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Wenn einer eine Reise tut: MM folgt der Einladung zu Blumenhofer Acoustics

Am letzten Montag in der ganz Früh ging es bei sehr schlechtem Wetter los auf die weite Fahrt nach Walkertshofen, genauer gesagt in den Weiler Hölden.* Dort und auch recht idyllisch gelegen befindet sich Blumenhofer Acoustics.

Scheinbar eine Gesetzmäßigkeit: Bei einer Händlerreise zu einem Lieferanten des FLSV muss das Wetter schlecht sein.

Dieser bereits 1977 gegründete und in Deutschland nicht ganz so bekannte Hersteller fertigt ausschließlich Lautsprecherkonzepte, die mit einem deutlich überdurchschnittlichen Kennschalldruck gesegnet sind, was vorwiegend durch den Einsatz von Hörnern realisiert wird.

Thomas Blumenhofer führte kurzweilig durch die Theorie und durch seine Räumlichkeiten.

Nach dem netten Empfang durch Centa und Thomas Blumenhofer wurde die kleine Gruppe engagierter und ausschließlich fränkischer Fachhändler durch die Produktionshallen geführt.

Überall stehen auch Unikate herum; hier eine Sonderanfertigung für eine besonders modern eingerichtete Wohnung.

Und beeindruckend gleich zu Anfang ist, dass die zur Verfügung stehenden Maschinen denen größerer Firmen, über die erst vor Kurzem berichtet wurde, vielleicht im quantitativen Ausstoß, aber garantiert in der Qualität in Nichts nachstehen.

Dieser Teil der Werkstatt wird gerade neu organisiert.

Als Grundmaterial werden bei Blumenhofer Acoustics ausschließlich Platten aus Multiplex und sehr hochverdichteter Faserplatte verwendet. Das hat einen ganz simplen Grund: In den asiatischen Ländern, in denen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, darf sich ein Gehäuse nicht nach einer Weile verziehen. Gehäuse von Blumenhofer Acoustics tun das definitiv nicht!

Im Lager bekommen Holzliebhaber feuchte Hände, so viele verschiedene Furniere liegen hier zur Verwertung bereit.
Hier erläutert uns Thomas Blumenhofer eine neue Technik bei der Furnierbehandlung: Ammoniak erzeugt tolle Muster.

Danach werden die besonders schönen Furniere aufgeklebt. Und wenn man zuvor im Furnierlager stand, weiß man sofort, warum Blumenhofer Acoustic neben seiner eindeutigen Klangsignatur vor allem auch wegen seiner besonderen Gestaltung der Holzoberflächen bekannt ist.

Eine (sehr große) Investition, die sich aber gelohnt hat. Ohne diese 3D-Fräse wären die vielen komplizierten Schnitte nicht möglich. Besonders die Anfertigung der unterschiedlichen Hochtonhörner profitiert davon immens.

Das Sahnestück in der Produktion ist aber eine 3D-Fräse, deren Funktionsweise Thomas Blumenhofer selbst programmiert hat, weil derartige Winkelgrade, wie sie hier benötigt werden, in der Steuerung gar nicht vorgesehen waren. Die Gehäuse sind so aufwändig konstruiert,** dass bisherige Versuche, derlei Arbeiten auswärts in Lohnanfertigung herstellen zu lassen, in die berühmte Windelhose gegangen sind. Das erklärt leider aber auch, dass die Stückzahlen nicht ganz so hoch ausfallen (können), wie dies von Händler- und Kundenseite gewünscht wird.***

Die hätte ich auch gerne, wenigstens ein Paar davon: Leergehäuse der noch unbehandelten Genuin FS 2

Später erläuterte uns Thomas Blumenhofer ausführlich, dass alle seine verwendeten Chassis Unikate derart sind, dass es sie nirgendwo in dieser jeweiligen Ausführung zu kaufen gäbe. Das liegt daran, dass alle Einzelteile, aus denen ein Treiber besteht, von unterschiedlichen Produzenten weltweit stammen und dann von einem wiederum davon unabhängigen und auch befreundeten Lautsprecherhersteller zusammengebaut werden.**** Alle Einzelteile, so führte er weiter aus, würden ausschließlich nach akustischen Vorgaben ausgesucht.

Beeindruckend auch das offen-sichtliche Musterlager der verwendeten, aber auch der verworfenen Prototypen

So ging der sehr informative Vormittag zu Ende.

Nach einem guten Essen im Kloster Ursberg, also in standesgemäßer Umgebung,

Fränkischer Hochmut: Vielleicht schmeckt deren Bier sogar nach Bier. Aber das wurde an diesem Tag nicht getestet.

haben wir die verschiedenen Lautsprecherkonzepte, je eine ganz brandaktuelle Modifikation als auch ein ganz neues Modell hören können. Hierzu sind im Dachgeschoss des Hauses zwei unabhängige High End-Anlagen installiert. Der große Raum ist akustisch sehr neutral, obwohl es gar nicht danach aussieht. Hier fehlen schlicht die ansonsten drapierten akustisch wirksamen Formteile wie Absorber, Diffusoren und Bassfallen, ganz einfach weil diese durch besondere Dämmmaßnahmen akustisch erst gar nicht nötig wurden. Tatsächlich wird die finale tonale Abstimmung aller neu entwickelten Lautsprecher hier oben vorgenommen.*****

Der große Raum beherbergt mehrere Nutzungen, im Hintergrund die imposante Ansammlung von High End Vintage.

Wenn auch leicht zu durchschauen, aber dennoch dramaturgisch sinnvoll, war die Reihenfolge der vorgeführten Modelle. Erst die kleinen Fun 13 MK II und Fun 17, dann auch die Ur-BKS 3, die schon viele Auftritte bei Redaktionen, Messen und Händlerveranstaltungen hinter sich gebracht hatte, auf der kleineren Seite des Raums. Trotzdem wirken auch schon die beiden kleinen Modelle sehr erwachsen, was ihrer optischen Statur eigentlich widerspricht.

Das innere Modell ist die Genuin FS 2 MK 3, während das kleinere Trumm in der Mitte noch keinen Namen trägt.

Nach einer langen Weile wechselten wir auf die andere Stirnseite des Raumes, wo ebenfalls drei Lautsprecher mit etwas größerem Abstand zu einander aufgebaut waren. Zwei davon haben wir den Rest des Nachmittags hören können.****** Das kleinere Modell ist die oben angesprochene Modifikation, hier konkret die Genuin FS 2 MK 3, die die Genuin FS 2 MK 2 bald ablösen wird.

Diesmal war sogar Weibsvolk anwesend. Eine sehr angenehme Ausnahme in unserem Geschäftszweig!

Mein Dank gilt nochmals den Gastgebern, aber auch Alan Bachmann, oben im Bild mit wetterfestem Norweger-Pulli, der mich (nicht nur) für die Produkte von Blumenhofer Acoustics als Außendienstler betreut. Er hat diesen besonderen Ausflug maßgeblich organisiert und durchgeführt.

Sogar das Wetter hatte sich später noch deutlich gebessert. Wenn das mal kein Omen ist!

* Nicht zu verwechseln mit dem hier. Obwohl?!

** Alle Winkel in einem Gehäuse sind auf Gehrung gearbeitet, es gibt also keine stumpf aufeinander geleimten Bretter. Das erhöht zwar den mechanischen Aufwand enorm, sorgt aber im Gegenzug für sehr dichte Übergänge in den Wandungen.

*** Das umso mehr, als dass der allergrößte Anteil der produzierten Lautsprecher ins Reich der Mitte exportiert werden. Handarbeit Made in Germany wird tatsächlich in China viel mehr wertgeschätzt als in heimischen Gefilden. Und was nicht nur für uns noch überraschender war, ist die Tatsache, dass die Türkei dann schon auf dem zweiten Platz der Exporte steht.

**** Hierzu erzählte uns Thomas Blumenhofer eine nette Anekdote, nach der ihm ein chinesischer Fachmann auf einer Messe vor Ort gratuliert habe. Warum? Wozu? Ganz einfach, der Herr hatte es in zwei Jahren nicht geschafft, seine Chassis zu kopieren!

Wenn man unten durch die Tür ins Gebäude eintritt, wird man so empfangen. Warum sollte man dann noch hoch gehen?

***** Nicht nur im Eingangsbereich des Gebäudes, sondern auch auf der gesamten Stirnseite des Dachgeschosses ist zudem noch ein Hifi-Museum untergebracht. Hier stehen sehr anschaulich so viele Marantz- und Sansui- und Yamaha- und Technics- und Tandberg- Undundund-Geräte fein säuberlich auf extra angelegten Regalböden, wie selbst ein gestandener Vintage-Fan wie MM es noch nicht livehaftig gesehen hat. Und alle diese Pretiosen funktionieren noch.

Nur ein Lebewesen im Hause Blumenhofer darf und kann sich ungehindert durch alle Regale bewegen.

****** Vielleicht war das auch gut so, dass nur zwei der drei Paare präsentiert wurden. Denn beim mittleren Modell hat sich umgehend ein derartiger Haben-will-Reflex eingestellt, dass bereits alle zu erwartenden Erbschaften verplant wurden. Nicht auszudenken, was dann vielleicht doch noch in allen Bereichen wie Dynamik, Räumlichkeit, Klangfarbenpracht und was es da sonst noch für Kriterien gibt, passiert wäre, wenn Thomas Blumenhofer die Kabel an die ganz großen Oschis angeschlossen hätte.

Wenn einer eine Reise tat: MM folgt der Einladung zu DALI nach Nørager

Vorbemerkung: Durch eine eigene Schusselei kommt dieser Reisebericht mit einiger Verzögerung ans Tageslicht. Vielmehr waren es die vielen Fotos, die vermeintlich nicht mehr aufzufinden waren. Aber ohne sie kann man einen solch opulenten Bericht nicht anschaulich gestalten und somit nicht mit Leben füllen. Aber jetzt! Stellen Sie sich, stelle dir einfach vor, es sei Ende Juni, aber doch schon anno 2025!

Das Ladengeschäft musste für diese Reise zum Glück nur für einen Tag geschlossen werden, nämlich den Dienstag.

Als letzter Anmelder, dafür der mit der längsten Anreise per Bahn und auch mit den insgesamt meisten Besuchen im Staate Dänemark zu rein dienstlichen Zwecken* ging es am Montag, dem 23. Juni 2025 in der Früh bei hellstem Sonnenschein los.

Wir sind ja zum Glück nicht zu einem Segeltörn eingeladen gewesen, sondern nur zu einer Werksbesichtigung.

Aber je nördlicher man kam, desto grauer und vor allem stürmischer und regnerischer wurde es. Selbst in Hamburg, dem Treffpunkt mit den anderen eingeladenen Kollegen und vor allem mit Frank Hagemann, dem Geschäftsführer von DALI Deutschland, aber heute besonders in der Funktion des Taxifahrers,** würde so was als Schiet-Wetter bezeichnet.

Krestian und Frank Hagemann im Gespräch während einer der angenehmen Pausen, nicht nur wegen des Gebäcks.

Untergebracht waren wir, die Kollegen aus Berlin, München, Hamburg-Rellingen, Dresden und der Weltstadt Bamberg in Randers, der sechstgrößten Stadt Dänemarks, von wo es fußläufig zum Abendessen ging. Danach führte der Weg schnurstracks ins Bett, denn es waren an diesem einen Tag doch über 1100 km Fahrweg. Aber was macht man nicht alles für eine solch tolle Veranstaltung?!

Nach dem Frühstück fuhren wir direkt nach Nørager in die DALI-Allé 1, wo wir herzlich von Lars Worre Soerensen, dem Chef von DALI, empfangen wurden. Aber auch drei der Abteilungsleiter, also der Produktmanager, der Produktionsleiter und der Entwicklungschef für die Custom Installation (CI) waren anwesend. Lars Worre hat uns erst mal in die Geschichte des Unternehmens eingeweiht, während Krestian Møller Østergaard Pedersen als Produktmanager die Grundideen und eisernen Prinzipien von DALI als auch die nächsten Ziele skizzierte. Ihm folgte Thomas Martin Holm kurz, der uns anschließend umso länger durch die heiligen Hallen geführt und die einzelnen Schritte in der Produktion bis hin zum fertig gepackten Karton im Lager erläutert hat. Danach stellte der Chef der CI sich und sein Arbeitsgebiet vor.

Michael M. bei der Vorstellung der verschiedenen Baureihen, die DALI für die Custom Installation anbietet.

Dann waren die Kollegen aus der Händlerschaft mit Vorstellung der eigenen Person als auch des Fachgeschäfts, in dem sie arbeiten, dran. Dabei gab es eine sehr lustige Situation derart, dass ein gewisser MM aus Bamberg seine Vorstellung damit begann, er heiße genauso wie der Herr, der für die CI zuständig sei, nämlich Michael Munk alias Michael Munch, das im Dänischen eben genauso wie mein Nachname in Deutsch ausgesprochen wird! Großes Gelächter war die Folge.

Thomas war unser überaus kompetenter Begleiter durch die vielen Produktionshallen, der uns alles über die vielen…

Nach einer Stärkung ging es dann mit Thomas*** durch die großen und lichtdurchfluteten Hallen, von der sehr aufwändig bestückten Schreinerei zu den Lackier-Kabinen, über die Bestückungsplätze für Frequenzweichen und der Lautsprecher****, zu den Lagerplätzen auch fürs Zubehör bis hin zur Verpackung und vorübergehenden Lagerung auf Paletten. Lassen Sie sich, lasse dich genauso von der Bilderflut beeindrucken, die auch zeigt, dass DALI für sich zu Recht eine enorme Fertigungstiefe in Anspruch nimmt.*****

Einzelschritte, die nötig sind, aus vielen, vielen Einzelteilen eine fertige Lautsprecherbox zu fertigen. Hier sieht man…
die dünnen Holzfurniere, die gleich in diese Schablone eingespannt werden, damit sie ihre endgültige Form bekommen…
…und auch genau so behalten. Anschließend wird mit einer 3D-Fräse, die in fünf Ebenen arbeiten kann, alles weggefräst, …
was nicht mehr benötigt wird. Das Endergebnis nach der Lackierung sieht dann, noch ohne Bestückung, so aus.
Hier sieht man eines der vielen Teilelager, konkret Tiefmitteltöner für viele Baureihen, während an diesem Arbeitsplatz…
eine meiner Lieblings-Lautsprecher von DALI gefertigt wird. Kenner der Materie wissen genau, dass es sich dabei…
um welches Modell handelt? Genau das, das mal mit Orgelmusik der Star bei den BAT im High End-Heimkino war.
Hier wird gerade die Produktion der nächsten Charge vorbereitet. Aber auch so vermeintliche Nebensächlichkeiten wie…
Ersatzteile, rechts zum Beispiel Bespannrahmen und links Ersatz-Chassis, werden sehr großzügig vorgehalten.
Hier werden ein paar (klein geschrieben!) weiße DALI Opticon 6 MK II endmontiert, die dann fertig verpackt über dieses…
…Förderband in das wirklich beeindruckend gut bestückte Lager transportiert werden.
Welche Palette würden Sie sich, würdest du dir aussuchen, wenn jeder nur eine zur Auswahl hätte?

Nach einer Mittagspause in der Haus-eigenen Kantine mit typisch dänischen Leckereien übernahm mein Namensvetter das Zepter. Custom Installation ist zwar auch in Deutschland inzwischen eine wichtige Größe, aber in anderen Ländern ist es weitaus populärer, Lautsprecher direkt in die Wand des Hauses oder in eine vorgesetzte Stellwand zu verfrachten, wo man dann keine Lautsprechergehäuse mit spitzen Spikes im Wege stehen hat, von den unsichtbaren Kabeln ganz zu schweigen. Nach der Vorstellung aller Baureihen und des seinerzeit noch nicht in Serie gebauten Subwoofers der Gigant-Klasse namens Sub V-16 F ging es ins große Heimkino. Hier standen gleich zwei dieser Brummer, die gar nicht brummen, sondern eher audiophil und somit eher für Hifi-Zwecke abgestimmt sind. Aber ganz sicher ist, dass sie auch Heimkino mit hohen Pegeln einfach locker aus dem Ärmel schütteln können.

Hier sieht man die Wall of Sound mit 3x Phantom S-280 als LCR, wie wir sie im großen Heimkino zu hören bekamen.

War das eine tolle Führung! Vielen Dank an alle vor Ort für diese Einladung. Auch dass alle von uns Händlern gestellten Fragen so freimütig und umfassend beantwortet wurden, ohne damit ein vermeindliches Betriebsgeheimnis zu verklausulieren, empfand ich als sehr angenehm.

Belohnt wurden wir dann abends gleich nochmals mit dem Besuch eines besonderen Restaurants, bei dem sich bei der Dekoration alles um den King of Rock ’n‘ Roll drehte, also um Elvis. Hat ja doch auch irgendwas mit Musik zu tun…******

Aber einer musste am Mittwochmorgen nach dem erneuten Früstück nochmals ran und das war Frank Hagemann, der uns alle wieder zurück nach Hamburg bugsieren musste. Auch von dieser Stelle nochmals meinen besonderen Dank an ihn! Trotz des immensen Aufwandes, ein Tag Anreise, ein Tag DALI, ein Tag Heimreise, habe ich wieder ganz tolle Eindrücke mitnehmen dürfen, wie zum Beispiel diesen:

DALI ist der einzige der ganz großen Lautsprecher-Hersteller, der noch in privater Hand ist. Beispiele von einst sehr renommierten Marken, die durch Investoren irgendwie doch zugrunde gerichtet wurden und werden, gibt es ja in der Branche inzwischen vermehrt. Das vermittelt doch eine gewisse Sicherheit in der Entscheidungsfindung, oder nicht?!

Da bekommt bestimmt so mancher High Ender feuchte Augen, aber vor Freude: Leergehäuse aus der Epikore Baureihe.

Hier wurde ja schon indirekt angekündigt, dass es noch vor den Bamberger Analog-Tagen 2025 (BAT) Anfang Dezember eine kleine Veranstaltung geben wird, die sich ausschließlich mit Lautsprechern von DALI befassen wird. In dieser Rubrik, also den NEWS, wird diese rechtzeitig angekündigt. Es geht da in der Hauptvorführung immerhin um die ehemalige Top-Box von DALI im Vergleich zu einer der jetzigen.

Wenn man auf dem Aufmacherfoto nach links schaut, sieht man die Wohnraum-ähnliche Einrichtung des Vorführstudios.

* Schließlich ist Nørager mit über 400 Kilometern doch noch eine ganze Ecke weit von der Hansestadt Hamburg entfernt.

** Dies war nämlich bereits der dritte amtliche Besuch bei DALI, während es die Kollegen in Skanderborg nur auf zwei Besuche durch mich geschafft haben. Aber da kommt bestimmt noch was…

*** In Dänemark ist es üblich, dass man sich mit den Vornamen anspricht. So heißt Lars nicht Worre mit Nachnamen, sondern das ist sein zweiter Vorname!

**** Immer noch werden bei DALI alle Lautsprecher von einer einzigen Person bestückt, die das mit ihrem Namenszeichen auf dem Typenschild neben der Seriennummer dokumentiert. Apropos: Seriennummer: Bei DALI gibt es immer eine fortlaufende Nummer und dann den Buchstaben L für Lechts und R für Rinks für die beiden Lautsprecher aus einem Paar. Das garantiert höchste Serienkonstanz!

***** Viele Lautsprecher-Hersteller kaufen ganz viele Komponenten von Drittanbietern zu, was sie in einem gewissen Grad auch abhängig macht. DALI produziert zum Beispiel inzwischen nahezu alle Chassis selbst vor Ort. Aber das soll nicht heißen, dass die Produkte der Marktbegleiter deswegen schlechter klingen müssen!

****** Wir erinnern uns: Auf der nullten DALI CD war Elvis Presley mit einem besonderen Stück vertreten, nämlich Fever.

Ein schönes Detail zeigt dieser Schaukasten mit den vielen verschiedenen Typenschildern, die die Boxen von DALI geziert haben und immer noch nach außen markieren. MM vom FLSV in Bamberg kennt sie nahezu alle aus eigener Anschauung! Aber mir ist dabei auch aufgefallen, dass sich der eigentliche DALI-Schriftzug dabei nicht verändert hat.

MM stapelt mal wieder hoch

Ausverkauf beim FLSV? Oder sind nur die Lieferketten tatsächlich auch schon hier deutlich sichtbar unterbrochen? Nönönö! Nur es zwickte bei der Unterbringung der vielen, richtig vielen kompakten Lautsprecherboxen im Portfolio des Hifi-Dealers Ihres Vertrauens. Der FLSV in Bamberg versteht sich nämlich immer noch als ein Hifi-Händler, der seinem Kunden, seiner Kundin, seinem Kundus auch was bieten möchte. Konkret gemeint ist hiermit eine Auswahl von nicht nur einem Paar Lautsprecher in jeder Preisklasse, sondern eher sieben bis zwölf Modelle, immer in der Gewissheit, dabei trotzdem nicht mal ansatzweise den gesamten Markt abbilden zu können. Aber MM glaubt, wenigstens die Crème de la Crema halbwegs richtig hierfür ausgesucht zu haben. Aber zurück zum Thema:

Das Regal musste komplett abgebaut werden, …
um Unebenheiten des Bodens zu beheben. Schließlich wiegt das alles ja auch a wengala

Andere haben vielleicht bis bestimmt Hochregale in irgendwelchen anonymen und bestimmt nicht sonderlich ansehnlichen Hallen, der FLSV hat sein Hochregal aber i(n seine)m Großen Vorführstudio! Und das ist seit heute, dem sogenannten freien Mittwoch, noch eine Ebene höher geworden. Denn der Platz für die auch tatsächlich vorführbaren Kompaktboxen platzte in letzter Zeit doch recht eindeutig aus allen Nähten.

So wurde mit Clemens Werr* ein weit über 30 Jahren (!) mit dem FLSV zusammen arbeitender Schreiner, noch eine Ebene aus Multiplex zur bestehenden Drei-Lagen-Variante samt aller benötigten Kleinteile am heutigen Mittwoch anzuliefern und diesen neuen Regalboden samt dem bestehenden Rest gemeinsam mit mir aufzubauen. Dazu mussten die vielen Kompakten erst einmal irgendwohin verteilt werden, um auch gescheit arbeiten zu können. Aber zum Glück gibt es hier auch ein paar Standboxen, die die Last gerne vorübergehend geschultert haben.

Esels-Hucke-Pack oder Hucke-Esels-Pack, beides aber nur von kurzer Dauer

Rechts im Bild ist die bisher oberste Ebene zu sehen, auf die die neue Ebene nach nur wenigen vorbereitenden Handgriffen einfach aufgesetzt wird (im Bild im anderen Rechts zu erkennen).

Platz ist in der kleinsten Hütte, wenn auch richtig wenig!

Dann ging alles ganz schnell, denn bei der Gelegenheit wurden alle Fachböden gleich nochmals mit einem Wundermittelchen auf Höchstglanz gebracht.

Fast wieder vollständig bestückt zur Freude des Herrn MM aus BA

Und so sieht das alte Regal mit dem neuen Fachboden und auch noch bestückt aus. Wenn man bedenkt, dass momentan wegen des gerade beendeten Urlaubs noch etwa bis ziemlich genau sieben Paare Kompaktlautsprecher fehlen, dann muss ich doch glatt über noch eine Ebene bei meinem Hochregal nachdenken…

Jedenfalls steht fest, dass, wenn es spannend bleibt, dann beim FLSV in Bamberg!

*Wer Kontakt mit Clemens Werr aufnehmen möchte, kann das unter der Telefonnummer 0160-5056409 tun.

Was haben Sie am 7. April 2019 verpasst?

Herrlichstes Frühlingswetter draußen, gute Stimmung im Haus, so könnte man den gestrigen Tag kurz beschreiben. Denn wie bei den vergangenen Veranstaltungen der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur in den Räumen des Rundfunkmuseums der Stadt Fürth gab es eine schöne Mischung aus informativen Vorträgen,

Heinz-Peter Völkel und Michael Rissling bei ihrem Vortrag über die Historie des Lautsprechers

Führungen durch die Museumsräume und als Krönung wieder einen Live Act.

Um die Informationen über die Geschichte des Lautsprechers und der vielen technischen Hürden, die zu überwinden waren, auch anschaulich zu machen, haben wir eine angeblich völlig veraltete Anlage aufgebaut:

Quelle: Tonbandgerät, Verstärker: Röhre mit 2x 2Watt, Lautsprecher: Backloaded Horn, aber ungefaltet!, zuschaltbarer Superhochtöner: Corona Ionenhochtöner
Detailaufnahme unserer Vorführ-Anlage inklusive Masterband-Kopie des letzten Konzerts auf der ReVox A77

Nach dem ersten Vortrag und vor der Musik konnte man wie gewohnt an einer Führung durchs Haus teilnehmen, die heute ebenfalls das Thema Lautsprecher in den Fokus stellte.

Historische Lautsprecher im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth

Kurz nach 15.00 Uhr kam dann MM mit seinem hoffentlich allgemeinverständlichen Vortrag dran. Immerhin in sieben Abschnitten wurde der Lautsprecher als solcher beleuchtet. Dazu wurde auch reichlich Anschauungsmaterial durch die Reihen der Zuhörer gereicht. Vielleicht nur eine Randnotiz der Geschichte war der stets in dieser Veranstaltungsreihe fehlende Hinweis auf den kommerziellen Hintergrund des FLSV als Hifi- und besonders Lautsprecherhändler in Bamberg seit 1985.

Tiefmitteltöner in Einzelteilen, Breitbänder, Hoch- und Mitteltonkalotten, Hochton-Horn, Magnetostaten, Coax-Speaker, Kickbass-Woofer mit Flachmembran, 24-Zoll Subwoofer, klassische 2-Wege-Kombi mit passiver Frequenzweiche und Manger Biegewellenwandler: Alles da, was wichtig ist.

Kurz nach 17.00 Uhr ging es dann endlich mit dem Konzert von Acoustic Pearl los. Schon nach den ersten Takten sprang die Freude der Musiker auf das Publikum über. Fußwippen, Finger-Schnippen und Mitsingen, unsere Gäste waren voll dabei. Zum Glück war keiner der Hifi-Nerds anwesend, um für sich festzustellen: „Das ist fast so gut wie (die immer gleiche Vorführ-)Musik über eine Hifi-Anlage zu hören.“ Denn der hätte was ganz Elementares nicht verstanden, nämlich, dass die Technik nur Mittel zum Zweck ist!

Schöne, weil markante Stimme und echte Bassgitarre, von rechts nach links

Wir danken wieder mal und wieder gerne dem Rundfunkmuseum der Stadt Fürth für die gewährte Gastfreundschaft und unseren Gästen, die uns durch ihren Besuch bei dieser Non Profit-Veranstaltung unterstützen! Im Herbst kommt dann der 2. Teil zum Thema Lautsprecher mit weniger Theorie, dafür aber mit umso mehr praktischen Beispielen.

Neuzugang beim FLSV: Dynaudio Evoke

Es gibt mal wieder eine neue Baureihe beim dänischen Spezialisten Dynaudio. Sie nennt sich Evoke und besteht aus insgesamt fünf Modellen, zwei Kompaktboxen und zwei Standlautsprecher sowie einem Center Speaker als Heimkino-Ergänzung. Die Feuertaufe hat die nagelneue Evoke 50 bereits am letzten Samstag bestanden, und zwar im Kreise von Fachleuten, die nur einen Maßstab kennen: Gute Musik auf einer guten Stereo-Anlage hören.

Dynaudio Evoke 10, nun (leider nur noch) in hochglänzend weiß

Die neuen Modelle, die die beliebte Excite Baureihe ablösen und in der gehobenen Mitteklasse zu verordnen sind, hören wieder auf so prosaische Namen wie Evoke 10, Evoke 20, Evoke 30 und Evoke 50, was ja wenigstens keinerlei Verwechslungsgefahr in sich birgt. Optisch haben sich die neuen Lautsprecher deutlich verändert, sind doch die Seitenwände deutlich weniger parallel als noch in der Excite Baureihe. Auch sieht man keine Schrauben mehr, die die Chassis im Gehäuse fixieren. Dass die Bespannrahmen schon eine ganze Weile nicht mehr per Nüppies, sondern magnetisch appliziert werden, ist aber nur bei Dynaudio eine Notiz wert. Aber notierungswert ist die Aufnahme eines Trends zu hellen Holzoberflächen, die sich bei Dynaudio entsprechend „Blonde Wood“ nennt.

Die besondere Stärke von Dynaudio sind seit Generationen die kompakten Modelle

Aber ansonsten ist ein Dynaudio-Lautsprecher ein Dynaudio ist ein Dynaudio. Und das ist gut so! Ich habe jedenfalls wieder mal Klaubötze gestaunt, was aus einer so kleinen Box wie der Evoke 10 herauskommt, wenn man sie wenig standesgemäß, also richtig high-endig ansteuert. Wer einen derartigen Beweis führen möchte, der sei hiermit herzlich eingeladen!

Drei neue Däninnen und eine Kollegin auch von dort

Willkommen beim FLSV: Wharfedale Diamond 210

Dafür gibt es ab sofort in der neuen Diamond 200-Serie einen kleinen Lautsprecher, der auch (zur Not) ohne Subwoofer aufspielt und somit das eine oder andere Platzproblem lösen kann. Das konnte der direkte Vorläufer Diamond 10.0 tatsächlich nicht. Das neue Modell heißt ganz sachlich Diamond 210. Und weil dat Dingen deutlich kleiner als die nächst größere Schwester, die Diamond 220, ist, fällt leider der optisch ansprechende und immer noch für Verblüffung sorgende Waveguide weg.

Im Bild ist die Diamond 210 einmal mit und einmal ohne Verkleidung zu sehen.

Neu beim FLSV vorführbereit: Triangle Signature Theta

Auch im großen Kompaktboxen-Segment tut sich noch etwas beim FLSV in Bamberg. Nachdem sich die Cabasse Bora, die Dynaudio Contour S 1.4 und die DALI Epicon 2 das Terrain bisher geteilt haben, gibt es jetzt Zuwachs mit der Triangle Signature Theta.

Und gleich gab es gestern eine Front zwischen den beiden Französinnen und den beiden Däninen, denn die Bora als auch die Theta haben die Bassreflex-Öffnung auf der Vorderseite, was manchmal bei der Aufstellung der Boxen von Vorteil sein könnte. Aber andererseits wiederun sind andere Vorteile zu nennen, wenn diese auf der Rückseite platziert ist. Am allerbesten wäre der Port aber auf der Seite und zwar relativ weit vorne. Aber so etwas gibt es nur im Lautsprecher-Selbstbau.

Mal schauen, wie das Hauen und Stechen ausgeht.

Lautsprecher

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