Die Nachlese zu den BAAT 2026, Teil 2: Theorie und Anwendung von Roon und andere technische Schmankerln

In diesem zweiten Teil der Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage, die am vergangenen Wochenende, also am 17. und 18. April 2026 stattfanden, wird lediglich in Kurzform das beschrieben, was bereits im Programm für die BAAT 2026 angekündigt wurde. Etwas länger sind die Abschnitte, die als Überraschungen im Teil 1 der Nachlese angedeutet wurden und die sich mit der Theorie und Anwendung von Roon befassen.

Somit wird deutlich ausführlich auf unser Hauptthema Bezug genommen, nämlich mit dem Musikmedienplayer Roon mit all seinen Eigenschaften und auch den Möglichkeiten, es komfortabel zu erweitern. Hierzu hatte ich ja diesmal erstmals in der langen Geschichte der organisierten Veranstaltungen des FLSV einen richtigen Moderator eingeladen, nämlich eine der Koryphäen auf diesem Gebiet in Person von Herrn DrCWO, der im richtigen Leben Dr. Carl-Werner Oehlrich heißt.

Fangen wir wie gewohnt im Kleinen Vorführstudio an. Hier waren zum einen nahezu alle kompakten Smart Speaker des FLSV in Bamberg aufgereiht, um die mögliche Bandbreite des Angebots zu demonstrieren. Angeschlossen war aber nur eines der Paare. Erkennen Sie, erkennst du, welches das gewesen sein muss?

Diesmal war die Vorführung des Hauptmottos von der Fensterfront her organisiert. Auf die Standardseite hätten die drei Verstärker aus dem Systemvergleich Klein gegen Kompakt gegen Groß samt aller angeschlossenen Lautsprecher aus den Baureihen Oberon und Sonik von DALI keinen Platz gefunden.

Kein High End-Rack, aber zweckmäßig: kurze Kabelwege zu den Harbeth NLE-1

Und als Überraschung war dort doch noch eine Installation zu sehen und zu hören, womit ich das erste der beiden angekündigten Geheimnisse lüfte. Man stelle sich vor, man höre sehr gerne und auch sehr gerne sehr gut Musik, hat aber keinen Platz, um standesgemäße Lautsprecher zu platzieren. Oft ist man sogar auf den Musikgenuss mit einem Kopfhörer angewiesen. Alles muss also mehr als kompakt ausfallen und möglichst viele Funktionen in nur einem zentralen Gerät vereinen.

Voilà! Drei wichtige, weil für unseren Zweck zentrale Funktionen erfüllt der Matrix Audio Element X2 auf high-endigste Art und Weise, denn er ist ein Streamer mit einem symmetrisch beschalteten Vorverstärker, bietet aber auch einen State-of-the-Art Kopfhörer-Verstärker. So fehlen nur noch kleine Aktiv-Lautsprecher ohne weitere Ausstattung, aber mit entsprechenden XLR-Eingängen, um diesem hohen Anspruch mehr als Genüge zu tun. Auf den Bildern in Teil 1 der Nachlese konnte man die Harbeth NLE-1 schon auf einigen Bildern erkennen. Immer wieder schön ist deren natürliche Stimmwiedergabe, wie bei allen Lautsprechern dieser Marke aus dem UK. Klar ist dabei aber, dass es ob der Größe selbstredend Einschränkungen im Tiefbass und in der maximal erzielbaren Lautstärke gibt. Aber High End ist das allemal!

Ein tolles Gespann: Hegel H150 mit Qualio IQ

Im High End-Heimkino waren ja gleich zwei völlig unterschiedliche Installationen vorbereitet, die aber dieselbe Quelle nutzten. Schnell war beim Systemvergleich

zwischen Google Cast, Apple AirPlay, Qobuz Connect und Roon klar, wer klanglich das Zepter in der Hand hält.*

Da war zum einen ein ganz neuer Lautsprecher im Portfolio des FLSV in Bamberg zu bestaunen. Der Qualio IQ mit seinem Dipol fühlte sich sichtlich wohl in der perfekten akustischen Umgebung dieses Studios. Offen und luftig, fast schon holografisch in der räumlichen Abbildung, dabei aber mit einer gehörigen Portion Schub im unteren Frequenzbereich, so macht Musikhören Spaß! Aber wie immer gilt: Selbst anhören macht noch schlauer als nur lesen.

Zwei der besseren Kopfhörer des Markes stehen ab sofort ständig beim FLSV in Bamberg zum Test zur Verfügung.

Die zweite Abhöranlage war wieder für die Kopfhörerhörer vorbereitet. Zwei neue Modelle von Yamaha zeigten zum einen, ob und was ein Downsizing ausmacht und zum anderen, dass auch ein geschlossener Kopfhörer in dieser Preis- und Güteklasse seinen berechtigten Platz hat.

Aber die große Show wurde wie schon so oft im Großen Vorführstudio aufgeführt. Prinzipiell standen hier vier preislich nahezu identische Verstärker beziehungsweise Vorverstärker-/Endstufen-Kombinationen zur Auswahl,

von denen wir drei allerdings nicht bemüht haben. Und dass das klar ist: Wir haben den Hegel H400 ausschließlich deswegen verwendet, weil der die verwendeten Lautsprecher, das Geheimnis Nummer 2, nicht nur im Griff hatte, sondern auch in der Mitte stand und so gut zu sehen und auch gut zu bedienen war.**

Mit dem hellen Bezugstoff sehen die Dinger doch gar nicht soooo mächtig aus: Soundlab S-3

Aus der Not eine Tugend machend haben wir uns für den Einsatz ganz großer Elektrostaten entschieden. Diese stehen, wenn überhaupt, nur einmalig zum Verkauf, denn reproduzierbar sind die Soundlab A-3 definitiv nicht mehr.*** Für unsere Zwecke hatten diese beiden riesigen elektrostatischen Lautsprecher gleich mehrere Vorteile. Zum einen gelten Lautsprecher dieser Bauart als besonders fein auflösend, was die unten beschriebene Vergleichbarkeit erhöht. Zum anderen ist deren Abbildung des Musikgeschehens bei einem solch hohen Array auch in der Höhe nahezu identisch. So spielt es fast keine Rolle, ob man steht oder sitzt. Und da das Große Vorführstudio zwar groß ist, aber nicht beliebig viele Sitzplätze bietet, ist das für alle Anwesenden ein enormer praktischer Vorteil während der Vorführungen.

Diesmal ging es bereits in den Morgenstunden des Freitags richtig zur Sache. Charly Oehlrich hat dann im Laufe der beiden Tage allen Interessierten die vielen praktischen Vorteile von als auch die technischen Voraussetzungen für Roon erläutert. All seine Ausführungen sind nun kein Geheimnis mehr und so kann man sie hier in Ruhe nachlesen.

Zugegebenermaßen ist Roon kein billiges Vergnügen, schlägt es doch mit immerhin 830 US-Dollar für die Lifetime Licence zu Buche. Aber wenn man dessen Vorteile dagegen rechnet, ist das auf einmal gar nicht mehr so schlimm. Eine Verbesserung einer High End-Anlage durch andere Maßnahmen zu diesem Kurs ist schlecht vorstellbar, zumal es an der Quelle der ganzen Musikwiedergabekette ansetzt. Rechnet man dann noch den relativ kleinen finanziellen Aufwand für das nötige Zubehör sowie für die Raumakustik-Messung durch Charly Oehlrich samt Einbindung der Korrektur-Files hinzu, ist das Preis-/Gegenwerts-Verhältnis sogar geradezu sensationell.****

Daneben wurde auch das verfügbare Zubehör aufwändig präsentiert. Basis hierfür ist die von Charly Oehlrich entwickelte RooExtend Box. Er selbst hat diese Box völlig zutreffend als Schweizer Armeemesser bezeichnet. Welche der möglichen Anwendung für jeden Einzelnen sinnvoll erscheint, darf jeder Einzelne gerne selbst bestimmen. Jedenfalls kann man hier sicher sein, dass der Support auch bei kleineren Problemchen ernst genommen wird. Aber alleine die Funktion, die Lautstärker an einem haptisch real vorhandenen Drehregler steuern zu können, macht für mich die Entscheidung sehr leicht.

Später wurde die bereits angesprochene Raumakustik des Großen Vorführstudios samt der angeschlossenen Lautsprecher gemessen. Oder war es andersherum? Egal, beide bilden ein System, das in aller Regel Fehler generiert. Diese Fehler muss man nicht nur messen, sondern auch richtig interpretieren können. Und zwar insofern, als dass man dann mittels einer Zielkurve, wie man es denn am liebsten im eigenen Wohnraum klanglich ausgerichtet haben möchte, die daraus resultierenden Korrektur-Files errechnen muss, um sie dann in Roon zu implementieren. All das ist wahrlich nicht trivial und sollte durch einen Fachmann wie Charly Oehlrich durchgeführt werden, wenn es perfekt werden soll.

Die Königsklasse unter den Raumakustik-Korrektionisten, der Trinnov Amethyst, war diesmal nicht im Einsatz, diente aber als standesgemäße Ablage für das RooExtend Box-Zubehör.

Jedenfalls kann man feststellen: Das war wieder einmal eine gelungene Veranstaltung! Und es war wieder spannend und entspannend zugleich. Es gab diesmal viel technische Informationen, aber genauso wieder viele Gespräche über die Musik als solche. Und genau das macht den Reiz solcher Events aus, wie sie kein Versender, sondern nur der Fachhandel vor Ort bietet.

* Roon wurde hier oben selbstverständlich ohne die weiter unten beschriebene Raumakustik-Korrektur betrieben, was auch weder vom Lautsprecher noch vom Raum selbst her nötig gewesen wäre. Der Unterschied zwischen Roon und Qobuz Connect war lange nicht so krass wie gegen die beiden anderen Formate. Über die beiden Kopfhörer, jeweils vom Yamaha HA-L7A gespeist, waren die klanglichen Unterschiede noch viel schneller und deutlicher zu vernehmen.

** Ein Umbau auf die anderen Kombattanten wäre einfach zu aufwändig gewesen und hätte uns zeitlich arg durch Leerlauf beschränkt. Aber noch einmal zum Mitschreiben: Jeder Verstärker oder jede Kombi hat ihren legitimen Zweck und Sinn und Einsatzbereich! Außerdem stand da auch dem großen Tisch ja auch noch unser großes Schallplatten-Laufwerk einsatzbereit.

*** Diese wirklich großen und auch großartig aufspielenden Lautsprecher wurden soeben komplett überholt. Diese Arbeit habe ich vertrauensvoll in die Hände von Patrick Wagner gelegt, der hier nicht nur neue und auch deutlich bessere Folien aufgezogen, sondern auch den dunkeln und somit düsteren Bespannstoff gegen einen deutlich helleren getauscht hat. So sehen die Trümmer doch deutlich lichter und Wohnraum-gerechter aus, stümps? Außerdem hat er sich noch der Elektronik angenommen, so dass diese beiden Elektrostaten wieder wie neu, nein: eigentlich sogar dank der neuen und leichteren Folien sogar besser spielen als je zuvor. Allerdings sollte man einen mehr als potenten Verstärker sein Eigen nennen und nicht allzu hohe Lautstärken den Lautsprechern abfordern. Für derlei Zwecke gibt es im riesigen Portfolio des FLSV in Bamberg dann aber garantiert auch die eine und die andere Alternative.

**** Wenn man einen doppelt so teuren Verstärker kaufen wollte, erzielt man damit hoffentlich bis bestimmt auch einen akustischen Zugewinn. Aber die Lautsprecher bleiben deswegen doch genau dieselben, die auch schon vorher mit dem eigenen Raum interagiert haben. Aber Sie könnten auch für den zehnfachen monetären Einsatz ein einzelnes Netzkabel kaufen. Ach, Sie brauchen davon ein paar mehr? Na dann!

Die Nachlese zu den BAAT 2026, Teil 1: Begegnungen

Im ersten Teil der Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage 2026, die am vergangenen Freitag und Samstag in den Räumlichkeiten des FLSV in Bamberg stattfanden, wird mit vielen Bildern gezeigt, warum diese* bei den Teilnehmern als auch bei den Moderatoren zu den beliebtesten Veranstaltungen dieser Art gehören, und das bundes- und sogar frankenweit.

Und diesmal war auch vieles anders als früher, was aber nicht schlechter bedeuten soll. Denn heuer war am ersten Veranstaltungstag überraschenderweise viel mehr los als an den historischen Freitagen. Ein Beispiel gefällig? Bereits am frühen Nachmittag war klar, dass wir für den Samstag noch einige leckere Würste vor Ort nachkaufen mussten, weil der Vorrat zur Neige ging. Ist das etwa kein Beweis?**

Alles war wie immer bestens vorbereitet. Allein im Kleinen Vorführstudio des FLSV waren vier Anlagen präpariert und tönten vor sich hin, damit sich jedes dieser Set-ups eingespielt den interessierten Gästen präsentieren konnte. Nanu, waren im Programm der BAAT 2026 nicht nur drei Anlagen-Konfigurationen für diesen Raum angekündigt? Stimmt, aber es gab eine handfeste Überraschung. Dazu im Teil 2 der Nachlese mehr.

Aber nicht nur MM war gut gelaunt, auch Achim H. aus N. war sichtlich erfreut, wieder in Bamberg als Caterer*** und guter Geist wirken zu können. Vielen Dank dafür.

Da fehlt nur noch Dr. Charly alias Doktor Carl-Werner Oehlrich, der diesmal und erstmals bei einer Veranstaltung des FLSV in Bamberg als Moderator**** das Große Vorführstudio bespielte. Seine detaillierten Ausführungen zu Roon allgemein als mächtigstem Player digitaler Musik, zum passenden Zubehör RooExtend Box und zu den Möglichkeiten, vielerlei Erweiterungen wie zum Beispiel eine präzise Raumakustik-Korrektur dort einzubinden, haben alle unsere Gäste nicht nur bisschen schlauer, weil informierter nach Hause gehen lassen. Und zudem mit einem Gutschein für eine kostenlose Raumakustik-Messung im heimischen Hörraum.

Übrigens: Auch er war neben aller Konzentration aufs Thema stets gut gelaunt!

Und schon Punkt 10.00 Uhr ging es am Freitag mit mehreren Besuchern gleich richtig los. Auffallend neben der für diese Art von Veranstaltung typischen hohen Männer-Quote war die für Veranstaltungen beim FLSV typisch hohe Damen-Quote. Eine besonders nette Szene ergab sich dadurch, dass die Frau eines netten Gastes, die zum ersten Mal mit nach Bamberg gereist war, gemeint hat, sie müsse doch mal schauen, wohin ihr Mann bisher so sehr bevorzugt hingefahren sei. Und da war nullkommanull Argwohn, sondern ausschließlich Interesse im Spiel. Und man ahnt es: Sie konnte es nach nur wenigen Augenblicken auch nachvollziehen, warum. Also: Frauen, nehmt euch ein Beispiel an dieser verbrieften Aussage!

Aber auch der Nachwuchs war vertreten. Hier war zwar eher die köstliche Versorgung mit diversen Würsten und vor allem den heimischen Laugenbrezen der Anreiz, ohne Murren mitzukommen. Aber schließlich gehört ein solcher Besuch eines Hifi-Fachgeschäft ebenfalls zur Musikalischen Früherziehung.

Im zweiten Teil dieser Nachlese geht es dann um die primär technischen Aspekte der Bamberger Analog-Tage 2026. Bleiben Sie, bleibt also dran, denn es bleibt spannend, schließlich müssen ja noch zwei Geheimnisse gelüftet werden.*****

* neben den Bamberger Analog-Tagen Anfang Dezember selbstverständlich!

** Wenigstens für die Qualität der Würste aus der Metzgerei Goldener Engel in Laudenbach am Main?

*** Von wegen Betreiber einer Wörschdles-Budn!

**** Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Moderator und einem Morderator? Letzterer bringt seinen Stoff dermaßen langweilig ´rüber, dass die Gäste lieber ans Buffet flüchten. Das war garantiert bei den BAAT 2026 nicht der Fall.

***** Nein, diese riechen nicht merkwürzig!

Eilmeldung: Wir haben keine Eile dank Programmerweiterung bei den BAAT 2026

Das Programm der Bamberger Anti-Analog-Tage 2026 an diesem Freitag und Samstag in den Räumlichkeiten des FLSV in Bamberg wird deutlich erweitert.

Die Änderung betrifft nur den Samstag, denn der wird ausnahmsweise bis 16.00 Uhr bespielt. In der Zeit von 14.00 an wird Dr. Charly Oehlrich ausführliche und fundierte Fachvorträge halten. Diese beziehen sich auf folgende und sehr aktuelle Themen:

Ein paar der Spielzeuge, wie man den Funktionsumfang von Roon deutlich erweitern kann, sieht man bereits hier.

– Was macht Roon zum derzeit mächtigsten digitalen Player? Wie kann ich alle Möglichkeiten erkennen und nutzen?

– Welches Zubehör kann man wofür nutzen?

– Die klanglich relevanteste Verbesserung kommt aber durch die Einbindung von Korrektur-Files in Roon zustande. Wie klappt hier die Implementierung am besten?

Wenn das mal kein zusätzlicher Anreiz ist: Gutschein für Messung der Raumakustik in den eigenen vier Wänden

Hierzu verlosen wir unter den Teilnehmenden Gutscheine für eine kostenlose Messung Ihrer Wohnraumakustik zuhause!

Spannend, oder? Genauso wie die bei den BAAT 2026 eingesetzten Lautsprecher. Im Titelbild sieht man ja, dass sie richtig groß sind. Aber um welchen Typ es sich handelt, müssen Sie, müsst ihr schon selbst herausfinden.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, nur Ihr und euer Kommen.

Hiermit ergeht erneut meine Herzliche Einladung.

Undercover: Die Brooklyn Bridge II ist der einzige der vier Verstärker (-Gespanne), der bereits einen Roon Core bietet.

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Frühjahr 2026: Qualio IQ

Es gibt schon wieder einen Leckerbissen beim Fränkischen Lautsprecher-Vertrieb in der heimlichen Hauptstadt Oberfrankens.* Und es ist – trara: ein Lautsprecher! Sogar ein Paar davon und das kommt zudem aus Polen.

Der Osten Europas ist ja in den letzten Jahren nahezu kometenhaft in den Hifi- und High End-Himmel aufgestiegen. Ich zähle an dieser Stelle jetzt nicht alle Firmen auf, sondern konzentriere mich auf QualioAudio. Angefangen habe ich mit dem zweitgrößten Modell und das in der kleineren Variante, das sich Qualio IQ ohne Ultra nennt. Beim größeren Modell haben die Entwickler nochmals an einigen Stellschrauben gedreht, um beim selben Format das Allerallerletzte an Klang herauszukitzeln, was bei der eh schon luxuriös ausgestatteten normal Qualio IQ preislich einfach nicht machbar war.

Lediglich vier Schrauben muss man durch einen Bügel schrauben, damit die Open Baffle gesichert hält.

Lautsprecher als Dipole gibt es ja in Form von Magnetostaten zum Beispiel von Magnepan und Elektrostaten von Quad schon eine ganze Weile beim FLSV in Bamberg, aber eben keine dynamischen Lautsprecher, wenn wir mal von den ganz, ganz großen Thivan Anteros 9 absehen.** Somit sind die Qualio IQ die ersten, die zumindest im Mittel-/Hochton-Bereich so frei und luftig arbeiten, aber auch genauso aussehen..

So sehen die QualioAudio Qualio IQ Ultra in einem nicht allzu großen Wohnraum aus. Lediglich an den besonderen Absorberfüßen und am Anschlussterminal kann man die beiden Varianten optisch von einander unterscheiden

Aber das ist nicht die einzige Besonderheit dieses Lautsprechers. Wenn man sich ein wenig in der Szene auskennt, wird man ob der Zutaten, die QualioAudio verwendet, mit der Zunge schnalzen. Wen es interessiert, kann die Webseite diesbezüglich vielleicht nicht gerade auf Polnisch, aber dann doch lieber in English lesen. Das klangliche Resultat all dieser Maßnahmen kann und muss man eigentlich dann aber bei den Bamberger Anti-Analog-Tagen leibhaftig erfahren. Diese finden ja bereits am nächsten Freitag und Samstag, also am 17. und 18. April 2026 statt. Die Qualio IQ spielen somit im sowieso akustisch nahezu perfekten High End-Heimkino des FLSV in Bamberg auf und zeigen dort oben auf, warum sie eine willkommene Ergänzung des eh schon nicht ganz unüppigen Portfolio des FLSV in Bamberg sind.

Lediglich zwei Aspekte erwähne ich an dieser Stelle, die anderswo nicht so selbstverständlich sind. Das ist zum einen die überaus robuste Verpackung und zum zweiten das sehr reichhaltige Zubehör, das man auf dem Titelbild erkennen kann. Mit den vielen Widerständen, selbstredend wie der Air Motion Transformer auch von Mundorf, kann man den Hochton-Pegel in feinen Schritten an den Hörraum anpassen.

An dieser Stelle danke ich Klaus N. aus SW für diesen Tipp, den wir dann sukzessive und kongenial umgesetzt haben.

Hiermit ergeht meine nochmalige Herzliche Einladung (nicht nur) zu dieser Veranstaltung, damit auch wirklich jede und jeder und jedes nachvollziehen kann, dass es nur dort spannend bleibt, wo es schon immer spannend war.

*Nein, das sind weder Coburg noch Forchheim und erst recht nicht Hof. Ist es etwa doch Kulmmbach?

** Diese sehen erst mal wie normale Lautsprecher aus. Aber tatsächlich sind nicht nur die Satelliten, sondern sogar die großen Subwoofer als Dipole ausgelegt.

Das Programm der Bamberger Anti-Analog-Tage am 17. und 18. April 2026

Der Veranstaltungsmarathon beim FLSV in Bamberg geht in die nächste Runde. Diesmal sind es die Bamberger Anti-Analog-Tage 2026, die am Freitag, dem 17. und am Samstag, dem 18. April zu den regulären Öffnungszeiten stattfinden werden. Analog zur Gegenveranstaltung stets Anfangs Dezember wird ein reichhaltiges Bouquet an digitalen Themen geboten, wie immer schön verteilt auf die drei Vorführstudios.

Neben den technischen Raffinessen wird es erstmals bei einer derartigen Veranstaltung beim FLSV aber auch eine moderate Moderation geben, die spezifische Themen rund um die digitale Musikwiedergabe behandeln wird. Ich freue mich besonders, einen ausgewiesenen Fachmann für alles, was mit dem derzeit und sicher auch in den nächsten Jahren mächtigsten Music Player, nämlich Roon, zu tun hat, zu präsentieren. DrCWO, also Dr. Carl-Werner Oehlrich, wird neben Roon selbst seine geniale Erweiterung namens RooExtend Box samt aller ihrer Möglichkeiten präsentieren, die Roon selbst eben nicht bietet. Alleine die externe Lautstärkeregelung ist ein Must-have! Zusätzlich wird er anschaulich die Möglichkeit darstellen, wie man Korrektur-Files in Roon einbinden kann, die gezielt die Raumakustik positiv beeinflussen. Hierzu wird er im Großen Vorführstudio referieren und auch adäquate Produkte vorfinden.

Was wird also in den einzelnen Studios denn so geboten?

Kleines Vorführstudio:

Hier gibt es einen Systemvergleich Kompakt gegen Old School, wenn die beiden Halbbreiten Eversolo Play und WiiM Amp Ultra gegen den klassisch dimensionierten Yamaha R-N600A antreten. Die Ausstattung variiert bei den Probanden zwar, aber wir konzentrieren uns bei den BAAT 2026 ausschließlich aufs Streaming und darauf, welches der Geräte klanglich die Nase vorn hat.*

Um diese drei besonders preisgünstigen Geräte auch angemessen zu ergänzen, fällt die Wahl derzeit besonders leicht: Wir stellen nochmals die neuen Lautsprecher aus DALIs neuer Baureihe Sonik vor.

High End-Heimkino:

In diesem akustisch besonders vorteilhaften Studio ist ein Vergleich von Roon versus Qobuz Connect versus Google Cast versus Apple AirPlay geplant, deren Unterschiede von unseren Gästen ausschließlich in klanglicher Hinsicht zu werten sein werden. Das Handling der verschiedenen Player und deren Konnektivität im eigenen Haushalt spielen hier also keine Rolle.

Es werden für diesen Zweck zwei Anlagen präpariert sein. Mit Variante 1 spielt als Vollverstärker der Hegel H150 auf, denn der kann alle vier Varianten darstellen. Für die akustische Differenzierung sorgen die beim FLSV in Bamberg neuen Lautsprechern Qualio Audio Qualio IQ.

Vielleicht noch feiner auflösend und somit noch eindrücklicher die klanglichen Unterschiede herausarbeitend wird Variante 2 aufspielen, denn hier werden am bereits bekannten und etablierten High End-Kopfhörer-Verstärker HA-L7A von Yamaha die beiden nagelneuen Yamaha YH-­C3000 und YH-4000 vorgestellt, zwei Kopfhörer der Absoluten Spitzenklasse unterhalb des Top-Modells YH-5000SE.

In beiden Konstellationen wird ausschließlich Qobuz unser Lieferant für High Res-Files sein.

Großes Vorführstudio:

Im Großen Vorführstudio werden zwei High End-Anlagen vorbereitet sein, also eigentlich fünf.

Einfacher ist die Anlage 2 zu beschreiben, denn hier wird nochmals auf die Aktion bei den BAAT vor einem Jahr hingewiesen, bei der die Compact Disc, also die silberne Scheibe mit 12 Zentimetern Durchmesser, hoffentlich halbwegs gerettet wurde. Diesmal kommt wieder unser in dieser Beziehung bestes Stück zum Einsatz, nämlich der Ayon CD-35 II in all seinen Funktionen als CD-Laufwerk, Digital-/Analog-Wandler und Vorverstärker mit Röhrenbestückung. Ganz direkt geht es dann in unsere spanischen Aktiv-Lautsprecher Sottovoce Stereo 3, fertig! Fertig? Naja, wir haben schon mal die neue Streaming Bridge Eversolo T8 bereitgestellt, falls doch jemand mal das Setup mit High Res-Streaming mit Qobuz hören möchte.**

Wie oben schon angedeutet, besteht die Anlage 1 eigentlich aus vier Anlagen, zumindest was die Zentrale angeht. Hier werden nämlich gleich vier Vertreter aus einer doch schon gehobenen Preisklasse in einem Show-Prozess*** vorgeführt. Voilà, wir stellen im großen Vergleichstest vor: NAD M33 V2 gegen Hegel H400 kontra Eversolo DMP-A10 und AMP-F10 versus Mytek Brooklyn Bridge II mit Amp+. Selbst in dieser Preisklasse könnten die Geräte nicht unterschiedlicher konzipiert sein!

Als akustische Lupe für die feinen, aber dennoch sicher vorhandenen Klangunterschiede stehen für diese vier Kandidaten ein paar Lautsprechermodelle bereit, zum Beispiel die beim FLSV in Bamberg neue Blumenhofer Acoustics Genuin FS1 MK II oder auch die große Magnepan MG3.7i. Aber vielleicht kommt da ja noch was ganz Besonderes hinzu. Hier darf man sich von der Auswahl einfach überraschen lassen. Aber man sei sich gewiss: Nichts Schlechtes gibt es nicht beim FLSV in Bamberg ja gar nicht!

Am Samstag wird außerdem Herr Michael Stolz als mein Gast anwesend sein. Er betreut mich mit all den schönen Dingen, die einer meiner größten Vertriebe bereit hält, nämlich ATR Audio Trade. ATR ist diesmal immerhin mit drei Marken bei den BAAT 2026 vertreten: WiiM, Mytek und eben mit der RooExtend Box.

Für Speis und Trank wird wie immer bestens gesorgt sein. Bier aus dem Fass wird es zwar nicht geben, aber dafür aus Mönchsambach. Und gleich vier verschiedene Wurstspezialitäten aus Laudenbach in den fränkischen Farben, also von weiß bis rot, garniert mit optionalem Senf und heimischen Laugenbackwaren.

Hiermit ergeht meine Herzliche Einladung!

* Solange keiner der Testteilnehmer lügt, so wie einst Pinocchio, denn der hatte so immer die Nase vorn.

** Außerdem ließe der Betrieb des Eversolo T8 am Ayon CD-35 II auch noch den Vergleich zwischen den drei Digitalverbindungen Coaxial, AES/EBU und I²S zu. Einen digital-optischen Eingang bietet der Österreicher aber nicht.

*** Der Unterschied zum Schauprozess sollte aber jedem bekannt sein, denn da steht das Urteil bereits vor dem Prozessbeginn fest, dient also nicht der Wahrheitsfindung, sondern lediglich propagandistischen Zwecken. Aber seien Sie sich, sei dir sicher, dass jeder der Teilnehmer seine Berechtigung hat! Außerdem hätten sie sonst nichts im Portfolio des FLSV in Bamberg verloren.

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #11: Harbeth Super HL5plus XD2

Da das Wetter gerade mal wieder eher als winterlich zu bezeichnen ist, passt die Überschrift ja noch. Und da, wo die Harbeth Lautsprecher erdacht und gebaut werden, nämlich im gerade mal wieder nicht ganz UK, ist das Wetter garantiert auch nicht besser. Und so können wir uns ganz dem technischen Fortschritt widmen, denn die Harbeth Super HL5plus XD2 ist die Nachfolgerin der Super HL5plus XD ohne 2 am Ende. Ist doch logisch, oder?!

Harbeth bietet bei allen Modellen eine Holzverarbeitung auf höchstem Niveau.

Äußerlich sind sich beide Serien extrem ähnlich geblieben, wenn man mal von den neuen verfügbaren Oberflächen absieht. Das Furnier der beim FLSV in Bamberg neuen Harbeth Super HL5plus XD2 wird als Silver Willow bezeichnet, was auf Deutsch Silberne Weide heißt. Echt schick!*

Schlicht und einfach RADIAL4 nennt Harbeth das in allen XD2-Varianten verwendete Membranmaterial.

Aber was macht denn die XD2-Varianten neuer und damit besser? Hier verweise ich gerne auf diesen Eintrag in meinen NEWS, der die kleine Harbeth P3 ESR XD2 unter die Lupe nahm. Na, so klein ist die Harbeth P3 ESR XD2 aber wirklich nicht, dass man eine Lupe zur Hilfe nehmen muss, um sie optisch zu erkennen. Akustisch ist sie dagegen ganz klar ein Riese, ein kleiner. Namentlich ist es das neu entwickelte Membranmaterial RADIAL4, das einige relevante Vorteile gegenüber dem Vorgänger aufweist und entsprechend eine Überarbeitung der Frequenzweiche erforderlich gemacht hat. Jedenfalls an den technischen Daten lässt sich das kaum ablesen, was sich da getan hat.

Die Harbeth Super HL5plus XD2 auf dem obligatorischen Stand

Was aber jetzt noch möglich ist, ist ein direkter Vergleich zwischen den beiden Varianten. Dieser Vergleich wird auch bei den Days of Harbeth, die demnächst, aber nach den Bamberger Anti-Analog-Tagen am 17. und 18. April 2026 stattfinden werden, ein bestimmendes Thema sein, nämlich im Sinne von Evolution statt Revolution. Der Termin hierfür wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Hiermit sei auch der Verweis auf die noch vorhandenen Lautsprecher aus meiner Vorführung gestattet, die früher oder noch früher den nun aktuellen Modellen Platz machen müssen. Eine recht aktuelle Preisliste für Kompaktlautsprecher können Sie, kann man, kannst du hier aufrufen.

Auch wenn es diesmal nur ein kleiner Schritt hin zur Perfektion sein sollte, bleibt es zumindest beim FLSV in Bamberg auch deswegen spannend wie eh und je!

*Im Titelbild sieht man diese Variante als die hellere rechts auf dem eigentlich zu hohen Standfuß der Harbeth Monitor 30. Aber Nussbaum ist immer noch das am häufigsten nachgefragte Furnier.

Obwohl der Bassreflexkanal auf der Vorderseite ist, goutiert die zweitgrößte Harbeth ein wenig Abstand zur Rückwand.