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Nachlese der KEF Days 2026 am letzten Wochenende

Nein, auch diesmal gab es keinen KEFir, erst recht nicht zu den leckeren zwei für uns neuen Wurstsorten aus Laudenbach am Main, eine gleichen Namens und die andere des nächsten Veranstaltungsorts der High End, sondern echtes und fränkisches und deswegen besonders geschmackvolles Bier aus Munksambach.*

Somit ist schon mal geklärt, dass keiner meiner Gäste darben musste, zumindest nicht körperlich. Aber wie stand es um die Qualität der Darbietungen? Wurde hier dasselbe hohe Niveau beibehalten?** Lest selbst!

In erster Linie gab es besonders ernsthafte Vorführungen mit den Neuheiten von KEF, aber auch mit bekannten Alten. Wie schon in der Ankündigung der KEF Days 2026 angedroht, gab es in allen drei Vorführstudios des FSLV in Bamberg insgesamt sechs verschiedene Lautsprecher des Herstellers aus dem gerade mal wieder nicht so arg UK.

Die beiden bauähnlichen Modelle haben ihre Berechtigung in ihrem Marktsegment: KEF R3 Meta in blau und links…

Im Kleinen Vorführstudio traten die etablierten KEF R3 Meta gegen die noch recht neue KEF Q Concerto an. Und wer entschied diesen Vergleich für sich? Ein Besucher brachte es auf den Punkt: Er würde lieber zwei Paar der KEF Q Concerto kaufen. Habe ich auch nichts dagegen.

Auf der Fensterseite zeigte die KEF Coda W ihre Vielfältigkeit. Gefüttert wurde sie hauptsächlich mit einem Phono-Signal des Pro-Ject Debut EVO 2 oder per Bluetooth von einem Kunden-Smartphone.

Am Freitag kamen die KEF Reference 5 Meta dran, am Samstag waren es dafür die Blade Two Meta. Ist doch gerecht. oder?

Am anderen Ende der Preisskala, zumindest hier beim FLSV in Bamberg, waren es die beiden Flaggschiffe von KEF, die im Großen Vorführstudio aufgebaut waren. Zunächst war ja ein direkter Vergleich zwischen der KEF Reference 5 Meta und der KEF Blade Two Meta geplant. Aber da beide Probanden doch recht üppige Maße aufweisen, wäre die Aufstellung nebeneinander für beide Modelle nachteilig gewesen.***

Wenn das mal nicht standesgemäße Elektronik ist: CD-Player Hegel Viking und Streaming-Vollverstärker Hegel H600

So wurde am Freitag die modern gezeichnete KEF Reference 5 Meta in den Vordergrund gestellt, während die KEF Blade Two Meta von hinten auf die Zuhörer blicken konnte. Am Samstag wurde umgestellt, so dass die ikonische KEF Blade Two zeigen konnte, warum sie noch eine Winzigkeit oberhalb der KEF Reference 5 Meta rangiert. Und hier sind ausdrücklich nicht die maximal mögliche Lautstärke oder ähnliche Belanglosigkeiten gemeint.

Aber wie immer wurde die größte Überraschung im High End-Heimkino des FLSV kredenzt. Schon in den Veranstaltungen zuvor war hier das kleinste Modell des jeweils vorzustellenden Lautsprecher-Herstellers aufgebaut. In der perfekten Akustik dieses Raums, der dann auch noch abgedunkelt wurde, konnten die KEF LSX II**** zeigen, was heute an Klang und Volumen aus derart kleinen Gehäusen gezaubert werden kann.

Nur ein Modell ist noch schlanker, dafür aber viel höher und schwerer: KEF LS60 Wireless

Und so bekam der Begriff High End doch auch einen neuen Maßstab verpasst, zumindest was die schiere Größe und den damit verbundenen Aufwand betrifft, sie zum Klingen zu bringen. Denn hier waren lediglich ein stabiles Netzwerk und der Zugang zu Qobuz vonnöten, mehr nicht, um Musik mit viel Genuss zu hören!

Erst KEF, dann folgt Triangle, dann kommt Harbeth (wieder aus dem UK) dran und dann…

Die nächste Veranstaltung dieser Machart führt ins Reich eines der beiden französischen Anbieter im Portfolio des FLSV, nämlich Triangle. Weitere werden folgen, damit jeder weiß:

Beim FLSV in Bamberg war, ist und bleibt es spannend.

* Tatsächlich leitet sich mein Nachname entweder von Münchner ab, was einen Hinweis auf die verblichene Messestadt der High End in spe gewesen sein könnte, oder von Mönch, was mir in diesem Fall natürlich viel lieber wäre! Mein Dank geht wie so oft an Achim H. aus. N., der uns diese Köstlichkeiten aus seiner Heimat nicht nur mitgebracht, sondern auch kredenzt hat.

** In dieser Form, also mit einer ziemlich bescheidenen Frage, fangen seit gefühlten 100 Jahren alle Testberichte in den großen Printmedien unseres Metiers an. Ich kann da aber inzwischen drüber hinweglesen und rege mich nicht mehr darüber auf. Wirklich nicht!

*** Kann es sein, dass im Großen Vorführstudio des FLSV irgendwie zu wenig Platz ist? Hat dieses Fachgeschäft eventuell doch zu viele Lautsprecher vorführbereit? Quatsch, hier stehen höchstens viele Lautsprecher verführbereit!

**** Was die Chassis und die Verstärker-Elektronik betrifft, sind die KEF LSX LT baugleich zur LSX II. Hier sind eher der HDMI-Anschluss und die nicht zwingend benötigte Verbindung des Primary Speakers zum Secondary Speaker mögliche Argumente für die LSX II, zum Beispiel als Alternative zu einer Soundbar.

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Die Neuheiten beim FLSV in Bamberg im Winter 2025/2026 #1: KEF Coda W

Ganz ähnlich in der Ausstattung wie die hier bereits vorgestellte Triangle Borea BR02 Connect kommt nun die lang erwartete KEF Coda W auch zum FLSV in Bamberg. Von vorne erkennt man ganz klar die Handschrift mit dem seit vielen Jahrzehnten eingesetzten Uni-Q-Treiber, aktuell in der bereits 12. Generation.

Von außen sieht man ja nicht, aus wie vielen Einzelteilen ein Lautsprecher-Chassis vpn KEF besteht.

Ein wenig verwunderlich ist es auf den ersten Blick dennoch, dass die KEF Coda W so ganz ohne Streaming-Zugang auskommt, denn alle anderen Wireless-Geschwister* verfügen ja über einen solchen. Bei der KEF Coda W ist man aber deswegen nicht aufgeschmissen, denn sie bietet als erste Box dieses Herstellers neben den vielen analogen, digitalen Eingängen inklusive einer externen Soundkarte in USB-C sowie HDMI als eARC und Bluetooth in der aktuellsten Version 5.4 aptX Adaptive sogar einen eingebauten Phono-Vorverstärker.

Die Anschlussvielfalt ist enorm, aber der Phono-Eingang ist ein Novum bei KEF.**

Da die KEF Coda W dennoch über die hauseigene App KEF Connect einzurichten und zu steuern ist, kann deren Bedienung hier auf insgesamt drei Arten erfolgen, denn die KEF Coda W bietet nicht nur eine einfache, aber völlig ausreichende Fernbedienung, sondern auch fünf Tasten auf dem neuerdings zum Glück nicht mehr Master, sondern Primary genannten Hauptlautsprecher.

Tatsächlich reicht ein einziges Kabel, um den Secondary Speaker an die Leine zu nehmen.

Von diesem wird, erstmalig zumindest im Portfolio des FLSV in Bamberg, ein einziges USB-C-Kabel zur Spannungsversorgung als auch zur Ansteuerung des Zum-Glück-nicht-mehr-Sklaven mit immerhin 3 Metern Länge gelegt und angesteckt.

Ein Plattenspieler und die KEF Coda W, das reicht eigentlich zum Musik-Hören. Aber was macht der Bluesound Node da?

Wenn also der Schwerpunkt der Ansprüche eher auf den klassischen Medien und nicht so sehr auf Streaming gelegt wird, hat man ab jetzt eine heiße Alternative mehr, zumal diese im Reigen der anderen Optionen von KEF die günstigste darstellt.

Die verfügbaren Oberflächen nennen sich Vintage Burgundy, Nickel Grey, Moss Green, Midnight Blue und Dark Titanium.

Einen sehr ausführlichen Test der KEF Coda W kann man bereits hier nachlesen. Das besondere Klangerlebnis wird man aber nur im stationären Fachhandel wie dem FLSV in Bamberg erleben können!

* Hier nutzt die deutsche Webseite von KEF im Gegensatz zur Englischsprachigen den Begriff WLAN anstelle des richtigen Wireless und damit ab sofort falsch. Das gilt ebenso für den hier vorgestellten Muo.

** Die Anbindung als externe Soundkarte an einen PC oder Apple-Rechner wird zwar derzeit bei keinem Wireless Modell gewährt, wurde aber in der ersten Generation der KEF LS50 Wireless noch angeboten.