Ganz ähnlich in der Ausstattung wie die hier bereits vorgestellte Triangle Borea BR02 Connect kommt nun die lang erwartete KEF Coda W auch zum FLSV in Bamberg. Von vorne erkennt man ganz klar die Handschrift mit dem seit vielen Jahrzehnten eingesetzten Uni-Q-Treiber, aktuell in der bereits 12. Generation.
Von außen sieht man ja nicht, aus wie vielen Einzelteilen ein Lautsprecher-Chassis vpn KEF besteht.
Ein wenig verwunderlich ist es auf den ersten Blick dennoch, dass die KEF Coda W so ganz ohne Streaming-Zugang auskommt, denn alle anderen Wireless-Geschwister* verfügen ja über einen solchen. Bei der KEF Coda W ist man aber deswegen nicht aufgeschmissen, denn sie bietet als erste Box dieses Herstellers neben den vielen analogen, digitalen Eingängen inklusive einer externen Soundkarte in USB-C sowie HDMI als eARC und Bluetooth in der aktuellsten Version 5.4 aptX Adaptive sogar einen eingebauten Phono-Vorverstärker.
Die Anschlussvielfalt ist enorm, aber der Phono-Eingang ist ein Novum bei KEF.**
Da die KEF Coda W dennoch über die hauseigene App KEF Connect einzurichten und zu steuern ist, kann deren Bedienung hier auf insgesamt drei Arten erfolgen, denn die KEF Coda W bietet nicht nur eine einfache, aber völlig ausreichende Fernbedienung, sondern auch fünf Tasten auf dem neuerdings zum Glück nicht mehr Master, sondern Primary genannten Hauptlautsprecher.
Tatsächlich reicht ein einziges Kabel, um den Secondary Speaker an die Leine zu nehmen.
Von diesem wird, erstmalig zumindest im Portfolio des FLSV in Bamberg, ein einziges USB-C-Kabel zur Spannungsversorgung als auch zur Ansteuerung des Zum-Glück-nicht-mehr-Sklaven mit immerhin 3 Metern Länge gelegt und angesteckt.
Ein Plattenspieler und die KEF Coda W, das reicht eigentlich zum Musik-Hören. Aber was macht der Bluesound Node da?
Wenn also der Schwerpunkt der Ansprüche eher auf den klassischen Medien und nicht so sehr auf Streaming gelegt wird, hat man ab jetzt eine heiße Alternative mehr, zumal diese im Reigen der anderen Optionen von KEF die günstigste darstellt.
Die verfügbaren Oberflächen nennen sich Vintage Burgundy, Nickel Grey, Moss Green, Midnight Blue und Dark Titanium.
Einen sehr ausführlichen Test der KEF Coda W kann man bereits hier nachlesen. Das besondere Klangerlebnis wird man aber nur im stationären Fachhandel wie dem FLSV in Bamberg erleben können!
* Hier nutzt die deutsche Webseite von KEF im Gegensatz zur Englischsprachigen den Begriff WLAN anstelle des richtigen Wireless und damit ab sofort falsch. Das gilt ebenso für den hier vorgestellten Muo.
** Die Anbindung als externe Soundkarte an einen PC oder Apple-Rechner wird zwar derzeit bei keinem Wireless Modell gewährt, wurde aber in der ersten Generation der KEF LS50 Wireless noch angeboten.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2025/12/KEF-Coda-W-2-scaled.jpg14422560Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2025-12-28 20:30:532025-12-29 11:19:51Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #1: KEF Coda W
Es waren ja im Grunde für die BAT 2025 nur zwei Vorführ-Anlagen im Großen Vorführstudio des FLSV in Bamberg aufgebaut. Diese konnten aber in mehreren Konstellationen tatsächlich die Vielfalt zeigen, die im Programm für diese Räumlichkeit angekündigt wurde.
Äußerlich sehen sich die beiden Modelle von Origin Live recht ähnlich. Einer der Unterschiede ist die Plattentellermatte.
Fangen wir links an, also auf dem Granit-Altar. Dort standen von Origin Live die beiden neuen Plattenspieler im Sortiment des FLSV in Bamberg spielbereit aufgebaut.* Ganz links ist der Origin Live Swift zu sehen, in dessen Tonarm wir das kleinste photo-optische Tonabnehmersystem des japanischen Pioniers DS Audio montiert und penibel justiert haben. Das DS Audio DS-E3 leuchtet schön grün, genau wie sein speziell für dieses System ausgelegter Entzerrer-Vorverstärker.**
Diese kann man aber nachträglich auflegen, man muss nur den Tonarm etwas anheben. Rechts im Bild: Hana SL MK II
Beim zweiten Set war das kleinste Modell des britischen Herstellers aus dem UK der Ausgangspunkt. Es wird Aurora genannt und trägt klar erkennbar nicht nur optisch die Handschrift der größeren Plattenspieler von Origin Live.*** Auch in diesem Plattenspieler haben wir einen kleineren Verwandten einer der Hauptattraktionen der BAT 2025 als Tonabnehmer eingebaut, nämlich das ebenfalls noch recht neue Hana SL MK II. Im Verbund mit dem Phono-Vorstärker Hegel V10 ergab sich eine preislich recht ähnliche Kombination, wie es die beiden DS Audio als Einheit beschreiben. Ein fairer Vergleich zwischen Moving Coil (MC) und Photo-optisch war also statthaft.
Ein Minimal-Setup wie aus dem Bilderbuch: Plattenspieler, Vorverstärker und zwei tolle Aktiv-Lautsprecher, fertig! Naja, nicht ganz, denn in beiden Fällen muss man ja noch den Phono-Vorverstärker einschleifen und dann verstecken.
Beide Entzerrer-Vorverstärker haben ihre Signale dann zu unserem Referenz-CD-Spieler, dem Ayon CD-35 II, geschickt, der aber an diesen Tagen lediglich als rein analoger Vorverstärker mit symmetrischen Ausgängen genutzt wurde. So musste lediglich zwischen den beiden analogen Hochpegel-Eingängen umgeschaltet und die Lautstärke ein wenig angepasst werden, um einen fairen Vergleich zu ermöglichen.
Man beachte jetzt nicht die beiden Schallplatten, sondern die Dynaudio Confidence 20A!
Weiter im Signalfluss wurden die bereitgestellten aktiven Lautsprecher angesteuert. Von den im Vorfeld angebotenen immerhin drei Aktiv-Boxenpaaren kam diesmal aber eigentlich nur eins zum Einsatz.**** Und das war die brandneue Dynaudio Confidence 20A.*****
Das Bild stammt zwar noch aus der Aufbauphase, zeigt aber bereits alle verwendeten Komponenten anschaulich.
Wer sich wie auf dieser Seite klanglich geschlagen hat, das muss man entweder selbst erlebt haben oder einen der teilnehmenden Gäste fragen oder bei einem Besuch in Bamberg nachholen.
Voilà, es ist angerichtet: je zwei komplette Laufwerke samt Phono-Vorverstärker, ein Vorverstärker und zwei Aktiv-Boxen. Nein, wir haben diese drei Testschallplatten nicht gehört, diese wurden nur für die Einspielphase genutzt.
Nur ein kleines bisschen opulenter ging es auf der Stirnseite des Großen Vorführstudios zu. Naja, es wurde dort eigentlich schon richtig großgekleckert, also geklotzt. Dort thronten zwei stattliche Laufwerke, die ihrerseits auf massiven Unterstellbasen ihren ruhigen und beruhigenden Platz fanden. In ihrer Mitte war diesmal die Elektronik aufgebaut. Immerhin waren dies gleich zwei relevante Geräte, die in der Breite aber gerade so auf dem Umai von Ars Machinae die benötigte Stellfläche ausfüllten.******
Frank Schick legt letzte Hände an, bevor es losgeht. Zufriedene Miene bei Daniela Manger
An dieser Stelle sei noch einmal auf die ausführlichere Vorstellung der Kombattanten und Mitspieler verwiesen, wie ich sie im Programm für die BAT 2025 bereits vorgestellt habe. Deshalb hier im Schnelldurchlauf:
Frank Schick ist für seine Präzision bekannt, und die konnte man nachvollziehen.
Aber der Hingucker hier war der montierte Tonabnehmer, das Umami Black als das absolute Spitzenmodell von Hana.
Dessen feine Signale verarbeitete der MasterPhono von MoFi artgerecht,
Seit drei Jahren unsere Phono-Referenz für alle MM- und MC-Systeme: MoFi MasterPhono
so dass diese in einem der Hochpegeleingänge des zentralen Vorverstärkers landen konnten.
Auf der rechten Seite stand der ebenso mächtige AMG Viella samt Tonarm 12J2. Hier wurde mit dem DS Audio DS003 wieder ein photo-optisches Tonabnehmersystem eingesetzt. Dessen Signale bereitete zunächst der Haus-eigene Entzerrer-Vorverstärker auf.
Wenn das mal nicht ein echtes Masse-Laufwerk ist: AMG Viella mit Zusatzzarge und montiertem DS Audio DS-003
Von hier ging es wie zuvor direkt in einen weiteren Hochpegeleingang des verwendeten Vorverstärkers.
Auf dem massiven Tisch stand nur der Vorverstärker, das Netzteil wurde aus klanglichen Gründen nach unten verbannt.
Das war der Keces S4. Dieses kleine Wunderkästchen, dessen riesiges Netzteil im selben Gehäuseformat wir hinter dem Format-füllenden Rack versteckt haben, könnte auch beide Tonabnehmer-Arten direkt verarbeiten, bietet er doch insgesamt sogar drei verschiedenen Phono-Signalen Eingang: neben den klassischen MM- und MC-Systemen eben auch für die photo-optischen Systeme von DS Audio. Somit bezeichne ich diesen Vorverstärker für Freunde der analogen Wiedergabe, die vielleicht auch noch einen zweiten Plattenspieler oder einen betreiben, der über zwei oder gar drei Tonarme verfügt, als veritables Schnäppchen!
Ganz nah dran erkennt man die LF-Module auf den Manger Audio c1.
Dazu kommt, dass er das alles auch noch symmetrisch kann. Denn das ist nicht nur für die eigentliche Signalverarbeitung höchst förderlich, sondern auch für die Ansteuerung der bereit gestellten Aktiv-Monitore c1 von Manger Audio essentiell.
Auch ein haptisch wertvolles Muster des Manger Schall-Wandlers stand zur Anschauung bereit.
Diese haben wir angesichts des großen Raumes und der nicht gegebenen Möglichkeit, die Manger Audio c1 relativ Wand-nah zu stellen, um die LF-Module******* ergänzt. Diese werden einfach oben auf die c1 gestellt, passgenau ausgerichtet und mit einem kurzen Kabel mit der Hauptbox verbunden. Jetzt musste man nur noch einen Schalter hinten auf dem Elektronik-Einschub umlegen, damit dessen Belastung wieder Impedanz-gerecht wird, und schon kann es losgehen.
Da muss ich doch meine Gäste loben, denn es wurde ganz wenig bei den Vorführungen geschwätzt, sondern zugehört!
Und es ging los, und wie! Feinauflösung und Dynamik, große Abbildung mit üppiger Tiefenstaffelung auf beiden Seiten und auch bei beiden verschiedenen Tonabnehmersystem-Systemen. Aber es gab auch Unterschiede, denn jeder der Probanden hatte eine eigene musikalische Diktion, die erfahren werden wollte. Und je länger man sich auf eine Art der Wiedergabe einließ, umso mehr konnte man die Intentionen der jeweiligen Entwicklerinnen und Entwickler nachvollziehen.
Sieveking Sound hat für uns wie immer einige der aktuellen audiophilen Highlights auf echtem Vinyl ausgesucht.
Aber der eigentliche Star war wie bei jeder Veranstaltung des FLSV in Bamberg die Musik. Mehrere reich gefüllte Koffer mit Langspielplatten darin standen von Seiten der Moderatoren zur Verfügung, quer Beet, was die musikalische Ausrichtung betrifft. Aber viele meiner Gäste hatten auch eigene Scheiben mitgebracht, die nach einer belebenden Wäsche im Vinyl Cleaner Premium gerne auf einen der insgesamt vier Plattenspieler aufgelegt wurden.
So wurden die beiden Tage doch sehr kurzweilig, auch aufgrund der angenehmen Atmosphäre, der netten Gespräche und des Austauschs. Vielfach wurde mir mitgeteilt, dass man ganz neue musikalische Entdeckungen gemacht habe und man dann diese oder jene Schallplatten im Nachgang umgehend erwerben wird.
Lassen Sie sich, lasst euch einfach anhand der vielen Bilder davon überzeugen, dass diese Veranstaltungsreihe garantiert noch viele Nachfolger haben wird. Diese Art von Erlebnis kann halt keiner der Online-Vermarkter oder die – im Hifi-Sinne eigentlich nicht mehr existenten – Flachmärkte auch nur ansatzweise bieten. Ein Hoch auf den Facheinzelhandel vor Ort, ein Hoch auf die Hersteller und Vertriebe, die diesen, so wie jetzt gerade, besonders wirkungsvoll unterstützen! Ein Hoch an meine Gäste, die mir durch ihr Kommen auch entsprechend motivierende Rückendeckung gegeben haben.
Nein, die Herren schauen gerade keinen Film, sondern hören konzentriert der vorgeführten Musik zu.
Mein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an meine Moderatoren an diesen beiden tollen Tagen: Daniela Manger, Inhaberin und Entwicklerin des gleichnamigen Herstellers von Edellautsprechern aus Mellrichstadt, und Frank Schick vom High-Fidelity Studio, der für viele Produkte, die bei diesem Spektakel eingesetzt wurden, als Produkt-Manager verantwortlich zeichnet. Ohne euch wäre das nicht in dieser außergewöhnlichen Form möglich gewesen!
Alleine diese Beleuchtung! So findet man immer auch bei sonstiger Dunkelheit die Einlaufrille.
* Insgesamt sind alle Produkte von Origin Live neu bei uns, auch deren besonderes Zubehör.
** Wir wissen ja: Diese Tonabnehmer brauchen zum einen eine andere Entzerrung als die sonst übliche RIAA-Kurve und sie liefern eine deutlich höhere Ausgangsspannung als ein normales MC-System. Bald gibt es einen reinen Phono-Vorverstärker von Keces, der wie der S4 ebenfalls über einen Eingang für diese spezielle Art der Entzerrung und Vorverstärkung verfügt. Es heißt dann Keces Ephono+. Und wieder wird auch dieses Gerät ein eigenes, aber separates Netzteil mitbringen. Wie von Keces gewohnt wird dieses Teil wieder mehr als nur geradeso bezahlbar sein.
*** Ein wenig schade war vielleicht, dass wir die beiden sehr Preis-ähnlichen Modelle, nämlich den Dual CS 718Q aus dem Kleinen Vorführstudio nicht mit dem Origin Live Aurora aus dem Großen Vorführstudio direkt miteinander vergleichen konnten. Sogar die verwendeten MC-Tonabnehmer waren nahezu preisgleich. Aber das wäre insofern ungerecht gewesen, weil dann auch die anderen verfügbaren Modelle aus dem Portfolio des FLSV in Bamberg ebenfalls Hier! geschrien hätten, als da wären: das Pro-Ject X8 SuperPack und das ATR Celebration 40 SuperPack sowie das MoFi UltraDeck. Aber ein solcher Contest lässt sich ab sofort jederzeit organisieren, auch und erst recht mit nahezu gleichwertigen Tonabnehmern und an identischen Phono-Vorverstärkern.
**** Geschwind einsatzbereit, weil alle Probanden denselben Signaleingang, nämlich symmetrisch per XLR , und denselben Anschluss fürs Stromkabel aufweisen, wären die spanische Sottovoce Stereo 3 und die ATC SCM50ASLT aus dem UK gewesen.
***** Gerne sei wieder erwähnt, dass die Dynaudio Confidence 20A in diesem Jahr den begehrten EISA Award in ihrer Kategorie überreicht bekam und dass sie ja auch eine recht ähnliche Klientel wie die auf der anderen Seite des Großen Vorführstudios präsentierte Manger Audio c1 bedient. Insofern war direkter Vergleich zumindest halbwegs statthaft, auch wenn das deutlich aufwändigere Front-End auf der Stirnseite des Großen Vorführstudios aufgebaut war. An dieser Stelle danke ich ausdrücklich Herrn Ulrich Wommelsdorf von Dynaudio, der es möglich gemacht hat, dass mir diese Ausnahme-Lautsprecher für diese Veranstaltung als Muster zur Verfügung gestellt wurden.
****** Schade, dass ihr, Alexandra und Ralf, dieses Mal nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konntet. Wir holen das nach!
******* Diese findet man weiter unten im Link zur c1 unter dem Stichwort Mit Sicherheit flexibel.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2025/12/BAT-2025-Hana-Umami-Black.jpg25601884Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2025-12-13 19:39:302025-12-15 22:57:50Nachlese der Bamberger Analog-Tage 2025 am letzten Wochenende #2: die Sensationen im Großen Vorführstudio
Und einer hat dann doch die Wette gewonnen! Nämlich die, ob es die KEF LS60 Wireless in diesem Jahr schaffen sollte, den begehrten EISA Award in der Kategorie Kabelloser Standlautsprecher 2022 – 2023 zu ergattern. Das einzige Gegenargument hätte sein können, dass bereits im letzten Jahr die KEF LS50 Wireless II diese begehrte Trophäe gewonnen hatte und dass die Jury auch mal eine andere Firma hätte gewinnen lassen wollen. Hierüber wurde an dieser Stelle ebenfalls berichtet.
Die KEF LS60 Wireless ist die Blade für aktive Menschen.
Aber die KEF LS60 Wireless vereint so viele der für KEF Marken-typischen Merkmale in einem einzigen Modell, dass es schon mit dem Beelzebub* hätte zugehen müssen, wenn sie die internationalen Tester nicht damit becirct hätte. Ich zähle sie mal im Stenogramm auf: das Uni-Q-Chassis der zwölften Generation, die Verwendung von Metamaterial zur Absorption von unerwünschten Reflexionen auf der Rückseite der Membran, die Uni-Core-Tieftönertechnologie des KEF Subwoofers KC 62 sowie das Single-Apparent-Source-Design der großen KEF Blade, die das akustische Ideal einer Punktschallquelle eindrucksvoll demonstriert. Von der KEF LS50 Wireless II übernommen wurde auch die Bedienoberfläche KEF Connect, die ständig weiter verbessert und auch verfeinert wird.**
Anschlussfeld des Masters, einmal mit allem. Aber: siehe unten!
Während eine Dynaudio Focus 30 halt aussieht wie eine Dynaudio schon immer in diesem Format aussah und wohl auch in Zukunft aussehen wird***, setzt die KEF LS60 Wireless mit ihrer extrem schlanken Silhouette und einer sichtbaren Breite von lediglich 13 Zentimetern ganz klare Akzente im großen Haifischbecken der Lautsprecheranbieter. Dass die KEF LS60 Wireless aber deswegen auch so schlank klingt, das entkräftet sie schon beim ersten Ton aufs Entschiedendste. Ansonsten klingt sie wie eine erwachsene KEF halt so klingt, nämlich…
Somit hat der FLSV in Bamberg nun gleich zwei tolle Alternativen in diesem noch sehr speziellen Marktsegment anzubieten, die man ab sofort vor Ort und erst recht zuhause testen kann.
Und jetzt kommt der unvermeidbare Spruch mit der Spannung, wenn auch in Variation: Wenn Sie mit zwei mal 230 Volt für Ihre minimalistische High End-Stereoanlage auskommen wollen, denn mehr an Kabeln benötigen Sie tatsächlich vorerst nicht, sind Sie beim FLSV in Bamberg jetzt noch goldrichtiger. Aber noch spannender ist doch die Antwort auf die Frage, wer denn nun die eingangs erwähnte Wette gewonnen hat. Schauen Sie doch mal ins Händlerportrait der letzten Ausgabe der Audiotest!
Rückseite des Slaves, auch wenn die Sklaverei eigentlich abgeschafft wurde, oder?
*Wahlweise für Andersgläubige: böser Geist, Leibhaftiger, Satan, Luzifer, Diabolus oder ganz schlicht Deibel.
**Dass das keinerlei Wertung beinhaltet, muss doch hoffentlich nicht extra betont werden, oder? In viele Wohnumgebungen passt auch eine KEF LS60 Wireless nicht zwingend harmonisch hinein. Und ein langjähriger Dynaudio-Hörer wird sich sofort wieder in eine moderne Dynaudio verhören!
***Hier danke ich nicht nur meinen Kunden wie Werner Sp. aus N., die stets konstruktive Kritik äußern und sich mit Frank Eschholz, seines Zeichens Produkt-Manager bei KEF Deutschland und somit Mittler zum Hersteller, kurzschließen, damit die dann später einfließenden Änderungen bei der Firmware das Produkt als solches in Zukunft noch geschmeidiger nutzbar machen.
https://flsv.de/wp-content/uploads/2022/08/KEF-LS60-W-1-scaled.jpg14422560Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2022-08-23 18:11:442022-08-24 08:48:39Jetzt geht es weiter Schlag auf Schlag, unser Hit #3: KEF LS60 Wireless
Wenn MM vom FLSV eine regelmäßig erscheinende Hifi-Zeitschrift zitiert und hierbei auch noch ausdrücklich lobt, dann muss doch was faul an der Geschichte sein, oder? Oder doch nicht? Nein, hier wird es sich nicht zu einfach gemacht und auf einen der fast schon beliebig erscheinenden Tests aus unserer kleinen Welt der High Fidelity und des High End hingewiesen* und dann zu Werbezwecken entsprechend ausgeschlachtet. Denn diese belichten stets einen ganz kleinen Ausschnitt der gerade aktuell erschienenen Exemplare einer Produktgattung. Vielmehr werden in einer illustren Runde aus immerhin 29 Nationen, die sich als Expert Imaging and Sound Association, kurz EISA, präsentiert, jedes Jahr im Herbst die Geräte des Jahres prämiert. Für den deutschen Anteil an dieser übergreifenden Aufgabe ist die Zeitschrift STEREO seit über fünfundzwanzig Jahren in der Kategorie Hifi Expert Group** als Juror vertreten.
Und wenn man die aktuelle und aus gutem Grund besonders umfangreiche STEREO 10.2021 ab Seite 57 aufschlägt und sich dort die diesjährigen Gewinner anschaut, dann wird die Portfolio-Politik des FLSV so dermaßen nachhaltig bestätigt, dass es schon fast beängstigend wirken mag. Aber freuen wir uns doch einfach über die Preisträger!
Und damit dieser Beitrag nicht in Eigenlobhudelei überbordet, werden die diesjährigen Preisträger nur kurz mit einem authentischen Foto und einem Link auf die jeweilige Hersteller-Webseite vorgestellt. Fangen wir also an:
Besonders gratuliere ich KEF, die gleich drei Preise abgeräumt haben und davon gleich zwei mit nahezu identischen Produkten plus deren Ergänzung im untersten Bassbereich.
Tatsächlich gibt es noch weitere dreizehn Kategorien, in denen gewählt wurde, deren Award-Gewinner aber nicht vom FLSV vertreten werden. Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass hier auch nur der Ansatz eines Dünkels formuliert wird, nur weil ich diese hier nicht nenne. Aber wenn Sie wissen wollen, welche Produkte denn das sind, dann kaufen Sie doch einfach die aktuelle STEREO und schauen dort nach.
Und da können Sie nämlich auch ab Seite 18 nachlesen, warum es doch noch einen Testsieger zu loben gilt, nämlich den neuen, großen Vollverstärker von Exposure, namentlich den 3510 Integrated. Und gegen wen hat der gewonnen? Gegen keinen Geringeren als den Exposure 3010S2D, der seit achteinhalb Jahren (!) „als Arbeitsgerät und Klassenreferenz“ (Zitat STEREO im Aufmachertext auf Seite 18) gedient hat. Aber gemach: Wer den Exposure 3010S2D besitzt, braucht keine Panik entwickeln, denn dieser Amp spielt auch heute noch die meisten seiner Marktbegleiter an die Wand!
*Wussten Sie schon, dass die Wies’n ausfällt, dafür aber (hoffentlich bis wahrscheinlich) die Bamberger Analog-Tage 2021 nicht?!
**Die begehrten EISA Awards werden in weiteren fünf Kategorien vergeben, von denen uns hier höchstens die Home Theatre Audio Expert Group interessiert, in der der Yamaha RX-V6A den Preis für den besten AV-Receiver ergattert hat. Aber das wird mal anderweitig in diesem Blog „ausgeschlachtet“!
https://flsv.de/wp-content/uploads/2021/09/STEREO-EISA-Awards-scaled.jpg6012560Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2021-09-23 22:56:162021-09-23 22:56:20Achtung: Keine Testsieger!
Dieses Angebot lasse ich mir nicht entgehen, das mir Frank Schick vom High Fidelity-Studio in Augsburg unterbreitet hat, nämlich ein zweites MoFi UltraDeck mitzubringen, um unseren Gästen einen besonderen Vergleich während der Bamberger Analog-Tage 2019 oben im High End-Heimkino zu ermöglichen. Auf diesem Dreher wird dann ein besonderer Tonabnehmer montiert sein, nämlich der DS E1 als kleinster photooptischer Abtaster von DS Audio, die ja ebenfalls vom High Fidelity-Studio vertrieben werden.
Der kleinste der Photo-optischen Tonabnehmer von DS Audio, der DS E1
Sie mögen an dieser Stelle einwenden, dass der Vergleich doch hinke, denn der DS E1 kostet ja 2750.- €, während für den MasterTracker lediglich 800.- €* zu bezahlen seien. Das stimmt dann, wenn man nicht – wie wir mit dem Copland CTA 408 – einen Verstärker sein Eigen nennt, der über einen exzellenten eingebauten Phono-Vorverstärker verfügt, einen solchen also in adäquater Qualität hinzukaufen müsste. Denn das ist ja eine weitere der vielen Besonderheiten der photooptischen Tonabnehmer von DS Audio, dass sie nicht mit der Entzerrungskurve nach RIAA arbeiten. Desweiteren ist die externe Einheit des photooptischen Tonabnehmers nicht nur ein Phonovorverstärker, sondern gleichzeitig der wichtige Spannungslieferant, um Lichtquelle und Photozellen des Abtasters betrieben zu können. Die faszinierenden DS Audio Tonabnehmer erfordern somit aus mehreren Gründen immer einen angepassten Phono-Entzerrer, sodass man je nach Betrachtungsweise entweder gleich mehr Geld ausgeben wird oder aber zu seinem Glück gezwungen wird. Jedenfalls relativiert sich so der Paketpreis von immerhin 2750.- € aus diesem Blickwinkel doch erheblich, kosten doch gute und erst recht sehr gute Phono-Vorverstärker richtig Geld, wie man die Treppe runter im Große Vorführstudio leibhaftig erfahren kann.
Zwei mal klein, aber doch richtig hochwertig: Der kleine AMG Giro führt den kleinen DS Audio DS E1 souverän.
Wir sind jedenfalls gespannt, wie Sie, liebe Gäste, die klanglichen Eigenheiten der ansonsten absolut identischen Laufwerke samt Tonarm diskriminieren und (hoffentlich erst anschließend) qualifizieren, auf Un-Latein und sogar auf Deutsch: unterscheiden und bewerten.
So kann man schließlich an dieser Stelle rechnerisch folgerichtig schließend zum Schluss kommen, dass Frank Schick zu immerhin 60 Prozent aller vom High Fidelity-Studio angebotenen Tonabnehmer-Marken Praxis-bezogen Auskunft zum spielenden Objekt geben wird.
*Im Set als UltraDeck +M sogar nur 350.- € Aufpreis zum nackerten Laufwerk, um noch einmal das besondere Preis-/Leistungsverhältnis des EISA-Gewinners des Jahres 2019/2020 zu unterstreicheln.
EISA-Gewinner 2019/2020: MoFi UltraDeck +M
https://flsv.de/wp-content/uploads/2019/12/DS-Audio-E1-im-AMG-Giro-1-scaled.jpg17072560Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2019-12-07 23:46:132023-08-06 11:18:35Zuckerl als Zusatz-Bonbon
Jaja, die wohlbekannte PR-Maschinerie läuft derzeit wieder auf Hochtouren. Gerade rechtzeitig zur Saison ist die neue 700 S2-Baureihe von B & W in nahezu allen Hifi-Magazinen im Test. Diesen Kunstgriff beherrschen nur wenige Hersteller und Vertriebe so perfekt wie dieser britische Lautsprecherbauer und seine deutsche Dépendance, das muss man neidlos anerkennen. So entsteht in der kaufkräftigsten Zeit fast zwangsläufig der Eindruck, als gäbe es eigentlich keine Alternativen zu diesen Lautsprecherboxen.
Aber die gibt es sehr wohl, denn auch andere Lautsprecher-Hersteller kämpfen in dem Preissegment um die 4000.- € pro Paar mit harten Bandagen und leiten die Technologien ihrer größeren Serien gekonnt in die vermeintlich niederrangigen Baureihen. Bei DALI ist es die Rubicon, die von der Epicon profitiert, die CabasseIroise 3 von den ganz großen Kugeln, bei Triangle ist es die große Esprit, die die Gene der Magellan in sich trägt, und bei KEF ist die REFERENCE das Vorbild für die kleinere, aber ebenso preiswerte R-Serie, während Dynaudio die Excite X44 als Spitzenmodell dieser Baureihe mit den gewonnen Erkenntnissen aus der Entwicklung der neuen Contour erst recht spät nachschob.
Unsere Alternativen, die Ihnen besser oder schlechter gefallen könnten als oben genannte B & W 702 S2, heißen konkret und in alphabetical order:
Die einzige neue Entwicklung und unser letzter Neuzugang in dieser Qualitätsklasse ist die Concept 500 des ebenfalls britischen Lautsprecherherstellers Q Acoustics. Diese kann zwar auf die besonders preiswerten kleineren Modelle wie die Concept 40, als auch auf die bekannt umfassende Entwicklungsarbeit der seit ebenfalls seit Jahrzehnten bestens beleumundeten Fink Audio-Consulting zurückgreifen. Aber hier wurde einfach alles neu bedacht und wieder verworfen, neu bedacht und weiter entwickelt. Ganz hoher Wert wurde bei diesem Modell auf die Vermeidung, Ableitung und Vernichtung von störenden Resonanzen gelegt. Das klangliche Resultat kann sich schon gleich nach dem Auspacken hören lassen! Und zur Belohnung gab es dann neben den überragenden Tests in den einschlägigen Print- und Online-Gazetten auch gleich den begehrten EISA-Award, eine Auszeichnung, die nicht eine einzelne Testzeitschrift, sondern viele, viele europäische Fach-Redaktionen einmal im Jahr vergeben. Das ist [hier] oder in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitung STEREO nachzulesen. Wir gratulieren!
Außerdem hebt sich zweifarbige Design dieser Skulptur wohlwollend vom Kisten-Design anderer Anbieter mehr als wohlwollend ab. Dass auch die restliche Verarbeitung als nahezu perfekt zu bezeichnen ist, davon können Sie sich gerne im Großen Vorführstudio des FLSV in Bamberg überzeugen.
Ich bin mir sicher, dass jedes der hier genannten Modelle genauso seine Berechtigung im Markt hat und jeder Lautsprecher, wie auch die neue B & W 702 S2, seine Liebhaber findet. Aber genauso wichtig ist es, dass der im Hifi-Studio gehörte Lautsprecher auch zu Hause in den eigenen vier Wänden das dort Gehörte umsetzt. Nutzen Sie deswegen erst recht stets die Möglichkeit, Ihren Favoriten auch im häuslichen Wohnraum und an der eigenen Hifi-Anlage zu testen. Für dieses offene Konzept der Entscheidungsfindung steht der FLSV seit über drei Jahrzehnten.
Und noch ein altes deutsches Sprichwort zum Schluss: Drum schau‘, wer sich ewig bindet!
P.S. Wussten Sie, dass ich früher auch mal Lautsprecher von B & W verkauft habe? Und dass das die erste Serie der 700er war?
https://flsv.de/wp-content/uploads/2017/09/Q-Acoustics-Concept-500-0.jpg14401920Michael Munkhttps://flsv.de/wp-content/uploads/2013/04/flsv-bamberg.pngMichael Munk2017-09-28 14:06:272017-12-19 16:37:45Andere Töchter haben auch schöne Väter
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