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Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #8: Sonoro Avaton

Die All-In-One Audiosysteme, die alles beherbergen, was man zum Musikhören benötigt, also auch die Lautsprecher, werden beim FLSV in Bamberg liebevoll Küchenradios genannt. Diese Geräte stehen im Portfolio des FLSV nicht gerade im Vordergrund, wenn man von den prominenten Stellplätzen zum Beispiel im Schaufenster des Kleinen Vorführstudios mal absieht. Aber es gibt immer eine gewisse Auswahl der beiden Platzhirsche in diesem Segment, nämlich von Ruark und von Sonoro, nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Probehören.

So könnte es zuhause aussehen, wenn man Bild und Ton vorbildlich in Einklang bringt.

Nun gibt es ein neues Modell von Sonoro, das sich Avaton nennt. Sonoro betont neben den bekannten Qualitäten* vor allem den eARC-Anschluss für die Anbindung des Fernsehgeräts (TV) per HDMI-Kabel. Das soll, zumindest wenn es die Höhe des Möbels, auf das der Sonoro Avaton gestellt wird, bis zur Unterkante des Fernsehers zulässt, ermöglichen, diesen als Soundbar-Ersatz zu verwenden.**

Die Anschlüsse von links nach rechts: Spannung, 2x Digital (optisch & coaxial), Netzwerk, 2x USB, HDMI und 2x Analog

Wenn man sich also für einen richtig guten Klang für Musik und Fernsehton entscheiden möchte und die eingeschränkte räumliche Abbildung, zum Beispiel aus Platznot im Wohnraum, akzeptiert, gibt es wohl wenige Alternativen*** zum Sonoro Avaton und zum großen Sonoro Meisterstück Gen.2.****

Also aufgemerkt: Auch in den Nischen bleibt es spannend, zumindest im Fachgeschäft Ihres Vertrauens.

* Zum Beispiel gibt es hier bereits Qobuz Connect als den für uns besten Streaming-Dienst.

** Diese beträgt immerhin 140 Millimeter oder 14 Zentimeter oder sogar 1.4 Dezimeter.

*** Es gibt inzwischen einige Alternativen bei den aktuellen Soundbars, die auch ordentlich musizieren können. Und diese können TV und Kino garantiert eindrucksvoller darstellen. Hier sind zum Beispiel zu nennen: KEF XIO und Yamaha True X Surround 90A. Letztere beinhaltet sogar drahtlos anzusteuernde Rear Speaker. Aber für die Mischnutzung mit einem Anteil von Musikgenuss von über 50 % im Verhältnis zum TV-Konsum empfehle ich stets die Musik-orientierte Lösung, also hier das Sonoro Avaton.

**** Auch das Spitzenmodell dieses Herstellers, das Meisterstück Gen. 2, hat bereits diesen Anschluss vorgesehen. Außerdem bietet es noch die Wiedergabe von Compact Discs (CD) an. Insofern ist dessen Mehrpreis auch leicht zu rechtfertigen, wenn man auf dieses Medium nicht verzichten möchte.

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Der Vorverstärker, die Zentrale einer High End-Anlage

Heutzutage gibt es ja viele Möglichkeiten, eine Hifi- oder erst recht eine High End-Stereoanlage zu konfigurieren. Da gibt es die super-smarten Konzepte mit lediglich einem Paar Netzwerk-angebundener Aktivlautsprecher (Cabasse The Pearl Collection, Dynaudio Focus, KEF und einige andere mehr) sowie einem Apple iPad oder einem gleichartigen Androiden in der Hand, die den Streaming-Dienst meines Vertrauens, nämlich Qobuz*, aufruft und bedient.

Aber es gibt immer noch Menschen, die lieber mehrere, aber dafür spezialisierte Einheiten zu einer noch größeren Einheit formen, die dann unterm Strich im Verbund klanglich doch noch eine Schippe drauflegen. Zwei solche Vorverstärker, die beim FLSV in Bamberg jeweils Spitzenpositionen in ihrem Segment einnehmen, stelle ich im Folgenden vor.

Eine Ausnahme im Haifisch-Becken sind die beiden Klangregler. Und schick ist der symbolische Diamant allemal.

Der erste Vorverstärker ist nur vermeintlich ein alter Bekannter, denn der Vincent SA-T7 Diamond ist äußerlich kaum von seinen Epigonen ohne die Diamanten zu unterscheiden. Auch die überaus üppige Ausstattung mit analogen und digitalen Eingängen inklusive Bluetooth sowie die beiden Klangregler können immer noch überzeugen. Aber die Besonderheit sind ganz klar die hier eingesetzten New Old Stock-Röhren von Telefunken! Klanglich macht diese Variante ganz klar einen Schritt nach vorne.

Bestimmt nicht Ultra High End, aber immer noch weit überdurchschnittlich: die digitalen Eingänge des Vincent SA-T7 Diamond.

Da der Vincent SA-T7D nur über unsymmetrische Ausgänge (RCA/Cinch) verfügt, ist hier eher eine Kombination mit einer Stereo-Endstufe oder gar einem Paar Mono-Endverstärker zu empfehlen. Hat da Vincent nicht auch was im Programm? Na klar: die formidablen Vincent SP-T700!

Ein tolles Design, gerade auch im Verbund mit den Endstufen des Hauses. Und richtig massiv gebaut ist der Evolution DAC 2 auch.

Der andere Kandidat ist von seiner Form her eher ein Digital-/Analog-Wandler der absoluten Spitzenklasse mit eingebauter Lautstärke-Regelung. Nachdem die auch optisch dazu passenden Endstufen, die NuPrime Evolution Two, schon eine Weile hier beim FLSV in Bamberg ihren Dienst zuverlässig und wohlklingend tun, kam nun mit etwas Verzögerung der NuPrime Evolution DAC 2 hinzu.** Neben den normalen digitalen Eingängen stehen vor allem gleich zwei mit der technologisch überlegenen I²S-Variante zur Verfügung. Zur Erinnerung: Hier werden mit einem HDMI-Kabel Musik und Takt getrennt übertragen.

Das obere Gerät ist ein High End-DAC mit Vorverstärker, das untere ein Röhren-Vorverstärker mit DAC und Bluetooth.

Auch der für die direkte Anbindung eines Computers vulgo Music Servers essentielle USB-Port ist immer noch vorhanden.*** Dieser kann auch von allen digitalen Eingängen die allerhöchsten Datenraten verarbeiten (PCM 44.1KHz ~ 768KHz / DSD 512 und MQA). Es stehen aber auch noch zwei analoge Eingänge, zum Beispiel zum Anschluss eines Phono-Vorverstärkers, zur Nutzung bereit.

Im Bild nicht ganz so klar wie es die Wiedergabe in echt ist: die beiden überlegenen I²S-Eingange des NuPrime Evolution DAC 2.

Neben der klassischen Anbindung an Stereo- oder auch Mono-Endstufen lassen sich hier auch alle Arten von Aktivboxen direkt per symmetrischem Ausgang anschließen. Die Treiberstufe des NuPrime Evolution DAC 2 ist so kräftig, dass auch längere Kabelstrecken kein Problem darstellen. Eine Empfehlung wären zum Beispiel die aktiven Modelle von ATC aus der Tower Serie; hier ist die ATC SCM50ASLT jederzeit beim FLSV vorführbereit.

„Auch ein schöner Rücken kann entzücken.“, sagt der Volksmund. Dieser hier ist besonders entrückend.

Sollte man noch erwähnen, dass bei beiden Geräten eine veritable Fernbedienung im Lieferumfang enthalten ist? Na klar! Denn das ist immer schneller und präziser als ein Wisch auf dem Tablett. Und im Zweifelsfall können derart massive Handschmeichler auch schon mal einen Streit schlichten…

Die Fernbedienung des Vincent ist einfach, die des NuPrime erfordert eine gewisse Neugier.

Und das Thema bleibt spannend, denn es werden demnächst hier in diesem Blog oder gleich bei den Angeboten einige derartige Kombinationen aus Elektronik und Lautsprechern zu Traumpreisen zu finden sein, einfach, weil wir dringend Platz schaffen müssen.

Aber glauben Sie bloß nicht, dass es dann weniger spannend beim FLSV zugehen würde, nur weil es ein wenig mehr Abstand zwischen den vielen, vielen vorführbereiten Lautsprechern geben wird.

* Das habe ich erst vor Kurzem gelernt, dass man diesen Namen wohl KjuBass ausspricht. Da fand ich meine französische Variante aber deutlich eleganter.

** Nur als Ergänzung sei erwähnt, dass auch das formal dazu passende CD-Laufwerk NuPrime CDT-10 derzeit im Verbund genauso im Einsatz ist wie der NuPrime Stream Mini. Letzterer ist meines Wissens die einzige Streaming Bridge in dieser Preisklasse mit einem I²S-Ausgang! Und dieser wird auch in dieser Konstellation genutzt!

*** Tatsächlich glaube ich beobachten zu können, dass dieser technisch recht aufwändige Eingang bei immer mehr Herstellern dem Rotstift zum Opfer fällt. Die Begründung lautet hier bestimmt: „Die Kunden streamen ja immer mehr, da braucht’s keinen Personal Apple mehr!“

Ohne Worte

Wir wissen ja, dass der allgegenwärtige Cinchstecker ja eigentlich ohne je genormt worden zu sein, überall dort passt, wo er hingehört. Nun ist mir doch ein Exemplar begegnet, das sich auf keine der hier zur Verfügung stehenden Buchsen auch nur ansatzweise aufzustecken ließ. Der Grund dafür wurde schnell gefunden: Bei diesem Stecker fehlt die Schltzung, die nicht nur ein wenig nachgibt, um auf die Buchse zu rutschen, sondern auch für den Hakt auf derselben sorgt.