondern nur durch die Fassung des Abtastdiamanten, aber vor allem durch den Nadelschliff! Somit ist ein schneller, nachträglicher Austausch mit einem Handgriff möglich; lediglich die Auflagekraft muss je nach Modell gegebenenfalls neu justiert werden.

Nadeleinschübe wie auf der Perlenschnur aufgereiht, v.l.n.r.: Ortofon Stylus OM 10, OM 20, OM 30 und OM40

Hier sollte sofort ein hörbarer Unterschied zu erkennen sein, schließlich sind wir ganz, ganz vorne in der ganzen Hifi-Kette. Und er war!

Ebenfalls im Kleinen Vorführstudio waren die neuen Modelle von Pro-Ject Audio ausgestellt. Zum Einsatz kamen sie aber nicht, genauso wenig wie drei besondere Gäste, die mir Audio Trade ATR zur Verfügung gestellt hat. Hier handelt es sich um neue, eher am oberen Rand des eigenen analogen Portfolios angesiedelte Produktreihen. Ausgestellt wurden, von links nach rechts, der aus Kanada stammende Hingucker Zavfino Copperhead-X,

recht massive Erscheinung, der Zavfino Copperhead-X

aus Taiwan kommt der ultrakompakte, aber mit verstecktem High Tech vollgepackte Tien TT-3 mit dem hauseigenen Tonarm Viroa und

Der wohlkürzeste Name für eine veritable High Tech-Maschine: Tien TT-3

rechts reiht sich noch der Zavfino ZV8X samt Tonarm Aeshna hinzu.

nicht ganz so unbillig, wie er aussieht, der Zavfino ZV8X

Allein deren Optik macht doch Lust auf Vinyl, oder? Man muss ja noch nicht einmal eine Schallplatte drauflegen, so ansprechend sind die drei Modelle gezeichnet.

Im Großen Vorführstudio standen ganz klar die beiden Weltneuheiten von Ars Machinae im Blickpunkt.

Gut geführt: das Hana ML im Ars Machinae Lignum R

Gut bestückt, bestens verkabelt

Symmetrische Verkabelung OHNE Masseableitung ist Pflicht bei den Phono-Vorverstärkern von Blue Amp.

und genauso gut vorverstärkt

Blue Amp zurzur MK III vor prächtiger Kulisse

wurde am Freitag die vietnamesische Kombination aus Thivan 211 Single-ended Anniversary und GrandHorn vorgeführt,

Die Freitags-Lautsprecher: Thivan GrandHorn

während am Samstag die chinesisch-italienische Verbindung der größten Verstärker von Cayin mit der ebenfalls größten Zingali zum Zuge kam.

Die Samstags-Lautsprecher: Zingali Twenty Evo 1.2

Wir schweifen nur kurz ab und zwar nach links, denn hier ist die komplette Röhren-Elektronik untergebracht.

Röhren-Elektronik vom Allerfeinsten und von Cayin und von Thivan

Haben Sie das Kabelwirrwarr unter dem Granit-Altar gesehen? Aber dort laufen die Lebensadern dieser Komponenten zusammen. Das gehört auch dazu, zumal man sie in der Regel gut verstecken kann.

Ein Blick unter die Kulissen: Furman Netzfilter und Supra LoRad Netzkabel

Ralf Wölfel (Entwicklung) und Alexandra Krug (Design) von Ars Machinae hatten jedenfalls kaum eine Pause, so ein Andrang war dort zu verzeichnen.

Im ruhigeren High End-Heimkino gab es an der angekündigten Kette zusätzlich den reellen, weil direkten Vergleich zweier Tonabnehmer-Systeme, wobei hier System tatsächlich ursächlich zu verstehen ist. Hier war Frank Schick in seinem Element, die jeweiligen Besonderheiten zu erläutern, zumal die ATC SCM 40 als Abkömmlinge eine ansonsten Studio-Monitore bauender Spezialisten wirklich gut geeignet sind, auch feinere bis feinste Unterschiede darzustellen. Und wie immer, zumindest auf diesem Niveau, gingen die Meinungen der Zuhörer auseinander, welchem System der Vorzug zu geben sei.

Das High End-Heimkino mit der wohl preiswertesten Anlage der Bamberger Analog-Tage 2019

Dass es auch lukullisch zum Besten stand, habe ich Achim, Stefan und Alexandra zu verdanken. Achim brachte die weltbesten Weißwürste samt Zubehör mit und bereitete sie auch noch zutzelgerecht zu,

Weiße Würste und braune Brezen; im Magen kommt eh alles zusammen.

während Bräu Stefan Z. aus M., das liegt hinter Burgebrach im Steigerwald direkt an der B22, mit seinem Weißbier für die flüssige Begleitung eben dieser Weißwürste sorgte. Alexandra hat dann am Freitagabend mit leckerem Weißkäse, Schmalz- und Butterbroten für einen angemessenen Abschluss gesorgt.

Gute Fee Alexandra bei der Zubereitung und auch guter Feeerich Frank bei der Vorverkostung des Buffets

Habt für diese Unterstützung, die ja auch als Entlastung zu verstehen ist, besonders herzlichen Dank.

Ein weiteres Danke-Schön gilt dem anderen Achim, der mir ein besonders schönes Mitbringsel übereignet hat.

Das mit Abstand schönste Mitbringsel für Micha von Achim

Es gab übrigens noch nebenher, als kleine Entsprechung der großen BR-Aktion, an diesen Tagen auch beim FLSV eine Spendenaktion zu Gunsten von Kindern in Not. Hier ist der FLSV ja seit Jahren sehr eingleisig, aber erfolgreich für den Bamberger Kinderschutzbund aktiver Spendensammler.

Richtig viel Aufwand für reichlich Lesestoff in der Tüten des Wunders

Diesmal wurde eine alte Idee aufgegriffen, bei der eine Wundertüte im Wert von etwa 100.- € in Form von hochwertigen Hifi- und Musik-Zeitschriften samt kultiger Stofftragetasche gegen einen Zehner in Euro getauscht wurde. So sind immerhin 140.- Euronen für einen guten Zweck zusammengekommen!

Fertig gepackt, die Wundertüte nebst Werbung. Dank an Andreas R. von der Firma Y. aus R. für den Stoff.

Übrigens gab es auch wieder die üblichen Devotionalien als Weggeber, neudeutsch für Give-away.

Alterslos und immer wieder gerne genommen: die hochwertigen Kulischreiber und Schlüsselbänder

Aber dass wir eigens für diese Veranstaltung eine Schallplatte haben pressen lassen, entspringt doch einer dieser modernen Verschwörungstheorien! Oder ewa nicht?

Ein netter, weil auch zeitnaher Zufall: die Schallplatte der B.amberger A.nalog-T.age 2019

Aber es gab diesmal noch andere, schier unverkaufbare Schallplatten zu kaufen. Im Bild zu sehen sind wohl die teuersten LPs, die mein Laden je von innen gesehen haben. Für die anderen kann ich zum Glück nicht mitreden, denn ein Sammler exotischster Sonderauflagen war ich noch nie.

Wenn Sie das Bild vielfach vergrößern, erkennen Sie den astronomisch hohen, aber angemessenen Preis.

Das war, wie immer, eine tolle Veranstaltung! Vielen Dank deswegen auch an meine, unsere zahlreichen Gäste, denn ohne euren Besuch würde sich der immense Aufwand zum einen ja gar nicht lohnen. Und zum anderen setzt man sich als Fachhändler vor Ort mit solchen Aktionen auch von den Versendern und den anderen Kistenschiebern ganz deutlich ab. Eine Win-Win-Situation, wie wir meinen.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

Zuckerl als Zusatz-Bonbon

Dieses Angebot lasse ich mir nicht entgehen, das mir Frank Schick vom High Fidelity-Studio in Augsburg unterbreitet hat, nämlich ein zweites MoFi UltraDeck mitzubringen, um unseren Gästen einen besonderen Vergleich während der Bamberger Analog-Tage 2019 oben im High End-Heimkino zu ermöglichen. Auf diesem Dreher wird dann ein besonderer Tonabnehmer montiert sein, nämlich der DS E1 als kleinster photooptischer Abtaster von DS Audio, die ja ebenfalls vom High Fidelity-Studio vertrieben werden.

Der kleinste der Photo-optischen Tonabnehmer von DS Audio, der DS E1

Sie mögen an dieser Stelle einwenden, dass der Vergleich doch hinke, denn der DS E1 kostet ja 2750.- €, während für den MasterTracker lediglich 800.- €* zu bezahlen seien. Das stimmt dann, wenn man nicht – wie wir mit dem Copland CTA 408 – einen Verstärker sein Eigen nennt, der über einen exzellenten eingebauten Phono-Vorverstärker verfügt, einen solchen also in adäquater Qualität hinzukaufen müsste. Denn das ist ja eine weitere der vielen Besonderheiten der photooptischen Tonabnehmer von DS Audio, dass sie nicht mit der Entzerrungskurve nach RIAA arbeiten. Desweiteren ist die externe Einheit des photooptischen Tonabnehmers nicht nur ein Phonovorverstärker, sondern gleichzeitig der wichtige Spannungslieferant, um Lichtquelle und Photozellen des Abtasters betrieben zu können. Die faszinierenden DS Audio Tonabnehmer erfordern somit aus mehreren Gründen immer einen angepassten Phono-Entzerrer, sodass man je nach Betrachtungsweise entweder gleich mehr Geld ausgeben wird oder aber zu seinem Glück gezwungen wird. Jedenfalls relativiert sich so der Paketpreis von immerhin 2750.- € aus diesem Blickwinkel doch erheblich, kosten doch gute und erst recht sehr gute Phono-Vorverstärker richtig Geld, wie man die Treppe runter im Große Vorführstudio leibhaftig erfahren kann.

Zwei mal klein, aber doch richtig hochwertig: Der kleine AMG Giro führt den kleinen DS Audio DS E1 souverän.

Wir sind jedenfalls gespannt, wie Sie, liebe Gäste, die klanglichen Eigenheiten der ansonsten absolut identischen Laufwerke samt Tonarm diskriminieren und (hoffentlich erst anschließend) qualifizieren, auf Un-Latein und sogar auf Deutsch: unterscheiden und bewerten.

So kann man schließlich an dieser Stelle rechnerisch folgerichtig schließend zum Schluss kommen, dass Frank Schick zu immerhin 60 Prozent aller vom High Fidelity-Studio angebotenen Tonabnehmer-Marken Praxis-bezogen Auskunft zum spielenden Objekt geben wird.

*Im Set als UltraDeck +M sogar nur 350.- € Aufpreis zum nackerten Laufwerk, um noch einmal das besondere Preis-/Leistungsverhältnis des EISA-Gewinners des Jahres 2019/2020 zu unterstreicheln.

EISA-Gewinner 2019/2020: MoFi UltraDeck +M

Kommen wir nun zum großen Besteck: Die Referenz-Anlage bei den Bamberger Analog-Tagen 2019

Im Großen Vorführstudio stehen während der Bamberger Analog-Tage 2019 ganz klar die beiden Weltneuheiten im Fokus, auch wenn sie ganz profan auf dem bereits von der letztjährigen Veranstaltung mit recht ähnlichem Namen bekannten UMAI des Coburger Hersteller Ars Machinae Platz nehmen werden. Über diese beiden Komponenten, also dem Laufwerk M1 und dem dazugehörigen Tonarm Lignum R, wurde ja schon an anderer Stelle ein wenig der Schleier gelüftet.*

Unsere Stars der Bamberger Analog-Tage 2019: Edel-Laufwerk M1 und Tonarm Lignum R von Ars Machinae

Nun stellen wir also den großen Rest der Installation ins Rampenlicht. Wir haben uns bei der Auswahl des Tonabnehmers ganz bewusst gegen ein relativ sündhaft teures System wie dem bereits uns eingesetzten DS Audio DS-002 entschieden. Wir verwenden vielmehr das HANA ML.

Gerade noch vernünftig zu nennen: HANA ML

Das hat wahrlich nicht Grund, ein wenig auf die Kosten zu schielen, denn den vermeintlich vernünftigen Rahmen haben wir mit dieser Laufwerk-/Tonarm-Kombination längst hinter uns gelassen. Sondern das hatte zum einen den Grund, dass wir die Aufmerksamkeit der Besucher eben durch dessen Erleuchtung** nicht ablenken (lassen) wollten. Und zum anderen wollten wir auch hoch- und höchstwertige Phono-Vorverstärker präsentieren, die ja bei allen DS Audios quasi integraler Bestandteil und somit nur in dieser Kombination nutzbar sind. Und genau solche gibt es gleich mehrfach zu bestaunen und zu bewundern. Ein Beispiel: Nachdem letztes Jahr der kleine Blue Amp blue MK III im zentralen Mittelfeld gespielt hat, kommt heuer der größere, aber doch mittlere Bruder surzur MK III samt Zusatznetzteil model ps 500 zum Einsatz.****

Der Blue Amp zurzur MK III bearbeitet die kleinsten Signale in der Audiokette

Bei den Verstärkern gibt es beim FLSV ja inzwischen recht viel Auswahl an hoch- und noch höherpreisigen Gerätschaften. Aber auch in unserer aufwändigsten Anlage für diesen Anlass muss es doch wieder eine Röhre sein. Anders als in der ‚roten Anlage‘, in der ja eine 211 pro Seite für die Kraft und die Herrlichkeit sorgen, werden hier je eine 845er eingesetzt. Ja, es handelt sich um die bereits vorgestellte Vorverstärker-/Mono-Endstufen-Kombination CS-6LA und CS-845 M von Cayin. Zur Erinnerung: In den beiden CS-845 M kommt je eine 300B-Röhre (lediglich) als Treiberröhre zum Einsatz!

Kommen wir zum finalen Wandler, dem Lautsprecher, denn letzten Endes müssen es doch und wieder die Lautsprecher darstellen, was an Qualität und Finesse bis hierher herausgearbeitet wurde. Da kommt sie wieder auf, die Linn’sche Theorie, die mit Sicherheit was für sich hat, aber eben nicht alles erklären kann. Halten wir uns also an unser Mittelmaß. Mittelmaß ist hier nicht als mittelmäßig gemeint, sondern als gleichmäßig verteiltes Niveau auf allen Niveaus!*** Hier werden zwei ähnliche Konzepte ganz unterschiedlicher Bauart im Wechsel vorgestellt. Zum einen handelt es sich um die bereits vorgestellte und etablierte Zingali Evo 1.2.

Diese erscheint in ihrem weißen Gewand geradezu unschuldig, zumindest bevor man den anderen Kandidaten in nächster Nähe in Augenschein nimmt. Denn wir bieten alternativ zur nicht ganz undezenten Italienerin noch einen großgewachsenen Vietnamesen, der, zumindest in Süddeutschland, das in diesem Fall bis kurz hinter die nördlichsten Mittelgebirge reicht, erstmalig seinen Charme auf die ZuhörerInnen loslässt. Audio und Hifi und High End aus Vietnam? Das kann nur Thivan Labs bedeuten. Genau, wir führen das Grandhorn in der europäischen Ausführung vor!

Thivan GrandHorn ohne Lautsprecherabdeckung für den mächtigen Tieftöner, aber dafür in voller Pracht.

Zu guter Allerletzt sei wieder und immer wieder auf die saubere Spannungsversorgung durch die verwendeten Furman Netzfilter hingewiesen. Und auch schon oft, aber immer wieder gerne sei erwähnt, dass alle eingesetzten Nf- und Lautsprecher-Kabel eher vernünftig als esoterisch zu nennen sind. Nicht ganz zufällig stammen alle Leiter entweder von Supra Cables oder/und von Goldkabel. Und muss ich wirklich noch erwähnen, dass alle von uns eingesetzten Schallplatten***** vorher mit dem von uns nach wie vor als weltbester Plattenwaschmaschine apostrophierten Vinyl Cleaner Pro vorbehandelt werden.

Ja, das war tatsächlich nicht in der frühen Gesamtplanung vorgesehen, dass diesmal so ein hochkarätiges, ja geradezu high-endiges Aufgebot dargeboten werden wird, das hat sich irgendwie einfach so ergeben. Trotzdem sind wir überzeugt******, dass alle beteiligten Komponenten ein außergewöhnlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis aufweisen. Mehr Show und Pling-Pling für noch mehr Geld geht immer, aber klingt es deswegen wirklich besser?

Es bleibt also spannend, zumindest beim FLSV!

*Darf ich dieses Bildnis in der hitzigen Diskussion heutzutage noch verwenden, ohne jemandem auf den Schleier, äh Schlips zu treten? Ja, ich darf!

**Oder heißt es besser Beleuchtung?

***Richtig muss es heißen: Niveauen. Nur was hat die Crème aus der blauen Dose damit zu tun?

****Schließlich gibt es noch die ganz große Schwester, sie ist model 42 MK III

*****Ja, es geht hier immer noch in allererster Linie um Musik! Und nicht um technisches Gerät. Auch wenn das Musikwiedergabegerät als solches das Vehikel für die emotionale Ansprache ist, zeigt es doch nur, wie gut die Musiker und auch die Tontechniker ihre Arbeit geleistet haben, mehr nicht!

******Kennt jemand das Gegenteil von diesem Begriff? ‚Unterzeugt‘ heißt es jedenfalls nicht.

Programm der Bamberger Analog-Tage 2019, 3. Teil

Vorbemerkung: Wie immer kann man den nachfolgenden Text auch schön bebildert [hier] lesen.

Kennen Sie den vielzitierten Aphorismus von Friedrich Nietzsche? Er lautet ungefähr so: „Ohne Irrtümer wäre das Leben ohne Musik!“ Und um diese Sentenz mit Leben zu füllen, werden im Kleinen Vorführstudio während der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019 zwei Welten zusammengeführt, die beweisen, dass sich anatal und digilog nicht ausschließen. Oft gibt es ja Grabenkrämpfe zwischen beiden Lagern, und beide haben ja je auf ihre Art auch recht. Aber was ist, wenn man doch beides genießen möchte, eine Schallplatte mit all ihren klanglichen und haptischen Meriten, aber auch ein digitales Medium, egal ob CD, SACD oder nur ein paar High Res-Files, die auf einem High End-Server hinterlegt sind, wegen seiner unbestreitbaren Klang- und Komfortmerkmale? Genau: siehe oben. Und siehe unten.

Und das machen wir dann auch so was von konsequent, dass sich nachher niemand mehr ernsthaft Gedanken machen muss, ob er noch auf dem richtigen Weg ist oder schon auf dem richtigen Pfad. Ähnlich einem Experiment, das wir unseres bescheidenen Wissens nach als Erste gleich bei den allerersten Bamberger Analog-Tagen gemacht haben, und das ist tatsächlich schon eine ganze Weile her, bei dem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt an den Dynaudio Hub und somit drahtlos an die Dynaudio XEOs der ersten Generation verbunden haben. Diesmal wird es zwar nicht ganz wireless*, dafür aber auf höchstem Niveau unwireless.

Wir kombinieren nämlich hierzu einen sehr hochwertigen Plattenspieler mit einem diesmal separaten Phono-Entzerrer und verbinden diesen wiederum mit einem Paar Aktiv-Lautsprecher. Direkt! Ohne weiteren Vorverstärker dazwischen!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Aber es kommt noch besser, viel besser. Denn die einzusetzende Box ist nicht nur vollaktiv, hat also für jedes eingebaute Chassis einen eigenen und vor allem angepassten Verstärkerzug samt elektronischer Frequenzweiche, sondern bietet auch weitere Anschluss-Optionen in Form von analogen als auch digitalen Eingängen. Man kann sogar direkt von einem USB-Stick Musik abspielen. Viel komfortabler ist es aber der Zugriff aufs heimische Netzwerk. Die Probandin hat nämlich auch, wie man an der Netzwerkbuchse als auch am Antennenstummel oben erkennen kann, einen vollständigen Streaming Client verbaut. Somit ist der Zugriff auf dessen drei Grundfunktionen – Aufruf von Streaming-Diensten (hier Tidal), Internetradio als auch Nutzung von auf einem heimischen Server hinterlegter Daten – möglich. Tipp an dieser Stelle: Die Kabel-gebundene Anschlussvariante hat nicht nur hier in Sachen Stabilität immer noch eindeutig die Nase vorn. Und bedient wird die Show ganz einfach mit einem Tablet oder einem iPad.

Sie sind immer noch vielleicht ein wenig untermotiviert, sprich gelangweilt? Na, dann helfen wir nochmals nach! Denn unsere Lautsprecher haben eine Besonderheit eingebaut, die es so bisher nicht gab, beziehungsweise die man separat erstehen musste. Das bedeutete zwar mehr Handlungsspielraum bei der Auswahl der Lautsprecherboxen, erforderte aber doch auch ein sichtliches Maß an Mehraufwand, was zum Beispiel die Verkabelung betraf. Unsere Modelle haben das bewährte DIRAC Live in der 2. Generation implementiert, das mit überschaubarem Aufwand den Lautsprecher mit all seinen Fehlern, die er selbst in dieser doch schon gehobenen Preisklasse macht, machen muss, entscheidend korrigiert. Denn DIRAC Live misst den Lautsprecher an Ort und Stelle, also nicht im Schall-armen Raum des Entwicklers, sondern in Ihrem Hörraum zuhause, und korrigiert anschließend all diese Nichtlinearitäten weitestgehend.

Ja, um welche Lautsprecher handelt es sich denn nun? Ich hatte sie ja bereits schon an anderer Stelle in einem allgemeineren Kontext erwähnt. Aber so selbstverständlich ist ein solch vollständiger Funktionsumfang noch lange, lange nicht, und deswegen bekommt er hier eine Sonder-Besprechung.

Ja, Sie haben richtig rückgeschlossen, es ist die Quadral Aurum Gamma!

Stattliche Erscheinung: Quadral Aurum Aktiv Gamma

Und dass Quadral Lautsprecher bauen kann und am Markt erfolgreich ist, beweist (nicht nur) diese Aurum Baureihe bereits in der 9. Generation! Deswegen lassen wir uns an dieser Stelle nicht weiter über die typischen Merkmale der Box als solcher aus. Wer sich aber in die vielen Topics der Vorgaben für die Entwicklung und damit in die Details dieses Ausnahme-Lautsprechers einlesen möchte, dem sei diese Lektüre empfohlen.

Weiter geht’s rückwärts im Sauseschritt, denn wir benötigen ja auch einen Phono-Vorverstärker, denn den hat diese erste Generation Quadral Aurum Aktiv (noch) nicht eingebaut. Hier verwenden wir einen bekannten Alten, nämlich den analogis Résumé.  

Der ist gut, der ist hübsch und der ist klein. Nein, der ist richtig gut, der ist sogar richtig ansehnlich und verstecken kann man ihn trotzdem auch.

Unser Dauer-Liebling für MM-Tonabnehmer: analogis Résumé

Fehlt nur noch das so genannte Front End. Auch hier greifen wir in die Kiste der einjährigen Motte. Bei den letzten Bamberger Analog-Tagen musste der Mag¯Lev ML1 nur schön sein. Diesmal wird der Plattenspieler mit dem magisch** magnetisch entkoppelten Lager aber tatsächlich eingesetzt. Aber der FLSV wäre nicht der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb, wenn nicht auch hier wieder an mindestens einer Stellschraube gedreht und gestellt wurde. Wir werden nämlich nicht das ebenfalls angebotene höherwertige Ortofon 2M Blue verwenden, sondern den Standard-Tonabnehmer Ortofon OM10, bei diesem aber lediglich den Generator nutzen. Dafür haben wir aber den rang-höchsten Nadeleinschub eingeschubst, den der dänische Tonabnehmer-Spezialist für diese Modellreihe anbietet. Es ist der OM40 mit Fritz Gyger 70-Nadelschliff!

Übrigens: Nach dieser Veranstaltung kann man dieses (eine) Kunstwerk in seiner Gesamtheit, also das Gesamtkunstwerk Dreher inklusive Tonabnehmer inklusive Nadeleinschub-Upgrade inklusive Phono-Pre inklusive Zuleitungskabel zum Verstärker für gerademal 3000.- € komplett, das aber nur vor Ort***, erwerben! Dass das nicht ganz ungünstig ist, ersehen Sie hier, denn der dort genannte Betrag bezieht sich nur auf den Mag­­¯Lev ML1 ohne die oben genannten Zusatzoptionen, die nicht nur klanglich total super gut passen, sondern somit auch einen immensen geldwerten Vorteil bieten.

Ich freue mich auch hier ganz besonders auf Ihre Reaktionen, weil diese Konstellation doch etwas Außergewöhnliches durch die Vermischung zweier ansonsten scheinbar unverträglicher Technologie-Ausrichtungen darstellt. Ich denke, diese Anlage kann die ansonsten eher kompromisslosen Lager nicht nur magnetisch miteinander versöhnen. Apropos: Kennen Sie die beim FLSV mehrfach  aufgestellten beziehungsweise rotierenden drei Acrylstands mit der markigen Aussage: „Analog“, „Digital“ und als Konklusion „Sch… egal“? Das sagt doch zumindest über die Grundeinstellung des Herrn M. aus B. schon einiges aus, oder?

Es bleibt spannend, zumindest bei Ihrem Local Hifi-Dealer FLSV in Bamberg!

*Zwischen den beiden Lautsprechern wird keine Kabelverbindung benötigt!

**Kennen Sie den Unterschied zwischen Maggi und Magie? Ich hoffe es.

***Hier gibt es definitiv keine Versand-Option! Schließlich sind wir zwar der Ohriginal-MM, betreiben aber aus Überzeugung keinen Web-Shop!

Noch ein kurzer Vorgeschmack auf die Bamberger Analog-Tage 2019

„Neues aus dem Roten Salon“, so könnte hier die Überschrift genauso lauten. Aber wir möchten an dieser Stelle nicht auf historische Räumlichkeiten verweisen, sondern auf die ganz in rotem Ton gehaltenen Komponenten, die (nicht nur) während der Bamberger Analog-Tage 2019, zur Erinnerung: am 13. und 14. Dezember 2019, auf der langen Seite des Großen Vorführstudios des FLSV in Bamberg aufspielen wird.

Analoge Signalquelle wird eines der letzten SuperPacks der Modellreihe Xperience von Pro-Ject sein, das beim FLSV in Bamberg in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Modellen bei Komplett-Plattenspielern überhaupt zu zählen ist. Das liegt daran, dass genau dieses Modell ein besonders überragendes Preis-/Leistungsverhältnis aufweist, hat es doch schon viele Features der größeren Modelle samt einem überragenden MM-Tonabnehmersystem verbaut. Wir trauern ein wenig!

Einer unserer liebsten Plattenspieler: Pro-Ject Xperience SB SuperPack

Als Zentrale fungiert ein besonderes Verstärker-Gespann. Es handelt sich um eine Vorverstärker-/Endverstärker-Kombination 211 Anniversary des vietnamesischen Herstellers Thivanlabs. Besonderheit ist hier die Verwendung einer der klanglich sicher renommiertesten Röhren überhaupt, nämlich einer 211 pro Kanal. Auch der Vorverstärker arbeitet mit Röhrentechnik, auch wenn man sie von außen nicht sieht. Verbunden werden beide Einheiten mit einem Spezialkabel, das keinerlei Verwechslungsgefahr aufkommen lässt.

Quasi-Vollverstärker Thivan 211 Anniversary

Kennen wir Thivan nicht schon irgendwo her? Genau, wegen ihres tollen Lausprechers Eros 9. Diesen hatten wir ja bereits schon mal vorgestellt. Unbändige Spielfreude ohne zu quäken, kleine Last für den Verstärker, knochentrockene Bässe und zudem unkritisch in der Aufstellung: Live-Musik liebendes High Ender-Herz, was willst Du mehr?

Immer noch eine Wucht, der Männer-Lautsprecher nicht nur für Männer Eros 9 von Thivan

Wenn Sie also zufälligerweise einen üppig großen Raum, der nicht ganz zufällig mit Kolonialmöbeln ausstaffiert ist, für einen gerade noch nicht fünf-stelligen Euro-Betrag mit einer überragend lebendig klingenden High End-Anlage garnieren möchten, dann wäre das soeben Gezeigte nicht ganz unzufällig auch meine Wahl.

Erstankündigung der Bamberger Analog-Tage 2019

Am 13. Und 14. Dezember 2019, wie immer am Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr, ist es mal wieder so weit: Der FLSV veranstaltet in seinen Räumlichkeiten in der Inneren Löwenstraße die inzwischen fest etablierten und heiß erwarteten Bamberger Analog-Tage.

Auch diesmal ist das Programm mit vielen interessanten Themen und Neuheiten gespickt. Und wieder gibt es, als wäre das schon geradezu selbstverständlich, eine veritable Weltneuheit zu bestaunen. Als Ergänzung zu den beiden letztjährig vorgestellten Preziosen von Ars Machinae gibt es nun das ultraaufwändige Laufwerk mit dem prosaischen Namen M1

Technisch ganz vorne dran, aber dazu noch einer schönsten Schallplattenspieler: der Ars Machinae M1

und den dazu passenden Tonarm Lignum R zu bestaunen. Beide werden Bestandteil einer veritablen High End-Konstellation sein (siehe unten). Und beide Entwickler werden an beiden Tagen anwesend sein und zu beiden wichtigen Aspekten solch ambitionierter Technik, nämlich zu Funktion und Design, bereitwillig Auskunft geben.

Neukonstruktion eines High End-Tonarms: der Ars Machinae Lignum R

Nachdem letztes Jahr die Artist Line im dekorativen Mittelpunkt stand, ist heuer Pro-Ject wieder bei den anderen Neuheiten ganz vorne dran. Schließlich wurden doch gleich zwei wichtige Baureihen komplett ausgetauscht. Wir zeigen etliche Varianten aus der neuen T Line für Einsteiger und Gelegenheitshörer

Sehr vernünftig, weil sehr preiswert und in vielen Ausführungen erhältlich: der Pro-Ject T1

und aus der X Line, die bereits gehobene Ansprüche erfüllt.

Gehobene Mittelklasse, nicht nur bei Pro-Ject Audio: der X1

Zwei ganz besondere Anlagen werden zeigen, was der FLSV als Statement in Sachen Preis-/Leistung im gehobenen als auch im abgehobenen Segment zu bieten hat. Gerade erstere Anlage wird dramatisch zeigen, dass man für relativ vernünftiges Geld auch richtig viel Gegenwert erhält. Wir sind sogar der Meinung, dass es schwer sein dürfte, diese Installation klanglich überhaupt zu toppen, ohne ein Vielfaches an Geld zunächst in die Hand zu nehmen, um es dann in die Hand des Händlers (des Vertrauens?) geben zu müssen! Das große Besteck um den Ars Machinae M1 mit dem Lignum R herum wird bestimmt noch souveräner aufspielen, aber es kostet dafür auch eine Ecke mehr.

Außerdem wird wie jedes Jahr eine Unmenge ausgesuchter Platten aus dem Pop/Rock-Bereich aus dem 2nd Hand-Fundus zur Auswahl stehen. Aber an diesen Tagen wird es zusätzlich ein riesiges Angebot an audiophilem Vinyl aus dem riesigen Katalog von Sieveking Audio geben.

Abgerundet werden die Bamberger Analog-Tage 2019 vom Vor-Ort-Service des Lauschgoldengels Mathias Thurau, der viele bis alle der kleinen Wehwehchen Ihres Plattenspielers umgehend vor Ort beheben wird. Sollten sich ernsthaftere Schäden zeigen, dann wird er den Dreher in seine professionelle Werkstatt mitnehmen.

Einzelheiten und weitere Genauigkeiten erfahren Sie in Bälde auf dieser Webseite, wenn es wieder heißt: Fortsetzung folgt!

Nachlese zur High End 2019, wie immer in München

Auch dieses Mal war das Betätigungsfeld eines gewissen MM, der extra aus der nördlichen Hifi-Diaspora Bamberg angereist kam, der völlig neu konzipierte und ebenfalls wie immer größte Messestand auf der Münchner High End, nämlich der von Audio Trade ATR. Anteilig die größte Fläche haben hier traditionell die Produkte von Pro-Ject Audio Systems eingenommen. MM sollte sich wie stets an die Besucher wenden, die sich für die Wiedergabe von Schallplatten interessieren, egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittene.

Übrigens stellt dieser Hersteller auch die Exponate der Show. Das geht auch nicht anders, denn die allermeisten Plattenspieler waren keine bekannten Alten, sondern nahezu serienreife Modelle neuer Baureihen oder Sonderausführungen, was die Oberflächen betrifft.

Sonderausführung in hell des Pro-Ject RPM 10 samt dazugehöriger Basis

Besondere Hingucker waren die drei großen Modelle Xtension 10, Xtension 12 mit Tonarm von Ortofon sowie Signature 10. Hier wurde bei gleich drei Mustern Wurzelnuss-Furnier in matt und in hochglänzend präsentiert, was stets Begeisterung oder Ablehnung, aber keine unbestimmten oder gleichgültigen Aussagen hervorrief.

Zweimal Pro-Ject Xtension 10 in Wurzelnuss: hochglänzend und links im Hintergrund in matter Ausführung

Es wird eine ganz neue Modellreihe geben, die eine Preislücke schließen wird und die T1 genannt wurde.

Pro-Ject T1, hier mit integriertem Bluetooth-Sender

Man kann aber auch damit rechnen, dass nach und nach die Baureihen Xpression und Xperience vollständig ersetzt werden. Dann ändert sich auch die bisher bekannte Nomenklatur: aus Xpression wird X1

Der Nachfolger vom Pro-Ject Xpression wird X1 heißen.

und aus Xperience wird X2.

Der Nachfolger des beim FLSV überaus erfolgreichen Pro-Ject Xperience wird X2 heißen.

Allerdings wird die Anzahl der verfügbaren Oberflächen bei allen drei Modellreihen deutlich reduziert. Dafür nehmen die Optionen bei den Ausstattungsvarianten eher zu als ab.

Eine kleine Sensation im doppelten Sinne gab es ausgerechnet beim Nachfolger des CD-Laufwerkes aus der großen RS-Baureihe zu vermelden.

Pro-Ject CD Box RS2 T mit offenem Deckel

Hier hat Pro-Ject mit der CD Box RS 2T wieder mal gegen den Trend, hier ist immer mehr Streaming und immer weniger physische Datenträger gemeint, eine herausragende Entwicklung präsentiert. Wer ein paar weiterführende Informationen jetzt schon nachlesen möchte, kann das [hier] tun. Jedenfalls lässt sich der FLSV so ein Sahneteil nicht entgehen!

Aluminium-Gehäuse des CD Pro-8 mit Chassis aus Carbon von StreamUnlimited

Dass es dann auch den passenden Digital-/Analog-Wandler respektive diesen auch mit integriertem Vorverstärker geben wird, ist nur folgerichtig. Und wenn man schon die ganz, ganz kleine Pre Box S2 Digital kennt, dann kann man auch hier mit einer klanglichen Überraschung rechnen.

Der passende Spielpartner zur CD Box RS2 T: die Pre Box RS2 Digital

Tolle Musikvorführungen gab es aber auch mit den Kopfhörern von STAX und mit den großen Kugeln von Cabasse, konkret mit Cabasse Grand Riga mit Santorin 38, aber auch mit der vollaktiven The Pearl.

Cabasse Grand Riga und The Pearl vor heimischer Kulisse und neben der schönsten Tapete

Ich vermute, dass auch diese Veranstaltung wieder mit Rekordbesucherzahlen aufwarten wird. Zumindest auf unserem Messestand war permanent viel los, zumal auch meine lieben Kunden einen kleinen Großteil des interessierten Publikums gestellt haben. Danke wie immer an die Schweinfurter Fraktion für die pünktliche Gebäckübergabe sowie allen anderen Franken, die mir die Tage in der Fremde verkürzt haben.

München und die High End sind toll, weil nur wenige Tage. Aber Hifi und erst recht High End in Bamberg beim FLSV sind immer ein Erlebnis!

viel Interesse an den Exponaten von Pro-Ject

Phono-Apparate-Reparaturen

Auch wenn der FLSV bestimmt die größte Auswahl an neuen und auch gebrauchten Plattenspielern weit und breit im Angebot führt, schließlich sind wir Referenz-Händler nicht nur für Pro-Ject und für Ortofon, bieten wir explizit und ausschließlich in Zusammenarbeit mit dem Lauschgoldengel auch Reparaturen an. Ich glaube, das hat nicht nur was mit der gerade angesagten Nachhaltigkeit zu tun.

Mathias Thurau erklärt einer Kundin die von ihm ausgeführten Reparaturarbeiten

Jeden Donnerstag kommt Mathias Thurau exklusiv zum FLSV nach Bamberg und bringt die reparierten Schätzchen vorbei und holt dabei gleichzeitig den inzwischen für ihn gesammelten Nachschub.

Besondere Freude macht es allen Beteiligten, wenn das Exponat etwas Besonderes darstellt, wie es dieser mobile Player von 1957 zweifellos tut.

Gebannt lauscht die stolze Besitzerin, dass aus diesem Portable von 1957 (!) wieder richtig Musik erklingt.

Aber auch solche Kuriositäten wie ein ultrakleiner Player aus einer Puppe, der aber auf der Bühne bei den Live-Auftritten einer Band als Zuspieler dient, konnte wieder gangbar gemacht werden.

Hifi in Bamberg bedeutet eben nicht nur Gerätschaften mit mindestens vierstelligem Preisschild, sondern auch die Wertschätzung altgedienter Geräte, oder?

Nachlese der Bamberger Analog-Tage 2018: High End in der Profinz beim Prowinzling FLSV

Schön war’s! Ganz besonders schön war es, es war sogar supertoll! Ja, tatsächlich waren es die für mich persönlich besten Bamberger Analog-Tage, aber auch die anstrengendsten aller Zeiten. Bereits beschrieben wurden die besonders aufwändigen Vorbereitungen, um den geneigten Interessenten nicht nur die Attraktivität des Einzelhandels gegenüber den Flachmärkten auf der schon lang nicht mehr Grünen Wiese und erst recht gegenüber den Versendern zu demonstrieren. Vielmehr sollte nicht nur den High Endern ernsthafte Alternativen zum etablierten Sortiment des Marktes mit immerhin einer Weltneuheit dargeboten werden, sondern es sollte jungen Menschen ganz besonders das Thema Analog im hochwertigen, aber stets bezahlbaren Segment nahebringen.

Und weil ich es tatsächlich kaum geschafft habe, die vielen Besucher nicht nur zu begrüßen, sondern auch zu fotografieren, folgt nun eine Bilderstrecke ohne Worte, aber mit Untertiteln, die gewiss die Faszination der mechanischen Technik darzustellen vermögen.

Tonarm Lignum von Ars Machinae

Detailaufnahme mit der Innenverkabelung von Cardas
Headshell, das zu Montagezwecken abnehmbar ist, mit dem neuen Topabtaster von Hana, dem ML
Das Hana ML in voller Pracht und im Einsatz für die gute Sache
Eines der vielen Objekte der Begierde bei den Design-Plattenspielern: Pro-Ject Essential St. Pepper’s Drum
Immer noch und immer wieder eine Attraktion: Der Mag-Lev mit magnetisch schwebendem Plattenteller
Eine ganz besondere Bereicherung des Angebots, da mit Phono-Eingang: Aktivboxen Triangle Sensa
Der Hingucker und Hinhörer im Kleinen Vorführstudio: Tonbandmaschine von TEAC im Einsatz
Zwischendrin immer wieder im Einsatz: die Putzkolonne, vor allem unser Schätzchen, der Vinylcleaner Pro
Die ersten Besucher sind gebannt, und auch das Personal ist gespannt


Ja, das kann man schon mit Fug und recht behaupten, dass diese Veranstaltung gelungen war und sich somit fürs nächste Jahr zur Fortsetzung empfiehlt. Aber merken Sie sich eins: Es gibt zur Not auch ein Leben im Digitalen!

Und merken Sie sich noch was, und zwar vor: Am Freitag, dem 18. und am Samstag, dem 19. Januar 2019 wird es genau zu diesem Thema wieder eine Veranstaltung in den Räumlichkeiten des FLSV in der Inneren Löwenstraße zu Bamberg geben, das ganz unprosaisch heißen wird, nämlich

DIE ZUKUNFT DES LAUTSPRECHERS!

Kleine Sonderausstellung anlässlich der Bamberger Analog-Tage 2018

Das hat sich eher zufällig ergeben mit diesen speziellen Konstellationen, die sich allesamt ums Vinyl und dessen Wiedergabe drehen. Kompakt sind sie und bringen eigentlich alles mit, was man zum Musikhören benötigt. Das betrifft nicht nur die Wiedergabe von Schallplatten, sondern ermöglicht zusätzlichen Geräten zum Teil auch drahtlosen Anschluss. Ja, da haben wir ja gleich drei echte Besonderheiten in unserem Portfolio und stellen sie deswegen auch pointiert und spielbereit auf den Bamberger Analog-Tagen am 14. und 15. Dezember 2018 im Kleinen Vorführstudio vor. Als da wären: Die erste Anlage wird den Yamaha Vinyl 500 im Mittelpunkt stellen, denn der hat nicht nur einen Phono-Vorverstärker, sondern auch Bluetooth samt der Yamaha-eigenen Multiroom-Technologie namens MusicCast, eingebaut. Der Clou bei dieser Konstellation ist, dass der Vinyl 500 sogar in der Lage ist, die Musik drahtlos ins Hausnetz zu senden. Das ist unseres Wissens der erste Plattenspieler am Markt (nicht im Markt!), der das kann. Hierzu werden wir die Preis-/Leistungs-mäßig kaum zu schlagenden Aktivlautsprecher mit 1000 und einer Ausstattungsvariante NX-N500 kombinieren und fertig ist der Lack, bei Yamaha meist sogar Pianolack.            Die zweite Anlage steht bereits seit einigen Wochen prominent im Schaufenster und ist die legitime Nachfolgerin der – Gott und alle anderen Neben- und Untergötter haben sie selig – Kompaktanlage, die ja alles andere war, aber eben nicht kompakt. Heute sieht die Pro-Ject Juke Box E nicht nur in rot richtig schick aus. Und für die modernen Medien hat sie ebenfalls einen Bluetooth-Empfänger eingebaut. In der Vorführung als so genanntes Juke Box E Hifi-Set wird die Speaker Box 5 zeigen, dass Pro-Ject auch gut klingende Lautsprecher bauen kann. Wer es noch nobler will, der nimmt die Juke Box S2. Die dritte Variante ist besonders für Budget-Bewusste eine tolle Sache, denn hier ist in der Aktivbox nicht nur der Verstärker, sondern gleich alles andere für den Musikbetrieb benötigte Equipment verbaut, ja auch inklusive Phono-Vorverstärker! Dass auch ein optisch-digitaler sowie ein klassischer analoger Eingang sowie Bluetooth zur Verfügung stehen, rundet die Sache ab. Hier ist also jeder handelsübliche Plattenspieler, gerade und gerne auch aus dem Second-Hand-Bereich, ausreichend, um eine vollständige Hifi-Anlage mit echtem Spaßcharakter zu bilden. Triangle war hier der Vorreiter mit der Elara LN02A und der LN05A. Jetzt gibt es die schicke und noch günstigere Baureihe Sensa. Wir stellen die nagelneue Sensa SN03A erstmalig in Franken vor.    Wie Sie sehen gibt es nun neben dem bereits [hier], [hier] und auch [hier] auf dieser Plattform angekündigten Programm für die großen Jungs drei weitere gewichtige Gründe, sich an diesen Tagen auf den Weg zum FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 in Bamberg zu machen. Schließlich soll uns unser Hobby auch für kleines Geld Spaß machen, was der örtliche Fachhandel hiermit beweisen wird! Gegenfrage: Hat es Ihnen wirklich schon mal beim Kistenschieber auf der schon lang nicht mehr grünen Wiese oder gar bei einem vermeintlich billigen, aber stets anonymen Verender Spaß gemacht? Kann ich mir gerade nicht so recht vorstellen.

Wir verleihen Schallplatten enormes Gewicht

Im vermeintlich anachronistischen Phono-Zweig der High Fidelity und des High End gibt es stetige Verbesserungen auch im Kleinen. Diesmal ist Zuwachs im Nobel-Zubehör-Segment bei den Plattentellergewichten zu vermelden. Immerhin haben wir hier schon tolle Produkte im Portfolio, wie unter anderen das Plattengewicht von bFly als auch die Plattenklemme Clamp-it von Pro-Ject Audio.

Aber es gibt noch deutlich aufwändigere Alternativen wie das MoFi Super Heavyweight. Auch wenn es gar nicht so superschwergewichtig und zudem – zum Glück – auch noch eher sehr dezent daherkommt, steckt wohl eine Menge Gehirnschmalz dahinter, um es mit an die Spitze des Marktangebotes zu bringen.

Und warum muss ich mir krampfhaft etwas aus den Fingern saugen, wenn es hier, also auf der Webseite des deutschen Vertriebs, schon so schön formuliert wurde? Insofern zitiere ich gerne den Kollegen Frank Schick vom High-Fidelity Studio:

Das MoFi Super Heavyweight ist ein erstaunlich aufwändig gefertigtes Plattentellergewicht, das die Schallplattenwiedergabe in mehreren Punkten optimiert. Mit seinem nicht allzu schweren und damit auch für empfindliche Tellerlager zu vernachlässigendem Eigengewicht von 368 Gramm sorgt das Super Heavyweigth sogar bei leicht welligem Vinyl für einen soliden Kontakt zur Schallplatte, was zu einer wirksamen Dämpfung auf dem Plattenteller führt. Die beim Abtastvorgang entstehenden Resonanzen werden in den inneren Korpus geleitet und dort im relevanten Frequenzspektrum absorbiert. Den Kontakt zur Schallplatte und zum Mittelpin übernimmt dabei ein eigenentwickeltes HRS Polymer, das den Stift des Tellers in seinem Inneren vollständig umschließt. Eine spezielle Anti-Resonanz-Füllung sorgt schließlich für die vollständige Absorption unerwünschter Resonanzen und macht die klangliche Wirkung des Super Heavyweigth so bemerkenswert effizient.

Hatte ich bereits erwähnt, das MoFi das Label für wohlklingende LPs und CDs in remasterter Ausführung ist? Und dass die Jungs und Mädels auch wohlklingende Plattenspieler anbieten, die es auch beim FLSV in Bamberg zu hören gibt? Ja gut, das muss man ja nicht dauernd erwähnen, ist aber gut zu wissen…

Der Sieger des großen Vergleichstest bei den BAT 2017: DUAL 300

Wer bei seinem Besuch der Bamberger Analogtage 2017 am 08. und 09. Dezember 2017 genau aufgepasst hat, dem wird der DUAL 300 nicht aufgefallen sein. Denn das Gerät hat nicht mal außer Konkurrenz zu den vier Modellen im großen Vergleichstest bei den Bamberger Analog-Tagen 2017 teilgenommen.

Aber gleich mehrere Auszeichnungen wären diesem Plattenspieler aus der Frühzeit der Gebrüder Steidinger aus Sankt Georgen im Schwarzwald, wir reden hier von der Zeit Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre!, sicher, nämlich unter anderem der Design-Preis, erste Plätzchen für die gewagteste Farbgebung sowie für den größten Materialeinsatz recyclbarer Materialien.

Und aus diesem Anlass verschenken wir insgesamt 5 Exemplare der Ausgabe meines Lieblings-Magazins MINT, worin der schwärzesten aller Wälder hifi-technisch besonders beleuchtet wird.

Das Programm der Bamberger Analog-Tage am 08. und 09. Dezember 2017

Kurze Vorbemerkung: Wer den nachfolgenden Text deutlich unterhaltsamer als PDF und mit bunten Bildchen garniert lesen möchte, der ist [hier] richtig.

Programm der Bamberger Analog-Tage am 08. und 09. Dezember 2017

Die inzwischen legendären Bamberger Analog-Tage werden heuer einen eher Workshop-ähnlichen Charakter haben. Somit liegt der Fokus des Programms weniger als bei den vorherigen Veranstaltungen auf den aktuellen Neuheiten oder gar auf relativen Superlativen, obwohl auch diese präsent sein werden. Auch wenn diese das Salz in der Suppe sind, werden sie nicht schon an dieser Stelle überstrapaziert. A weng a Schbannung muss scho sein! Und die Bodenhaftung verlieren wir deswegen noch lange nicht, zumindest wenn man sich die Preisschilder an anderer Stelle so anschaut!

Im Großen Vorführstudio werden zum Beispiel aussagekräftige, weil unter identischen Bedingungen stattfindende Vergleiche zwischen gleich vier nahezu preisgleichen Komplettspielern in Echtzeit angestellt werden können. Die Probanden, die in den Ring steigen, heißen von links nach rechts und von oben nach unten: Pro-Ject Xperience SB SuperPackPro-Ject The Classic SuperPack , Pro-Ject RPM 5 Carbon und  MoFi Studio Deck.

Die Phono-Vorverstärkung wird ebenfalls von Pro-Ject gestellt. Hier werden zwei Phono Box DS2, die ja über je zwei identische und somit gleichwertige Eingänge verfügen, verwendet. Den Hochpegel-Part übernimmt diesmal ein Arcam SR250, der nicht nur extrem neutral und somit auch feinfühlig genug klingt, um die Nuancen dieses besonderen Testfeldes an eine unserer derzeitigen Lieblingsboxen weiter zu reichen. Welche das ist? Sie kommt aus England und aus Essen, sie hat nur drei Chassis und wiegt trotzdem weit über 40 Kilogramm, sie hat denselben Vornamen wie der bei James Bond für die besondere Technik zuständige Mann. Ja, genau: Die Q Acoustics Concept 500 wird diesmal ebenfalls im Mittelpunkt stehen, weil sie die subtilen Unterschiede ganz klar darstellen kann.

Außerdem werden wir anhand eines unserer analogen Bestseller mit viereinhalb ausgewählten Tuning-Tipps anschaulich zeigen, wie ein bestehender Plattenspieler durch geeignetes Zubehör klanglich deutlich nach vorne gebracht werden kann. Hier wurde ganz bewusst ein kleiner Pro-Ject Plattenspieler ausgewählt, stellt doch schon der reguläre RPM 1.3 Genie ein wahres Energiebündel dar, der in seiner Preisklasse eigentlich keinen Gegner hat. Dennoch lässt sich dieser Dreher mit diesen Maßnahmen, die sehr wohl auf andere Modelle nicht nur dieses Herstellers zu übertragen sind, Schritt für Schritt sehr deutlich aufwerten. Diese Upgrades sind ja in der Regel relativ preiswert, da man ja dabei nicht gleich die komplette Basis tauschen muss, sondern alle Schritte nach und nach vollziehen kann. Somit wird auch ein Wertverlust beim Verkauf des alten Drehers vermieden.

Welche diese Maßnahmen sind, erfahren Sie dann im Kleinen Vorführstudio.  Auch die Kette, die für diesen Vergleichstest verwendet wird, wird preislich am Boden bleiben, aber die klanglichen Unterschiede beider Modelle locker darstellen können. Wieder wird eine der neuen Phono Boxen DS2 von Pro-Ject für ein faires, naja für ein halbwegs faires Gegeneinander sorgen. Danach geht es in den kleinen Pro-Ject MaiA und von dort aus wiederum in eine kleine Box von Q Acoustics. Diesmal ist es die Concept 20,

einem Lautsprecher, der für gerademal 500.- € fürs Paar ebenfalls Maßstäbe in ihrer Preisklasse gesetzt hat.

Der oben angedeutete, aber an dieser Stelle noch nicht zu verratende Superlativ wird jedenfalls im akustisch bestens präparierten High End-Heimkino zu hören und kaum, aber dafür pointiert zu sehen sein. An Elektronik wird eine immerhin dreiteilige Kombination von Vincent, bestehend aus dem Röhrenvorverstärker SA-T7 und den beiden Hybrid-Monoblöcken SP-T700, aufgefahren. Diese haben nicht nur genügend Dampf, um unsere Dynaudio Special Forty, einem der derzeit besten Kompaktlautsprecher auf dem Markt, adäquat anzutreiben, sondern spielen auch musikalisch, zumindest Preisklassen-bezogen, ganz vorne und das ganz locker mit.

Merke: Bei dem Geheimnis sollte es sich logischerweise, auf Deutsch: folgerichtig um ein Gespann aus Laufwerk, Tonarm, Tonabnehmer und auch Phono-Vorverstärkung handeln. Was kann das wohl sein? Auf jeden Fall eine Kombi-Nation aus Japanern, Deutschen und Österreichern.

Und merke außerdem: Es muss nicht immer Eck-Ju-Face und Bi ‘n‘ Double-View sein, um nicht halbwegs unglücklich und nicht ganz unzufrieden zu sein.*

Jedenfalls werden wieder Repräsentanten und -Onkel der jeweiligen deutschen Vertriebe zu Gast sein und jede Ihrer Fragen erschöpfend, also bis zu Ihrer Erschöpfung, beantworten.

Diverse Plattenwaschmaschinen und ein deutlich für diesen Anlass erweitertes Angebot an Second Hand- LPs runden die Show ab.

Es bleibt also spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg!

 

*Wir Franken sind ja sehr sparsam mit der Zugabe eigener Hochgefühle. Wir sagen dann meistens und aus Verlegenheit „Basst scho!“ Oder eben oben genannte Äußerung als fulminante Steigerung. Aber wissen Sie, wie die allerhöchste Lobpreisung aus dem Munde eines echten Franken lautet? Ganz einfach: „Besser hätte ich es auch nicht gekönnt!“

Der Countdown läuft: Morgen gibt es BAT 2016, Runde 3

Morgen geht’s wieder rund! Die Anlagen sind angewärmt, die Plattenspieler drehen sich bereits, sogar die direktangetriebenen. Denn morgen und übermorgen heißt es wieder: Bamberger Analog-Tage, diesmal die Round 3. Von 4.

Und es gibt schon wieder neue Schallplatten! Wo die nur alle herkommen? Die neuen LPs von heute kommen aus dem Keller, wo man sie bestimmt nicht gesucht, aber auch schon vorher nicht vermisst hat. Denn die allermeisten Schallplatten dieses Selektionsprozesses* einer ansonsten wohlsortierten Sammlung sind stante pede in die Kiste vor den Laden verfrachtet worden, wo sie einem guten Zweck zugeführt werden sollen. Hoffentlich bald und in üppigstem Umfang, schließlich muss ich diese schwere Kiste jeden Früh und jeden Abend hin oder her schleppen. Und sie wird nur temporär leichter, denn viele Passanten und Nachbarn haben mir in den letzten Wochen ihre Schätze vorbeigebracht, damit sie und ihre lang gehegten Schätzchen noch etwas Gutes tun. Man erinnere sich: Der Erlös aus diesem Erlös geht zu 100,00 Prozent, so die vorläufige Schätzung, an den Bamberger Kinderschutzbund. Mein Spenden-Elefant kann vor Kraft schon gar nicht mehr laufen. Vielen Dank den vielen Spendern und erst recht den Abnehmern dieses sehr speziellen Kulturgutes.

Aber besonders gefreut habe ich mich über diese Papiertüte, die ich nach meiner Mittagspause entdeckte:

grosse-freude

Die milde Gabe eines der ganz wenigen Verständigen der ganzen Aktion

Hier hat jemand wenigstens verstanden, um was es hier bei diesem Sonderverkauf wirklich geht.

Ich wünschte, es kämen morgen 2346 interessierte Novizen mit richtig üppiger Portokasse, die weder einen Plattenspieler nebst dazu gehöriger Stereo-Anlage, aber auch keinerlei Software, sprich keine einzige Schallplatte besitzen, sich aber von der organischen und wunderbar harmonischen Wiedergabequalität becircen lassen und sofort den Haben-will-Reflex umgehend bei mir im Laden ausleben müssen. Und am Samstag nochmal so viele!

Man wird ja noch träumen dürfen, oder? Zumindest würde jeder dieser Glücklichen mit mindestens einer Schallplatte nach Hause gehen können.

Und außerdem sei darauf hingewiesen, dass nun alle bisherigen LP-Sammlungen mit Ausnahme der Ultra-Nobel-Sammlung Nummer 5 in nurmehr eine Auflistung eingepflegt wurden. Diese kann man [hier] einsehen. Aber mal schauen, was morgen Abend noch davon übrig sein wird.

*moderner Terminus für Ausschuss

Das offiziöse Programm der Bamberger Analog-Tage 2016, Runde 3

Nachdem beim letzten Mal, also in Round 2 im Goldenen Oktober, zwei klassisch aufgebaute, aber dennoch hochmoderne und zwei sogar futuristisch anmutende Anlagen aufgebaut waren, wird es diesmal so richtig Old School. Neben den vielen, vielen Klassik-Schallplatten aus einer einzigen, wohlsortierten Sammlung, die dieses Wochenende neben dem inzwischen normalen Bestand angeboten werden, gibt es eine Reihe von Lauschgoldengel Mathias Thurau renovierten Klassikern nicht nur zu bestaunen, sondern auch zu hören. Nie wieder gab es gerade im Segment der Schallplattenspieler wohl eine derartige Fülle von durchdachten und höchstwertigen Angeboten zu kaufen, wie zu dieser Zeit. Aber damals war die Schallplatte, anders als heute, auch das Leitmedium schlechthin!

Wir werden diverse Modelle von DUAL, Thorens, Kenwood, Sony und hoffentlich auch noch einen von EMT, alle quasi im Bestzustand, bereithalten. Lediglich bei dem einen und dem anderen Plattenspieler wird der Tonabnehmer ein moderner sein, weil hier neben der normalen Abnutzung des Diamanten in der Regel die Dämpfungsgummis aushärten und so die volle Auslenkung des Nadelträgers vereiteln.

Aber auch hier haben wir etwas Besonderes zu bieten, denn mit dem Ortofon SPU #1 E gibt es inzwischen einen bezahlbaren MC-Tonabnehmer aus Ortofons legendärer SPU-Baureihe in der klassischen Tondose, der aber mit modernsten Materialien aufgebaut ist. Hier ist natürlich das SME-Bajonett Pflicht. Kein Problem für den SME 3009/S2, der hier auf einem makellosen und absolut ruhig gestellten Thorens TD124 thront.

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Das Signal wird dann nur noch höchstwertig entzerrt und an ein Paar Studiolautsprecher von Klein & Hummel weiter geleitet. Fertig ist die neutrale Abhöre! Diese Anlage wird im High End-Kino vorgeführt werden.

Im Kleinen Vorführstudio geht es ein wenig bescheidener zu. Hier werden im Wechsel ein Kenwood KD-550 mit einer Kunststeinzarge und ein Sony PS-6750, jeweils mit einem MC-Tonabnehmer von Ortofon bestückt, ihre Runden drehen. Bei diesen beiden Modellen besteht die Möglichkeit, sich von der Qualität der Step-up Transformer ST-7 und  ST-80 SE, ebenfalls aus dem Programm von Ortofon, nicht nur zu überzeugen, sondern diese auch miteinander zu vergleichen.

Als Spielpartner wird sowohl ein Yamaha A-960 II, einer meiner früheren Hifi-Träume, als auch kleiner Receiver von Sansui eingesetzt. Bei den historisch wertvollen Lautsprechern gibt es wie immer beim FLSV mehrere Auswahlmöglichkeiten. Favoriten sind derzeit eine renovierte ESS AMT-2 und eine Castle Trend. Aber das kann sich bei der großen Auswahl wohl noch ändern.

Daneben gibt es auch ehemals amtliche Elektronik-Bausteine von Rotel, Vincent und Sanyo (jawoll: SANYO!)

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zu bewundern und zur Not auch zu kaufen.

Im Großen Vorführstudio kommt der Raumgröße entsprechend etwas Mächtigeres zum Einsatz. Geplant ist hier ein Thorens, also ein Wackelpeter aus der guten alten Zeit, an einem Rotel RA-1312

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angeschlossen, der mit seiner auch für heutige Verhältnisse immensen Leistung ein Paar Duntech The Marquis befeuern wird.

Und weil das Vergnügen und der Genuss an der Musikwiedergabe bei uns ganz vorne dran steht, bin ich mir sicher:

Auch mit dem alten Plunder werden wir wieder unseren Spaß haben!

Sich am Riemen reißen #2

Eine kleine Anekdote aus der Vorbereitung der Bamberger Analog-Tage 2016, Round 2 zeigt, dass Hifi-Händler auch nur Menschen sind, obwohl sie sich schon manchmal extraterrestisch in ihrer selbst unterstellten Unfehlbarkeit darstellen. Und die geht ungefähr so:
Im Kleinen Vorführstudio war das Thema ja die drahtlose Übertragung der Analogsignale per Bluetooth und per WLAN-Funk zu den beiden Dynaudio Lautsprechern. Beim Ausprobieren des Pro-Ject The Classic mit einer Maxi-Single, die ja bekanntlich mit 45 Umdrehungen pro Minute laufen und für die einfach nur der Antriebsriemen auf die andere Ebene des Pulleys gelegt werden muss, also mit einem Handgriff, der schon gefühlte 1000 Mal ausgeführt wurde, brachte ein merkwürdiges Klangerlebnis. Denn die Stimme von Kurt Hauenstein alias Supermax(i) auf einer Maxi-Single, die wir für solche Zwecke rauf- und runternudeln, klang viel zu hoch. Das bedeutet, dass der The Classic viel zu schnell, so ungefähr mit 60 RPM (RPM = Revolutionen pro Minute), lief. Auch andere Maxi- oder Super Sound-Singles brachten denselben Effekt zu Tage. Für mich und die anderen Anwesenden war damit ganz klar: Das Pulley hat den falschen Durchmesser!

Nach Rückfrage bei deutschen Vertrieb, also bei Audiotrade ATR ergab, dass es bisher keinen The Classic mit falscher Geschwindigkeit bei 45 RPM gab oder dass es bisher noch keinem aufgefallen sei. Aber der Test mit einem anderen Modell ergab, dass es nicht das Pulley sein konnte.

Die Lösung des Rätsels habe ich dann wenigstens selbst herausgefunden: Ich habe beim Wechseln des Riemens diesen genau auf die Rille zwischen den beiden Ebenen aufgelegt! Das muss man erst einmal schaffen, vor allem, dass er genau da auch über viele Umdrehungen liegen bleibt.

So kann man zum Glück konstatieren: Generalprobe versiebt, Auftritt perfekt!

Sich am Riemen reißen #1

Viele meiner Gäste fragen mich, warum denn alle Plattenspieler mit Riemenantrieb dauernd in Bewegung seien, also warum sich deren Plattenteller auch bei Nichtnutzung dreht. Das ist ganz einfach zu beantworten:
Anders als in einem Privathaushalt, in dem sich normalerweise nur ein Plattenspieler befindet, werden meine Ausstellungsstücke nur gezielt eingesetzt. Um aber Standschäden nicht nur beim Tellerlager, sondern auch am Antriebsriemen zu vermeiden, laufen sie einfach vor sich hin. Das ist nicht nur billiger, als dauernd neue Riemen aufzuziehen, sondern auch besser für den Gleichlauf.

Im Aufmacherbild ist ein extremes Beispiel für einen solchen Standschaden zu sehen. Außerdem ist zu erkennen, dass dieser Dreher wohl ein längere Zeit auch nicht besonders trocken gelagert wurde. Auf der Innenseite des Riemens ist sogar deutlich der abgelagerte Rost, den das Pulley angesetzt hat, zu erkennen.

Nachesel der High End 2016 in Minga

Ja, ich weiß, es heißt NACHLESE. Aber diesmal kam ich mir manches Mal so vor wie ein solcher. Das lag daran, dass ich mir, wenn man das Aufmacherbild genau anschaut, wohl nicht eingebildet habe, ich sei der Einzige aus der praktischen Beratung, und hier nehme ich alle Personen aus dem Vertrieb von Audio Trade ATR ausdrücklich in Schutz, da diese ganz klar andere Aufgaben zu erfüllen hatten, auf diesem wie immer größten Stand der gesamten Leitmesse für hochwertige Unterhaltungselektronik, der sich wieder einmal um die einzig wahren und wichtigen Menschen aktiv bemüht hat, nämlich die Kunden, die sich erstmalig oder wieder für einen der vielen und bezahlbaren Plattenspieler interessiert haben. Und das sollte meiner bescheidenen Meinung nach eher ein Pro-Ject Plattenspieler sein, da diese nach wie vor eine Preisklassen-bezogen überragende Qualität bieten. Den Beweis treten wir beim FLSV in Bamberg gerne jederzeit an, werte Kollegen aus England und dem Schwarzwald!

Was gibt es denn Neues von diesem öschterreischisch-scheschischen Hersteller zu berichten? Viel zu viel, möchte ich sagen, denn, wenn alles kommt, was auf diesem Stand als Muster gezeigt worden ist, dann muss ich circa 50 % aller sonstigen Ausstellungsware verräumen, um Platz dafür zu schaffen. Allerdings werde ich die Anzahl der Modelle wie den abgebildeten Acryl-Dreher, die eher dem Lifestyle geschuldet sind, eher kurz halten und nur in Ansätzen ausstellen.

High End 2016 - Pro-Ject Xperience in Acryl und einfach - orange

Kurz vor der Auslieferung steht der Vertical Player, den die Welt gebraucht hat wie Deodorant gegen Knoblauch. Es gibt hier für mich unter Hifi-technischen Gesichtspunkten nur eine sinnvolle Anwendung, wenn nämlich das Regal zu wenig Tiefe für einen normalen Plattenspieler bietet. Aber wie immer entscheidet der Markt, ob etwas floppt oder tobt.

High End 2016 - Pro-Ject Vertikalplayer

Was wohl in großer Bandbreite kommen wird, sind diverse Modelle mit einem Tonarm nach klassischem Vorbild als sogenannter S-Shape und mit einem Headshell mit Bajonett-Verschluss nach SME. Für mich ist hier der einzig nennenswerte Vorteil der, dass man verschiedene Tonabnehmer relativ schnell für spezielle Anwendungen einsetzen kann, zum Beispiel, wenn man neben normalen LPs auch gerne und viel Singles und Schellack-Platten hören mag.

High End 2016 - Pro-Ject-Player mit S-Shape-Tonarm

Ansonsten ist wohl auch wieder dem sogenannten Lifestyle geschuldet zu vermerken, dass es auch von den kleineren Modellen viele, viele Ausführungen gibt und geben wird.

High End 2016 - Pro-Ject Farbenpracht - wie im Frühling

Außerdem wird bald wieder eine Juke Box zur Verfügung stehen, also eine vollständige Kompaktanlage mit Plattenspieler, Phono-Vorverstärker, Verstärker und diversen Gimmicks. Hier muss nur noch ein Paar Lautsprecher angeschlossen werden und fertig ist der Lack (weiß, rot und schwarz sind erhältlich). Dass die Juke Box E gerade mal 420.- €  kosten wird, freut bestimmt den einen oder anderen Einsteiger und deren weibliche Äquivalentinnen.

High End 2016 - Pro-Ject-Juke Box E

Diese ganze Vielflut von Neuheiten ist unter anderem wohl dem runden Geburtstag von Pro-Ject Audio geschuldet, denn der Weltmarktführer bei Plattenspielern wird in diesem Jahre 25 Jahre jung! Das ist mal wenigstens ein echtes Jubiläum. Ich gratuliere ganz besonders, nicht nur, weil ich diese 25 Jahre vollständig als Fachhändler vor Ort begleitet habe. Aber es ist schon eine ganz besondere Leistung, ein analoges Produkt in Magerausstattung in Zeiten der Volldigitalisierung und hier vor allem gegen die Compact Disc (CD) auf den Markt gebracht zu haben und auch bis heute noch zu bestehen.

Herr Heinz Lichtenegger hat sich die Chance nicht nehmen lassen, um persönlich auf diesem unserem als auch seinem Messestand seine Wurzeln und seine Beweggründe für diesen Schritt wortreich  darzustellen.

High End 2016 - Heinz Lichtenegger in Aktion

Und weil er gerade so schön dabei ist, sein „Geburtstagsgeschenk an die analoge Gemeinde“ zu erläutern, übersetze ich das mal in Hochdeutsch:
Das Modell heißt schlicht und einfach Classic und verhehlt optisch seine Vorbilder kaum. Man kann sich als alter Sack, sprich als erfahrener Hase, zwischen Thorens und Linn entscheiden, je nachdem, ob man sich vorne links einen Schalter oder einen Knebel vorstellt. Der Classic ist ein vortäuschender Subchassis-Spieler, der eben nicht auf Federn gelagert ist, sondern auf Kugeln aus einem von Ortofon entwickelten Kunststoff namens TPE. Er ist somit wartungsfrei!

High End 2016 - Pro-Ject Classic

Der Plattenteller stammt aus der Xtension-Baureihe und ist ebenfalls mit TPE bedämpft. Der bekannte Subteller ist bis auf 1/1000 feingedreht! Der Tonarm folgt der bei den beiden kleinen RPM-Modellen RPM 1 Carbon und RPM 3 Carbon bereits umgesetzten Technologie, bei der auf einen Kern aus Aluminium das von außen sichtbare Karbon-Geflecht laminiert ist. Das ergibt nicht nur eine größere Steifigkeit, sondern auch ein deutlich verbessertes Resonanz-Verhalten gegenüber den Modellen aus nur einem Material.

High End 2016 - Tonarmrohr Pro-Ject Classic

Dass der Pro-Ject Classic mit einem Ortofon 2M Silver ausgestattet sein wird und in drei Echtholz-Varianten (Walnuss, Eukalyptus und Palisander) angeboten werden wird, sei der Vollständigkeit halber genauso erwähnt wie, dass dieser schnörkellose Player gerademal 1000.- € kosten wird. Somit stellt dieses Modell in Anbetracht des gebotenen Aufwands wohl wieder einen weiteren Meilenstein in Sachen Preis-/Leistungs-Verhältnis dar!

Aber auch bei der Elektronik, sprich bei Pro-Ject Box Design wird es viele Neuerungen in der mittleren DS-Baureihe geben. Allerdings ist hier noch kein konkreter Erscheinungstermin in Sicht, so dass an dieser Stelle nicht viel davon berichtet wird. Worauf allerdings auch ich mein besonderes Augenmerk gerichtet habe, ist der unter einer Haube gesicherte Maia S in Luxus-Ausführung. Hier ist wohl eine CNC-gesteuerte Alu-Fräse ganze acht Stunden am Werk, um aus einem vollen Block Aluminium diese Preziose zu schaffen.

High End 2016 - Pro-Ject MaiA S in Luxusausführung

Dass gleich im Eingangsbereich der High End eine wirklich ansehnliche Ausstellung von grafisch höchstwertigen LP-Covern den Besucher eingestimmt hat, zeigt einen der vielen Gründe, die neben dem angenehme(re)n Klang für die gute alte schwarze Scheibe sprechen.

High End 2016 - Ausstellung im Foyer

Dass es in Minga auch Neuigkeiten anderer Hersteller gegeben hat, kann und soll nicht verschwiegen werden, im Gegenteil! Mehr davon in diesem Theater zu gegebener Zeit. Aber da ich die Zellteilung noch nicht beherrsche, habe ich mich wie in den letzten Jahren auf diese eine Sache konzentriert. Und jetzt reicht es mal wieder für eine ganze Weile. Schön war’s und trotzdem:
Es bleibt spannend!

Neue Kabel für Pro-Ject Plattenspieler

Das Nörgeln hat ein Ende! Nicht nur meiner Einer, sondern viel publikumswirksamer hat zum Beispiel Herr Matthias Böde von der Zeitschrift STEREO schon viele Jahre lang bessere Kabel für die kleineren Modelle von Pro-Ject Audio gefordert, da die bisher ausgelieferten eher für die Funktionskontrolle, als für den Musikhörgenuss getaugt haben.
Nun gibt es also ab sofort bei Auslieferung neuer Modelle die Kabel der E-Klasse gleich mit im Umkarton. Aber auch Besitzer älterer Plattenspieler dieser Marke, die übrigens gerade ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, kommen nicht zu kurz, denn der FLSV bietet ab sofort diese Kabel im Austausch an. Für nur 20.- € Aufpreis erhält man einen Satz neue Kabel, aber nur, wenn man sein altes, schwarzes Kabel als Nachweis hier abliefert.

Und es wird noch besser: Die ersten fünf (in westdeutschen Worten: fünneff) Kunden, die dieses Angebot wahrnehmen wollen, erhalten es sogar ohne Berechnung, aber auch hier nur im Tausch, also eigentlich geschenkt. Es gilt also: Wer zuerst kommt, mahlt in den schöneren Tönen.