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Nachlese der sehr UK-lastigen Harbeth Days

Erst Schiet-Wetter, dann heller Sonnenschein, das ist ja typisches Inselwetter. Aber das ließ uns nicht verdrießen, denn es wurde am letzten Freitag und Samstag ein besonderer Teil des Portfolios des FLSV in Bamberg vollständig vorgestellt und vorgeführt.* Nach vielen anderen Produktfamilien, die es im letzten Halbjahr bereits beim FLSV in Bamberg zu bestaunen, aber auch zum Anhören gab, war dieses Mal der sehr britische Lautsprecher Harbeth an der Reihe. Schon alleine, dass Harbeth ausschließlich Kompaktlautsprecher anbietet, ist so eine skurrile Schrulligkeit.**

„Hier bin ich wohl richtig!“, denkt sich Bernd Hömke am Donnerstagabend. Er kam sogar am Freitag und Samstag wieder.

Bereits am Donnerstagabend kam Bernd Hömke von Input Audio aus dem sehr hohen Norden angereist, um mit mir gemeinsam die letzten Einstellungen vorzunehmen, damit all seine Schätzchen wirklich optimal klingen. Das ist insofern besonders bemerkenswert, als dass er gar nicht mehr der langjahrzehntige Importeur dieser feinen Lautsprecher aus dem UK ist, sondern diese Funktion erst vor ganz Kurzem an den ebenfalls im Norden beheimateten Vertrieb DREI H abgegeben hat.*** Aber Bernd ist nun mal und immer noch das deutsche Gesicht von Harbeth. So bleibt er noch eine ganze Weile als Markenbotschafter im Amt.

Aber es gab noch weitere anwesende Männer vom Fach. Wie angedroht kamen auch Thomas Heckel vom genannten neuen Vertrieb DREI H sowie Tim Hoffmann, der ganz viel der verwendeten Elektronik betreut. Schön war, dass alle drei sich in der Musikauswahl ständig abgewechselt haben und so eine besonders große Bandbreite musikalischer Pretiosen vorgeführt wurde.****

Auch hier eine rein britische, wenn nicht sogar eine rein englische Kombination: Audiolab 9000 mit Harbeth C7ES-3 XD.

Es waren insgesamt fünf auf den Punkt spielbereite Stereoanlagen installiert. Die jeweilig verwendeten Komponenten kann man ja in dem Programm für die Harbeth Days nachlesen. Eine kleine Änderung gab es nur, denn die drei Audiolabs bespielten die Harbeth Compact 7ES-3 XD2 im Kleinen und nicht im Großen Vorführstudio.

Richtig gut klangen die Harbeth SHL5plus XD2 auch an Röhren-Elektronik, hier mit Ayon CD-35 II und Thivan 211.

Dort war doch kein ausreichender Platz mehr vorhanden, weil ja auch die Super SHL5plus XD mit und ohne 2 im Vergleich antreten sollten. Das taten sie dann an ausgesuchter Röhren-Elektronik.

Hier kann man die Beatles nicht nur nachbrummen, sondern man versteht nun auch jedes einzelne Wort der Texte.

Mir persönlich haben es mal wieder die beiden kleinen Lautsprecherpaare besonders angetan. Eines davon war im Kleinen Vorführstudio eine extra für diesen Anlass installierte Schreibtisch-Anlage der absoluten Sonderklasse. Hier spielten die als Abhörmonitore für die britische Casting Show The Voice UK entwickelten Harbeth NLE-1 am Matrix element X2*****, gespeist durch eine Festplatte mit ausschließlichem High Resolution-Material oder mit Qobuz oder auch mit Musikvideos per DuRöhre.

Wie immer eine akustische Ohrenweide, das High End-Heimkino; hier kam die P3ESR XD2 wirklich voll zur Geltung.

Nach dem Motto „Im Dunkeln lässt’s sich es gut funkeln.“ wurde im High End-Heimkino ein besonderer Diamant unter den Kompaktlautsprechern präsentiert, nämlich wie immer bei derlei Veranstaltungen im Dunkeln. Dass die Harbeth P3ESR XD2 auch ohne Bassunterstützung betörend aufspielt, hat sie bereits mehrfach bewiesen. Aber mit dem hauseigenen Subwoofer Nelson tönt sie tatsächlich wie eine Große.

Im verdunkelten Raum konnte man sich nicht an dem schönen Furnier der P3ESR XD2 satt sehen.

Dass dieser auch noch die ansonsten erforderlichen Stands ersetzt, ist doch doppelt praktisch, oder nicht?! Gespeist wurde diese tolle Kombination von einer Italo-/UK-Elektronik, bestehend aus dem brandneuen Streamer Volumio Primo Plus und dem immer noch brandaktuellen Vollverstärker Exposure 3510 Integrated. So viel Musik!

Das große Besteck, bestehend aus der großen Elektronik-Linie von Quad und den mächtigen Harbeth M40.5 XD2

Publikumsmagnet war aber wie schon so oft die größte Box des jeweiligen Herstellers, diesmal also die Harbeth Monitor M40.5 XD2, die nicht nur optisch ein Statement darstellt. Die größte Stärke aller Harbeth Lautsprecher, die absolut natürliche Stimmwiedergabe, wird hier mit einem richtigen Fundament in den untersten Frequenzlagen untermauert. Das hilft nicht nur bei erhöhter Lautstärke, sondern vielmehr lädt das zum Leise-Hören ein. Auch wenn die Harbeth M40.5 XD2 dann nicht zu übersehen sein wird, die Empfehlung für die Raumgröße beginnt bei 20 Quadratmetern.******

Einen richtig guten Job hat auch die neue Elektronik von Quad geleistet. Angeschlossen waren der Netzwerker Quad Platina Stream über Qobuz Connect oder über Roon und der Vollverstärker Platina Integrated. Dass wie immer nahezu alle Kabel von Supra Cables verwendet wurden, braucht man eigentlich auch nicht mehr erwähnen.

Und so ist nicht ganz zufällig anzumerken, dass unsere Vorführungen von einem ansonsten nicht so prominent erscheinenden Instrument dominiert wurden. Das war ganz eindeutig der Bass!******* Gleich der erste Gast am Freitag, ein zukünftiger Genießer einer Harbeth Super SHL5plus XD2, spielt und lehrt sogar dieses große Instrument. Aber es kamen noch ganz viele Kollegen seiner Fraktion. Sogar eine noch recht junge Bass-lernende und -spielende Frau war am Samstagmittag zu Gast, die auch noch richtig gute Schallplatten gekauft hat!

Lecker, weil nicht zu süß und nicht so kräftig. Der feine Geschmack hat sogar zwei Teilzeit-Vegetarierer überzeugt.

Fehlt da noch was in der Berichterstattung? Na klar: die Verköstigung! Dass es definitiv keine englischen Spei(sen) und Getränke geben wird, wurde ja im Vorfeld hoch und heilig versprochen. Was gab es aber dann halbwegs Typisches für die Insel? Es gab Krintstuten. Die kennt man in der Gegend gut, bei der man bei guter Sicht nach Südostengland hinüberschauen kann, nämlich in Friesland. Dieses Hefegebäck mit vielen Rosinen drin und dann mit Butter geschmiert kann man süß als auch herzhaft belegt genießen. Wir haben uns für Kalbs‘ Leberwurst entschieden.

Links die Tragetaschen mit 10 Ausgaben der MINT, rechts nicht mehr ganz 2 mal 10 Flaschen Lieblingsgetränk

Muss ich noch das Lieblingsgetränk des FLSV bei solchen Anlässen vorstellen, das zudem auch noch perfekt mit den Krintstuten korrespondiert hat? Nein, denn jeder weiß inzwischen, dass das Bier aus Mönchsambach bei derlei Veranstaltungen gesetzt ist. So garantiert auch beim nächsten Event!

Mein herzlicher Dank geht an dieser Stelle nochmals an die Herren Bernd, Thomas und Tim!

Wie bei allen Veranstaltungen des FLSV stand nicht die Technik im Vordergrund, sondern die Musik!

Fazit: Es war mal wieder eine besonders schöne Veranstaltung mit netten Gästen, guter Musik und besonderer Verpflegung. Was als Nächstes vorgestellt werden wird, ist schon jetzt klar, aber nur noch nicht wann.

Man merkt: Es bleibt spannend, zumindest beim Inhaber-geführten Einzelhandel.

* Sorry für dieses Wort, ihr Nürnberger Fans.

** Naja, so richtig schnuckelig kompakt ist die Harbeth M40.5 XD2 ja wirklich nicht zu nennen, aber sie steht sinnvollerweise auf einem für sie angepassten Open Frame-Standfuß. Sie ist also per definitionem eine Kompaktbox!

*** Ich hatte es bereits im Vorfeld geschrieben: Dieser Vertriebswechsel war ein geplanter und erst recht ein friedlicher, an dem die Branche sich sehr gerne ein oder mehrere Beispiele nehmen könnte. Macht sie’s?

**** Nein, genau, es kam kein einziger Titel von Diana mit den Krallen und keine afrikanische Hoffnung und erst recht nicht die Probleme anderer Rock-Gitarristen zur Vorführung. Aber so schön diese Musik auch sein mag, man hat sich doch ein wenig daran überhört, weil sie eben auf Messen und ähnlichen Veranstaltungen nicht zu überhören war.

***** Der vollständig symmetrisch aufgebaute Matrix element X2 vereint viele Funktionen auf qualitativ besonders hohem Niveau in sich, denn er ist Streamer, Digital-/Analog-Wandler (DAC) mit externer Soundkarte zur Anbindung eines Computers oder eines Music Servers (USB B), Kopfhörer-Verstärker und Vorverstärker in einem Gerät. Dafür ist er wahrlich sehr kompakt.

****** Das ist der Vorteil, den jede Box von Harbeth aufweist, weil hier die Bassreflex-Ports auf der Front des Lautsprechergehäuses angebracht sind. Ausnahme ist ausgerechnet die Kleinste, denn die ist geschlossen aufgebaut. Aber so ist sie noch unkritischer bei der Aufstellung.

******* Zitat Bassist Thomas S. aus N.: Man hört den Bass nicht immer, aber ohne Bass hört man nichts. Sprich: Der Musik fehlt die Energie und sie wirkt dünn, kraftlos und flach.

Der Streaming-Dienst meiner Empfehlung

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus #7: Die Bamberger Anti-Analog-Tage haben Strömendes vor

Vielleicht ist es ja in den Augen Außenstehender nur Angeberei, aber für MM vom FLSV (Fränkischer Lautsprecher-Vertrieb) in Bamberg ist das nur konsequent, so viele Optionen – es sind immerhin mehr als fünfzehn, aber noch keine zwanzig – bereit zu halten, um die inzwischen extrem große Bandbreite an verfügbaren reinen Streamern* auch nur halbwegs vollständig darzustellen. Und das nicht nur während der Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag des immer noch Inhaber-geführten Fachgeschäfts für Musikwiedergabe-technische Fragen aller Art, sondern auch im high-fidelen Alltag.

Was ist damit genau gemeint? Der Streaming Client als solcher ist das Gerät der Hifi- und High End-Gegenwart und -Zukunft. Es vereint, kurz geschrieben, drei Funktionen** in sich, wie sie digitaler nicht sein können. Als da wären: Aufrufen des bevorzugten Streaming-Anbieters, beim FLSV ganz klar Qobuz, Internetradio als Ersatz für UKW, DAB+ und aller ins Kabel eingespeisten Programme als auch zur Erweiterung des Hörhorizonts sowie die Anbindung an das Musik-Archiv, das auf einem zentral verfügbaren Speicher liegt (NAS = Network Attached Storage).

So, dann legen wir mal los mit der Vorstellung aller Kandidaten in dieser Produktgruppe:

Der derzeit günstigste Einstieg ins Streaming. Und nicht der schlechteste: WiiM Mini.

Erst vor wenigen Monaten ist mit WiiM ein neuer Anbieter ins Portfolio des FLSV gekommen, der alle Preis-/Leistungsstandards durcheinander gewirbelt hat. War früher der Yamaha WXAD-10 das Superschnäppchen unter den Streaming Clients schlechthin, ist es nun der WiiM Mini, der nur noch zwei Drittel des Epigonen kostet, aber sogar einen optischen Digitalausgang mitbringt. Somit ist dieses Schätzchen als Ersatz nicht nur für den nicht mehr verfügbaren UKW-Empfang übers Kabelnetz eine rundherum runde Sache.***

Seit Monaten die Bestseller bei den Streaming-Produkten: WiiM Pro und Pro Plus (mit Fernbedienung)

Schon deutlich ernsthafteres Hifi sind die beiden größeren Modelle WiiM Pro und Pro Plus. Welcher ernstzunehmende Hersteller bietet in diesem Preissegment einen DAC mit bis zu 32Bit/768 kHz, ist Roon Ready und kann auch noch Bluetooth® 5.1?

Vor wenigen Monaten noch nicht denkbar: ein richtiger Streamer mit Display für kleines Geld: WiiM Ultra

Als wäre das noch nicht gut genug, setzt WiiM mit dem Ultra noch einen drauf, denn das extrem moderat bepreiste Gerät bietet sogar ein berührungsempfindliches Display und kann wie die beiden eben genannten Modelle auch als Vorverstärker eingesetzt werden.

Nun gibt es bei Bluesound auch einen kleinen Einsteiger, der von der Erfahrung der großen Modelle profitiert: Bluesound Nano

Aber auch die Platzhirsche haben nachgelegt. Bluesound, im Streaming eine Marke der ersten Stunde mit etablierter Player-Software, bringt derzeit gleich drei neue Modelle, die allesamt bei den Bamberger Anti-Analog-Tagen am 14. und 15. März 2025 in den Räumlichkeiten des FLSV präsentiert werden.

Der Bluesound Node in der aktuellen Variante (= N132) ist einer der ganz großen Wegbereiter des Streaming.

Neben dem Einsteiger-Modell Nano und mit dem Node (N132) den Nachfolger des bereits etablierten und bestens beleumundeten Dauerbrenners Node wird vor allem der Bluesound Node Icon im Mittelpunkt stehen.

Setzt wieder ein Zeichen: Der Bluesound Node Icon mit Display und Dirac Live

Die beiden Letzteren haben bereits schon – Tusch! – die Option für das Raumakustik-Korrekturprogramm Dirac Live implementiert und werden zeigen, wie die Schweden die akustisch nicht immer durchlässigen Gardinen zur Seite ziehen.

Die schicke Zentrale für eine minimalistische High End-Stereoanlage: Der Eversolo DMP-A6 Master Edition Gen 2

Bei Eversolo gibt es einen kleinen Nachfolger und ein großes Schlachtschiff zu bestaunen. Der Eversolo DMP-A6 Master Edition Gen 2 kommt im heute beliebten Midi-Format und kann direkt Endstufen oder Aktiv-Lautsprecher symmetrisch ansteuern.

Bei den BAAT 2025 erstmals im Einsatz: der brandneue und vor allem vollformatige Eversolo DMP-A10

Neben dem bereits bestens eingeführten DMP-A8 thront der Eversolo DMP-A10 im beleibten Vollformat, der sich bestimmt ganz und gar nicht einen anderen Streamer mit sehr großem Display als Vorbild ausgeguckt hat.

Einmal Vollausstattung bitte: Der Rose RS150B bietet so ziemlich alle Ausstattungsvarianten bei bestem Klang.

Genau, dieser Rose RS150B wird also als einer von insgesamt drei High End-Streamern in der ranghöchsten Installation bei den Bamberger Anti-Analogtagen 2025 eingesetzt, also mit Nobelst-Elektronik aus der EVO-Baureihe von NuPrime**** an den Kompaktlautsprechern der Nobelklasse.

Von vorne sind beide Volumio Geräte eher sehr schlicht und dezent. Aber es gibt einen echten Ein-/Ausschalter!

Wer es etwas dezenter mag, schaut sich die gelungene Bedienoberflache der beiden dennoch auch äußerlich hübschen Italiener an. Volumio, der Netzwerk-Software-Spezialist für den Raspberry Pi, hat zwei Geräte am Start, die sich äußerlich stark ähneln, nämlich den Volumio Primo 2 und den Rivo.

Hier sieht man schon den sehr gehobenen Anspruch des Volumio Rivo: USB DAC-Ausgang, Profi-Digitalausgang mit 110 Ohm…

Ersterer ist ein kompletter Streaming Client für weniger Geld, während Zweiterer lediglich eine Streaming Bridge oder einen Streaming Transport darstellt, also auf einen nachfolgenden Digital-/Analog-Wandler angewiesen ist und trotzdem mehr kostet. Sie können ja im Umkehrschluss Ihre Schlüsse über die hier gebotene Wiedergabe-Qualität ziehen.

So klein und schon I²S-Ausgang: Streaming Bridge oder Transport NuPrime Stream Mini

Einer geht noch! Sogar zwei, nämlich ein ganz kleiner und ein ganz großer Streamer. Beide Geräte von NuPrime sind Streaming Bridges beziehungsweise***** Streaming Transports. Der NuPrime Stream Mini ist die kleinste Streaming Bridge im Portfolio des FLSV in Bamberg. Und als wäre das nicht genug, ist er auch die mit weitem Abstand günstigste Offerte mit einem I²S-Digitalausgang. Dass der Stream Mini nur mit WLAN****** funktioniert, sei nur am Rande erwähnt.

Optisch dieselbe Formsprache wie der NuPrime Evolution DAC 2 und die Mono-Endstufen Evolution Two: der Evolution Stream.

Ein ganz anderes Kaliber, technisch wie optisch, ist der große NuPrime Evolution Stream, der sich die Expertise eines Modells eines auch beim FLSV wohlgelittenen Herstellers eingeholt hat, nämlich vom Modell Rhein Z1 von Silent Angel. Allerdings finde ich persönlich den NuPrime Evolution Stream deutlich gefälliger, denn er passt nicht nur optisch bestens zu den anderen Geräten dieser Baureihe des Herstellers, sondern man braucht ihn auch wahrlich nicht verstecken. Allerdings ist der Evolution Stream deutlich umfassender ausgestattet. Aber das zeigen wir im Detail während unserer Veranstaltung.

Internes oder externes Netzteil, externe Word Clock ja oder nein, das sind die Optionen in der High End-Klasse.

Was das Teil so klanglich, gerade auch im Vergleich zu den beiden anderen Top Streamern, drauf hat, kann man während der Bamberger Anti-Analogtage am 14. und 15. März in den heiligen Hallen des Fränkischen Lautsprecher-Vertriebs in der Inneren Löwenstraße 6 zu Bamberg genussvoll erleben.

Meine Güte, macht es MM diesmal spannend!

* Gemeint sind hier die auf ihre eigentliche Funktion reduzierten Gerätschaften, also keine Hybride wie die Receiver von Yamaha oder die Vollverstärker von Hegel mit jeweils integriertem Streaming.

** Meistens haben alle Streaming Clients auch noch Bluetooth in der aktuell ranghöchsten Auflösung an Bord. Auch wenn dieser Standard klanglich immer besser wird, interessiert er uns bei den BAAT 2025 nicht so arg. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das ein Thema für die nächste Verunstaltung mit diesem Thema werden könnte. Ganz einfach darum: Junge Menschen nutzen diese Übertragung ständig, aber völlig unter Wert. Und das sollte man ihnen schon mal zeigen, was sie da so alles verschenken, ohne es zu wissen.

*** Es wurde sogar schon ein WiiM Mini versteckt in ein historisches Küchenradio mit Röhren und wohlklingendem Breitbandlautsprecher eingebaut!

**** Nur ganz kurz: Freuen Sie sich mit mir auf die Beschreibung und vor allem den Einsatz der vollständigen Kette dieser Ausnahme-Elektronik, die ich ganz bald in diesem Blog noch ausführlich darstellen werde.

***** Eine ernsthafte Frage an Sie: Wann haben Sie das letzte mal dieses Wort ausgeschrieben gelesen?

****** Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen WLAN und Wi-Fi?

Tolles Zubehör für Digitalos: Matrix X-SPDIF 2

Was tun, wenn Sie sich für einen meiner beiden tollen Music Server, also den Soul M oder den Roon Nucleus interessieren würden, die ihrerseits aber lediglich über die USB-Ports Daten annehmen und ausgeben, Sie aber nur einen hochwertigen Digital-Analog-Wandler (DAC) mit den klassischen 3 Digitaleingängen (Coaxial, TOSLink und AES/EBU) hätten,

der also nicht über eine sogenannte Externe Soundkarte verfügt? Denn so könnten Sie diese entweder nicht direkt, sondern nur übers heimische Netzwerk nutzen. Und das wäre schade, verschenkt diese indirekte Verbindung doch einiges an Klangqualität und reagiert auch deutlich langsamer zum Beispiel nach einer Befehlseingabe.

Aber es gibt wie immer Abhilfe beim FLSV in Bamberg. Wir verwenden seit Jahr und Tag hierfür die USB-Bridge von Matrix Audio, aktuell in der Version X-SPDIF 2, die wie viele andere tolle Produkte hierzulande von Robert Ross vertrieben werden. Neben der Grundfunktion, die Daten der Festplatte von USB nach Coaxial mit 75 Ohm, Digital optisch, AES/EBU mit 110 Ohm und auch der aktuellen Variante von I²S per HDMI-Kabel zu transferieren, ist es neben dem prinzipiell tollen Klang auch die Möglichkeit, alle klangmindernden „Funktionen“ von Microsoft Windows zu umgehen. Außerdem wird ein sogenanntes Reclocking vorgenommen, wobei der Matrix X-SPDIF 2 sozusagen den Takt vorgibt, dem die nachfolgenden Geräte folgen müssen.

Der Matrix X-SPDIF 2 verarbeitet PCM-Signale bis 32 Bit und 768 Kilohertz und einen DSD-Datenstrom mit bis 11,6 Megahertz an der I2S-Schnittstelle! Somit können alle nur erdenklichen Digitalformate nicht nur auf dem PC/Mac/Linux-Rechenknecht gelagert, sondern auch weitergegeben werden.

Dass der X-SPDIF 2 noch weitere Einstellmöglichkeiten bietet, wie zum Beispiel die Belegung der Kontakte der HDMI- Schnittstelle für die I2S-Signale zu verändern und die DSD-Ausgabe nativ oder per DSD over PCM (DoP) zu wählen, sei hier nur am Rande genannt. Wichtiger ist, dass man entweder das beigelegte Netzteil oder besser gleich das deutlich stabilere Zusatznetzteil Keces P3 (Vertrieb wiederum Robert Ross, siehe oben) verwendet, um die Spannungsversorgung des Matrix nicht auch noch dem sendenden Geräts aufzubürden.

Noch besser und schneller wird es, wenn der Music Server über einen eigenen WLAN Access Point verfügt, wie es der Soul M anbietet. Hier kann man sogar den Router umrouten und so die ganze Strecke „Music Server – Router – Streaming Bridge oder Streaming Client – DAC“ auf ein Minimum, also auf „Music Server – DAC“ reduzieren. Sie glauben ja gar nicht, wie viel das klanglich ausmacht! Aber der nominelle Nachteil hiervon sei auch genannt: Wenn Sie so Musik hören, können Sie in dieser Zeit nicht parallel im WWW surfen, ohne stets zwischen den beiden WLANs umzuschalten. Also dann doch lieber nur Musik Hören!

Wer es noch eine Spur nobler und somit auch klanglich besser, aber auch eine Ecke teurer haben will, der greift zur Hydra Z von Audiobyte.

Beim FLSV schon länger im Betrieb: ᚱᛟᛟᚾ Nucleus

Warum dieser phänomenale Streamer mit der derzeit umfassendsten Software zur Verwaltung von Musikdateien aller Art an dieser Stelle nicht schon längst vorgestellt wurde, ist mir selbst ein Rätsel. Dabei ist der absolut high-endige Roon Nucleus bei uns seit vielen Monaten im Einsatz.

Der Music Player Roon ist ja schon länger bekannt und wird von immer mehr Hardware-Anbietern unterstützt. Das ganz Besondere an Roon ist, dass es quasi alle, irgendwie in einem Netzwerk oder in einem Massenspeicher oder in einem der beiden Streaming Dienste Qobuz und Tidal vorhandene Musik in einem dynamischen Datenbanksystem organisiert. Dabei liefert es zusätzliche Informationen und Querverweise zu den Musikern bis hin zu anstehenden Tournee-Daten. Was Roon so im Einzelnen so einzigartig am Markt macht, können Sie [hier] nachlesen.

Seit bald einem Jahr bietet Roon aber auch selbst zwei kleine Rechner an, die dieses Programm gleich installiert haben. Diesen kann man durch Einbau einer Festplatte vom Streamer zum Server ausbauen. Das Außergewöhnliche am Nucleus und am Nucleus+ ist, dass deren Software auf lediglich die Funktionen reduziert ist, die fürs Musikhören nötig sind. Meines Wissens sind das lediglich 13 Prozesse, die von den üblichen 1000 übrigbleiben, die ein normaler Computer sonst im Hintergrund abarbeitet!

Wie man gut auf beiden Bildern erkennen kann, besteht das Nucleus-Gehäuse aus einem einzigen Kühlkörper, sodass man einen lüfterlosen Betrieb genießen und ihn entsprechend nah zum USB-DAC stellen kann. Und wie man ebenfalls erkennen kann, arbeitet der Nucleus ausschließlich mit Netzwerkkabel, also ohne WLAN-Antennen.

Die Rückseite des Roon Nucleus: Anschlüsse und Ein- und Ausschalter (links)

Einen Tropfen eines „mit Gewürzen und Kräutern aromatisierten und aufgespriteten Wein mit einem vorgeschriebenen Alkoholgehalt“ [Wikipedia], also einen Wermutstropfen, hat dieses vollumfängliche Paket aber dann doch: Nach dem Erwerb eines Nucleus oder Nucleus+ muss man zusätzlich noch eine Lizenz für deren Nutzung in Höhe von 500.- $ erwerben, die allerdings lebenslang gilt. Aber als Ihr Versicherungsvertreter in Sachen Hifi-Zufriedenheit sage ich Ihnen gerne, was das als Prämie pro Tag ausmacht.

Und wenn Sie wissen möchten, wie ich nun doch noch auf den Roon gekommen bin, um ihn an dieser Stelle darzustellen, dann lesen Sie einfach mal die aktuellen und superguten Tests in der Audio Test 03.2019 unter dem Heftttitel „Archivieren wie die Profis“ als auch Teil 2 des Praxisberichts in der gerade frisch erschienenen Fidelity unter dem Arbeitstitel „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“.

Wenn dann nicht der imaginäre Groschen fällt?!

Das isser ja, der Groschen. Kennt den noch jemand?

Tja, der FLSV in Bamberg hat vielleicht zu viele gute Sachen in seinem riesigen Portfolio. Dewegen verwundert es auch nicht, dass Hifi neben der Preiswürdigkeit auch noch eine gewisse Auswahl voraussetzt.