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Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #5: Vincent SV-237 MK II

Wie bereits im vorherigen NEWS-Blog angekündigt folgt nun die ausführliche Vorstellung der neuesten Inkarnation des erfolgreichsten Vollverstärkers von Vincent, eben dem SV-237 MK II. Hier handelt es sich um einen für diesen Hersteller sehr typischen Hybrid-Verstärker, also um die Kombination aus einem Vorverstärker mit Röhren im Signalweg und einer klassischen Endstufe, die mit Transistoren aufgebaut wird. So soll erreicht werden, dass beide Seiten ihren klanglichen und auch leistungsmäßigen Vorteil in die Waagschale werfen können.

Die Digital-Sektion goutiert auch feinste Kabel wie Mutecs 75Ω – oder QEDs Reference Optical Quartz.

Neben den normalen Hochpegel-Quellen bietet der Vincent SV-237 MK II auch zwei digitale Eingänge nach SPDIF, einmal coaxial (75 Ohm) und einmal optisch (TOSLink). Diese sind keine Alibi-Lösungen, sondern eine sehr ernsthafte Alternative zu externen und damit teuren Digital-/Analog-Wandlern (DAC).* Zusätzlich bietet das Gerät auch Bluetooth-Empfang, der immerhin den Standard 5.0 unterstützt. Für Nebenbei-Gedudel per Schmarrfon oder für Übertragungen von Musikinhalten bekannter Dienste wie DuRöhre (!) via Tablet oder iPad sollte das aber klanglich mehr als ausreichend sein.

Wer die optisch markante Bluetooth-Antenne nicht oder nur selten benötigt, kann sie nach unten drehen.

Was den Vincent SV-237 MK II tonal auszeichnet, ist neben seiner Röhren-Bestückung in der Vorverstärker-Sektion wohl die Auslegung der Endstufe, die im Bereich bis etwa 10 Watt im Class A-Modus arbeitet. Dieser ist bekanntermaßen besonders verzerrungsarm und trifft bestimmt auf 80 – 85 Prozent unserer Hörzeit zu.** Aber auch die restliche Zeit wird eher geklotzt als gekleckert, denn wie schon früher kann der Vincent SV-237 MK II in allen Lagen zeigen, dass er die Lautsprecher beherrscht und nicht anders herum. Wer also noch ein Paar alte Infinitys haben sollte und ein Upgrade beim Vollverstärker suchen sollte…

Markantes Gesicht mit Wiedererkennungswert: Klangregler, Loudness-Taste und das magische Auge in der Mitte

Neben den Geräten von Yamaha ist dieser Vollverstärker einer der ganz wenigen, der echte Klangregler zur Verfügung stellt, ohne in ein verstecktes Untermenü abtauchen zu müssen. Sogar die früher obligatorische Loudness-Taste ist vorhanden.

Aber stellen Sie sich darauf ein, dass der Vincent SV-237 MK II neben einem stabilen Rücken auch eine tragfähige Unterlage benötigt, wiegt das Teil doch über 20 Kilogramm, was heute immer seltener wird. Auch wenn das kein Gütekriterium an sich darstellt, eine gewisse Beruhigung bringt das doch mit.

Wie bereits in der Ankündigung des Eversolo T8, einem reinem Streaming Transport, beschrieben wurde, ist dessen Kombination mit dem Vincent SV-237 MK II ein tonaler Glücksfall.

So viel zum Thema Erleuchtung! Aber die kann man dimmen oder ganz ausschalten. Oder die des Zimmers. Magisch!

Glauben Sie nicht? Dann kommen Sie doch einfach mal die nächste Zeit beim FLSV in Bamberg vorbei und überzeugen sich wenigstens teilweise vom Gegenteil Ihres Vorurteils.

Solide Anschlüsse und entsprechend ausgesuchte Kabel erzeugen Vertrauen, das man auch hören kann.

*Selbst bei baugleichen DACs wird bei einem separaten Gerät immer ein zusätzliches Gehäuse und ein eigenes Netzteil benötigt. Und das sind neben einem Display prinzipiell die teuersten Einzelposten bei der Kalkulation eines Gerätes.

** Zur Erinnerung: Wir Menschen hören logarithmisch. Für die Verdopplung der subjektiv empfundenen Lautstärke wird also das Zehnfache der Verstärkerleistung gefordert.

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #4: Streaming Bridge Eversolo T8

So mancher Musikliebhaber nutzt ihn bereits in hochwertiger Ausführung als Zentrale einer modernen Hifi- oder gar High End-Anlage, nämlich den Digital-/Analog-Wandler (DAC). Und wenn diese Genießerinnen sich doch noch auf den Weg machen, modernes Streaming zu erkunden, benötigt es eigentlich keine vollständige Komponente mehr, die ja aus den Einzelteilen Streaming Transport – DAC – Ausgangsstufe besteht, bei der man vieles mitbezahlt, was man eigentlich schon besitzt und auch gebraucht.*

Für diese Klientel gibt ab sofort einen weiteren High End-Baustein im Portfolio des FLSV in Bamberg. Er nennt sich schlicht T8 und stammt vom inzwischen sehr breit aufgestellten Hersteller Eversolo.**

So geht es los, wenn man den Eversolo T8 einschaltet. Aber Punkt 3 interessiert uns so was von gar nicht!

Eingerichtet ist der Eversolo T8 tatsächlich nicht in zwei Minuten, was aber kaum stört. Denn der T8 bietet noch vor der Erstinstallation (Sprache, Zeitzone et cetera) erst einmal ein Firmware-Update an. Das nehme ich als gutes Zeichen dafür, dass man sich hier auch wirklich um die Ausmerzung von kleinen Fehlern, auch Bugs*** genannt, und um die Erweiterung in der Funktionsvielfalt kümmert. Nach ein paar Minuten ist auch das erledigt und es kann losgehen.

Ein wenig Geduld braucht es schon beim Update, gerade weil man ja gespannt ist, wie sich der Eversolo denn so schlägt.

In der Nutzerführung unterscheiden sich alle Geräte von Eversolo kaum, was das pure Streaming betrifft. Hier wird sowieso empfohlen, die Connect-Funktion von Qobuz zu nutzen, die der Eversolo T8 selbstredend unterstützt.

In Sachen Auflösung wird man beim Eversolo T8 die nächsten Jahre wohl keinerlei Einschränkung ertragen müssen.

An dieser Stelle sei noch einmal betont, dass eine Streaming Bridge wie der Eversolo T8 in einer digital ausgelegten High End-Musikwiedergabeanlage die allererste Stufe der Signalverarbeitung beschreibt. Alle Geräte und Kabel, die im Signalweg dahinter liegen, können Fehler und Defizite, die der Streaming Transport bei der Erhebung der Daten verursacht, nicht mehr beheben, seien sie auch noch so teuer!

Alles an Bord, was ein moderner Streaming Transport so braucht. Ganz rechts der I²S-Ausgang in HDMI-Ausführung.

Anschlussseitig bietet der Eversolo T8 alle bekannten Digital-Ausgänge inklusive des meines Erachtens noch besseren I²S-Ports, der die Musikdaten und den Takt separat überträgt. Außerdem kann der Eversolo T8 auch als Musik-Server konfiguriert werden. Hier bietet das Gerät sogar zwei SSD-Steckplätze für auch umfangreichere Musiksammlungen an.

Echte Digitalkabel, hier Mutecs 75-Ohm-Variante, sind Pflicht für eine high-endige Übertragung der Nullen und Einsen.

Der Eversolo T8 wurde in seinen ersten Stunden zum Einspielen standesgemäß mit dem ebenfalls neuen Vincent SV-237 MK II verbandelt, der im nächsten Artikel in diesem NEWS-Blog beschrieben wird. Dieser hat einen richtig guten DAC eingebaut, bietet aber eben keinen Zugang zum Internet. So viel sei schon mal verraten: Das ist eine Traum-Kombi!

Ein echter Handschmeichler ist die Fernbedienung des Eversolo T8.

Gerne kann man ab sofort den Eversolo T8 in Augen- und Ohrenschein nehmen. Und dabei werden auch alle weiteren Tipps und Stellschrauben genannt, wie man eine rein digitale Kette auf das Niveau bester Analog-Anlagen bringen kann.

Meine Güte, bleibt das spannend!

Ein besonderes Merkmal aller großen Streamer ist das riesige und auch sehr gut ablesbare Display mit VU-Meter-Option.

* Das Geschriebene gilt auch für die Gattung CD-Abspielgeräte. Hier ist analog zum Streaming Transport nur ein reines CD-Laufwerk vonnöten, um die Silberscheiben auszulesen. Auch in dieser Kategorie hat der FLSV in Bamberg einige ganz tolle Modelle in allen Preisklassen zur Auswahl.

** Deren kleinstes Spielzeug wird bei den BAAT 2026 im Frühjahr eine der zentralen Anlagen im Kleinen Vorführstudio sein. Und auch die ganz großen Klopper werden eingesetzt, dann aber im Großen Vorführstudio.

*** Hier handelt es sich ausdrücklich weder um ein Kanzler- noch um ein Kunsthasen-Bashing!

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Herbst 2025 #8: Supra Cables Annorum XL in un-blau

Auch wenn es vom Innenleben her zu einhundert Prozent (100%) identisch mit dem bekannt hell- oder gar babyblauen Lautsprecherkabeln aus dieser Baureihe ist, wirkt es doch deutlich dezenter, das schwarz Supra Cables Annorum XL in der Limited Black Edition.

Versprechen Sie sich aber nicht einen schwärzeren Hintergrund in der high-endigen Musikwiedergabe durch diese äußere Ummantelung, sondern lediglich ein weniger auffälligeres Kabel zwischen Vollverstärker oder Endstufe und Lautsprecher. Aber das optische Element kann bestimmt so manche Auseinandersetzung: „Muss denn das dicke Kabel wirklich sein?!“ wenigstens entschärfen.

Wie auch die Top-Kabel, das Supra Sword und erst recht das Excalibur bieten dieselben Anschlüsse, die die Wahl zwischen Hohlbananas und Spades lässt.

Der FLSV in Bamberg hält zwei Längen für Testzwecke bereit.

Ein No-Nonsense-Kabel der Superlative: QED Optical Quartz

Sie kennen bestimmt den Spruch: „Gott sprach: „Es werde Licht!“, doch er fand…“ Das kann uns nicht passieren, denn wir haben ja jede Menge sehr gute bis noch bessere Lichtleiter-Kabel im Programm. Je digitaler unsere HMWA (Heimische Musik-Wiedergabe-Anlage) wird, desto eher kommt ein solches S/PDIF*-Kabel zum Einsatz, kann es doch in quasi beliebigen Längen genutzt werden und ist zudem völlig unempfindlich gegen elektro-magnetische Einstrahlungen. Letztere werden durch die galvanische Trennung der zu verbindenden Geräte radikal vermieden. Für Ersteres kann man sich zum Beispiel folgendes Szenario vorstellen: Sie sitzen In Ihrem bequemen Sessel, um dort Musik über einen High End-Kopfhörer zu genießen.** Entweder Sie nutzen eine richtig lange Leitung bis zu Ihrem Hörplatz, die garantiert nicht klangfördernd ist, oder Sie platzieren einen kompakten Digital-/Analog-Wandler (DAC) mit integriertem Kopfhörer-Verstärker ganz nah an Ihrem Sitzplatz. Nun können Sie jederzeit die gewünschte Lautstärke direkt am Gerät regulieren.

Während das Black Connect Opto slim ziemlich viele Nutzungsbereiche*** abdeckt und vor allem durch absolut festen Sitz glänzt, gibt es doch ein paar Anwendungen gerade im High End-Bereich, die nach MEHR und auch nach BESSER rufen. Und ein solches Kabel stellt ganz klipp und klar, um nicht sogar zu sagen glasklar das QED Optical Quartz dar. QED ist, wie die anderen Kabelanbieter im Portfolio des FLSV auch, ein No-Nonsense-Hersteller, der sich lieber auf wissenschaftliche Grundlagen als auf Wuhduh bei der Entwicklung seiner Strippen stützt.

Was ist denn am QED Optical Quartz so besonders? Während die allermeisten Kabel dieser Kategorie aus einem Kunststoff bestehen, nämlich aus Polymere Optische Faser (POF), besteht das QED aus Glas. Das wäre zwar schon ungewöhnlich genug, weil viel aufwändiger. Aber es kommt noch besser, denn während alle anderen Opto-Digital-Kabel aus einem einzelnen Strang bestehen, „arbeitet QEDs neue Glasscore-Technologie mit mehreren Bündeln aus extrem feinen, jeweils weniger als 50 μm starken Borosilikat-Glasfasern (GOF), um den für den Toslink-Standard(****) erforderlichen Durchmesser von einem Millimeter zu erreichen.“ [Zitat von der QED-Webseite; besser hätte ich es auch nicht formulieren können]. Es sind, ohne dass ich sie nachgezählt habe, doch insgesamt 210 zudem beschichtete Einzelfasern, die dafür sorgen, dass durch dieses Bündel an Maßnahmen nicht nur die übertragbare Bandbreite extrem hoch ist, sondern auch der resultierende Jitter, also die digitale Unruhe, extrem klein bleibt.

Hiermit grüße ich Ralf F., der mir als Glasschneider dieser Digital-Kabel den einen und den anderen Einblick in die Materie verschafft hat. Unter anderem auch den, dass es viel mehr auf die Verbindungsstelle zwischen dem Kabel und dem Stecker ankommt, als auf das Leitermaterial als solches. Gehen wir der Einfachheit halber mal davon aus, dass auch diese Erkenntnis zu 100 % beim QED Optical Quartz umgesetzt wurde. Aber wenn beides zusammenkommt, also bestes Material und beste Verarbeitung, dann kommt eben ein solch tolles Kabel heraus. Und dafür kostet es im internationalen Vergleich der Spitzenkabel eher sehr wenig, zumal man auf alle QED-Kabel eine lebenslange Garantie erhält! Wenn also eine echte High End-Anwendung für eine digital-optische Übertragung ansteht, dann wissen Sie jetzt Bescheid. Und auch wo es dieses Kabel der Superlative in Bamberg gibt.

Es bleibt wie immer spannend, vor allem und erst recht beim FLSV in Bamberg!

*S/PDIF ist die Abkürzung für Sony/Philips Digital Interface und bezeichnet neben diesem optischen Digitalstandard auch die elektrische Coax-Verbindung mit 75 Ohm Wellenwiderstand zur Übertragung von Zwei- oder Mehrkanal-Ton über ein einziges Kabel.

**Das gilt auch ganz profan für den Ton Ihres Fernsehgerätes, erst recht dann, wenn sich zwei Personen mit unterschiedlicher Hörstärke im Raum befinden. Das hat schon so manchen Streit oder wenigstens Unmut aufgelöst!

***Sorry, aber wir favorisieren das Black Connect Opto Slim sogar gegenüber seinen größeren Brüdern aus demselben Haus!

****TOSLINK ist wiederum eine Abkürzung für Toshiba-Link. Sie bezeichnet in erster Linie das standardisierte Verbindungssystem für Lichtwellenleiter, also den nur in einer Stellung haltenden Stecker.

Spezialkabel #3:

Auch dieses eher sehr selten gebrauchte Digitalkabel können Sie sich beim FLSV anfertigen lassen. Das braucht man zum Beispiel, um bestimmte Mobile Devices, also Music Player für die Hosentasche („Sag niemals MP3-Player zu mir!“), an einen stationären Digital-/Analog-Wandler anzuschließen.

Dass hierfür ein echtes 75Ohm-Kabel von einem Markenhersteller zum Einsatz kommt, braucht eigentlich nicht erwähnt werden. Aber vielleicht doch die Besonderheit, dass hier ein Miniklinkenstecker mit 2,5mm Durchmesser anstelle der sonst üblichen 3,5mm-Stecker verwendet wird. Auf der anderen Seite findet man einen klassischen und sehr hochwertigen Cinchstecker wie an den besseren Fertigkabeln auch.