2017 zum 10. Mal: Der Record Store Day

Nein, wir hängen uns auch dieses Jahr nicht an diese einmalig gute Veranstaltung dran. Aber wir weisen allen Interessierten den Weg zum ortsansässigen Musicland in der Austraße zu Bamberg. Das ist auf dem handschriftlich verfassten Hinweis deutlich zu erkennen.

Wir selbst bieten nur die Second Hand-Schallplatten* etwas deutlicher als sonst erkennbar, also vor der Ladentür an. Und die aktuelle Mint, dem Magazin für Vinyl-Kultur! Und das aktuelle Comixart, das zufälligerweise auch die beste Hälfte der Menschheit als Themenschwerpunkt gesetzt hat. Und den gerade frisch gedruckten Flyer für eine Veranstaltung im Mai, auf die ganz bald und ganz besonders an dieser Stelle hingewiesen wird!

*Dieser unser Bestand ist hier gerade aktualisiert einsehbar; Stand der Dinge ist 22. April 2017 Punkt 10.00 Uhr! Das heißt, es kann sich inzwischen einiges getan haben, was die Verfügbarkeit der angebotenen Schallplatten betrifft. Also fragen Sie lieber per Email unter munk@flsv.de nach, ob die gesuchten Schätzchen noch verfügbar sind.

Deutsches Sprechunwort: Spreche Gutes und tue es dann vielleicht auch

Nein, die große Marketing-Sprechblase gibt es beim FLSV jetzt nicht auch noch und sie wird es auch in zehn Jahren noch nicht geben! Aber wenn für den guten Zweck in nur knapp 15 Monaten eine doch mehr als erkleckliche Summe gesammelt wird, dann darf man das schon mal an die kleine Glocke hängen.

An anderer Stelle wurde ja schon mal gemeldet, dass der FLSV seine Spendentätigkeit gezielt auf den Bamberger Kinderschutzbund richtet. So werden zum Beispiel alle freiwilligen Gaben meiner Kunden für kleinere Lötarbeiten und auch jeder Erlös aus dem Verkauf der Second Hand-Schallplatten in den kleinen Elefanten aus Holz gesteckt, bis dieser überquillt und nichts mehr fassen kann, so sehr man auch mit dem Schraubendreher nachhilft.

Jetzt war mal wieder eine Leerung nötig. Und Frau Ackermann, die Vorsitzende des Bamberger Kinderschutzbundes, staunte mit mir um die Wette, dass immerhin 727,91 € im Holzelefanten steckten. Und somit sage ich auch DANKE an meine Kunden, die hierfür genauso verantwortlich sind.

Und so gilt das Neudeutsche Sprichwort an dieser Stelle doch ein wenig, wenn es heißt: Tue Gutes und sprich darüber!, was hiermit getan wurde. Aber auf ein Foto mit allen Beteiligten und mit vorgehaltenem, übergroßen Scheck könnt ihr lange warten. Und jetzt reicht es mal wieder bis zur nächsten Leerung des kleinen Holztieres.

Ab sofort in diesem Theater: Subwoofer von Syzygy Acoustics

Eine interessante Neuentdeckung bei aktiven Subwoofern brachte Robert Ross persönlich beim FLSV vorbei. Es handelt sich dabei um vier Modelle des in Princeton (New Jersey, USA) beheimateten und gar nicht so schwer auszusprechenden Herstellers Syzygy*. Besonderheiten sind hier zum einen die Möglichkeit, diese drahtlos anzusteuern, so dass das manchmal lästige Verkabeln mit Ausnahme des Stromkabels entfällt. Aber das können ja inzwischen einige Modelle am Markt. Was die Syzygys besonders macht ist eine Raumkorrektor, die lediglich ein Smartphone beziehungsweise ein Tablet erfordert, das ein Mikrofon eingebaut hat. Hier lädt man sich die entsprechende App

herunter und folgt den präzisen Anweisungen, schon hat man den optimalen Klang, immerhin in Pegel und Phase, am Hörplatz eingestellt. Wer mag, kann aber auch den immerhin 12-bandigen Equalizer selbst justieren, zumal man das tonale Ergebnis in Echtzeit dargestellt bekommt.

Eine letzte Besonderheit betrifft die Möglichkeit, jeden der Subwoofer entweder als Frontfire-Sub oder als Downfire-Woofer zu betreiben. Das ist manchmal je nach Aufstellungsvariante sinnvoll und nötig. Man schraubt dabei nur die Füße um und steckt das Frontgitter anders auf, fertig ist der Lack!

Klar, dass ein solch tolles Produkt Eingang ins Portfolio des FLSV findet!

Das heißt auch, dass mal wieder, aber nicht nur wegen der SYZYGYs, alle relevanten Preislisten überarbeitet werden mussten.

*Der Name leitet sich wohl von einer astronomischen Konstellation her, wie uns Wikipedia erläutert.

Na, da ist doch was im Busch!

Um den neuen Server und Streamer, den der FLSV ganz bald in sein Portfolio aufnehmen wird, auf seine Innereien, also auf Hertz und Nieren, zu prüfen und dabei die Wege zunächst so kurz wie möglich zu halten, wurde der ansonsten recht aufgeräumte Schreibtisch des Herrn M. kurzerhand bis zum Anschlag zugestellt. Neben dem Hauptrechner, links fast nicht im Bild, stehen – oder besser – liegen dort für das neue Gerät ein eigener Router sowie diverse Festplatten als Datenlieferanten zur Verfügung.

Der SoulM, wie sich der neue Music Server nennt, kann eigentlich alles und ist ausschließlich auf die Wiedergabe von Musikdateien egal welchen Formats ausgelegt. Er spielt neben den üblichen Formaten bis zu High Res auch ISO-Dateien der eigenen SACDs sogar mit Einzeltitelanwahl (!) ab. Dazu unterstützt das Gerät die sogenannte MPD Client-Plattform*, also einem Client/Server-Audio-Player, der die Musik über eine Netzwerkverbindung abspielt als auch die Playlisten verwaltet. Er arbeitet sowohl als UPNP/DLNA-Client als auch als Server. Airplay beherrscht er auch noch nebenbei. Das Schöne und Bequeme dabei ist, dass das Gerät automatisch im bestehenden Netzwerk als Computer erkannt wird und sich so per Drag and Drop mit Musikdateien befüllen lässt.

Übrigens: Der SoulM ist das kleine schwarze Kästchen in der Mitte kurz vor dem Monitor!

Aber es gibt ja auch noch den Audio-Bereich. Hier sind der neue Matrix Quattro II sowie zwei meiner favorisierten Mono-Endstufenmonster für den Antrieb der gesetzten DALI Ikon 1 im Einsatz. Der Matrix Quattro II vereinigt sogar gleich drei der hier benötigten Funktionen in sich, ist er doch nicht nur externe Soundkarte inklusive DAC (Digital-/Analog-Wandler), sondern auch noch Vorverstärker mit mehreren zusätzlichen digitalen Eingängen. Ach ja, eine superben Kopfhörer-Verstärker bietet er für die Nachtsessions auch noch!

Zur Erinnerung: So sah der Schreibtisch vorher aus:

*Und wie immer weiß Wikipedia Bescheid, was ein MPD Client bedeutet. Leute, unterstützt diese Non Profit-Plattform!

Gleich nochmal Jubilirium: 5 Jahre Car Audio-freie Zone

Es ist tatsächlich am 1. April schon wieder fünf Jahre (in Zahlen: 5) her, dass der FLSV keinerlei Car Audio-Komponenten mehr im Angebot führt. Dennoch, und da freue ich trotzdem sehr, haben mich noch bis letzte Woche immer wieder treue Kunden aufgesucht, um sich hier vor Ort beraten zu lassen, was ich allerdings nicht mehr ganz so flüssig wie in früheren Zeiten hinbekommen habe. Aber die Grundlagen sind noch vorhanden und haben sich, glaube ich zumindest, nicht wesentlich geändert. Allerdings habe ich sie anschließend doch zum Fachmann zur Begutachtung des aktuellen Warenangebots geschickt.
Belohnt hat sich MM übrigens seinerzeit mit dem kompletten Inhalt der oben gezeigten Spenderdose ob seiner weisen Entscheidung. „Lieber den Magen verrenkt, als Zeit verschenkt.“ heißt ein abgewandeltes schwäbisches Sprichwort, mit dem ich sonst nicht viel zu tun habe, das hier aber ganz gut passt.

Der 32. Geburtstag und die Wurzeln des FLSV

Ja, es jährt sich tatsächlich in diesem Monat zum 32. Mal, dass der FLSV gegründet wurde. Kaum zu glauben, aber inzwischen wahr, auch wenn ich seinerzeit nicht in diesen Zeitabschnitten zu rechnen wagte.

Begonnen  hat es klein und in einem Segment des Hifi-Marktes, der anno 1985 gerade selbst im Entstehen war und, zumindest was die flächendeckende Versorgung des Landes mit derartigen Fachgeschäften angeht, nicht allzu lange Bestand hatte, nämlich mit dem Lautsprecher-Selbstbau.

Der Sinn hinter dieser Welle war, dass man sich als halbwegs geschickter Handwerker nur die ausentwickelte Technik, also die Chassis, die Frequenzweiche, die Innenverkabelung, die Terminals bis hin zur kleinsten Schraube, zu kaufen brauchte, um dann das Gehäuse nach vorgegebenem Plan selbst zu erstellen. Neben der Preisersparnis war es vor allem der Do-it- yourself-Gedanke, der viele Männschen zu Holz und Werkzeug greifen ließ.

Und dass die zu dieser Zeit angebotenen Bausätze alles andere als zweite Wahl waren, wie meine damaligen Herren Kollegen von der örtlichen Dynaudio-Fertigboxen-Gilde immer wieder kolportierten, beweisen die beiden abgebildeten Modelle ganz vorzüglich. Die kleine Gemini und die extrem aufwändige Myrage können auch heute noch locker mit den meisten aktuellen Konzeptionen mithalten, auch wenn die Gehäuse heute ein wenig kleiner ausfallen würden.

Und man kann sogar deren Performance sogar noch deutlich steigern, wenn man ein wenig Hand anlegt, stehen doch heutzutage deutlich bessere Bauteilqualitäten für die Frequenzweichen zur Verfügung. Um seine kleinen Schätzchen auch in den nächsten 20 Jahren in optimaler Qualität nutzen zu können, übergab Harald St. die Geminis im damals angesagten Vogelaugenahorn-Furnier dem FLSV, der sie fachgerecht, aber optisch unangetastet, umrüstete. Nach erfolgtem Umbau tönten die Kraftzwerge noch energischer und mit deutlich gesteigerter Auflösung, als gäbe es kein Morgen mehr. Das hat sich gelohnt!

Und ganz zufällig habe ich zeitgleich noch ein Paar Dynaudio Myrage, bei der erstmalig im Lautsprecher-Selbstbau der legendäre Hochtöner Esotar T-330D

Dynaudio Myrage mit legendärem Hochtöner Esotar T-330D in Übergröße und Dynaudio Gemini

zum Einsatz kam, zur Reparatur übergeben bekommen. Der hier verwendete Tiefmitteltöner 24-W100 hat wie viele Lautsprecher aller Hersteller aus dieser Zeit eine Sicke aus Schaumstoff. Diese zerfällt durch UV-Einstrahlung über die Jahre allmählich. Das kann aber repariert werden, ohne das Chassis ersetzen zu müssen, obwohl Dynaudio einer der ganz wenigen Hersteller ist, der nahezu alle jemals gebauten Lautsprecher im Austausch liefern kann.

Und so stehen die beiden Modelle wieder spielbereit vor uns. Und es macht Spaß! Leise und erst recht laut! Und als Tipp unter Freunden: Die Myrage stehen zum Verkauf, da sich der Vorbesitzer verkleinern möchte, was die benötigte Stellfläche betrifft.

Das Motto: So kann man es auch machen #2

Auch wenn der Anlass zum diesem Aufmacher ein eher verdrießlicher ist, es sind mal wieder unaufschiebbare Preisanpassungen, in welche Richtung wohl?, einzupflegen gewesen, macht das Motiv doch echte Laune, auch am Schreibtisch  – nicht nur bei dieser Arbeit – Musik in vollen Zügen zu genießen. Denn ausgerechnet Sunfire, einer der Subwoofer-Spezialisten der ersten Stunde, hat die Preise für alle Serien erhöht.

Eigentlich nur zur Anprobe steht er hier, der Sunfire Atmos, der kleinste Subwoofer im umfassenden Programm des FLSV, der sogar auf (m)einem Schreibtisch Platz findet. Aber er passt, als wäre es sein natürlicher und vorbestimmter Standort, auch wenn er nach Anschluss aller Kabel und der sehr empfohlenen Einmess-Prozedur selbstredend noch umgedreht werden wird. Aber dann wird er loslegen, als gäbe es kein Morgen und die kleinen DALI Ikon 1 im untersten Bassbereich drastisch entlasten, so dass auch eine große Kirchenorgel halbwegs glaubwürdig dargestellt wird. Im Moment wird gerade als Test die Transskription für Orgel von Mussorgskys Bilder einer Ausstellung, gespielt von Jean Guillou, abgehört.

Und hier sind sie nun, die ab sofort gültigen Preislisten für die vom FLSV angebotenen Lautsprecher, Subwoofer und Kopfhörer.

Apropos volle Züge: Mit dem abgebildeten Kopfhörer, es ist der Odin von Kennerton, einer meiner unbescheidenen Meinung nach besten Kopfhörer der Welt, lässt sich das sogar während der manchmal wirklich nervigen Bahnfahrten aushalten.

Das Motto: So kann man es auch machen #1

Auf diese Idee muss man erst einmal kommen! Andreas L. aus B. hat aus der Tugend keine Not, sondern Noten gemacht und eins und eins zusammen gezählt, indem er den kleinsten der drei im Portfolio des FLSV geführten Bluetooth-Lautsprecher zu einer der gerade angesagten Soundbars umfunktioniert hat. Es handelt sich hier um den FoxL Dash 7, der seinerzeit neben anderen Modellen das Segment der hochwertigen Unterwegs-Lautsprecher begründet hat. Jedenfalls klingt der FoxL allemal besser als die eingebauten und irgendwie schallwandelnden Tröten im typischen Flachfernsehgerät heutiger Bauart.

Danke für diese Idee.

Neuer Schwung in allen Lagen

Das alte Jahr endet so, wie das neue beginnt, nämlich mit Schallplatten vorne und hinten, oben und unten, neuen und alten, aber alle aus Vinyl! Es kommt die ausgesuchte LP-Sammlung Nummer 7 für alle Rock- und Pop-Fans genauso ins Angebot, wie es auch Zuwachs bei den audiophilen Schätzchen aus Sammlung #5 zu vermelden gibt.

Der Übersicht halber lasse ich die LP-Sammlung 7 noch einige Tage isoliert stehen, damit man sich als permaneter Interessent nur die Neuheiten anschauen muss. Danach wird sie in die große Sammlung integriert.

Viel Spaß beim Stoibern, äh, Stöbern.

Die treue Seele als zupackender Esel

Gestern wurde die Ladekapazität meines Last- und Packesels ernsthaft geprüft. Denn aus einem einzigen Haushalt wurden drei  vollständige Stereo-Anlagen abgeholt.

Diese werden in den nächsten Tagen auf ihre volle Funktionalität geprüft und anschließend zum Verkauf angeboten. Dabei handelt es sich um zwei ältere (AV-)Receiver/CD-Player-Kombinationen und eine Revox-Anlage. Bei den Lautsprechern gibt es die Auswahl zwischen Quadral Tribun MK IV, Canton Karat 300 oder B & W Matrix 1. Da alles so schnell wie möglich wieder aus diesem Ladengeschäft heraus muss, sind die Preise entsprechend günstig angesetzt. Alle Geräte sind bereits jetzt schon wenigstens optisch wieder im Bestzustand!

Hinzu kamen noch der eine oder andere Tonträger aller Art, also mal wieder Schallplatten, aber auch viele CDs und MiniDiscs.

Diese werden nach alter Väter Sitte gesondert angeboten, weil deren Erlös wieder (m)einem guten Zweck zugeführt werden wird.

Dass sich beim Fahren nicht ein Trumm von der Stelle bewegt hat, sei hier ebenso angemerkt, wie, dass die Sicht nach hinten nicht im Ansatz eingeschränkt war. Es hätte also noch eine…

Weihnachtsgeschenk für Frauen

Wir haben das Weihnachtsgeschenk für Frauen, die ihren – nicht zwingend – Schallplatten sammelnden Männern und somit sich selbst eine echte Freude bereiten möchten: Dust & Grooves, ein echt dickes Ding von Bildband von Eilon Paz. Hier werden echte Sammler und Jäger porträtiert, die ihr Laster richtig ausleben, nämlich Schallplatten mit einem irgendwie sehr speziellen Themenschwerpunkt zu sammeln. Es wird akribisch, aber immer mit größter Empathie beschrieben, welcher Mühen sich diese Personen unterwerfen, um auch noch an die allerletzte Scheibe, die ihnen noch fehlt, heran zu kommen.

Mein Tipp: Lesen Sie jeden Abend höchstens einen, maximal zwei Sammler! Nicht nur dass das dicke Buch dann noch länger hält, sondern weil diese Mindermenge vollkommen ausreicht, um sich nach der Lektüre völlig entspannt zurücklehnen und sich freuen zu können. Frauen, was wollt ihr mehr und wenn ja was, als einen zufriedenen Mann?

Und am Schluss steht auch noch die Erkenntnis: Ich bin ja mit meinem Hifi-Fimmel und der dazugehörigen Sammlung von Schallplatten (und auch CDs) gar nicht sooo verrückt!

Auch was wert.

Apropos Wert: Der üppige Bildband kostet 50.- € und ist nicht nur meiner Meinung nach jeden seiner 5000 Cent wert. Wir haben noch wenige Exemplare griffbereit. Und nicht vergessen: Schon der nächste Samstag ist Showdown!

Das vorerst endgültige Fazit der Bamberger Analog-Tage 2016

Das war‘s! Gleich vier grandiose Veranstaltungen gab es in diesem Jahr unter dem Motto Bamberger Analog-Tage 2016. Vier recht unterschiedliche thematische Schwerpunkte, die sich auch von dem schier unendlichen Angebot an Schallplatten, das der FLSV in dieser Zeit minutiös verwaltet hat, ableiten ließen, wurden abgearbeitet.

Aktuell in Runde 4 am letzten Wochenende wurde neben einer wiederum neuen Sammlung von LPs mit echt komponierter Filmmusik Hardware-seitig das große Besteck aufgefahren. Der FLSV hat ja schon seit gefühlten Ewigkeiten, sprich aus seligen Lautsprecher-Selbstbau-Zeiten, die Lautsprecher von KEF, des urbritischen Herstellers in chinesischer Hand, im Vorführbestand. Dessen Programm steht ja seit vielen Jahren ganz eindeutig im Zeichen der Perfektionierung des koaxialen Aufbaus der Tiefmittelton- und Hochlautsprecher. Nur an die ganz großen Modelle aus Kent hatten wir uns bis dato nicht heran gewagt. Damit ist jetzt Schluss! Ab sofort bietet der FLSV auch die beiden Königsklassen THE REFERENCE und Blade an.

Frank Eschholz von GP Acoustics (KEF, Arcam etc.) beim Einmessen der KEF THE REFERENCE 5

Und diese beiden Serien wurden spätestens an diesem denkwürdigen Wochenende auch noch adäquat an der Elektronik von Arcam, nicht ganz zufällig weltweit im selben Vertrieb wie KEF, vorgeführt.

Die ideale Sitzposition mal drei

Das Besondere dabei ist aber nicht nur eine exzellente CD-Player- und Verstärker-Kombination, sondern die in den vorgeführten Modellen Arcam AVR550 und vor allem im SR250 installierte Raumakustik-Korrektur DIRAC Live, die unser Gast Frank Eschholz

Zwei Visitenkarten von KEF: Frank Eschholz (Mitte, mit schwarzem Gewand) und KEF LS50 (rechts, im schwarzen Gewand)

an beiden Tagen ein ums andere Mal unseren interessierten Gästen bis ins kleinste Detail

Unsere Gäste aus jung und alt, en gros et en détail

inklusive der dazu benötigten und auch recht aufwändigen Messungen geduldig und dennoch verständlich erläuterte.

Im High End-Kino stand eigentlich zunächst nur der angekündigte Entotem Plato mit eingebautem Class A- Endstufenmodul im Mittelpunkt. Aber wir sind ja flexibel! Denn Robert Ross, seines Zeichens dessen Vertriebsleiter, hatte etwas Besonderes im Gepäck. So wurde schnell zusätzlich Platz gemacht für den heimlichen Star der Vorführung, dem Pear Audio Kid Punch, bestückt mit einem Hana SL, der analoge Glanzlichter setzen konnte. Dass der Entotem dann die KEF THE REFERENCE 1 in dem bekanntermaßen akustisch perfekt eingerichteten Vorführraum

klanglich allerbestens in Szene setzen konnte, war dann nicht ganz Nebensache. Denn wir wissen ja spätestens von den weniger leisen Kollegen aus Schottland: Was vorne fehlt, kann auch die beste nachfolgende Komponente nicht mehr ausgleichen.

Ein ganz besonderer Dank geht noch einmal an meine Gäste Frank Eschholz und Robert Ross und auch an alle meine lieben Kunden, vor allem des Schweinfurter Zirkels

der Hessen-Connection und des Dreiländerecks Frankreich-Spanien-Griechenland für euer zahlreiches Erscheinen. Ich hoffe, nein, ich gehe davon aus, dass es auch beim nächsten Mal genauso spannend wie dieses Jahr sein wird, wenn es wieder heißt:

Willkommen zu den Bamberger Analog-Tagen 2017!

P.S. Aber auch die Wörschdla und der dazugegebene Senf waren lecker, stimmt’s?!

Wurst und Senf und Kataloge

Vorschau für morgen und übermorgen: Bestand, großer und Sensation, kleine

Ab sofort sind die für die Runde 4 der diesjährigen Bamberger Analog-Tage angekündigten und heute neu angelieferten Schallplatten verfügbar. Aus dieser wohlsortierten Sammlung aus einer Hand werden aberhunderte LPs ausschließlich mit richtig komponierter Filmmusik zum Kauf angeboten. Hiermit sind keine Kompilationen gemeint, die lediglich irgendwelche Lieder zum einem Original Sounddreck (OST) zusammenstückeln, sondern der Handlung des Films gemäß musikalische Spannungen auf- und abbauen. Eine vorläufige Auflistung dieser Schallplatten in einer herunterladbaren Datei finden Sie [hier], eine vollständige Aufstellung wird in Kürze verfügbar sein.

Über die kleine Sensation wird morgen an dieser Stelle zu berichten sein. Verraten wird aber jetzt schon, dass der FLSV bereits am morgigen Freitag als wahrscheinlich erster Händler eine bestimmte Box, die nicht ganz unzufällig mit dem großen Schwestern des nun endlich stattfindenden Events ziemlich eng verwandt ist, aber im Gegensatz zu diesen aktiv und Netzwerk-fähig ist, einrichten und vorführen kann. Na, erraten, um welche Box es sich hier handeln muss? Auflösung des Rätsels in der nächsten Sendung, wenn es wieder heißt:
Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV in Bamberg.

 

Was Sie erwarten können bei den Bamberger Analog-Tagen 2016, Runde 4

Nachdem in der dritten Runde im November unserer diesjährigen Marathon-Veranstaltungsreihe der Fokus auf Vintage-Geräten und entsprechend auch auf Klassik-Schallplatten lag, wird es am 9. und 10. Dezember 2016 wieder etwas modernistischer. Es werden zwar wieder, aber ganz andere LPs aus dem schier unerschöpflichen Klassik-Fundus hier im Angebot sein. Der Schwerpunkt liegt aber diesmal gleichberechtigt auf einer großen Sammlung von Filmmusik. Hier sind weniger so genannte OST, auch Original Soundtracks genannt, sondern richtig komponierte WEST (wichtige, echte Soundtracks), also von richtigen Komponisten komponierte Werke gemeint. Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt noch keine detaillierte Auflistung in elektronisch verwertbarer Form zur Hand. Insofern müssen Sie einfach an diesen beiden Tagen jeweils ab 10.00 Uhr in die Innere Löwenstraße 6 kommen, um sich von diesem einmaligen Angebot beeindrucken zu lassen.

Auch Hardware-seitig wird es wieder einige besondere Schmankerln geben. Ganz klar im Mittelpunkt stehen hier die Neuen von KEF. Zugegeben, ganz neu sind die Lautsprecher aus der THE REFERENCE– und der Blade-Baureihe nicht, aber bei uns in Bamberg sind sie es sehr wohl! Und betrieben werden Sie mit der hauseigenen Elektronik von Arcam, die es aber tatsächlich schon länger beim FLSV gibt.

Diese technisch ähnlich aufgebauten, aber optisch aber eher diametral anders gestalteten Ausnahme-Lautsprecher werden im Großen Vorführstudio als auch im High End-Heimkino vorführbereit sein.

Auf der Heimkino-Vorführseite wird die REFERENCE 3 an einem Arcam AVR550, allerdings im blanken Stereo-Modus, zeigen, was in ihr steckt und was aus ihr raus muss. Hier auf dieser Raumseite wird mal wieder ein aufgemotzter FLSV-Plattenspieler den Ton angeben. Als Basis wird wie schon beim ersten FLSV-Modell der audio-technica AT-LP1240 genommen. Diesmal wurde ein Jelco SA-750 DB als Tonarm montiert, der wiederum einen der allerbesten MM-Tonabnehmer dieses Universums durch die Rillen führt*, nämlich das audio-technica AT-ANV150. Dieser wird von unserem Lieblings-Phono-Vorverstärker für MM-Tonabnehmer, dem analogis Résumé, entzerrt. Dann geht es in einen Hochpegeleingang des bereits genannten AVR550, aber nicht ohne die eingebaute DIRAC Live-Raumkorrektur zu nutzen.

Die beiden ganz großen Modelle REFERENCE 5

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Die KEF REFERENCE 5 links im Bilde, aber noch auf der falschen Seite

und Blade 2

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Die KEF Blade 2 nur in weiß, nicht im stylischen Blau

werden, wie von allen Stereo-Vorführungen beim FLSV bisher gewohnt, auf der Längsseite aufgestellt sein. Diese Ausrichtung klingt einfach noch besser! Und trotzdem werden diese High End-Pretiosen ebenfalls raumakustisch optimiert vorgeführt. Dort wird zum einen mein derzeitiger Favorit bei hochwertiger Elektronik, der Arcam SR250,

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Arcam SR250, der Wolf im scharfen Pelz

zum Einsatz kommen. Der SR250 vereint die Konnektivität eines großen AV-Receivers

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Alles, was man heutzutage an Anschlüssen braucht

mit einer kraftvollen Stereo-Endstufe in einem Gehäuse. Kombiniert mit der raffinierten DIRAC Live-Raumakustikkorrektor ergibt das ein sehr mächtiges Werkzeug, das im Endergebnis, und nur das zählt, viele selbst ernannte High Ender blass werden lässt! Und was wissen wir seit Christopher Lambert? High Ender – Es kann nur einen geben!

Als Front-End spielen hier die üblichen und ganz großen Verdächtigen aus Pro-Jects Xtension-Baureihe zum Tanze auf.

Aber das Beste kommt noch! Denn mit Herrn Frank Eschholz, seines Zeichens Senior Product Specialist beim deutschen Vertrieb GP Acoustics, steht uns an beiden Tagen nicht nur ein ausgewiesener Experte für beide Marken, sondern auch für die praktischen Vorteile des DIRAC Live-Systems zur Verfügung. Er wird Antworten auch zu noch nicht mal im Geiste formulierten Fragen wissen!

Im akustisch bestens präparierten High End-Heimkino geben die REFERENCE 1 den Ton an. Allerdings wird hier im Verborgenen wieder einmal etwas ganz Besonderes aufgebaut**.  Wir werden ein neues Geschwisterchen des nicht nur von uns als einzig wahren LP-Ripper des Weltmarktes bezeichneten Entotem Plato vorführen. Denn diesen gibt es inzwischen auch mit einer eingebauten Class A-Endstufe mit immerhin 2x 25 Watt an 8 Ohm. Das ist mehr als ernst gemeint, hört doch der Verfasser dieser Zeilen seit vielen Jahren entweder mit Verstärkern, die mit 2x 8 Watt beziehungsweise mit 2x 13 Watt nicht gerade zu den Gewinnern im Leistungs-Quartett zählen dürften. Das Besondere dabei ist, dass hier eine spezielle Regelung dafür sorgt, dass, anders als bei sonstigen Class A-Schaltungen, nur der Strom gefordert wird, der tatsächlich benötigt wird. Somit ist der klanglich perfekte Modus auch ohne große Kühlkörper energietechnisch zu handhaben. Damit gibt es genau ein Gerät zwischen Plattenspieler und Lautsprechern, das daneben auch noch alle digitalen Aufgaben wie Ripper (demnächst), Server und Streaming Client bravourös handhabt.

Im Kleinen Vorführstudio werden diesmal nur die ansonsten auch installierten Analog-Anlagen, immerhin zwei vollwertige, laufen, weil wir den Platz für die vielen Schallplatten benötigen.

So bleibt mir nun nur noch übrig, Sie zu diesen beiden Tagen aufs Herzlichste einzuladen. Im Weihnachtsliederkanon wäre das die Entsprechung:
„Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all‘.“

Es bleibt spannend!

*Ich mische mich definitiv nicht in den albernen Streit zwischen den beiden Städten ein. Aber wie würde sich denn das anhören: … der wiederum einen der allerbesten MM-Tonabnehmer dieses Universums durch die Rillen nürnbergert, …?

** nicht aufgebahrt, wie an manch anderem Hifi-Altar mit leblosem Inventar.

Na sowas: Entsorgung von Vinyl-Schrott mal anders

Es ist zwar gerade nicht April, aber das Wetter wechselte am Freitag ähnlich wie im Vorwonnemonat. Und so geschah es, dass die Schallplatten vor der Ladentür nach einem Regenguss allesamt nass wurden, weil ich die drastische Wetteränderung im Gespräch mit zwei netten Damen aus Coburg nicht wahrgenomen habe.

Dann war es aber zu spät! Dennoch habe ich zunächst versucht, die Schallplatten zu retten, indem ich sie, wie auf dem Bild

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zu sehen, großflächig im Kleinen Vorführstudio zum Trocknen aufgestellt habe. Aber das war auf Dauer keine – im wahrsten Sinne des Wortes – gangbare Lösung. Und so habe ich mich entschlossen, alle Schallplatten draußen zu drappieren und zu verschenken. Tatsächlich fehlte am Samstagmorgen bereits die Hälfte aller LPs, und am Montag waren allesamt verschwunden. Ich hoffe, sie haben zufriedenene neue Besitzer gefunden oder wurden für Kunstzwecke wie dem Upcycling weiterverarbeitet.

 

Schon wieder: Neue LP-Sammlung 7 und drei absolute Zuckerli für die LP-Sammlung 5

Wenn ich mir das Aufmacherbild so ansehe, ist es gar nicht mehr so verwunderlich, wo die ganzen Second Hand-Schallplatten herkommen.

Aber dennoch ist es immer wieder toll, neue alte LPs anbieten zu können. Dieses Mal sind es zum einen ein bunter Strauß aus Klassik und Pop, der in den Bildern Cat01, Cat02, Cat03, Cat04 und Cat05 per Scan einzusehen ist, während die Sammlung 5 um drei ganz besondere Schätze erweitert wurde: zweimal Pink Floyd und 1x U2 in absoluten Sondereditionen.

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Ganz neu und ganz frisch beim FLSV: Die NAD New Classic Line

Was bei den üblichen und vor allem japanischen Verdächtigen im Jahrestakt passiert, das geschieht bei NAD (sprich: Nju Akustik Deimenschen, fränkisch: Nju Agusdig Deimenschn) zum Glück nur alle Schaltjahre. Und nun ist es mal wieder so weit, denn es gibt neue Komponenten aus der New Classic Line des britisch-kanadischen Herstellers ab sofort auch beim FLSV in Bamberg zu bestaunen und zu fühlen und auch zu hören. Dieser Elektronik-Hersteller ist ja seit vielen Jahrzehnten bekannt dafür, eher wohlklingende als unspartanisch ausgestattete Hifi-Geräte dem gemeinen Volk anzudienen. Das kann man so nicht mehr ganz umfassend behaupten, zumindest wenn man den Schwerpunkt auf digitale Medien legt, ohne die analogen Quellen zu vernachlässigen und trotzdem zu Recht das maximale Klangerlebnis erwartet.

Die Neuen heißen der klassischen NAD-Nomenklatur folgend C568 und C368, also CD-Player und Vollverstärker. Aber während der CD-Player eher konventionell daher kommt, hat es der C368 faustdick vor den Ohren, denn er bietet neben den vier digitalen Eingängen mit dem BluOS-Modul eine Erweiterungsmöglichkeit, wie sie noch nicht viele Hifi-Geräte in dieser Leistungsklasse bieten. Ab sofort ist nämlich der Streaming Client da, wo er hin gehört, nämlich im Vollverstärker. Schließlich ist der ja die Zentrale der kompletten Hifi-Anlage, oder nicht?

„Durch die Kompatibilität mit allen Playern der NAD Schwestermarke Bluesound lässt sich im Handumdrehen ein Multiroom-System im ganzen Haus realisieren“, Zitat Ende, zu finden auf der genannten Webseite. Dass sich dat Dingen auch noch per App bedienen lässt, sei hier nur am Rande der Verzweiflung genannt.

Ansonsten bietet der C368 neben seinen konventionellen Tugenden wie einem hochwertigen Phono-Eingang (MM) zusätzlich auch moderne Konnektivität, indem er sogar Bluetooth nach aptX unterstützt.

Ach übrigens: Haben Sie den Turm erahnt, der sich oberhalb der beiden Novizen aufbaut? Ich schon! Aber hier kommt sie Auflösung:

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Die NAD-Ahnengalerie aus drei Jahrzehnten

In der Mitte zu sehen sind die beiden immer noch aktuellen C546BEE und C356BEE. Aber der Clou ist der historisch wertvolle Receiver mit den wundervoll quadratischen Tasten, wie sie der wohl meistverkaufte Hifi-Vollverstärker aller Zeiten, der 3020, eben auch hatte. Somit erhält eine neue und unverkennbare Design-Handschrift ihren Einzug.

Jetzt fehlen zum Glück und der Vollkommenheit nur noch der große Bruder und die kleine Schwester.

Das klare Fazit von Runde 3 der Bamberger Analog-Tage 2016: Schön war’s am Freitag und am Samstag erst recht

Der Freitag begann für mich schon sehr früh,  denn ich musste schließlich die hier abgebildeten Schallplatten erst noch abholen und im Großen Vorführstudio aufbauen. Denn wie an Weihnachten sollte es ja eine Überraschung werden, was an hochwertigen Schallplatten aus dem Klassik-Fach diesmal und wie angekündigt aus dem Ärmel geschüttelt werden sollte. Zum Glück hat mir Jochen B. aus B. noch einen Riesengefallen getan, indem er mir vom örtlichen Baumarkt noch vier große Schallplatten-Wannen besorgt hat. Und außerdem musste das geplante, aber dann doch augenscheinlich völlig untaugliche Untergestell gegen eine weniger gefällige, aber dafür umso solidere Konzeption getauscht werden. Lörning bei duing, hieß das mal früher, heute gäbe es dafür bestimmt eine App, die einen Schritt für Schritt anleitet.

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Dann pünktlich um 10.00 Uhr begann es gleich mit drei Gästen am Stück, die zwar nicht extra aus ihrer hessischen Heimat wegen der Bamberger Analog-Tage 2016, Runde 3 angereist sind, diese aber dennoch als Anlass für einen Besuch in der Inneren Löwenstraße nahmen. Und es ging dann den ganzen Tag munter und zwar ohne Unterlass weiter bis in die späten Abendstunden. Schließlich war mein Coburger Fanclub anschließend auch noch zu Gast*. Wir haben uns vornehmlich die große Anlage im Großen Vorführstudio mit verschiedensten Schallplatten aus dem reichhaltigen Angebot angehört.

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Die große Anlage: Thorens TD124 MK II + SME 3009 S2 + Ortofon SPU #1 E + Yamaha A-S2100 + Duntech The Marquis

*Also: Ich bin natürlich der Club-Fan, aber nur des Coburger Hifi- und Musik-Stammtisches.

Spät ins Bett und früh wieder `raus, denn der Samstag ist traditionell der Besucher-stärkere Tag. Und so war es auch diesmal. Schon vor 10.00 Uhr wurde um Einlass gebeten. Und die Zeit verging im Flug. Sorry an alle, denen ich mich diesmal nicht wie sonst üblich widmen konnte. Danke aber auch an alle Gäste und liebe Kunden, die miteinander geredet und sich ausgetauscht haben. Das hat mich natürlich gerade in dieser Beziehung total entlastet! Und langweilig waren diese Gespräche definitiv nicht, so viel konnte ich sehr wohl heraushören.

Neben der schieren Menge von Klassik-Schallplattem, ausnahmslos höchstwertige Boxen im Bestzustand und zum großen Teil auch mir völlig unbekannter Werke und Komponisten (und das heißt schon was!), gab es auch ein paar Technik-Schmankerln zu beguggen und zu behören.

Im Kleinen Vorführstudio gab es zum Beispiel einen Hörvergleich zweier ähnlicher Ortofon SPU-Tondosen, nämlich des SPU #1 S und des SPU #1 E,

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Ortofon Tondose SPU #1 E auf einem Sony PS-6750, betreut und vorgeführt von einem Repräsentanten der Firma ATR – Audio Trade. DANKE!

einmal über den regulären MC-Eingang des Yamaha A-960 II, übrigens in Bestform vom Yamaha-Service-Techniker meines Vertrauens, Herrn Peter Klahn aus Kaufbeuren, gebracht, und einmal via MC-Übertrager an den ebenfalls vorhandenen MM-Eingang des Yamaha. Die Mehrzahl der Zuhörer favorisierten den Übertrager.

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Hifi-Dealers früherer Traumverstärker Yamaha A-960 II mit Ortofon MC-Übertrager ST-7

Im Großen Vorführstudio lief von insgesamt fünf spielbereiten Analgen mit einem Plattenspieler als Quelle der von Lauschgoldengel Mathias Thurau liebevoll restaurierte Thorens TD 124 MK 2, wiederum bestückt mit einem Ortofon SPU #1 E an einem SME 3009 S2, zur Höchstform auf. Den zunächst angekündigten Rotel RA-1312 haben wir aber wegen eines hartnäckigen Brummproblems doch lieber gegen den Yamaha A-S2100 mit seinem eingebauten MC-Phonovorverstärker getauscht.

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Thorens TD 124 MK II direkt am Yamaha A-S2100; beim Rotel RA-1312 durften wenigstens die UV-Meter zappeln.

Ich kann nur sagen: Hut ab, denn an den Duntech The Marquis gaben sich weder der alte Thorens, noch der nur historisch aussehende Yamaha auch nur ansatzweise eine Blöße. Das war eine mehr als gelungene Vorstellung! Das Klangbild war groß und stabil, in den Bässen auch mit richtig Autorität, ohne dabei auch nur ansatzweise aufdringlich zu wirken. Diese Anlage wurde auch ausgiebig mit mitgebrachten Schallplatten meiner Gäste gehört. Und das beweist mal wieder, dass Hifi und hier in diesem Fall High End nicht sündhaft teuer sein muss. Für die ganze Anlage wären nämlich nur knapp über 6500.- € zu bezahlen. Dafür kaufen andere vielleicht gerademal 3 Netzkabel und werden trotzdem damit nicht glücklich, nicht mal zufrieden, wetten?! Aber analog macht Spaß, Yamaha macht Spaß, wir hatten Spaß!

Besonders gefreut hat mich der Verkauf der vielen Schallplatten aus dem nochmals erweiterten Angebot im Pop- und Rock-Segment auch an solche, die sich ganz frisch ans Thema heran gewagt haben. Hier ist einer der Frischlinge neben einem alten Hasen beim Stöbern im großen LP-Bestand zu sehen:

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Wer ist alter Hase, wer ist hier Frischling?

Und weil wir seit Sepp, dem Herbergsvater, wissen, dass nach der Veranstaltung vor der Veranstaltung ist, sei im Hier und Jetzt trotzdem schon auf’s große Finale am 09. und 10. Dezember 2016 hingewiesen, wenn es wieder heißt:
Bamberger Analog-Tage 2016, aber dann folgerichtig Round 4! Und neben den besonderen analogen Schätzchen, die wir dann auffahren werden, wird es eine Produkt-Show der spektuläreren Art geben! Hierzu ergeht jetzt schon Herzliche Einladung. An dieser Stelle wird es in den nächsten Tagen und Wochen nach und nach verraten, dass es sich um die beiden großen Baureihen von KEF, also THE REFERENCE und Blade, betrieben an den großen Geräten von Arcam, gehen wird. Aber jetzt noch nicht, denn es ist eben noch geheim. Also nicht weiterverraten!

Der Countdown läuft: Morgen gibt es BAT 2016, Runde 3

Morgen geht’s wieder rund! Die Anlagen sind angewärmt, die Plattenspieler drehen sich bereits, sogar die direktangetriebenen. Denn morgen und übermorgen heißt es wieder: Bamberger Analog-Tage, diesmal die Round 3. Von 4.

Und es gibt schon wieder neue Schallplatten! Wo die nur alle herkommen? Die neuen LPs von heute kommen aus dem Keller, wo man sie bestimmt nicht gesucht, aber auch schon vorher nicht vermisst hat. Denn die allermeisten Schallplatten dieses Selektionsprozesses* einer ansonsten wohlsortierten Sammlung sind stante pede in die Kiste vor den Laden verfrachtet worden, wo sie einem guten Zweck zugeführt werden sollen. Hoffentlich bald und in üppigstem Umfang, schließlich muss ich diese schwere Kiste jeden Früh und jeden Abend hin oder her schleppen. Und sie wird nur temporär leichter, denn viele Passanten und Nachbarn haben mir in den letzten Wochen ihre Schätze vorbeigebracht, damit sie und ihre lang gehegten Schätzchen noch etwas Gutes tun. Man erinnere sich: Der Erlös aus diesem Erlös geht zu 100,00 Prozent, so die vorläufige Schätzung, an den Bamberger Kinderschutzbund. Mein Spenden-Elefant kann vor Kraft schon gar nicht mehr laufen. Vielen Dank den vielen Spendern und erst recht den Abnehmern dieses sehr speziellen Kulturgutes.

Aber besonders gefreut habe ich mich über diese Papiertüte, die ich nach meiner Mittagspause entdeckte:

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Die milde Gabe eines der ganz wenigen Verständigen der ganzen Aktion

Hier hat jemand wenigstens verstanden, um was es hier bei diesem Sonderverkauf wirklich geht.

Ich wünschte, es kämen morgen 2346 interessierte Novizen mit richtig üppiger Portokasse, die weder einen Plattenspieler nebst dazu gehöriger Stereo-Anlage, aber auch keinerlei Software, sprich keine einzige Schallplatte besitzen, sich aber von der organischen und wunderbar harmonischen Wiedergabequalität becircen lassen und sofort den Haben-will-Reflex umgehend bei mir im Laden ausleben müssen. Und am Samstag nochmal so viele!

Man wird ja noch träumen dürfen, oder? Zumindest würde jeder dieser Glücklichen mit mindestens einer Schallplatte nach Hause gehen können.

Und außerdem sei darauf hingewiesen, dass nun alle bisherigen LP-Sammlungen mit Ausnahme der Ultra-Nobel-Sammlung Nummer 5 in nurmehr eine Auflistung eingepflegt wurden. Diese kann man [hier] einsehen. Aber mal schauen, was morgen Abend noch davon übrig sein wird.

*moderner Terminus für Ausschuss

Hurra, hurra, die neue Mint ist da!

Seit gestern liegt die bereits 8. Ausgabe des Magazins für Vinyl-Kultur nun auch beim FLSV bereit. Und wieder kommt sie zeitlich genau passend zu unseren Bamberger Analog-Tagen 2016, die am kommenden Wochenende, das bei uns genauso traditionell am Freitag um 10.00 Uhr beginnt und am Samstag um 16.00 Uhr endet, heraus.

Das diesmalige Aufmacherthema bezieht sich auf einen der Macher im derzeitigen Music Business, nämlich Steven Wilson! Mit Mint schaut man hinter den Kulissen.

Ich wünschte, meine Hifi- und High End-Gazetten wären auch nur annähernd so ausführvoll in ihrer Berichterstattung!