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Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #2: Triangle Borea BR04

Triangle ist auch einer der Lautsprecher-Hersteller, von denen der FLSV in Bamberg ziemlich viele bis fast alle Modelle aus jeder der immerhin acht Baureihen* tatsächlich vorführbereit hält.** Einer der kleineren ist die Borea-Familie, die in unserem Portfolio den Einstieg in die High Fidelity sowohl bei Passiv- als auch bei Aktiv-Lautsprechern darstellt.

Als später Nachzügler kam nun doch noch die Triangle Borea BR04 ins schöne Oberfranken, die intern als Monitor-Lautsprecher bezeichnet wird.*** Der Begriff Monitor deutet hier weniger auf die Verwendung in einem Studio hin, sondern auf die sozialverträgliche Möglichkeit, die Lautsprecher recht nahe an die Rückwand des Zimmers zu rücken, in dem sie aufgestellt werden.

Alle Kompakt- und Monitor-Lautsprecher auf einen Blick: Borea BR02, BR03 und BR04

Auch dieses Modell hat in diesem Jahr den begehrten EISA Award**** erhalten. Die Begründung, warum die Wahl genau auf diesen Franzosen gefallen ist, kann man hier nachlesen. Aber man kann sich jetzt auf jeden Fall seine eigene Meinung bilden, indem man sich auf den Weg nach Bamberg macht und sich die Triangle Borea BR04 in ihrem Umfeld vorbehaltlos anhört. Danach darf man, wie beim FLSV seit über 40 Jahren üblich, die Wunschlautsprecher***** gerne auch in den eigenen vier bis acht Wänden****** Probe gehört werden.

So geht das Jahr spannend zu Ende, was aber nur bedeutet, dass es spannend im Neuen Jahr, das sich selbst mit 2026 beziffert, weitergehen wird. Versprochen!

Die kleinste und die größte Kompaktbox aus dieser tollen, weil besonders preiswerten Baureihe: Borea BR04 und BR02 (Connect)*******

* Eine Ausnahme sind wie bei Marktbegleitern auch hier die Lautsprecher für die Installation in Wände und Decken. Diese Gattung nennt sich bei Triangle diskret Secret, das aber eher mit Geheimnis als mit einer flüssigen Absonderung zu übersetzen ist.

** Im Online Shop die ganze Vielfalt darbieten, dann aber kaum was, wenn überhaupt, dem Nicht-vor-Ort-Kunden demonstrieren zu können, das ist uns fremd. Im Gegenteil: Lieber viel zu viele Lautsprecher als einen zu wenig!, das ist das MMMotto seit vielen Jahren.

Was die klanglichen Unterschiede zwischen diesen doch recht ähnlichen Modellen ausmacht, das lässt sich vor Ort testen.

*** Das gilt auch für die gar nicht so viel kleinere Schwester Borea BR03, die schon seit einigen Monaten immer wieder als Beispiel herhalten darf, was den akustischen Unterschied zwischen Bassreflex-Rohr auf der Rückseite der Box oder doch besser auf der Front ausmacht.

**** In immerhin zehn der insgesamt 29 Kategorien, in denen der Award in der Rubrik Hi-Fi vergeben wird, kann der FLSV in Bamberg in diesem Jahr seine Sieger präsentieren.

***** Ja es können auch zwei Paare sein. Genau deswegen ist dieser Plural verwendet worden!

****** Tatsächlich war ich erst vor Kurzem in einem solchen Raum, der durch seine acht Seiten fast rund gewirkt hat. Und licht war dieser große Raum auch noch. Toll!

******* Dieses Bild ist insofern statthaft, weil der passive Lautsprecher bei der Triangle BR02 Connect (links im Bild mit Abdeckung) identisch zum rein passiven Pendant ist.

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Herbst 2025 #10: Triangle Borea BR02 Connect

Das Programm dieses französischen Anbieters ist ja jetzt schon richtig üppig, wenn auch die 100.000.- € Box (noch) fehlt. Aber das macht Triangle ja genau deswegen so besonders attraktiv, denn es werden doch gerade in den bezahlbaren Ligen besonders pragmatisch konzipierte Lautsprecher angeboten. Nahezu alle Modelle haben zum Beispiel den Bassreflex-Kanal auf der Vorderseite, was eine Platzierung im Wohnraum deutlich einfacher gestaltet, als wenn dieser auf der Rückseite angebracht ist.* Außerdem ist der Kennschalldruck oder auch der Wirkungsgrad der Lautsprecher überproportional hoch, was die Auswahl der Verstärker arg vereinfacht.

Die Triangle Borea BR02 Connect auf den starken Schultern der großen, passiven Borea BR10

Neben der inzwischen bekannten Triangle AIO Twin, was ja bekanntlich nicht für Knoblauch, sondern für All-in-one steht und die wir letztes Jahr bei den BAT 2024 vorgestellt haben, gibt es ab sofort eine zweite und ähnliche, aber dennoch eindeutig zu unterscheidende Baureihe. Diese basiert wiederum und ebenfalls auf einer bestehenden Serie, die komplett passiv aufgebaut ist, nämlich auf der inzwischen etablierten Borea-Linie. Deren größtes Kompakt-Modell, die Borea BR04, hat dieses Jahr sogar einen EISA Award abgeräumt.

Bis auf Streaming ist wirklich alles an Bord, aber dafür sind sie ideal als PC-Boxen geeignet.

Was zeichnet also die Triangle Borea BR02 Connect neben ihrer extremen Preiswürdigkeit nun als so besonders aus? Einfach gesagt: Alles! Auch hier finden wir das bewährte Konzept von Master und Slave wie bei den AIO Twin. Hier beheimatet nämlich eine der Boxen die komplette Elektronik samt analogen Eingängen inklusive Phono (!!!) und mehreren digitalen Eingängen (inklusive Bluetooth) und schickt die dann generierten Signale per Lautsprecherkabel an den zweiten, rein passiven Lautsprecher.

Beinahe vergessen: Sogar per händischer Fernbedienung kann man die Boxen steuern.

Und was unterscheidet die Triangle Borea BR02 Connect oder auch die Borea BR03 Connect denn von der AIO Twin? Das betrifft neben der optischen Gestaltung in ganz erster Linie nur die Digital Domain. Während die Triangle AIO einen Netzwerkzugang (Streaming = Qobuz, Internetradio, Server-Zugriff) ermöglichen und auch gestatten, können beide Modelle der Boreen einem Computer via externer Soundkarte den Zugang ermöglichen. Sie sind damit neben den Q Acoustics M20 die Preis-günstigsten Aktiv-Lautsprecher für den Schreibtisch überhaupt, zumindest im Portfolio es FLSV in Bamberg!

Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Fernsehgerät (FSG oder auch TV) per Audio Return Channel (ARC) einzubinden. Aber diese Option interessiert uns Musik-Begeisterte ja nur am Rande, stümps?!

Dass es die Borea BR02 Connect in sieben modernen Ausführungen gibt, sei hier nur am Rande erwähnt.

Dieser neue Aktiv-Lautsprecher von Triangle wird prominent, wenn auch unterirdisch bei den Bamberger Analog-Tagen 2025 am 5. und 6. Dezember in den Räumlichkeiten des FLSV in der Inneren Löwenstraße 6 in Bamberg präsentiert. Auch wenn damit die Phono-Zweig-Verstärker-Lautsprecher-Frage als geklärt gelten kann, geht die Suche nach einem geeigneten Plattenspieler jetzt erst richtig los.

Meine Güte, kann Hifi spannend sein!

* Nur trifft das leider weder auf unser Testmuster als auch auf die größeren Schwestern zu. Deren passives Pendant bietet aber merkwürdigerweise dieses Attribut.

Der FLSV und die Röhren: Upgrade #1

An dieser Stelle wurde vor Kurzem bereits über den letzten Neuzugang in der Kategorie Röhren-Vollverstärker berichtet. Und weil sich das wohl noch nicht so herumgesprochen hat, dass der FLSV in Bamberg auch und gerade in diesem Produktsegment doch einige tolle Pretiosen als auch die passenden Lautsprecher* anbieten kann, werden hier in loser Folge Kombinationen mit passenden Lautsprechern vorgestellt, die es in sich haben.

Den Anfang macht gleich unser preislicher Einsteiger** in diesem Portfolio, nämlich der Cayin MT-12 N, einem Röhrenverstärker, der alle Vorurteile dieser Gattung gegenüber mehr als nur positiv bestätigt. Einen versteckten Ein-/Ausschalter, drei Hochpegel-Eingänge und einen Lautstärkeregler, mehr gibt es nicht an Ausstattung. Aber dafür den einst typischen Röhrenklang, der die 5 auch mal gerade sein lässt und so viele Aufnahmen mit nicht zwingend audiophiler Klangqualität dafür erträglich darbietet.

Meine Lautsprecher-Empfehlungen für die Kombination des Cayin MT-12 N mit Kompaktboxen lauten Triangle Borea BR02 oder besser die Borea BR03. Letztere ist nur unwesentlich teurer, bietet aber den Vorteil der Möglichkeit, die Boxen etwas Wand-näher stellen zu können.

Nicht quadratisch, aber praktisch und sogar sehr gut: Triangle Borea BR03

Bei den Standboxen würde ich mit der DALI Oberon 5 beginnen. So ist eine Kombination für deutlich unter 2000.- € möglich, die den größeren Modellen zumindest in den Kategorien Rhythmus und Emotionalität der Wiedergabe kaum nachsteht!

Eine unserer klanglich Größten unter den kleinen Standboxen: DALI Oberon 5

Mal wieder ist zu konstatieren, dass es auch im Neuen Jahr hochspannend*** bleibt, zumindest beim FLSV in Bamberg.

*Keine Weisheit der Binse ist es, dass man wegen der nicht allzu üppig vorhandenen Verstärkerleistung bei der Auswahl der Lautsprecher auf einen etwas höheren bis deutlich höheren Kennschalldruck, oftmals auch (technisch nicht ganz korrekt) als Wirkungsgrad bezeichnet, achten sollte. Aber genauso wichtig ist ein halbwegs linear verlaufender Impedanzverlauf des angeschlossenen Lautsprechers.

**Bitte bedenken Sie, dass ein Röhrenverstärkers stets teurer als ein vergleichbarer Transistor-Verstärker sein muss! Das liegt an den benötigten Ausgangsübertragern links und rechts vom Trafo, die das Signal an den Lautsprecher anpassen und die noch aufwändiger gewickelt sind als der reguläre Transformator.

***Denn in einem Röhrenverstärker liegen zum Teil mehrere hundert Volt an. Deswegen sind die Ausgangsübertrager notwendig, um diese hohen Spannungen, die die Endstufe aus dem Musiksignal generiert, auf das richtige Maß für die Lautsprecher herunterzusetzen. Und deswegen ist auch ein Schutzgitter in Deutschland Vorschrift!

Unser kleinster Röhren-Vollverstärker im Ruhemodus: Cayin MT-12 N

Die neue Mitteklasse #2: Triangle Borea

La Manufacture électroacoustique française hat nicht zuerst, wie schon lange erwartet, seine Flaggschiffe Magellan* erneuert, sondern in der doch stark umkämpften Mittelklasse ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt! Die neue Baureihe nennt sich Borea und orientiert sich nicht nur in ihrer optischen Gestaltung ganz klar an der nächsthöheren Serie Esprit EZ. Wie durchgehend alle Modelle des französischen Anbieters weisen auch die Boreaten einen deutlich überdurchschnittlichen Kennschalldruck auf. Das erweitert die Auswahl bei den Verstärkern auch auf kleinere Röhrenverstärker. Triangle wird in Deutschland von Reichmann AudioSysteme vertrieben.

Es fällt natürlich sofort auf, dass hier nicht die gediegene Verarbeitungsqualität von Esprit EZ geboten wird. Aber schauen Sie bitte schön lieber mal sofort aufs Preisschild! Die der Comète EZ ähnelnde Borea BR03 kostet weniger als die Hälfte,

Mit den Bassreflex-Öffnungen auf der Front: Borea BR03

während die ganz große Borea BR09, die optisch der Australe EZ entspricht, mit nicht einmal 1200.- € fürs Paar weniger als ein Drittel kostet! Wenn das mal kein Statement ist.

Die Familienähnlichkeit ist wie aus dem Gesicht geschnitten: Borea BR09 neben Australe EZ und Antal EZ

Dass eine solche reife Leistung honoriert werden muss, stand für mich bald fest. Aber dass es gleich der EISA Award 2020-2021 wird, dass hätte ich auch nicht erwartet.

Meinen Glückwunsch!

P.S.: So verwundert es nicht, dass die beiden ersten Kunden und Kundinnen sehr eng mit der Musik verbunden sind, sind sie doch Komponist/Komponistin/Komponistum (bitte ankreuzen) beziehungsweise ausführende Musizierende!

Die gar nicht so kleine kleinste Standbox der Borea-Baureihe: Borea BR07 für unter 800.- €

*Wer das gleichnamige Buch von Stefan Zweig noch nicht gelesen hat, sollte diese Pflichtlektüre umgehend nachholen!