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Eine dieser ultimativen Komponenten: Matrix Audio Element X

Es gibt ja Leute, die unbedingt ein fünfstelliges Preisschild erwarten oder gar voraussetzen, wenn es um High End und um ultimative Performance geht. Ich hoffe, sie werden wenigstens nicht enttäuscht, wenn sie schon so viel Geld ausgeben. Dass das aber nicht zwingend nötig ist, beweist der FLSV in Bamberg seit Jahr und Tag.

Nachdem wir erst vor kurzem an dieser Stelle das kleine Knabenwunder Matrix X-SPDIF 2 präsentiert haben, stellen wir heute eine Komponente für die heimische Musik-Wiedergabe-Anlage (HMWA) vor, die zwar nur 34 Zentimeter in der Breite misst, aber gleich fünf Funktionen bereit hält und somit vier weitere Komponenten obsolet werden lässt. Das Gerät nennt sich Matrix Audio Element X und ist das Oberhaupt einer kleinen, aus insgesamt vier Modellen bestehenden Familie innerhalb des großen Programms von Matrix Audio. Dass es, wie bei Matrix Audio üblich, mechanisch besonders solide aufgebaut ist und dabei auch optisch richtig schick daherkommt, unterstreicht den High End-Anspruch aufs Feinste.

Als Erstes ist der Digital-/Analog-Wandler (DAC) zu nennen. Dieser kann, um es kurz zu machen, so ziemlich alle heutigen Formate inklusive MQA dekodieren, also über USB auch PCM bis zu 768kHz und DSD nativ bis 22.4MHz! Das dürfte mit Sicherheit noch für ein oder zwei weitere Generationen an so verfügbarer Software reichen. Verantwortlich dafür ist unter anderem einer der renommiertesten DAC Chips, die derzeit für Geld und warme Worte zu haben ist, nämlich der ESS Sabre 9038 Pro.*

Der Element X kann auch dank zweier USB A-Ports und eines Slots für MicroSD Cards als Server dienen. Direkter geht es wohl nicht, wenn man noch auf den eigenen Datenbestand zugreifen möchte.

Eigentlich bisher unvorstellbar: Über 2000 CDs passen auf diese Speicherkarte, die gerademal 11 x 15mm misst.

Aber wer macht sich heute noch die Mühe, die eigenen CDs (siehe unten) zu rippen, zu taggen und entsprechend zu speichern, wenn man heutzutage alle Musik auch per Streaming Dienst aufrufen kann? Ich zum Beispiel. Aber ich will hier nicht audiophilosophisch werden, warum ich das tue.

Das führt also ziemlich direkt zum eingebauten Streaming Client und somit zu den bekannten Nutzungsformen: Streaming Dienste: Hier werden Qobuz und Tidal unterstützt.

Zugriff aufs heimische Netzwerk per DLNA und per Airplay. Während Letzteres für Apple Nutzer praktisch ist, kann der Rest der Welt die hauseigene App dafür verwenden, aber auch die liebgewonnenen Player wie JRiver, Audirvana, MConnect HD et cetera, die man in- und auswendig kennt. Außerdem ist der Element X Roon Ready, das wohl die derzeit umfassendste Bedienoberfläche darstellt.

Der Kopfhörer-Verstärker ist eines der stärksten Argumente für den Element X, denn ich kenne keinen anderen Kopfhörer-Verstärker in dieser Güteklasse mit eingebautem Streamer. Und weil das Gerät sowieso komplett symmetrisch aufgebaut ist, bietet es auch symmetrische Ausgänge für die Kopfhörer gleich in zwei Ausführungen.***

Als letzte Funktion kann man den Element X nicht nur als Line Gerät wie zum Beispiel einen CD-Player**, sondern auch als Vorverstärker nutzen. Sollte man ausschließlich digital unterwegs sein, also zuhause nur binär Musik hören, dann benötigt man nur noch eine entsprechend hochwertige Endstufe samt passiver Lautsprecherboxen. Das wird wohl noch der häufigere Fall sein, will man nicht gleich die ganze Anlage erneuern und vor allem reduzieren. Das kann man vor allem mit der Wahl von Aktiv-Lautsprechern vollziehen. Es stehen beide Arten von Ausgängen zur Verfügung, also RCA über Cinch als auch die klanglich überlegene Variante via XLR. So hat man auf ein Mal ein aufgeräumtes Wohn- oder Musikzimmer mit nur noch einem Mindestmaß an Kabeln. Ganz ohne geht es leider zum Glück immer noch nicht.

Die Zentrale, hier laufen alle Fäden zusammen; es gibt sogar einen I²S-Anschluss zum Beispiel für die CD Box RS2 T von Pro-Ject

Um auch einen kleinen, wenn auch aus High Enders Sicht verschmerzbaren Nachteil zu nennen: Der Element X hat zwar Airplay eingebaut, aber es fehlt das eher standardgemäße Bluetooth in seiner Inkarnation aptX HD. Mein favorisiertes Beispiel zur Erläuterung dieser Notwendigkeit ist hier nicht die klanglich möglichst gute Übertragung vom smarten Phone zur HMWA, sondern ein ganz praktischer Nutzen. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie schauen zum Beispiel als Musikschüler auf Ihrem androiden Tablet auf YouTube**** einen Musik-Clip oder ein Musik-Tutorial an. Wäre es nicht viel besser, diese über die heimische HMWA anstatt über den im Tablet eingebauten Mini-Lautsprecher auf deren Rückseite zu hören? Sehen Sie?! Oder besser: Hören Sie?!

Der Matrix Audio Element X wird beim FLSV in multiplen Anwendungen zu hören sein. Aber die meiste Zeit wird er wohl oben im High End-Heimkino die Geräte bedienen, die nicht über einen eingebauten DAC verfügen. Das sind derzeit der Copland CTA 408 (unsymmetrisch) und (symmetrisch per XLR) auch der Audio Analogue Maestro Anniversary.

Und wer sich schon mal vorab mit den feinen Innereien und den technischen Daten, garniert mit Beschreibungen einiger Hörbeispiele, befassen möchte, bevor er/sie/es zum FLSV in die Innere Löwenstraße zu Bamberg kommt, um sich selbst einen zweiten Eindruck zu verschaffen, der lese diese und diese englischen Reviews.

Es bleibt spannend, zumindest beim FLSV!

*Ich möchte hier aber auf keinen Fall eine Diskussion über den verwendeten Chip von der Latte brechen, denn ich weiß sehr wohl, dass es auf die Peripherie und vor allem auf die nachfolgende Ausgangsstufe ankommt, ob das Ding klingt oder klingelt. Aber mit dem ESS hat man für Ersteres schon mal eine gute Grundlage geschaffen. Das gilt selbstredend gleichermaßen für die AKMs, Burr Browns, Crystals und Texas Instruments und wie sie alle heißen.

** Kennt noch jemand diese altmodischen Wiedergabegeräte für die komischen Silberscheiben? Wenigstens haben die nahezu immer funktioniert, was man für Musik übers Netzwerk nicht zwingend behaupten kann. Sage ich hiermit ein Revival der Compact Disc (CD und CD-Player, genau, so hießen die Dinger) voraus?

*** Hier äußere ich einen Wunsch für die nächste Generation: Bitte, liebe Matrixer, verbaut eine 3.5mm-Buchse für den Anschluss eines Kopfhörers ein. Denn so gut wie alle neuen Modelle des Weltmarktes haben als allererstes einen 3.5mm-Stecker. Und so vermeidet man wieder einen unnötigen Übergang samt der damit verbundenen Verluste, wenn man auf den kleinen Stecker ein Adapter auf 1/4″ vulgo 6.3mm stecken muss. Aber ganz klar: Wer höchstwertig mit dem Matrix Audio Element X hören will, der hat ein symmetrisches Anschlusskabel an seinem High End-Kopfhörer. Und da wäre ich gleich beim nächsten Wunsch: Es gibt bei hochwertigen Taschenspielern (Portables) auch symmetrisch belegte Buchsen mit 2.5mm und nach Pentaconn mit 4.4mm Durchmesser. Wären diese Buchsen ebenfalls vorhanden, würde man sich das lästige Umstecken der Kabel am Kopfhörer selbst ersparen. Übrigens: Der FLSV bietet hier eine Vielfalt an „Ersatz-Kabeln“ in nahezu allen erdenklichen Stecker-Varianten an.

**** Englisch für: DuRöhre; was aber nichts mit den uns lieben Glimm- und Glühkolben zu tun hat!

Tolles Zubehör für Digitalos: Matrix X-SPDIF 2

Was tun, wenn Sie sich für einen meiner beiden tollen Music Server, also den Soul M oder den Roon Nucleus interessieren würden, die ihrerseits aber lediglich über die USB-Ports Daten annehmen und ausgeben, Sie aber nur einen hochwertigen Digital-Analog-Wandler (DAC) mit den klassischen 3 Digitaleingängen (Coaxial, TOSLink und AES/EBU) hätten,

der also nicht über eine sogenannte Externe Soundkarte verfügt? Denn so könnten Sie diese entweder nicht direkt, sondern nur übers heimische Netzwerk nutzen. Und das wäre schade, verschenkt diese indirekte Verbindung doch einiges an Klangqualität und reagiert auch deutlich langsamer zum Beispiel nach einer Befehlseingabe.

Aber es gibt wie immer Abhilfe beim FLSV in Bamberg. Wir verwenden seit Jahr und Tag hierfür die USB-Bridge von Matrix Audio, aktuell in der Version X-SPDIF 2, die wie viele andere tolle Produkte hierzulande von Robert Ross vertrieben werden. Neben der Grundfunktion, die Daten der Festplatte von USB nach Coaxial mit 75 Ohm, Digital optisch, AES/EBU mit 110 Ohm und auch der aktuellen Variante von I²S per HDMI-Kabel zu transferieren, ist es neben dem prinzipiell tollen Klang auch die Möglichkeit, alle klangmindernden „Funktionen“ von Microsoft Windows zu umgehen. Außerdem wird ein sogenanntes Reclocking vorgenommen, wobei der Matrix X-SPDIF 2 sozusagen den Takt vorgibt, dem die nachfolgenden Geräte folgen müssen.

Der Matrix X-SPDIF 2 verarbeitet PCM-Signale bis 32 Bit und 768 Kilohertz und einen DSD-Datenstrom mit bis 11,6 Megahertz an der I2S-Schnittstelle! Somit können alle nur erdenklichen Digitalformate nicht nur auf dem PC/Mac/Linux-Rechenknecht gelagert, sondern auch weitergegeben werden.

Dass der X-SPDIF 2 noch weitere Einstellmöglichkeiten bietet, wie zum Beispiel die Belegung der Kontakte der HDMI- Schnittstelle für die I2S-Signale zu verändern und die DSD-Ausgabe nativ oder per DSD over PCM (DoP) zu wählen, sei hier nur am Rande genannt. Wichtiger ist, dass man entweder das beigelegte Netzteil oder besser gleich das deutlich stabilere Zusatznetzteil Keces P3 (Vertrieb wiederum Robert Ross, siehe oben) verwendet, um die Spannungsversorgung des Matrix nicht auch noch dem sendenden Geräts aufzubürden.

Noch besser und schneller wird es, wenn der Music Server über einen eigenen WLAN Access Point verfügt, wie es der Soul M anbietet. Hier kann man sogar den Router umrouten und so die ganze Strecke „Music Server – Router – Streaming Bridge oder Streaming Client – DAC“ auf ein Minimum, also auf „Music Server – DAC“ reduzieren. Sie glauben ja gar nicht, wie viel das klanglich ausmacht! Aber der nominelle Nachteil hiervon sei auch genannt: Wenn Sie so Musik hören, können Sie in dieser Zeit nicht parallel im WWW surfen, ohne stets zwischen den beiden WLANs umzuschalten. Also dann doch lieber nur Musik Hören!

Wer es noch eine Spur nobler und somit auch klanglich besser, aber auch eine Ecke teurer haben will, der greift zur Hydra Z von Audiobyte.

Neues Zubehör für Digitalos: Silent Angel Bonn N8

Man kann sich ja darüber streiten, ob ein Netzwerk-Switch überhaupt Einfluss auf die klangliche Darbietung einer vornehmlich digitalen Audio-Kette mit mehreren streamenden Geräten nehmen kann, in der ein Router die Verteilaufgaben im heimischen Netzwerk übernimmt. Wir wollen das mal vorsichtig mit „Ja, aber sicher!“ beantworten.

Konkret geht es um den Silent Angel Bonn N8 der Firma Thunder-Data, der immerhin 400,- € kostet! Und was bekommt man für sein Geld von diesem genauso unscheinbaren Kästchen, wie es die bisherigen von Lancomm, die für mich besten unter den normal erhältlichen Netzwerk-Switchen, auch sind?

Sieben zusätzliche Netzwerk-Ports durch den Silent Angel Bonn N8

Da ist der verbaute Oszillator mit Temperatur-Korrektur zu nennen, der um ein Vielfaches präziser als die üblichen Verdächtigen arbeitet, sodass das deutlich genauer getaktete Netzwerksignal weniger Jitter produziert. Neben einem Netzteil aus der Medizintechnik werden zudem besondere Schaltungen zur Rauschunterdrückung verwendet sowie eine spezifische Dämpfung des Gehäuses gegen elektromagnetische Störstrahlungen eingesetzt.

Zwei klangliche Meriten sind schnell herausgehört: Die Auflösung ganz allgemein wird deutlich verbessert und als Konsequenz hieraus wird die räumliche Abbildung ebenfalls deutlich gesteigert. Wenn das mal nichts ist!

Wir kennen zwar noch eine besser klingende Variante, die aber ganz ohne Netzwerk-Switch auskommt. Darüber aber mehr, wenn es wieder heißt: Der FLSV kann auch digital, Folge 385!

Wunderspeicher oder Speicherwunder?

Diesen echt digitalen Massenspeicher habe ich vor wenigen Tagen beim Ausmisten gefunden. Das Format einer SD-Card ist sofort wiedererkennbar. Aber die Kapazität ist schier unendlich. Unendlich klein! Auf diese SD Card würde gerademal ein einziger Titel eines normalen Pop-Albums im FLAC Format draufpassen. Wir können uns demnach glücklich schätzen, dass der technologische Fortschritt auch wirklich einen klanglichen Zugewinn nicht nur verspricht, sondern auch einhält.

Programm der Bamberger Analog-Tage 2019, 3. Teil

Vorbemerkung: Wie immer kann man den nachfolgenden Text auch schön bebildert [hier] lesen.

Kennen Sie den vielzitierten Aphorismus von Friedrich Nietzsche? Er lautet ungefähr so: „Ohne Irrtümer wäre das Leben ohne Musik!“ Und um diese Sentenz mit Leben zu füllen, werden im Kleinen Vorführstudio während der Bamberger Analog-Tage am 13. und 14. Dezember 2019 zwei Welten zusammengeführt, die beweisen, dass sich anatal und digilog nicht ausschließen. Oft gibt es ja Grabenkrämpfe zwischen beiden Lagern, und beide haben ja je auf ihre Art auch recht. Aber was ist, wenn man doch beides genießen möchte, eine Schallplatte mit all ihren klanglichen und haptischen Meriten, aber auch ein digitales Medium, egal ob CD, SACD oder nur ein paar High Res-Files, die auf einem High End-Server hinterlegt sind, wegen seiner unbestreitbaren Klang- und Komfortmerkmale? Genau: siehe oben. Und siehe unten.

Und das machen wir dann auch so was von konsequent, dass sich nachher niemand mehr ernsthaft Gedanken machen muss, ob er noch auf dem richtigen Weg ist oder schon auf dem richtigen Pfad. Ähnlich einem Experiment, das wir unseres bescheidenen Wissens nach als Erste gleich bei den allerersten Bamberger Analog-Tagen gemacht haben, und das ist tatsächlich schon eine ganze Weile her, bei dem wir einen Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker direkt an den Dynaudio Hub und somit drahtlos an die Dynaudio XEOs der ersten Generation verbunden haben. Diesmal wird es zwar nicht ganz wireless*, dafür aber auf höchstem Niveau unwireless.

Wir kombinieren nämlich hierzu einen sehr hochwertigen Plattenspieler mit einem diesmal separaten Phono-Entzerrer und verbinden diesen wiederum mit einem Paar Aktiv-Lautsprecher. Direkt! Ohne weiteren Vorverstärker dazwischen!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Aber es kommt noch besser, viel besser. Denn die einzusetzende Box ist nicht nur vollaktiv, hat also für jedes eingebaute Chassis einen eigenen und vor allem angepassten Verstärkerzug samt elektronischer Frequenzweiche, sondern bietet auch weitere Anschluss-Optionen in Form von analogen als auch digitalen Eingängen. Man kann sogar direkt von einem USB-Stick Musik abspielen. Viel komfortabler ist es aber der Zugriff aufs heimische Netzwerk. Die Probandin hat nämlich auch, wie man an der Netzwerkbuchse als auch am Antennenstummel oben erkennen kann, einen vollständigen Streaming Client verbaut. Somit ist der Zugriff auf dessen drei Grundfunktionen – Aufruf von Streaming-Diensten (hier Tidal), Internetradio als auch Nutzung von auf einem heimischen Server hinterlegter Daten – möglich. Tipp an dieser Stelle: Die Kabel-gebundene Anschlussvariante hat nicht nur hier in Sachen Stabilität immer noch eindeutig die Nase vorn. Und bedient wird die Show ganz einfach mit einem Tablet oder einem iPad.

Sie sind immer noch vielleicht ein wenig untermotiviert, sprich gelangweilt? Na, dann helfen wir nochmals nach! Denn unsere Lautsprecher haben eine Besonderheit eingebaut, die es so bisher nicht gab, beziehungsweise die man separat erstehen musste. Das bedeutete zwar mehr Handlungsspielraum bei der Auswahl der Lautsprecherboxen, erforderte aber doch auch ein sichtliches Maß an Mehraufwand, was zum Beispiel die Verkabelung betraf. Unsere Modelle haben das bewährte DIRAC Live in der 2. Generation implementiert, das mit überschaubarem Aufwand den Lautsprecher mit all seinen Fehlern, die er selbst in dieser doch schon gehobenen Preisklasse macht, machen muss, entscheidend korrigiert. Denn DIRAC Live misst den Lautsprecher an Ort und Stelle, also nicht im Schall-armen Raum des Entwicklers, sondern in Ihrem Hörraum zuhause, und korrigiert anschließend all diese Nichtlinearitäten weitestgehend.

Ja, um welche Lautsprecher handelt es sich denn nun? Ich hatte sie ja bereits schon an anderer Stelle in einem allgemeineren Kontext erwähnt. Aber so selbstverständlich ist ein solch vollständiger Funktionsumfang noch lange, lange nicht, und deswegen bekommt er hier eine Sonder-Besprechung.

Ja, Sie haben richtig rückgeschlossen, es ist die Quadral Aurum Gamma!

Stattliche Erscheinung: Quadral Aurum Aktiv Gamma

Und dass Quadral Lautsprecher bauen kann und am Markt erfolgreich ist, beweist (nicht nur) diese Aurum Baureihe bereits in der 9. Generation! Deswegen lassen wir uns an dieser Stelle nicht weiter über die typischen Merkmale der Box als solcher aus. Wer sich aber in die vielen Topics der Vorgaben für die Entwicklung und damit in die Details dieses Ausnahme-Lautsprechers einlesen möchte, dem sei diese Lektüre empfohlen.

Weiter geht’s rückwärts im Sauseschritt, denn wir benötigen ja auch einen Phono-Vorverstärker, denn den hat diese erste Generation Quadral Aurum Aktiv (noch) nicht eingebaut. Hier verwenden wir einen bekannten Alten, nämlich den analogis Résumé.  

Der ist gut, der ist hübsch und der ist klein. Nein, der ist richtig gut, der ist sogar richtig ansehnlich und verstecken kann man ihn trotzdem auch.

Unser Dauer-Liebling für MM-Tonabnehmer: analogis Résumé

Fehlt nur noch das so genannte Front End. Auch hier greifen wir in die Kiste der einjährigen Motte. Bei den letzten Bamberger Analog-Tagen musste der Mag¯Lev ML1 nur schön sein. Diesmal wird der Plattenspieler mit dem magisch** magnetisch entkoppelten Lager aber tatsächlich eingesetzt. Aber der FLSV wäre nicht der Fränkische Lautsprecher-Vertrieb, wenn nicht auch hier wieder an mindestens einer Stellschraube gedreht und gestellt wurde. Wir werden nämlich nicht das ebenfalls angebotene höherwertige Ortofon 2M Blue verwenden, sondern den Standard-Tonabnehmer Ortofon OM10, bei diesem aber lediglich den Generator nutzen. Dafür haben wir aber den rang-höchsten Nadeleinschub eingeschubst, den der dänische Tonabnehmer-Spezialist für diese Modellreihe anbietet. Es ist der OM40 mit Fritz Gyger 70-Nadelschliff!

Übrigens: Nach dieser Veranstaltung kann man dieses (eine) Kunstwerk in seiner Gesamtheit, also das Gesamtkunstwerk Dreher inklusive Tonabnehmer inklusive Nadeleinschub-Upgrade inklusive Phono-Pre inklusive Zuleitungskabel zum Verstärker für gerademal 3000.- € komplett, das aber nur vor Ort***, erwerben! Dass das nicht ganz ungünstig ist, ersehen Sie hier, denn der dort genannte Betrag bezieht sich nur auf den Mag­­¯Lev ML1 ohne die oben genannten Zusatzoptionen, die nicht nur klanglich total super gut passen, sondern somit auch einen immensen geldwerten Vorteil bieten.

Ich freue mich auch hier ganz besonders auf Ihre Reaktionen, weil diese Konstellation doch etwas Außergewöhnliches durch die Vermischung zweier ansonsten scheinbar unverträglicher Technologie-Ausrichtungen darstellt. Ich denke, diese Anlage kann die ansonsten eher kompromisslosen Lager nicht nur magnetisch miteinander versöhnen. Apropos: Kennen Sie die beim FLSV mehrfach  aufgestellten beziehungsweise rotierenden drei Acrylstands mit der markigen Aussage: „Analog“, „Digital“ und als Konklusion „Sch… egal“? Das sagt doch zumindest über die Grundeinstellung des Herrn M. aus B. schon einiges aus, oder?

Es bleibt spannend, zumindest bei Ihrem Local Hifi-Dealer FLSV in Bamberg!

*Zwischen den beiden Lautsprechern wird keine Kabelverbindung benötigt!

**Kennen Sie den Unterschied zwischen Maggi und Magie? Ich hoffe es.

***Hier gibt es definitiv keine Versand-Option! Schließlich sind wir zwar der Ohriginal-MM, betreiben aber aus Überzeugung keinen Web-Shop!

Was macht denn MM so an seinem freien Mittwoch? Folge 153

An diesem wie immer nicht ganz so arbeitsfreien Mittwoch, dem durchwachsenen Wetter sei Dank, wurde ein Großprojekt durchgeführt, das hoffentlich bis bestimmt dauerhaft der Entlastung der Wirbelsäule des Herrn MM aus BA förderlich ist.

Denn das große Rack im noch Größeren Vorführstudio des FLSV in Bamberg wurde an diesem Mittwoch um etwa 200000µm nach vorne versetzt, um besser an die Hinterteile der dort verbrachten Hifi-, nein der wahrlich bezahlbaren High End-Geräte zu kommen.

Entkernt und porentief sauber: das ansonsten prallvolle Rack im Großen Vorführ-Studio des FLSV

Das Entpacken des Regals war aufwändig, aber dennoch relativ schnell erledigt. Der ganze Platz auf dem Boden wurde entsprechend in Beschlag genommen.

Nur mit Stelzen passierbar: kaum Platz auf dem Fußboden

Viele Menschen können sich ja nicht vorstellen, was da für ein Berg Kabel aller Art zum Vorschein kommt. Wir inzwischen wieder!

Fein säuberlich sortiert und auch sauber: die favorisierten und deshalb verwendeten Kabel von Supra Cables

Nach gefühlten Myriaden von Femto-Sekunden und anderthalb Milchkaffee später konnte sich das Ergebnis blicken lassen, denn es so ziemlich identisch wie zuvor aus.

So gilt mal wieder und das schon seit 1985: Hifi in Bamberg at its best!

Ich danke meiner Guten Fee für die tatkräftige Unterstützung!

Im anschließenden Testbetrieb gab es einen eindeutigen Sieger: die braunen Boxen klangen einfach überzeugend! Apropos: Kann mir mal jemand erklären, warum in anderen Hifi-Studios die Boxen immer symmetrisch stehen?

Nachlese zur High End 2019, wie immer in München

Auch dieses Mal war das Betätigungsfeld eines gewissen MM, der extra aus der nördlichen Hifi-Diaspora Bamberg angereist kam, der völlig neu konzipierte und ebenfalls wie immer größte Messestand auf der Münchner High End, nämlich der von Audio Trade ATR. Anteilig die größte Fläche haben hier traditionell die Produkte von Pro-Ject Audio Systems eingenommen. MM sollte sich wie stets an die Besucher wenden, die sich für die Wiedergabe von Schallplatten interessieren, egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittene.

Übrigens stellt dieser Hersteller auch die Exponate der Show. Das geht auch nicht anders, denn die allermeisten Plattenspieler waren keine bekannten Alten, sondern nahezu serienreife Modelle neuer Baureihen oder Sonderausführungen, was die Oberflächen betrifft.

Sonderausführung in hell des Pro-Ject RPM 10 samt dazugehöriger Basis

Besondere Hingucker waren die drei großen Modelle Xtension 10, Xtension 12 mit Tonarm von Ortofon sowie Signature 10. Hier wurde bei gleich drei Mustern Wurzelnuss-Furnier in matt und in hochglänzend präsentiert, was stets Begeisterung oder Ablehnung, aber keine unbestimmten oder gleichgültigen Aussagen hervorrief.

Zweimal Pro-Ject Xtension 10 in Wurzelnuss: hochglänzend und links im Hintergrund in matter Ausführung

Es wird eine ganz neue Modellreihe geben, die eine Preislücke schließen wird und die T1 genannt wurde.

Pro-Ject T1, hier mit integriertem Bluetooth-Sender

Man kann aber auch damit rechnen, dass nach und nach die Baureihen Xpression und Xperience vollständig ersetzt werden. Dann ändert sich auch die bisher bekannte Nomenklatur: aus Xpression wird X1

Der Nachfolger vom Pro-Ject Xpression wird X1 heißen.

und aus Xperience wird X2.

Der Nachfolger des beim FLSV überaus erfolgreichen Pro-Ject Xperience wird X2 heißen.

Allerdings wird die Anzahl der verfügbaren Oberflächen bei allen drei Modellreihen deutlich reduziert. Dafür nehmen die Optionen bei den Ausstattungsvarianten eher zu als ab.

Eine kleine Sensation im doppelten Sinne gab es ausgerechnet beim Nachfolger des CD-Laufwerkes aus der großen RS-Baureihe zu vermelden.

Pro-Ject CD Box RS2 T mit offenem Deckel

Hier hat Pro-Ject mit der CD Box RS 2T wieder mal gegen den Trend, hier ist immer mehr Streaming und immer weniger physische Datenträger gemeint, eine herausragende Entwicklung präsentiert. Wer ein paar weiterführende Informationen jetzt schon nachlesen möchte, kann das [hier] tun. Jedenfalls lässt sich der FLSV so ein Sahneteil nicht entgehen!

Aluminium-Gehäuse des CD Pro-8 mit Chassis aus Carbon von StreamUnlimited

Dass es dann auch den passenden Digital-/Analog-Wandler respektive diesen auch mit integriertem Vorverstärker geben wird, ist nur folgerichtig. Und wenn man schon die ganz, ganz kleine Pre Box S2 Digital kennt, dann kann man auch hier mit einer klanglichen Überraschung rechnen.

Der passende Spielpartner zur CD Box RS2 T: die Pre Box RS2 Digital

Tolle Musikvorführungen gab es aber auch mit den Kopfhörern von STAX und mit den großen Kugeln von Cabasse, konkret mit Cabasse Grand Riga mit Santorin 38, aber auch mit der vollaktiven The Pearl.

Cabasse Grand Riga und The Pearl vor heimischer Kulisse und neben der schönsten Tapete

Ich vermute, dass auch diese Veranstaltung wieder mit Rekordbesucherzahlen aufwarten wird. Zumindest auf unserem Messestand war permanent viel los, zumal auch meine lieben Kunden einen kleinen Großteil des interessierten Publikums gestellt haben. Danke wie immer an die Schweinfurter Fraktion für die pünktliche Gebäckübergabe sowie allen anderen Franken, die mir die Tage in der Fremde verkürzt haben.

München und die High End sind toll, weil nur wenige Tage. Aber Hifi und erst recht High End in Bamberg beim FLSV sind immer ein Erlebnis!

viel Interesse an den Exponaten von Pro-Ject

Liebling, ich habe die KEF LS50 Wireless geschrumpft

Tatsächlich sieht die nagelneue und vom renommierten Produktdesigners Michael Young federführend gestylte KEF LSX aus der Ferne wie eine LS50 Wireless im Bonsai-Format aus. Die Formensprache als auch die Proportionen sind mehr als ähnlich, wären da nicht die schicken Textilien von Kvadrat aus Dänemark. Diese sind derzeit in 5 trendigen Farben erhältlich, die sich zudem recht angenehm anfühlen. Aber nur schön wäre doof, wie wir von weiblichen und erst recht männlichen Menschen wissen. So hat die LSX fast die identische Ausstattung der LS50 Wireless, profitiert aber in mehrerer Hinsicht vor der wohl nie stehen bleibenden technologischen Entwicklung. Lediglich die – für mich allerdings essentielle – externe Soundkarte zur direkten Anbindung von Computer-basierenden Musikservern fehlt. Wer alles übers Netzwerk regelt, der hat hier aber keine Nachteile. Wen das extrem aufwändige Innenleben der KEF LSX interessiert, dem sei dieses Video empfohlen. Wer sich nicht an der Nase herumführen lassen und sich nicht hinters Ohr gehauen fühlen möchte, der komme ganz unbeschwert zum FLSV und staune über das jede physikalische Große weit überragende Klangbild der neuen KEF LSX. Dass auch kleines Hifi und vor allem bezahlbares Hifi in Bamberg angeboten wird, beweist der FLSV mit den LSXen mal wieder nachdrücklich!

Phono-Apparate-Reparaturen

Auch wenn der FLSV bestimmt die größte Auswahl an neuen und auch gebrauchten Plattenspielern weit und breit im Angebot führt, schließlich sind wir Referenz-Händler nicht nur für Pro-Ject und für Ortofon, bieten wir explizit und ausschließlich in Zusammenarbeit mit dem Lauschgoldengel auch Reparaturen an. Ich glaube, das hat nicht nur was mit der gerade angesagten Nachhaltigkeit zu tun.

Mathias Thurau erklärt einer Kundin die von ihm ausgeführten Reparaturarbeiten

Jeden Donnerstag kommt Mathias Thurau exklusiv zum FLSV nach Bamberg und bringt die reparierten Schätzchen vorbei und holt dabei gleichzeitig den inzwischen für ihn gesammelten Nachschub.

Besondere Freude macht es allen Beteiligten, wenn das Exponat etwas Besonderes darstellt, wie es dieser mobile Player von 1957 zweifellos tut.

Gebannt lauscht die stolze Besitzerin, dass aus diesem Portable von 1957 (!) wieder richtig Musik erklingt.

Aber auch solche Kuriositäten wie ein ultrakleiner Player aus einer Puppe, der aber auf der Bühne bei den Live-Auftritten einer Band als Zuspieler dient, konnte wieder gangbar gemacht werden.

Hifi in Bamberg bedeutet eben nicht nur Gerätschaften mit mindestens vierstelligem Preisschild, sondern auch die Wertschätzung altgedienter Geräte, oder?

Nutzvolles Zubehör

Es gibt immer wieder neue Produkte, die überraschen und die Hifi-Welt bereichern, indem sie sie vereinfachen. So haben wir einige der Produkte der niederländischen Firma EAT, die ausgeschrieben Essential Audio Tools heißt und von der IAD, was ausgesprochen International Audio Distribution bedeutet, in Deutschland vertrieben werden, neu ins Programm aufgenommen.

Neben den relativ üblichen Spannungsversorgungsartikeln von EAT ragen zwei besonders hervor. Das ist zum einen der im Titelbild gezeigte Current Spyder L zu nennen, der bei einer minimalistischen Anlage eventuell die Mehrfachsteckdose erübrigt. Hier wird eine Zuleitung entweder in drei gleich lange oder eben in drei ungleich lange Abzweige verteilt. Somit können gleich drei Geräte versorgt werden, obwohl man nur eine Wandsteckdose benötigt.

Die zweite Besonderheit im Programm ist das fertig konfektionierte Kleingeräte-Anschlusskabel Current Conductor 8, das im Volksmund auch Euro-Kabel mit 8er-Stecker genannt wird, obwohl das markante Ende ja eine Kupplung ist. Da es ja dank erheblich gesteigerter Effizienz der Audio-Geräte kaum noch die Notwendigkeit dicker Zuleitungen gibt, haben inzwischen viele Hersteller diesen Anschluss gewählt. Schließlich wird ja auch eine Menge Platz im Verhältnis zur Kaltgerätebuchse gespart. Aber gut muss diese Zuleitung schon sein! Und teurer als eine selbstgestrickte Leitung ist die Fertigvariante auch nicht!

EAT Netzkabel mit Schuko- und Eurostecker, der ja eigentlich eine Eurokupplung ist

Auch mit diesen praktischen Artikeln aus dem Zubehörbereich zeigt der FLSV, dass Hifi in Bamberg stets preiswert bleibt beziehungsweise preiswert bleiben kann.

Was haben Sie am 7. April 2019 verpasst?

Herrlichstes Frühlingswetter draußen, gute Stimmung im Haus, so könnte man den gestrigen Tag kurz beschreiben. Denn wie bei den vergangenen Veranstaltungen der Initiative für Radio- und Hifi-Kultur in den Räumen des Rundfunkmuseums der Stadt Fürth gab es eine schöne Mischung aus informativen Vorträgen,

Heinz-Peter Völkel und Michael Rissling bei ihrem Vortrag über die Historie des Lautsprechers

Führungen durch die Museumsräume und als Krönung wieder einen Live Act.

Um die Informationen über die Geschichte des Lautsprechers und der vielen technischen Hürden, die zu überwinden waren, auch anschaulich zu machen, haben wir eine angeblich völlig veraltete Anlage aufgebaut:

Quelle: Tonbandgerät, Verstärker: Röhre mit 2x 2Watt, Lautsprecher: Backloaded Horn, aber ungefaltet!, zuschaltbarer Superhochtöner: Corona Ionenhochtöner
Detailaufnahme unserer Vorführ-Anlage inklusive Masterband-Kopie des letzten Konzerts auf der ReVox A77

Nach dem ersten Vortrag und vor der Musik konnte man wie gewohnt an einer Führung durchs Haus teilnehmen, die heute ebenfalls das Thema Lautsprecher in den Fokus stellte.

Historische Lautsprecher im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth

Kurz nach 15.00 Uhr kam dann MM mit seinem hoffentlich allgemeinverständlichen Vortrag dran. Immerhin in sieben Abschnitten wurde der Lautsprecher als solcher beleuchtet. Dazu wurde auch reichlich Anschauungsmaterial durch die Reihen der Zuhörer gereicht. Vielleicht nur eine Randnotiz der Geschichte war der stets in dieser Veranstaltungsreihe fehlende Hinweis auf den kommerziellen Hintergrund des FLSV als Hifi- und besonders Lautsprecherhändler in Bamberg seit 1985.

Tiefmitteltöner in Einzelteilen, Breitbänder, Hoch- und Mitteltonkalotten, Hochton-Horn, Magnetostaten, Coax-Speaker, Kickbass-Woofer mit Flachmembran, 24-Zoll Subwoofer, klassische 2-Wege-Kombi mit passiver Frequenzweiche und Manger Biegewellenwandler: Alles da, was wichtig ist.

Kurz nach 17.00 Uhr ging es dann endlich mit dem Konzert von Acoustic Pearl los. Schon nach den ersten Takten sprang die Freude der Musiker auf das Publikum über. Fußwippen, Finger-Schnippen und Mitsingen, unsere Gäste waren voll dabei. Zum Glück war keiner der Hifi-Nerds anwesend, um für sich festzustellen: „Das ist fast so gut wie (die immer gleiche Vorführ-)Musik über eine Hifi-Anlage zu hören.“ Denn der hätte was ganz Elementares nicht verstanden, nämlich, dass die Technik nur Mittel zum Zweck ist!

Schöne, weil markante Stimme und echte Bassgitarre, von rechts nach links

Wir danken wieder mal und wieder gerne dem Rundfunkmuseum der Stadt Fürth für die gewährte Gastfreundschaft und unseren Gästen, die uns durch ihren Besuch bei dieser Non Profit-Veranstaltung unterstützen! Im Herbst kommt dann der 2. Teil zum Thema Lautsprecher mit weniger Theorie, dafür aber mit umso mehr praktischen Beispielen.

Was machen Sie am 7. April 2019?

Es ist mal wieder so weit. Denn am nächsten Sonntag lädt die Initiative für Radio- und Hifi-Kultur, zu deren Gründungsmitgliedern der FLSV gehört, zu ihrer Veranstaltung im Frühling ein. Gastgeber ab 13.00 Uhr wird wie bisher das Rundfunkmuseum der Stadt Fürth sein.

Thematisch wird ja stets ein Technikthema in mehreren Vorträgen einem interessierten Publikum dargeboten. Und damit das Ganze nicht zu trocken daherkommt, gibt es immer auch einen musikalischen Rahmen. Diesmal spielt Acoustic Pearl für uns. Abgerundet wird die Veranstaltung mit Führungen durch die Ausstellungsräume des Museums.

Das Thema des Tages bezieht sich auf Lautsprecher. Und weil es aber derart umfassend ist in seinen 1000 Facetten, werden am nächsten Sonntag lediglich die Geschichte und die verschiedenen Arten von Lautsprechern besprochen. In unserer Herbstveranstaltung wird dann der Rest abgearbeitet.

Wenn Sie also jemand fragen sollte: „Wo waren Sie am Sonntag, dem 7. April 2019, sagen wir, so zwischen 13.00  und 18.00 Uhr?“, dann hätten Sie nicht nur ein stichhaltiges Alibi, sondern vielleicht bis bestimmt auch noch was fürs Leben gelernt.

Dass Sie dieses Thema auch in Bamberg jederzeit ansprechen dürfen, ist wohl klar. Denn es handelt sich ja um elementares Hifi. Aber der Rahmen dieser Veranstaltung ist schon etwas Besonderes. Insofern…

Hiermit ergeht Herzliche Einladung!

Beim FLSV schon länger im Betrieb: ᚱᛟᛟᚾ Nucleus

Warum dieser phänomenale Streamer mit der derzeit umfassendsten Software zur Verwaltung von Musikdateien aller Art an dieser Stelle nicht schon längst vorgestellt wurde, ist mir selbst ein Rätsel. Dabei ist der absolut high-endige Roon Nucleus bei uns seit vielen Monaten im Einsatz.

Der Music Player Roon ist ja schon länger bekannt und wird von immer mehr Hardware-Anbietern unterstützt. Das ganz Besondere an Roon ist, dass es quasi alle, irgendwie in einem Netzwerk oder in einem Massenspeicher oder in einem der beiden Streaming Dienste Qobuz und Tidal vorhandene Musik in einem dynamischen Datenbanksystem organisiert. Dabei liefert es zusätzliche Informationen und Querverweise zu den Musikern bis hin zu anstehenden Tournee-Daten. Was Roon so im Einzelnen so einzigartig am Markt macht, können Sie [hier] nachlesen.

Seit bald einem Jahr bietet Roon aber auch selbst zwei kleine Rechner an, die dieses Programm gleich installiert haben. Diesen kann man durch Einbau einer Festplatte vom Streamer zum Server ausbauen. Das Außergewöhnliche am Nucleus und am Nucleus+ ist, dass deren Software auf lediglich die Funktionen reduziert ist, die fürs Musikhören nötig sind. Meines Wissens sind das lediglich 13 Prozesse, die von den üblichen 1000 übrigbleiben, die ein normaler Computer sonst im Hintergrund abarbeitet!

Wie man gut auf beiden Bildern erkennen kann, besteht das Nucleus-Gehäuse aus einem einzigen Kühlkörper, sodass man einen lüfterlosen Betrieb genießen und ihn entsprechend nah zum USB-DAC stellen kann. Und wie man ebenfalls erkennen kann, arbeitet der Nucleus ausschließlich mit Netzwerkkabel, also ohne WLAN-Antennen.

Die Rückseite des Roon Nucleus: Anschlüsse und Ein- und Ausschalter (links)

Einen Tropfen eines „mit Gewürzen und Kräutern aromatisierten und aufgespriteten Wein mit einem vorgeschriebenen Alkoholgehalt“ [Wikipedia], also einen Wermutstropfen, hat dieses vollumfängliche Paket aber dann doch: Nach dem Erwerb eines Nucleus oder Nucleus+ muss man zusätzlich noch eine Lizenz für deren Nutzung in Höhe von 500.- $ erwerben, die allerdings lebenslang gilt. Aber als Ihr Versicherungsvertreter in Sachen Hifi-Zufriedenheit sage ich Ihnen gerne, was das als Prämie pro Tag ausmacht.

Und wenn Sie wissen möchten, wie ich nun doch noch auf den Roon gekommen bin, um ihn an dieser Stelle darzustellen, dann lesen Sie einfach mal die aktuellen und superguten Tests in der Audio Test 03.2019 unter dem Heftttitel „Archivieren wie die Profis“ als auch Teil 2 des Praxisberichts in der gerade frisch erschienenen Fidelity unter dem Arbeitstitel „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“.

Wenn dann nicht der imaginäre Groschen fällt?!

Das isser ja, der Groschen. Kennt den noch jemand?

Tja, der FLSV in Bamberg hat vielleicht zu viele gute Sachen in seinem riesigen Portfolio. Dewegen verwundert es auch nicht, dass Hifi neben der Preiswürdigkeit auch noch eine gewisse Auswahl voraussetzt.


Neuzugang beim FLSV: Dynaudio Evoke

Es gibt mal wieder eine neue Baureihe beim dänischen Spezialisten Dynaudio. Sie nennt sich Evoke und besteht aus insgesamt fünf Modellen, zwei Kompaktboxen und zwei Standlautsprecher sowie einem Center Speaker als Heimkino-Ergänzung. Die Feuertaufe hat die nagelneue Evoke 50 bereits am letzten Samstag bestanden, und zwar im Kreise von Fachleuten, die nur einen Maßstab kennen: Gute Musik auf einer guten Stereo-Anlage hören.

Dynaudio Evoke 10, nun (leider nur noch) in hochglänzend weiß

Die neuen Modelle, die die beliebte Excite Baureihe ablösen und in der gehobenen Mitteklasse zu verordnen sind, hören wieder auf so prosaische Namen wie Evoke 10, Evoke 20, Evoke 30 und Evoke 50, was ja wenigstens keinerlei Verwechslungsgefahr in sich birgt. Optisch haben sich die neuen Lautsprecher deutlich verändert, sind doch die Seitenwände deutlich weniger parallel als noch in der Excite Baureihe. Auch sieht man keine Schrauben mehr, die die Chassis im Gehäuse fixieren. Dass die Bespannrahmen schon eine ganze Weile nicht mehr per Nüppies, sondern magnetisch appliziert werden, ist aber nur bei Dynaudio eine Notiz wert. Aber notierungswert ist die Aufnahme eines Trends zu hellen Holzoberflächen, die sich bei Dynaudio entsprechend „Blonde Wood“ nennt.

Die besondere Stärke von Dynaudio sind seit Generationen die kompakten Modelle

Aber ansonsten ist ein Dynaudio-Lautsprecher ein Dynaudio ist ein Dynaudio. Und das ist gut so! Ich habe jedenfalls wieder mal Klaubötze gestaunt, was aus einer so kleinen Box wie der Evoke 10 herauskommt, wenn man sie wenig standesgemäß, also richtig high-endig ansteuert. Wer einen derartigen Beweis führen möchte, der sei hiermit herzlich eingeladen!

Drei neue Däninnen und eine Kollegin auch von dort

Rapport der GenussHören-Veranstaltung vom 16.03.2019

Was macht MM, also der MM ohne Shop, wenn er sich nicht zwischen dem Konzert der Abonnentenreihe A der Bamberger Symphoniker und einem im Bamberger Jazz Club entscheiden kann? Er organisiert mit Gleichgesinnten wieder mal eine Zusammenkunft, um einer interessierten Halböffentlichkeit unter dem Gütesiegel GenussHören einen besonderen Abend, mit einem technischen Thema als Vehikel, darzubieten und um mit diesen Gästen gut, besser und am besten Musik zu hören. Und als Dank dafür gab es ein volles Haus. Und voll gutes Bier aus Schederndorf und gleich zwei Sorten aus Mönchsambach. Denn wie im Märchen sind aller guten Dinge drei.


Gute Musik, gutes Bier: Männer sind so leicht zufrieden zu stellen!

So wurde der Abend folgerichtig in drei Abschnitte geteilt, von denen die ersten beiden sich um das große Thema Zubehör drehten. Aber anders als bei ähnlich gearteten Voodoo-Zeremonien ging es hier nur um die essentiellen Dinge des Lebens, zumindest die im Leben eines Hifi-Jüngers. Als da wären: Lautsprecherkabel, Cinchkabel, Spannungsversorgung und Unterstellbasen. Irgendwelche nur für höhere Bewusstseinsformen erfassbare Klangschalen, informierte Chips und Steine, die MP3-Files verbessern sollen, bleiben demnach außen vor.*

Gute Komponenten, aber fehlende Feinabstimmung

Das war unsere Stereo-Anlage für diesen Abend. Sie bestand aus den inzwischen gut bekannten Geräten 3010 S2 CD und 3010 S2D Integrated vom nicht mehr ganz so ewigen britischen Geheimtipp Exposure. Aber auch die Lautsprecher sind noch ein wenig geheim, handelt es sich doch um einen prominenten Neuzugang im Portfolio des FLSV, nämlich um die gehobene Mittelklasse-Baureihe Evoke vom dänischen Spezialisten Dynaudio, konkret um deren Spitzenmodell Evoke 50.

Schon beim ersten Hördurchgang, bei dem ausschließlich Musikstücke von mitgebrachten CDs unserer Gäste gespielt wurden, konnte man sehr wohl nachvollziehen, warum eine klassische, aber dennoch gute Zweikanal-Anlage mit CD-Spieler, Vollverstärker und großen Lautsprechern Spaß machen kann. Wenn man es nicht besser wüsste…

Denn nach einer größeren Umbaupause wurden dann die wesentlichen Schwachstellen beseitigt. Im oberen Bild sind für das geübte Auge viele der Sünden sofort erkennbar, die leider in vielen, auch in so genannten High End-Anlagen, immer wieder nicht unrealisiert werden. Ich führe an dieser Stelle ganz bewusst nicht im Einzelnen auf, welche Kabel wir an welcher Stelle verwendet haben, außer dass es allesamt bezahlbare Strippen von No Nonsense-Herstellern wie Supra und Goldkabel waren. Bei der Spannungsversorgung haben wir unser ebenfalls bezahlbares Konzept ganz bewusst eingesetzt.

Da es eine subjektiv erfahrene, aber immer wieder auch von anderen bestätigte Tatsache ist, dass Fortschritte in der klanglichen Weiterentwicklung der Hifi-Kette sehr wohl wahrgenommen, aber oft nicht euphorisch bewertet werden, haben wir die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen in einem Schnelldurchgang zum Abschluss des zweiten Drittels als Augen- und Ohrenöffner angefügt, indem wir alle Kabel und auch die Spannungsversorgung wieder in den „Werkszustand“ gebracht haben. Auf einmal war der Glanz weg! Und es klang flach! Alles war in der räumlichen Abbildung auf eine kleinere Dimension geschrumpft! Das ging schnell und war schon nach zwei Titeln mehr als eindeutig.

So wurde wieder umgebaut, wobei die Elektronik stehen bleiben durfte und wieder wie zuvor verkabelt wurde, so dass der Vergleich zu den bis jetzt aufgebauten Lautsprechern sehr wohl statthaft war. Gab es also neue Lautsprecher? Denn schließlich wurde in der Einladung zu dieser Veranstaltung eine besondere Überraschung angedroht, die tatsächlich bis zu dieser dritten Umbaupause geheim blieb und dennoch das bisher Gehörte deutlich toppen sollte.

Tatsächlich waren die Blicke auf die irgendwie noch kompakt zu nennenden Lautsprecher auf den Nobel-Stands erst einmal recht skeptisch. Aber das legte sich möglicherweise nach den einleitenden Worten durch den Conférencier des Abends, nachdem Begriffe wie „ganz anderes Konzept“, „45 Jahre Entwicklung“, „fränkisch, wenn auch unterfränkisch“ und dergleichen gefallen sind. Aber spätestens nach den ersten Takten Musik hat keiner der Anwesenden auch nur den Hauch einer Kritik verlautbaren lassen, schließlich gab es ja auch keine! Um die Zeitrichtigkeit der Treiber der in der wunderschönen Rhön, einem der zweitschönsten Mittelgebirge überhaupt, beheimateten Manufaktur Manger Audio noch besser, also richtig beurteilen zu können, gab es nun mehrere Musikstücke in gehobener Lautstärke.  Klavier solo, Blues-Rock vom Allerfeinsten, dann ein Duo mit gedämpfter Trompete mit Bass-Begleitung und anschließend eine wunderbare Singstimme in einer kreolischen Messe, da konnte mann** wirklich alle feinen Nuancen der Ansätze einer Instrumentierung, filigranste Dynamiksprünge und dennoch opulente Klangfarben nachverfolgen. Ein paar echte Highlights in dieser kleinen, aber feinen Runde.

Gebannt und gespannt: unsere GenussHörer

Das Einzige, was aber dann doch niemanden gestört hat, war die Tatsache, dass wir manche Musikstücke immerhin insgesamt viermal gehört haben. Außerdem: Wir haben das kleinste Modell des Herstellers aus Melllrichstadt gehört. Es hört auf den wenig prosaisch klingenden Namen z1.

So war dieser Abend für mich ein zwar sehr aufwändig zu organisierendes Ereignis, das sich aber in jeder Hinsicht gelohnt hat.

Ich danke an dieser Stelle wieder mal und sehr gerne Rudolf Riese nicht nur für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Auch wenn diese sicher akustisch alles andere als ideal sind, hat es sicher nicht nur mir viel Freude bereitet. Und auch den anderen Mitorganisatoren für die bekleidenden Maßnahmen, zum Beispiel für die Montage einer akustisch wirksamen Traverse mit entsprechendem Stoff (RK) oder durch die im besten Sinne Handlangerarbeiten beim fliegenden Wechsel während der Umbaupausen (HGS).

In den immerhin drei Umbaupausen habe ich leider nicht allzu viel von Horst Wolfs Erläuterungen seiner Analysen infolge von multiplen Störungen ins Stromnetz mitbekommen, für die er sein aufwändiges Mess-Equipment aufbaut und dessen Ergebnisse er anschaulich dargestellt hat. Danke auch für die Ablenkung vom eigenen Tun in dieser hektischen Phase.

Mein und unser Dank gilt aber auch unseren zahlreichen Gästen, die hoffentlich den einen und den anderen Anreiz, ihrer eigenen Hifi-Anlage ein wenig Tuning angedeihen zu lassen, mit nach Hause nehmen konnten.

So geht auch mein Dank an unseren Gast der ersten Stunde Robert R. für dessen Wertschätzung, in der er sich in einer sehr ausführlichen Mail gleich am heutigen Sonntag für den Einsatz aller Organisatoren des Abends bedankt hat.

Und besonders schade war, dass Stefan Maier, intern verantwortlich für die Kommunikation nach außen, nicht kommen konnte! Viele Grüße von hier.

P.S.: Ich bitte die schlechte Qualität der Fotos zu entschuldigen. Diese sind mit einem Eier-Phone gemacht worden, denn meine eigene Digitalkamera beziehungsweise deren Akku ist just an diesem Abend über die Wupper, die übrigens nicht in Jordanien fließt, gegangen.

*Aber da hätten wir doch ein Thema für einen weiteren GenussHören-Abend, vielleicht unter der Überschrift „Wer’s glaubt, wird selig“, was ja angeblich kein schlechter Zustand sein soll.

**Es war nicht eine einzige Frau anwesend. Nur indirekt in Form der Chefin von Manger Audio. Aber das reicht uns Männern wohl. Manchmal zumindest. Vielen Dank und viele Grüße, Daniela!

Immer diese Kopfhörer-Hersteller

Auch wenn es noch nicht allzu lange her ist, dass ich meine Preisliste der tatsächlich vorführbereiten Kopfhörer überarbeitet habe, hat sich doch in der Zwischenzeit einiges getan. Und ich kann leider nur konstatieren, dass es sich nicht zum Bessereren gewandelt hat. Vertriebswechsel, Quasi-Direktvertrieb oder Produktnachfolger, die nur noch einen Bruchteil des Vorgängers kosten: Wie soll und kann man, also ich, als Fachberater, der meinen Kunden den direkten Vergleich möglichst vieler hochwertiger Hifi- und High End-Produkte im örtlichen Fachhandel propagiert und ermöglicht, eine über Jahre aufgebaute Marke weiter empfehlen, wenn diese dazu übergeht, seine Kopfhörer nun selbst in einem eigenen Web-Shop zu dauernd wechselnden Preisen anbietet? Ganz einfach: Gar nicht mehr! Irgendwann wird auch diese Firma merken, dass es der Fachhandel war, der deren Produkte erst bekannt gemacht hat und sie jetzt nur deren Arbeit ausnutzen. Die Idee wird ein kurzfristiges Umsatzplus generieren: Aber was folgt dann, wenn die Produkte dann nur noch online oder bei den großen Webshop-Betreibern verfügbar sein werden?

Was kann man daraus schließen? Es geht NICHT um die Produkte als solche, sondern lediglich um deren Vermarktung.

Interessenten haben nun also die Möglichkeit, in dieser Preisliste nach den verbliebenen Vorführmodellen eben dieser Anbieter zu schauen, ob etwas Passendes für sie dabei ist. Vorteil bleibt dennoch, dass man jedes in der Liste rot gekennzeichnete Modell trotzdem vor Ort und später gerne auch zuhause ausgiebig testen kann. Ein Versand à la Web Shop wird ausdrücklich ausgeschlossen!

Die Übergangszukunft: Streaming-fähige Hifi- und High End-Verstärker

Sie haben noch passive Lautsprecher? Echt? Und die finden Sie auch noch immer noch gut oder zu schade zum Entsorgen? Aber Sie sind trotzdem an den neuen Medien interessiert? So wie Streaming, Internet-Radio oder gar Zugriff auf einen Server, auf den Sie möglicherweise Ihr eigene Musik aufgespielt haben? Ihnen kann geholfen werden!

Die neue Gattung Hifi-Gerät ist ein Verstärker*, der das Streaming-Modul gleich mit eingebaut hat. Oft bietet er auch noch weiteren, digital arbeitenden Geräten Zugang über entsprechend koaxial-digitale oder über opto-digitale Eingänge.

Die Optionen, die der FLSV jetzt schon anbietet, beginnen bereits bei 400.- €! Der wirklich kleine D-Stream WAMP200 verfügt über eine wirklich gut funktionierende App(likation = Anwendung), von der sich auch so mancher selbst ernannter Branchenprimus wirklich eine richtig dicke Scheibe abschneiden könnte! Zusätzlich verfügt der WAMP200 über einen optischen Digitaleingang zum Beispiel zur Einbindung eines Fernseh-Receivers sowie sogar über einen analogen Anschluss, falls Sie einen echt anachronistischen Plattenspieler in Ihr System einbinden wollten.

D-Stream WAMP200 von der Anschlussseite aus gesehen

Eine halbe bis ganze Etage höher angesiedelt ist der WXA-50 von Yamaha, der auf dieser Webseite schon häufiger erwähnt wurde und somit zu den Pionieren in diesem Subgenre zählt. Auch er hat mindestens das oben Genannte zu bieten, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, ein mehr als vollständiges Multiroom-System namens MusicCast eindrucksvoll zu ergänzen. Hier werden nicht nur kleinere bis mittelgroße Lautsprecher mit Streaming-Funktion angeboten, sondern quasi alle Produktkategorien bis hin zum größten Heimkino-Boliden! Außerdem bietet das Gerät einen Subwoofer-Ausgang zur Ergänzung von Kompaktboxen, wie sie der FLSV aus Überzeugung zu Hauf anbietet.

Yamaha WXA-50, richtig kompakt und richtig gut

Es war klar, dass auch das folgende Gerät wieder Erwähnung finden wird, auch wenn seine Ausstattung alles sprengt, was sonst noch in dieser Kategorie angeboten wird. Ja, der CocktailAudio X35 kann CDs rippen. Ja, der X35 kann deren digitalen Inhalt auf einem internen Speicher ablegen und wird so zum Server. Ja, der X35 hat sogar je einen UKW und DAB+-Empfänger eingebaut. Ja, der X35 bietet auch Plattenspielern einen Anschluss samt Aufnahmefunktion. Jajaja!

Der ganz schön volle Rücken kann auch den Multi-User entzücken

Eine ganz andere Duftmarke setzt der Lumin M1, der völlig reduziert daherkommt. Hier wird ein externer NAS-Speicher oder eine mobile Festplatte vorausgesetzt, sollte man nicht einen der vielen Streaming Dienste als Programmquelle wählen. Ganz klar auf der Habenseite ist die Bedienoberfläche (App) zu nennen. Mit seiner Class D-Endstufe treibt er ziemlich viele Lautsprecher aus unserem reichhaltigen Lautsprecher-Programm an.

Lumin M1 Rückseite

Selbstredend gibt es in diesem Produktsegment noch ganz andere Kaliber auf der wie immer nach oben offenen Preisskala. Und wir sind uns auch ziemlich sicher, dass es in den nächsten Jahren kaum noch eine Neuentwicklung in diesem Verstärker-Sektor geben wird, die kein Streaming implantiert haben wird.

Es bleibt spannend!

*Wir klammern an dieser Stelle auch unsere AV-Receiver für die Beschallung eines Heimkinos explizit aus, obwohl diese Gattung stets Vorreiter in Sachen Ausstattung war, gerade auch bei der Netzwerk-Anbindung.

Neuzugang bei Audiolab: 6000CDT + 6000A

Ganz neu im Sortiment von Audiolab, dem früheren Tag McLaren und noch früheren Camtech und dem originären Audiolab, sind die beiden vollbreiten Hifi-Komponenten im mittleren Preissegment. Sie nennen sich, wie nicht anders bei Audiolab zu erwarten, prosaisch 6000CDT und 6000A. Das bedeutet zweierlei: Erstens sind beide Geräte eine Klasse unterhalb der bestehenden 8300er Baureihe angesiedelt und zweitens ist der Digital-/Analog-Wandler (DAC) in den 6000Amplifier gewandert, während der 6000CDT nur noch als CD-Transport, also nur noch als reines Auslese-Laufwerk dient.

Der Vollverstärker hat dafür eine umso üppigere Ausstattung bekommen und fungiert so als veritable Zentrale einer hochwertigen Hifi-Stereo-Anlage. Ich darf kurz aufzählen, was Sie erwartet: ein sehr hochwertiger, ständig weiterentwickelter DAC, wie man ihn bei Audiolab seit dem berühmten M-DAC kennt, mit je 2 Paaren digitaler Eingänge, diverse Analog-Eingänge samt superbem Phono-Eingang sowie Bluetooth für die drahtlose Ansteuerung. Und einen Verstärker hat das Gerät auch noch verbaut!

Dass das Ganze auch noch superschick und dennoch extrem Preis-wert daherkommt, schließlich kostet das CD-Laufwerk gerademal 600.- € und der Vollverstärker nur 200.- € mehr, macht die beiden neuen Mitglieder im Portfolio des FLSV besonders attraktiv.

Ab sofort bei Ihrem Fachhändler vor Ort zu sehen und zu hören, anzufassen und hochzuheben, weil der einen eigenen Web-Shop immer noch meidet, wie der Teufel das Weihwasser. Warum? Weil echte und verständliche Beratung vor Ort durch nichts zu ersetzen ist! Außer durch Beratung und die explizit ausgesprochene Empfehlung, die Vorführgeräte auch zuhause ausgiebig zu testen. Ach, das macht der FLSV ja auch schon jahrzehntelang?

Das war ja bitter nötig!

Es ist schon ein wenig komisch, wenn man seine eigenen Artikel nur wenige Jahre nach Erstellung wieder mal liest. So geschehen bei der Überarbeitung der Portfolio-Seiten in meiner Produktübersicht. Hier habe ich besonders gemerkt, wie schnelllebig die Technik gerade im Bereich ‚Netzwerk und Streaming und damit auch Multiroom‘ ist.

Wenn Sie also mal noch ein wenig moderner als noch vier Jahren sein möchten, dann lesen Sie einfach [hier] weiter. Und wenn Sie sich ein wenig digitale Nostalgie gönnen wollen, dann finden Se dort auch die Gelegenheit dazu.

Der FLSV kann auch digital #1: Angebot einer Dienstleistung

Wenn Sie aus aktuellem Anlass in Erwägung ziehen, Ihre über viele Jahre gesammelten digitalen Schätzchen in eine neue Darreichungsform, nämlich als Dateien auf eine Festplatte eines Music Servers, zum Beispiel auf eine Network Attached Storage (NAS), zu transferieren, um diese ab sofort besser und komfortabler  – Stichworte sind hier Streaming und Multiroom – nutzen zu können, gibt es beim FLSV zwei besondere Angebote.

Das erste Angebot bezieht sich auf die Leihstellung eines auf diesen einen Zweck spezialisierten Rippers. Hier kommt nur das Original, die RipNAS von HFX in Frage. Hiermit lässt sich digitale Musik schon sehr gut verwalten und umgehend genießen, weil die RipNAS viele der möglichen und meist auch sinnvollen Handgriffe und Einstellungen bereits für Sie vorgenommen hat. Sie entscheiden nur noch, in welches Format Sie Ihre Daten konvertieren möchten. Die klare Empfehlung heißen hier ALAC (Apple Lossless Audio Codec) für die Fans des angebissenen Apfels und FLAC (Free Lossless Audio Codec) für den Rest der Welt.

Das Gerät wird dann so vorinstalliert und ohne Altlasten ausgeliefert. Nachdem Sie die RipNAS per Ethernet-Kabel in Ihr heimisches Netzwerk integriert haben, müssen Sie nur noch eine CD nach der anderen einlegen und am Schluss Ihre Dateien Ihre Daten auf Ihre eigene Festplatte, am besten wieder auf eine NAS, per Drag & Drop übertragen. Fertig! Sie haben dann an Ihrem Rechner immer noch die Gelegenheit, die so genannten Meta-Daten (Tags) entsprechend Ihrer Anforderungen zu ändern. Der FLSV zeigt Ihnen, wie man das am besten macht, um Chaos und Anarchie auf Ihrem Music Server zu vermeiden.

Wenn Sie diese Vorgänge aber lieber delegieren möchten, weil Sie vielleicht diesen immensen Zeitaufwand als relativ Ungeübter nicht aufbringen möchten, bieten wir Ihnen aber auch einen deutlich darüber hinaus gehenden Service als Dienstleistung in Perfektion an. Folgende Schritte werden dann nach einander abgearbeitet:

  1. Grundreinigung jeder CD sowie
  2. Entmagnetisierung der CDs vor dem Einlesevorgang
  3. Rippen der CD in höchstwertiger Qualität (dBpoweramp inklusive Asset)
  4. Editieren der Dateinamen inklusive des Erscheinungsjahres (Künstler – Jahr – Album) inklusive der führenden Null für eine alphabetische und chronologische Sortierung
  5. Editieren der elementaren Tags inklusive der korrekten Angabe des Aufnahme- beziehungsweise des Erscheinungsjahres
  6. Eliminierung aller Druckfehler; hier sind das Original-Booklet der CD bzw. bei Namen die Schreibweise des Heimatlandes des Künstlers maßgeblich
  7. Fortlaufende Nummerierung bei Doppel- und Mehrfach-CDs als ein Album im Dateinamen und in den Tags
  8. Option: Einheitliche Schreibweise in Großbuchstaben
  9. Option für Alben-Hörer: Verkürzung der Dateinamen für eine deutlich erhöhte Übersichtlichkeit
  10. Einbinden des Original-Covers als eigenständige Datei sowie deren
  11. Einheitliche Benennung des Covers als „Folder“
  12. Speicherung auf sicherer Leih-Festplatte
  13. Rückgabe aller CDs in Original- oder in geordneter Reihenfolge

Als Aufpreis-pflichtige Optionen können Sie zusätzlich wählen:

  1. Vollständiges Versehen mit allen, derzeit aktuell verfügbaren Tags
  2. Bei Klassik-Alben mit mehreren Werken in einem Datenträger: Mehrfach-Rippen und Taggen als jeweils eigenständige Werke
  3. Umwandeln (Recoding) in ein anderes, beliebiges Datenformat zum Beispiel für einen MP3-Player im sportiven Einsatz

Sie erkennen, ganz ohne Aufwand geht es doch nicht, wenn man ab sofort die eigene Musik im heimischen Netzwerk nutzen möchte. Das gilt zumindest dann, wenn man eine gewisse Ordnung in einer ansonsten gepflegten CD-Sammlung zu schätzen weiß. Ich gebe an dieser Stelle ein Beispiel: Sie sind Fans der Fab Four und sie haben alle regulären Alben der Beatles. Nach gängigem Ripping würde das vorletzte der offiziellen Alben, nämlich Abbey Road, alphabetisch sortiert ganz am Anfang und eben nicht kurz vor Schluss der glanzvollen Schaffenszeit dieser Band stehen. Die führende Null ist genauso wichtig, da sonst nach Titel 1 nicht Titel 2 käme, sondern Titel 11, dann Titel 12 und so weiter. Oder stellen Sie sich vor, alle Bands, die mit „The“ ihrem eigentlichen Bandnamen voransetzen, so auch „The Beatles“, stehen unter dem Buchstaben „T“. Und so geht es munter weiter. Schnell haben Sie ein wildes Durcheinander von verschiedenen Schreibweisen in Ihrem „Music“-Ordner, das zu Verdruss führen wird. Das Problem ist für denjenigen, der aktuell mit dem Rippen einer stattlichen Sammlung beginnt, diese Übersicht, die am Schluss dieses Prozesses stehen sollte, zu gewinnen. Das kostet extrem viel Zeit und noch mehr Nerven, das kann ich Ihnen aus ureigenster Erfahrung sagen! Und wenn einem dadurch die Lust aufs Streaming verdorben würde, das wäre wirklich schade, oder?

An dieser Stelle kann ich nach inzwischen reichlicher Begutachtung diverser vollgepackter Music Server auch namhafter Peronen aus unserem Business mit Fug und Recht behaupten, dass der hauseigene SoulM eine der bestgepflegten Musiksammlungen digitaler Art überhaupt zum Hören mit vollem Genuss anbietet. So weit, so unbescheiden. Aber ich weiß ja auch, wie viel Arbeit in diesem Opus magnum steckt, denn diese trockene Fleißarbeit wurde definitiv nicht während der Ladenöffnungszeiten geleistet.

Und so sieht es nun unter der Treppe im kleinen Vorführstudio aus, da ich mich weigere, meine original Datenspender-CDs herzugeben:

Und wissen Sie was? Ich kann irgendwie (immer noch) nicht verstehen, dass der absolut selbe Inhalt an Daten dieser abertausender CDs, die sich in den knapp 30 Jahren angesammelt und mit denen wir doch halbwegs zufrieden Musik gehört haben, auf eine so mini-kleine Festplatte draufpasst. Sie wohl schon, oder doch wohl auch nicht so ganz? Muss einem da für die Zukunft in Anbetracht der insgesamt zu speichernden Daten allgemein nicht doch ein wenig angst und bange werden?