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Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage 2025, die fünfte von vielen Happen und Etappen: Der ganz große Kabelvergleich

Dem aufmerksamen Besucher der BAAT 2025 sind neben der schönen Dekoration mit den CD-Boxen garantiert sofort auch die sich drehenden Verpackungen der vielen bei dieser Veranstaltung eingesetzten Digitalkabel aufgefallen. Auf nahezu jedem Plattenspieler, die sich übrigens auch sonst immer drehen*, standen zwei oder drei dieser Umverpackungen, selbstredend thematisch zusammenpassend und auch zusammengeklebt, damit sie wegen der Zentrifugalkraft nicht das Weite suchen.

Der C.E.C. TL5 bietet „nur“ drei Digital-Ausgänge, die aber bei den BAAT 2025 auch alle genutzt wurden.

Denn wie bereits hier angekündigt, sollten die BAAT 2025 ja auch die Möglichkeit bieten, nicht nur unterschiedliche Digitalformate, sondern auch innerhalb eines Formats verschiedene Möglichkeiten der Kabelverbindung auszutesten. So wurde ein richtig großes Sortiment aufgefahren, um zum Beispiel die drei beziehungsweise vier Arten der Datenübertragung der von beiden CD-Transports ausgelesenen Signale von einer Compact Disc (CD) an einen Digital-/Analog-Wandler (DAC) weiterzureichen. Hier waren, wie schon berichtet, zum einen das Riemen-angetriebene Laufwerk TL5 von C.E.C. als auch der halbbreite CD-Transport CDT-10 von NuPrime im Einsatz. Letzterer bietet neben den bekannten Digitalausgängen (optisch nach TOSLink, coaxial mit 75 Ohm (RCA, Chinch) oder AES/EBU mit 110 Ohm Wellenwiderstand (XLR)) auch die Option, Musik und Takt getrennt per I²S-Verbindung zu führen. Hierzu wird ein hochwertiges HDMI-Kabel genutzt. Das ist das Supra Cables-typisch hellblaue Kabel ganz rechts im Titelbild und wurde so während der BAAT 2025 bevorzugt bei den Musik-Vorführungen genutzt, weil der NuPrime Evolution DAC 2 auch über einen solchen Eingang verfügt.

In dieser Aufnahme oben sehen Sie vier Vertreter absoluter High End-Kabel, die aber zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Von links nach rechts sind angeschlossen: Oehlbach Black Connection Digital, QED Optical Quartz, QED XLR 40 Digital und Supra Cables High Speed HDMI Kabel.

Auf der Anschlussseite des NuPrime Evolution DAC 2 ging es wegen der vielen genutzten Optionen recht gedrängt zu.

Exemplarisch sei noch die andere große Spielwiese für Kabel-Vergleiche während der BAAT 2025 genannt. Diese wurde im High End-Heimkino zelebriert. Und zwar in Sachen Computer-Hifi beziehungsweise Anbindung eines spezialisierten Music Servers an die heimische High End-Anlage.** Hier wurden ebenfalls mehrere höchstwertige Kabel zur Auswahl gestellt, nämlich wieder QED mit seinem nagelneuen Reference Hi Res USB A-B Graphite, Supra Cables mit dem USB 2.0 Excalibur 2.0 A-B sowie als in diesem Forum noch nicht vorgestellte Highlights die beiden USB-Kabel von AIM, also das UA1 und das UA3. Auch das Coax-Kabel PSC 75 von Mutec, einem ausgewiesenen Spezialisten für Audio-Clocks, wurde hier eingesetzt.

Im High End-Heimkino wurden die USB-Kabel von AIM, die Opto-Kabel von QED als auch die Coaxial-Kabel von Mutec eingesetzt.

Und welche Kabel und Strippen hätten Sie gewählt? Meine Gäste hatten da ein ziemliches eindeutiges Votum gefällt. Sie entschieden sich ganz klar für…

die Musik!***

Bleiben Sie also gespannt, wie es weiter geht und wenn es in der nächsten Folge wieder heißt: Nachlese der Bamberger Anti-Analog-Tage 2025, die sechste von vielen Happen und Etappen mit dem Thema: Computer-Hifi und High End-Music Server

* Ich werde oft gefragt, warum sich denn nahezu alle Plattenspieler im Laden drehen, auch wenn sie gar nicht im Einsatz sind. Das ist einfach zu beantworten, denn so bleiben die Riemen rund und die Tellerlager versotten nicht. Denn im Gegensatz zu Ihrem einen Plattenspieler zu Hause, der – hoffentlich – ständig im Einsatz sind, müssen meine Vorführmodelle nicht ständig ran. Das Bisschen Strom, den die Dreher im Betrieb verbrauchen, wiegt die Kosten für neue Riemen von vielen Plattenspielern aber lange nicht auf. Außerdem ist es stets ein Eyecatcher. Apropos: Ist Ihnen denn schon mal aufgefallen, was an dem roten Pro-Ject im Schaufenster des Kleinen Vorführstudios so besonders ist? Dass er hochkant spielt, meine ich dabei aber nicht.

** Dieses Thema wird ausführlich im nächsten Blog-Beitrag beleuchtet.

*** Das soll in keinster Weise despektierlich klingen, denn es gibt tatsächlich klangliche Unterschiede (nicht nur) zwischen den hier verwendeten Digitalkabeln. Aber die Unterschiede sind eher gering im Vergleich zu anderen Maßnahmen in einer High End-Installation einzuschätzen, zumal sich keiner der Probanden bei der tonalen Performance eine Blöße gab.

Jetzt geht es weiter Schlag auf Schlag, unser Hit #2: KEF LSX II

Nein, das Modell heißt nicht KEF LS10 II, wie es der gelernte Lateiner aus der bekannten, weil aktuellen KEF-Modellpalette ableiten könnte, es heißt KEF LSX II, wie schon sein äußerst erfolgreicher Vorgänger, nur eben ohne den Appendix „II“. Die KEF LSX II ist ein weiterer Baustein der Modelloffensive des urbritischen Herstellers aus Kent. Denn erst vor Kurzem wurden die beiden Modellreihen Blade Meta sowie The Reference Meta vorgestellt. Und auch einer meiner zukünftigen Lieblingslautsprecher steht beim FLSV in Bamberg schon in den Startlöchern, nämlich die KEF LS60 Wireless.

Zurück zur kleinsten KEF Box überhaupt, der LSX II. Deren Zusatzbezeichnung mit der römischen Zwei hintendran hat es nämlich in sich, was die Verbesserungen als auch die neuartigen Ausstattungsmerkmale gegenüber dem Vorgängermodell betrifft.

Dass man bei KEF gerade in dieser Größe des Uni-Q genannten koaxial aufgebauten Chassis mit gerademal 115 Millimetern noch kleinere Verbesserungen vorgenommen hat, daran hat man sich ja fast schon gewöhnt. Und wie komplex der Aufbau des Uni-Q Chassis ist, können Sie ja gerne nochmals hier nachschauen.

Das Uni-Q Chassis von KEF in seiner niedlichsten Gestalt. Nur unterschätzen sollte man dieses Teil auf keinen Fall!

Aber der große und vor allem praktische Fortschritt ist diesmal ganz klar bei der Konnektivität zu finden. Denn es gibt bei der KEF LSX II neben den verdächtigen Bekannten (analoge und optisch-digitale Eingänge) unter anderem auch einen HDMI-Eingang mit ARC*. Dieser kann also die in der Regel mehr als krückenhaften Lautsprecher des flachen TV-Bildschirms ersetzen. Auch die bisher so beliebten Soundbars werden ab jetzt arbeitslos, zumindest wenn man 1. die KEF LSX II auch symmetrisch zum Fernsehgerät platziert und sich 2. auch die nun deutlich räumlicher und detaillierte Wiedergabe jeglichen Fernsehtons gewöhnen kann, auch wenn Sie sich dann möglicherweise ärgern werden, dass Sie so viele Jahre den bisherigen akustischen Müll ertragen haben.

Gibt es derzeit in diesem Segment eine vollständiger ausgestattete Box?

Eine andere oder gar zusätzliche Anwendung ergibt sich durch den USB-C-Anschluss. Nun kann man die Lautsprecher auch als sehr noble Desktop-Audiolösung für den Computer oder im Wohnzimmer für die Soundkulisse beim Daddeln (Bläh Station und wie sie alle heißen mögen) verwenden. Speichermedien wie Festplatten werden allerdings hier nicht erkannt, was den Aufwand in der Elektronik wohl auch gesprengt hätte.

Das Design wurde zum Glück nahezu unverändert gelassen. Immer noch ist von vorne keine Schraube zu sehen. Allerdings gibt es neue Oberflächen, die wie schon zuvor mit der Farbe des Uni-Q-Chassis korrespondieren. Sie nennen sich vollmundig: Mineral White, die seidenmatt lackiert ist, Lava Red (hochglänzend lackiert), Carbon Black sowie Cobalt Blue (beide mit einem Textil-Korpus) sowie die Soundwave by Terence Conran Edition. Letztere ist sogar mit einem speziell entworfenen Stoff des dänischen Textildesigners Kvadrat bezogen.

Stabile Verpackung, die keinen Intelligenzquotienten von 130 voraussetzt.

Auch die Verpackung ist neu gestaltet. So lassen sich die Lautsprecher samt Zubehör mit nur wenigen Handgriffen entnehmen und aufstellen. Auch das Wiederverpacken, das ja eher mich als meine Kunden betrifft, ist ein Kinderspiel. Das gilt zum Beispiel für die Bereitstellung und den Transport für eine Teststellung zuhause, die immer noch zu den obersten Grundsätzen beim FLSV in Bamberg zählt, ist sie doch die einzige Gewähr, dass man und frau und es die richtige Entscheidung für viele Jahre fällen kann.

Die Verpackung besteht hauptsächlich aus Recycling-Material

Eingerichtet ins heimische Netzwerk ist die KEF LSX II in wenigen Minuten und steht dann sofort für umfassenden Musikgenuss zur Verfügung. Das hat schon die große Schwester, die KEF LS50 Wireless, als Vorbild richtig gut hinbekommen. Nur wie das kleine Energiebündel klingt, das werden Sie auch diesmal nicht von mir lesen können, schließlich haben Sie ja Ihre eigenen Ohren!

Auch aus diesem Blickwinkel ist die wertvolle Ausmachung der Variante Carbon Black sofort spürbar.

Genauso aufregend unaufregend wie die Frage, wo es in Franken hifi-mäßig am spannendsten ist, die ja als fast schon beantwortet gilt, ist diese: Hat KEF mit der LSX II die kleinste vollständige High End-Konzeption am Start?

Mein Dank gebührt Peter Clinton, der für das schöne Titelbild und die zwei verwandten Motive verantwortlich zeichnet. So schön kann ich das nicht!

*= Audio Return Channel; das ist der einzige Port des Fernsehgeräts, dem es erlaubt ist, höchstauflösende digitale Signale per HDMI an ein Peripheriegerät auszugeben.

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